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Der ungeklärte Mord an Ingrid A. aus 2009 in Gütersloh  T

Der ungeklärte Mord an Ingrid A. aus 2009 in Gütersloh  

Crime Time Dein True Crime Podcast mit Lea. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge auf meinem Kanal Lea’s Crime Time. Ich weiß, es war jetzt ein paar Tage ruhiger auf meinem Kanal, aber ich hatte ja angekündigt, dass ich umgezogen bin und es hat mit dem WLAN ein wenig länger gedauert und na ja, man hat ja auch immer viel zu tun, auch jetzt noch, aber ich habe gedacht, ich werde jetzt mal wieder aktiv und ja, starte mit

einer neuen Folge rein. Wie immer freue ich mich, wenn ihr die Folge von Anfang bis zum Ende durchhört. Ihr würdet mich sehr unterstützen, wenn ihr ein kostenloses Abo auf YouTube oder auf den Podcast-Portalen abschließen würdet, denn das unterstützt mich als ja, kleinere Podcasterin, sage ich mal, dann doch sehr.

 Und heute habe ich einen Fall für euch, auf den ich noch mal intensiver eingehen möchte. Den hatte ich euch ganz zu Anfang meiner Kanalgründung schon mal vorgestellt und das ist natürlich jetzt schon einige Zeit her und ja, ich wollte die Details noch mal so ein bisschen aufrollen und den Fall und ja, einigen von euch den Fall auch noch mal ins Gedächtnis rufen und manche könnte ich mir vorstellen, die ganz weit weg wohnen von Nordrhein-Westfalen, von diesem Fall vielleicht auch noch nie gehört haben werden.

 Der Fall stammt aus meiner Heimat Ostwestfalen und geschah in Gütersloh, in Nordrhein-Westfalen, das ist nicht so weit von Bielefeld entfernt, zur groben Orientierung. Und das Opfer in unserer heutigen Folge ist Ingrid Amtenbrink. Ingrid war im Jahr 2009 67 Jahre alt. Sie war Mutter von drei Kindern, zu denen sie ein gutes Verhältnis pflegte und man stand in regelmäßigem Kontakt und kümmerte sich umeinander und ja, Ingrid hatte leider auch damals vor nicht allzu langer Zeit ihren Ehemann nach einer schweren Krankheit verloren.

Das war ein Verlust, der ihr immer noch sehr zu schaffen gemacht haben soll, verständlicherweise und da sie nach dem Todesfall nicht alleine im gemeinsamen Haus im Eibenweg in Gütersloh wohnen bleiben wollte, löste sie das Haus dann wohl auf und zog in ein Mehrparteienhaus in der Hasel Straße und zum damaligen Zeitpunkt soll sie auch erst wenige Monate dort gelebt haben.

 Da war so ungefähr von zwei Monaten erst die Rede und Ingrid bewohnte da die obere Etage und unter ihr wohnte die Mutter ihres Schwiegersohns, aber die haben sich wohl ganz gut verstanden und sie hat sich auch in die restliche Nachbarschaft sehr gut eingefügt. Sie galt als eine bescheidene Frau, freundlich, zuverlässig, ordentlich, also man hatte nicht viel an ihr auszusetzen.

Und früher hatte Ingrid in einem Gütersloher Modegeschäft gearbeitet und besserte sich ihre Rente wohl gelegentlich als Schneiderin auf. Und nach dem Tod ihres Mannes hatte sie sich stark zurückgezogen erst einmal und hat nicht mehr so viel wohl am gesellschaftlichen Leben teilgenommen und im Mai 2009 versuchte sie aber langsam genau das wieder zu ändern und genau der Schritt könnte ihr letztendlich ja, eventuell zum Verhängnis geworden sein.

Ingrid besuchte natürlich auch regelmäßig das Grab ihres verstorbenen Mannes und so war es auch für Donnerstag, den 21. Mai 2009 geplant. Vatertag bzw. Christi Himmelfahrt und sie hatte sich bereits eine Tasche für die Grabpflege gepackt, aber hat sich dann spontan umentschieden. Gegen 13:30 Uhr unterhielt sie sich noch vor dem Haus an der Haselstraße mit ihren Nachbarn oder wurde zumindest auch von diesen gesehen.

 Ihr neues Ziel war eine Veranstaltung auf dem sogenannten Meierhof Rassfeld, wo sie wenig später dann auch angekommen ist. Welchen Weg sie dorthin nahm, ist bis heute aber nicht vollständig geklärt. Für den Fall spielt der Umstand aber schon eine Rolle, insbesondere, falls sie für den späteren Heimweg eben dieselbe Route ausgewählt haben sollte, denn es ist anzunehmen, dass Ingrid von der Haselstraße aus die kürzeste Strecke gewählt hat.

 Und diese soll über den Heckenweg und eine Brücke zur Haarheide, einem Sandweg, der an der Hollerstraße endet, geführt haben. Und von dort führte ein kleiner asphaltierter Pfad, unter Anwohnern auch als Schulpetken oder Schulpättchen bekannt, an einem Wäldchen und einem Kornfeld vorbei, direkt dann zum Meierhof Rassfeld. Ich hoffe, ich habe das so gut wiedergegeben, denn ich selber kenne den Meierhof Rassfeld nicht.

 Ich wohne ja auch nicht im Kreis Gütersloh. Vielleicht kann sonst jemand aus Gütersloh was dazu schreiben. Beim Meierhof Rassfeld handelt es sich übrigens um einen Bauernhof mit Hofladen, der gleichzeitig aber auch eine Partyscheune betreibt, regelmäßige Events veranstaltet und vieles mehr, so auch am Vatertag 2009 eben.

 Damals fand dort der sogenannte Swinging Table statt. Diese Veranstaltung gibt es auch bis heute noch mit Live-Musik, Bewirtung und schönem Ambiente, zieht auch Familien an und ja, Paare und wer auch immer da so gerne hingeht. Auf jeden Fall ist es eine Veranstaltung für die gesamte Familie. Möglicherweise entscheidet sich Ingrid gerade auch wegen ihres verstorbenen Mannes gegen den Friedhofsbesuch und für diese Feier, denn der Mann von Ingrid hatte selber auch Musik gemacht und vielleicht fühlte sie sich ihm dort besonders nah und

wollte zeitgleich die Chance nutzen, ein bisschen unter Menschen zu kommen. Und wie die Ermittlungen später ergaben, hielt sich die 67-Jährige auch knapp eine Stunde lang im Bereich zwischen einem Eisstand und der Sektbar auf. Gegen 14:30 Uhr 15:00 Uhr setzt sie sich dann an einen Tisch nahe der Bühne und ein Ehepaar hat sich zu ihr gesellt und es entwickelte sich dann auch ein Gespräch.

 Ingrid erzählte auch von ihrem Mann, ihre Trauer sei auch noch deutlich spürbar gewesen und dennoch empfanden beide Seiten diese längere Unterhaltung als sehr angenehm und nichts hat darauf hingedeutet, dass sie sich von jemand bedroht gefühlt haben könnte oder gar belästigt. Um 16:45 Uhr wollte Ingrid schließlich den Heimweg antreten und hat sich von dem Paar, mit dem sie sich da länger unterhalten hat, verabschiedet und diese exakte Uhrzeit ließ sich später anhand von Aufnahmen einer Überwachungskamera auf dem Gelände bestätigen. Und beim

Abschied soll sie dann den Satz gesagt haben zu dem Paar, “Ich gehe jetzt allein nach Hause.” Und im Nachhinein wirkte dieser Satz auf einige etwas seltsam, zumindest wurde das so auch in den Presseartikeln aufgegriffen, weshalb betonte sie das Wort allein so. Wollte sie vielleicht klarstellen, dass sie kein Interesse an einer männlichen Begleitung hatte oder wollte sie sicher wollte sie äh sichergehen, dass eine ganz bestimmte Person hörte, dass sie ohne Begleitung nach Hause gehen wolle und kein Interesse bestand. Eigentlich

hätte sie das ja nicht betonen müssen, sie war ja auch alleine zu der Veranstaltung gekommen. Das war so ein bisschen im späteren ja, rätselhaft, nenne ich es jetzt einfach mal. In den späteren Ermittlungen wurde diese Aussage jedenfalls schon so ein bisschen auf die Goldwaage gelegt, sage ich mal. Und welchen Rückweg Ingrid einschlug, das ist bis heute ungeklärt.

 Es gibt niemanden, der sie beobachtete oder das Gelände zeitgleich mit ihr verließ. Die Ermittler nehmen jedoch an, dass sie über den Meyer zu Rasfeldweg in Richtung Hollerstraße ging und dann über die Hofzufahrt mit der Hausnummer 4 lief und schließlich einen Fußweg über den angrenzenden Bahndamm in Richtung Schulpättchen benutzte.

 Und am Freitag, den 22. Mai 2009, also einen Tag später, versuchte eine ihrer Töchter, damals 39 Jahre alt, vergeblich ihre Mutter telefonisch zu erreichen. Und auch den Nachbarn fiel auf, dass die Jalousien den ganzen Tag nicht bewegt wurden, was völlig untypisch für die, ja, sonst so gewissenhafte Ingrid gewesen ist.

 Und selbst der Sonnenschirm stand noch aufgespannt und das war wohl auch eigentlich, ähm, nicht so, dass sie den einfach aufgelassen hätte. Sie hat sich immer wohl sehr um ihre Sachen gekümmert und ihr Auto und Fahrrad standen auch unberührt vor dem Haus und in der Garage und da wurde eben nichts bewegt, aber Ingrid war eben auch nicht zu erreichen.

Und als Ingrid auch am Samstag, dem 23. Mai 2009, weiterhin nicht erreichbar war, fuhr die Tochter zu ihrer Wohnung, um nach dem Rechten zu sehen und die Tasche mit den Gartenwerkzeugen für den Friedhof stand immer noch äh unberührt im Flur, die Post lag im Briefkasten und äh die Zeitungen, die hatte sie nicht rausgeholt, das war auch sehr untypisch und in den Räumen in der Wohnung sah alles ganz normal aus, nur von Ingrid fehlte eben jede Spur und die Nachbarn bestätigten eben der besorgten Tochter, dass sie ihre Mutter eben auch schon

seit zwei Tagen nicht mehr gesehen hätten. Und daraufhin erstattet die Familie noch am selben Tag Vermisstenanzeige bei der Polizei, aber dort wurde man nicht sofort aktiv, sondern ließ erstmal Zeit verstreichen, obwohl Ingrid ja auch schon ein bisschen älter gewesen war und ja, dieses spurloses Verschwinden ja auch überhaupt nicht zu ihr und ihren Gewohnheiten gepasst hat, aber man wollte erstmal noch ein bisschen abwarten.

Da die Behörden noch keine offizielle Suche einleiteten, nahmen die besorgten Nachbarn dann die Sache selbst in die Hand und wollten nach Ingrid suchen. Und das war am Samstag, dem 24. Mai 2009. Eine Anwohnerin machte sich gemeinsam mit ihrer Tochter auf den Weg und spontan schloss da sich noch ein Bekannter an, der einen Hund dabei gehabt hat und gegen 19:00 Uhr erreichen die drei dann das Kornfeld am Schulpetken, nahe der Hollerstraße in Gütersloh.

Im Feld erkannten sie eine Art Schneise, einen heruntergetrampelten, sage ich mal, kleinen Pfad in diesem Kornfeld und intuitiv folgten sie an der Spur, um nachzusehen, ob sich dort irgendwas befinden könnte. Und ja, man mag es kaum glauben, kurz darauf wirklich der Schock. Die drei stießen auf den leblosen Körper von Ingrid Ampenbring.

Das war wirklich so ein Zufall, dass sie ihre Leiche dort gefunden haben. Haben natürlich dann sofort den Rettungsdienst und die Polizei informiert und der Fundort der Leiche lag übrigens nur 500 m vom Meierhof Rasfeld entfernt. Und wie die Nachbarn später zu Protokoll gaben, sah Ingrid aus, so war wirklich die Aussage, als käme sie frisch vom Friseur.

 Ihre Haare waren ordentlich zurecht gemacht, sie war vollständig bekleidet, sie trug eine weiße Bluse, eine Jacke und einen Rock. Einzig ihre Schuhe fehlten, ihre Handtasche soll direkt auf dem Oberkörper gelegen haben. Und die eingetroffene Notärztin konnte auf den ersten Blick lediglich eine kleine Kopfverletzung feststellen und da die Handtasche so wie bewusst auf dem Oberkörper platziert worden war und keinerlei Wertsachen fehlten, schlossen die Ermittler eigentlich einen Raubmord schnell aus.

 Und durch den Inhalt der Tasche konnte jedoch rasch die Verbindung auch zum Event hergestellt werden, da sich darin eine Verzehrmarke vom Meierhof Rastfeld befand. Um den Verbleib der Schuhe zu klären, durchsuchte die Polizei auch das Kornfeld, aber hatte zunächst keinen Erfolg. Erst kurz darauf spürte der Polizeihund Leo dann die Schuhe innerhalb von weniger Minuten auf und das war auch merkwürdig, da nur 5 m vom Leichenfundort entfernt die Schuhe lagen und bei der ersten Absuche hätten die eigentlich sofort auffallen müssen, da wurde ja auch von Einsatzkräften

gesucht, aber es wurde eben nichts gefunden. Und anfangs herrschte auch ziemliche Ungewissheit darüber, ob es jetzt ein Unfall oder ein Suizid vielleicht auch gewesen sein könnte oder doch ein Verbrechen. Und die anschließende Obduktion in der Rechtsmedizin brachte aber ziemlich schnell Klarheit darüber.

 Es handelte sich dann um ein Tötungsdelikt und daraufhin gründete sich dann auch die Mordkommission Korn, die wurde ins Leben gerufen. Und Ingrid soll laut unterschiedlichen Berichten entweder erschlagen oder erwürgt worden sein. Ich persönlich gehe hier aber von Erwürgen aus, da in den Akten und Berichten nie von einer potenziellen Tatwaffe die Rede war und ein Sexualdelikt wurde von den Behörden auch nie offiziell bestätigt, aber wohl doch sehr angenommen.

 Ich denke, das hält man einfach als Täterwissen zurück, denn es gibt auch eine ziemlich gute DNA-Spur und ich könnte mir vorstellen, dass das vielleicht auch eine Spermaspur gewesen sein könnte, aber das ist jetzt nur eine Annahme von mir. Es gibt auf jeden Fall eine sehr gute fremde DNA-Spur, die Die werden konnte, wo man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgeht, dass diese vom Täter stammt.

 Nach dem Fund stellte sich auch zwangsläufig die Frage, ob der Auffindeort auch der eigentliche Tatort war. Hatte Ingrid sich auf dem Heimweg noch mit jemanden an einem anderen Ort aufgehalten, bevor sie getötet wurde? Oder wurde sie direkt auf diesem Pfad abgefangen, attackiert und ermordet nur wenige hundert Meter von der Veranstaltung entfernt? Ja, die Polizei hat natürlich auch eine Spurensuche betrieben, das Umfeld vom Wohnhaus an der Haselstraße und das Areal zwischen der Hollerstraße und dem Blankenhagener Weg wurde natürlich auch

nach möglichen Verstecken abgesucht. Ingrids Wohnung wurde untersucht, die Garage, ihr Fahrzeug, auch teilweise Spürhunde eingesetzt. Also, da hat man natürlich auch versucht herauszufinden, was da wirklich passiert ist und in der Wohnsiedlung in Gütersloh Blankenhagen saß der Schock natürlich nach dem Verbrechen richtig tief.

 Mörder ja noch nicht gefasst werden konnte, herrschte große Angst unter den Anwohnern, ein ja sehr beklemmendes Gefühl, verständlicherweise. Und das, ja, hat sich ja nie so wirklich aufgelöst, denn der Mörder ist ja bis heute nicht gefunden. Und damals haben eben eben auch viele Menschen ihre Wege absolut auf das Nötigste erstmal beschränkt, denn gerade Frauen hatten natürlich jetzt auch Angst, dass sie vielleicht das nächste Opfer werden könnten.

 Man wusste ja gar nicht, was ist das für ein Täter und weiß es ja auch bis heute nicht. Und ja, da herrschte mit Sicherheit sehr, sehr viel Angst damals. Und ja, dann gab es auch so ein bisschen das Gerücht, das will ich jetzt aber hier wirklich sehr vorsichtig betrachten, dass Ingrid einen Verehrer gehabt haben soll, bzw.

 einen Hinweis darauf soll es wohl gegeben haben. Aber sie hat den Mann wohl abgewiesen, heißt es aus dem Nachbarschaftsumfeld. Und einige Anwohner haben damals deswegen eine Beziehungstat vermutet. Also das eben ja, der Mann sich abgewiesen gefühlt hat von Ingrid und dann eben dieses Verbrechen passiert ist, aber ja, die Polizei wollte sich damals diesen Spekulationen und das sind wohl Spekulationen gewesen nicht ähm anschließen und bezeichnete diese Vermutung der Nachbarn als reine Gerüchteküche und auch das Gerücht über eine mögliche Festnahme gab es damals,

aber so viel kann ich euch schon mal verraten, im Fall von Ingrid Ampenbring gab es nie eine Festnahme, nie jemand, der in U-Haft überstellt worden ist in diesem Fall. Und ich muss an dieser Stelle auch erwähnen, dass diese These mit dem angeblichen Verehrer wirklich nur in sehr wenigen Presseberichten überhaupt aufgetaucht ist.

 Ob an der Sache also wirklich was dran war, wage ich zu bezweifeln, aber selbst wenn jemand Interesse an Ingrid gehabt hat, muss das weder auf Gegenseitigkeit beruht haben, noch zwangsläufig zu einem Mord geführt haben. Sollte es diesen Mann jedoch gegeben haben, war das für die Ermittler bestimmt eine von sehr vielen wichtigen Spuren.

 Man hat natürlich auch verzweifelt nach einem Motiv für diese so grausame und sinnlose Tat gesucht, weil warum sollte jemand einer 67-jährigen Witwe so etwas antun? Also für mich kommen hier im Grunde nur ein paar wenige Szenarien in Frage, entweder wirklich eine Beziehungstat, ein sexuell motiviertes Verbrechen oder ein missglückter Raubmord vielleicht.

Aber ihr dürft auch mal gerne eure Meinung dazu in die Kommentare schreiben. Und auch Axel Petermann, die meisten von euch kennen ihn sicherlich, ehemaliger Mordermittler, mittlerweile Profiler und Buchautor, wurde zum Fall Ampenbring befragt und er setzte sich auch kritisch mit diesen bekannten Details, die er hatte, auseinander, hatte allerdings auch keinen Einblick in die Ermittlungsakten und für ihn war der Fundort der Leiche lediglich der Beseitigungsort und nicht der eigentliche Tatort.

Aber da kommen wir später noch mal so ein bisschen mehr zu. Ein Mord direkt am Kornfeld ähm schließlich auch ein enorm hohes Entdeckungsrisiko, da die Veranstaltung ja auch ganz in der Nähe lag und zudem gab es auch Hinweise auf Schleifspuren, bei denen Ingrid vermutlich ihre Schuhe verlor, so gehe ich mal davon aus.

 Und aus diesem Grund durchsuchte die Polizei damals nicht nur die Umgebung ihrer Wohnung, sondern auch umliegende Scheunen, Grundstücke, leerstehende Gebäude, aber eine heiße Spur hat sich daraus nie ergeben. Und dass Ingrid tagelang irgendwo festgehalten wurde, wobei es sich höchstens ja um zwei Tage gehandelt haben könnte, das wirft auch ebenfalls Fragen auf.

 Wäre das der Fall gewesen, hätte sie beim Auffinden, so denke ich, kaum noch so gepflegt ausgesehen, ähm wenn sie noch zwei Tage irgendwo am Leben gewesen wäre, wie es die Zeugen beschrieben, aber das ist nur meine persönliche Meinung, weil dann ist man, denke ich mal, schon sehr, sehr mitgenommen, auch körperlich, wenn man ähm da zwei Tage vielleicht von irgendjemand ja, festgehalten, möglicherweise gequält worden sein könnte.

 Die Mordkommission Korn konzentrierte sich zu Beginn auch sehr stark auf das Event Swinging Table, weil ist ja auch sehr naheliegend, sie hätte da ja ihren Mörder auch begegnet sein können. Man ging fest davon aus, den Täter unter den Besuchern zu finden und die Ermittler sichteten daher auch damals sämtliche Fotos und Videos des Vatertags und baten alle Gäste da dringend um Mithilfe, selbst wenn Ingrid auf den Aufnahmen nicht zu sehen war.

Die Ermittler wollten da wirklich alle Fotos, alle Videos haben von diesem Tag und gesucht wurde damals unter anderem auch ein Mann mittleren Alters, der in Begleitung seiner Mutter auf dem Fest war. Die beiden hatten sich später auch mit Ingrid an einen Tisch gesetzt. Dieser Mann wurde jedoch ausdrücklich als Zeuge gesucht und ob man ihn dann später auch ausfindig gemacht hat, kann ich euch nicht genau sagen.

 Ich gehe aber mal stark davon aus, sonst hätte man bestimmt immer mal wieder in den Presseartikeln ähm dazu aufgerufen, dass dieser Mann sich meldet. Ja, und bereits im Juni 2009 gelang es den Forensikern, ich habe es eben schon mal kurz angesprochen, eine Täter-DNA zu isolieren und daraufhin begannen die Beamten und Beamtinnen relativ rasch mit freiwilligen Speichelproben.

 Und im Laufe der ganzen Zeit hat sich das auf bis zu 13.000 Speichelproben summiert, also Proben von Männern im Alter von 14 bis 80 Jahren, die im weiteren Umkreis des Fundorts in den Ortsteilen Blankenhagen und Nordhorn lebten. Und dazu haben auch mindestens 500 Festgäste vom Swinging Table Event dazu gehört und auch z.B.

damals britisch stationierte Streitkräfte. Und laut Staatsanwaltschaft Bielefeld konnten damals dadurch 98,7 % der infrage kommenden Personen als Täter ausgeschlossen werden. Also, da haben sehr, sehr viele eben auch teilgenommen an diesem Test. Lediglich 20 Männer verweigerten die Abgabe einer Probe. Auch die Handyortung spielte damals eine große Rolle.

 Die Mordkommission forderte von den Mobilfunkbetreibern die Standortdaten aller Handys an, die am Tag Christi Himmelfahrt in der Nähe des Meierhofs Rassfeld eingeloggt waren. Und daraus ergaben sich rund 300 Spuren und die Ermittler sprachen wirklich von akribischer Kleinarbeit. Jeder Mann, von dem man wusste, dass er das Fest besucht hatte, galt zunächst als Spur und da ein deutliches Motiv fehlte, klammerte man sich natürlich auch an jeden Strohhalm, was natürlich auch nachvollziehbar ist, denn dass Ingrid auf der Feier beobachtet worden sein könnte, liegt

natürlich nah. Und da durch den Massen-Gentest jedoch fast alle Verdächtigen aus dem Umfeld ausgeschlossen werden konnten, stellt sich im Nachhinein die Frage, ob der Mörder wirklich unter den Festgästen war oder eben nur drumherum, ähm, ja, sich aufgehalten hat. Um Hinweise aus der Bevölkerung auch zu erhalten, nutzte die Mordkommission auch die Medien. Z.B.

 am 9. Juni 2010 wurde auch der Fall von Ingrid in der 435. Sendung von Aktenzeichen XY ungelöst gezeigt als Filmfall und die Resonanz war aber wohl, ja, vergleichsweise zu anderen Fällen recht gering, aber ein Versuch war es natürlich allemal wert. Und die beste Spur natürlich, die man im Fall Ampenbring bis heute hat, ist das DNA-Profil des Täters.

 Leider gibt es dazu aber bis heute keinen Treffer, auch nicht in der DNA-Datenbank für Straftäter. Und der damalige Reihentest, den man da durchführte, der Speicheltest, war übrigens einer der größten DNA-Massentests in der Kriminalgeschichte des Kreises Gütersloh und einer der umfangreichsten in ganz Deutschland.

 Also, da gehört Ingrids Fall auf jeden Fall dazu. Selbst im Fall der 2012 getöteten Nelly Graf, kennt ihr mit Sicherheit auch alle den Fall, ähm, einem weiteren übrigens ungeklärten Mordfall aus dem Kreis Gütersloh, auch ganz schrecklich, könnt ihr auch auf meinem Kanal hören, wurde nur mit 7.000 Proben, also deutlich weniger Menschen getestet.

 An der Arbeit der Ermittler gab es aber auch ein wenig Kritik. So soll das Kornfeld damals unmittelbar nach dem Fund der Leiche nicht ordnungsgemäß abgesperrt worden sein. Unzählige Menschen seien durch das Areal dann gelaufen, wodurch mögliche Kampf- oder Fußspuren zerstört worden sein könnten. Und auch die anfänglich sehr niedrige Belohnung von 1.

500 Euro wurde damals kritisiert, die wurde mittlerweile auf 5000 Euro erhöht. Ich finde auch bei einem Mord sind 1500 Euro doch relativ wenig. Trotz des enormen Aufwands musste sich die Kripo aber auch irgendwann leider eingestehen, dass sie einfach nicht mehr weiter kam. Die Fernsehfahndung bei XY hat leider nichts gebracht.

 Der Massen-Gentest, wo man sich ja wirklich viel Mühe gegeben hat, führte nicht zum Ziel und ja, irgendwann wurde der Fall von Ingrid Ampenbring schließlich ein Cold Case. Aber das änderte sich dann einige Jahre später, im Dezember 2023, also rund 14 Jahre nach der Tat, rollte die Cold Case Einheit der Polizei Bielefeld die Akte noch mal neu auf und startete eine große Flugblattaktion z.B.

 Diesmal wollte man gezielt Erntehelfer ansprechen, die damals auf den umliegenden Spargel- und Erdbeerfeldern gearbeitet haben. Und die Flyer wurden auch auf Rumänisch, Polnisch und Russisch verfasst. Und sie wurden nicht nur auf Polizeidienststellen ausgehangen, sondern eben auch gezielt in den Wohnheimen der ausländischen Arbeitskräfte im Kreis Gütersloh verteilt.

 Und die Hoffnung der Ermittler war, dass Zeugen, die früher geschwiegen oder gelogen haben z.B., jetzt vielleicht auspacken würden oder dass neue wissenschaftliche Analysemethoden vielleicht den Durchbruch bringen könnten. Und heute bewertet die Polizei das Geschehen auch noch mal anders als im Jahr 2009, wo man sich so ein bisschen schwammig äußerte.

 Laut einem Zeitungsbericht der Neuen Westfälischen aus dem Jahr 2024, also noch nicht so lange her, ist sich die Kripo mittlerweile sicher, dass Ingrid das sogenannte Schul-Pättken oder Pättchen gar nicht mehr erreicht hat. Also der Pfad war damals auch wegen Holzarbeiten kurzzeitig offen, ansonsten aber wohl durch so einen Drahtzaun abgeriegelt und laut den neueren Erkenntnissen muss Ingrid wohl kurz vor Erreichen dieses Weges, so geht man heute davon aus, getötet worden sein.

 Und die Ermittler gehen heute auch davon aus, dass der Fundort tatsächlich der Tatort war. Forensiker wiesen an ihrer Kleidung nämlich bestimmte Pollen und Gräser nach, die ausschließlich im Bereich dieses Kornfelds vorkamen. Also, sollte die Theorie stimmen, stand der Täter einfach auch unter enormem Zeitdruck, denn auf dem damaligen Event war ja viel los und er hätte jederzeit gesehen werden können von Radfahrern oder Spaziergängern.

 Und ja, dennoch hat bis heute niemand damals etwas Verdächtiges bemerkt. Und zudem geht man auch davon aus, dass sich der Täter wohl in der Gegend ausgekannt haben muss. Aber er wurde trotzdem bis heute nicht gefunden. Also, ich könnte mir da wirklich gut ein Sexualverbrechen vorstellen, vielleicht auch unter Alkoholeinfluss. Ja, ich weiß es nicht, aber und ob es am Tatort deutliche Kampfspuren gab, ist bis heute auch nicht öffentlich bekannt.

Vielleicht wurden diese Kampfspuren aber auch im späteren einfach zertrampelt. Man weiß es nicht. Auf jeden Fall muss die Tat dann wohl relativ schnell geschehen sein, wenn Fundort und Tatort halt wirklich ja, eins gewesen sind, sozusagen. Ja, eine Zeugenaussage lässt die Theorie allerdings so ein bisschen ja, wieder wanken, dass der Fundort auch wirklich der Tatort war.

 Ein Zeuge hat nämlich berichtet, am 21. Mai 2009 gegen 17:00 Uhr, also etwa zu dem Zeitpunkt, wo Ingrid ja auch diese Veranstaltung verlassen hat, ein auffälliges Fahrzeug in einer Kurve an der Hollerstraße gesehen zu haben. Dabei soll es sich um einen Fiat Kastenwagen ohne Scheiben gehandelt haben, der in Richtung Innenstadt unterwegs war.

 Ob die Kripo dieser Spur überhaupt nachgegangen ist, das ist wohl nicht ganz klar. Er wurde auf jeden Fall aber wohl befragt bzw. hat das der Polizei auch so mitgeteilt, aber ob dieser Kastenwagen jetzt da eine Rolle gespielt hat im Fall Ampenbring, ist vollkommen unklar. Ich finde den Fall Ampenbring sowieso sehr verworren, muss ich sagen.

 Im Laufe der Jahre änderten sich da die Einschätzungen der Ermittler mehrfach, sei es bezüglich der Todesursache oder auch der Frage, ob sie festgehalten wurde oder nicht, ob Fundort Tatort war. Ähm, es hat sich immer mal wieder geändert und man fragt sich so, hm, was stimmt denn hier jetzt und äh was ist jetzt hier wirklich ähm das, wovon man ausgehen kann? Also, es hört sich für mich manchmal so an, als ob man sich da bis heute noch nicht ganz sicher ist, obwohl man sich jetzt ja wieder neu festgelegt hat und am bittersten finde ich auch so den

Umstand, dass zwar klar eine DNA-Spur des Täters vorliegt und auch tausende Männer überprüft wurden, aber bis heute ja eben leider niemand festgenommen werden konnte und niemand ähm ja mit dieser DNA übereingestimmt hat und die Idee auch, die damaligen Saisonarbeiter ins Visier zu nehmen, das finde ich aber jetzt im Nachhinein richtig gut.

Neuerliche Speichelproben wurden da aber wohl von Erntehelfern, meines Wissens nach, nicht entnommen. Es liegen ja auch viele Jahre dazwischen, das hätte man vielleicht dann damals machen müssen. Und auch die umliegenden Fleischverarbeitungsbetriebe in der Region wurden auch überprüft. Ich denke mal, da wird auch die Firma Tönnies eine Rolle gespielt haben und über den Fall informiert, aber ja, da jetzt Speichelproben zu entnehmen nach so vielen Jahren, das kostet ja auch alles sehr viel Geld und das muss man natürlich immer gut

überlegen. Ähm, ja, ob das jetzt so sinnig ist, stelle ich auch mal infrage, weil da heute ja natürlich auch ganz andere ähm Menschen arbeiten, wie es damals vielleicht der Fall gewesen ist. Übrigens war das auch nicht das erste Mal, dass eine Frau in dieser Gegend, äh wo Ingrid gefunden wurde, gewaltsam ums Leben kam.

 Bereits 1988 wurde die 23-Jährige Kerstin H. auch auf dem Nachhauseweg von ihrem Ex-Freund aber im Streit erwürgt und mit einem Messer attackiert und ihre Leiche wurde später in einer Kleingartenanlage gefunden, aber eben wurde sie dort getötet in der Nähe dieses Schulpättkens, aber ein Zusammenhang im Fall Ingrid Amtenbrink konnte man da nicht feststellen bzw.

 Das wurde ausgeschlossen, aber es ist eben damals da auch so passiert. Ja, leider hat das erneute Aufrollen durch die Cold-Case-Einheit bis heute ja keinen Durchbruch gebracht im Fall Amtenbrink. Die Akte wird wohl jetzt vorerst wieder geschlossen sein, dennoch kann man der Polizei hier nicht vorwerfen, nichts unternommen zu haben, finde ich.

 Also, einer der größten Massengentests wurde da unternommen. Man hat die Daten der Mobilfunkbetreiber ja alle untersucht. Man hat die ganzen Fotos gesichtet. Man ist zu Aktenzeichen gegangen. Also, da gibt es in manchen Fällen durchaus weniger ähm Dinge, die unternommen wurden, um einen Mord aufzuklären.

 Also, ich finde, hier hat man sich wirklich schon viel, viel Mühe gegeben. Auch Taxifahrer wurden übrigens einer Speichelprobe unterzogen, die da eben bei Meierhof-Rassfeld die Leute abgeholt haben. Und da wurde wirklich viel unternommen, aber leider ja, ist der Täter bis heute nicht gefunden worden. Und diese gesicherte DNA-Spur bleibt, denke ich, hier im Fall Amtenbrink immer noch der größte Hoffnungsträger, wenn man das so sagen kann, dass vielleicht irgendwann noch mal ein Treffer ins System kommt und dann es eben doch noch Gerechtigkeit für

Ingrid geben wird. Das hoffe ich ganz doll, dass ich da irgendwann das alles noch aufklären wird, wer das gewesen ist. Es ist ja auch mit Sicherheit für die Kinder bis heute sehr belastend, das nicht zu wissen, wer das gewesen ist, weil man könnte im schlimmsten Fall diese Person ja auch gekannt haben. Und gibt der Person vielleicht täglich die Hand oder sieht sie irgendwo beim Einkaufen oder was auch immer und denkt sich nichts dabei und eigentlich ist diese Person aber vielleicht der Mörder der eigenen Mutter, was wir natürlich

nicht hoffen wollen, aber es kann natürlich dann jeder sein, der damals nicht von der Polizei untersucht worden ist und Ja, das [schnauben] Motiv, wie gesagt, fehlt mir hier auch so ein bisschen. Ich denke aber es war eine sexuell motivierte Tat, die auch relativ schnell wahrscheinlich abgelaufen sein dürfte, aber ihr dürft natürlich gerne eure Meinung oder eure Theorie mal in die Kommentare schreiben.

 Vielleicht hat ja auch jemand von euch den Fall damals live miterlebt oder sogar zu einer Speichelprobe gebeten. Das waren ja jetzt einige tausend Menschen, die da untersucht wurden. Das dürft ihr mir sonst auch gerne mal in die Kommentare schreiben oder als E-Mail oder falls ihr damals vielleicht auch befragt worden seid von der Polizei.

 Das ist immer sehr interessant für Menschen wie mich, die jetzt nur über den Fall berichten, aber natürlich nicht hautnah irgendwie mit eingebunden waren in den Ermittlungen oder sowas. Das werden ja auch die wenigsten von uns gewesen sein, die meine Folgen so hören. Ja, ihr Lieben, ich wollte den Fall noch mal aufrollen. Das war jetzt der Fall von Ingrid Amppenbring, der bis heute nicht aufgeklärt worden ist aus Gütersloh und ich hoffe, dass da irgendwann noch mal Bewegung reinkommt und der Fall noch aufgeklärt wird. Ja, ihr Lieben, dann

würde ich sagen, bis zu einer nächsten Folge. Bis zum nächsten Mal. Bleibt sicher, bleibt gesund, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen.

 

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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