Wenn Livestreams zu weit gehen T
Wenn Livestreams zu weit gehen

Es klingt eigentlich wie der Plotz einer Black Mirror Folge. Eine Gruppe Männer veranstaltet einen Livestream tagelang. Um die Zuschauer bei der Stange zu halten, machen sie die verrücktesten Dinge. Zwei der Männer lassen sich über Tage hinweg demütigen, beleidigen und schlagen. Am Ende ist einer von ihnen tot.
gestorben im Livestream vor den Augen tausender Zuschauer. Das Ganze spielt sich im August 2025 auf der Plattform Kick ab. Kick ist eine Livestreaming Plattform. Ähnlich wie auf Twitch kann man auch bei Kick Leute abonnieren und gegen die Zahlung von ein paar Euro Bonusinhalte oder Berechtigungen freischalten. Die Plattform wurde erst 2022 in Australien gegründet und hatte im August 2025 zahlenmäßig gut ein Drittel der Zuschauerschaft von Twitch.
Für ein so junges Unternehmen ist das trotzdem ziemlich beachtlich. Der Schlüssel zum Erfolg von Kick, die Auszahlungsmodelle für die Creator. Während eine Plattform wie Twitch, nämlich Anteile im zweistelligen Prozentbereich von den Einnahmen der Streamer behält, sind das bei Kick nur 5%. Am Ende bleibt also grob gesagt mehr Geld beim Creator hängen als bei anderen Plattformen.
Und noch etwas ist für manche Leute ein Vorzug an Kick. Die Moderationspolitik ist vergleichsweise lasch. Inhalte, die auf Twitch gebannt werden, kann man auf Kick zeigen. Expliziter Content ist auf Kick nicht verboten, sondern kann frei gestreamt werden. Das gilt auch für Content, der Gewalt oder andere potenziell verstörende Elemente enthält.
Und genau da steigen wir in den Fall ein bei einem Mann namens Jean Pormenov. Ein Mann, der für Klicks sehr weit gehen wird, so weit, dass er mit seinem Leben bezahlt. Es ist März 2020. Ich bin sicher, dass wir uns alle noch gut an diese Zeit erinnern. Auf einmal sitzen viele zu Hause, das öffentliche Leben hat zur Pause und die Möglichkeit mit anderen Menschen zu connecten ist plötzlich weg.
Nicht zuletzt deshalb downloaden im März 2020 Millionen Menschen die App TikTok. Ein paar lustige Videos, vielleicht unterhaltsame Streams und Inspiration für Rezepte. Mit der Pandemie steigen die Nutzerzahlen bei TikTok. Dementsprechend schauen nicht nur immer mehr Leute Content.
In der Selbstquarantäne fassen auch viele den Mut, selbst Videos hochzuladen. So auch der Franzose Jean Pormanov. Eigentlich heißt er Rafael Gravant. Er lädt Clips auf TikTok hoch, in denen über eines seiner größten Hobbys spricht. Das Gaming, Fortnite, FIFA und GTA V. Egal über welches Spiel er redet, Rafael alias Jean findet bei TikTok ein Publikum und das führt dazu, dass er Bin kurzer Zeit unfassbar viele Follower bekommt.
Bald folgen ihm schon mehr als 550.000 1000 Leute. Da er sich nun eine Community aufgebaut hat, streamt John auch immer mal wieder bei Twitch. Meist sind es einfach Laberstreams, in denen er sich mit den Leuten im Chat unterhält. Auch hier bekommt Jean schnell Follow. Insgesamt macht er auf Twitch im Laufe der Jahre mehr als 35 Millionen Aufrufe.
Wenn Jean live ist, macht er bei jedem Spaß mit. Solange er seine Follower unterhalten kann, ist er zu vielem bereit. Aber Jean verliert auch schnell mal die Nerven. Das wird zu seinem Trademark und auch zu dem Grund, warum sich immer mehr Leute über ihn lustig machen. Die Beleidigungen werden krasser, Ufern aus und Jean erkennt darin ein Geschäftsmodell.
Er wechselt von Twitch zur Plattform Kick, von der ich euch am Anfang des Videos erzählt habe. Dort können seine Zuschauer theoretisch alles mit ihm machen. Nicht nur, weil es die Community Guidelines erlauben, sondern auch Jean Pmanov selbst. Er lässt sich beleidigen, quält sich selbst mit Schlafentzug, nimmt schädliche Substanzen ein und lässt sich schlagen, würgen und erniedrigen.
Seine Follower spenden ihm dafür im Gegenzug ein paar Euro. Es klingt absurd, aber das Geschäftsmodell funktioniert. Die monatlichen Einnahmen belaufen sich auf mehrere 1000 € und andere Streamer springen auf den Zug mit auf. Jean wird oft als Zielscheibe für ihre Witze benutzt, nicht nur im Kickchat, sondern auch im echten Leben. Einer der Streamer, mit denen Jean Paano immer wieder zusammenarbeitet, ist Owen Chen Zandotti.
Online nennt er sich Naruto. Auf Narutos Instagram Profil gibt es viele Beiträge, auf denen er mit John zusammen zu sehen ist. Unter einem steht Vater und Sohn. Auch ein weiterer Streamer hängt immer wieder mit den beiden rum, Safin Hamadi. Genau wie auch Naruto kommt er aus der Großstadt Nizza. Wenn Naruto und Saffin gemeinsam mit John auf Kick streamen, haben sie Zuschauerzahlen im Tausender Bereich.
Damit sind sie in Frankreich die mit Abstand erfolgreichsten Kickstream. Ende des Jahres 2024 hat das Kickprofil von John Paulmann auf mehr als 100.000 Follower. Zu diesem Zeitpunkt sind Naruto und Saffin so gut wie immer in seinen Streams dabei. Und die Streams sind eigentlich immer gleich.
Naruto und Saffin geben Anweisung und Jean befolgt sie. Oft ist in den Streams auch ein vierter Mann namens Kudu dabei. Kudu hat laut französischen Medienberichten eine geistige Behinderung und steht sogar unter Vormundschaft. Trotzdem macht er in den Videos mit. Kudu und Jean Pormanov sind oftmals die Opfer von Naruto und Saffi, die zur Unterhaltung der Zuschauer Gewalt gegen die beiden Männer ausüben.
Im Chat werden sie vom Publikum angefeuert. Die Ausuferungen sind so krass, dass Jean und Kudu manchmal im Stream zusammenbrechen. Teilweise fallen sie danach über mehrere Wochen aus, kommen aber immer wieder in die Live Events zurück. Es wirkt als sein Jean Pormanov und Kudu für die anderen Streamer gewissermaßen LOL.
Eine Lolkaus, eine Person, die im Internet wegen ihres eigenartigen oder ungeschickten Verhaltens wiederholt, verspottet oder bloßgestellt wird. Diese Menschen werden oft ohne Selbstzumerken von anderen gemolten, also ständig provoziert oder vorgeführt, um die Community zu unterhalten oder zum Lachen zu bringen.
Das passt ziemlich gut zu dem, was Naruto und Saffin systematisch mit Jean Kudu machen. Auf diese Praktiken wird unter anderem das französische Portal Mediapaar aufmerksam. Ende Dezember 2024 veröffentlicht Mediapaar einen Videobeitrag dazu, wie Naruto und Saffin Jean Pormanov und Kudu auf Kick vorführen.
In dem Beitrag sagt eine Professorin für Privatrecht und Kriminalwissenschaften damals: “Selbst wenn die Person zustimmt, geschlagen zu werden, kann dies eine Straftat darstellen, auch unabhängig davon, ob die Person eine Behinderung hat oder nicht. Ein Richter könnte sehr schnell Maßnahmen ergreifen, um diese offensichtlich rechtswidrige Störung zu verhindern.
Naruto wird in dem Mediaparbeitrag als Betreiber des Kanals von Joe Paano genannt. Auf Anfrage des Portals schreibt er: “Die Leute sind dabei, um die Reaktion von JP und Kudu zu sehen, deren Reaktionen ziemlich untypisch sind. Wir wissen, was die Leute zum Lachen bringt und was nicht. Was Naruto selbst wahrscheinlich nicht zum Lachen bringt, ist die Tatsache, dass der Bericht direkte Konsequenzen für ihn hat.
Er und Saffin werden nach der Berichterstattung im Januar 2025 in Polizeigewahrsam genommen. Wegen der psychischen und physischen Gewalt, die die beiden für alle sichtbar in ihren Streams ausüben, wird eine polizeiliche Untersuchung eingeleitet. Zudem wird ihr Studi durchsucht und mehrere Datenträger beschlagnahmt.
Konkret vorgeworfen werden den beiden Männern öffentliche Aufforderung durch elektronische Kommunikationsmittel zu Hass oder Gewalt gegenüber einer Person oder einer Gruppe von Personen aufgrund ihrer Behinderung, vorsätzliche Gewalt gegen schutzbedürftige Personen in einer Gruppe und Unverbreitung von Bildaufnahmen Zusammenhang mit der Begehung von Straftaten gegen die Unversehrtheit von Personen.
Der Bürgermeister von Nitz bezeichnet die Streams von Naruto und Saffin damals als inakzeptabel und bestürzend. Weiterhin sagt er, das hier ist die Grenze dieser Netzwerke, die außer der Gnach Geld und Aufmerksamkeit keine Regeln und keine Kontrolle kennen. Niemand möchte, dass seine Kinder auf solche unverschämten Inhalte stoßen.
Damit spricht der Bürgermeister von Nitz einen guten Punkt an. Denn beinah noch schlimmer als die Streams selbst ist ja der Fakt, dass ich das Leute anschauen und zwar nicht nur eine Handvoll, sondern 10000. Und diese Community scheint sehr an den Livestreams voller Demütigung zu hängen. Laut Mediapar gehen nach der Berichterstattung in der Redaktion mehrere unschöne Nachrichten ein.
Die Social Media Profile von Redakteuren von ihnen werden mit Hateekommentaren und Drogen überhäuft, die offenbar aus der Community rund um Naruto und Safin und das noch bevor Naruto und Safin wegen der Sache in Gewahrsam genommen werden. Die polizeiliche Untersuchung hat sich aber schnell fürs erste erledigt.
Noch am Tag ihrer Festnahme werden Naruto und Saf wieder entlassen. Die beiden wurden von der Polizei verhört, genauso wie Jean Pormanov und Kudu. Die Staatsanwaltschaft sagt, sowohl die Personen, die möglicherweise beschuldigt werden könnten, als auch diejenigen, die möglicherweise Opfer sind, bestritten die Begehung von Straftaten.
Also Kudu und Jean Pormanov sehen sich nicht als Geschädigte. Allerdings darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es hier um viel Geld geht, denn mit den Streams verdienen die Männer laut Schätzung von Mediaparten in zwischen eine fünfstellige Summe pro Monat. Die Behörden stellen die Ermittlungen der Sache nicht ein, aber zunächst einmal können sie nicht viel tun.
Und Naruto und Safin, die machen weiter, genau wie Jean Pormanov und Kudu, die weiterhin mit den beiden Stream. Während eines Streams im Juli 2025 reden Naruto, Saphin und Jean sogar darüber, was wäre, wenn Jean während eines Streams sterben würde. Daraufhin wenden sie sich an ihn, Kudo und einen weiteren Mann.
Naruto und Safin fordern sie auf zu versprechen, die volle Verantwortung dafür auf sich zu nehmen, sollten sie live sterben. Man sieht, wie Joe Pormanov etwas zögert. Dann sagt er, ich habe keine Lust zu sterben. Wenn mir live etwas zust, na ja, dann ist das meine alleinige Verantwortung. Aber nicht jetzt. Nicht einmal einen Monat nach diesem Gespräch wird genau das passieren.

Für den August 2025 haben Naruto, Sfin und Jean ihren nächsten großen Stream geplant. Kudu ist ebenfalls wieder dabei. Außerdem ein weiterer Streamer namens Tis Chavan. Gemeinsam wollen die Männer tagelang durchgehen streamen ohne Unterbrechung. Es wird John Pman noch letzter Stream werden. Der Stream, der am Abend des 5.
August 2025 startet, eskaliert schnell. Schon den ersten Minuten wird Jean seine Brille abgezogen und quer durch den Raum geworfen. Nicht mal eine Stunde nach dem Start des Streams wird John zum ersten Mal geschlagen, weil er sich einer Anweisung von Naruto widersetzt hat. Schon am 6. August, dem zweiten Tag des Streams, hat John Pormanov wieder einen seiner berüchtigten Ausraste.
Als ihm wieder seine Brille geklaut wird, wird er sauer. Er sagt, er wolle abhauen. Naruto entgegnet daraufhin: “Nein, das kannst du nicht. Du sitzt fest.” Jean droht darauf, er würde die Polizei einschalten. Naruto sagt: “Nein, nein, nein, du rufst niemanden an.” Keine zwei Stunden später stirbt Naruto Jean eine Plastiktüte über den Kopf.
Etwas, womit er ihn leicht hätte ersticken können. Wieder droht Jean mit der Polizei, aber die anderen machen sich nur darüber lustig. Am nächsten Tag, dem 7. August, klagt Jean über Schmerz. Er sagt, er wolle ins Krankenhaus, aber die anderen lassen ihn nicht. Safin bezeichnet ihn als ihren Hund. Er und die anderen Männer legen Jean ein Halsband an und geben ihm darüber Elektroschcks.
Während des Streams sieht man die verschiedensten Sachen. Live, ungeschnitten und unzensiert. Jean Pmanov wird geschlagen und gewirkt. Er wird vom Chat als auch von den anderen Streamern aufs Übelste beleidigt. Immer wieder werden er und Kudu von den anderen auch dazu gezwungen, sich gegenseitig zu schlagen.
Immer wieder äußert er den Wunsch nach Hause zu gehen oder die Polizei zu rufen und klagt über Schmerzen. Weitere Details zu dem, was ihm und Kudu angetan wird, kann ich nicht äußern, weil sonst das Video hier gesperrt werden würde. Aber sie haben ihnen wirklich Unglaubliches angetan. Das führt auch dazu, dass die Polizei am 13.
August vorbeischaut. Auch währenddessen läuft der Stream weiter. Offenbar wurde die Polizei von einigen Zuschauern alarmiert, um uns zu nerven, wie Naruto den Zuschauern erklärt. Man hört im Stream einen Polizisten fragen, ob alles in Ordnung sei. Naruto bejaht das. Der Polizist fordert ihn noch auch, die Zuschauer besser zu sensibilisieren.
Schließlich habe die Polizei allerhand zu tun. Naruto entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten. Am nächsten Morgen schaut noch mal ein anderer Polizist vorbei, um die Personalien der Männer aufzunehmen. Offenbar weiß dieser gar nicht, worum es geht und wen er da vor sich hat. Man hört, wie der Polizist im Off sagt: “Filmen Sie sich hier beim Schlafen oder was?” Er nimmt nur die Personalien auf und ist dann wieder weg.
Das liegt nah, dass die Zuschauer die Polizei nicht gerufen haben, weil sie sich um Jean und Kudu Sorgen gemacht haben. Es liegt eher nah, dass es sich um einen Fall von Swatting handelt. Swatting ist eine Straftat, bei der Täter absichtlich einen falschen Notruf absetzen, um schwer bewaffnete Polizei oder Spezialeinsatzkräfte zu einer bestimmten Adresse zu schicken, obwohl es keinen echten Notfall gibt.
Besonders häufig betroffen sind Livestreamer und Influencer. Gut möglich, dass genau das auch in diesem Fall passiert ist. Jedenfalls scheinen die jeweiligen Einsatzkräfte nicht gewusst zu haben, dass Jean selbst während des Streams mehrmals den Wunsch geäußert hat, die Polizei zu rufen. Aber das sind nur Spekulation.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme hat die Gendarmarie sich nicht zu dem Grund für die beiden Einsätze geäußert. Am 17. August wird Jean wieder mehrfach von Naruto geschlagen. Neudroht Jean damit die Polizei zu rufen. Nach einem besonders heftigen Schlag bittte John darum, dass jemand in einem Krankenhaus anruft. Das macht aber niemand. Stattdessen gibt es einen weiteren Schlag von Tois Chavan.
Gegen 1 Uhr morgen des 18. August gehen die Männer schlaf. Die Live Übertragung läuft aber weiter. Vorher schreibt Jean seiner Mutter noch eine SMS. Darin steht folgendes. Hallo Mama, wie geht es dir? Ich stecke seit einer Weile in seinem tödlichen Spiel fest. Es geht zu weit. Ich habe das Gefühl in ihrem beschissenen Konzept gefangen zu sein.
Ich habe es satt. Ich will weg. Der andere will das nicht. Er hält mich gefangen. Wenige Stunden später ist Jean Pormanov tot. Der Stream wird am Vormittag des 18. August 2025. Gegen Ende des Streams liegt John Pmanov regungslos auf einer Matratze unter einer Bettdecke. Die anderen Streamer rufen ihm etwas zu, aber Jean reagiert nicht.
Zu diesem Zeitpunkt zeigt eine Zahl in der Ecke des Screens an, dass der Stream seit 298 Stunden ununterbrochen läuft, also seit 12 Tagen. Jemand sagt, er liegt da in einer echt komischen Position. Dann bricht der Livestream ab. Als der Stream aus dem Nichts zu Ende ist, strömen die Zuschauer auf den dazugehörigen Discordkanal.
Schnell gibt es die verschiedensten Gerüchte, dass mit Johaft nicht stimmt. Ein Zuschauer schreibt: “Jo habe sich während des Streams schon etwa 40 Minuten lang nicht bewegt.” Um 11 Uhr 9 Uhr gibt einer der Discord Moderatoren bekannt, dass es ein Problem mit J geb gäbe. Als Naruto versucht habe ihn aufzuwecken, habe er nicht reagiert.
Der Moderator bittet darum von Spekulationen abzusehen. Um 11:15 Uhr wird der Discordkanal gesperrt. Im Laufe des Mittags verbreitet sich das Video von dem Abbruch des Streams und Fotos von Polizeiwagen, die vor dem Haus stehen, indem die Männer den Stream aufgezeichnet hab. Alle haben schon eine Vorahnung, warum die Polizei da ist.
Ein paar Stunden später kommt die Bestätigung. Am Nachmittag des 18. August wird der Tod von Joan Pormenov bekannt gegeben. Er wurde nur 46 Jahre alt. Sein Coamer Naruto äußert sich selbst in seiner Instagram Story. Dort schreibt er: “Ich habe den Tag, an dem ich diese Worte schreiben muss, immer gefürchtet. Traurigerweise hat uns JP Rafael Gravant letzte Nacht verlassen.
Ich bitte euch alle sein Andenken zu ehren und das Video seines letzten Atemzugs im Schlaf nicht zu teilen. Damit bezieht sich Naruto darauf, dass Clips aus dem Stream mittlerweile viral gehen, inklusive der letzten Momente, in denen klar wird, dass mit Johnt. Die Staatsanwaltschaft Nitz hat Ermittlung eingeleitet und laut Medienberichten mehrere Geräte und Videos beschlagnamt.
Die Plattform Kick hat die anderen beteiligten Streamer vorerst gesperrt. Inzwischen wurde bekannt gegeben, dass der Tod von Jeanlaut einer Autopsie keine traumatische Ursache hat und nichts im Zusammenhang mit dem Eingreifen eines Dritten steht. Es wurden zusätzlich toxikologische und anatomopathologische Untersuchungen angeordnet, um die Todesursache final zu klären.
Woran Jean gestorben ist, ist also immer noch nicht ganz klar und auch nicht, ob Naruto, Saphin und Toav irgendwie für die Streams belangt werden können, in den Jean und Kudu bloßgestellt wurden. Kudu hat sein Instagram Profil inzwischen übrigens gelöscht und scheint abgetaucht zu sein. Frankreichs Digitalministerin hat sich umfassend zu dem Fall geäußert.
Sie scheint Plattform wie Kick zukünftig stärker regulieren zu wollen. Sie sagt, die Verantwortung von Onlineplattformen für die Verbreitung illegale Inhalte ist keine Option, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Ein solches Versagen kann zu schlimmsten Folgen führen und hat in Frankreich, Europa und anderswo keinen Platz.
Weiter erklärt sie, dass der Fall an zwei Behörden weitergeleitet wurde. Einmal an Akom, die Regulierungsbehörde für digitale und audiovisuelle Kommunikation und dann noch an Faros, ein Portal zur Meldung illegaler Internetinhalte. Naruto und Saffin haben sich inzwischen Anwälte genommen. Einer der Anwälter erklärt, sein Mandant habe nichts mit dem Tod von John Pormanov zu tun.
Der Verstorbene habe unser Herz Kreislaufproblemen gelitten. Bezogen auf die krassen Videoclips sagt er, das sei alles gespielt gewesen. Die Streamer inklusive Jean hätten ein genaues Videos gehabt, dem sie einfach gefolgt sind. Aber die SMS, die Jean seine Mutter geschickt hat, klingt da ganz anders. Darin hieß es ja, er sei gefangen und wolle aus dem Spiel raus.
Man würde ihn aber nicht gehen lassen. Ob das dafür reicht, ein Verfahren gegen die anderen Streamer einzuleiten, wird sich zeigen. Die Plattform KCK selbst hat der Familie von Jean Byight ausgesprochen und untersucht den Fall laut eigenen Angaben mit Hochdruck. Die Community Guidelines von Kick seinen dazu, Dark Creator zu schützen.
Im Fall von Jean Pormenov hat das offensichtlich nicht funktioniert. Damit sind wir am Ende dieses echt krassen Videos angekommen. Das ganze Ausmaß ist mir erst während der Recherche bewusst geworden. Wie viele von euch ist mir schon beim Lesen der ersten Pressemeldung echt übel geworden. Aber was in diesem Stream dann konkret los war, hat meine Vorstellung wirklich übertroffen.
es ja sein kann, dass niemand für all das belangt wird, denn Jean Poronow hat zwar während des Streams gesagt, er wolle die Polizei einschalten, hat das aber nicht gemacht. Als er im Januar zu der Polizei hatte, hat er ja genau wie Kudu behauptet, das sei alles freiwillig, aber das macht es ja nicht besser.
Juristisch, aber dafür umso schwierig. Schreibt mir eure Gedanken zu diesem Fall gerne in die Kommentare. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir da alle Redebedarf haben. Ganz nebenbei unterstützt ihr auch so den Kanal, denn jegliche Interaktion erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Video Leuten vorgeschlagen wird, die in Solito noch nicht abonniert haben.
Wenn ihr mich noch weiter unterstützen wollt, abonniert mich gerne bei Patreon, dann bekommt ihr die Videos auch ohne Zensur und ohne Werbung. Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen. Ich wünsche euch einen guten Morgen, Mittag oder Abend, nachdem wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen.
Bis dahin, ciao Leute. Yeah.