Der mysteriöse Tod von Jens Salaw… T
Der mysteriöse Tod von Jens Salaw…

Die Karnevalsaison 2020 wird in der Eifel von einem furchtbaren Unglück überschattet. Zumindest ist es das, was der Tod von Jens Salaf auf den ersten Blick zu sein scheint. Ein Unglück. Ein Unglück, wie man es sich leicht vorstellen kann. Ein junger Mann ird betrunken nach einem Tag voller Party durch die Kälte und schafft es tragischerweise nicht nach Hause.
Doch auf den zweiten Blick tun sich rund um den Tod von Jens Salaf Ungereimtheiten auf. Davon sind zumindest seine Eltern überzeugt, genau wie er Anwalt und Gutachter. Und dafür haben sie gute Gründe. Denn es gibt Dinge rund um den bizarren Tod von Jens Salaf, die sich bis heute niemand erklären kann.
Dinge, die dafür sprechen, dass hinter dem Tod des 21-jährigen weit mehr steckt als ein Unglück. Bis heute stellen sich die Eltern, Freunde und zahlreiche Personen aus der Eifel nur eine Frage. Was ist wirklich mit Jens geschehen? Eigentlich koche ich ziemlich gern, aber ganz ehrlich, zwischen Arbeitstraining und ein paar Projekten, an denen ich gerade für euch dran bin, muss ich echt sorgfältig planen und habe in der Vergangenheit dann doch oft viel Zeit in der Küche verloren und bin aus meinem Workflow geflogen.
Trotz des vollgepackten Alltags stand hier in den letzten Wochen aber oft mein aktuelles Lieblingsgericht, die Highprotein Pumpkinpasta auf dem Tisch, die richtig schnell zubereitet war. Zugegeben, das war nicht mein Verdienst, sondern der vom heutigen Sponsor Jit, mein Gamechanger im Alltag, der mich schon oft gerettet hat.
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Der Ortteil Kalter Herberg, in dem Jens und seine Eltern wohnen, hat gut 2000 Einwohner und ist ein paar hundert Meter von der belgischen Grenze entfernt. Am Donnerstag, den 20. Februar setzen sich Jens und sein Vater Helmut am Vormittag gemeinsam ins Auto. Helmut hat sich bereit erklärt, seinen Sohn zu einem Freund nach Simmerrad zu fahren, denn an diesem Tag ist Weiber fast Nacht und das bedeutet, dass ordentlich Party gemacht werden soll.
Als Jens sich auf den Beifahrersitz fallen lässt, trägt er schon das Kostüm, dass er sich zur Feier des Tages zusammengestellt hat. Der 21-jährige hat sich als waschechter Bayer verkleidet, inklusive rotweiß karier zum Hemd, einer halblangen Lederhose und den passenden langen Socken und Trachtenschuhen. Das volle Klischeeprogramm eben.
Jens ist FC Bayernfan und hat sich wohl von der Heimat seines Lieblingsclubs inspirieren lassen. Neben Jens machen sich auch weitere Freunde auf den Weg nach Simmerad. Zunächst verbringen sie einige Zeit in einer Jungsgruppe und feiern ein wenig zu Hause. Es gibt Bier, auf dem Tisch steht eine Shisha, die Stimmung ist ausgelassen.
Es ist zwar noch früh am Tag, aber es ist ja immer in auch Karneval und das bedeutet, dass auch in den umliegenden Ortschaften schon ordentlich was los ist. Am Nachmittag macht sich die kleine Gruppe auf den Weg nach Lammersdorf, wo es eine Party in einem Festzelt gibt. Von dort ziehen sie am späten Nachmittag weiter nach Eicherschein in eine Veranstaltungshalle namens Tenne.
Seine Freunde werden sich später einig sein, dass Jens eine Menge Spaß hat. Er lässt sich den einen oder anderen Drink schmecken, bleibt dabei aber wie immer innerhalb seiner Grenzen. Jens denkt sogar noch daran, sich zwischendurch bei seinen Eltern zu melden. Um 20:11 Uhr lässt er seine Mutter via WhatsApp wissen: “Alles Jut! Es ist einfach ein ganz normaler ausgelassener Karnevalstag unter Anfang 20-jährigen.
Weil sie noch immer auf dem Dorf mitten in der Eifel unterwegs sind, endet der Abend allerdings nicht allzu spät. Schließlich muss man auf dem Land schauen, wie man noch mit dem Bus nach Hause kommt. Also verlassen Jens und ein Freund namens Tobias gegen Mitternacht die Tenne. Seinem Kumpel fällt dabei nichts ungewöhnliches auf.
Weiterhin wirkt Jens total normal. Wie Tobias berichtet, sind die beiden zu diesem Zeitpunkt zwar angetrunken, aber beide schauen noch gemeinsam, welchen Bus sie jeweils nehmen müssen. Wegen der Feierlichkeiten fährt in dieser Nacht der sogenannte Partybus durch die Ortschaften. Zum Abschied umarmen sich die beiden.
Tobias steigt dann den Bus nach Simmerrad. Jens nimmt einen anderen. Laut einem Bericht der achner Zeitung ist zunächst nicht ganz klar, ob Jens nach Hause fahren wollte oder ob er noch mal zurück nach Lammersdorf wollte, wo er und seine Freunde zuvor das Festzelt unsicher gemacht haben. Darauf kommen wir später noch mal zurück.
Man weiß aber, dass Jens definitiv in den richtigen Bus steigt. Das heißt in den der ihn nach Hause nach Kalzer Herberg bringen würde. Nach dem Einstieg setzt er sich auf den Platz ganz vorn direkt beim Busfahrer. Um etwa 0:10 Uhr steigt Jens genau wie andere Fahrgäste aber gleich an der ersten Haltestelle aus, an der Konser Blumgasse.
Weshalb er den Bus ausgerechnet hier verlässt, weiß man bis heute nicht. Von zu Hause ist er hier noch Kilometer weit entfernt. Ein Zeuge sieht, wie Jens die Straße hinunterläuft. Dann verliert sich seine Spur, bis Freunde von ihm rätselhafte Anrufe erhalten. Um etwa 1 Uhr klingelt bei Jens Freund Fabian das Handy.
Fabian bekommt davon nichts mit. Er hat seinen Partyabend noch früher beendet und ist nach Hause gefahren. Er muss nämlich am nächsten Morgen um 5 Uhr aufstehen. Erst da wird er sehen, dass Jens fünf mal versucht hat, ihn anzurufen und das, obwohl Fabian ihm sogar ausdrücklich gesagt hatte, dass er früh raus muss und sich dementsprechend hinlegen wird.
Jens war zwar angetrunken, als Fabian sich gegen 20:30 Uhr von ihm verabschiedet hat, aber bei klarem Verstand. Trotzdem wählt Jens Salaf ab 1 Uhr mehrfach Fabians Nummer, nur dass der natürlich nicht rangehen kann, weil er schläft. Kurz darauf umr klingelt das Handy bei Mike, einem weiteren Kumpel von Jens. Anders als Fabian ist Mike noch wach und nimmt das Gespräch entgegen.
Er hört die Stimme von Jens, der zu weinen und zu wimmern scheint. Er sagt nur Mike, der fragt natürlich sofort, was bei Jens los ist, aber Jens antwortet ihm nicht. Nach wenigen Sekunden wird das Gespräch abgebrochen. Der Freund will zurückrufen, doch da ist Jens Handy schon ausgeschaltet. Bis heute ist unklar, weshalb Jens versucht hat, Fabian oder Mike zu erreichen.
Es ist auch unklar, was in den 50 Minuten zwischen dem Ausstieg aus dem Bus und dem Telefonat passiert ist. Diese Anrufe sind seine letzten Lebenszeichen. Am nächsten Morgen bemerken Jens Eltern, Manuele und Helmut natürlich, dass ihr Sohn nicht nach Hause gekommen ist. Erst einmal versuchen die beiden aber ruhig zu bleiben.
Dass der 21-jährige nach einem Partytag bei einem Freund geschlafen hat und noch irgendwo in einem warmen Bett liegt, ist ja nicht gerade unwahrscheinlich. Jens hatte am Vortag schon angekündigt, dass er genau das machen würde, sollte er den letzten Bus nicht mehr erwischen. Aber je weiter der Morgen voranschreitet, desto unruhiger wird Manuela.
Eigentlich meldet sich Jens zwischendurch immer mal bei ihr, wenn er unterwegs ist. So wie am Vorabend, als er sie um 20:1 Uhr noch hat wissen lassen, dass alles gut ist. Um 10:58 Uhr schreibt Manuela Jens also eine Nachricht. Die Nachricht wird jedoch gar nicht erst zugestellt. Es erscheint nur ein Haken. Und spätestens jetzt machen sich Manuela und Helmut eben doch große Sorgen.
Also setzen sie sich erst einmal ins Auto und fahren durch Monschau, um zu schauen, ob sie Jens irgendwo sehen. Außerdem telefonieren sie seine Freunde ab, aber niemand weiß, wo er nach dem Besuch der Tenner abgeblieben ist. Als Jens Freunde erfahren, dass er nicht heimgekommen ist, ziehen sie in Kleingruppen ebenfalls los, um Jens zu suchen und teilen Infos in den sozialen Medien.
Die Eltern von Jens versuchen es auch bei mehreren Krankenhäusern, um zu schauen, ob ihr Sohn vielleicht irgendwo eingeliefert wurde. Als das alles nichts bringt, rufen sie die Polizei an. Dort, so berichtet Manuela später, werden sie aber erst einmal abgewiesen, denn Jens ist noch keine 24 Stunden verschwunden. Also bleibt den Eltern und Freunden von Jens nichts anderes übrig, als erst einmal auf eigene Faust weiterzusuchen.
Zwischendurch probieren sie es wieder bei der Polizei, dieses Mal mit mehr Druck. Ein Freund von Jens bekommt von einem befreundeten Polizisten einen Tipp. Wenn man sagen würde, Jens sei dringend auf Medikamente angewiesen, würde die Polizei schneller handeln und die Sache ernster nehmen. Auch Jens Kumpel Fabian spricht mit der Polizei und übertreibt mit Absicht etwas.
Behauptet, Jens habe beim Abschied im Festzeld betrunken und desorientiert gewirkt. Das stimmt nicht, aber Fabian erhofft sich, dass die Polizei die Sache so endlich ernst nimmt. Denn wenn sich eine Person möglicherweise in einer hilflosen Lage befindet, wird auch bei Erwachsenen schon vor der oft zitierten 24 Stunden Frist durchgegriffen.
Und es wirkt. Gegen 19 Uhr trifft die Polizei bei Jens Eltern ein. Im übrigen hat Jens tatsächlich gesundheitliche Probleme. Er ist nämlich nicht gut zu Fuß. 2017 hatte er einen schweren Autounfall. Seitdem hat er Knieprobleme und nach wie vor eine 30 cm lange Schraube in seinem Bein eingesetzt.
Deshalb kann er auch keine langen Strecken zu Fuß zurücklegen und hinkt. Noch dazu hatte Jens einen angeborenen Augenfehler, wegen dem er schon in seinem ersten Lebensjahr eine Brille gebraucht hat. Vor diesem Hintergrund startet die Polizei am Abend des 21. Februar eine großelegte Suchaktion. Die Aktion wird auch auf Facebook gezeilt, woraufinhin sich viele Freiwillige finden, um die Gegend nach dem 21-jährigen abzusuchen.
Von professioneller Seite sind ein Polizeihubschrauber und eine Hundestaffel im Einsatz. Man richtet sogar eine provisorische Einsatzzentrale in der Konzender Blumengasse ein, um die Suche nach Jens zu koordinieren. Es kommen nicht nur immer mehr Freiwillige dazu, auch von der Polizei Rückverstärkung und neue Mantrailerhunde laufen durch die verschlafenen Dörfer.
Kurz vor Mitternacht wird ein Hubschrauber losgeschickt, der von der B258 ab Röttin die Bereiche bis zur Ortschaft Kalter Herberg und die Gegend um die Straße Hatzeben absucht, aber ohne dass Jens gefunden wird. Von der Bushaltestelle konsterer Blumengasse aus kann ein Hund eine Ferte von Jens aufnehmen.
Er verfolgt die Pferze in Richtung Paustenbach in Richtung eines Feldes. Die Suche wird jedoch wegen der Dunkelheit und starkem Wind abgebrochen. Doch der Hund hatte wohl den richtigen Riecher, denn nach anderthalb Tagen findet die Suche ein trauriges Ende. Am 22. Februar wird gegen 17:35 Uhr der Leichtnam von Jens Salaf gefunden.
Er liegt mitten auf einem Feld in der Nähe von Konsent, das zu einem großen Bauernhof in dem Ort gehört. Ein Mitarbeiter des Bauernhofes findet Jens dort auf dem Feld hinter einem Stall etwa 50 m vom Hof entfernt. Der Ort liegt nur 1 km von der Haltestelle konstner Blumgasse entfernt, wo Jens aus dem Bus ausgestiegen ist.
Noch am Samstagmgen soll laut Zeugen ein weiterer Helikopter genau hier im Sucheinsatz gewesen sein, allerdings ohne Jens aufzuspüren. Hinweise auf ein Fremdverschulden sieht die Polizei nicht. Als Todesursache wird vermerkt, Verdacht auf Unterkühlung bei Intoxikation. Für die Staatsanwaltschaft sieht es nach einem tragischen Unglück aus.
Jens scheint sich im betrunkenen Zustand verirrt zu haben und dann in der kalten Februarnacht erfroren zu sein. An seinen Beinen befinden sich Anzeichen, wie sie für Kälteerizeme typisch sind. Das sind fleckenförmige Hautrötung, die bei Kältereeinwirkung als Zeichen einer lokalen Erfrierung entstehen.
Bei Obduktion sind sie ein typischer Hinweis auf Tod durch Unterkühlung. Als man Jens findet, ist er nur noch mit seinem rotweiß karierten Hemd und seinen Socken bekleidet und mit einem neongelben Armband an, das er am Vorabend im Festzelt in Lammersdorf bekommen hat. Auch das wird als ein Anzeichen für ein Erfrierungstod gewertet.
Es gibt nämlich die sogenannte Kälteidiotie. Das hatten wir schon bei mehreren Fällen. Das beschreibt das paradoxe Phänomen, dass sich stark unterkühlte Personen manchmal ausziehen. Wenn man unterkühlt, dann verengen sich zunächst die periphären Gefäße. Das macht der Körper, um die wirklich lebenswichtigen Organe weiter ausreichend mit Blut zu versorgen und schützen zu können.
Wenn die Körpertemperatur erst einmal unter 32° fällt, weiten sich die Gefäße aber wieder aus und es kommt zum plötzlichen Einstrom in die da schon unterkühlten Bereiche. Die betroffene Person bekommt so schlagartig ein subjektives Hitzegefühl, was sie dazu bewegt, sich auszuziehen. Ab diesem Punkt liegen dann also schon erhebliche Verwirrtheitszustände und Störungen des zentralen Nervensystems vor.
Und dieses Phänomen würde eben erklären, weshalb Jens halb nackt aufgefunden wird. Das Merkwürdige ist allerdings, man wird den Rest von Jens Kleidung nie finden, ebenso wenig wie seine Wertgegenstände. Dazu zählen seine Lederhose, seine Unterhose, seine Trachtenschuhe, sein Portemonnaie, sein Schlüssel, seine Brille und sein Smartphone.
Auf die Brille war er wie gesagt dringend angewiesen und sein Handy hatte er noch um kurz nach 1 benutzt, um seine beiden Freunde anzurufen. Trotzdem sind diese beiden Gegenstände genauso unauffindbar wie der Rest. Bei seinem Tod hatte er 1,03 Promille Alkohol im Blut. Es gab keine Anzeichen für den Konsum anderer Drogen.

Dennoch sei es plausibel, dass Jens betrunken genug war, um die Orientierung zu verlieren und einen tragischen Kältetot zu sterben. Soweit die offizielle Version der Dinge. Für die Eltern von Jens, Manuela und Helmut gibt es jedoch einfach zu viele Ungereimtheiten. Dem pflichtet auch ihr Anwalt Reiner Diz bei, mit dem sie sich zusammenun.
In den Ermittlungsunterlagen stoßen sie auf einige Dinge, die etwas ganz anderes vermuten lassen. Laut dem Polizeibericht zum Auffinden von Jens Salaf konnten bei ihm verschiedene Verletzungen festgestellt werden. Es ist die Rede von verschiedenen über den ganzen körper verteilten Kratzern und Schnittwunden mit einer Länge von bis zu 25 cm.
Jens Knie sind aufgeschöpft. Außerdem soll ein frisches Hirnödem aufgetreten sein. Es soll hochgradig ausgeprägt sein. Ein Hirnödem ist grob gesagt eine Schwellung des Gehirns, die zum Kreislaufstillstand und somit zum Hirntot führen kann. Hirnödeme können durch Erfrieren, Infektionen, Krankheiten oder eine Alkoholvergiftung verursacht werden, aber auch durch stumpfe Gewalteinwirkung oder ein Schädelhirntrauma.
Einige der Kratzer oder Blutspuren sind als verkrustet aufgezeichnet. Diese Verletzung befinden sich an verschiedenen Körperstellen, an den Armen und Händen, am Rücken, an der Brust und an den Beinen. Diese Verletzungen könnten durchaus von Drahtsäulen rund um das Feld kommen. Nur die Verletzung am Rücken passen nicht recht dazu, denn das Hemd von Jens ist beim Auffinden seiner Leiche im Rückenbereich in einem guten Zustand.
Fast so, als hätte jemand Jens das Hemd wieder angezogen, nachdem ihm die Verletzung zugefügt wurden. Auffällig ist außerdem eine Notiz zu einer Schnittverletzung an Jens Kopf. Die soll zum Zeitpunkt des Auffindens noch frisch gewesen sein, während andere als verkrustet eingeordnet werden. Aber Jens wurde ja gut 36 Stunden nach seinem Verschwinden gefunden.
Für Anwalt Diz stellt sich da die Frage, wie eine Verletzung noch frisch sein kann, wenn man denn an dem Jen sei am frühen Morgen des 21. Februar verstorben. Noch etwas anderes fällt dem Anwalt auf. Der Polizeihubschrauber, mit dem nach Jens gesucht wurde, ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. Trotzdem ist Jens offenbar nicht auf dem Radar aufgetaucht, als der Hubschrauber über das Feld flog, obwohl er doch nach dem Polizeibericht mit einer frischen Wunde am Kopf dort hätte liegen müssen.
Und selbst wenn nicht, Jens war abwärts unbekleidet und hatte ein rotweiß kariertes Hemd an. Suchhubschrauber fliegen ja nicht in mehreren Kilometern Höhe, sondern so, dass der Grund noch gut sichtbar ist. Wie kann da ein so auffälliges Hemd in einem Kragenfeld nicht aufhören? Weil sich diese Fragen nicht logisch beantworten lassen, kommt zu einer Theorie.
Es sehe auf Basis der vorhandenen Details aus, als wä Jens Körper nachträglich auf das Feld gelegt worden, als hätte man Jens in einer hilflosen Lage irgendwo liegen gehabt, wie er es formuliert und die Suchaktion abgewartet, bevor man Jens noch lebend auf das Feld gezogen hat, wo er letztendlich verstorben ist.
Auch Jens Eltern beschäftigt die Frage, warum man ihren Sohn nicht schon viel früher gefunden hat. Sein Vater Helmut sagt zur Achner Zeitung: “Meine Frau hat gesagt, ich muß Jens doch am Freitag schon gesehen haben, denn sie hat dort in dem unmittelbaren Umkreis des Feldes gesucht, in dem Jens letztlich gefunden wurde, nur dass sie am Tag davor eben noch keine Spur von ihm gesehen hat.
” Einer der Mitarbeiter des Bauernhofes pflichtet ihr bei. Er versichert Manuela auf Nachfrage: “Der Leicht von Jens habe am Freitag definitiv noch nicht auf dem Feld gelegt.” Die Besitzerin des Hofes selbst sagt, sie sei am morgen des 22. Februar noch mit ihrem Hund entlang des Feldes Gassi gegangen.
Auch sie hat dabei nichts auf dem Feld bemerkt. Leute, die in dem Gebiet nach Jens gesucht haben, können sich auch nicht erklären, warum sie ihn nicht schon am Freitag dort gesehen haben. Es war zwar niemand auf dem Feld selbst unterwegs, aber die Stelle soll auch von den Feldwiegen Ringsinsehbar gewesen sein. Im Fall Jens Salaf ist man erst von einer vermissten Sache ausgegangen, danach aber eben nicht von einem Verbrechen und deshalb hat es auch nie klassische Ermittlung gegeben.
Die Freunde, mit denen Jens den Abend seines Verschwindens verbracht hat, gaben an, nie von den Ermittlern befragt worden zu sein. So etwa Tobias, der Jens als letzter aus dem Freundeskreis noch gesehen hat. Anwalt die sagt weiß, dass auch die Passagiere aus dem Bus nicht ordentlich befragt worden sein. Auch eine Zeugin nicht, die, wie es in einem SZ Bericht heißt, über Ecken gehört haben will, dass Salaf an jenem Abend in eine Schlägerei geraten sei.
Und genau deshalb gibt es zu solchen Mutmaßungen leider keine konkreten Infos. Den Eltern von Jens wurde wohl noch nicht einmal der Todeszeitpunkt ihres Sohnes mitgeteilt. Es ist also kein Wunder, dass Manuela und Helmut frustriert sind und dass sie nach anderen Möglichkeiten suchen, um die Umstände von Jens Tod aufzuklären.
Jens Eltern entscheiden sich mit seinem Fall an die Medien zu gehen. Tatsächlich schlägt vor allem ein Beitrag von Stern TV hohe Welten. So kommt es, dass Jens Familie 2025 einen neuen Weg wählt, um den mysteriösen Tod ihres Sohnes noch einmal neu aufrollen zu lassen. Da die Behörden weiterhin keine Ermittlung aufnehmen wollen, beauftragen sie das Institut für angewandte Kriminalistik und Forensik aus Duisburg mit einem Gutachen.
Dieses Gutachten liegt Anfang 2026 in Gänze vor. Mit den zugehörigen Anlagen ist das Ganze 700 Seiten lang. Die Gutachter wälzen sich durch die vorhandenen Polizeiunterlagen und Berichte und versuchen auf Basis dessen noch einmal alles durchzugehen. Aber für das Gutachten werden auch Zeugenaussagen zusammengetragen.
Es kommen etwa Leute zu Wort, die Näheres zu Jens Alkoholkonsum sagen können. Z.B., dass er eigentlich immer sein Limit kannte und eher derjenige war, der andere ermahnt hat, es nicht zu übertreiben. Außerdem eine Zeugin vom Abend des 20.2. Zweitens, die bekräftigt, Jens habe nicht hochgradig betrunken gewirkt. So sei er normal gegangen und habe nicht getorkelt.
Das erzählen den Gutachter neben dieser Zeugin auch elf weitere Personen, die Jens am Abend seines Verschwindens gesehen haben. Für das Gutachten kann auch der Busfahrer befragt werden, der natürlich ein wichtiger Zeuge ist. Erinnert sich daran, dass Jens vor bei ihm eingeschiegen ist und sich auf vorne hingesetzt hat.
Und vor allem ist spannend, dass der Busfahrer noch kurz mit Jens gesprochen hat. Er sagt, ich fragte ihn, wo er hin müsse. Er antwortete, dass er eigentlich nach Kalter Herberg fahren müsse, wo er wohnt. Im gleichen Atemzug sagte er aber auch, dass er aber in Konsen aussteigen würde, um eine Freundin oder Bekannte in Mütze nicht zu treffen und dort weiterzufeiern.
Das würde erstmals Aufschluss darüber geben, warum Jens schon bei der Konzender Blumenggasse ausgestiegen und nicht bis Kalter Herberg gefahren ist. Wenn er wirklich noch jemanden in Konsen treffen wollte, ergibt das ja total Sinn. Allerdings ist es auch von dort bis nach Münze nicht noch ein gutes Stück. Wenn man sich den Weg von der Konstender Blumenggasse nach Münze nicht auf Google Maps anschaut, wird eine Distanz von gut 5 km angezeigt.
Zu Fuß hätte Jens das nicht geschafft. Wie wir wissen, hatte er nach seinem Unfall Probleme, längere Strecken zu gehen. Wenn die Erinnerung des Busfahrers aber korrekt ist und Jens wirklich über Konsen nach Münze nicht wollte, um dort eine Freundin oder Bekannte zu treffen, dann würde das nahlegen, dass er sich in Konsten mit jemandem verabredet hat, der ihn mit einem Auto nach Münze nicht fahren würde.
Jens Handy wurde ja leider nie gefunden. Vielleicht hätte das verraten können, ob Jens sich wirklich verabredet hatte, aber da das Gerät weg ist, sind die Zeugenaussagen dem Gutachten gerade umso wichtiger. Der Privatermittler geht davon aus, dass die Dinge für Jens schon ab der Konser Blumenggasse nicht mehr nach Plan gelaufen sind, dass dort die Dinge in Gang gekommen sind, die letztendlich zu Jens Tod geführt haben.
Bei SternTV heißt es, der Privatermittler vom Institut geht davon aus, dass Jens nach dem Ausstieg aus dem Bus mutmaßlich von einer Gruppe junger Männer körperlich angegriffen wurde. Mindestens zwei bis drei aus dieser Gruppe könnten bereits zuvor mit ihm im Bus gesessen haben. Während Jens Handy verschwunden ist, ist ein anderes wichtiges Gerät noch vorhanden, nämlich sein Laptop, der in seinem Elternhaus war.
Für das Gutachten wurde er ausgewertet und dabei hat man Hinweise gefunden, die Aufschluss über ein mögliches Tatmotiv geben. Möglicherweise könnten Personen Interesse daran gehabt haben, an Jens Rache zu üben. Es sollen nämlich Fotos und Videos von zwei weiblichen Personen gefunden worden sein, die, wie es im Gutachten heißt, möglicherweise trotz einer festen Beziehung sich mit Jens Salaf in einer intimen Beziehung befanden.
Sie glauben nicht, dass die Tat geplant war, dass Jens die Nacht nicht überleben sollte. sondern dass ihm vielleicht jemand eine Lektion erteilen wollte und seinen Tod dabei billigend in Kauf genommen hat. In dem Gutachten wird ausdrücklich nicht von einer Einzelperson als Täter ausgegangen, sondern von mehreren Beteiligten, von mindestens zwei bis drei Personen, vielleicht auch vier.
Laut dem Gutachten sind mehrere Personen, die etwas mit Jens Tod zu tun haben könnten, auch namentlich bekannt. Der Ermittler vom Institut sagt, diese Personen hätten allerdings nicht mit ihm und seinen Kollegen sprechen wollen. Es gäbe aber Belege dafür, dass die ca. Acht bis neun Leute, die gemeinsam mit Jens in Conston ausgestiegen sind, mehr über seine letzten Minuten oder Stunden wissen können.
Übrigens erkennt das Institut die Leistung und Ansichten von offizieller Seite durchaus an. Entgegen früherer zweifelte sich der Leiter Marius Richter sicher, dass Jens tatsächlich auf dem Feld verstorben ist, auf dem er am Samstagabend gefunden wurde. Auf dem Boden waren wohl noch Blutspuren zu sehen. Zudem betont Richter, dass die Obduktionsergebnisse durchaus Sinn ergeben, etwa, dass Jens auch im Zuge der Kälteeinentwirkung gestorben ist.
Dennoch interpretiert er die Ergebnisse auf Basis des 700 Seitengutachtens eben anders, nämlich so, dass Jens nicht allein verschuldet auf diesem Feld gelandet ist, sondern dass er möglicherweise quasi in den Tod getrieben wurde. Einige der Verletzungen von Jens würden nämlich zu Schlägen passen, etwa mit einem Gürtel oder dazu, dass sich jemand auf seine Beine gesetzt hat.
Und dann ist da ja auch noch das Höhenüdem. Das war nach Einschätzung der Gutachter so ausgeprägt, dass es nicht mit Kälteeinentwirkung erklärbar ist. sondern schon einige Stunden vor Jens Tod entstanden sein muss, etwa durch Schläge gegen den Kopf. Wenn ihm jemand einen Denkzettel verpassen wollte, könnte das auch erklären, warum Jens seine Brille nicht mehr hatte und warum er halb nackt war.
Ich denke, es ist wichtig zu betonen, dass das Gutachten die Thesen der Behörden nicht als kategorisch falsch abtut, sondern dass diese Thesen eben in einen Kontext mit den anderen Anhaltspunkten gesetzt werden. Diesen Anhaltspunkten in einer richtigen Ermittlung nachzugehen und sie zu überprüfen, wäre dann aber natürlich die Aufgabe der Polizei.
Vorausgesetzt, man würde zum Tod von Jens Salaf doch noch einmal ein Ermittlungsverfahren einleiten. Genau das soll durch das Gutachten bewirkt werden. Anfang 2026 wird das Gutachten persönlich der zuständigen Oberstaatsinwältern überreicht. Sie wiederum bestätigt, das Gutachten an die zuständige Abteilung weitergereicht zu haben.
Diese würde prüfen, ob es einen Grund gibt, das Verfahren wie von den Gutachtern gefordert, wieder aufzunehmen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist das leider auch der letzte Stand. Ob neue Ermittlung angestellt werden, bleibt abzuwarten. Aber es wäre der Familie von Jens Salaf sehr zu wünschen, damit sie endlich mehr Klarheit bekommen können und ihnen geglaubt wird.
Mich würden eure Gedanken zu diesem Fall sehr interessieren. Ich finde den Fall wirklich bizarr und finde die Einwende von Jens Eltern berechtigt. Ich wünsche den beiden auf diesem Weg weiterhin viel Kraft und alles Gute. Ich hoffe sehr, dass sie bald Antworten auf ihre Fragen bekommen und Gewissheit haben werden.
Seit dem mysteriösen Tod von Jens sind inzwischen mehr als 6 Jahre vergangen. Deshalb haben sich in der Zeit auch ein paar Angaben geändert. Neue Details sind dazu gekommen und so weiter. Wir haben natürlich alles versucht, um die Infos so gut es geht abzugleichen und zusammenzutragen. Wenn es aber irgendetwas gibt, was ich in diesem Video vergessen habe oder was inzwischen revidiert ist und hier nicht erwähnt wurde, schreibt das gerne mit einem seriösen Quellenbeleg in die Kommentare.
Gegebenenfalls kann ich das dann in einem angepten Kommentar korrigieren. Ganz nebenbei unterstützt ihr mit einem Kommentar auch das Video. Je mehr Interaktion auf das Video kommt, desto häufiger wird es Nutzern vorgeschlagen, die Insolito sonst nicht anschauen. Und gerade bei noch ungelösten oder fragwürdigen Fällen wie diesem hier, liegt es mir besonders am Herzen, dass das Video viele Leute erreicht und so dann hoffentlich auch die richtigen.
Vielen Dank schon einmal im voraus und solltet ihr den Kanal noch weiter unterstützen wollen, abonniert mich gerne bei Patron. Da bekommt ihr die Videos 24 Stunden früher ohne Werbung und ohne Zensur. Den Link dazu findet ihr in der Infobox, genauso wie die Links zu meinem Instagramkanal und meinem Discord.
Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen. Ich wünsche einen guten Morgen, Mittag oder Abend oder je nachdem wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen. Und wie gesagt, schaut gerne mal bei Jude vorbei für praktische und richtig gute Mahlzeiten. Den Link findet ihr unten. Bis dahin, ciao Leute. เฮ Yeah.