Was geschah mit Martin Bach (34) in Hagen? Ein rätselhafter Fall aus 2007 – True Crime Podcast – Ty
Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, und damit ein herzliches Willkommen, hallo, hallo zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crimeime. Schön, dass ihr diesmal auch alle wieder reinhört oder reinschaut, je nachdem, wo ihr mich gerade hört oder seht, bzw.
Also die Bilder seht mich natürlich eigentlich eher selten. Ihr Lieben, heute gibt es eine Folge über einen vermissten Fall, den ich euch schon mal im Jahr 2022 vorgetragen hatte. Das war aber gerade so die Zeit, wo ich angefangen hatte überhaupt ja so ein paar mehr Folgen für den Podcast zu produzieren und die ist halt relativ kurz ausgefallen und wurde dem Fall nicht ganz so würdig, würde ich mal sagen.
Es geht dabei um das mysteriöse Verschwinden von Martin Bach. Das ist ja ein Langzeitvermissten Fall. Man muss dazu sagen, es gibt nicht viele Neuigkeiten in diesem Fall, aber ich wollte euch den noch mal in Gänze vorstellen und hoffe, ich habe ihn ja bestmöglich für euch zusammengetragen. Und ich würde sagen, wir starten jetzt einfach mal mit dem Fall von Martin Bach.
Martin lebte mit seiner Ehefrau Tanja, den Namen habe ich verändert und so vom Sternbericht übernommen, aber das ist nicht der richtige Name der Frau und der gemeinsamen Tochter in einem Anbau, der an sein Elternhaus angrenzte. Also, sie haben quasi direkt neben dem Elternhaus bzw.
ans Elternhaus dran eben ihren Haustteil gebaut. Und Tanja und Martin lernten sich einst erstmal in einer Arztpraxis kennen, wo Tanja gearbeitet hat und die beiden verliebten sich und wurden schlussendlich auch ein Paar. ist natürlich auch ein bisschen ungewöhnlich, sich in der Arztpraxis kennen und lieben zu lernen, aber so ist es bei den beiden scheinbar gewesen.
2001 kam die gemeinsame Tochter zur Welt, die Martin über alles geliebt haben soll und alles für seine Kleine getan haben soll. Drei Jahre später entscheidet sich das Paar dann zu heiraten. 2005 überschrieben Martins Eltern Hans und Renate ihrem Sohn das Grundstück in Aukrug. Siehielten allerdings das lebenslange Wohnrecht dort.
Augrug liegt übrigens zur Einordnung im Kreis Renzburg Erkannt förde in Schleswig-Holstein so eine halbe Stunde von Kiel entfernt. Martin war von Beruf Betonbauer und Tanja war wie eben schon erwähnt Arzthelferin damals. Und finanziell soll die Familie gar nicht so schlecht dargestanden haben. Am Anbau machte Martin nämlich auch viel selbst, soll handwerklich geschickt gewesen sein und seine Tochter bekam z.B.
von ihm auch eine selbstgebaute Schaukel in den Garten und auch am Balkon wckelten Hans Bach und sein Sohn zusammen. Später beschreibt Hans Bach sein Sohn Martin als lustig, Fußball begeistert und Sport begeistert. Martins Frau kommt nicht aus Aukrug, sondern ist wohl in Hagen in Westfalen nahe Dortmund aufgewachsen und hatte dort auch ihre Familie oder zumindest Teile davon.
2007 war Martin übrigens 34 Jahre alt und seine Ehefrau Tanja 32 Jahre. Die gemeinsame Tochter war 6 Jahre alt und kurz vor ihrer Einschulung. Am 1. Juni 2007 stand eine Familienfeier an, die von Tanjas Onkel gewesen ist. Er feierte seinen 60. Geburtstag, aber natürlich nicht in der Nähe von Aukruk, sondern in Hagen in Westfalen in einem Vereinsheim.
Und Tanja wollte wie ca. 80 andere Gäste auch gerne daran teilhaben. Martin war wohl noch ziemlich unentschlossen, ob er ins über 400 km entfernte Hagen mitfahren wolle. Tanja fragte ihn dann amer Juni, als er gerade mit seinem Vater am Balkonboden irgendwas am Werkeln war draußen, ob er denn nun mitwolle, sonst fahre sie alleine.
Martin entschloss sich dann kurzfristig mit nach Hagen zu fahren. Die kleine Tochter verblieb bei den Großeltern, die schon planten mit der kleinen dann später auf einen Spargelfest zu gehen. So machte sich das Paar mit ihrem VW Polo Richtung Hagen. Genauer gesagt Hagen Eckesai. Ich hoffe, ich spreche das jetzt überhaupt richtig aus.
Gegen 19:30 Uhr kommen die beiden dann noch erst am Vereinsheim des Tus Eintracht Eckesai, das sich in der Droste Hülzhofstraße befand an. Es war nichts Besonderes von der Location her, bietete aber wohl viel Platz für die mindestens 80 Gäste der Geburtstagsfeier. Martin kannte die wenigsten der Gäste dort, Tanja natürlich, dafür umso mehr.
Das Vereinsheim steht frei auf einer Grünfläche mit Parkmöglichkeiten. Dahinter fließt der Fluss Volme. Auch eine Bundesstraße ist in der Nähe. Am Abend der Feier wird natürlich viel getrunken, gelacht, getanzt und Tanja unterhält sich mit fast allen Gästen an diesem Abend. Gegen 1:30 Uhr in der Nacht steht Tanja gerade mit ihrem Cousin hinter dem Tresen und unterhält sich mit ihm.
Und da soll es dann laut Aussage von Tanja zum Streit zwischen ihr und Martin gekommen sein. Er sei eifersüchtig gewesen. Da stellt sich eben nur die Frage, auf was ist er da wirklich eifersüchtig gewesen? Erst streiten sich die beiden im Vereinsheim, verlagern dann das Ganze aber nach draußen, damit es eben nicht jeder mitbekommt.
Und Martin wollte dann in seinem angetrunkenen Zustand noch mit dem gemeinsamen PKW wegfahren. Tanja wollte das verständlicherweise natürlich nicht und laut ihrer Aussage stellte sie sich dann vor den VW Polo und er soll sie aber dann beiseite geschoben haben und dann kam es zu einem kleinen Gerangel. Es gelingt Tanja dann den Autoschlüssel zu bekommen.
Daraufhin verlässt aber Martin dann das Grundstück von diesem Vereinsheim und geht rechts die Droste Hüllshofstraße entlang und biegt dann nach wenigen Metern links in die Lenausstraße ein. In Höhe der Hausnummer 15 setzt er sich vor die Treppenstufen vom Eingang eines Meerfamilienhauses. So die Aussage von Tanja.
Er soll ihr gesagt haben, er wolle die Scheidung. Daraufhin wurde Tanja wütend, aufhalt Martin und steckt ihm ihren Ehering in sein T-Shirt. Sie möchte nicht mehr auf der Geburtstagsfeier bleiben, verständlich, wenn man so viel Krach mit dem Ehemann hat. Und geht ganz kurz zurück, um ihre Jacke zu holen und kehrt dann nach eigener Aussage nach ca.
5 Minuten schon zurück in die Lehenausstraße. Aber Martin saß nicht mehr auf dem Stufen vor dem Haus. Er sei weg gewesen. Wo ist also der 34-jährige 186 große 88 kg schwere sportliche Mann damals bekleidet mit einem rosafarbenen Hemd, einem weißen T-Shirt und Jeans bloß hin. Wie Tanja später auch der Polizei erzählen wird, sucht sie ihren Mann in dieser Nacht, läuft die Lenaustraße unter anderem auf und ab.
Sie nimmt die Hilfe ihrer Mutter in Anspruch und beide fahren im PKW die Straßen rauf und runter. Halten ausschau nach Martin, aber sie finden ihn einfach nicht. Tanja entschließt sich dann irgendwann in dieser damaligen Nacht im VW Polo zu übernachten am Vereinsheim. Falls Martin zurückkehrt, wüsste er genau, wo seine Frau ist und müsste sie nicht suchen.
Es sei eine unruhige Nacht gewesen, aber Martin ist nicht aufgetaucht. Man muss aber auch dazu sagen, dass Martin nicht viel bei sich hatte. 50 € soll es gewesen sein. Seine EC-Karte hatte er dabei, seinen Führerschein und sonst nichts. Das Handy ist nämlich dummerweise im Auto liegen geblieben und der Personalausweis soll zu Hause gelegen haben. Zwei Tage später am 3.
Juni 2007, Sonntag kehrt Tanja allein nach Aug zurück. Martins Eltern erzählt sie, Martin sei einfach von der Feier abgehauen. Ihre Tochter allerdings erzählt sie erstmal nur, dass der Papa noch länger in Hagen geblieben sei, damit die Kleine sich eben keine Sorgen mache. Hansbach ärgert sich damals noch über seinen Sohn.
Er ging aber damals natürlich davon aus, dass Martin sehr wahrscheinlich bald nach Hause kommen würde. Am Sonntag aber erscheint Martin nicht in Augrug. Am Montag dann, dreh Tage nach dem Verschwinden Martins entscheidet sich Tanja dann zur Polizei in Neumünster zu gehen, meldet ihren Mann dort als vermisst. Martin sei immer sehr zuverlässig gewesen, gibt sie dort an, auch gerade im Umgang mit seiner Tochter.
Er hätte sie nicht einfach zurückgelassen im Unklaren normalerweise. Allerdings sei es öfter schon einmal vorgekommen, dass er eingeschnappt gewesen ist und hätte dann auch größere Strecken zurückgelegt, sei aber auch immer wieder nach Hause gekommen. Der Polizei kommt das Verschwinden von Martin merkwürdig vor. Denkbar war es natürlich auch, dass ihm etwas zugestoßen ist, er verunglückte oder sich vielleicht doch suizidiert haben könnte.
Tanja allerdings hält ein Suizid für äußerst abwegig. Auch könnte natürlich eine Straftat dahinter stecken, denn in wenigen Tagen nach seinem Verschwinden gab es keinerlei Kontakt mehr zur Familie, keinerlei Lebenszeichen. Da muss ja irgendetwas passiert sein. Die Polizei leitet eine vermissten Fandung ein. Seine Personalien werden also im System gespeichert.
Sollte Martin also irgendwo mal kontrolliert werden, so weiß jeder direkt, dass er eben als vermisst geldt. Eine richtige Suche nach Martin startet aber erstmal so gar nicht, zumindest nicht mehr, wie man so vom Schreibtisch aus tun konnte. Man befragte aber Krankenhäuser und Obdachlosenunterkünfte. Dort fand sich aber niemand ein, der auf die Beschreibung von Martin passte.
Auch bei seinem Arbeitgeber hat er sich in der Zwischenzeit nicht gemeldet. Man hätte ja denken können, dass er vielleicht da anruft und sich krank gemeldet hätte. Z.B. da Martin ja seine EC-Karte dabei hatte, prüfte man auch dort, ob es Kontobewegungen gab, denn mit nur 50 € wäre er ja nicht besonders weit gekommen.
Zumindest nicht, wenn er sich vielleicht erstmal hätte eine Unterkunft mieten wollen, dann hätte er ja Zugriff auf sein Bankkonto gebraucht. Kollegen und Freunde werden auch von der Polizei befragt. Niemand von ihnen schildert den Gedanken, dass Martin unter Depressionen gelitten haben könnte. Sie schildern ihn als großartigen Vater für seine kleine Tochter verlässlich und fürsorglich.
Bestätigen also im Endeffekt die Aussagen der Ehefrau. Tanja bleibt aber nicht untätig. Sie soll in Neumünster und wohl auch in Hagen Plakate aufgehangen haben. Darauf steht unter anderem: “Lieber Martin, alles was passiert ist gewesen. Der Name der Tochter steht auch noch mit drauf und lieben dich über alles und brauchen dich ganz dringend.
Wir vermissen dich ganz doll. Komm bitte wieder zurück nach Hause. Ja, so ungefähr stand das auf dem Plakat und auch ein großes Foto von Martin mit drauf und auch bittet sie die Polizei in Neumünster dann die Gegend in Hagen mit einer Polizeikette und gegebenfalls auch mit dem technischen Hilfswerk oder der Feuerwehr doch mal abzusuchen, falls es wirklich ein Unfall z.B. gewesen ist.
Die Polizei aber sieht dafür keinen Anlaß, ob es jemals überhaupt Suchaktionen mit Manpower äh nach Martin gegeben hat, kann ich euch gar nicht sagen. Also, ich habe keinerlei Artikel darüber gefunden, wenn ich ganz ehrlich bin. Weshalb man nicht intensiver gerade auch in Hagen nach Martin gesucht hat, bleibt mir wirklich ein Rätsel.
Es wurde aber auch im späteren noch etwas getan, wenigstens, aber dazu komme ich später noch. Auch Hans Bach und seine Frau sind mittlerweile am Ende ihrer Kräfte. Am Anfang dachten sie noch, ihr Sohn wäre nur etwas sauer auf Tanja und berappelt sich wieder. Und bald würde sicherlich alles gut sein. Er würde nach Hause kommen und es würde alles wieder seinen gewohnten Gang gehen.
Aber dass es so endet, damit hat natürlich damals niemand gerechnet. Renate Bach schneidet jeden Zeitungsartikel aus, den es über ihren Sohn gibt, teils auch Artikel von Interviews ihrer Schwiegertochter und sammelt diese alle in einem Ordner in Klarsichthüllen. Gesundheitlich aber geht es ihr immer immer schlechter. Hans Bach kontaktiert seinen Bruder Werner, der zufällig Rechtsanwalt ist.
Er erzählt ihm z.B., dass Martin doch noch für eine kommende Party zugesagt hat, auf die er sich freute mit seinem Kumpel. Sollte er wirklich abgehauen sein, muss dieser Schluss also auch wirklich sehr spontan von ihm gekommen sein, sich z.B. abzusetzen und seine Tochter alleine lassen.
Alle sind sich eigentlich einig, das passte nicht zu Martin Bach. Wernerbach sieht es als Onkel und Anwalt eher pragmatisch. Auch er würde nicht denken, daß er seine Tochter einfach alleine gelassen hätte. Und alle Angaben beruhen doch aber nur auf Aussagen von der Ehefrau Tanja. Die beiden Brüder sind sich in einer Sache einig. Tanja und Martin hatten schon seit längerer Zeit eine Krise.
Martins Eifersucht sei begründet gewesen, ohne näher ins Detail dabei zuugehen. Und ohne Handy abzuhauen, es im Auto zu lassen, würde auch überhaupt nicht zu Martin passen. Sind die beiden sich einig? Was wenn alles ganz anders war wie von Tanja dargelegt? Die beiden entschließen sich noch mal einen Bericht bei der Polizei zu erstatten.
Werner Bach nimmt seinem Bruder als Anwalt diese Aufgabe damals ab, berichtet auf der Polizeidienststelle in Neumünster dann von Spannungen in der Ehe und äußert klar den Verdacht eines Gewaltverbrechens. Tanja wird daraufhin noch mal von der Polizei angehört. Diesmal ist es eine offizielle Zeugenvernehmung, aber Widersprüche können Sie keine erkennen.
Auch Tanjas Mutter, die er in der Nacht mit dem Auto gesessen haben soll, wurde befragt, aber die Aussagen decken sich so ziemlich mit denen von Tanja. Ein Zeuge, der draußen an der Forte gestanden haben soll, gab an, daß Martin wohl handgreiflich werden wollte draußen. Tanja und ihre Mutter wären dann weitergegangen in Richtung einer Schule, nicht genau benannt, was er jetzt damit meinte.
Er soll auf jeden Fall dann zurück in den Saal gegangen sein. Als einziger Mann natürlich auch nicht so eine tolle Aktion, finde ich, falls jemand wirklich handgreiflich werden wollte, die Frauen oder die Frau dann einfach mit dem Mann draußen nachts alleine zu lassen. Vielleicht seht ihr das anders, aber ich finde es von diesem Mann ziemlich komisch, dass er einfach reingegangen ist und sich da nicht eingemischt hat.
Einige Zeugen hatte man im Fall Bach gar nicht erst befragt. Eine Cousine soll wohl auch auf dem Parkplatz gewesen sein. Oder ein Bekannter von Tanja, der ihr entgegenkam, als sie ihre Jacke holte. Er soll sie gewarnt haben, alleine zu Martin zu gehen. Ähm ja, aber anstatt dann mal mitzugehen, lässt er auch da Tanja wieder alleine.
Also die Männer in dieser Nacht waren nicht gerade ja so hilfsbereit. Ähm Tanja gegenüber. Finde ich ein bisschen schade, wenn es denn so gewesen sein sollte. Aber dass man diese Zeugen gar nicht erst bei der Polizei befragt hat, finde ich auch so ein bisschen rätselhaft, weshalb man das nicht getan hat. Aber der Kriminalkommissar Herr Bötscher hat eben auch keinen Anhalt auf ein Verbrechen im Fall Martin Bach gesehen.
Er hatte die Akte sogar der Mordkommission vorgelegt. Die sollten mal drüber schauen, ob sie eben denken, den Fall übernehmen zu wollen. Aber die haben auch keinen Anhalt auf ein Verbrechen gesehen und haben demnach den Fall dann auch nicht übernommen. Man geht also seitens der Polizei von einem gewöhnlichen vermissten Fall aus und keinem Verbrechen.
Hansbach wollte das so nicht hinnehmen und engagierte einen Privatdetektiv damals. Dieser sagte, dass die Gegend um das Vereinsheim herum düster sei. Also eine Gegend, wo man am Abend nicht unbedingt mehr hingehen sollte bzw. in der Nacht. Er ist recht nicht so, denke ich, dann auch noch alkoholisiert oder sowieso so ein bisschen geladen aufgrund des Streits mit der Ehefrau, dass Martin aber noch Streit mit jemanden hatte, als Tanja sich kurz von der Lenausstraße entfernte, darüber ist nichts bekannt und das glaube ich ehrlich gesagt auch
nicht. Und es wäre ihm ja auf diesen kurzen 5 Minuten, wo sie weg war, irgendjemand begegnet, als er sich da auf dieses Treppchen gesetzt hat. Ähm, das kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Ganz auszuschließen ist es natürlich aber nie. Das muss man ganz klar so sagen. Und was noch im Fall von Martin Bach übrigens getan wurde, ist sein Handy zu checken.
Das LKA hatte das damals ausgewertet. Darauf gab es aber keine Kontakte oder Nachrichten, die außergewöhnlich gewesen wären. Der Sommer 2007 verging dann und Martin blieb verschwunden. Seine Tochter kommt in diesem Sommer damals in die erste Klasse und ihr stolzer Vater ist leider nicht dabei. Der Opa bringt die Kleine ab und zu noch zur Schule, aber der Kontakt nimmt ab, denn Tanja und die Eltern von Martin, ja, da gibt es jetzt immer mehr Diskrepanzen, nenne ich das mal, sehr viel Misstrauen auch von der Seite von Martins Eltern Tanja gegenüber
und das fand sie natürlich nicht so toll, da s sage ich mal ähm für verantwortlich gemacht zu werden oder dass sie irgendwie etwas mit dem Verschwinden vom Sohn zu tun hat und vielleicht einfach nichts sagt. Also, das war wohl so ein bisschen der Eindruck von ähm den Eltern von Martin, so wie ich das aus den Artikeln entnehmen konnte.
Und der Kriminalhauptkommissar Böttja besucht Tanja übrigens auch noch mal, aber nicht um sie noch mal zu befragen. Er hatte eine DNA Probe entnommen von Martins Rasierer. Diese Probe wurde zusammen mit dem Zahnschema von Martin in die Datei der vermissten und unbekannten Toten angelegt. Sollte also irgendwann mal eine Leiche auftauchen, könnte man diese direkt vergleichen mit Martins DNA und wüsste eben, ob er es ist oder eben nicht.
Und wenige Zeit später von der Zeit, wo ich eben schon erzählte, wo es die Diskrepanzen gegeben hat, zieht dann Tanja auch aus dem Anbau der Schwiegereltern aus in einen Nachbarort. Die Spannungen waren ja einfach zu viel, das Misstrauen zu groß und sie fühlte sich dort einfach nicht mehr wohl. Ich denke, das ist auch sehr verständlich. Auch der Kontakt der Bachs zu ihrer Enkelin bricht leider nach und nach immer mehr weg.
Es bleiben also nur noch die Erinnerungen an ihre Enkelin und an ihren Sohn, der seine Tochter doch so sehr geliebt hat. Nur wo ist Martin geblieben? 14 Monate nach seinem Verschwinden entschließlich die Polizei in Hagen dann doch mal zu einem Einsatz, nämlich den Einsatz mit Mrailerhunden. Das war damals noch relativ neu. Die Polizei sucht dort das erste Mal den Ort des Verschwindens auf.
Das muß man sich auch mal vorstellen nach 14ehn Monaten. Der erste Spürhund bekommt dann auch eine Geruchsprobe von der Hose von Martin. Gestartet wurde am damaligen Vereinsheim. Der Hund geht dann einige hundert Meter weiter Richtung einer Tankstelle und dort die Böschung hinunter zum Fluss folmee. Und dort ist das Gebüsch aber so dicht, dass man nicht weiter suchen konnte, aber es ging eben schon so zum Wasser runter.
Aber eine Spur zum Wasser finde ich hört sich immer gar nicht gut an. Wobei ich meine von euch damals bei der ersten Folge mal gehört zu haben, dass die Folme nie einen sehr hohen Wasserstand gehabt habe, zumindest nicht zum damaligen Zeitpunkt, dass man Martin nicht hätte dort finden können. Da ich die Gegebenheiten vor Ort aber nicht kenne, kann ich dazu leider gar nichts sagen.
Ich habe aber bei YouTube mal ein zwei ähm kleine Bilder mit so ein bisschen Text zur Folme ähm eingefügt. Das äh ja liest sich dann mal nach Hochwasser und mal so nach gar nichts. Ähm ich kann es wie gesagt gar nicht einschätzen, ob da jemand aus so lange Zeit ähm einfach nicht gefunden werden könnte. Dann wird aber damals noch eine Hündin angesetzt.
Das ist auch recht üblich, dass man das nicht nur bei einem Hund belässt. Und die Hündin läuft dann vom Vereinsheim auch zur Tankstelle, also auch wieder eine Spur zur Tankstelle von beiden Hunden. Sie schlägt dann aber eine andere Richtung ein, läuft die Fuhrparkstraße hinauf und landet bei den Hagener Entsorgungsbetrieben.
Hört sich ehrlich gesagt auch nicht so gut an und bleibt auf einer Brücke stehen, die über das Fernverkehrsschienenband führt. Also da, wo auch die Züge dann fahren. Beide Hunde, so halten wir jetzt mal fest, haben nur anfangs den Weg eingeschlagen, den Tanja der Polizei genannt hat. Wobei ich das jetzt hier nicht bewerten möchte, denn oft gehen Hunde ja der frischesten Spur nach, aber demnach wäre diese eigentlich dann ja nicht vom Vereinsheim gewesen.
Er kann aber auch von der Lenaustraße natürlich diese Richtung eingeschlagen haben. An den Hauseingang setzte sich jedoch kein Hund für ein Anzeigeverhalten und eine Suche mit Mantrailern nach über einem Jahr ist generell immer sehr kritisch zu betrachten, meiner Meinung nach. Das hatte man dem Fall Scarlet ja auch gemacht, glaube ich, nach ca.
einem Jahr. Ähm deckte sich aber teilweise in dem Fall z.B. wirklich mit Zeugen aussagen. Man muss da nur immer sehr vorsichtig sein, nach einem Jahr noch Spuren ja zu finden, es immer kritisch zu betrachten. Aber weshalb man im Fall von Martin Bach jetzt um dazu jetzt zurückzukommen, nicht sofort in der ersten Woche schon suchte mit M Trailern oder auch mit Manpower, ist mir komplett schleierhaft, ehrlich gesagt.
Weitere zwei Monate übrigens später nach der Hundesuche lässt die Polizei den Fluss Volme nach Martin Bach absuchen. Also noch mal eine ganze Zeit vergangen und auch die Bahngleise werden mit Leichenhunden abgesucht. Aber ein konkretes Ergebnis gab es nicht. Die Polizei kam am Ende nicht dazu auszuschließen, dass Martin nicht an der Tankstelle in ein Taxi oder Fahrzeug gestiegen sein könnte.
Also, das halten sie durchaus für möglich. Für Martins Vater war die M Trailersuche damals noch eine kleine Hoffnung darauf, dass sein Sohn noch leben könnte. Auch ging regelmäßig Anrufe bei ihm einelben Uhrzeit, nämlich um 0:15 Uhr, also kurz nach Mitternacht. Jedoch sprach niemand am anderen Ende. Der Vater hat immer das Telefon abgenommen und dachte, es könnte Martin sein.
Aber wie gesagt, da hat sich niemand am anderen Ende gemeldet. Und so ein Verhalten habe ich ehrlich gesagt schon oft in vermissten Fällen gehört. Ich hoffe in den Fällen nur immer, dass es nicht Menschen sind, die da anrufen, die sich am Leid der anderen Angehörigen noch ergötzen wollen. Ich denke nämlich, in vielerlei Fälle ist das teilweise wirklich so. Am 26.08.
2009, 2009 2 Jahre nach dem Verschwinden von Martin Bach wird der vermissten Fall dann in der Sendung Aktenzeichen XY ungelöst im ZF gezeigt. Aber auch dort kam es nicht zur Klärung dieses Falles, aber immerhin hat man da noch mal etwas versucht, fast als würde man nach so langer Zeit noch etwas wieder gut machen wollen.
Im Stern erklärte der Kriminalhauptkommissar 11 Jahre nach dem Verschwinden von Martin, also ein Riesenzeitsprung nach vorne, dass er alles getan habe, was in diesem Fall erforderlich gewesen sei. Mit aller Tragik, die dazu gehöre, handle es sich im Fall Bach um eine reine vermissten Sache. Werner Bach glaubt als Rechtsanwalt nicht daran, dass sein Neffe heute noch leben könnte und denkt aber damit eher an ein Verbrechen.
Renatebach geht es immer schlechter. Sie bekam einen Schlaganfall, blieb halbseitig gelehmt. Mittlerweile ist sie auch schon bereits verstorben. Sie hat den Verlust ihres Sohnes und die Ungewissheit nie verwunden. Also, es hat sie wirklich extrem stark belastet und sie nie losgelassen natürlich. Und Hans Bach blieb allein im Haus in Aug zurück, indem mal die gesamte Familie gelebt hat.
Tanja und ihre Tochter versuchen heute ein möglichst normales Leben zu führen. In einer Zeitung schrieb man, sie könne sich an nichts festhalten, was nicht mehr da sei. Die Ungewissheit sei für sie schlimmer als die Trennung oder der Tod. Für sie sei es, als wäre die Erde aufgegangen und hätte Martin einfach so geschluckt. Im Interview damals wird sie gefragt, was sie tun würde, sollte Martin irgendwann wieder vor ihrer Tür stehen.
Sie antwortete, dass sie ihn als Mensch annehmen würde, aber nicht als Ehemann. Er habe sich dann der Verantwortung entzogen, wenn er eben einfach die Familie so ohne ein Wort verlassen hätte. Tanja holte sich damals auch Rat bei einer Psychologin, aber diese weinte nur, als sie die Geschichte der Familie hörte.
Sie möchte ihrer Tochter ein stabiles Umfeld bieten, als sie noch kleiner war. Sie soll durch die Geschichte nicht beziehungsunfähig werden oder Schäden davon tragen. So ähm Tanja damals und die Tochter von Tanja und Martin müsste heute aber auch schon über 20 sein, also erwachsen. Und Tanja erzählte ihr irgendwann, als sie älter war auch die wirkliche Geschichte, dass Martin eben verschwunden ist.
Und sicherlich ist das auch für sie heute nicht einfach in dieser Ungewissheit zu leben als Tochter. Was ist mit meinem Vater passiert? oder auch für Tanja wird das mit Sicherheit immer noch ab und an ein Thema sein. Man hat sich ja auch mal geliebt, auch wenn die Ehe vielleicht damals nicht ganz so perfekt gewesen ist, was ich nicht ja habe zu bewerten, weil ich das nur laut den Presseartikeln so entnehmen kann.
Und ich habe in vielen Videos besonders auf YouTube gehört bzw. gelesen, dass man Tanja immer unterstellte für das Verschwinden ihres Ehemanns verantwortlich zu sein. Ich finde, das sind schon harte Unterstellungen, zumal Tanja, so denke ich, Martin, körperlich deutlich unterlegen gewesen sein wird. Manche sprechen sogar davon, dass einige Gäste der Party vielleicht auch damit zu tun gehabt haben könnten, Tanja vielleicht geholfen haben könnten, in der Sache eben mit drin stecken könnten.
Und ich persönlich gehe nicht davon aus, obwohl man das niemals ausschließen sollte. Es gab mal einen Fall, wo eine ganze Truppe wirklich schwieg und damit zu tun gehabt hat, aber ich nehme das kaum an. Auch ein Verbrechen kann ich mir höchstens an der Tankstelle an der Martin gewesen sein, könnte im späteren vielleicht noch vorstellen.
Oder vielleicht doch ein Suizid und Sturz in den Fluss in die Folme. Das könnte ich mir auch noch vorstellen. Der Fall lässt mich auch so ein bisschen nachdenklich zurück, dass er seine kleine Tochter einfach aufgrund eines Streits mit der Frau zurückgelassen hätte. Das glaube ich kaum. Zumindest wird er so nicht beschrieben und der Ehefrau da immer die Schuld zu weisen finde ich auch schwierig, ehrlich gesagt, weil was ist, wenn ihre Angaben wirklich alle so stimmen und sie überhaupt nichts mit diesem Fall zu tun hat und ihr Mann abgehauen ist wohin auch immer und ihm
was passiert ist oder auch nicht und sie wollte ja auch, dass da abgesucht wird in Hagen und das ist ja nicht passiert und das war ja kurz nach dem Verschwinden. Also, sie wollte ja selber auch, dass da gesucht wird. Und ich glaube, wenn ich in diesem Fall als Frau mit drin stecken würde, dann würde ich ähm nicht unbedingt wollen, dass da nach meinem Mann gesucht wird, damit dann die Straftat quasi aufgedeckt wird.
Das ist ja auch eigentlich so ein bisschen an Habeigezogen. Ich ähm kann mir da aber auch kein Urteil drüber bilden oder erlauben. Wir waren alle nicht dabei. Und Fakt ist aber, dass mich der Fall natürlich mit sehr vielen Fragezeichen zurücklässt und Hans Bach könnte sich z.B. auch vorstellen, dass sein Sohn heute in Spanien leben könnte, weil es ihm da mal so gut gefallen hat.
Und als Vater, denke ich, wird man immer sich vorstellen wollen, dass der eigene Sohn irgendwo noch lebt und es ihm gut geht. Ich denke, das ist ganz normal und ich persönlich würde es natürlich auch total toll finden, wenn Martin noch lebt und vielleicht irgendwo anders jetzt ein glückliches Leben führt, aber dann eben die Familie im Unclan zu lassen, das finde ich dann immer nicht fair.
Und was im Fall von Martin Bach ja eben auch so ein bisschen fraglich ist, finde ich, wieso wurde da nicht er nach ihm gesucht mit Manpower, mit Mantrailerhunden viel viel eher schon und nicht erst 14 Monate später. Das finde ich ähm schon sehr krass, dass man dann nur vom Schreibtisch aus mal so ein paar Sachen gelenkt hat, die aber das Verschwinden ja überhaupt nicht aufgeklärt haben.
Das finde ich schon ein bisschen sehr sehr komisch. Hätte man jetzt z.B. die Folme auch direkt abgesucht oder Mantrailer eingesetzt, hätte man sicher bessere Ergebnisse erzielen können und vielleicht hätte es auch was gebracht, den Fall etwas eher bei Aktenzeichen XY ungelöst vorzustellen, aber das brachte ja leider auch nicht den gewünschten Erfolg.
Es gibt im Fall Bach zumindest für mich so einige Optionen von einem Suizid, einem Verbrechen bis hin zum möglichen Neubeginn, was ich aber am wenigsten vermute, ehrlich gesagt. Ähm, ich würde natürlich zum Ende dieser Folge hin jetzt wie immer eure Meinung zum Fall Martin Bach interessieren. Was denkt ihr könnte dort passiert sein? Seid ihr vielleicht sogar aus Hagen oder aus Aukrug und habt was mitbekommen oder kennt vielleicht einen der Beteiligten und vielleicht möchte jemand was persönliches in den Kommentaren daassen
oder auch gerne ein meine E-Mailadresse oder wieer Instagram, wenn ich private Nachrichten bekomme, die mir dann geschickt werden per E-Mail oder wie gesagt per Insta, dann behalte ich diese auch immer für mich. Also, ich würde nie eine Nachricht veröffentlichen, wenn ihr das nicht wollt, dass ich da mal irgendwas noch zu einem Fall vielleicht als Update oder Ergänzung rausbringe.
Ich habe schon oft von euch Hinweise bekommen, die teilweise sogar mit euch zusammen an die Polizei weitergeleitet. Ein Fall ist auch aktuell immer noch, wo ich ganz viele Fragezeichen im Kopf habe und das eben auch eigentlich bearbeitet wird, aber ich würde das niemals, wie gesagt, hier jetzt äußern um was es geht und dass da irgendwas in der Mache ist, weil das würde ich wirklich erst sagen, wenn der Fall abgeschlossen ist, dass ich halt auch mit diesem Fall zu tun hatte oder da was mitgelenkt habe am Ende durch eine E-Mail von euch z.B.
oder vielleicht jemand Mut gemacht habe, sich bei der Polizei zu melden. Das war nämlich in einem der Fälle auch so gewesen. Aber wie auch immer, wenn ihr Hinweise habt zum Fall Martin Bach, schreibt die mir gerne. Ich behalte es aber immer für mich, wenn ihr das nicht wollt, dass ich das veröffentliche.
So, ihr Lieben, jetzt wie immer wie gesagt eure Meinung gerne in die Kommentare zum Fall und ich freue mich immer über ein Abo, eine Kanalmitgliedschaft oder eben auch einfach einen netten Kommentar für den Algorithmus. Ich verabschiede mich. Bleibt sicher, bleibt gesund. Bis zum nächsten Mal. Eure Lia.
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