Wahre Verbrechen I Mord an Polizist an Heiligabend in Herborn T
Wahre Verbrechen I Mord an Polizist an Heiligabend in Herborn

Das absolut besondere an diesem Fall war, es war Heiligabend und ein Polizist wurde kaltblütig ermordet. Ein Polizist, der tagtäglich für unsere Sicherheit sorgt. Ein Polizist, der auch Mensch ist, der auch Familie hat und in diesem Fall vier Söhne und an diesem Tag an Heiligabend abends das Weihnachtsfest feiern wollte mit seiner Familie wie alle anderen auch.
Ich äh habe an diesem Tag ziemlich zeitnah die Angehörigen mit ihrem 8 Monate alten Kind auf dem Arm zusammen mit der Notfallseelsorge und einem Kollegen angetroffen und ihr die Nachricht überbracht. Das waren für sie Worte, die ihre Welt in Stücke rissen an diesem Tag. Es war eine, glaube ich, meiner Pflichten, die ich in 44 Jahren Dienstzeit äh mir immer in Erinnerung bleibt und die ich nie vergessen werde.
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Dezember 2015, Heiligabend. Es ist kurz nach 6:30 Uhr morgens, als ein Wetzler ein Mann ohne Fahrschein Regionalzug in Richtung Dillenburg stand. Dominik Mies war damals ermittelnder Staatsanwalt in dem Fall. Und es kam, wie es kommen musste. Ein Zugbegleiter hat ihn kontrolliert und Patrick S hat auch freimütig eingeräumt, dass er keinen Fahrschein habe.
Er hat später gesagt, er habe gehofft, dass der Zugbegleiter ihn trotzdem weiterfahren lasse, weil ja Heiligabend sei. Das hat der Zugbegleiter aber nicht mitgemacht. Er hat gegenüber Patrick S gesagt, er kann da nichts tun, das ist halt sein Job. Und dann hat Patrick es gesagt, dann ruft doch die Polizei.
Das hat der Zugbegleiter dann auch getan und der Zug hat dann in Herborn gehalten. Zwei Polizeibeamte aus Herborn sind an den Bahnhof gekommen. Der 46 Jahre alte Christophre und sein Kollege Thomas F. Der damalige Dienststellenleiter Holger Geller kann sich an diesen Tag noch genau erinnern. Man weiß, dass der Kollege in das Zugabteil gegangen ist.
hat sofort gesehen, dass der Täter mit einem Messer bewaffnet ist, hat dann sofort mit dem Täter gerangelt, der natürlich äh körperlich deutlich überlegen war, kraft kräftmäßig deutlich überlegen war und mit einer Präzision und an einer Sicherheit auf den Kollegen eingestochen hat und vor allem was mich beeindruckt hat, dass er genau die Stellen gewählt hat, wo die Schutzfeste nicht ist, nämlich im Schulter, Halsbereich, Rückenbereich.
Er hat ihn dann auf Abstand gehalten mit der rechten Hand, hat ihn am Kragen gepackt und dann mit der linken Hand sofort weitere viermal in kürzester Zeit in den Hals gestochen. Dann betrat Thomas F den Zug. Thomas F. Und Christoph R gelang es den Täter in eine Ecke zu drängen und Patrick Eske gelang es allerdings Thomas F4 Stiche in die Schulter zu versetzen und dann ist Christoph er aus dem Zug geflüchtet.
Der zweite Kollege geht zwei Schritte rückwärts und fällt dann einfach auf den Rücken um. Der Täter wendet sich ihm zu und wie man ja weiß, hat der Kollege in seinen letzten Sekunden, die er gelebt hat, die Waffe gezogen und zweimal auf ihn geschossen und ihn in Hüfte und Oberschenkel getroffen.
Das hat dem Kollegen F das Leben gerettet. Man kann also sagen, dass Christoph er mit der letzten Handlung seines Lebens verhindert hat, dass ein Kollege getötet wird. Wobei kennzeichnend war noch bei dieser Geschichte, dass der Kollege, der äh am Boden lag, dann aufgestanden ist, sich zum Täterwandel ihn sagte: “Sag mal, du hast gerade einen Kollegen umgebracht, der vier Kinder hat.
” Und äh der Täter ihm antworte: “Selchuld, ihr Arschlöcher.” Christoph R. hat keine Chance, seine schweren Verletzungen zu überleben. Das Opfer war ein 66-jähriger Kollege meiner Dienststelle. Die Dienststelle selbst ähm hat ungefähr 50 Kollegen. Er war einer davon in einer Dienstschicht und ich hatte den Kollegen so kennengelernt, dass er sehr engagiert ist, ein fröhlicher, offener, lustiger Mensch.
Vor allem war Christoph er aber Mensch und Familienvater, Vater von vier minderjährigen Söhnen und er war gerade wieder Vater geworden von einem 8 Monate alten Jungen und hat sich darauf gefreut am Abend des 24.12. mit seiner Lebensgefährtin und mit seinem 8 Monate alten Sohn Weihnachten feiern zu können. Dazu ist es aufgrund der Tat von Patrick S nicht mehr gekommen.
An dem Tag selber natürlich waren die Kollegen, die im Dienst waren geschockt. Apathie Wut. Wir haben sie aus dem Dienst rausnehmen müssen. Sie wurden psychologisch begleitet. Wir haben sofort Kollegen gefunden, die sich gemeldet haben an Heiligabend und gesagt haben, ich komme, ich mache Dienst, obwohl ich eigentlich zu Hause mit der Familie feiern möchte.
Patrick S, der Täter, kommt ins Krankenhaus und wird dort festgenommen. Patrick S ist relativ normal als Kind groß geworden. Er hat dann jedoch relativ früh begonnen, Alkohol zu konsumieren. Er hat die Hauptschule verlassen mit einem Abgangszeugnis, hat dann mehr oder weniger in den Tag hineingelebt, hat weiter Alkohol und Drogen konsumiert und dann hat er auch begonnen, Straftaten zu begehen.
Der Täter war polizeibekannt, der war vorbestraft, aber hier direkt in Herborn war er nicht aufgetreten. Von daher kannten ihn die Kollegen hier nicht. Ähm, die Dillenburger Kollegen kannten ihn, die hatten schon mit ihm zu tun und wie gesagt, er hat verschiedene Gewaldelikte schon begangen gehabt, auch mit Messer.
Er hat relativ kurz vor der Tat sich die Buchstaben ACAB auf die Rücken seiner Finger tätowieren lassen. All Cops are bastards. Der offensichtliche Hass gegen Polizeibeamte lässt die Ermittler aufhorchen. Hat Patrick S. möglicherweise aus niederen Beweggründen getötet. Der 27-jährige wird wegen Mordes in Tateinheit mit versuchtem Mord gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Fahrens ohne Fahrschein angeklagt.
Patrick S hat über seinen Verteidiger eine Einlassung verlesen lassen und diese Einlassung war bemerkenswert, denn in dieser Einlassung gab der Verteidiger für Patrick an, dass dieser keinen Hass auf Polizeibeamte in irgendeiner Form verspüre. Und es wurde angegeben, dass Patrick es zum Zeitpunkt der Tat nicht erkannt habe, dass es sich bei den zwei Personen, die in den Zug kam, um Polizeibeamte gehandelt habe.
Patrick S sei davon ausgegangen, dass es sich um irgendwelche Personen gehandelt habe, die sich möglicherweise auf vor aufgrund vorheriger Streitereien an ihm rechen wollten. Er führte an, er sei mal in einem Rockerclub gewesen und das hätten möglicherweise Personen aus diesem Rockerclub sein können, denn er sei aus diesem Club ausgeschieden.
Diese zwei Punkte. Einmal Patrick S hat keinen Hass auf Polizeibeamte und er konnte nicht erkennen, dass es sich bei den Personen um Polizeibeamte handelt. Diese Punkte mussten wir Patrick S widerlegen. Unter anderem spielt jetzt das Antipolizisten Tattoo eine große Rolle.
Außerdem befragen die Ermittler Zeugen im Umfeld von Patrick S. Er hatte ein Jahr vor der Tat auf einer Party anlässlich einer Haftentlassung schon angekündigt, dass er mal einen Polizeibeamten abstechen werde und zwar in den Hals dort, wo der Polizeibeamte eben nicht geschützt ist. Hinsichtlich des Punktes, dass er nicht erkannt hat, dass es sich bei den Personen, die in den Zug kam, um Polizeibeamter handelte, war es etwas schwieriger, denn das wussten wir aufgrund der Tageszeit.
Die Lichtverhältnisse waren schwierig, denn es war morgens 7 Uhr am 24.12. Dementsprechend war es noch dunkel. Das Gericht will es genau wissen und beraumt einen Ortstermin am Tatort an. Man hat sich die Lichtverhältnisse angeschaut, man stand im Zug, hat nach draußen geschaut und da konnte das Gericht feststellen, dass es nicht so war, wie Patrick S es gesagt hat, nämlich, dass die Spiegelung so groß war, dass man nicht hat erkennen können, dass es sich bei den Personen um Polizeibeamter handelt. Wir haben einen
Polizeibeamten die Treppen hochkommen lassen und man konnte aus dem Zug ganz klar die Uniform erkennen. Dementsprechend war das widerlegt. Über den Ortstermin wird im Radio berichtet. Eine Krankenschwester meldet sich bei der Polizei. Sie kennt Patrick S aus dem Haftkrankenhaus, in dem er unmittelbar nach der Tat behandelt worden war.
Die Krankenschwester wurde dann zur Hauptverhandlung geladen und hat eine beeindruckende Zeugenaussage gemacht. Sie hat nämlich gesagt, dass sie Patrick S behandelt hat und Patrick S habe zu ihr in deutlichen Worten gesagt: “Scheiß Bullen, die sind doch selbst dran schuld. Wenn ein Bulle mich angreift, mache ich den platt.
” Und mit dieser Aussage dieser Krankenschwester hatten wir natürlich perfekt untermauert, dass das was Patrick S in seiner Einlassung gesagt hat, nämlich dass er die Polizeibeamten nicht erkannt hat und dass er keinen Hass gegenüber Polizeibeamten verspürt, nicht der Wahrheit entspricht. 22 Prozesstage, 67 Zeugen, vier Sachverständige, ein Ortstermin.
Das Gericht arbeitet sehr sorgfältig. Der Vater des Getöteten, einer der Söhne und die Lebensgefährtin von Christoph verfolgen den Prozess als Nebenkläger. Das Landgericht Limburg hat Patrick S. wegen Mordes, versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung, Beförderungserschleichung und Beleidigung zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und darüber hinaus die besondere Schwere der Schuld festgestellt.
Das Urteil war wurde mit einer großen Erleichterung aufgenommen. Es war ja auch 14 Tage vor Weihnachten, also sich diese Mord gejährt hätte und für die Kollegen war es wichtig, dass vor Weihnachten noch das Urteil gesprochen wurde. Der Täter wegen Mordes und besonderer Schwere der Schuld ins Gefängnis kam und sicher war, dass er nicht nach 15 Jahren schon wieder rauskann, sondern so hoffen wir lebenslang sitzt.
Die besondere Schwere der Schuld wird vom Gericht festgestellt, wenn über die lebenslange Freiheitsstrafe hinaus noch ganz besondere Umstände vorliegen, die es erforderlich machen, den Verurteilten auch später noch zu überprüfen, ob er gefährlich für die Allgemeinheit ist. Und das hat das Gericht hier abgewogen und hier in Betracht gezogen, dass wir hier zwei Opfer zu verzeichnen haben.
Nicht nur den getöteten Christoph R. sondern auch Thomas F, der ganz erheblich verletzt worden ist. Das bedeutet, dass keine sogenannte Entlassungsautomatik eintritt. Das heißt, es wird nach 15 Jahren nicht automatisch geprüft. ob Patrick aus der Haft entlassen werden kann. Das erschreckende an dem Fall war, dass man bei einer normalen Personalienfeststellung eigentlich nie davon ausgeht wegen Schwarzfahren, dass es dort Probleme gibt.
Man erwartet in dieser Situation keinen Täter, der einen angreift. Und das erschreckende war, dass der Täter wohl den den Entschluss gefasst hatte, wenn die Kollegen in den Zukommen, greife ich die mit Messer an und ich töte sie. Patrick S. So hat es das Landgericht Limburg festgestellt, hatte einen erheblichen Hass gegenüber Polizeibeamte, hat angekündigt, dass er irgendwann einen Polizeibeamten erstechen wird und das hat er in die Tat umgesetzt.
Christoph R. war dementsprechend das Zufallsopfer basierend auf der Nichtigkeit einer Fahrscheinkontrolle. Der Vorfall von Heiligabend 2015 hat auch Konsequenzen für die Ausbildung der Polizeibeamten. Es hat sich auch das Sicherheitstraining verändert seit dieser Zeit. Die Messeangriffe werden besonders noch mal aufgegriffen beim beim Sicherheitstraining, was die Kollegen routinemäßig im Jahr durchführen müssen.
Ähm die Kollegen legen viel mehr Wert auf Eigensicherung, sind wesentlich aufmerksamer, wenn es um Täter geht, die irgendeinen Gegenstand dabei haben und von daher glaube ich schon, dass ich das geändert hat, aber letztendlich verhindern lässt sich so eine Tat und so eine Situation nicht. Es gab keine Demo für die Kollegen.
Es gab keine Demonstration. Wenn ein Polizist aber einen Menschen erschießt, der ein Messer hat und man dann zweifelt, ob das rechtmäßig war oder nicht, werden sie draußen mehrere Demonstrationen finden. Und das bedrückt mich, dass das Ganze in einem Meinungskorridor gesehen wird, der nur in die eine Richtung geht und natürlich den Respekt vor der Polizei beeinträchtigt.
Wenn man sagt, äh hat man nicht eine andere Möglichkeit, einen Messerangreifer ähm abzuwehren, außer ihm auf ihn zu schießen. Das sage ich. Momentan haben wir keine andere Möglichkeit, weglaufen oder schießen. Über dies Wochenende hinaus hat man nichts von Julit gehört. Am Montag ist sie dann auch nicht zur Schule gekommen und das hat die Mitschülerin von Judith nervös gemacht, weil sie sagt, Judit ist sowas von zuverlässig und auch zielstrebig in ihrer in ihrer schulischen Ausbildung gerade.
Sie würde nicht unentschuldigt fehlen. Die Freundin wandte sich dann an die Mutter. Es gab mehrere Versuche, sie dann telefonisch äh zu erreichen. Die Mutter und der Vater sind dann zu ihrer Wohnung gefahren, haben versucht, sie an der Wohnung anzutreffen, haben festgestellt, dass ihr Auto nicht da ist, so dass die Mutter zumindest davon ausgegangen ist, irgendwas stimmt hier nicht, irgendwas ist hier passiert.
Als man diese Weitläufigkeit der Spuren, die unterschiedlichen Thematiken, die diese Spuren betreffen oder Ermittlungskomplexe betreffen, aufkam, auf jeden Fall verwundert. Das ist vieles, was absolutes Neuland auch für uns ist, Thematiken waren, mit denen wir uns noch nie auseinandersetzen mussten. Polizeiinspektion Nienburg Schaumburg bei Hannover.
Kriminalhauptkommissar Christoph Burghard hat Dienst, als am 15. September 2015 eine vermissten Meldung eingeht. Seit 3 Tagen fehlt von der 23-jährigen Judit T. Jede Spur. Die Kollegin, die die vermissten Anzeige dann zunächst bearbeitet hat, hat weitere Informationen über Judit eingeholt und letztendlich auch eine Handyortung veranlasst.
Diese ergab, dass Judit das letzte Mal am 12.09.2015, 2015, das war ein Samstag, ihr Mobiltelefon benutzt hatte. Das Handy ist also seit drei Tagen nicht mehr in Betrieb. Das macht die Ermittler stutzig. Sie befragen die Nachbarn. Die Nachbarin erinnerte sich daran, dass Judit mit ihrem PKW zunächst in Begleitung einer jüngeren männlichen Person mit kurzen Haaren und Stiernacken war.
Die Ermittler wenden sich an die Öffentlichkeit und suchen nach Judit, ihrem roten Fiat und dem Unbekannten Begleiter. Daraufhin gibt es einen Hinweis auf den Reburger Stadtteil Lockum. Wir sind jetzt auf dem Marktplatz in Lockum, der ist ziemlich gegenübergelegen vom Klosterlockum. Hier ist an dem Donnerstag zunächst der PKW festgestellt worden.
Der stand hier ziemlich genau an dieser Stelle ordnungsgemäß abgeparkt, war verschlossen. Sofort untersuchen die Ermittler den roten Fiat auf Spuren ohne Erfolg. Lediglich die DNA von Judit kann festgestellt werden. Der Parkplatz ist ein beliebter Ort, um eine Wanderung in den nahe gelegenen Klosterwald zu starten.
Ist das ein Hinweis darauf, wo sich Judith befinden könnte? Nach der Beschreibung ähm ihrer Familie, ihrer Angehörigen noch Schulfreunde war das war das schon typisch für Judit. Judit wurde als sehr naturverbunden äh beschrieben, die auch die Entspannung in der Natur sucht. Gerade der Wald zog sie an. Ist Judit im Lokumer Klosterwald? Hat sie sich verletzt und wartet auf Hilfe? Mittlerweile sind seit ihrem Verschwinden fünf Tage vergangen.
Wir haben natürlich zunächst eigene Suchmaßnahmen hier veranlasst, unter anderem in Mentrailerhunden. Ähm diese Suchen verliefen nicht erfolgversprechend. Wir konnten diesen großen Bereich gar nicht äh im Detail äh durchkämmen durchsuchen, sodass äh bereits Planungen bestanden mit Hundertschaften in den darauffolgenden Tagen äh hier eine koordinierte Absuche durchzuführen.
Während der Planung erreicht den Ermittler ein schockierender Anruf. Judits Vater ist selbstständig auf die Suche gegangen und hat tief im Wald die Leiche seiner Tochter gefunden. Hier in diesem Bereich, an diesem Platz wurde Judit damals von ihrem Vater aufgefunden. Hier ist jetzt der unmittelbare Leichenfundort.
Judit lag hier mit Ästen bedeckt. Die Äste waren in mehrfachen Schichten übereinander getragen. Der Leichnah der 23-jährigen ist unbekleidet, außer einer Sneakersocke am linken Fuß. An der Toten selbst können zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Feststellungen gemacht werden. Aufgrund der feuchten, warmen Witterung, die in den Tagen zuvor geherrscht hat, ähm haben sich die Leichenveränderung haben die schnell fortgeschritten, sodass eine eindeutige Klassifizierung zur Todesursache ähm bzw. Hinweise weitergehende Hinweise
auf ein Sexualdelikt so bei der äußeren Leichenschau nicht zu erkennen waren. Judits Leichnahmen wird zur Obduktion gebracht. der Spurensicherung fällt ein Platz in der Nähe des Auffindeorts ins Auge. Ca. 9 m in die Richtung entfernt, haben wir damals im Rahmen der Spurensicherung dann diesen Platz entdeckt, wo auf einer Fläche von 2 x 2 m ähm fahren und Graswuchs runtergedrückt, runtergetreten war, so wie das es aussah, als hätte dort eine Decke gelegen und haben wir dann bei der Absuche noch ein Bohrer, ein Centstück, ein Kaugummipapier und
Zigarettenfilter aufgefunden. Die Gegenstände werden sofort zur Untersuchung ins Labor geschickt. Witterungsbedingungen waren für DNA Spuren äußerst ungünstig. Es hatte viel geregnet. Ähm, die Spurenräger waren dadurch durchnäst, sodass die Erfolgsaussichten, DNA zu finden, doch eher gering zu bewerten waren.
Die Spurensuche am Tatort ist abgeschlossen. Judits Kleidung, ihr Handy und persönliche Dinge fehlen. Burg hat hofft, dass das Ergebnis der Obduktion Ermittlungsansätze liefert. Wir haben mitgeteilt bekommen, dass unter dem Fingernagel eine ähm DNA Spur zu finden ist, die aber soweit nicht aufgeschlüsselt werden konnte, dass ein ein weiterer Abgleich zielführend ist.
Aufgrund des Zustands der Leiche sind weitere Ergebnisse aber schwierig. Man konnte dort nur mit Wahrscheinlichkeiten äh arbeiten und die Rechtsmedizin hat das eingeschätzt, dass ähm Tod durch Ersticken als wahrscheinlich anzunehmen ist. Auch ob es zu Abwehrverletzungen oder einem sexuellen Missbrauch gekommen ist, kann nicht mehr festgestellt werden.
Um einen exakten Todeszeitpunkt bestimmen zu können, werden Spezialisten beauftragt. Wir haben dafür die Rechtsmedizin Frankfurt mit einem Gutachten beauftragt, die anhand der Manen nachvollziehen konnten, dass die Liegezeit ca. 7 bis 8 Tage vorauffinden zu datieren ist. Damit ist bestätigt, Judit ist am Tag ihres Verschwindens dem 12.
September auch getötet worden. Doch von wem? Ermittler Christoph Burgart konzentriert sich auf die Rundumermittlungen zu Judits Lebenssituation. Dabei ist eines auffällig. Sie lebte in direkter Nachbarschaft zu verurteilten Straftätern. den jetzt hier vor der Wohnung, in der Judit damals zur Tatzeit gelebt hat, die hat sich hier in diesem Gebäude im Obergeschoss befunden.
Und interessanterweise das Maßregelvollzugszentrum befindet sich hier in meinem Rücken. Da gegenüber kann man noch eine Gebäudecke erkennen, also in unmittelbarer Nähe zu Judits Wohnung. Ähm, das hat uns damals auch vor die Schwierigkeit gestellt, äh wie wir mit dem Maßregelvollzug umgehen. Auf jeden Fall war es eine Spur für uns, aber es war auch nicht richtig, pauschal von einem Generalverdacht auszugehen.
Burghard und seine Kollegen nehmen Kontakt zur Klinik auf, lassen sich eine Liste der Freigänge geben und fragen nach Auffälligkeiten zum Tatzeitpunkt. Doch keiner der Insassen gerät unter Tatverdacht. Die Ermittler konzentrieren sich auf die Auswertung von Judits PC und stoßen dabei auf ihren Verlobten. Ein Chris aus Köln.
Auch ihre Freunde berichten von dieser Fernbeziehung. Dieser Name Chris Chris aus Köln. Immer wieder tauchte der auf. Immer wieder war der bei den Zeugen aus Judits Umfeld Thema. Immer wieder hieß es war da gibt es einen Chris. Chris aus Köln. Dieser Chris hat mit Julit mehr Beziehung gehabt. Julit war komplett vernaht in ihn, war schwer verliebt.
Judith hatte mit Chris aus Köln auf verschiedenen Social Media Kanälen gechattet. Lief diese Beziehung nur online oder auch im realen Leben? Alle wissen von Chris aus Köln nur über die Erzählung von Judit, aber ansonsten weiß man von ihm nichts. Die Accounts hatten wir, aber auch da waren die hinterlegten Daten nicht zielführend für uns.
Die weiteren Ermittlung verliefen verliefen im Sande. Das waren waren Fake Personalien, die dahinterlagen oder nicht existente Personen. Da kam schon so ein absolutes Merkwürdigkeitsgefühl auf, aber irgendwo auch das Gefühl, hier sind wir auf der richtigen Spur. Erneut kommt es zu einer überraschenden Wendung. dass sich äh ca.
eine Woche nach dem Auffinden von Judits Leichnamen eine Person hier in der Dienststelle meldete, telefonisch meldete, sagte, er sei Chris aus Köln, nannte auch ein einen Nachnamen dazu, gab an, dass er der Exfreund von Judith sei und Judith vor ca. dre Monaten die Beziehung beendet habe. Chris gibt an noch zwei Tage für weitere Befragungen über die angegebene Nummer erreichbar zu sein.
Die Spur an sich muss man sagen, Chris aus Köln war für uns eine ganz heiße Spur, eine Beziehungstat, gerade wenn es der verlassene Verlobte ist. Wir wussten aus den Chatverläufen, dass Judit die Beziehung ähm beendet hat und dass dann eine Beziehungstat vorliegen könnte. Von dem äh eifersüchtigen, ehemaligen Verlobten lag es natürlich nah und die hatte einen ganz hohen Stellenwert.
Die Nachverfolgung des Anrufs hat für die Ermittler höchste Priorität. Dann die Überraschung. Die Anschlussinhaberin ist eine Frau, die teilte uns dann mit, dass diese Telefonnummer ihrer Tochter gehören würde auf die Nachfrage, ob die Tochter denn einen Freund habe oder einen Bekannten habe, der Chris heißen würde, sagte die Mutter: “Nein.
” Was die Mordkommission zu dieser Tochter dann ermittelt, ist seltsam. eine Nadin, 36 Jahre alt, lebte damals in Krefeld und wir stellten dann fest, dass tatsächlich diese Nadin Chris aus Köln war. Nadin legt sich mit Chris aus Köln eine Fake Persönlichkeit zu, über die sie eine Beziehung mit Judith pflegt. In dem Moment, als wir die Information zu Nadin hatten, war auch relativ schnell klar, dass sie dass sie ein Alibier hat.
Der Fall wird immer rätselhafter. Er stellt die Ermittler vor viele Fragen. Das Ermittlerteam um Burgard steht wieder bei null. Im März 2016 nach äh mehrmonatigen Ermittlung waren sämtliche Ermittlungskomplexe, sämtliche Ermittlungsansätze nahezu abgearbeitet. Wir haben uns dann hingesetzt und haben noch mal alles gegenlaufen lassen, gegeneprüft.
Die Kollegin, die dann sich mit den Spuren noch mal befasst hat, stellte dann fest, dass ein Kaugummipapier, das auf dem Platz in unmittelbarer Nähe des Leichenfundenortes gefunden worden ist, offensichtlich gar nicht untersucht worden ist. Die Spurenverpackung war unbeschädigt, das ist untypisch. bewussten, diese Spur ist auch zur Untersuchungsstelle eingeschickt worden und äh mussten dann feststellen, dass äh durch ein Versehen die Beauftragte Untersuchung nicht erfolgt ist.
Das Papier wird umgehend noch mal eingeschickt und tatsächlich befindet sich eine DNA auf dem Papier. Sie stimmt mit der DNA eines registrierten Straftäters überein. Jörg Edgar ein. Wir haben die Personen überprüft und stellten fest, dass es sich um ein Sexualstraftäter aus Nordwestdeutschland handelt, der zu einer Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt ist und zur Tatzeit und auch noch zu dem Zeitpunkt, als wir die Feststellung getroffen haben, eigentlich in der Sicherheitsverwahrung
sitzen müsste und zwar genau in der forensischen Klinik, die hinter Judits Wohnung liegt. Doch wie kann er dann zum Tatzeitpunkt im Wald gewesen sein? Wir haben natürlich auch gleich nachgeschaut, ob Jörg Edgar auf der Freigängerliste auftauchte. Das tat er nicht.
Es hat bei uns für Verwunderung gesorgt, weil für uns nun erstmal nicht schlüssig zu erklären war, wie er denn am Tattag gegebenenfalls die Klinik verlassen haben könnte. Daraufhin haben wir uns erneut an die Klinikseitung gewandt und haben diese Problematik thematisiert. Daraufhin wurde uns mitgeteilt, dass wir nach Freigängern gefragt haben.
Freigänger ist ein feststehender Begriff, bezieht sich auf Patienten des Maßrielvollzuges, die mittlerweile außerhalb der Klinik leben und ähm lediglich zur therapeutischen Behandlung noch in den Kontakt mit der Klinik kommen, von dieser Klinik noch betreut werden. Es wäre ein Unterschied zu Ausgängen, die Patienten haben.
Und Jörg Edgar N hatte den Tag Ausgang und Ausgang ist eben eine Vollzugslockerung, die Patienten im Rahmen der Therapie zusteht. Jörg Edgar N wird festgenommen. In den Vernehmungen macht er keine Aussage. Ohne sein Geständnis kommt es nun zu einem langwierigen Indizienprozess. Jörg wurde im ersten Ermittlung in dem ersten Gerichtsverfahren wegen Totschlags zu 11inhalb Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.
Dieses äh Urteil wurde vom BGH aufgehoben sodass zu einer zweiten weiteren Verhandlung kam, in der er freigesprochen worden ist. Im auch dieses Urteil wurde von BGH in dem Revisionsverfahren aufgehoben und äh es gab letztendlich jetzt im Jahr 2022 die Verurteilung wegen Mordes. Er ist zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt worden.
Burkat und sein Team konnten nie genau rekonstruieren, wie Judit T getötet wurde. Ein Fall mit vielen Wendungen. Schlussendlich muss man sagen, dass wir froh waren, dass wir den tatsächlich verantwortlichen Täter identifizieren konnten. Ähm, die Ermittlungen waren sicherlich in den Spurenkomplexen irreführend und verwirrend.
Auch in der Ermittlungsarbeit sind uns Fehler unterlaufen, die wir im Nachhinein aufgearbeitet haben und nun versucht haben auch unsere Strukturen im Nachhinein zu verbessern. Insgesamt sind wir froh, dass es hier zu einer mittlerweile rechtskräftigen Verurteilung des äh beschuldigten kommen es. Ein extrem gefährlicher Straftäter konnte aus dem Verkehr gezogen werden.
Konnte hat knapp über 81 kg gew in Ostberlin. Ich war bei meiner Familie und meinen Kindern zu Hause. Die Kinder waren sehr klein. Ich hatte keinen Dienst. mein und dann bin ich an diesem Samstagabend äh zum Kummer meiner Frau in die Charitée gefahren. Musste ein größerer ähm ein hammerartiger Gegenstand gewesen sein, der entsprechende Masse hatte.
Das war für uns auch am Ende der Sektion unter Einbeziehung aller Dinge, die wir hatten, ganz klar, dass das die Todesursache war, ein Schädelhirntrauma. durch Schläge mit einem Hammer auf dem Kopf. Das konnten wir am Ende dieser Obduktion sicher aussagen. Wir machten aufgrund der körperlichen Beschaffenheiten einen äh eine Schätzung.
Wir haben dann insgesamt beide beide Meinungen zusammen äh gesetzt und haben gesagt, dass es sich um eine Person meinen Mann zwischen 30 und 40 Jahren gehandelt hat. Das Aussehen des Man es gab im Zusammenhang mit der Identität neben diesen Grundaten Geschlecht, Größe, Gewicht, äh natürlich noch die Frage der Herkunft und äh wir haben dann uns darauf geeinigt, dass wir ähm mitteilten, es könnte sich um einen Südländer Typen gehandelt haben gewesen ist.
Und das zweite war die Totenstarre, dass die Beine z.B. ganz stark in Beugestellung waren und wir haben wieder versucht die in Streckstellung natürlich zu bringen bei den Untersuchungen. Das war möglich. Das heißt, die Totenstarre Biger war schon in Lösung. Das sprach für einen noch längeren Zeitraum.
Sonst hätten wir die Beine gar nicht so leicht wieder strecken können. Einreißende Afghaner ist, wo er sich angeblich aufhält. Man wusste über den Fahrzeugschein wo das Auto hingehört. Man hat dann festgestellt, dass es ein Mietwagen äh Ford Escort aus Westberlin, der angemietet worden ist, ein relativ neues Fahrzeug und Pigmente auf der Haut, die Lippen, die Ohren, ne, da hatte man schon durchaus Übereinstimmung und das ist dann noch mal äh als anropologische Untersuchung durch die Gerichtsmedizin, durch den Professor Dr. Radam damals
gemacht worden und Professor Dr. dan die Leichenteile und so weiter nach Berlin übergeben und die Staatsanwaltschaft hat dann natürlich die äh Mordinspektion in der Kitstraße mit den weiteren Ermittlungen beauftragt und äh die haben sich äh dann natürlich entsprechend äh die Verdächtigen vorgeladen und äh ja letztendlich ist es dann auch geklärt worden, dass die Ehe der der des Afghanen zu seiner polnischen Frau äh zerrüttet war.
Er hat sie entwürdigend behandelt, was auch so ein Motiv nachher war, ihn zu töten, ne? Die Frau hatte in Polen dann der Tote selbst lag im Schlafzimmer abgedeckt mit Tischdecken und Bettzeug und da gab es aufgrund der Schwere auch der Verletzung überhaupt kein Zweifel, dass hier nachgeholfen worden ist. Im übrigen haben wir auch ähm ein Zettel am Tatort gefunden, wo zwei Namen notiert waren mit einer Telefonnummer.
Nachdem sich das fokussiert hat, konnten wir diese Nummer dann auch letztlich mit einem Beschluss des Richters schalten und haben diese dann also auch überwacht. Eines Tages ging das eine Handy auch an und es meldete sich ein kleines Mädchen äh nannte sich Sabine und sagte: “Papi, kannst du mich abholen? Ich bin jetzt heute eher von der Schule fertig geworden.
” Irgendwann später hat er mir gesagt, dass er geahnt hat, dass worum es geht, aber natürlich immer noch gehofft hatte, dass es dann doch nicht wahr ist. Am 3. September 2007 wird in einer Wohnung in Berlin-Kreuzberg die Leiche eines 65-jährigen Mannes entdeckt. Lutz F liegt im Schlafzimmer am Boden. Er wurde erschlagen und gewirkt. Sämtliche Schubladen sind durchwühlt.
Auf dem Fußboden liegen geöffnete Behälter. Schranktüren stehen offen. In den Schmuckkästen fehlen diverse Uhren, Ketten und Ringe. Augenscheinlich wurden die Wertsachen von dem oder den Tätern mitgenommen. Barbara Blum von der ersten Berliner Mordkommission ist mit ihren Kollegen kurz darauf am Tatort und ihr ist sofort klar. Lutz F.
Hoher Wahrscheinlichkeit Opfer eines Raubmordes. Der Tote selbst lag im Schlafzimmer abgedeckt mit Tischdecken und Bettzeug und da gab es aufgrund der Schwere auch der Verletzung erliner Blutlage überhaupt kein Zweifel, dass hier nachgeholfen worden ist. In der Nähe der Leiche wird ein Armband entdeckt, das möglicherweise vom Täter getragen wurde.
Außerdem gibt es auf einem der Laken Wischspuren. Der oder die Täter haben sich offenbar die Hände vom Blut gesäubert. An beidem wird eine unbekannte DNA entdeckt. Das Verbrechen muss schon einige Tage zurückliegen. Das erkennen die Mordermittler am Zustand der Leiche. Wir konnten zunächst überhaupt nicht einordnen die genaue Tatzeit, was natürlich für sämtliche Vernehmungen und sämtliche Ermittlung es sehr schwer macht, wenn man nicht hundertprozentig weiß, wann der wann die Tat stattgefunden hat.
Ähm denn das A&O ist eben halt die Überprüfung eines Alibis. Und wenn man ein Alibi nicht überprüfen kann, wenn man gar nicht weiß, wann die Tat genau stattgefunden hat, dann ist es natürlich immer etwas schwierig. An der Tür gibt es keine Einbruchsspuren. Lutz F, so die Vermutung der Ermittler, muss die Täter selbst ins Haus gelassen haben.
Blumen und ihre Kollegen beginnen sofort mit der Befragung der Nachbarschaft. Wer hat Lutz F zuletzt lebend gesehen? Gibt es Hinweise aus seinem Umfeld auf einen möglichen Täter? Also, wir haben das Umfeld von Lutz F insofern aufgehält, als dass wir also sämtliche Personen, mit denen er zu tun hatte ähm zeigenschaftlich vernommen haben.
Und wiederholt kam dann auch der Hinweis darauf, dass es in letzter Zeit in seinem Umfeld zwei Serben gegeben hatte. Leider konnte uns das nähere Umfeld zu diesen beiden Serben nicht sagen. Kennengelernt haben will er die auf einem Automarkt. Die beiden sollen Lutz F auch schon zu Hause besucht haben. Zeugen berichten aber, dass er ihnen nur wenig vertraute, wenn sie bei ihm waren.
Er ließ sie nicht aus den Augen. Lutz F galt allgemein als sehr vorsichtig. Lutz F hatte die Besonderheit an sich, dass er sich zu besonderen Anlässen mit all seinem Schmuck und seinen Uhren behängte und ähm was also vom Umwelt schon registriert wurde, aber auch meistens mit dem Lächeln quittiert wurde, aber es hat natürlich den Anschein dann schon des 65-jährigen ist aus dem Urlaub
zurückgekehrt und er kann sich an einen ungewöhnlichen Abend erinnern. In der Tatnacht hat er im dritten Programm einen Krimmi geschaut und er ist eingeschlafen und um 0:40 Uhr hörte er ein wurde er wach von einem mächtigen Poltern und Hilfeschreien und als er richtig zu sich kam, konnte er nicht zuordnen, war das jetzt im Krimi oder war das Realität? Und danach war Totenstille, sodass er es erstmal darauf schob, eventuell, dass es sich ähm um eine Szene in dem Krimmi gehandelt haben könnte.
Doch anschließend hört er schwere Schritte im Treppenhaus, ein Poltern Hof, klirrendes Glas. In dem Moment war uns völlig klar, das war der einzige Nachbar, der tatsächlich uns ganz konkret die Tatzeit sagen konnte, die wir bis datu noch gar nicht genau hatten. Wir haben also dann in den dritten Programm geguckt, welcher Krimi war das und ähm dann konnten wir also feststellen, wann das Opfer tatsächlich umgebracht worden ist.
Doch auch dieses Wissen bringt die Ermittler zunächst nicht weiter. Und dann plötzlich wird das Handy, das die Mordkommission seit zwei Wochen überwacht, benutzt. Doch die Mordkommission hört entgegen allen Erwartungen keine Männer, sondern eine Kinderstimme. Irgendwann meldete sich ein Mädchen, was vom geschätzten Alter von der Stimme her so zwischen dritter und sechster Klasse Grundschule alt war.
und die sagte sinngemäß: “Ääm, Papi, kannst du mich abholen? Und ich habe jetzt Schulschluss?” Und und er antwortete jetzt ohne seinen Namen zu nennen. Ähm, nein, Sabine, äh du brauchst nur zwei Stationen mit dem Bus und dann bist du zu Hause. Ich hole dich jetzt nicht ab. Die Mordkommission 1 kann das Handy lokalisieren.
Der Anruf kommt aus Berlin. Die Standortdaten lassen keinen Zweifel zu. Jetzt gilt es herauszufinden, wer hier telefoniert hat. Damit war klar, welche Schule es ist oder zumindest waren nur zwei in der engeren Wahl. Und dann sagte sie: “Papa, kannst du mich abholen?” Dann ähm ist klar, dass also offensichtlich die Kleine sonst läuft oder mit dem Bus fährt.
Und wenn dann die Antwort kommt, es sind nur zwei Stationen mit dem Bus, fahr mal bitte. Ähm, dann kann man den Kreis der Jenien, sie hat ja gesagt, hier ist Sabine, dann kann man den Kreis ähm doch vom Landeseinwohneramt doch recht eng umgrenzen, wenn man so will, wenn man dann also letztlich eine 9 bis 12jährige sucht, die Sabine heißt, und die in diesem Umkreis wohnt und davon gibt’s Doch dann kommt heraus, der ältere
Bruder Milan hatte Schulden und brauchte dringend Geld. Und dann haben wir also relativ zügig auch diesen Bruder zum Präsidium abgeholt und der dann auch zunächst den Tatvorwurf abgestritten hat. Aber die ganzen weiteren Ermittlungen, die sich darüber hinaus ergeben haben, ähm darüber konnten wir nachher feststellen, dass ihr genau an dem Morgen nach der Tatnacht in der Lage war, seine gesamten Schulden zu begleichen.
Doch woher kommt das Geld? Blumen erwirkt einen Durchsuchungsbeschluss und tatsächlich im Keller von Milan K finden die Beamten in einer Tasche versteckt einen Teil der Beute. Außerdem können sie ein Fandleihaus ausfindig machen, indem Milan K Schmuck und Uhren des Opfers zu Geld machte. Gewissheit bringt schließlich ein DNA Abgleich.
Am Bettbezug und am Armband wird die DNA der Brüder entdeckt. Beide müssen also zur Tatzeit am Tatort gewesen sein. Nach vielen Vernehmungen und umfangreichen Ermittlungen ergibt sich für die Ermittler ein klares Bild. Am Tattag besuchen die beiden Brüder Lutz F. Sie bringen Bier und Schnaps mit, wollen den 65-jährigen betrunken machen und bestehlen.
Nach einigen Gläsern im Wohnzimmer soll der jüngere der beiden Brüder Lutz F ablenken. Der andere Milan K geht ins Schlafzimmer, um den Rentner zu bestehlen. Er ist hinterhergegangen, also er war nicht so betrunken, wie die beiden es äh erachtet haben, sondern er ist hinterhergegangen ins Schlafzimmer und wird den älteren Bruder dabei erwischt haben, wie er eben ihn bestehlen wollte.
Und dann kam es zu einem Kampf ähm der eventuell wirklich tatsächlich spontan entstanden ist. Er schrie um Hilfe und es ähm der ältere Bruder stieß ihn dann gegen eine Schrankwand. Da hat er eine mächtige Kopfschwarten Wunde davon getragen, die ähm sehr stark geblutet hat und dann hat er ihn ähm tatsächlich erwirkt.
Ein offenbar achtlos abgelegtes Stück Papier mit einer Handynummer aus der Wohnung des Opfers bringt Barbara Blum und die Mordkommission auf die Spur der Täter. Drei Wochen nach dem brutalen Überfall ist der Fall geklärt. Milan K hat Lutz F im Schlafzimmer umgebracht, während sein jüngerer Bruder im Wohnzimmer gewartet hat.
Der 38-jährige Milan K wird deshalb zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.