Die letzte Aufnahme – Was geschah mit Pierre Pahlke ? Vermisstenfall aus Essen – True Crime Podcast – Ty
Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, ihr Lieben, damit herzlich willkommen auch zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crime schön, dass ihr diesmal auch alle wieder reinschaut oder reinhört.
Ich hatte bei Instagram wieder eine Fragerunde gemacht, was ihr euch in diesem Jahr noch für Fälle wünscht. Ich habe mir auch einiges davon aufgeschrieben. Wenn ihr den Post nicht gesehen habt, schreibt mir gerne eine E-Mail oder auch noch bei Instagram privat, was ihr euch vielleicht für einen Fall ähm wünschen würdet.
Und vielleicht kommt der Fall ja dann dieses Jahr noch auf meinem Kanal. Ja, den Fall, um den es heute geht, habe ich euch tatsächlich schon mal vorgestellt, nämlich im April 2022, aber in einer damaligen Doppelfolge über zwei, ja, man kann schon sagen, sehr spezielle Fälle, nämlich die vermissten Fälle Alexandra Mai und Pierre Palke.
Und die Besonderheit an der damaligen Folge war, dass beide Vermisste eine geistige Behinderung gehabt haben. Und leider werden auch beide bis heute noch vermisst. Und da mir solche Fälle besonders nah gehen, habe ich mich dazu entschieden, euch den Fall von Pierre erst einmal noch mal gesondert vorzustellen. Ich überlege auch den Fall von Alexandra Mai noch mal vorzustellen, wobei ich mich meine zu erinnern, dass man wohl mittlerweile davon ausgeht, dass sie wohl ertrunken sein könnte.
Alexandra war im Vergleich zu Pierre, muss man auch sagen, selbständiger und auch mobiler. Aber jetzt kommen wir mal zum Fall von Pierre Palke von Anfang an, so wie immer. Pierre Palke wurde am 9. Februar 1992 geboren. Allerdings war der Staat ins Leben für ihn sowie auch für seine Familie kein einfacher, denn Pierre wurde per Kaiserschnitt geboren und hatte bei der Geburt eine Sauerstoffunterversorgung und daraus resultierte dann auch seine Behinderung.
Als wäre dies Familie damals nicht schlimm genug gewesen. Schließlich hätte man sich den Staat in ein neues Leben für ein Kind bestimmt ein bisschen sorgenfreier vorgestellt, so stirbt einen Tag nach der Geburt Pier Mutter an einem Leberschaden. Und für die Familie war das natürlich ein riesiger Schock. Manuela, die Mutter von Pierre, so erzählte es Pier Oma später, habe sich doch so sehr auf ihren Sohn gefreut.
Pierre wächst dann bei seinem Vater in Gladbeck allein auf, aber auch seine Großeltern hat er häufig besucht und hatte dort auch ein eigenes Zimmer und Pier Oma erinnert sich gerne an Urlaube mit ihm auf F oder in Bayern oder auch den Besuch in der ein oder anderen Parfümerie, denn er liebte es dort Parfüm auszutesten.
Mit der Zeit lernte auch sein Vater eine neue Frau kennen, die auch schon einen Sohn mit in die Beziehung gebracht hat. Und für Pierre ist diese Frau eigentlich wie eine eigene Mutter gewesen. Und je älter er wurde und bemerkte, dass sein Stiefbruder jetzt auch eigene Wege geht und auszieht, war das für ihn wohl sehr schwierig und er soll sich auch einsam gefühlt haben, sodass seine Eltern dann entschieden haben, ihn in eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung unterzubringen.
Im Juli 2012 zieht er dann in die Heimstadt Engelberg. Diese befindet sich in der Manderscheidstraße in Essen Frillendorf und laut Angaben der Betreuer dort macht er große Fortschritte. Seine Familie besuchte Pierre aber weiterhin regelmäßig besuchen aber z.B. konnte er seine Eltern aber nicht selbständig, das ist ganz wichtig für den Fall zu wissen, denn geistig war Pierre durch diese Behinderung auf dem Stand eines vier bis achtjährigen und das ist für diesen Fall schon sehr sehr wichtig zu wissen.
Auch einkaufen konnte er eigentlich nicht selbstständig. Den Bezahlvorgang an der Kasse versuchte er nämlich oftmal auch ohne Geld zu lösen. Z.B., dass er dann einen alten Kassenzettel hingehalten hat, aber na ja, das gab dann das ein oder andere Mal schon Probleme und er wurde dann eben nach Hause geschickt.
Im Trinkgut Getränkemarkt allerdings, der nur ca. 240 m von der Heimstadt Engelbert entfernt gewesen ist, da war Pierre schon ziemlich bekannt. Häufig war er dort im Laden manchmal sogar mehrmals täglich und die Verkäufer kannten ihn natürlich mittlerweile alle. Pierre arbeitete in einer behinderten Werkstatt und kurz vor seinem Verschwinden im September 2013 wechselte er dort aber seine Arbeitsstätte und das sorgte bei ihm wohl für Probleme und gedrückte Stimmung. Am Nachmittag des 17.
September 2013 Dienstag verlässt Pierre die Heimstadt Engelbert und die Einrichtung war auch keine geschlossene Einrichtung. Die Bewohner durften diese also verlassen, wann immer sie möchten, und der erste Weg führte ihn mal wieder zum Trinkgutser Supermarkt. Dort möchte er mal wieder ein paar Flaschen abgeben, um Fandgeld zu erhalten.
Allerdings waren seine Flaschen alle noch ziemlich gefüllt und das sorgte mal wieder für Diskussionen mit den Verkäufern. Es war wohl nicht das erste Mal, dass Pierre damit noch ja sehr vollen oder halbvollen Flaschen dahingegangen ist und die abgeben wollte. Und das geht natürlich dann eigentlich so nicht, weil durch den Fandautomat z.B.
werden die ja dann noch gar nicht angenommen. Und daraufhin nahm er dann seine Flaschen auch wieder mit und zog wohl enttäuscht davon. Und sein nächster Weg führte ihn dann in einen nahgelegenen Nettodiscounter, der sich in der Hubertstraße in Essen befand. Dort wollte er sich Getränke kaufen. Sein Geld aber hat wohl nicht ausgereicht.
Eine weitere Enttäuschung an diesem Tag. Er versucht’s dann aber weiter. Gegen kurz nach 19 Uhr am damaligen Dienstag wird Pierre Dan im Pennymt gesehen, so ca. 900 m vom Nettodiscounter entfernt. Der Penny befand sich in der Enestinenstraße auf so einem Gewerbegebiet und dort versuchte er mit einem alten Nettokassenzettel zu bezahlen und auch dort wird er dann von der Verkäuferin abgewiesen und verletzt schlussendlich das Geschäft.
Da wird angegeben, er habe das Geschäft zwischen 19:15 Uhr und 20 Uhr verlassen, weshalb da so eine riesige Zeitspanne angegeben wurde. Das kann ich euch leider nicht sagen. Vielleicht gab es da keine Kameraufzeichnung, als er das Geschäft verlassen hat. kann ich mir kaum vorstellen, ehrlich gesagt. Ich kann mir eher vorstellen, dass die Aufnahmen vielleicht schon überspielt gewesen sind, als man sie benötigte, aber jetzt nur die Annahme von mir.
Ich fand es nur ein bisschen komisch, dass man da so ein großes Zeit Fenster setzt, wenn man es vielleicht auf Kamera gehabt hätte. In der Heimstadt wundert man sich beim Abendessen, wo Pierre bleibt, denn sein Platz am Esstisch ist noch frei. Ein Bewohner hatte Pierre noch draußen gesehen, als er auf dem Weg zu einem der Geschäfte gewesen ist, aber mehr wusste man erstmal auch nicht.
Als es immer später wurde und die Betreuer Pierre nicht finden konnten, werden seine Eltern und die Polizei informiert, da man die Suche nach Pierre nicht wie die Suche nach einem Erwachsenen behandelte, immerhin war er ja schon 21, wo man ja oft eine Zeit erst abwartet, ob die Person vielleicht wieder von selbst nach Hause findet.
ähm hat man diese Suche aber wie die Suche nach einem Kind behandelt, weil Pierre ja auf dem Stand eines Kleinkindes geistig ist. Es wurde also sehr rasch begonnen zu suchen. Es wurden am Abend und in den darauffolgenden Tagen Hundertschaften der Polizei eingesetzt, die alles absuchten. Hubschrauber mit Wärmebildkameras eingesetzt, Taucher, die die umliegenden Gewässer durchsuchten, aber auch private Suchtrups, die mithalfen.
Einige vernetzten sich z.B. auch über Facebook. Auch Suchhunde wurden eingesetzt. Dazu komme ich gleich noch. Pier Behinderung schränkte den Suchradius aber eigentlich ziemlich ein, denn selbstständig Bus und Bahnfahren, das konnte er ja nicht. Was Pierre aber liebte, das war Autofahren. Damit belohnte man ihn sogar im Heim, dass wenn er etwas besonders gut machte, er eine Runde Auto fahren durfte.
Und das ist etwas, was der Polizei und auch der Familie von Pierre Bauchschmerzen gemacht hat, denn ob er nicht in ein Auto gestiegen sein könnte, das bleibt in diesem Fall offen. Was dagegen sprechen würde, ist, dass Pierre zu fremden Menschen wohl ziemlich am Anfang auf Distanz gehen würde. Die Suche nach ihm dauerte aber nicht nur ein paar Tage.
Immer wieder hat man angefangen bestimmte Abschnitte zu durchsuchen. Am 27. September 10 Tage, also nach dem Verschwinden, z.B. ein kleines Waldstück in Frelendorf und Stoppenberg. Aber Anhaltspunkte, dass Pierre dort gewesen sein könnte, gab es wohl keine. Es wurde im vermissten Fall Pierre auch mehrmals mit Suchhunden gearbeitet und diese eingesetzt.
Die Suchhunde, die man zuerst ansetzte, führten die Ermittler zu einem Anwohner in der Hubertstraße in Essen Frillendorf. Zumindest wird fast immer nur über einen Anwohner berichtet. Eigentlich wurden aber wohl zwei Männer aus der Nachbarschaft festgenommen. Das war Anfang Oktober 2013, denn der Nettupermarkt, in dem Pierreja versuchte einzukaufen, lag auch in der Hubertstraße und die Männer könnten Pierre auf seinem Rückweg von Penny möglicherweise gesehen haben.
Beide sollen nämlich wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft gewesen sein. Auch wurde zumindest bei einem der beiden Männer eine Durchsuchung der Wohnung von Beamten der Mordkommission durchgeführt. Gefunden hat man aber wohl nichts. Auch wurden die Männer nach ihren Festnahmen wohl immer wieder rasch in die Freiheit entlassen oder eben dieser eine Mann.
Das ist aus den Artikeln nicht ganz klar geworden, also seht’s mir bitte nach. Aber man konnte beiden Männern wohl bis heute nichts im Fall Pierre Palke nachweisen. Und die Polizei gab aber auch an, dass die Hunde wohl nicht nur bei den beiden Männern angeschlagen haben, sondern wohl auch bei einigen anderen Wohnanschriften und man deswegen das wohl nicht zu sehr auf die Goldwaage legen sollte.
Es wäre nur eine Spur von vielen. Jedoch war in diesem Fall natürlich das Besondere, dass es Sexualstraftäter gewesen sind, wo man natürlich eine Verbindung hätte ziehen können und man hat auch mal gesagt am Anfang, dass das wohl ein Tatverdächtiger sei, aber das hat sich dann wohl alles ziemlich zerschlagen. Auch Pier Familie blieb nicht untätig.
Sie hängte in Pier Umkreis und weiteren Punkten, unter anderem in Essen, Suchplakate auf mit einem Foto von ihm. Auch seine Oma belastete das Verschwinden ihres so geliebten Enkels schwer, denn er starb ihre Tochter und jetzt wird auch noch der Enkel vermisst. Die Polizei setzte knapp sieben Wochen nach Pier Verschwinden nochmals Suchhunde ein, sogenannte Manrailer, denn man ging mittlerweile davon aus, dass Pierre durchaus entweder aus Gutgläubigkeit in ein Fahrzeug gestiegen sein könnte oder vielleicht sogar gegen
seinen Willen irgendwohin verbracht worden sein könnte. und die Hunde führten die Essener Polizei von Essenkrei aus über die A40 zum Kreuzkaiserberg in Duisburg und von dort über die A3 Richtung niederländische Grenze und die Hunde sollen dann die Ermittler bis ins Amsterdammer Rotlichtviertel geführt haben.
Die Spur endete dann damals auf einem Kanal in Amsterdams Grachtengürtel. Er gehört zum historischen Stadtteil de Wallen und mit diesem zum Rotlichtbezirk. Den Namen des Kanals habe ich hier auch stehen. Ich kann ihn aber nicht aussprechen und erspare euch das mal. Ihr könnt das aber gerne mal ähm googeln, dann wisst ihr, welcher Kanal gemeint ist.
Um in den Niederlanden weiter im Fal Pierre ermitteln zu dürfen, mußte die deutsche Polizei erstmal dann um einen Rechtshilfe ersuchen bei den niederländischen Kollegen bitten. Und in dieser Zeit blieb aber die Familie von Pierre nicht untätig. Sie fuhren selbst in die Niederlande und klebten dort Suchplakate auf, sprachen auch Menschen an und behörden und taten wirklich alles, was in ihrer Macht stand.
Auch Vera Pan Pier Oma legte nicht die Hände in den Schoß, sondern hat sich im November 2013 um einen Privatdetektiv bemüht. Sie setzte diesen dort an, wo sich in Amsterdam die Spur von Pierre ja verliert oder wo die Spur eben endete. Er besuchte in Amsterdam dann der Privatermittler zahlreiche Sexshops, Bars und Coffeeshops im Rotlichtviertel und verteilte etliche vermissten Anzeigen von Pierre und zwei Bedienungen in einem Coffeeshop, der sich Salon Smoking Bull nennt auf der lange Niezel 13, gaben dann wohl unerwartet zu Protokoll, dass
sie die gesuchte Person, also Pierre Palke kennen würden oder dort mal gesehen haben. haben und als der Detektiv noch ein Farbfoto von ihm nachlegt, geben sie wieder an, dass Pierre dort gewesen sein soll. Erstmal macht das natürlich der Familie damals sicherlich Hoffnungen. Zumindest könnte ich mir das so vorstellen.
Jedoch, als die Polizei dann die Möglichkeit hatte, in den Niederlanden zu ermitteln mit Unterstützung der dortigen Polizei, kommen sie nach zweitägiger Recherche im Rotlichtviertel zu dem Ergebnis, dass man keinerlei Hinweise darauf gefunden habe, dass Pierre sich in Amsterdam aufgehalten haben könnte. Auch Hinweise aus der Coffeear haben sich leider nicht als heiße Spur herausgestellt, denn die Frau, die dort den jungen Mann bedient haben will, unterhielt sich auf Englisch mit ihm und Pierre, der konnte ja kein Wort Englisch. Somit war es dann im
Nachhinein ausgeschlossen, dass er überhaupt dort gewesen sein konnte. Eine weitere Spur, die im Sande verlaufen ist. Am meisten erhoffte man sich sicherlich, als man den Fall im Mai 2014 bei Aktenzeichen XY ungelöst in der Sondersendung “Wo ist mein Kind vorstellte?” Auch betote man dort nochmals an mögliche Entführer, dass Pierre ein sehr schlechter Zeuge sei aufgrund seiner Behinderung.
Er könne schon allein aufgrund seiner geistigen Einschränkung eigentlich niemanden verraten, aber auch dieser Appell blieb gerichtet an die möglichen Täter leider ungehört. Pierre ist nicht wieder aufgetaucht. 80 Hinweise sollen die Polizei damals auch durch die Sendung erreicht haben. Das ist jetzt 11 Jahre her, aber leider war damals wohl auch kein Entscheidender dabei.
Die meisten Hinweise seien sehr Waage gewesen oder nicht realistisch aufgrund eben der Behinderung von Pierre. Auch in der damaligen Unterkunft von ihm, der Heimstadt Engelbert, ist man schwer getroffen vom Verschwinden des so beliebten Jungen in der Einrichtung, wie es eine Sprecherin des Franz Saleshauses berichtete.
Lange sei sein Zimmer auch unberührt geblieben, denn man hoffte ja auch, dass er wieder zurückkommen würde. Aber der Landschaftsverband Westfalen Lippe als Kostenträger musste dem ganzen irgendwann einen Regel vorschieben, denn es gab ja noch andere, die auf so einen Platz, wie Pierre ihn bekommen hat, warteten.
Und dies war nicht nur für die Mitarbeiter und Bewohner schwer, auch für die Familie von ihm natürlich, sei es ein großer Einschnitt gewesen, dass nun auch noch das Zimmer geräumt wurde und sicherlich ja auch ausgeräumt werden musste. Und ich denke, das macht dann im Kopf auch noch mal viel viel präsenter, was man vielleicht gerne verdrängen würde, was völlig verständlich ist in so einer Situation.
Auch Pier Oma gab sehr häufig Interviews und sagte, sie kann nicht verstehen, wie sich ihr Enkel einfach in Luft aufgelöst haben kann. Sie wünsche sich nur eines, ihn endlich wieder in ihre Arme schließen zu können. Und das Verhältnis der beiden muss wohl sehr, sehr innig gewesen sein. Immer wieder, wenn sie Interviews gab, ähm kam das auf jeden Fall so rüber und sogar aus ihren Ersparnissen eines natürlich arbeitsreichen Lebens hatte PS Oma eine respektable Belohnung in Höhe von 20.
000 1000 € ausgelobt, zusammen aber wohl mit Pier Eltern, die immer wieder aufgestockt wurde und laut aktuellen Medienberichten aber ist die Belohnung zumindest laut einem Artikel der T online aus Mai 2024 jetzt aber wieder auf 5000 € gesunken. Aus welchen Gründen ist mir nicht bekannt. lange Zeit, nachdem man auch die Spur in den Niederlanden ja im Sande verliefen ließ, weil ja da ja nichts bei rumgekommen ist, blieb es dann sehr sehr ruhig im Fall Pierre Pale.
Und letztes Jahr 2024 dann rollte die Polizei in Essen den Fall noch mal neu auf. Die Ermittlungsgruppe Cold Cases der Polizei Essen prüft nun, ob damals etwas übersehen worden sein könnte. Die Akten im Fal Pierre wurden neu begutachtet. Auch gab es 2024 eine Suchaktion mit Leichenspürhunden im Hallopark, etwas über 2 km mit dem Auto nur entfernt von der Heimstadt Engelbert.
Und dabei wurden allerdings keine Hinweise gefunden, dass Pierre dort vielleicht liegt oder irgendwelche Sachen vielleicht da von ihm gefunden hätten werden können. Da war nichts. Auch hatte sich 2024 über seinen Rechtsanwalt, das ist sehr, sehr spannend jetzt, ein Zeuge im Fall Pierre Pke gemeldet nach so langer Zeit.
So berichtet Kriminalhauptkommissar Deter in einem Podcast der Polizei Essen. Den verlinke ich euch mal. Was es mit diesem Zeugen auf sich hat, wurde leider nicht näher bekannt gegeben. Aber so äußert Detcher nun auch, dass er persönlich davon ausgehe, dass jemand aus Pier engstem Unfeld, das heißt aus der Heimstadt Engelbert mit dem Verschwinden zu tun haben könnte.
Der Hallopark und dessen Durchsuchung könnte auch damit in Verbindung stehen, denn er befand sich nah der Betreuungseinrichtung, wie ich ja gerade auch schon sagte. ob das vielleicht von dem neuen Zeugen auch so mitgeteilt worden sein könnte, dass man da mal suchen sollte oder dass vielleicht ein Mitarbeiter der Heimstadt etwas mit dem Verschwinden von Pierre zu tun haben könnte, das bleibt unklar, dass man nun auch für möglich hält, dass ein so vermutig mal Mitarbeiter der Heimstadt Engelbert ja für das Verschwinden in Frage kommen könnte. Das
wurde so, glaube ich, zuvor noch nie öffentlich geäußert. Vielleicht hat der Zeuge ja auch Hinweise darauf bekommen oder ist sogar ein Mitwisser. Vorstellbar ist das natürlich schon, denn Pierre war diesen Leuten ja nicht fremd. Er war also sonst ja sehr schüchtern, wohl bei neuen Bekanntschaften und da wäre es dann ja nicht so gewesen und da wäre er bestimmt auch ins Auto eingestiegen und das Ganze könnte vielleicht so seinen Lauf genommen haben.
Es wäre nicht das erste Mal, dass sowas in einer Betreuungseinrichtung passiert, zumindest, dass da auch Kinder missbraucht werden. vielleicht nicht unbedingt, dass ein Kind verschwindet, das gab es, glaube ich, relativ selten, aber eben sexuellen Missbrauch oder andere Straftaten sind leider dort nicht neu.
Aber ich möchte hier in keiner Weise direkt jemand aus der Heimstadt Engelbert verdächtigen oder die Heimstadt selber, denn bewiesen ist in diesem Fall ja gar nichts. Das ist eine Annahme des Ermittlers in dem Fall und da Pierre ja sehr fremdelte und sie ihn dort gut kannten und Morde oft ja im engsten Umfeld passieren, wären das halt Punkte, die sehr gut dazu passen würden.
Und vielleicht hat die Polizei noch deutlich mehr Anhalte darauf oder auf andere ja Menschen, die mit Pierre eng in Verbindung standen, die wir noch längst nicht alle wissen dürfen oder sollen, sonst würde man auch die Ermittlungen gefährden. Und das ist auch richtig so, dass man das jetzt erstmal noch hinterm Berg hält.
Und was mir in diesem Fall auch immer noch Bauchschmerzen bereitet, auch wenn man so ja nichts feststellen konnte, in den Niederlanden ist noch immer ja die Spur ins Rotlichtmilieu. Und ich persönlich gehe auch nicht davon aus, dass Pierre dort überhaupt, wenn irgendwo mal jemand gesehen hat, weil er ist sicherlich dann ja nicht freiwillig ins Rotlichtmilieu abgetaucht.
Er könnte entführt worden sein und jemand, der geistig behindert ist, dazu noch jung aussieht, ist für ein spezielles Kliente, sage ich mal, dann ja sehr ja interessant und so schrecklich das jetzt ja anhört, könnte ich mir gut vorstellen, wenn an dieser Spur überhaupt was dran ist, dass Pierre dort vielleicht irgendwo festgehalten wurde und ja, bis heute wahrscheinlich nicht mehr da festgehalten wird.
ist ja viel viel älter geworden, aber vielleicht einer gewissen Spezies dort gedient haben könnte und man ihn deswegen auch vielleicht nur mit den Hunden dort riechen konnte, aber eben er dort nie groß irgendwo von jemand gesehen wurde, weil er auch nicht gesehen werden durfte, weil er vielleicht nur, ich sage jetzt mal in sehr speziellen pädophilen Kreisen, um es jetzt mal deutlich zu sagen, vielleicht angeboten wurde.
Ich hoffe das auf gar keinen Fall, aber das würde für mich die einzige Spur sein, die ins Rotlichtmilieö passt, dass es ein spezielles Kliente dort bedient haben könnte, so krass sich das auch immer anhört, so wäre da wieder die Annahme, dass Pierre also auch nicht mehr leben könnte, denn wo soll er sich dann die ganze Zeit aufhalten und auch bei wem? Ihr hört schon, es gibt also viele Möglichkeiten auch im direkten Umfeld, ja, was mit Pierre passiert sein könnte.
erstmal die Sexualstraftäter in der Nachbarschaft, was mir bis heute auch Bauchschmerzen macht, dann der Verdacht, dass irgendwie in der Heimstadt Engelbert etwas passiert sein könnte oder eben in den Niederlanden. Das sind eben ja alles Dinge, die ja in Frage kommen könnten, aber man muss in diesem Fall ja auch immer noch mit einbeziehen, dass es auch ganz anders gewesen sein könnte, auch wenn viel gesucht wurde.
Pierre war ja so ein bisschen orientierungslos. Er konnte ja kein Bus oder Bahn fahren. Es ist immer noch möglich, dass er auch irgendwo verunfallt sein könnte, in Gewässer gestürzt sein könnte, die Orientierung verloren hat und ja umgekommen sein könnte dann dort und man ih bis heute nicht gefunden hat. Es gab übrigens auch mal ein Leichenfund 2014 meine ich in Essen.
Da ist man auch erst davon ausgegangen, es könnte Pierre Palke sein, hat sich dann aber nicht bewahrheitet, aber die Annahme war damals eben auch da, weil es kann natürlich auch ein Unfall gewesen sein und ich denke, das wäre wahrscheinlich für die Familie im Nachhinein noch die leichteste Nachricht. Natürlich wäre es immer noch schlimm, dass er jetzt dann zu Tode gekommen ist.
Man weiß, er ist definitiv verstorben, aber ich denke, es ist viel schlimmer dann zu wissen, wenn man ihn irgendwo finden würde, er ist ermordet worden, er ist entführt worden oder er lebt noch, aber war im Ausland und diente zu Prostitutionszwecken, um es mal ganz ähm platt zu sagen und direkt zu sagen.
Ähm ja, ich glaube, das würde den Eltern oder der Familie deutlich schwerer fallen, das zu verkraften, aber es ist alles einfach nur schrecklich und dieser Schwebezustand, wenn man nicht weiß, was ist mit dem geliebten Menschen, ich sag’s immer wieder passiert, lebt der Mensch noch? Wird er vielleicht gequält? Ist er qualvoll gestorben? Oder ist er irgendwo alleine gestorben und ist verunfallt? Das sind ja alles Dinge, die man seinem geliebten Menschen niemals wünschen würde.
Und dann ist da auch noch ein Mensch verschwunden, der sich gar nicht selber helfen kann, weil er geistig behindert ist. Das finde ich noch mal ähm sehr viel schlimmer. Ich bin selber auch aufgewachsen mit einer Cousine, die Down Syndrom hat, also so ähnlich wie bei Pierre. Und ähm ja, wenn ich mir vorstelle, dass sie bis heute verschwunden wäre und man nicht wüsste, was mit ihr passiert ist, das wäre absolut schrecklich für mich.
Ähm ja, weil diese Menschen sich ja noch viel weniger helfen können, wie wir Erwachsene das ähm ja tun können und dass Pierre noch lebt und irgendwann wieder auftauchen wird, das wäre ja auch sicher die schönste Nachricht für die Familie Pale. Aber nach so vielen Jahren, so sehr ich das allen wünsche, ist das wohl sehr, sehr unwahrscheinlich.
Aber ihr dürft mir gerne mal schreiben, was ihr dazu meint. Die Ermittler übrigens, sie gingen schon sehr, sehr früh davon aus, daß Pierre Opfer eines Verbrechens geworden ist. Nur wer dafür verantwortlich ist, das ist bis heute ja leider nicht bekannt. Ich hoffe nur, dass wir bald in der Öffentlichkeit noch mehr über diesen Zeugen erfahren werden, der sich über den Anwalt gemeldet haben soll.
Vielleicht kann er ja noch Licht ins Dunkel bringen, was mit Pierre passiert sein könnte. Das Ganze ist jetzt aber auch schon wieder über ein Jahr her. Da kann man wirklich nur hoffen, dass hier gut Ding Weile brauchen wird. Und ich habe übrigens in einem Artikel, der leider unter einer Paywall versteckt gewesen ist, nur die Überschrift lesen können, dass Pierre Palke nun wohl auch für Tod erklärt werden soll.
Ob das jetzt die Eltern veranlasst haben, ist mir nicht bekannt. Ich könnte es aber sehr gut verstehen, sollte dem so sein, weil vielleicht ist das dann auch in gewisser Hinsicht ein Abschluss für die Eltern. Es wird nie ein kompletter Abschluss da sein. Das ist ganz klar, sofern man nicht weiß, was passiert ist. Aber vielleicht ähm ja, können sie so so ein bisschen besser damit leben, aber vielleicht haben sie es auch gar nicht selber veranlasst.
Wie gesagt, das ist mir jetzt nicht bekannt. Und wie es Pieres Oma heute geht, ob sie noch lebt, das ist mir leider auch nicht bekannt. Die letzten Artikel mit ihr zusammen sind schon einige Jahre alt, aber auch sie hat mit über 70 damals noch gekämpft dafür, dass das Schicksal ihres Enkels aufgeklärt wird.
Das macht auch nicht jede Oma oder jede Großeltern. Zumindest liest man wenig darüber von anderen vermissten Fällen, aber hier in diesem speziellen Fall hat die Großmutter halt immer wieder versucht Öffentlichkeit für ihren Enkel herzustellen und das ist wirklich sehr sehr besonders. Ich hoffe auch, dass die Arbeit der Familie und der Polizei wenigstens irgendwann noch dazu führen wird, dass man den Fall aufklären wird können oder dass wenigstens einen Leichnamen gefunden wird, damit man auch einen gewissen Abschluss in diesem Fall findet. Ja, ihr
Lieben, ihr dürft mir gerne mal eure Meinung zum Fall Pierre Palke in die Kommentare schreiben und ich verabschiede mich jetzt von euch. Bis zum nächsten Mal, ihr Lieben. Eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen.

Das Rätsel um Pierre Pahlke: Wenn ein geliebter Mensch spurlos verschwindet und die Spur im Rotlichtmilieu endet
Article:
Es ist der Albtraum einer jeden Familie: Ein geliebter Mensch verlässt das Haus für einen alltäglichen Gang und kehrt nie wieder zurück. Im Fall des damals 21-jährigen Pierre Pahlke aus Essen wiegt dieses Drama noch weitaus schwerer. Durch eine Sauerstoffunterversorgung bei seiner Geburt litt Pierre unter einer geistigen Behinderung, die ihn auf dem Entwicklungsstand eines vier- bis achtjährigen Kindes verharren ließ. Er war ein junger Mann im Körper eines Erwachsenen, doch mit der Arglosigkeit und Verletzlichkeit eines Kleinkindes. Am Nachmittag des 17. September 2013 verliert sich seine Spur im städtischen Raum von Essen-Frillendorf. Was folgt, ist eine der rätselhaftesten und emotional aufwühlendsten Suchaktionen der regionalen Kriminalgeschichte, die die Ermittler von den Autobahnen des Ruhrgebiets bis in die tiefsten Abgründe des Amsterdamer Rotlichtviertels führen sollte.
Der Start ins Leben war für Pierre Pahlke und seine Angehörigen von Beginn an von schweren Schicksalsschlägen gezeichnet. Pierre erblickte am 9. Februar 1992 per Kaiserschnitt das Licht der Welt. Nur einen einzigen Tag nach seiner Geburt verstarb seine Mutter Manuela völlig unerwartet an einem Leberschaden. Ein unendlicher Verlust für die Familie, hatte sich die junge Mutter doch so sehr auf ihren Sohn gefreut. Pierre wuchs fortan bei seinem Vater in Gladbeck auf, eng unterstützt von seinen Großeltern, bei denen er ein eigenes Zimmer besaß und viel Zeit verbrachte. Seine Großmutter erinnert sich noch heute an glückliche gemeinsame Urlaube auf Sylt oder in Bayern und an Pierres ganz besondere Vorliebe: Er liebte es, Parfümerien zu besuchen und verschiedene Düfte auszuprobieren. Als sein Vater später wieder heiratete und die Stiefmutter einen Sohn mit in die Ehe brachte, fand Pierre ein stabiles familiäres Umfeld. Doch als der Stiefbruder älter wurde und auszog, überkam Pierre eine tiefe Einsamkeit. Um ihm eine adäquate Förderung und Gemeinschaft zu ermöglichen, entschied sich die Familie schweren Herzens für eine Unterbringung in einer spezialisierten Einrichtung. Im Juli 2012 zog Pierre in die Heimstatt Engelbert in der Manderscheidstraße in Essen-Frillendorf. Dort machte er laut den Betreuern große Fortschritte. Dennoch blieb er im Alltag stark eingeschränkt. Er konnte weder Bus noch Bahn fahren, war unfähig, den Bezahlvorgang an einer Supermarktkasse mit Geld zu bewältigen, und neigte dazu, alte Kassenbon-Zettel als Zahlungsmittel vorzuzeigen.
Der schicksalhafte Dienstag, der 17. September 2013, begann für Pierre zunächst ohne sichtbare Besonderheiten, obschon er durch einen kürzlichen Wechsel seiner Werkstatt für Menschen mit Behinderung unter gedrückter Stimmung litt. Am Nachmittag verließ er die offene Einrichtung der Heimstatt Engelbert. Sein erster Weg führte ihn zum nahegelegenen Trinkgut-Getränkemarkt, wo er gut bekannt war. Pierre wollte gefüllte Flaschen als Pfand abgeben, was zu Diskussionen mit dem Personal führte, da der Automat volle Flaschen nicht akzeptierte. Enttäuscht zog er weiter zu einem Netto-Discounter in der Hubertstraße, um sich ein Getränk zu kaufen, doch sein Geld reichte nicht aus. Gegen 19:00 Uhr wurde der junge Mann schließlich in einem Penny-Markt an der Ernestinenstraße gesehen. Dort versuchte er erneut, Waren mit einem alten Netto-Kassenbon zu bezahlen. Die Kassiererin wies ihn ab. Zwischen 19:15 Uhr und 20:00 Uhr verließ Pierre das Geschäft – es war das letzte Mal, dass er lebend gesehen wurde. Als er zum gemeinsamen Abendessen in der Heimstatt Engelbert nicht erschien und sein Stuhl leer blieb, schöpften die Betreuer sofort Verdacht. Da Pierre den geistigen Zustand eines Kleinkindes hatte, behandelte die Essener Polizei sein Verschwinden nicht wie das eines mündigen Erwachsenen, sondern leitete unverzüglich eine Großfahndung ein.
Die darauffolgenden Tage glichen einer logistischen und menschlichen Welle der Hilfsbereitschaft, geprägt von tiefer Sorge. Hundertschaften der Polizei durchkämmten die Umgebung, Hubschrauber mit Wärmebildkameras flogen den Luftraum ab, und Polizeitaucher suchten die umliegenden Gewässer ab. Auch private Suchtrupps formierten sich in Windeseile über soziale Netzwerke wie Facebook. Da Pierre jedoch extrem unter seiner Orientierungslosigkeit litt und öffentliche Verkehrsmittel nicht nutzen konnte, war der Radius zu Fuß eigentlich stark begrenzt. Es gab jedoch einen Aspekt, der den Ermittlern von Anfang an heftiges Unbehagen bereitete: Pierre liebte das Autofahren über alles; im Heim wurde er für gutes Verhalten regelmäßig mit einer Mitfahrt belohnt. Die Befürchtung lag nahe, dass er aus purer Gutgläubigkeit und Faszination in ein fremdes Fahrzeug gestiegen sein könnte. Obwohl er Fremden gegenüber anfangs distanziert reagierte, war eine solche Situation nicht auszuschließen. Anfang Oktober 2013 gerieten zwei wegen sexuellen Missbrauchs vorbestrafte Männer aus der Nachbarschaft der Hubertstraße ins Visier der Mordkommission, nachdem Suchhunde dort angeschlagen hatten. Eine Wohnungsdurchsuchung blieb jedoch ohne Befund, und die Männer mussten mangels dringenden Tatverdachts wieder entlassen werden, da die Hunde auch an anderen Häusern reagiert hatten.
Wochen vergehen ohne ein Lebenszeichen, bis die Ermittler im November 2013 sogenannte Mantrailer-Spürhunde einsetzen. Was diese Hunde rekonstruierten, liest sich wie ein Kriminalroman: Die Spuren führten von Essen aus über die Autobahn 40 zum Kreuz Kaiserberg in Duisburg, weiter über die Autobahn 3 in Richtung der niederländischen Grenze und schließlich mitten hinein in das berüchtigte Amsterdamer Rotlichtviertel „de Wallen“. Die Spur endete abrupt an den Kanten eines historischen Kanals im Grachtengürtel. Während die deutsche Justiz langwierige Rechtshilfeersuchen an die niederländischen Behörden stellte, reiste Pierres Familie auf eigene Faust nach Amsterdam, klebte unermüdlich Suchplakate und sprach Passanten an. Seine Großmutter Vera engagierte sogar einen Privatdetektiv. Dieser suchte Bars, Coffeeshops und Sexshops ab. Tatsächlich gab das Personal des Coffeeshops „Salon Smoking Bull“ an der Lange Niezel an, Pierre auf einem Farbfoto wiederzuerkennen. Die Hoffnung der Familie war riesig, zerschlug sich jedoch bald auf grausame Weise: Die Ermittler stellten fest, dass sich die Angestellte mit dem fraglichen Kunden auf Englisch unterhalten hatte – Pierre sprach jedoch kein einziges Wort Englisch. Die Spur im Rotlichtmilieu lief endgültig im Sande verlaufen.
Auch die bundesweite Ausstrahlung des Falls im Mai 2014 in der ZDF-Sondersendung „Aktenzeichen XY… ungelöst – Wo ist mein Kind?“ brachte trotz rund 80 eingegangener Hinweise nicht den erhofften Durchbruch. Die Hinweise waren zu vage oder schlicht unrealistisch. In der Heimstatt Engelbert hinterließ Pierres Verschwinden eine tiefe Lücke; sein Zimmer wurde monatelang unberührt gelassen, in der Hoffnung auf seine Rückkehr, bis der Kostenträger die Freigabe des Platzes für andere Bedürftige verlangte. Ein schwerer Schritt für die Angehörigen, der den endgültigen Verlust nur noch realer machte. Seine Großmutter kämpfte jahrelang wie eine Löwin in den Medien und lobte zusammen mit den Eltern aus ihren privaten Ersparnissen eine Belohnung von zeitweise bis zu 20.000 Euro aus, die in neueren Medienberichten aus dem Jahr 2024 wieder auf 5.000 Euro angepasst wurde.
Nach Jahren der quälenden Stille kam im Jahr 2024 plötzlich neue Bewegung in den Fall. Die neu gegründete Cold-Case-Ermittlungsgruppe der Polizei Essen rollte die Akten von Pierre Pahlke komplett neu auf. Im Zuge dessen kam es zu einer groß angelegten Suchaktion mit Leichenspürhunden im Essener Hallopark, nur wenige Kilometer von der ehemaligen Betreuungseinrichtung entfernt. Zwar wurden auch hier keine sterblichen Überreste oder Gegenstände gefunden, doch der Grund für diese späte Durchsuchung lässt aufhorchen: Nach über zehn Jahren hatte sich ein neuer Zeuge über einen Rechtsanwalt bei der Polizei gemeldet. Kriminalhauptkommissar Deter äußerte in einem polizeieigenen Podcast eine völlig neue, erschreckende Theorie: Er halte es für durchaus möglich, dass jemand aus dem engsten Umfeld der Heimstatt Engelbert mit dem Verschwinden des Jungen zu tun haben könnte. Da Pierre bei Fremden stark fremdelte, im Heim jedoch zu den Betreuern Vertrauen hatte, besäße diese Hypothese eine erschreckende Logik. Ein Bekannter hätte ihn ohne Gegenwehr in ein Auto bitten können. Gleichzeitig lässt die alte, ungelöste Spur nach Amsterdam den Raum für düstere Spekulationen offen, ob der hilflose junge Mann möglicherweise Opfer organisierter, pädophiler Kriminalitätsringe im Ausland geworden sein könnte.
Bis zum heutigen Tag lebt die Familie in einem unerträglichen Schwebezustand zwischen Hoffen und Bangen. Die Ungewissheit, ob Pierre Opfer eines Unfalls wurde, ob er im Wald die Orientierung verlor und verunglückte, oder ob er ein qualvolles Ende durch die Hand eines Verbrechers fand, bleibt eine klaffende Wunde. Für die Angehörigen wäre selbst die traurige Gewissheit seines Todes und das Finden seines Leichnams ein Schritt hin zu einem dauerhaften Frieden und einem würdevollen Abschied. Die Ermittler sind sich jedoch seit vielen Jahren einig: Pierre Pahlke wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Opfer eines Verbrechens. Das Verfahren läuft weiter, und die Hoffnung ruht nun auf den Auswertungen des neuen Zeugen, der vielleicht nach über einem Jahrzehnt endlich Licht in dieses tiefe, dunkle Geheimnis bringen kann.