News

Verfolgung und Folter schwuler Männer unter dem Naziregime im Dritten Reich

30 januar 1933 Deutsches Reich Adolf Hitler wird zum deutschen Reichskanzler ernannt und das Nazi-Regime beginnt schnell damit die Bürger und Menschenrechte einzuschränken vor allem für die jüdische Bevölkerung und jene Personen die als Staatsfeinde gelten und errichtet das erste Konzentrationslager Dachau in der Nähe von München unter den Verhafteten befinden sich nicht nur Juden und politische Gefangene sondern auch tausende von homosexuellen Männern die die Nazis aufgrund von Denunziationen aus der Bevölkerung

identifizieren die diese Männer für pervers halten etwa 100.000 Männer werden verhaftet davon mehr als 53000 verurteilt diejenigen die in Konzentrationslager geschickt werden gehören dort zu den Häftlingsgruppen die den meisten Misshandlungen ausgesetzt sind sie sind oft nicht nur brutaler Folter und unmenschlichen medizinischen Experimenten ausgesetzt sondern auch sexuelle Missbrauch homophobie ist weit verbreitet und so erfahren die Homosexuellen Häftlinge nur selten die Solidarität ihrer Vorteils beladenen Mitgefangenen sie stehen auf

der untersten Stufe der Häftlings Hierarchie sind isoliert und wehrlos während der NS-Zeit werden zwischen 5000 und 15.000 Männer als Homosexuelle Straftäter in Konzentrationslagern interniert tausende von ihnen sterben und diejenigen die überleben bleiben bis an ihr Lebensende gezeichnet obwohl Homosexualität illegal war gab es Mitte bis Ende des 19 Jahrhunderts Hinweise auf die Entstehung und das anwachsene homosexueller Gemeinschaften in Deutschland die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen erlaubten

es sogar sich öffentlich für die Entkriminalisierung sexueller Beziehungen zwischen Männern und die Aufhebung des Paragraphen 175 einzusetzen der ab 1871 sexuelle Beziehungen zwischen Männern unter Strafe stellte bevor er an die Macht kam Verurteilten Adolf Hitler der Führer der NSDAP und viele andere naziführer die Weimarer Kultur das Aufblühen von Kunst und Wissenschaft in Deutschland zwischen 1918 und 1933 als dekadent und entartet Teil dieser Ächtung war die Ablehnung des offenen Umgangs mit Sexualität in

dieser Zeit einschließlich der sichtbaren Präsenz von schwulengemeinschaften einige prominente Nazis darunter alfred Rosenberg und Heinrich Himmler waren eindeutig homophob Hitler und andere NS-Führer Sprachen jedoch nur selten öffentlich über Homosexualität und konzentrierten sich stattdessen auf Themen wie die Schaffung eines großdeutschen Staates auf die Judenfrage und die Wirtschaft die NSDAP wieder setzte sich rechtspolitischen Bestrebungen sexuelle Beziehungen zwischen Männern zu entkriminalisieren und den Paragraphen 175 aufzuheben in

den Parlamentsdebatten vertraten die Nationalsozialisten die Auffassung das sexuelle Beziehungen zwischen Männern ein zerstörerisches Laster seien das zum Untergang des deutschen Volkes führen würde die Nationalsozialisten prangerten Homosexualität als eine Entartung an die im völligen Widerspruch zu ihrer grundlegenden Vorstellung von der Notwendigkeit der Vermehrung der reinen arischen Bevölkerung und der Förderung eines geordneten Familienlebens stand die Nazis sahen den zwecks sexueller Beziehungen in der Fortpflanzung und

nicht im Genuss und betrachteten Homosexualität als eine Bedrohung für die überlegene arische Rasse sie vertraten die Ansicht dass derartige Beziehungen noch härter bestraft werden sollten als es das geltende deutsche Recht zuließ aber auch in der NS-Bewegung gab es bekannte schwule Männer allen voran Ernst Röhm der sich selbst als gleichgeschlechtlich orientiert bezeichnete Röhm war der Führer der SA der Sturmabteilung einer paramilitärischen Organisation die mit der NSDAP verbunden war und aufgrund der Farbe ihre Uniform auch als Braunhemden

bekannt war für Ernst Röhm stand seine Sexualität nicht im Widerspruch zur NS-Ideologie und beeinträchtigte auch nicht seine Rolle als saurer in röms Verständnis ging es bei der Legalisierung sexueller Beziehungen zwischen Männern nicht darum liberale demokratische Rechte oder Toleranz zu unterstützen viel mehr ging es seiner Meinung nach um den Umsturz der gängigen Moralvorstellungen röm schrieb dass ihm die brüderie einiger seiner Nazi Kollegen nicht revolutionär vorkam röms sexuelle Orientierung war ein offenes Geheimnis in der NSDAP das erst

1931 zu einem öffentlichen Skandal wurde als eine linke Zeitung röm als schwulen lautete trotz der Kontroverse verteidigte Hitler seinen treuen Helfer und langjährigen Freund der die SA leitete bis zum Jahr 1934 als er auf Druck der deutschen Heerführer deren Unterstützung er brauchte und Präsident zu werden die SS unter der Leitung von Heinrich Himmler anwies nicht nur Röhm sondern auch 300 seiner Männer zu ermorden von denen einige ebenfalls homosexuell war waren rüms Position in der nationalsozialistischen Führung hatte

jedoch auch vor seine Ermordung die Verurteilung von Homosexualität und Homosexuellen Gemeinschaften in der Bewegung nicht abgeschwächt nachdem die Nazis am 30 januar 1933 an die Macht gekommen waren versuchten sie die schwulengemeinschaften und Netzwerke zu zerschlagen die während der Weimarer Republik also zwischen 1918 und 1933 entstanden waren als eine der ersten Maßnahmen der Nazis gegen Homosexuelle wurden Schwulenbars und andere Treffpunkte in ganz Deutschland geschlossen in Städten wie Berlin und Hamburg konnten jedoch einige etablierte

Schulen Bars bis Mitte der 1930er Jahre geöffnet bleiben schwulen Treffpunkte im Untergrund blieben sogar noch länger bestehen dennoch machten es die Schließungen und die verstärkte polizeiliche Überwachung für schwule Männer sehr viel schwieriger sich zu treffen eine weitere frühe Maßnahme des NS-Regimes war die Beseitigung von Schwulen Zeitungen Zeitschriften und Verlagen die wichtigsten Kommunikationsmittel der Homosexuellen Gemeinschaften außerdem wurden die Schwulenverbände gezwungen sich aufzulösen ab ende 1933 bzw Anfang 1934 nutzten die

Nazis neue Gesetze und Polizeimethoden um schwule Männer ohne Gerichtsverfahren zu inhaftieren dies war Teil einer umfassenderen Initiative der Nazis zur Eindämmung der Kriminalität das NS-Regime wies die Polizei an Personen zu verhaften die bereits wegen Sexualdelikten wie öffentlichem Exhibitionismus sexuellen Beziehungen zu Minderjährigen und Inzest verurteilt worden waren unter den Verhafteten waren auch zahlreiche schwule Männer von denen einige in den ersten Konzentrationslagern des Regimes interniert wurden

die Nationalsozialisten führten auch die Kastration in die deutsche Rechtspraxis ein ab ende 1933 konnten Gerichte für bestimmte Sexualstraftäter die Zwangskastration anordnen zumindest anfangs konnten Männer die nach § 175 verhaftet worden waren nicht ohne Ihre Zustimmung kastriert werden aber in einigen Fällen konnten sie vorzeitig entlassen werden wenn sie sich freiwillig kastrieren ließen so auch Friedrich Paul von grossheim er war einer von 230 homosexuellen Männern die im Januar 1937 von der SS verhaftet

wurden von crossheim wurde zunächst zehn Monate lang in einer Zelle ohne Heizung mit sehr wenig essen und ohne Toilette festgehalten im Jahr 1938 wurde er erneut verhaftet und gefoltert die Nazis ließen ihn schließlich frei aber nur unter der Bedingung dass er sich kastrieren ließ Friedrich Paul willigte in die Operation ein im Jahr 1943 wurde er ein drittes Mal verhaftet und als politische Häftling ins Konzentrationslager Neuengamme eingewiesen von grossheim überlebte den Krieg und starb 2006 im Alter von 99

Jahren in Hamburg im Herbst 1934 ordnete Reinhard Heidrich an dass die Polizei in allen Großstädten eine Liste bekannter homosexueller erstellen sollte diese Listen sind als rosalisten bekannt geworden obwohl sie weder von den Nazis noch von der Polizei so genannt wurden ende 1934 führte die Gestapo die politische Polizei Razzien in Schwulenbars durch und verhaftete massenhaft homosexuelle Männer von denen die meisten nicht politisch aktiv waren viele der Männer die der Homosexualität beschuldigt wurden gaben Handlungen zu

die nach Paragraph 175 nicht strafbar waren und erwarteten freigelassen zu werden stattdessen wurden sie misshandelt und in Konzentrationslager wie Lichtenburg oder Dachau eingewiesen diese frühen Maßnahmen waren nur der Anfang der nationalsozialistischen Kampagne gegen Homosexuelle drei Ereignisse in den Jahren 1934 bis 1936 radikalisierten die Kampagne des NS-Regimes gegen Homosexualität und führten zu einer systematischeren Unterdrückung schwuler Männer das erste Ereignis war die Ermordung von Ernst Röhm und anderen sa-führern im Juni Juli

1934 diese Morde veränderten die Art und Weise wie die NS-Propaganda über Homosexualität sprach Röhm und die anderen SA-Führer wurden auf Befehl Hitlers im Kontext eines Machtkampfs in den höchsten Führungsebenen der deutschen Regierung und der NSDAP ermordet doch nach der Säuberung nutzte die NS Propaganda Röhm sexuell Orientierung um die Morde zu rechtfertigen dabei machten sie sich da Vorurteile eines Großteils der deutschen Bevölkerung gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen zu Nutze zweitens überarbeiteten die Nazis im

Juni 1935 den Paragraphen 175 des deutschen Strafgesetzbuches der sexuelle Beziehungen zwischen Männern verboten die neue Fassung des Gesetzes stellte eine Vielzahl von intimen und sexuellen Verhaltensweisen unter Strafe darüber hinaus sah die Neufassung vor dass nicht einvernehmliche und erzwungene Handlung zwischen Männern mit bis zu 10 Jahren Zwangsarbeit bestraft werden konnten die Neuregelung gab dem NS-Regime die notwendigen rechtlichen Mittel an die Hand um Männer die gleichgeschlechtliche Praktiken ausüben in weitaus größerer

Zahl als zuvor zu verfolgen und zu bestrafen schließlich richtete Heinrich Himmler SS-Führer und Chef der deutschen Polizei 1936 die reichszentrale zu Bekämpfung von Homosexualität und Abtreibung ein diese Stelle war Teil der Kriminalpolizei Kripo und arbeitete eng mit der Gestapo zusammen der notorisch homophobe Himmler sah sowohl in der Homosexualität als auch in der Abtreibung eine Bedrohung für die deutsche Geburtenrate und damit für das Schicksal des deutschen Volkes die nationalsozialistische Kampagne gegen

Homosexualität verschärfte sich in den Jahren 1935 bis 1936 von diesem Zeitpunkt an konzentrierte sich das Regime weniger auf die Schließung von Schwulen Treffpunkten stattdessen priorisierte das NS-Regime die Verhaftung einzelner Männer nach § 175 nach dem Verständnis der Nazis waren diese Männer Homosexuelle Straftäter und damit Kriminelle und Staatsfeinde Himmler glaubte dass die Verfolgung dieser Männer zum Schutz zur Stärkung und zur Vermehrung des deutschen Volkes notwendig sein erwies die Kripo und die Gestapo an eine

Kampagne gegen Homosexualität zu führen und das taten sie auch diese Polizeikräfte setzen Razzien Denunziationen und harte Verhör und Foltermethoden ein um Männer aufzuspüren und zu verhaften von denen sie glaubten dass sie gegen Paragraph 175 verschließen Mitte bis Ende der 1930er Jahre führte die Polizei Razzien in Bars und anderen Treffpunkten durch von denen sie annahmen dass sie bei schwulen Männern beliebt waren die Polizei errichtete Absperrungen und Bars oder anderen Treffpunkten und verhärte jeden der

verdächtig erschienen einige Männer die bei Razzien gefasst wurden kamen wieder frei wenn keine Beweise gegen sie Vorlagen diejenigen die die Polizei für schuldig hielt wurden wegen Verstößen gegen den Paragraphen 175 vor Gericht gestellt und in einigen Fällen direkt in ein Konzentrationslager deportiert die Polizei Razzien waren öffentliche und aufsehenerregende Veranstaltungen mit ihren Razzien bedrohte die Polizei Homosexuelle Gemeinschaften und Einzelpersonen und schüchterte sie ein die Razzien waren jedoch nicht besonders

effektiv wichtiger waren Hinweise oder Denunziationen aus der Bevölkerung um Männer wegen angeblicher Verstöße gegen den Paragraphen 175 ausfindig zu machen ein Nachbar ein Bekannter ein Kollege ein Freund oder ein Familienmitglied konnte seinen Verdacht bei der Polizei melden viele Deutsche teilten die Einstellung der Nazis zur Homosexualität Denunzianten bezeichneten diejenigen die sie anzeigen als verweichlicht unmännlich und pervers im Gegensatz zu Razzien waren Denunziationen ein sehr wirksames Repressionsinstrument das zu

10000 Verhaftungen und Verurteilungen führte Gestapo und Kripo verhörten sowohl Männer die bei Razzien festgenommen wurden als auch solche die denunziert wurden während dieser oft physisch und psychisch brutalen Verhöre bestand die Polizei häufig auf vollständigen Geständnissen unter dem Druck harter Verhör und Foltermethoden wurden die Männer gezwungen ihre Sexualpartner zu nennen dies wiederum half der Polizei weitere Männer zu identifizieren die verhaftet und verhört werden sollten auf diese Weise gelang es der Polizei ganze

Netzwerke schwule Männer aufzuspüren homosexuelle Männer reagierten auf die Verfolgung durch die Nazis auf unterschiedliche Weise und nicht alle Schwulen trafen die gleichen Entscheidungen auch hatten sie nicht alle die gleichen Möglichkeiten schwule Männer die vom NS-Regime als arisch eingestuft wurden hatten weitaus mehr Möglichkeiten als solche die als Juden oder Roma und Sinti klassifiziert wurden und vor allem aus rassistischen Gründen verfolgt wurden einige schwule Männer versuchten ihre Sexualität zu verbergen und sich nach

außen hin anzupassen einige brachen den Kontakt zu ihren Freundeskreisen ab oder zogen sich aus der Öffentlichkeit zurück andere zogen in neue Städte aufs Land oder sogar in andere Länder einige schwule Männer gingen auch scheint ihn ein es gab schwule Männer die aus politischen und persönlichen Gründen das Risiko des Widerstands gegen den NS-Staat auf sichnahmen sie halfen Juden sich zu verstecken oder schlossen sich im Untergrund Widerstandsgruppen an so wie William arrondäus ein schwules Mitglied des niederländischen

Widerstands der am 27 März 1943 während der deutschen Besetzung der Niederlande an einem Angriff auf das amsterdame Einwohnermeldeamt teilnahmen seiner Gruppe gelang es 800.000 Personalausweise von Juden und anderen von den Nazis gesuchten Personen zu zerstören was 15% der angelegten Akten entsprach kurz nach dem Anschlag wurde seine Einheit jedoch verraten und Aron Deus wurde am ersten April 1943 verhaftet er bekannte sich schuldig und übernahm die volle Verantwortung für die Aktion was der Grund dafür sein könnte

dass zwei junge Ärzte von der Hinrichtung verschont blieben und stattdessen zu Freiheitsstrafen verurteilt wurden vor seine Hinrichtung sorgte aronius dafür dass die Öffentlichkeit erfuhr dass er und zwei weitere Männer der Gruppe schwul waren er sagte seinem Freund und Anwalt sagt den Leuten das homosexuelle mutig sein können will im aronius wurde am ersten Juli 1943 im Alter von 48 Jahren hingerichtet nicht alle der rund 100.

000 Männer die während des Nazi-Regimes aufgrund der § 175 verhaftet wurden teilten dasselbe Schicksal in der Regel führte eine Verhaftung zu einem Gerichtsprozess das Gericht sprach den Angeklagten entweder frei oder verurteilte ihn zu einer festgesetzten Haftstrafe die Verurteilungsquote lag bei etwa 50%.

 die meisten verurteilten Männer wurden nach Verbüßung ihrer Haftstrafe entlassen in selteneren Fällen wiesen die Kripo oder die Gestapo einen Mann als Homosexuellen Straftäter direkt in ein Konzentrationslager ein in der Regel aber nicht immer waren die Männer die in die Konzentrationslager geschickt wurden mehrfach verurteilt oder es lagen andere Gründe vor die eine solche Maßnahme nach Ansicht der Nazi Behörden rechtfertigten zwischen 5000 und 15.

000 Männer wurden als Homosexuelle Straftäter in Konzentrationslagern inhaftiert diese Gruppe von Häftlingen musste in der Regel den rosa Winkel Tragen der auf die lageruniform genäht wurde anhand dieser Abzeichen konnten die SS-Wachen den vermeintlichen Grund für die Inhaftierung erkennen das rosafarbene Dreieck machte auf diese Häftlinge als eigenständige Gruppe innerhalb des KZ-Systems aufmerksam viele Überlebende berichteten dass die Häftlinge mit dem rosa Winkel zu dem am meisten misshandelten Lager Insassen gehörten es ist Wachen ermordeten Homosexuelle

Häftlinge aus purer Grausamkeit und bei satistischen Spielen es ist überliefert dass die SS die rosa Dreiecke auf der Brust der Männer als Zielscheiben für Schießübungen benutzte Mitte 1942 wurden in Sachsenhausen fast alle der 200 Homosexuellen Häftlinge hingerichtet manchmal wurden die Häftlinge mit dem rosa Winkel zu den härtesten Arbeiten im Lagersystem eingeteilt in Mauthausen und Flossenbürg war es gängige Praxis Homosexuelle Häftlinge zu Tode zu finden was dann als natürliche Todesursache vermerkt wurde

oft wurden sie nicht nur körperlich sondern auch sexuell misshandelt die Häftlinge mit dem rosa Winkel wurden sowohl von den lagerwachen als auch von Mitgefangenen vergewaltigt sie wurden geschlagen und öffentlich gedemütigt im Konzentrationslager Buchenwald wurden schwule Häftlinge zu Forschungszwecken gegen Typhus behandelt oder anderen unmenschlichen medizinischen Experimenten unterzogen wie dem Versuch ihre sexuelle Orientierung durch das Implantieren eines Pellets das Testosteron freisetzte zu ändern die meisten der Opfer starben kurz

darauf Homosexuelle Häftlinge wurden auch für die Erprobung von Opiaten und Pervitin eingesetzt oder erhielten in Sachsenhausen experimentelle Behandlungen gegen Phosphor Verbrennungen ab November 1942 hatten die Kommandanten der Konzentrationslager offiziell die Befugnis die Zwangskastration von Häftlingen mit dem rosa Winkel anzuordnen aus Angst vor Schuldzuweisungen mieten die ohnehin schon voreingenommenen mit Gefangenen diese Häftlinge die in der Häftlings Hierarchie auf der untersten Ebene rangierten isoliert und machtlos waren

Homosexuelle Häftlinge profitierten nur selten von der Solidarität der anderen Häftlinge die vielen Lager Insassen das Überleben ermöglichte z.B durch den Zugang zu Lebensmitteln und Kleidung Josef Kohut der nach Paragraf 175 inhaftiert war war 24 Jahre alt als er im März 1939 verhaftet wurde nachdem seine Weihnachtskarte an seinen männlichen Liebhaber abgefangen worden war nach dem Krieg erinnerte er sich daran dass in Sachsenhausen wo er im Januar 1940 ankam schwule Männer keine Verantwortung tragen durften sie durften

nicht mit Häftlingen aus anderen Blocks oder mit anderen Abzeichen sprechen weil man glaubte sie würden versuchen die anderen Häftlinge zu verführen ihr Block war nur mit Homosexuellen belegt etwa 250 Männer in jedem Flügel nachts war es so kalt dass sich an den Fensterscheiben eine Zentimeter dicke Eisschicht bildete aber trotzdem mussten die Homosexuellen Häftlinge im Nachthemden schlafen und ihre Hände außerhalb der Bettdecke gehalten dies sollte verhindern dass sie masturbierten jede Nacht gab es mehrere

Kontrollen und wer ohne Unterwäsche oder mit den Händen unter der Decke erwischt wurde wurde nach außen gebracht mit mehreren Eimern Wasser übergossen und mussten eine Stunde lang in der Eiseskälte stehen nur wenige Männer überlebten diese Behandlung es war ihnen auch verboten sich den anderen Blöcken auf mehr als fünf Meter zu nähern und wer dabei erwischt wurde wurde auf dem Pferd ausgepeitscht und erhielt mindestens 15 bis 20 Peitschenhiebe Josef Kohut überlebte und lernte 1946 seine Lebensgefährtin kennen mit der er

bis zum Tod im Jahr 1994 im Alter von 79 Jahren zusammen blieb wenn die Häftlinge deutschsprachig waren genossen sie in den Konzentrationslagern einen gewissen Schutz denn sie erhielten Zugang zu weniger beschwerlichen arbeiten beispielsweise in der Verwaltung einige jüngere attraktivere Männer konnten sich durch eine sexuelle Beziehung zu einem capo oder ss-fachmann Vorteile verschaffen dennoch erschwerte die typischerweise isolierte Lage der Homosexuellen Häftlinge ihr Überleben erheblich man geht davon aus dass mindestens 3.100

bis 3.600 Häftlinge mit dem rosa Winkel in den Lagern starben schwule Männer konnten natürlich auch aus anderen Gründen als ihrer Sexualität in Konzentrationslagern inhaftiert und verfolgt werden einige schwule Männer wurden als politische Oppositionelle als Juden oder als Angehörige andere häftlingskategorien in die Lager geschickt in diesen Fällen war ihre Sexualität im allgemeinen zweitrangig gegenüber dem Grund ihrer Inhaftierung und sie trugen das Abzeichen dass ihre offiziellen häftlingskategorie entsprach

der Zweite Weltkrieg begann am ersten September 1939 die Zahl der gemäß Paragraph 175 verhafteten Männer ging während der Kriegsjahre zurück da die Anforderungen eines totalen Kriegs voran vor der nationalsozialistischen Kampagne gegen Homosexualität hatten viele Männer die nach Paragraph 175 verurteilt worden waren traten in das deutsche Militär ein oder wurden ein berufen das Militär brauchte diese Rekruten und in den meisten Fällen wurde die Sexualität eines Soldaten als zweitrangig betrachtet so auch im Fall

von Albrecht Becker einem deutschen Produktionsdesigner Fotografen und Schauspieler der vom NS-Regime wegen des Vorwurfs der Homosexualität inhaftiert wurde gegen Ende des Krieges als die deutsche Armee mehr Männer brauchte wurde Bäcker jedoch entlassen um an der Ostfront zu dienen was er bis 1944 Tat Albrecht Becker gehörte zu denjenigen die den Krieg überlebten und er starb 2002 im Alter von 95 Jahren in Hamburg bei Kriegsende vernichteten die Nazis zahlreiche Akten darunter auch das Archiv der reichszentrale zu Bekämpfung

der Homosexualität und das Schwangerschaftsabbruchs wissenschaftler schätzen dass es während des NS-Regimes etwa 100.000 Verhaftungen nach Paragraph 175 gab in mehr als 53.000 Fällen kam es zu Verurteilungen im Frühjahr 1945 befreiten alliierte Soldaten die Konzentrationslager und ließen die Gefangenen frei darunter auch diejenigen die den rosa Winkel trugen doch das Ende des Krieges und die Niederlage des Nazi-Regimes brachten keine umfassende Befreiung für schwule Männer die nicht nur in der deutschen Gesellschaft ausgegrenzt blieben

sexuelle Beziehungen zwischen Männern blieben in Deutschland weiterhin illegal viele Männer die wegen angeblicher Verstöße gegen den Paragraphen 175 verurteilt worden waren blieben auch nach dem Krieg im Gefängnis und weitere zehntausende wurden in der Nachkriegszeit verurteilt in Ostdeutschland wurde Homosexualität erst 1968 entkriminalisiert in Westdeutschland 1969 erst in den 1990er Jahren erkannte die deutsche Regierung verfolgte Homosexuelle als Opfer des NS-Regimes an als die Regierung 2002 die Verurteilungen aufgrund des Paragraphen

175 aus der Nazizeit aufhob hatten schwule Männer die unter den Nazis gelitten hatten zum ersten Mal Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung für das erlittene Unrecht durch die deutsche Regierung aufgrund der fortbestehenden Vorurteile gegen gleichgeschlechtliche Sexualität und der fortdauernden Strafverfolgung nach Paragraph 175 bis ins später 20 Jahrhundert wagten es viele schwule Männer nicht über ihre Erlebnisse in der Nazizeit zu sprechen oder zu schreiben wir dürfen diese Männer nie vergessen die sterben oder bis ans ihr Lebensende

gezeichnet bleiben wenn sie überlebten ihre Geschichten und ihr leiden müssen uns für immer an die Gefahren von Diskriminierung Rassismus und Hass erinnern denn oft wiederholt sich Geschichte vielen Dank dass du dir den World History Kanal angeschaut hast Klick auf Gefällt mir abonniere unseren Kanal und aktiviere die Benachrichtigungen um keine Folge zu verpassen vielen Dank und bis zum nächsten Mal auf unserem Kanal

 

You Might Also Enjoy