Bürger am Limit: Wie ein sächsischer Wohnblock zum tragischen Symbol für politisches Versagen und gesellschaftlichen Zerfall wurde
Es gibt Orte in Deutschland, an denen die Versprechen von Sicherheit, Ordnung und sozialem Frieden nur noch wie ein ferner, zynischer Nachhall aus vergangenen Tagen wirken. Mockrehna, eine eigentlich beschauliche Gemeinde in Nordsachsen, ist unfreiwillig zu einem solchen Ort geworden. Was sich hier, in einem von Migranten bewohnten Wohnblock, in den letzten Monaten und Jahren abgespielt hat, ist weit mehr als nur ein lokales Ärgernis. Es ist ein dramatisches Mikrokosmos-Szenario, das symptomatisch für ein viel größeres, landesweites Problem steht. Es erzählt die erschütternde Geschichte von hart arbeitenden Bürgern, die sich von ihrem eigenen Staat im Stich gelassen fühlen, von einer Politik, die wegschaut, und von einer Eskalationsspirale, die das alltägliche Leben in einen wahren Albtraum verwandelt hat.
Die Idylle, die man mit dem ländlichen Raum in Nordsachsen verbindet, wurde spätestens an dem Tag brutal zerschlagen, als ein Video aus Mockrehna deutschlandweit für Entsetzen sorgte. Die Aufnahmen, die sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken verbreiteten, zeigten eine Szenerie, die eher an einen rechtsfreien Raum als an eine deutsche Kleinstadt erinnerte. Eine wilde Massenschlägerei, an der rund vierzig Personen beteiligt waren, eskalierte auf offener Straße. Hauptsächlich handelte es sich bei den Beteiligten um bulgarische und slowakische Zuwanderer, die mit einer unfassbaren Brutalität aufeinander losgingen. Baseballschläger flogen durch die Luft, ausrangierte Fahrradfelgen wurden als Hiebwaffen zweckentfremdet. Die rohe Gewalt, die sich an diesem Tag entlud, war jedoch nur die sichtbare Spitze eines Eisbergs, der sich schon seit langer Zeit aufgebaut hatte.
Für die deutschen Anwohner, die teilweise seit Jahrzehnten in dieser Gegend verwurzelt sind, war dieser Gewaltausbruch ein absoluter Schock – aber leider keine Überraschung. Wenn man sich heute in die Nachbarschaft begibt und mit den Menschen spricht, blickt man in Gesichter, die von Schlafmangel, tief sitzender Frustration und nackter Verzweiflung gezeichnet sind. Der Ausnahmezustand ist für sie längst zur zermürbenden Normalität geworden. Das Leben im Schatten dieses Wohnblocks ist geprägt von einer omnipräsenten Lärmbelästigung, die jeden Gedanken an Erholung im Keim erstickt. Eine Anwohnerin berichtet mit bebender Stimme von stundenlangem, ohrenbetäubendem Trommeln an den Türen, von dröhnender „Basarmusik“, die bis tief in die Nacht aus den Fenstern schallt, und von regelrechten Saufgelagen, die stets in aggressive Auseinandersetzungen münden. „Um sieben Uhr morgens wird es dann mal kurz ruhiger, bevor alle wieder herauskommen und das Chaos von vorne beginnt“, erzählt ein älterer Herr resigniert. An Schlaf ist für die Menschen, die am nächsten Morgen pünktlich an ihrem Arbeitsplatz erscheinen müssen, kaum noch zu denken.
Doch der Lärm ist nicht das einzige Problem, das die Lebensqualität in Mockrehna massiv zerstört. Die fortschreitende Vermüllung des Viertels hat Ausmaße angenommen, die für die Anwohner schlichtweg unerträglich sind. Wer durch die Straßen geht, wird Zeuge einer beispiellosen Verwahrlosung. Ausrangierte Fernseher, demolierte Schränke und säckeweise Lebensmittelabfälle stapeln sich nicht etwa in den dafür vorgesehenen Tonnen, sondern werden wahllos auf die Straße oder in die Hinterhöfe geworfen. Es herrscht eine erschreckende Respektlosigkeit vor fremdem Eigentum und den elementarsten Regeln des Zusammenlebens. Die Zerstörungswut macht auch vor der Bausubstanz keinen Halt. Fassaden werden mutwillig beschädigt, eiserne Gitter brutal aus den Verankerungen der Fluchtwege gerissen, nur um sich illegalen Zutritt zu verschaffen oder Fenster gewaltsam öffnen zu können. In den Kellerräumen häufte sich der Müll so sehr, dass es schließlich zu einem gefährlichen Brand kam. Ein Vorfall, der weitaus schlimmer hätte enden können, hätte die Feuerwehr nicht rechtzeitig eingegriffen.
Was diese unhaltbaren Zustände für die alteingesessenen Bürger psychologisch bedeuten, lässt sich kaum in Worte fassen. Viele von ihnen haben vor über dreißig Jahren im guten Glauben Wohnungen in dieser Siedlung gekauft. Für fleißige Angestellte, Handwerker und Arbeiter war dieses Wohneigentum nicht einfach nur ein Dach über dem Kopf – es war ihre fest eingeplante Altersvorsorge. Ein Ort der Sicherheit, der den Lebensabend finanziell abfedern sollte. Heute stehen diese Menschen vor den Trümmern ihrer Lebensplanung. „Wir haben die Wohnung komplett in den Sand gesetzt“, bringt es eine Rentnerin unter Tränen auf den Punkt. Der Wert der Immobilien ist dramatisch abgestürzt. Wer möchte schon freiwillig in ein Viertel ziehen, in dem nachts Baseballschläger kreisen und der Müll in den Vorgärten verrottet? Die Wohnungen sind de facto unverkäuflich geworden. Selbst wenn man sie verschenken würde, so mutmaßen die resignierten Eigentümer, würde sich kaum ein Interessent finden, der bereit wäre, dieses chaotische Umfeld zu ertragen. Die bittere Erkenntnis, dass jahrzehntelange harte Arbeit und Sparsamkeit durch das rücksichtslose Verhalten anderer und die Inaktivität des Staates zunichtegemacht wurden, hinterlässt eine tiefe Wunde in der Seele dieser Menschen.
Besonders gravierend ist das Gefühl der tiefen Ungerechtigkeit, das sich in der Gemeinde ausgebreitet hat. Die Anwohner beobachten täglich, wie diejenigen, die für das Chaos verantwortlich sind, scheinbar ohne jegliche Konsequenzen ihr Leben auf Kosten der Allgemeinheit finanzieren. Es ist ein offenes Geheimnis im Viertel, dass viele der Unruhestifter keiner geregelten Arbeit nachgehen, sondern staatliche Leistungen in Form von Bürgergeld beziehen. Während der deutsche Facharbeiter früh morgens den Wecker ausschlagen muss, um Steuern zu erwirtschaften, wird das Geld nach Ansicht der Anwohner jenen in den Rachen geworfen, die die Nachbarschaft terrorisieren. „Die lachen uns doch noch aus, spucken im Hausflur herum und schmeißen kistenweise Lebensmittel von der Tafel in den Dreck“, empört sich ein Bürger. Diese offensichtliche Schieflage im System zerstört das grundlegende Vertrauen in den Sozialstaat. Die Menschen fordern nicht viel – sie verlangen lediglich, dass diejenigen, die hier leben wollen, sich an die hiesigen Gesetze und Gepflogenheiten anpassen. „Wer das nicht tut, hat hier einfach nichts verloren. Hier herrschen unsere Regeln und unsere Ordnung“, formuliert es ein alteingesessener Anwohner unmissverständlich. Es ist kein blinder Hass, der aus diesen Worten spricht, sondern der verzweifelte Wunsch nach einem normalen, friedlichen Leben, das ihnen systematisch entzogen wurde.
Der Rückzug aus dem öffentlichen Raum ist für viele die einzige Überlebensstrategie geworden. Sogar alltägliche Erledigungen gleichen mittlerweile einem Spießrutenlauf. Obwohl es im Ort Supermärkte wie Penny oder Netto gibt, nehmen viele Deutsche lieber weite Fahrwege in Kauf, um in benachbarten Gemeinden wie Schildau einzukaufen. Sie tun dies aus einem einzigen Grund: Sie wollen dem permanenten Geschrei, den Pöbeleien und dem aggressiven Verhalten entfliehen. Ein entspannter Einkauf, ein kurzes Schwätzchen an der Kasse – all diese kleinen Dinge, die ein intaktes Gemeindeleben ausmachen, sind in Mockrehna verloren gegangen. Wenn Menschen sich in ihrem eigenen direkten Wohnumfeld nicht mehr frei und unbeschwert bewegen können, stellt sich unweigerlich die Frage: Wer hat hier eigentlich noch das Sagen? Die Antwort der Bewohner fällt drastisch aus: „Wir fühlen uns fremd im eigenen Land.“

Diese ungeschönte Realität wirft ein katastrophales Licht auf die verantwortlichen Politiker und Behörden, die in den Augen der Bürger auf ganzer Linie versagt haben. Wo ist der Staat, wenn man ihn dringend braucht? Wenn Bürger sich mit ihren Sorgen und Nöten an die lokalen Institutionen wenden, stoßen sie allzu oft auf eine Mauer der bürokratischen Ignoranz. Der örtliche Bürgermeister hat sich Berichten zufolge mit der unfassbaren Aussage aus der Affäre gezogen, dass die Wohnblöcke nicht der Gemeinde gehörten und ihn die Zustände daher nichts angingen. Ein solcher politischer Offenbarungseid lässt die Bürger fassungslos zurück. Wofür, so fragen sie sich völlig zu Recht, zahlt man Steuern? Wofür wählt man kommunale Vertreter, wenn diese sich beim kleinsten Anzeichen von echten Problemen hinter Eigentumsverhältnissen verstecken und die eigene Bevölkerung schutzlos dem Chaos überlassen? Selbst bei scheinbar simplen administrativen Aufgaben, wie dem Kassieren der Hundesteuer bei den zahlreichen, unangemeldeten Tieren der Migranten, kapituliert die Verwaltung offensichtlich vor den chaotischen Verhältnissen.
Dieses dröhnende Schweigen und die demonstrative Handlungsunfähigkeit der Ämter haben weit reichende politische Konsequenzen, die weit über die Grenzen von Nordsachsen hinausgehen. Die Menschen in Mockrehna haben die Schnauze voll – und sie stehen stellvertretend für unzählige Bürger in ganz Sachsen, die ähnliche Entwicklungen in ihren Kommunen beobachten müssen. Der Unmut entlädt sich nicht mehr nur im privaten Kreis am Küchentisch, sondern er droht, die politische Landschaft massiv zu erschüttern. Führende Politiker wie Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) spielen hierbei eine zentrale Rolle. Die Bürger haben der etablierten Politik, insbesondere der CDU, immer wieder Vertrauensvorschüsse gewährt in der Hoffnung, dass Ordnung und Sicherheit gewahrt bleiben. Doch die Geduld ist nun endgültig aufgebraucht. Wer die dramatischen Hilferufe aus Orten wie Mockrehna ignoriert, wer die berechtigten Ängste der arbeitenden Bevölkerung als übertrieben abtut oder sie gar in die rechte Ecke stellt, der begeht einen fatalen Fehler.
Die Warnung aus Nordsachsen könnte klarer nicht formuliert sein: Die Wähler werden dieses eklatante Versagen bei der nächsten Wahl nicht ungestraft lassen. Das Vertrauen in eine Partei, die es zulässt, dass Straßenzüge zu No-Go-Areas verkommen, dass hart erarbeitetes Eigentum entwertet wird und das staatliche Gewaltmonopol de facto kapituliert, ist zutiefst erschüttert, wenn nicht gar irreparabel zerstört. Die Menschen verlangen keine warmen Worte oder diplomatischen Floskeln mehr; sie fordern knallharte Konsequenzen, sichtbares Durchgreifen der Polizei und eine Rückkehr zur Normalität, in der der ehrliche Bürger geschützt wird und nicht der Störenfried.
Mockrehna ist heute ein mahnendes Beispiel dafür, was passiert, wenn die Balance zwischen Toleranz und Rechtsstaatlichkeit verloren geht. Eine wehrhafte Demokratie muss in der Lage sein, ihre eigenen Bürger zu schützen und geltendes Recht für alle gleichermaßen und konsequent durchzusetzen. Tut sie das nicht, überlässt sie die Straßen den Rücksichtslosen und treibt die enttäuschten, verzweifelten Menschen direkt in die Arme politischer Alternativen, die einfache Lösungen für komplexe Probleme versprechen. Es ist fünf vor zwölf für die Entscheidungsträger in Sachsen und im ganzen Bund. Wenn die Bilder von brennenden Kellern, fliegenden Baseballschlägern und weinenden Rentnern, die ihre Altersvorsorge verloren haben, nicht als endgültiger Weckruf verstanden werden, dann steuert das Land auf eine gesellschaftliche Zerreißprobe zu, deren dramatische Ausmaße wir uns heute noch gar nicht vollständig ausmalen können. Die Bürger haben ein Recht auf ihre Heimat, auf Frieden und auf Sicherheit. Es wird höchste Zeit, dass die Politik anfängt, dieses Recht wieder zu garantieren – bevor es endgültig zu spät ist.