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Der ungeklärte Mord an Maria K. (19) aus Aschaffenburg – True Crime Podcast – Ty

 

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Hallo ihr Lieben, damit herzlich willkommen auch zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crime Time. Ich freue mich, dass ihr diesmal auch alle wieder mit dabei seid. Ich weiß, im Moment kommen ein bisschen unregelmäßiger Folgen und vielleicht auch etwas kürzere, aber ich habe jetzt nicht nur einen neuen Welpen, sondern gleich zwei.

Seit fast 14 Tagen haben wir noch einen zweiten kleinen bei uns aufgenommen und natürlich muss man die erstmal eingewöhnen und ähm ja, muss mal hier oder dahin mit denen fahren. Und das war mir dann so ein bisschen wichtiger, erstmal mich auf meine beiden Tiere zu fokussieren, die noch sehr, sehr klein sind, die ein bisschen an ihre neue Umgebung zu gewöhnen, wie jetzt Folgen zu produzieren, auch wenn mir der Kanal sehr sehr wichtig ist.

Aber jetzt fange ich so langsam wieder an. Ich muss auch nur immer Zeiten finden, wo die beiden gleichzeitig schlafen, weil die spielen sonst auch immer recht laut miteinander und das wäre total doof, wenn ihr das auf den Aufnahmen hört, weil ich nämlich den größten Teil des Tages mit den beiden alleine bin.

Aber jetzt ähm kommen wir mal zum heutigen Fall, den ich jetzt hoffentlich störungsfrei für euch aufnehmen kann. Ich möchte nämlich heute mit euch über den Mord an Maria Köhler sprechen und in diesem Fall ist es ein bisschen spezieller und ich glaube, das hatten wir so auf meinem Kanal auch noch nie, denn für die Polizei ist eigentlich klar, wer Maria ermordet hat.

Nur leider können sie den Mann nicht ausfindig machen und sie haben da jetzt nicht nur einen groben Verdacht, dass es vielleicht jemand aus der Schule war oder wie auch immer. Nein, sie haben da wirklich jemanden mit Namen, mit Bildern, mit allem. Können diesen Mann aber leider nicht finden. Aber dazu kommen wir gleich.

Jetzt mal den Fall wie immer von Anfang an. Maria Köhler war 1984 erst 19 Jahre alt, also absolut kein Alter, um zu sterben. Sie lebte in Aschaffenburg im Regierungsbezirk unter Franken und Maria machte damals eine Ausbildung zur Krankenschwester in dem selben Krankenhaus wie auch ihre Schwester das tat. Die war aber schon fertig mit der Ausbildung und Maria lebte in einem Schwesternwohnheim.

Sie hatte dort ein Zimmer nah am Krankenhaus und dort lebten eben auch viele andere Frauen, die ähm dort teilweise auch ihre Ausbildung z.B. machten. Und Maria wird als eine sehr lebensfrohe junge Frau beschrieben. Sie soll voller Pläne für die Zukunft gewesen sein und konnte sich z.B.

auch vorstellen, in Afrika einmal zu arbeiten. Damals hatte Maria übrigens auch einen neuen Partner. Ich nenne den an dieser Stelle mal James. Das war ein US-amerikanischer Soldat, den sie beim Ausgehen kennengelernt hatte und die beiden waren auch noch nicht so lange ein Paar. Und Maria kam aus einer ziemlich kaputten Beziehung, wenn man das so betiteln darf.

Anderthalb Jahre war sie mit Nashchmi zusammen, der damals gewesen ist und eine türkische Staatsbürgerschaft besaß. und Nashmi war in Deutschland schon mal verheiratet gewesen. Die Ehe allerdings wurde geschieden und somit rückte auch eine Aufenthaltsgenehmigung für ihn wieder in weite Ferne. Ursprünglich war er mal mit einem Touristenvisum 1978 nach Deutschland eingereist und wollte hier studieren.

Dazu ist es aber nie gekommen. Gearbeitet hat er hier aber schon. Er wollte Maria damals auch heiraten, gab an sie zu lieben, aber eben auch heiraten zu müssen, damit er in Deutschland bleiben könne. Also Maria sollte quasi dann seine Aufenthaltserlaubnis sein, wenn man das so bezeichnen kann. Und Maria fühlte sich damals aber viel zu jung, um zu heiraten.

Außerdem konnte sie sich wohl damals auch nicht vorstellen, gerade Naschmi wirklich zu heiraten. Sie bekam des öfteren mit, wie er seine Schwester schlecht behandelte und der Umgang mit der Schwester war wohl sehr ruppig und hat Maria sehr schockiert und er soll sich auch von ihr bedient haben lassen, also von der Schwester.

Und ja, war sehr schroff zu ihr und dieses schroffe Verhalten ließ Maria eben aufhorchen. Sie hat so Angst gehabt, dass er später vielleicht sie auch so behandeln könnte, dass das Ganze so enden könnte. Und ja, das war wohl auch einer der Gründe, weshalb Maria die Beziehung nicht weiterführen wollte. Und Nashmi, der ließ aber nicht locker.

Der suchte weiterhin Kontakt zu Maria, auch als er wusste, dass Maria wieder in einer neuen Beziehung gewesen ist. Am Montag, dem 30. Juli 1984 hat Maria Wiederdienst im Krankenhaus, der um 12:30 Uhr beginnen sollte. Und auf dem Gelände des Schwesternwohnheims trifft Maria auf eine Arbeitskollegin, da ist es so ca.

12 Uhr am Montag und die beiden unterhalten sich kurz und Maria ist eigentlich auf dem Sprung ins Wohnheim. Die wollte sich noch kurz umziehen, war sowieso schon später dran. Daher ging das Gespräch mit der Arbeitskollegin auch nicht lange. Und im Krankenhaus wundert man sich, wo Maria denn bleibt, denn es ist schon Nacht 12:30 Uhr.

Sie war immer sehr zuverlässig und wurde ja auch eigentlich auf der Station gebraucht, wo sie gearbeitet hat, aber es wurde später und später am damaligen Montag und Maria kam einfach nicht. Und eine Stunde nach Dienstbeginn um ca. 13:30 Uhr klopft eine Mitbewohnerin an Marias Tür im Schwesternwohnheim, aber sie öffnet nicht, hinterlässt dir aber so eine kurze Notiz an der Tür und denkt: “Ja, vielleicht meldet sich Maria daraufhin ja mal, aber auch später zum Dienst erscheint Maria nicht mehr.

” Zwei Tage später, der August 1984, niemand hat etwas von Maria gehört und den Zettel hat sie von ihrer Tür auch nicht entfernt und dann ist für Freunde und Arbeitskollegen von Maria irgendwann klar, dass ihr etwas nicht stimmen kann. Und so wie es in Aktenzeichen XY ungelöst dargestellt wurde, muß wohl jemand für Marias Zimmer auch noch einen Schlüssel besessen haben, vermutlich für den Notfall.

Und man entschließt sich dann, ihre Tür, das Zimmer 506 zu öffnen, um zu schauen, ob alles in Ordnung ist. Die beiden Frauen, die nichts ahn damals die Tür öffnen, trifft wirklich der Schlag. Sie ähm finden Maria tot in ihrem Bett liegend vor oder auf dem Sofa liegend. Genau ist das nicht bekannt. Und Maria hatte einen Schal um ihren Hals gewickelt und da war sofort klar, dass das wohl ein Verbrechen ist und keine natürliche Todesursache.

Sie verständigen auch sofort die Polizei. Diese trifft an dem damaligen Montag um 13:15 Uhr am Schwesternwohnheim ein. Und die Kriminalpolizei trifft dann natürlich auch an. Ab jetzt ist Marias Zimmer ein Tatort. Kampfspuren hat man allerdings keine finden können. Vielleicht wurde Maria ziemlich überrumpelt mit dem Angriff auf sie.

Man sicherte aber Fingerabdrücke. Auch stellt man fest, dass Maria wohl noch jemand bewirtet haben musste. Es standen auf ihrem Tisch nämlich Gläser z.B. Also nicht nur eins, das sah wirklich so aus, als wäre ja gerade jemand bei ihr gewesen. Ihr könnt das auch auf dem einen Bild bei YouTube und auch bei Instagram sehen.

So ein bisschen in weiter Ferne zwar, aber man kann sehen, dass auf dem Tisch es so aussieht, als wäre da Besuch da gewesen. Ob das allerdings wirklich ihr Mörder gewesen ist, der Mariaen letzten Besuch abgestattet hat, das ist unklar. Später rekonstruiert man, daß Maria am 30. Juli zwischen 12 und 13 Uhr ermordet worden sein musste.

Also sehr kurz, nachdem sie ihre Kollegin draußen vor dem Schwesternwohnheim getroffen hatte. Auch ist man sich einig, dass es wohl ein überraschender Besuch gewesen sein muss, weil Maria musste ja eigentlich auch sofort zur Arbeit und ein Sexualverbrechen war es übrigens auch nicht. Also, da ist jemand wirklich nur gekommen, um eventuell zu reden oder unter einem Vorwand gekommen zu reden und hatte aber eigentlich schon längst im Sinn, Maria zu töten.

Nur warum musste Maria mit nur 19 Jahren sterben? Was war für jemanden so schlimm, dass er sie töten musste? Diese Frage muß die Kripo natürlich auch 1984 dringend klären und sie starteten damit nun eine Reihe von Befragungen aus dem beruflichen und dem privaten Umfeld Marias anzugehen. Und ähm am Montag 30.

Juli 1984 gab ein Zeuge an. habe Maria noch mit ihrem Freund James gesehen. Die soll am Morgen gewesen sein, also zu einer relativ frühen Uhrzeit. Und mittags, wir erinnern uns, wurde Maria ja noch lebend von ihrer Kollegin gesehen, mit der sie ja eben gleich dann den Dienst hätte antreten müssen.

War James der aktuelle Freund von Maria, also vielleicht ihr Mörder? Schließlich hatten die beiden ja zuletzt Kontakt kurz vor Marias Tod. Die Kripo macht sich auf den Weg zu James zu dem Gelände der US Army. James gab an, er habe zuletzt am Sonntag gesehen, nicht wie ein Zeuge aussagte, am Montag zuletzt.

Und James verwickelt sich dann in Widersprüche und wirkte auch recht sicher in seiner Aussage. Sein Dienstplan allerdings lieferte am Ende Klarheit. Er musste arbeiten, zumindest zur Tatzeit. und er konnte nicht um diese fragliche Uhrzeit bei Maria gewesen sein. Er hatte somit ein Alibi und schid dann mehr oder weniger als Täter aus.

Maria brachte James zwar am Montag morgen noch zum Bahnhof, da er in Hanau stationiert gewesen ist und mehr ist dann aber wohl nicht mehr gelaufen. Und dann gab es bei den Befragungen wieder wichtige Aussagen von Zeugen zu diesem Montagmgen auch. Um 10:15 Uhr mußte Maria James schon weggebracht haben und da sah dann ein Zeuge oder eine Zeugin Naschmi und Maria zusammen in der Citygalerie Aschaffenburg, die sich in der Goldbacher Straße befindet und auch damals wohl schon befunden hat.

Wenn nicht, korrigiert mich da bitte. Und es soll wohl sogar so gewesen sein, dass Naschmi schon am Bahnhof Aschaffenburg auf Maria getroffen sein soll. Ob er sie stalkte, da er wußte, daß sie James zum Bahnhof bringen, das ist nicht geklärt. Oder ob er einfach ja durch Zufall auch gerade dort gewesen ist.

Und 500 m von der Citygalerie entfernt in der Sandgasse, die sich wohl auch im Innenstadtbereich befindet, sah man Nashmi und Maria sehr heftig zusammen streiten. Eine Zeugin unterbricht diesen Streit sogar, weil er so schlimm gewesen sein soll. Und um sich dann von dieser Situation und diesem Streit zu entfernen, lief Maria in Richtung des Schwesternwohnheims, das sich in der Lambrechtsstraße 2 befand, so ca.

800 m entfernt von der Sandgasse. Und der Streit zwischen den beiden, wie gesagt, war ziemlich heftig, dass sogar schon Fremde eingeschritten sind. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass Maria sehr viel Angst vor Nashmi gehabt haben könnte, wie sicherlich viele Frauen, die vom Partner oder Expartner verfolgt, gestalkt oder sogar misshandelt werden.

Und bei weiteren Befragungen finden die Ermittler dann auch heraus, dass es nicht nur ein Streit am Tatmorgen zwischen den beiden gab, sondern dass die Beziehung zwischen Naschmi und Maria generell ja sehr sehr schwierig gewesen sein soll. Er, der unbedingt ja eine Beziehung zurückhaben wollte, auch um in Deutschland bleiben zu können, der aber wohl nicht den größten Respekt vor Frauen gehabt habe und Maria, die noch so viele Pläne hatte, aber eine Heirat und Naschmi gehörten nicht mehr dazu und das hat ihn wahrscheinlich dann ziemlich sauer

gemacht und das sorgte natürlich auch für große Probleme. Sie hatte ja auch einen neuen Freund und den wollte Nashmi wohl auch nicht akzeptieren. Laut den Zeugen aussagen. War das also Marias Todesurteil? Die Ermittler möchten natürlich auch Naschmi dazu befragen. Er gehört nun zum Kreis der möglichen Verdächtigen und an seiner Wohnadresse angekommen öffnet niemand.

Nicht so ungewöhnlich. Er könnte ja z.B. auch arbeiten sein, aber dann äh treffen sie auf einen Zeugen oder Nachbarn. Ähm, so genau wurde das bei Aktenzeichen XY jetzt nicht präsentiert, aber der gibt dann eben den Ermittlern bekannt, dass Nashmi schon vor ein bis zwei Tagen mit ein paar Koffern die Wohnung verlassen habe und dann eben ja die Koffer in seinen roten Mazda geladen hat und gesagt habe, er müsse dringend in die Türkei.

Und das war für die Ermittler natürlich ein sehr guter Hinweis. Es wird dann ermittelt, daß Naschmi vom Flughafen Frankfurt am Main am 31. Juli 1984 mit einem Direktflug nach Istanbul geflogen ist, mit einer Maschine der Türkish Airline. Er hat den Flug auch bar bezahlt mit 420 Dmark. Ein Rückflugticket aber hat er sich nicht geholt.

Er kam damals dann um 17 Uhr türkischer Ortszeit in Istanbul an und sein Auto stellte er auch einfach am Flughafen in Frankfurt ab. Nicht auf einem Parkplatz für Dauerparker, sondern einfach irgendwo dahin. Ja, weil er wahrscheinlich schon wusste, dass er erstmal nicht mehr zurückkehren wird. Den Flug soll Naschmi am Dienstag auch angetreten sein, nur wenige Stunden, nachdem er noch heftig mit Maria in aller Öffentlichkeit gestritten haben soll.

Nach weiteren Befragungen kommt auch ans Licht, daß es Zeugen gab, die Naschmi auch an dem Tag, wo Maria nicht mehr zum Dienst erschien, am Schwesternwohnheim gesehen haben wollen. Bewertete Maria ihn also, obwohl sie doch dringend zur Arbeit musste, musste sie vielleicht aus Eifersucht oder aus Hass sterben? Ich könnte mir z.B.

auch gut vorstellen, dass er ihr unter einem Vorwand ja vielleicht noch ein Gespräch aufschwatzen wollte. sich vielleicht entschuldigen wollte für den heftigen Streit und die beiden sich dann bei einem Getränk aussprechen wollten und die Situation dann in Marias Zimmer eskalierte und sie dann eben sterben musste oder aber das Ganze schon vorher schon von Nashmiso geplant worden sein könnte.

Mit Hochdruck suchen die Ermittler nach ihm oder auch hinweisen darauf, dass er mit dem Tod von Maria in Verbindung steht. Die türkischen Behörden werden natürlich auch mit eingeschaltet, aber die Ermittlungen in der Türkei sollen sich sehr schwierig gestaltet haben. Wenig später werden die Ermittlungen in Deutschland eingestellt. Für Marias Familie, ihre beiden Schwestern und auch ihre Eltern war der Mord an Maria ein sehr großer Schock.

Ihre Schwester, die ja auch imselben Krankenhaus gearbeitet hat, wird sogar mit der Nachricht noch beim Dienst überrascht und sie war natürlich total fertig. Es blieb nur noch Lehre und Traurigkeit. Es fiel auch oft schwer über den Fall zu sprechen. Manchmal schwieg man lieber, sagt sie und macht es innerlich mit sich selbst aus.

Und im späteren erzählt auch eine von Marias Schwestern, dass Maria erzählt habe, dass es ein Gefühl sei, dass sie wohl nicht mehr lange leben würde. Also sie muss wohl schon im Gefühl gehabt haben, dass sie irgendetwas passieren würde, vermutlich in Verbindung mit ihrem Expartner. Und die Schwester hat sich auch alle paar Jahre, ca.

Alle 10 Jahre hat sie glaube ich gesagt erkundigt bei den Ermittlern, ob es Neuigkeiten geben würde, ob wieder ermittelt wird, oft allerdings mit einer sehr unbefriedigenden Antwort. Das Ganze änderte sich dann aber glücklicherweise für die Familie im Jahr 2021. Marias Familie wird darüber auch unterrichtet, dass wieder Ermittlungen stattfinden und ihr Vater ist mittlerweile sogar schon verstorben.

Und diese neuen Ermittlungen starten sogenannte Altfallermittler bzw. Coldase Ermittler. Ob das jetzt auch sogenannte Rentnerkops gewesen sind, so werden die ja oft bezeichnet, also Ermittler, die mittlerweile in Pension sind. Das kann ich euch jetzt in dem speziellen Fall nicht sagen, aber es spielt ja jetzt auch nicht eine sehr sehr große Rolle, finde ich.

Die damaligen Aerwate werden übrigens auch noch mal herausgekramt, die man eben gesichert hat und die wurden noch mal neu untersucht, denn ich denke, ihr könnt euch vorstellen, dass man da 1984 noch nicht so viel mit anfangen konnte und es wird dann tatsächlich auch eine DNA Spur eines Mannes gefunden, wohl die von Nashm, auch wenn das nicht so deutlich bei Aktenzeichen XY ungelöst gesagt wurde, ist aber in ein paar Presseartikeln so zu lesen.

Ich verlinke euch da auch einiges zu. Und die Ermittler haben auch eine sogenannte Phänotypisung vorgenommen mit dieser DNA-Spur vom Tatort und mit dieser Typisung kann man durch die DNA feststellen, welche körperlichen Merkmale die Person z.B. gehabt hat damals, also Haut oder auch Haarfarbe und diese Phenotypisung soll wohl dann noch mal sehr stark geholfen haben, weil wahrscheinlich die Haut oder Haarfarbe dann sehr zu Naschmi gepasst hat, denn sonst würde man denke ich auch nicht so sicher davon ausgehen, dass er der Täter gewesen ist und würde so offen

auch die ganzen Fotos von ihm z.B. präsentieren. Seit 2021 passierte dann aber auch noch mal ein sehr großer Schritt, da man mit den Ermittlungen alleine wohl so nicht weitergekommen ist und vor allem auch Naschmi nicht finden konnte, versuchte man dann am 5. März 2025, also noch gar nicht so lange her, bei Aktenzeichen XY ungelöst, in der Sondersendung Cold Cases den Fall von Maria vielleicht endlich aufzuklären.

Dort wird nämlich Marias Fall als Filmfall dargestellt und am Ende wird auch noch mal ganz besonders auf Nashmi eingegangen. Er müsste heute 66 Jahre alt sein, sich optisch also erheblich verändert haben und ganz bewusst setzen die Ermittler hier aber kein Alterungsfoto ein. Sowas macht man ja z.B.

häufiger auch mal bei verschwundenen Kindern, aber da man nicht weiß, in welchen Lebensumständen er weitergelebt haben könnte, die letzten Jahrzehnte, hat man darauf dann verzichtet, weil das erheblichen Einfluss hat auf diese Alterungsfotos und man will da nichts riskieren, dass man vielleicht durch diese Alterungsfotos ihn dann nicht finden könnte, weil die schlichtweg dann eben falsch aufgebaut wurden.

Und 2004 übrigens verlor Nashmi die türkische Staatsbürgerschaft. Und für die Ermittler ist es möglich, dass er immer noch vielleicht so ein bisschen untergetaucht in der Türkei leben könnte. Aber möglich ist es für sie auch, dass er heute im arabischen Raum eventuell Syrien leben könnte, da er wohl ursprünglich aus dem türkisch-Syrischen Grenzgebiet stammt oder was Sie auch für möglich halten, dass er unter anderem Namen verdeckt in Deutschland lebt, vielleicht auch irgendwann einfach als syrischer Flüchtling hier eingewandert

sein könnte. Mittlerweile wird er wohl auch mit internationalem Haftbefehl gesucht. Man kann also schwer davon ausgehen, dass er auch wirklich der Täter sein könnte. Nashmi hatte damals Familienangehörige, unter anderem ja auch seine Schwester, die auch in Aschaffenburg gelebt haben soll, bzw. auch Angehörige in Deutschland, aber diese konnten wohl der Polizei nicht weiterhelfen, wo er sein könnte.

Zumindest hat man ihn ja bis heute nicht finden können und seine Spitznamen damals waren übrigens, das ist auch sehr wichtig, weil er sich vielleicht heute auch noch irgendwo so nennen könnte. Ahed Nasim oder auch Jilmas. Und manche wussten wohl auch seinen echten Namen überhaupt nicht.

Daher ist das wichtig, dass ich das heute noch mal explizit so erwähne. Er war damals 1,9 groß, also recht groß und veränderte auch oft sein Aussehen. Man sieht das so ein bisschen auf den Fotos, die ich euch auf YouTube und auf Instagram gestellt habe. Der volle Name ist übrigens Nashmi Geskin. Also, ich glaube, so wird er ausgesprochen s aber zumindest Rudi Zerne ihn auch ausgesprochen.

Deswegen hoffe ich, dass ich das so ungefähr jetzt richtig ausgesprochen habe. Man hat übrigens nicht nur den vollen Namen veröffentlicht, sondern auch die Handschrift von ihm. Vielleicht erkennt jemand diese Handschrift. So war die Hoffnung auch. Das würde natürlich wieder ein wenig weiter vielleicht Richtung Nashmi führen.

Er soll damals auch eine sehr tiefe Stimme gehabt haben und durch die Fingerabdrücke von ihm könnte man ihn, sofern man ihn findet, natürlich auch sehr schnell identifizieren. Außerdem lobte man eine Belohnung in Höhe von 100.000 1000 € aus, um ihn endlich finden zu können und den Mord an Maria Köhler zu klären.

Nach der Sendung Aktenzeichen XY ungelöst kamen insgesamt 15 Hinweise bei den Ermittlern an, zumindest direkt nach der Sendung. Es kann ja auch im späteren durchaus noch mehr passiert sein. Ein Hinweis sei der gewesen, dass Nashmi in der Türkei in einer Bar gearbeitet haben soll. Was aus diesem Hinweis allerdings wurde, ist nicht bekannt.

Es wurde auch nicht benannt, wann er dort gearbeitet haben soll. Das kann ja durchaus schon Jahre oder vielleicht sogar Jahrzehnte her sein. Man darf eben auch nicht vergessen, dass wenn Nashmi heute noch lebt, auf die 70 zugeht. Und ob man in diesem Alter noch in einer Bar arbeitet, das ist so ein bisschen fraglich. Kann man natürlich, aber ob das noch so das Alter für einen Barmitarbeiter ist, ich weiß es nicht.

Auch glaubt man eher nicht daran, dass er möglicherweise schon verstorben sein könnte, denn dann könnten die Angehörigen ja ohne weiteres die Info einfach Preis geben. Aber vielleicht schämt man sich auch einfach oder möchte nicht in diesen Mord mit reingezogen werden am Ende. Genauso kann er natürlich durchaus noch leben.

66 ist er jetzt noch kein so hohes Alter und die Familie oder Freunde schweigen vielleicht aus Angst oder auch aus Scham. Naschmi soll damals ja auch gerade Frauen nicht gut behandelt haben. Sollte sich das weiter so durch sein Leben gezogen haben, könnte eine eventuelle Partnerin von ihm vielleicht einfach auch aus Angst schweigen oder überhaupt nicht wissen, dass er in Deutschland dringend gesucht wird.

Wenn sie z.B. auch überhaupt kein Deutsch kann, sondern vielleicht nur Türkisch oder Arabisch. Wie soll sie das dann jemals mitbekommen? Und es googelt ja auch nicht jeder jetzt ähm seinen Partner, aber wenn, dann würde sie natürlich sehr sehr schnell darauf kommen, dass der Partner oder vielleicht Ehemann ähm ja, der Mörder von einer deutschen jungen Frau gewesen ist.

Und die Ermittler wollen trotz alledem alles daran setzen, Naschmi noch zu finden, auch wenn es so schwer ist, ihn zu finden und den Mord vermutlich damit für immer aufklären zu können. Aber ja, Mord verjrt nicht. Es ist also noch Zeit, ihn zu finden, aber hier spielt diese Zeit eben wieder ganz klar für den Täter, anstatt gegen ihn.

Christine, die mittlerweile siejährige Schwester von Maria, vermisst sie natürlich bis heute und sie hofft auf eine gerechte Strafe und darauf, dass sie Nashmi endlich finden und sie hatte sich sehr gefreut, dass der Fall noch mal vor so einem breiten Publikum dann nach so vielen Jahren noch mal bei Aktenzeichen XY ungelöst dargestellt wurde.

Und sie hofft einfach sehr, dass das Glück mit ihnen ist und nach 40 Jahren endlich der Fall für sie abgeschlossen werden kann. Zumindest so, dass jemand auch seine gerechte Strafe erhält. Und das hoffen natürlich beide Schwestern und auch die Mutter, aber die würde das wohl nicht mehr so richtig mitbekommen.

Vielleicht hat sie auch schon eine Krankheit, ist heute dement, man weiß es nicht, aber das hatte die Schwester so geäußert. Ähm, ich denke, die Mutter wird auch ihr Leben lang in Trauer gewesen sein und sich gefragt haben, was hat meine Tochter da die letzten Minuten vielleicht auch mitgemacht und warum konnte ihr vielleicht keiner im Speziellen vorher so gut helfen, dass das vielleicht nie passiert wäre.

Wobei man natürlich auch sagen muss, ähm gerade bei Pemiziden ist es ja oft so, dass Frauen vorher sehr lange gestalkt werden, bedrängt werden und dass dann durchaus auch einstweilige Verfügungen oder Annäherungsverbote ausgesprochen werden, aber diese Täter das mal so überhaupt nicht juckt. Ich stell mir auch oft die Frage, warum solche Männer nicht einfach oder solche Täter oder Täterinnen im Allgemeinen nicht einfach eine Fußfessel umbekommen, damit man diese Menschen, die andere ja Frauen oder Männer so sehr bedrängen, dass sie

wirklich Angst um ihr Leben haben müssen, nicht einfach dann überwacht werden können mit einer Fußfessel. Also das verstehe ich bis heute nicht. In Amerika würde es sowas garantiert geben und hier gibt’s das wirklich nur in Ausnahmefällen und oft nicht, wenn eine Frau bedrängt wird. Ich glaube, da muss ich wirklich in unserem Rechtsstaat noch so einiges tun, gerade was eben den Schutz von Frauen angeht, die eben so massiv von ihren Partnern oder Expartnern bedrängt werden.

Da äh ist noch sehr, sehr viel Luft nach oben und es hätte wahrscheinlich einigen Frauen, muss man so ganz ehrlich sagen, das Leben gerettet, vielleicht auch im Fall von Maria, aber in den 80er Jahren waren wir da ja noch sehr, sehr sehr weit zurück. Also hätte es das mit Sicherheit noch nicht gegeben.

Ähm es ist nur sehr traurig, dass Maria Köhler wahrscheinlich aus gekränktem Stolz oder starker Eifersucht oder Wut darüber, dass man durch sie keine Aufenthaltserlaubnis bekommen hat, ähm sterben musste. Auch wenn natürlich jetzt der Nashchmige Skinschi noch nicht vor einem Gericht stand und verurteilt wurde, so spricht ja so ziemlich alles auf ihn.

Deswegen sage ich das auch so deutlich und die Ermittler würden bestimmt auch nicht alles, was sie haben, von ihm veröffentlichen, wenn sie sich nicht zu 90 oder 95% sicher wären, dass es er gewesen ist, der Maria getötet hat. Es gab, wie gesagt, ja auch eine DNA Spur vom Tatort. Ja, ihr Lieben, ich hoffe für die Familie von Maria, dass ich dieser Fall noch aufklären wird und dass sie ähm wenigstens diese Gerechtigkeit noch erfahren dürfen und ähm dann vielleicht noch ein wenig zur Ruhe kommen können.

Und ähm ja, wenn es dann noch mal Neuerungen gibt, was ich ganz ganz doll hoffe, immerhin hat man ja Bilder von ihm, man hat Namen von ihm, man hat Spitznamen, Fingerabdrücke und und ähm sodass man ihn vielleicht doch noch irgendwann aufspüren wird können, aber ja. Nach so langer Zeit, über 40 Jahre später, hat er sich natürlich, wie ich ja eben schon sagte, deutlich optisch verändert mit Sicherheit.

Und das ganze ähm ja spielt natürlich dann klar für den Täter anstatt gegen ihn. Ja, ihr Lieben, ich mache für heute Schluss. Ihr dürft mir gerne eure Meinung zu dem Fall in die Kommentare schreiben und ja, somit bis zu einem nächsten Fall. Ich ähm beende dann, wie gesagt, jetzt die heutige Folge. Gibt mir gerne einen Daumen hoch.

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So, ihr Lieben, ähm ja, bis zum nächsten Mal. Bleibt sicher, bleibt gesund. Eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen.

 

Blutiges Visum aus Aschaffenburg: Die jahrzehntelange Jagd auf den Mörder der jungen Krankenschwester Maria Köhler

Article:

Es gibt Kriminalfälle, in denen die Mühlen der Justiz nicht an einem Mangel an Beweisen oder an der Identität des mutmaßlichen Täters scheitern, sondern an den unbarmherzigen Grenzen von Raum und Zeit. Wenn ein junges Leben voller Träume und Pläne von einer Sekunde auf die andere ausgelöscht wird, bleibt für die Hinterbliebenen eine klaffende Wunde, die auch nach Jahrzehnten nicht heilen kann. Der gewaltsame Tod der erst 19-jährigen Maria Köhler aus Aschaffenburg im Sommer 1984 ist ein solches, tief bewegendes Drama [01:25], [02:08]. Es ist die Geschichte einer jungen Frau, die sterben musste, weil sie mutig genug war, „Nein“ zu einer toxischen Beziehung zu sagen, und deren mutmaßlicher Mörder sich durch eine blitzschnelle Flucht über die Landesgrenzen hinweg bis heute der gerechten Strafe entzieht [03:57], [13:58]. Nach über 40 Jahren des Schweigens rollte eine spezialisierte Cold-Case-Einheit den Fall im März 2025 in der ZDF-Sondersendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ neu auf, gestützt auf modernste DNA-Analysen und ein astronomisch hohes Kopfgeld [17:19], [19:21], [22:38]. Was geschah in jener verhängnisvollen Mittagsstunde im Zimmer 506 des Schwesternwohnheims?

Eine angehende Krankenschwester voller Lebensfreude und Zukunftspläne

Um das unendliche Leid dieses Falles zu begreifen, muss man das Rad der Zeit in das Jahr 1984 zurückdrehen. Maria Köhler war eine überaus lebensfrohe, charmante und zielstrebige 19-jährige Frau [02:08], [02:45]. Sie lebte im unterfränkischen Aschaffenburg und absolvierte dort mit großem Engagement eine Ausbildung zur Krankenschwester [02:10], [02:20]. Es war ein Lebensweg, den sie mit ihrer älteren Schwester teilte, die dieselbe Ausbildung im selben Krankenhaus bereits erfolgreich abgeschlossen hatte [02:20], [02:28]. Maria wohnte in einem eigenen, gemütlichen Zimmer im örtlichen Schwesternwohnheim in der Lambrechtsstraße 2, in direkter Nachbarschaft zu vielen ihrer Mitschülerinnen und Kolleginnen [02:28], [02:36], [11:52].

Maria war eine junge Frau, die das Leben liebte und große Träume für die Zukunft hegte [02:45]. Unter anderem träumte sie leidenschaftlich davon, nach ihrer Ausbildung für eine Hilfsorganisation in Afrika zu arbeiten, um Menschen in Not zu helfen [02:53]. Auch privat schien sie im Sommer 1984 endlich ihr Glück gefunden zu haben. Sie hatte seit Kurzem einen neuen Partner an ihrer Seite: James, einen sympathischen US-amerikanischen Soldaten, den sie beim Ausgehen kennengelernt hatte [02:53], [03:02]. Die Beziehung war noch frisch, bot Maria jedoch den emotionalen Halt, den sie nach einer dunklen Phase ihres Lebens dringend benötigte [03:10]. Denn Maria hatte kurz zuvor eine anderthalbjährige, zutiefst belastende Beziehung hinter sich gelassen [03:10], [03:17].

Das emotionale Gefängnis: Die verhängnisvolle Beziehung zu Nashmi

Marias Ex-Freund war der damals 24-jährige Nashmi Geskin [03:17], [21:55]. Der junge Mann mit türkischer Staatsbürgerschaft war ursprünglich im Jahr 1978 mit einem einfachen Touristenvisum nach Deutschland eingereist, angeblich um ein Studium aufzunehmen [03:28], [03:37]. Zu diesem Studium war es jedoch nie gekommen; stattdessen hielt sich Nashmi mit Gelegenheitsjobs über Wasser [03:49]. Er war in Deutschland bereits einmal verheiratet gewesen, doch diese Ehe wurde geschieden [03:17], [03:28]. Mit der Scheidung drohte Nashmi jedoch das Schlimmste: Der unweigerliche Verlust seiner Aufenthaltsgenehmigung und die Abschiebung in die Türkei [03:28].

In dieser prekären Situation wurde die junge Maria für Nashmi zum sprichwörtlichen Ticket für ein dauerhaftes Bleiberecht [03:57], [04:06]. Er drängte die 19-Jährige vehement und beharrlich zu einer Heirat [03:49], [03:57]. Doch Maria spürte instinktiv, dass etwas in dieser Beziehung grundlegend falsch war. Sie fühlte sich mit ihren 19 Jahren viel zu jung für eine Ehe [04:06], [04:14]. Noch schwerer wog jedoch Nashmis Verhalten im privaten Kreis. Maria hatte mehrfach schockiert mitansehen müssen, wie schroff, respektlos und herrisch Nashmi seine eigene Schwester behandelte [04:14], [04:22]. Er ließ sich von ihr bedienen und legte einen rüden, patriarchalischen Ton an den Tag [04:22], [04:29]. Maria bekam es mit der Angst zu tun; sie befürchtete, dass Nashmi sie nach einer Hochzeit ebenso tyrannisieren und unterdrücken würde [04:29], [04:43]. Mutig zog sie den Schlussstrich und beendete die Beziehung [04:43]. Doch Nashmi war nicht bereit, ein „Nein“ zu akzeptieren. Er stalkte und belagerte die junge Frau unaufhörlich, selbst als er erfuhr, dass sie mit James einen neuen Freund hatte [04:52], [04:59].

Der 30. Juli 1984: Ein dramatischer Vormittag in Aschaffenburg

Der Tag, der alles verändern sollte, war ein Montag [04:59]. Maria hatte an diesem Tag Spätdienst im Krankenhaus, der pünktlich um 12:30 Uhr beginnen sollte [04:59], [05:11]. Am frühen Morgen brachte sie ihren Freund James noch pflichtbewusst zum Aschaffenburger Bahnhof, da dieser im nahegelegenen Hanau stationiert war [10:27], [10:35].

Gegen 10:15 Uhr am Vormittag kreuzten sich die Wege von Maria und ihrem Ex-Freund Nashmi in der Aschaffenburger City-Galerie in der Goldbacher Straße [10:43], [11:03]. Ob Nashmi sie gezielt abgefangen und gestalkt hatte oder ob es eine zufällige Begegnung war, bleibt unklar [11:11], [11:20]. Fest steht jedoch, dass die Situation nur wenig später in der nahegelegenen Sandgasse im Innenstadtbereich völlig eskalierte [11:20], [11:35]. Passanten wurden Zeugen eines erschreckend heftigen, lautstarken Streits zwischen den beiden [11:35], [11:45]. Nashmi packte und bedrängte die junge Frau derart aggressiv, dass eine mutige Passantin aktiv einschritt, um den Streit zu unterbrechen und Maria zu schützen [11:35], [11:45]. Um der bedrohlichen Situation zu entkommen, flüchtete Maria hastig zu Fuß in Richtung des rettenden Schwesternwohnheims [11:45], [11:52].

Gegen 12:00 Uhr mittags traf Maria auf dem Gelände des Wohnheims auf eine Arbeitskollegin [05:11], [05:19]. Die beiden Frauen unterhielten sich kurz im Vorbeigehen [05:19]. Maria wirkte gestresst und erklärte auf dem Sprung, dass sie sich in ihrem Zimmer nur noch schnell die Dienstkleidung anziehen müsse, da sie ohnehin schon sehr spät dran sei [05:19], [05:27]. Es war das letzte Mal, dass Maria lebend gesehen wurde [08:24].

Das grausige Schweigen im Zimmer 506

Als der Dienst auf der Krankenhausstation um 12:30 Uhr begann, blieb Marias Platz leer [05:27], [05:41]. Da sie als extrem zuverlässig galt, wunderten sich die Kolleginnen über ihr unentschuldigtes Fehlen, vermuteten jedoch zunächst ein Missverständnis [05:34], [05:41]. Um 13:30 Uhr, eine Stunde nach Dienstbeginn, ging eine besorgte Mitbewohnerin des Wohnheims zu Marias Zimmer 506 und klopfte lautstark an die Tür [05:48], [05:56], [06:40]. Da niemand öffnete, hinterließ sie eine kurze Notiz an der Klinke, in der Hoffnung, Maria würde sich nach ihrer Rückkehr melden [05:56], [06:05]. Doch der Zettel blieb unberührt.

Zwei quälende Tage vergehen, ohne dass irgendjemand ein Lebenszeichen von Maria erhält [06:05], [06:14]. Am Mittwoch, dem 1. August 1984, ist die Gewissheit, dass ein Unglück geschehen sein muss, bei Freunden und Kollegen so groß, dass sie die Heimleitung alarmieren [06:14], [06:31]. Mit einem Notschlüssel wird die schwere Holztür zum Zimmer 506 geöffnet [06:31], [06:40]. Die beiden Frauen, die den Raum betreten, werden mit einem Bild konfrontiert, das sie nie wieder vergessen werden [06:40], [06:57]. Maria liegt leblos in ihrem Zimmer [06:57], [07:04]. Um ihren zierlichen Hals ist ein Schal mit brutaler Gewalt unbarmherzig festgeknotet worden [07:04]. Die herbeigerufene Polizei kann nur noch den Tod durch Erwürgen feststellen; die 19-Jährige wurde mitten aus dem Leben gerissen [07:04], [07:12].

Spurensuche am Tatort: Ein überraschender, tödlicher Besuch

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg riegelt den Raum sofort als Tatort ab [07:12], [07:24]. Sichtbare Kampfspuren in der Wohnung gibt es nicht, was darauf hindeutet, dass das Opfer von dem Angriff vollkommen überrascht und blitzschnell überrumpelt wurde [07:24], [07:35]. Ein Sexualdelikt schließen die Gerichtsmediziner rasch aus [08:41]. Auf dem Tisch im Zimmer stoßen die Spurensicherer jedoch auf ein wichtiges Indiz: Es stehen dort zwei benutzte Gläser [07:44], [07:51]. Maria muss kurz vor ihrem Tod also noch jemanden in ihr Zimmer eingelassen und bewirtet haben [07:44], [07:51].

Die Rekonstruktion des Todeszeitpunkts engt das Zeitfenster der Tat drastisch ein: Maria wurde am Montag, dem 30. Juli, exakt zwischen 12:00 Uhr und 13:00 Uhr ermordet – nur Minuten, nachdem sie ihr Zimmer betreten hatte [08:12], [08:24]. Die Ermittler sind sich sicher: Der Mörder muss ihr gefolgt sein oder stand unmittelbar nach ihrer Rückkehr vor der Tür [08:34], [08:41]. Er täuschte vermutlich eine friedliche Aussprache oder eine Entschuldigung für den vorangegangenen Straßenstreit vor, um sich Einlass zu sichern, und schlug dann im Schutze der Privatsphäre eiskalt zu [15:09], [15:25].

Die eiskalte Flucht des Nashmi Geskin

Der Verdacht der Ermittler richtet sich sofort gegen den neuen Freund James und den Ex-Partner Nashmi [08:58], [09:07]. Während James durch seinen lückenlosen militärischen Dienstplan zur Tatzeit ein hieb- und stichfestes Alibi vorweisen kann, führt die Spur zu Nashmi direkt in die Abgründe einer generalstabsmäßig geplanten Flucht [10:01], [10:19].

Als Polizeibeamte Nashmis Wohnadresse in Aschaffenburg aufsuchen, finden sie eine verlassene Wohnung vor [13:06], [13:14]. Nachbarn berichten den Ermittlern Erschütterndes: Bereits am Montag oder Dienstag habe Nashmi hastig mehrere schwere Koffer aus der Wohnung geschleppt, sie in seinen roten Mazda geladen und im Vorbeigehen gemurmelt, er müsse aufgrund eines dringenden familiären Notfalls sofort in die Türkei reisen [13:14], [13:50].

Die Überprüfung der Flugdaten am Frankfurter Flughafen bringt die bittere Gewissheit: Am Dienstag, dem 31. Juli 1984 – nur einen Tag nach dem grausamen Mord –, kaufte Nashmi Geskin am Schalter der Turkish Airlines bar ein One-Way-Ticket nach Istanbul für 420 D-Mark [13:58], [14:10], [14:19]. Ein Rückflugticket erwarb er bezeichnenderweise nicht [14:10], [14:19]. Seinen roten Mazda stellte er einfach illegal im Halteverbot direkt vor dem Terminal ab, ohne sich um die Konsequenzen zu scheren [14:19], [14:27]. Um 17:00 Uhr türkischer Ortszeit landete der mutmaßliche Mörder in Istanbul und tauchte seither unter [14:19], [14:27]. Trotz der Einschaltung der türkischen Behörden verliefen die Ermittlungen im Ausland im Sande; der Fall fror für fast vier Jahrzehnte ein [15:43], [15:52].

Das späte Erwachen: Mit modernster Gen-Technik auf Tätersuche

Für Marias Familie begann eine jahrzehntelange, unvorstellbare Tragödie. Besonders ihre Schwester Christine, die am Tag des Leichenfunds während ihrer eigenen Schicht im Krankenhaus brutal von der Nachricht überrascht wurde, litt still und zog sich in tiefe Trauer zurück [16:02], [16:11], [16:19]. Jedes Jahrzehnt erkundigte sie sich unermüdlich bei der Staatsanwaltschaft nach Fortschritten – und wurde stets mit deprimierenden Standardphrasen abgespeist [16:52], [16:59]. Marias Vater verstarb in der Zwischenzeit, ohne jemals zu erfahren, wer seiner Tochter das Leben nahm [17:19]. Besonders unheimlich wirkt im Nachhinein eine Prophezeiung Marias: Sie hatte ihrer Schwester kurz vor der Tat anvertraut, sie habe das tiefe, düstere Gefühl, dass sie nicht mehr lange zu leben habe – eine klare Vorahnung bezüglich der latenten Bedrohung durch ihren Ex-Freund [16:34], [16:44].

Im Jahr 2021 wendete sich das Blatt spektakulär [17:08]. Eine neue Ermittlungsgruppe für ungeklärte Altfälle (Cold Cases) nahm sich die Asservate aus dem Jahr 1984 noch einmal vor [17:19], [17:31]. Dank der enormen Fortschritte in der Kriminaltechnik gelang den Experten das, was 1984 unmöglich war: Sie isolierten an den gesicherten Spuren des Tatorts eine klare, unzweifelhafte männliche DNA-Spur, die eindeutig Nashmi Geskin zugeordnet werden kann [17:52], [18:10].

Zudem führten die Ermittler eine sogenannte DNA-Phänotypisierung durch [18:18], [18:27]. Dieses hochmoderne Verfahren erlaubt es, aus reiner DNA physische Merkmale wie die ethnische Herkunft, die Augenfarbe, Hautfarbe und Haarbeschaffenheit des Täters präzise zu rekonstruieren [18:27], [18:37]. Das Ergebnis war ein Volltreffer und deckte sich haargenau mit den alten Polizeifotos des flüchtigen Türken [18:37], [18:47].

100.000 Euro Kopfgeld und die weltweite Rasterfahndung

Mit diesen erdrückenden neuen Beweisen ging die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg im März 2025 in die Offensive [19:11], [19:21]. In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ wurde Nashmi Geskin mit vollem Namen, unzensierten Fotos und sogar einer Probe seiner markanten Handschrift weltweit zur Fahndung ausgeschrieben [19:11], [21:49], [22:11]. Da er heute rund 66 Jahre alt sein müsste, verzichteten die Ermittler bewusst auf ein am Computer generiertes Alterungsfoto, um Fehlschlüsse durch unbekannte Lebensumstände zu vermeiden [19:21], [19:39], [19:48].

Nashmi verlor bereits im Jahr 2004 offiziell die türkische Staatsbürgerschaft [20:14]. Die Ermittler halten es für hochgradig wahrscheinlich, dass er entweder unter falschem Namen in der Türkei lebt oder sich im arabischen Raum, insbesondere im türkisch-syrischen Grenzgebiet, aus dem er ursprünglich stammte, eine neue Existenz aufgebaut hat [20:24], [20:32], [20:40]. Auch die Möglichkeit, dass er im Zuge der Flüchtlingsbewegungen unter einer völlig neuen Identität als vermeintlich syrischer Kriegsflüchtling unerkannt nach Deutschland zurückgekehrt ist, wird akribisch geprüft [20:40], [20:50]. Er wird steckbrieflich mit einem internationalen Haftbefehl gesucht [20:50], [21:01]. Nashmi ist ca. 1,90 Meter groß, hat eine auffallend tiefe Stimme und nutzte in der Vergangenheit die Alias-Namen „Ahmed“, „Nasim“ oder „Yilmas“ [21:09], [21:24], [21:33]. Für entscheidende Hinweise, die zu seiner Festnahme führen, wurde ein Rekord-Kopfgeld von stolzen 100.000 Euro ausgelobt [22:28], [22:38].

Nach der Fernsehausstrahlung gingen unmittelbar 15 heiße Hinweise bei der Soko ein [22:45], [22:56]. Ein Zeuge berichtete konkret, Nashmi vor einigen Jahren als Mitarbeiter in einer türkischen Bar wiedererkannt zu haben [22:56], [23:03]. Die Ermittler jagen jeder Spur mit Hochdruck hinterher. Die heute 71-jährige Schwester Christine hofft inständig, dass das Schicksal ihrer kleinen Schwester Maria nach über 40 Jahren endlich Sühne erfährt [25:12], [25:20], [25:43]. Denn Mord verjährt in Deutschland niemals – die Zeit mag für den Täter arbeiten, doch das Netz der internationalen Justiz zieht sich unaufhaltsam um ihn zusammen [24:55], [25:01].

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