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Der geklärte Fall der Britta B. aus Wambach – True Crime Podcast – Ty

 

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, somit herzlich willkommen auch zu dieser neuen Episode auf meinem Kanal Lias Crime Time. Schön, dass ihr wieder reinschaut oder auch reinhört. Ich weiß, dass viele sich immer mal wieder auch geklärte Fälle wünschen und tatsächlich der heutige Fall ist ein Fall, den sich sehr, sehr viele von euch immer mal wieder im Laufe der letzten Monate gewünscht haben.

Und ja, ich dachte, heute ist es mal soweit und ich stelle euch diesen Fall in der heutigen Folge vor. Es geht um den Mord an Britta B. aus Wambach. Britter starb mit nur 37 Jahren. Aber ich würde sagen, wir beginnen wie immer von Anfang an mit der Geschichte. Britta arbeitete Anfang der 2000er am Flughafen in Frankfurt Main und sie arbeitete für die Lufthansa und hat dort Flugsimulatoren vermietet, sicherlich für angehende Piloten an verschiedene Fluggesellschaften.

So zumindest stelle ich es mir vor. Zum damaligen Zeitpunkt ist Britta Single, bis sie Mario kennenlernt. Das ist übrigens nicht sein richtiger Name. Da komme ich aber später noch zu. Mario ist Franzose und arbeitete an der deutsch-französischen Grenze auch öfters mal in Deutschland. Ende der 90er Jahre hat er mal als Koch gearbeitet, dann verkaufte er Lebensversicherung, hat aber auch mal als Kellner oder im Catering gearbeitet.

Eine bunte Mischung. Also, er kommt schlussendlich nach Frankfurt am Main, bevor er Britta kennengelernt hat, auch wegen einer anderen Frau und hat in einem guten Hotel dort gearbeitet. Mit der Frau ist es dann zu Ende gegangen und er lernt Britta 2003 kennen über ein Internetportal.

Da waren die beiden noch unter 30. Sie genießen fortan ihr Leben zusammen. Sie reisen, laden Freunde ein. Er steigt finanziell erheblich auf und sie bleibt erstmal noch in ihrem Job. Mario allerdings bekommt von dem Caterer, bei dem er damals gearbeitet hat, den Auftrag, sein Geschäft in Deutschland aufzubauen, denn er lebte in Frankreich und Mario hat er ja mal gearbeitet und hat sich dann darauf eingelassen.

Und das Aufbauen der Geschäfte dieser Catering Firma muss wohl ziemlich gut gelaufen sein. Auch mit der Beziehung von Britta und Mario läuft es relativ gut. Die beiden ziehen recht rasch zusammen und ja genießen ihr Leben zusammen. Sie beschließen sogar 2006 wenige Jahre nach ihrem Kennenlernen zu heiraten. 2008 kaufen die beiden ein Fertighaus, was aber eher einer Villa geelt haben soll.

2500 umfasste das Grundstück der beiden in Wambach Schlangenbad im Ahorweg im Rheau Taunuskreis. Ein Garten mit prächtigen Pflanzen, ein großartiges Haus soll es gewesen sein und ein wunderbares Grundstück. Ja, die beiden waren sehr glücklich damals über die Hochzeit, ihr neues Heim. Finanziell lief es gut, aber der Kontakt des Paares zu Freunden, sozialen Kontakten riss so langsam ab.

Britta, die hat ihre Arbeitsstunden sogar reduziert, hatte also noch weniger Kontakt zu Menschen aufgrund von Panikattacken bei der Lufthansa und irgendwann ging sie dann gar nicht mehr arbeiten und trotzdem reichte das Einkommen von Mario aber scheinbar aus, um alles ja zu bezahlen. Britter so berichten später Menschen, die noch mit ihr zu tun hatten, da diese öfter mal am Haus gearbeitet haben, z.B.

Sie soll sich extrem auf das Haus am Ende fokussiert haben bzw. fixiert haben, fast wie so ein Lebensmittelpunkt gesehen haben, dieses Haus schön zu kriegen, sage ich mal. Ständig hat sie nämlich was neu eingerichtet, was eigentlich noch sehr gut so gewesen ist und sie brauchte ständig eine Veränderung im Haus oder eben im Garten.

Auch Landschaftsarchitekten arbeiteten damals mit am Haus und Gärtner dieses ständige ja etwas verändern zu wollen. Dieser Drang danach übrigens, ohne dass ich das jetzt überbewerten möchte, ist aber oft für mich so ein Zeichen dafür, dass es jemanden im Inneren überhaupt nicht gut geht und der das mit Veränderungen eben im Außen dann versucht irgendwie zu kompensieren.

Mario hingegen macht sich dann später auch noch selbstständig, arbeitet in verschiedenen Bereichen auch online und da Britta ja nicht mehr arbeitet und wohl auch keine Freunde mehr getroffen hat, somit sehr viel allein gewesen ist, soll das Paar wohl auch häufiger mal in Streit geraten sein.

Britta soll im Jahr 2008-2009 psychisch krank geworden sein. Zusätzlich bekommt sie eine chronisch entzündliche Darmerkrankung. Die Ehe läuft nicht mehr besonders gut. Zumindest hörte sich das schon damals stark danach an. Auch Britta schien es ja ziemlich schlecht zu gehen. Mario wird ja in dieser Zeit auch untreu, soll häufiger Bordelle besucht haben.

Ob sie davon wusste, kann ich euch leider nicht sagen. Das wurde nirgendswo abgeschrieben. Aber für mich natürlich immer mehr ein Zeichen dafür, dass die Ehe damals schon nicht mehr so passte und man die vielleicht hätte beenden sollen. Von außen allerdings hat das Paar total normal gewirkt. Die Nachbarn äußerten später, die waren immer freundlich, aber mehr wie mal grüßen passierte da oft nicht.

Also, es sind keine Freundschaften daraus entstanden oder so, aber auch Menschen wie Brittas Eltern, die das Paar ja nun intensiver und näher erlebten, haben geäußert, dass alles in Ordnung gewesen sei. Die beiden wirkten wie ein normales, augenscheinlich glückliches Paar. Am 16. Februar 2014 erzählen Brittas Eltern im späteren auch nichts anderes.

Britta und Marco kommen die beiden am Nachmittag besuchen, die im Rhein meingebiet gelebt haben und es soll nichts Besonderes vorgefallen sein. Britta hat ihrer Mutter geholfen, eine Schrankwand zu dekorieren und sonst gab es nichts, was im späteren irgendwie Anlass zur Sorge gegeben hätte. Als sich Britta von ihren Eltern verabschiedete, sagte sie zu ihnen: “Ich komme wieder.

und hat einen erneuten Besuch angekündigt. Und ihr Vater hat noch gescherzt, bloß nicht. Und auch im Haus ihrer Eltern hatte Britta ja noch vor einiges umzudekorieren. Das war wohl so eine Art Hobby geworden für sie, könnte ich mir vorstellen. Aber das Versprechen an ihre Eltern oder an ihren Vater, das konnte sie leider nicht mehr einlösen.

Am Abend kommt das Paar dann wieder gemeinsam am Haus in Wambach an. Sie fuhren mit nur einem Auto zu Brittas Eltern. Das ist auch noch ein wenig wichtig für diesen Fall. Auch war das komplette Haus der Bes mit Kameras im Außenbereich abgesichert. Am Sonntag den 16. Februar 2014, nachdem die beiden ja von Britas Eltern wieder nach Hause gekommen sind, geht Britta erstmal ein paar Minuten raus, sie geht spazieren alleine und geht dann über die Garage zurück ins Haus.

Und um 20:13 Uhr macht die Überwachungskamera ein letztes Bild von ihr. Sie bringt den Müll raus und ein zwei Minuten später geht sie dann wieder zurück ins Haus und Mario schreibt einer Frau, die er online kennenlernte, dass er auf einer Geschäftsreise in Paris gut angekommen sei. Er gehe jetzt mit Geschäftspartnern essen und dann schlafen.

Dabei war er ja noch im Haus, also er war noch nicht in Paris. Es war zwar richtig, dass Mario eine Geschäftsreise geplant hatte, jedoch nicht schon in der Nacht auf den 17. Februar 2014. Im Haus geht am Abend des 16. Februars ständig das Licht an und aus bis um 5 Uhr morgens auf den 17. Februar 2014 hin.

Auch ist Mario in dieser Nacht oft mit seinem MacBook beschäftigt. Am 17. Februar um 9:30 Uhr verlässt er dann das Haus in Wambach und nimmt die EC-Karte von Britta mit. Britta sieht man nach wie vor nicht mehr auf den Kameraufnahmen. Ihn allerdings hingegen schon. Er hebt sogar 1000 € von Brittas Konto ab und überweist sich selbst 500 € zusätzlich.

Er fährt dann in einen Baumarkt in der Nähe, kauft dort unter anderem ein Multitoolgerät, Werkzeuge, Schraubenzieher, eine Säge und Zinkeimer unter anderem. Ein Multitoolgerät kann man vielseitig einsetzen, z.B. zum Schleifen oder auch zum Sägen. Mario googelt auch nach Knochenzerkleinern und Knochenmühlen, aber hält sich auch ein bisschen perfide eigentlich auf Datingseiten auf und verabredet sich sogar mit einer Frau fürs Wochenende.

Doch wo ist Britta und wieso erscheint sie nicht mehr auf den Kameraufnahmen? Die Kamera zeichnet dann später auf, dass Mario den Müll rausbringt und in der Nacht sich auf dem Weg nach Paris gemacht hat. Also die Nacht auf den 18. Februar 2014 muss das gewesen sein. Mehrmals macht er Pausen im Auto und ruft bei Britta an.

Die meldet sich aber nicht. Er googelt außerdem nach Hausverkauf und Leiche im Rein gefunden. Am 20. Februar 2014 kommt Mario aus Paris zurück. Um 10:30 Uhr ruft er bei der Polizei an. Er vermisse seine Ehefrau. Sie sei nicht zu Hause. Die Polizei beruhigt ihn aber erstmal und geht davon aus, dass Britta sicherlich schnell zurückkommen würde oder sich eine kleine Auszeit genommen haben könnte.

Mario aber fährt später trotzdem zur Polizei und erstattet eine vermissten Anzeige. Er sagt: “Britta reagiere seit dem 18. Februar bereits nicht mehr auf seine Anrufe oder Nachrichten. Er habe nun aus Sorge seine Geschäftsreise vorzeitig abgebrochen. Als er das Haus betreten habe und feststellte, Britta ist nicht da, sei ihm aufgefallen, so die Aussage bei der Polizei, dass ihre Wanderschuhe und die dicke Jacke nicht da gewesen wären.

Auch habe seine Frau gesundheitliche Probleme und alle Rolläden bis auf die im Schlafzimmer habe sie runtergelassen. Ihr Auto sei in der Garage und auch das Handy habe er im Haus gefunden. Auch ihre Koffer seien verschwunden. Nur die Tür sei abgeschlossen gewesen. Mario erzählt nicht nur den Polizisten vom Verschwinden seiner Frau, sondern auch Britas Eltern, informiert er selbst, sucht dann laut eigener Aussage den Spazierweg von Britta ab und sucht auch rund ums Haus.

Und auch für die Polizei scheint das Verschwinden von Brit nun neue Formen anzunehmen, denn plötzlicher auf den Nachdruck Marios wird dann doch nach der 37-jährigen gesucht. Die Polizei veröffentlichte damals eine ausführliche Beschreibung hier mal ein paar Auszüge daraus. Seit dem 18. Februar 2014 wird die 37-Jährige Britta B aus Schlangenbad Wambach vermisst.

Der Ehemann der Vermißen hatte letztmalig am Dienstag gegen 13 Uhr per Mail Kontakt zu seiner Frau. Aufgrund fehlender Bekleidungsgegenstände, Wanderschuhe etc. geht der Ehemann davon aus, dass ihr möglicherweise beim Spaziergang etwas zugestoßen sein könnte. So, erstmal ein Teil der damaligen Meldung. Da man aber auch von einer eventuell hilflosen Lage ausging, suchte die Polizei auch ja mit Manpower, sage ich mal, nach Britta.

Es wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt, der das Gebiet überflogen, in den Britter verschwunden ist. Auch Personenspürhunde suchten nach ihr sowie auch Kräfte der Feuerwehr wurden eingesetzt. Britta war auch auf ihren 1,66, nur 45 kg ca. schwer. Man ging also damals schon davon aus, sie können sich beim Wandern vielleicht auch überlastet haben und irgendwo hilflos am Bo

den liegen, z.B. leider hat man Britta aber nicht gefunden und auch keine Gegenstände von ihr oder Kleidungsstücke. Auch wurden die Nachbarn mal befragt. Diese konnten jedoch wenig zum Lebensstil oder den Gewohnheiten des Paares berichten. Und natürlich wurde auch Mario noch mal intensiv befragt. Er wirkte besorgt um seine Frau und erhielt auch Unterstützung von den Schwiegereltern. Am 21.

Februar 2014 berichtet er dann davon, dass Brit nach dem Besuch bei ihren Eltern einen Verkrampfungsanfall gehabt haben soll. Dieser soll ca. 2 Stunden gedauert haben, dieser Anfall. Was genau man sich aber jetzt darunter vorstellen sollte, das blieb völlig offen. Ob das jetzt so ähnlich wie ein epileptischer Anfall gewesen sein soll, ich weiß es nicht.

Ähm, hört sich auf jeden Fall ein wenig komisch an. Ja, die Polizei nimmt auf jeden Fall dann das MacBook und Brittas Handy mit und Mario verbringt in dieser Zeit viel Zeit mit seinen Schwiegereltern und putzte das Haus zu Hause in Warmbach gründlich, dass wenn Britta zurückkäme, alles schön sauber sei.

Mit Brittas Vater geht er zu einem Anleger für Ruderer am Rhein. Dort gehen sie dann essen. Bei dem Treffen soll er dann, so berichtet der Vater, später geweint haben. Mario sucht Rat bei der Opferhilfe, äußert dort Suizidgedanken. Er wisse nicht, wie er ohne seine Frau leben solle. Die Polizei findet der Weil Mails von Mario an Britta.

Sie schrieb ihm, er solleusdecke mitbringen und einen bestimmten Duft unter anderem. Die Polizei sichtet auch die Bilder der Überwachungskamera. Insgesamt waren es 1,1, haltet euch fest, Millionen Bilder, die nicht sortiert gewesen sind. Also hatte die Kripo die Arbeit, das alles ja aneinander zu ordnen sozusagen. Auch stellten sie fest, dass Mario versucht habe, die Bilder der Überwachungskamera zu löschen.

Es gelang ihm aber nicht so, dass die Ermittler da nichts mehr von finden konnten, sondern die haben das alles wiederherstellen können. Und auch sie sehen dann die letzten Aufnahmen von Britta vom 16. Februar 2014. Für die Polizei wird Mario langsam unglaubwürdig. Sie wollen ihn erneut vernehmen und fahren zu ihm in das schöne Haus in Wambach Schlangenbach.

Als die Polizisten dann dort antreffen, öffnet Mario nicht und als sie dann Zutritt, sich zum Haus verschaffen, liegt dieser in der Badewanne und fügte sich Schnitte an Armen und Knöcheln zu. Der Badewannenrand war voller Blut und daneben liegen die Eheringe der beiden. Im Büro liegt ein Zettel nicht ohne meine Frau.

Steht darauf: “Liebe sie über alles.” Die Ermittler stellen daraufhin auch noch fest, dass Mario sein Auto überall zugeklebt hatte und somit wahrscheinlich einen Suizidversuch in Planung gehabt hat. Er kommt darauf hin in eine Klinik und dort äußerte er dann seine Ehefrau Britta würde im Rein liegen.

Die Version, die sich Mario dann aber zurecht legte, nachdem er ja eigentlich nicht gewusst haben will, wo seine Frau ist, war dann folgende und das ja, nachdem alle Leute auch schon nach ihr gesucht hatten. Britta soll am Abend des 16. Februar Panikattacken gehabt haben, da waren die beiden noch zu Hause. Sie soll dann den Wunsch geäußert haben, dass sie zum Reihen möchte nach Elwille, so knappe 15 Autominuten von Wambach entfernt.

Dort war das Paar dann an einer Anlegestelle für Rudera, dort wo Mario vor kurzem auch mit Brittas Vater war. Und dann soll Britta nach Marios Angaben dort ins Wasser gegangen sein. Er fragte sich dann auch, was macht die da? Aber sie hat wohl nicht geantwortet laut ihm. Und Britta soll dann zur Strommitte geschwommen sein, wo die Strömung am stärksten ist für gewöhnlich und dann hat man sie nicht mehr gesehen.

Nun könnte man sich ja ganz bewusst fragen, weshalb er nicht hinterher geschwommen ist oder wenigstens Hilfe gerufen hat, aber er sagte, er sei kein guter Schwimmer und er dachte, dass Britta schon irgendwann zurückkommen würde und sei dann nach Hause gegangen. Wir reden ja hier von Februar und eisigen Temperaturen und da war es mit Sicherheit auch schon dunkel.

als die beiden dort waren. Also eine ganz komische Geschichte. Er sei dann schockiert gewesen im späteren über sich selbst, dass er keine Hilfe holte. Auch nahm er ihre Schuhe und ihre Jacke mit, die da noch gelegen haben und hat diese entsorgt. Angeblich deswegen, weil er laut ihm eine unterlassene Hilfeleistung verdecken wollte und die Polizisten haben ihm jetzt natürlich verständlicherweise nicht abgenommen.

Mario kommt am 1.3.2014 2014 in uhhaft. Angeklagt wird er wegen Totschlags an seiner Ehefrau. Jedoch kommt erstmal kein Prozess zustande, denn es gebä zu wenige Indizien. Mario wird im September 2014 aus der Uhaft entlassen. Britas Eltern, die ihrem Schwiegersohn mittlerweile nichts mehr abnehmen, legen Beschwerde als Nebenkläger ein.

Mario verkauft in der Zeit in Freiheit die Villa, die viele als wunderschön pompös, aber kühl bezeichneten und alle Möbel hat er übrigens auch verkauft und teils persönliche Gegenstände seiner Frau bzw. Fast alles. Britas Computer, ihr Handy und ihr Personalausweis, die sind übrig geblieben.

Sogar die Kleidung und die Schuhe soll er bei eBay versteigert haben und vielleicht sind die Eltern da sogar komplett leer ausgegangen. Das ist auch wirklich harter Tobak, wenn ihr mich fragt. Er ist dann nach Brüssel gereist, weil das durfte er ja. Er war ja noch ein freier Mann und hat dort einen Mietvertrag abgeschlossen für mehrere Jahre.

Und ja, die Polizei hier in Deutschland war aber war aber ähm immer noch davon überzeugt, dass Mario seine Frau ermordet hat und hat eben im Stillen dann weiter ermittelt, damit es zu einer Anklage kommen konnte. Und die Polizei bekommt dann auch heraus, dass er ja damals am 17. Februar um 10:56 Uhr im Hornbach Baumarkt gewesen ist und eben das Multitool und die anderen Dinge dort kaufte, sowie auch Diamantsägeblätter und ja, wie eben schon berichtet berichtet, ähm dann eben mit EC-Karte gezahlt hat.

Sie überprüfen das Multitool, dann später auch die Polizei und an diesem finden sich mikroskopisch kleine Blutspuren. Man hat das dann natürlich auch analysiert und es war das Blut von Britta, der Ehefrau von Mario. Auch im Auto fanden sich übrigens Spuren, genauer gesagt im Kofferraum, Blutspuren von Britta. Und die Ermittler hatten übrigens großes Glück, das Multitool überhaupt noch überprüfen zu können.

Mario hatte es nämlich dem neuen Hausbesitzer überlassen und das lag im Technikraum dann einfach so rum und d hat der neue Besitzer eben das Go gegeben, dass sie das eben mitnehmen durften, was natürlich für den Fall wirklich sehr wichtig gewesen ist. Der Verdacht wurde Britta vielleicht, nachdem sie den Müll rausgebracht hat, in der Villa getötet und danach eventuell sogar makabererweise zerstückelt, war deswegen die ganze Nacht immer wieder das Licht an und aus.

Und was entsorgte Mario morgens dann im Müll? Mittlerweile häufen sich die Indizien und die Ermittler sind sicher, dass Mario seine Frau Britta ermordet hat. Das Oberlandesgericht in Frankfurt am Main gibt diesmal das Verfahren gegen ihn frei. Mario wird Anfang 2015 in Brüssel festgenommen und kommt wieder in uhhaft und diesmal wird er nicht wieder auf freien Fuß gesetzt.

Es wird ein langer Prozess werden, der Anfang Juni 2015 startete. Mario wird aber nicht vorgeworfen, seine Ehefrau ermordet zu haben im klassischen Sinne von einer Mordanklage. Dafür fehlen wohl die Mordmerkmale, sondern angeklagt wurde er damals wegen Totschlags. Ich versuche euch nun mal so ein bisschen den Prozess etwas zusammenzufassen, ohne dabei auf die ganz genaue Reihenfolge zu achten, weil ich die Prozesstage jetzt nicht so im einzelnen ähm ja für mich vor mir liegen gehabt habe.

Ich habe das dann so ein bisschen für euch zusammengeschrieben, aber ich denke, das ist auch in Ordnung. Die Anklage warf dem damals 39-jährigen Geschäftsführer vor, am Abend des 16. Februar 2014 seine Ehefrau getötet zu haben, denn dort hat man Britter ja zweifelsfrei das letzte Mal lebend auf den Aufnahmen der Überwachungskamera gesehen.

Mario betrieb nachweislich Vertuschungsaktivitäten wie z.B. der versucht, die Bilder der Überwachungskamera zu löschen. Auch die Blutspuren am Multitool lassen schlimmes erahnen. Dort wurde übrigens nicht nur die Spur von Britta gefunden. Auch an einer Schraube des Geräts fanden sich Blutspuren von Mario ganz kleine.

Hatte er sich vielleicht dabei verletzt, als er womöglich seine Frau zerstückelte? Die Verteidiger Marius gaben an, dass Brit das Gerät ja auch selbst genutzt haben könnte. Allerdings wurde das Gerät ja erst gekauft, als man Britter auf keinem der Kameraaufnahmen jemals noch mal sehen konnte. Also sehr fragwürdig das Ganze.

Laut einem Gutachter fanden sich zudem geweige Partikel auch sie eindeutig von Britta an diesem Multitool. Die Spuren würden die Schlussfolgerung zulassen, dass die Leiche mit dem Werkzeug eben zerstückelt oder Teile abgetrennt wurden vom Leichnahen. Man ist aber nicht davon ausgegangen, dass das nur mit diesem Multitool passiert ist, sondern dass er vielleicht noch ein weiteres Werkzeug benutzt hat.

Man spekulierte, ob Marios Messerset aus seiner Gastronomiezeit hier eine Rolle spielen könnte. Beweise dafür gab es aber wohl keine. Auch wurde eine Psychiaterin vor Gericht angehört, die ein Gutachten über Mario erstellen musste und sie beschrieb ihn aufgrund der Zeugenaussagen vor Gericht als ehgeizig, arrogant, jemand der Handwerker herumkommandiert hat, aber auch höflich und zuvorkommend gewesen sein soll und liebevoll im Umgang mit seiner Ehefrau.

Auffällig ist aus ihrer Sicht aber, dass Mario keine vertrauensvollen Beziehungen pflegte, außer zu seiner Frau. Er galt als Einzelgänger. Mit 14 Jahren verließ er sein französisches Heimatdorf, besucht eine Hotelfachschule in Straßburg mit angeschlossenem Internat und bastelte an seiner Karriere. Er soll sich auch nie um Freundschaften bemüht haben.

An der Spitze wird es einsam, sagte Mario der Gutachterin. Also auch ein sehr abgehobener Spruch wieder und möchte damit auf seinen exklusiven Lebensstil ja hinweisen. Vielleicht war er auch an einem Punkt angekommen, an dem er realisierte, dass ich mit der Fertigstellung des Hauses einfach in der Beziehung der beiden nichts ändern würde, sondern sich das Leben ja immer weiter im Kreis drehen würde.

Marius Verteidiger Axel Küster sagte: “Ein Motiv für eine mögliche Tat sei weit und breit nicht erkennbar. Die Gutachterin hat die Liebe und starke Bindung zu seiner Ehefrau doch bestätigt. Ende Juni 2015, mitten noch in der ja laufenden Gerichtsverhandlung sozusagen, versuchte man übrigens noch mal Britas Leichtnahen oder vielleicht auch wenigstens Teile von ihr zu finden.

Taucher waren da im Einsatz am Ombachsee leider erfolglos. Die Aktion hatte sich auf den Abfluss des Stausees konzentriert. 3 Stunden hat man da nach Britta gesucht. Der Stausee ist ein beliebtester Erholungsgebiet und liegt nur wenige Fahrminuten von der Anschlussstelle ähm Buch Mühlbach Misau an der Autobahn A6 entfernt.

Und genau auf dieser Autobahn war am Morgen des 18. Februar 2014 Mario mit seinem Wagen, einem Audi A8 unterwegs nach Paris. Die Auswertung der Funkzellen ergab, dass sich das Handy dort einlockte. Damals verließ er um 3:20 Uhr in der Nacht passend in der Dunkelheit ein Schelm, weil er Böses denkt. Das aber nur ein Kommentar von mir jetzt mit dem Schelm.

Das Haus in Wambach. Wenige Minuten später war er dann in der Funkzelle eingelogt, die Kiedrig und Elwille abdeckt. Eldwille, ihr erinnert euch, das ist ja da am Wasser gewesen, wo er ja auch schon mit dem Vater gewesen ist und wohl auch mit Britter, mit dem Schwiegervater meinte ich. Und in Paris soll er erst am späten Vormittag angekommen sein, also sieinhalb Stunden nach dem Verlassen des Hauses.

Und für die Strecke nach Paris hätte er nur so ca. 5 Stunden gebraucht. Das war auch ein Thema im Prozess. Was hat er in der Zwischenzeit gemacht? Die Polizei zieht nicht nur den Obachsee als möglichen Ablageort in Betracht. Es gibt entlang der Autobahn bis zur französischen Grenze weitere leicht zugängliche kleinere Seen und weer dazu große Waldgebiete.

Also da könnte man ja auch überall einen Leichnahmen entsorgt haben. Was auch widersprüchlich im Prozess gewesen ist, dass Mario ab Dienstag und damit einen Tag später als von ihm behauptet auf einer Geschäftsreise in Frankreich war. Was hat er an diesem einen Tag in der Zwischenzeit gemacht? Am Dienstag soll Britta ihm ja noch eine Mail geschrieben haben.

Nach der letzten Version von ihm aber sollte Britta doch schon zwei Tage zuvor in Selbstmordabsicht in den Reihen gegangen sein. Ihr hört schon, das sind ziemlich viele Widersprüche in diesem ganzen Fall und die Verteidigung von Mario hat stets betont, dass der Opfer einseitiger Ermittlungen geworden sei. Sehe ich jetzt nicht unbedingt so, aber da hat natürlich gerade ein Verteidiger eine ganz andere Meinung drüber.

Er hat auch noch eine Zeugin beantragt, die Britta am frühen Morgen des 18. Februar 2014 noch gesehen haben will. Die Überwachungskameraaufnahmen allerdings haben es nicht bestätigt. Also Britter hat man nie wieder mal das Haus noch verlassen sehen oder sie vielleicht im Garten rumlaufen sehen.

Da war nichts mehr. Am Ende des Prozesses wurde Mario B. vom vorsitzenden Richter zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Der Richter sah es als erwiesen an, dass der mittlerweile 40-jährige seine Ehefrau umgebracht hat. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe wegen eines besonderen Falls des Totschlags gefordert.

Sie geht oder ging davon aus, dass der Mann sein Opfer nach einem Streit getötet hat, zerstückelt und die Teile dann entsorgte. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert, dass es keine Hinweise und kein Motiv dafür geben würde, dass der 40-jährige Mario B. seine Ehefrau Britta getötet hat. Mario legte übrigens kein Geständnis vor Gericht ab.

Der Prozess mußte sich allein auf Zeugen und Beweismittel stützen. Eine Vielzahl von Indizien hatte den Verdacht erhärtet, dass er seine Frau umgebracht hat. Der belastende Beweis waren die Blutspuren am Multitoolgerät. Außerdem habe Mario ja auch nach Knochenzersen oder Würgen im Internet gesucht. Für Brittas Eltern war das sicherlich eine sehr schwere Zeit, gerade wenn man das dann auch alles so liest mit Knochen zersegen und dann hat er sich dieses Multitool gekauft und was ist überhaupt vorher passiert? Das muss so schrecklich gewesen sein und und dann

auch nicht zu wissen, wo ist die Leiche der eigenen Tochter macht sicherlich auch was mit einem. Und wie sie das Urteil erlebten, kann ich euch leider nicht sagen, aber sie waren im Vorhinein bestürzt darüber, was Mario für ein Theater nach dem Verschwinden Brittas aufgeführt hat, besorgte Anrufe die vermissten Anzeige bei der Polizei, obwohl er wusste, sie war längst tot, die Gespräche mit den Eltern, die schlussendlich geschockt über die Festnahme waren.

Und das spricht für mich auch wirklich dafür, dass sie ihm so etwas niemals zugetraut hätten, sonst hätten sie vermutlich auch schon einen Verdacht geschöpft oder ein Verdacht gehabt, dass er es gewesen ist. Er schien also wirklich so eine Art Musterschwiegersohn gewesen zu sein, sonst hätte man ja bestimmt schon irgendwie mal gedacht, er war es vielleicht.

Und Brittas Familie, die tut mir einfach unendlich leid in diesem Fall und Britta natürlich selbst auch. Ich denke, sie hätte einfach psychische Hilfe benötigt. Vielleicht hätte sie sich dann auch wieder ein Leben mit Freunden aufgebaut und vor allem auch mit Freude und viel Liebe und vor allem ja sich ein Lebensäh wertes Leben aufbauen können ohne ihren Ehemann.

Ich denke, das hätte vielleicht vieles verhindert, aber es ist immer so leicht gesagt, gerade wenn man vielleicht auch nicht mit seinen vertrauten Personen darüber gesprochen hat, denn das Haus soll ja mehr oder weniger die Aufgabe in ihrem Leben gewesen sein. Etwas wenig, finde ich.

Auch ein teures Auto oder ein so schönes Haus bringt ja leider nichts, wenn es kalt und lieblos darin ist und ja, man selber vielleicht auch ja ganz andere Probleme gehabt hat. Schade nur und absolut schrecklich, dass das eben so enden musste. Den genauen Grund, der schlussendlich zur Tötung führte, ist ja auch nie bekannt gegeben worden.

Vielleicht ist ein Streit eskaliert. Was ich aber auch absolut schrecklich finde, ist, dass Briters Leichnam auch nie gefunden wurde. Also, warum tut man sowas? Aber er wollte natürlich wahrscheinlich auch als freier Mann das Gericht verlassen und wenn er dann irgendwann gesagt hätte, wo sie liegt, hätte man wahrscheinlich ja auch ein ganz anderes Urteil vielleicht noch im Nachhinein gefällt.

Und das wollte man natürlich dann auch umgehen. Nur schade wahrscheinlich, dass er jetzt auch in Haft in der langen Zeit Haft nie gesagt hat, wo seine Ehefrau ist, dann hätten die Eltern sie ja wenigstens anständig begraben können. Und da Mario ja auch recht zeitnah nach Leiche im Rein gegoogelt hat, könnte ich mir gut vorstellen, dass er Britas Leichnamen oder auch Teile von ihr im Rein versenkt haben könnte.

Und sehr oft findet man diese Leichen dann entweder gar nicht oder Jahre später sind da mal Teile davon ähm die dann vielleicht mal an die Oberfläche kommen. Im Fall von Jasmin Mört euch die Folge auch gerne noch mal an. Da habe ich ja auch in Zusammenarbeit mit unter anderem der Rechtsanwältin ähm eine Folge erstellt, ist es übrigens ja genauso.

Man vermutet sie auch in einem Gewässer, aber auch hier hat man sie bis heute leider nicht gefunden. Und der Fall Britta B ist ja auch schon 11 Jahre jetzt her. Man kann sich für die Familie wirklich nur wünschen, dass sie irgendwann doch noch Britter würdig bestatten können. Aber ob man ihre Leiche jemals finden wird, jedes Jahr, was vergeht, lässt so ein bisschen die Hoffnung schwinden, finde ich.

Und ja, was ich auch noch sagen wollte, Marius Name habe ich aus diesem Grund verändert, da er 2016 ja verurteilt worden ist, aber möglicherweise mit Abzug der Zeit den Uhaft heute schon wieder ein freier Mann sein könnte. Darüber habe ich jetzt nicht genau Kenntnis, aber er könnte jetzt ja schon wieder in Freiheit leben und hat damit ja leider ein Anrecht darauf, dass man auch den Namen verändert bzw.

mir war das auch lieber nicht, dass die Folge dann gesperrt wird. Es ist nun mal hier so in Deutschland ähm dass man, wenn man seine Strafe abgesetzt hat, ein freier Mann oder eine freie Frau ist. Und ähm ich weiß nicht genau, wie sich das mit dem Namen verhält. Man dürfte den vielleicht auch noch sagen, es war ja ein öffentlicher Prozess, nur es war für mich so ein bisschen sicherer, das nicht zu tun, weil ähm ja, ich eben ja auch nicht möchte, dass unsere Folge gesperrt wird oder ich damit irgendwelchen Geldern zu rechnen habe oder sowas. Ja,

ihr Lieben, viele von euch kannten bestimmt den Fall Britta B. Ich habe den jetzt auch versucht so ausführlich und so gut ich konnte euch wiederzugeben. Es fehlen bestimmt ein paar Sachen. Ist ja auch recht umfangreich auch gerade sowas Britas Seelenleben betroffen hat, aber ich finde, da muss man nicht immer so extrem ins Detail gehen, denn Britta ist immer noch das Opfer in diesem Fall und ich finde, da muss man dann nicht alles ausklamüstern und auspacken über jemand, der sowieso am Ende ja ganz tragisch

wahrscheinlich zu Tode gekommen ist. Ja, schreibt mir gerne einen Kommentar bei YouTube oder auch auf den Podcast Portalen zum Fall, wenn ihr mögt oder auch auf Instagram. Und ich freue mich auf eine nächste Folge mit euch und wünsche euch eine gute Nacht, falls ihr mich zum Schlafen hört oder einen schönen Tag.

Das Wetter ist ja im Moment ganz herrlich. Jetzt im Moment im Sommeranfang oder Maianfang. Ähm ja, ihr Lieben, und wir hören uns dann zu einer nächsten Folge. Ihr dürft mir weiterhin gerne Fallvorschläge senden und ähm ja, bleibt sicher, so wie Rudi Zerne immer sagt und bis bald, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast.

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