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„WENN MIR ETWAS ZUSTOSSEN SOLLTE …“ Der rätselhafte Tod der Julie Jensen und die Stimme aus dem Grab T – Part 2

 Außerdem sagt Aaron Dillard im Zeugenstand auch noch, dass Mark ihm erzählt hat, dass er Panik bekommen hätte, als er gesehen hat, dass Julie noch am Leben ist, dass sie noch atmet, weil seine beiden Söhne ja auch mit da waren. Und wir erinnern uns zurück, Mark hatte ja David und auch Douglas seine Kinder angewiesen, draußen im Auto zu warten.

 Er wollte alleine ins Haus vorausgehen und nach Julie sehen. Das ist auch der Grund, warum ich vorher, als ich euch das zum ersten Mal erzählt habe, gesagt habe, ihr sollt das im Kopf behalten, denn jetzt wird das natürlich wichtig. Denn warum sollte man seine beiden Kinder anweisen, draußen im Auto zu warten und alleine voraus ins Haus zu gehen? Was sollte es dafür eigentlich für einen Grund geben? Laut Aaron Dillard war eben der Grund, der, weil Mark Julie vorher schon mit Frostschutzmittel vergiftet hat und nachsehen wollte, ob das Gift gewirkt hat und da es das nicht

hat, weil Julie noch atmete, hat er sie erstickt. Das Problem mit dieser Aussage von Aaron Dillard war allerdings, dass er selbst ein hochumstrittener Zeuge war. Ein mehrfach vorbestrafter Mann, der sich von seiner Kooperation mit der Staatsanwaltschaft offenbar Vorteile für sich selbst versprach und nach späteren Angaben auch bekam, denn Aaron Dillard räumte selbst ein, dass er sich durch seine Aussage einen Vorteil für seinen eigenen Fall erhofft hat.

 Und im Zusammenhang mit seiner Aussage in diesem Prozess gegen Mark Jenson soll er auch tatsächlich einen Deal von der Staatsanwaltschaft angeboten bekommen haben, durch den er am Ende profitierte bzw. aus dem Gefängnis entlassen worden ist. Und das kann natürlich seine Glaubwürdigkeit durchaus in Frage stellen.

 Auf der anderen Seite jedoch, und so argumentierte eben auch die Staatsanwaltschaft, war Julie Jenson in einer Position auf ihrem Kissen gefunden worden, die durchaus zu der Theorie passen könnte, dass ihr Kopf bzw. ihr Gesicht ins Kissen gedrückt wurde, dass Druck auf ihren Kopf ausgeübt worden ist. Die Anklage thematisierte vor den Geschworenen aber auch das Motiv bzw.

gleich mehrere Motive, die Mark gehabt haben könnte, seiner Frau etwas antun zu wollen. Zum einen die Affäre mit Kelly Labonte, mit der er schon vor Julies Tod über eine gemeinsame Zukunft gesprochen hat. Zum anderen aber auch den Umstand, dass Mark Julies kurze Affäre aus den frühen 90er Jahren offenbar nie wirklich verwunden hatte und über Jahre hinweg einen tiefen Groll gegen sie in sich trug, was er sie auch spüren ließ.

 Und genau in dieses Bild passte aus Sicht der Staatsanwaltschaft dann eben auch Marxverhalten rund um Julis Tod an sich. Auf viele Menschen wirkte er auffeend gelöst. Er lachte viel, riss Witze, sogar auf Julies Beerdigung. konnte er sich dahingehend offenbar nicht zurückhalten und viel unangemessen durch sein Gelächter und seine Cocktailpartimmung, wie es hieß, auf.

Obwohl es seiner Frau am Morgen ihres Todes extrem schlecht ging, so schlecht, dass sie noch nicht einmal selbständig aufrecht sitzen konnte, rief er keinen Notarzt oder auch sonst irgendwie Hilfe für sie. Und entgegen Julies ausdrücklichen Wunsch ließ er sie nach ihrem Tod einäschern. Und bereits kurze Zeit später zog dann nicht nur seine Geliebte ins Haus ein, sondern Julies Sachen zogen verpackt in Müllsäcken gleichzeitig aus.

 Doch wo eine Anklage ist, das wissen wir. Da ist in der Regel auch immer eine Verteidigung und die stellt der Jury im Kern jetzt eine völlig andere Version dieses gesamten Falles vor. Laut Verteidiger Greg Alby hätte nämlich nicht Mark seine Frau umgebracht, sondern Julie selbst habe das Ethylenglykol von sich aus eingenommen und alles so vorbereitet, dass am Ende ihr Mann wie ein Mörder aussieht.

 Ein zentraler Punkt für diese Behauptung der Verteidigung war Julies psychischer Zustand. Verteidiger Greg Alby betonte im Prozess, dass Julie wegen Depressionen in Behandlung gewesen sei und in der Vergangenheit mehrfach einen Therapeuten aufgesucht habe. Und auch wenn Julies Therapeut im Zeugenstand ausgesagt hat, Julie hätte ihm gegenüber Suizidgedanken, klar verneint, so nutzte die Verteidigung die Tatsache, dass sie eben in Behandlung war und Medikamente eingenommen hat, um ihren Punkt zu machen. Hinzu kam auch, dass Julie nur

wenige Tage vor ihrem Tod noch bei ihrem Arzt Dr. Richard Borman gewesen war, der ihr ein Antidepressivum verschrieb. Außerdem verwies die Verteidigung auch auf eine familiäre Vorgeschichte mit Depressionen und Alkoholproblemen und wollte damit das Bild einer Frau zeichnen, die innerlich weit belasteter gewesen sein könnte, als ihr Umfeld es überhaupt warnahm.

 Während die Staatsanwaltschaft ja Marx Affäre mit Kelly Laonte dazu nutzte, ein mögliches Motiv für den Mord seinerseits darzustellen, drehte die Verteidigung genau das jetzt einmal um und argumentierte, dass das Verhältnis ihres Mannes mit einer anderen Frau bei Julie zusätzlich zu Verzweiflung und Wut auf ihren Mann führte.

 In den Augen der Verteidigung habe Julie also über Wochen hinweg gezielt den Eindruck erweckt, Mark Wolle sie umbringen, damit im Falle ihres Todes der Verdacht auch direkt auf ihn fällt. Dazu nutzte sie nicht nur Menschen in ihrem Umfeld, denen sie genau davon berichtet hat, z.B. ihrer guten Freundin, der Lehrerin ihres Sohnes oder auch ihre Nachbarn, sondern sie schrieb zu guter Letzt auch noch einen Brief, indem sie all das erneut festhielt und dafür gesorgt hat, dass dieses Schriftstück der Polizei übergeben wird. Außerdem soll Julie laut

Verteidigung selbst diejenige gewesen sein, die diese ganzen Internetrecherchen, diese besagten Suchanfragen gestellt hat. Alles um es ebenso aussehen zu lassen, als habe Mark eine Vergiftung vorbereitet. Die Theorie der Staatsanwaltschaft, dass Julie nicht nur vergiftet, sondern auch erstickt worden ist, wies die Verteidigung ebenfalls zurück.

 In ihren Augen geäbe es für die Todesursache eines Erstickens keinen einzigen Beweis. und auf die Aussagen des Gefängnisinsassen Aaron Dillard, der diese Version des Geschehens ja von Mark selbst im Gefängnis erfahren haben will, könne aufgrund des Status, den er als Zeugen hat, ohnehin nichts geben. Die Verteidigung verwies außerdem auch darauf, dass man zwar Ethylenglykol in Julies Körper fand, ein direkter Nachweis dafür, wie mag ihr diese Substanz konkret verabreicht haben soll, gab es jedoch nicht.

 Und im Haus von Mark Jenson, das von der Polizei auch durchsucht worden ist, fand man wohl kein Frostschutzmittel, also jetzt keinen Kanister, kein Behältnis oder sonst irgendwelche Spuren, die darauf hinuten hätte können, dass da irgendwo Ethylenglykolen war oder ähnliches. Also, man hat kein Gefäß gefunden, wo sich diese Substanz drin befunden hat.

 Doch am Ende lag es an den zwölf Geschworenen über Markt zu urteilen und das taten sie auch. Am 21. Februar 2008 wurde Mark Jenson einstimmig für schuldig befunden. Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass er seine Frau vorsätzlich getötet hat und nur wenige Tage später am 27. Februar 2008 wurde er dann zu lebenslange Haft ohne die Chance auf Bewährung verurteilt und zur Verbüßung seiner Strafe im Dodge Correctional Institute in Warpen inhaftiert.

 Später wurde bekannt, was ich bei meiner Recherche im übrigen sehr interessant fand, dass zumindest einige Geschworene der Aussage des Gefängnis Aaron Dillard offenbar keinen Glauben schenkten und somit die Theorie Julie sei zusätzlich erstickt worden anscheinend nicht überzeugend fanden. Einig waren sich die Geschworenen aber am Ende ganz klar darüber, dass Mark für den Tod seiner Frau verantwortlich ist, indem er sie mit Frostschutzmittel vergiftet und somit getötet hat.

 Jedoch dieses Urteil sollte trotzdem zumindest noch nicht ganz das Ende dieses Falles sein. Denn nach Jahren, in denen Marx Verteidiger immer wieder Berufung eingelegt haben, wurde sein Urteil tatsächlich aufgehoben und Mark Jenson wurde ein neuer Prozess gewährt. Der Grund dafür war vor allem, dass Julies Brief und ihre Aussagen gegenüber der Polizei in diesem Schreiben im Verfahren aus rechtlicher Sicht nicht hätten verwendet werden dürfen.

 Im April 2021 kam es darum zu einem zweiten Prozess. Und um es an dieser Stelle kurz zu machen, auch in dieser zweiten Verhandlung kamen die Geschworenen wieder zu einem klaren Ergebnis. Am 1. Februar wird Mark Jenson erneut für schuldig befunden und am 14. April schließlich wieder zu lebenslangehaft, ohne die Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung verurteilt.

 Glaube ich persönlich daran, dass Mark Jenson seine Frau Julie getötet hat, indem er sie mit Frostschutzmittel vergiftete? Ja, das glaube ich allerdings. Und nicht nur das. Ich persönlich und damit sind wir wie immer am Ende meiner Videos auch bei meiner Meinung zu all dem, was ich euch heute erzählt habe angekommen. Glaube auch, dass es sie erstickt hat, als er am späten Nachmittag des 3.

 Dezember 1998 ins Schlafzimmer kam und sah, dass Julie noch atmet. Das ist an dieser Stelle freilich nur reine Spekulation von mir, aber ich bin überzeugt davon, dass es genaau so gewesen ist. Ich kann verstehen, dass die Geschworen im Gerichtsprozess auf die Aussage eines verurteilten Straftäters, wie es Aaron Dillard, einer gewesen ist, der noch dazu einen Deal mit der Staatsanwaltschaft im Gepäck hatte, als er im Zeugen stand, saß, nichts auf seine Aussage gaben oder zumindest einige der Geschworenen sie nicht geglaubt haben. Aber ich persönlich muss

sagen, ich glaube nicht deswegen daran, dass Mark Jenson Julie erstickt hat, weil Aaron Dillard das im Zeugenstand so erzählt hat, sondern ich glaube deswegen daran, weil das für mich aufgrund dessen, wie Julie aufgefunden worden ist irgendwie Sinn macht. die Art und Weise, wie sie in ihrem Bett lag, ihr Kopf ins Kissen gepresst, ihre Nase zur Seite gedrückt, war ja bereits beim Eintreffen der Polizei auffällig.

 Und auch wenn es wie gesagt am Ende keine eindeutigen Beweise dafür gibt, dass Julie neben der Tatsache, dass sie vergiftet wurde, auch erstickt worden ist, so glaube ich es trotzdem sehr wohl. Ich glaube, das mag seiner Frau entweder ins Essen oder sehr wahrscheinlich eher in ein Getränk Frostschutzmittel gemischt hat. Insgesamt zwei Dosen und das ist Julie eben dann am Morgen ihres Todesta deswegen so extrem schlecht ging, dass sie sich nicht mal mehr aufrecht halten konnte.

Mark hat daraufhin seine beiden Söhne zur Schule und in den Kindergarten gefahren. In der Hoffnung, wie gesagt, reine Spekulation von mir, ich wiederhole es noch mal, dass wenn er nach Hause kommt, dass Julie bereits tot ist. Doch ich glaube, dass genau das nicht der Fall war. Mark hat seine beiden Söhne angewiesen, draußen im Auto zu warten, weil er sicher gehen wollte.

Und als er im Schlafzimmer war und sah, dass sie noch atmet, da hat er das getan, was er von Anfang an vorhatte, Julie zu töten. Die Version der Verteidigung auf der anderen Seite, die Strategie, die davor Gericht gefahren worden ist, Julie hätte sich das Leben selbst genommen, indem sie sich mit Frostschutzmittel vergiftet hat, um ihren Mann Mark dann später als Mörder dastehen zu lassen, halte ich persönlich für einigermaßen absurd.

 und das gleich aus mehreren Gründen. Zum einen, weil Julie in ihrem Brief deutlich klar gemacht hat, dass sie sich wegen ihrer Kinder, allein wegen ihrer Kinder, die ihr alles bedeuten, niemals das Leben nehmen würde. Und zum zweiten, weil sie auf die Menschen, denen sie im Vorfeld von ihrem Verdacht Mark gegenüber erzählt hat, ehrlich verängstigt wirkte.

Und zum dritten, weil ich es in diesem Fall für geradezu bizarr halte anzunehmen, Julie hätte dieses ausgeklügelte Komplott gegen ihren Mann über Wochen hinweg geplant, aufgebaut und inszeniert und das alles nur um sich selbst mit Frostschutzmittel zu töten. Nein, das glaube ich nicht. Und dann ist da noch so eine Sache.

 Einer der Punkte auf Seiten der Verteidigung, der ja auch im Gerichtssal angesprochen worden ist, war, dass es keinen klar direkten Nachweis dafür gab, wie Julie das Ethylenglykol verabreicht worden ist. Es fand sich ja auch kein auffindbarer Frostschutzmittelbehälter oder auch ein Gefäß, dem man das Ganze hätte zuordnen können, ausdem sie z.B.

 getrunken hat oder ähnliches. Jedoch spricht die Abwesenheit von Frostschutzmittel bzw. von einem Glas mit Frostschutzmittelresten im Haus der Jens für mich ehrlich gesagt viel mehr dafür, dass Mark seine Frau vergiftet hat, als dass Julie es selbst war. Wenn sie wirklich selbst diejenige gewesen sein soll, die das Frostschutzmittel freiwillig getrunken hat, wie soll sie dann am Morgen des 3.

 Dezember 1998, wo sie sich kaum noch auf den Beinen halten konnte, nicht mal mehr richtig bei sich war und Probleme beim Atmen hatte, einen Kanister, eine Flasche oder auch das Glas, aus dem sie möglicherweise getrunken hat, noch verschwinden lassen. Ich persönlich, wie gesagt, bin davon überzeugt, dass Mark Jenson schuldig ist und finde darum auch das Urteil, das gegen ihn gefällt wurde und die Strafe, die er bekommen hat, richtig.

 Ja, meine Lieben, aber was denkt ihr? Ich weiß, dass dieser Fall wieder sehr lang, sehr komplex und voll mit Informationen war, die sich zum Teil aufgrund des Gerichtsprozesses auch noch mal wiederholt haben. Aber ich hoffe trotzdem, dass ihr bis am Ende mit dran geblieben seid, dass ihr den roten Faden nicht verloren habt und dass ihr mir jetzt zu diesem wirklich tragischen, aber auch außergewöhnlichen Fall eure persönliche Meinung unten in den Kommentaren hinterlassen werdet.

 Ich bin wie immer sehr gespannt, wie ihr das alles einschätzt. Damit verabschiede ich mich jetzt für heute von euch, meine Lieben. Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Tag und hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder. Bis dahin macht’s gut.

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Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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