Wahre Verbrechen I Die Tote vom Campingplatz I Tru...

Wahre Verbrechen I Die Tote vom Campingplatz I True Crime Dokumentation T – Part 3

 Andere stellten eigene Bands aus Familienmitgliedern und Freundinnen zusammen und tanzen in ihren Wohnzimmern. Als die Sonne aufging, war schnell klar, dass es tatsächlich keinen Überfall gegeben hatte. Doch während die Leute in New Orleans erleichtert aufatmeten, war die Stimmung in Grattner immer noch extrem angespannt. Seit dem Überfall auf die Cortimilia Familie war über eine Woche vergangen und die Polizei hatte immer noch damit zu tun, Beweise vorzulegen, die eine Anklage gegen Frank und Jollando Giordano rechtfertigten.

Die Bürgerinnen und Bürger von Gretner forderten Gerechtigkeit. Zu diesem Zeitpunkt hatten alle von der alten Rivalität zwischen den Cortimilias und den Giordanos gehört. Tratsch und Gerüchte befeuerten den Glauben der Leute, dass die Giordanos die Cotimelias ermordet hatten, um sich an ihnen zu rächen. Diese Annahme war aber völlig an den Haaren herbeigezogen.

Der 68-jährige Jorlando wäre mit seinem Räumer und seinen schlechten Augen gesundheitlich überhaupt nicht mehr in der Lage gewesen. zwei gesunde Erwachsene mit einer Axt anzugreifen. Und der 100 kg schwere und über 180 große Frank Giordano hätte niemals durch das Loch gepasst, dass der Täter in die Tür geschlagen hatte.

Doch trotz all dieser ziemlich offensichtlichen Umstände waren die Polizei und die Einwohner und Einwohnerinnen von Gretnerna überzeugt, dass die Giordanos für den Überfall verantwortlich waren. Die Detectives hatten nur keine Beweise, um Anklage zu erheben. Sie beschlossen daher einen Augenzeugenbericht einzuholen.

Knapp drei Wochen nach dem Überfall entschied Rosy Cortimilias Arzt, dass es ihr gut genug ging, um aus dem Krankenhaus entlassen zu werden. Charlie Cottimelia musste weiter in Behandlung bleiben. Als Rosie wieder zu Hause war, wurde sie aber sofort von Chief Leason und Sheriff Morero festgenommen. Rosys Festname wurde damit begründet, dass sie eine wichtige Zeugin im Fall sei. Sie kam in Haft.

Rosy durfte keinen Anwalt hinzuziehen und ihre Familie nicht sehen. Die sowieso schon schwer traumatisierte Frau saß in einer Einzelzelle, ohne genau zu wissen, warum man sie festhielt und was als nächstes passieren würde. Die Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Noch am selben Tag wurde Rosy von Sheriff Morero verhört.

 Die Befragung dauerte mehrere Stunden und Mariro versuchte Rosy dazu zu bringen, die Giordanus zu beschuldigen. Er setzte sie mit suggestiv Fragen und Unterstellungen unter Druck, aber sie bete immer und immer wieder, sich nicht erinnern zu können. Davon wollte Mero aber nichts wissen. Stattdessen stellte er unmissverständlich klar, dass sie so lange im Gefängnis bleiben würde, bis sie sich erinnerte.

 Es dauerte nicht lange, bis Rosie nachgab. Sie fügte sich den Detectives und gab ihnen eine genaue Chronik des Tathergangs, in der sie Giordanos als Täter nannte. Nachdem sie sich wochenlang an nichts hatte erinnern können, war sie nun plötzlich in der Lage, alles zu Protokoll zu geben, was in der Nacht vom 10.

 März geschehen war, bis ins letzte Detail. Laut den Psychologinnen Linda Hankel und Kimberly Koffman sind sowohl Verdächtige als auch Zeuginnen und Zeugen anfällig dafür, falsche Angaben zu machen, wenn sie unter Druck gesetzt werden und suggestiven Verhörttaktiken ausgesetzt sind. Es kommt sogar vor, dass ganze Erinnerungsstränge erfunden werden, um eine bereits internalisierte erzwungene Falschaussage zu untermauern.

Hankel und Koffman erklären, dass verzerrte oder falsche Erinnerungen typischerweise geäußert werden, wenn die verhörenden Personen absichtlich für Verwirrung ermordet zu haben. Die Giordanos waren schockiert. Seit dem Tag, an dem die kleine Mary Cottimelia geboren wurde, hatte die Familie sie wie ihr eigenes Kind behandelt.

Frank Giordano hatte das kleine Mädchen geradezu vergöttert. Er hatte unzählige Abende auf sie aufgepasst, wenn ihre Eltern noch im Laden waren. Und als sie sprechen konnte, hatte sie Jorlando sogar Grandpa genannt. Die Vorstellung, dass Rosy glaubte, sie könnten das kleine Mädchen ermordet haben, war niederschmetternd.

Ungeachtet dessen wurden Frank und Jorlando sowohl wegen des Angriffs auf die Cotimilias als auch wegen des Mordes an der zweijährigen Mary angeklagt. Und im März 1919 wurden zuerst Frank und Dano, dessen Gesundheit bereits angeschlagen war, in eine alte feuchte Zelle geworfen. Dort warteten sie zwei Monate lang auf die Chance, ihre Unschuld zu beweisen.

Als der Prozess am 19. Mai begann, platzte der Saal aus allen Nähten. Die Zuschauer und Zuschauerinnen saßen und standen dicht getränkt. Der Anwalt der Giordanus versuchte, eine Verbindung zwischen dem Cotimilia Fall und den X-Men Morden in New Orleans herzustellen. Er wies auf die vielen Gemeinsamkeiten hin und sagte, dass es durchaus möglich sei, dass ein einziger Killer für alle Überfälle verantwortlich war.

Jede Erwähnung des X-Men wurde von der Anklage aber sofort abgeblockt und schließlich erklärte der Richter das ganze Thema für unzulässig. Die Hypothese, dass Mary Cortimelia einem gesichtslosen Phantomkiller zum Opfer fiel, wurde als schlichtwg unplausibel abgetan. Stattdessen beharrte die Anklage auf dem hochgradige sensationalistischen Narrativ von der blutigen Familienwendetta.

Der Staatsanwalt führte den Geschäftsstreit der beiden Familien als Beweis an und stützte sich auf die erzwungene Aussage von Rosy Cotimilia. Nach einer Woche zog sich die Jury zur Beratung zurück. Als die Geschworenen nach knapp zwei Stunden in den Saal zurückkamen, erklärten sie Jorlando und Frank Giordano für schuldig.

Das Urteil ging wie eine Schockwelle durch den Saal. Der Richter verurteilte den 68-jährigen Jorlando zu lebenslanger Haft. Sein siebzehnjähriger Sohn Frank wurde zum Tod durch Erhängen verurteilt. Die Polizei von Gretner hatte bekommen, was sie wollte. Während in Gretner die falschen Männer hinters Gitter gebracht wurden und dem Tod ins Auge blickten, streifte der wahre Mörder von Mary Cottimilia weiter unbehellig durch die Straßen und die Polizei war kein bisschen schlauer.

Im März 1919 hatte sich der Ex-Man erneut dem Zugriff des Gesetzes entzogen. Er war frei und konnte ungehindert weitermorden. Wo er als nächstes zuschlug und wen genau es traf, ist aber immer noch unklar. Im Sommer und Herbst 1919 verschwand der blutige Pfad des Phantomkillers unter einer Flut aus haltlosen Vermutungen und Gerüchten.

Angefangen beim Fall Sarah Lawman. Am 3. August schreckte die 19-jährige Sarah aus dem Schlaf auf. Ein fremder Mann war im Zimmer. Als sie anfing zu schreien, floh der Unbekannte. Sarah blieb unverletzt, abgesehen von einem kleinen Schnitt hinter dem richten Ohr. Frank Mooney traf am nächsten Morgen am Tatort ein.

 Er hoffte, dass dieses Mal wenigstens ein oder zwei brauchbare Spuren dabei sein würden, doch er wurde schnell enttäuscht. Es war klar, dass der Einbruch nicht auf das Konto desen ging. Niemand hatte sich an den Haustüren zu schaffen gemacht und an der Axt, die man auf einem benachbarten Rasenstück fand, war kein einziger Tropfen Blut.

 Darüber hinaus pasßte Sarah Lorman nicht ins typische Opferprofil des X-Men. Sie war weder italienisch stämmig noch Lebensmittelhändlerin. Die Detectives vermuteten, dass es sich einfach um einen vermazelten Einbruch handelte, wie bei Mary Snyider im Vorjahr. Und wie schon bei Mary Snyider, war die Presse überzeugt, dass das genaue Gegenteil der Fall war.

 Die Lokalzeitungen schrieben den Laan Einbruch sofort dem X-Man zu. Die Laworman Berichterstattung war aber lange nicht so reißerisch wie frühere Artikel und die Aufregung appte schnell wieder ab. Am Ende sollte es noch drei weitere Monate dauern, bis die Zeitungen wieder richtig in die Follen gehen konnten. In den frühen Morgenstunden des 27.

Oktober war ein Officer gerade auf dem Heimweg von seiner Schicht, als ein elfjähriges Mädchen auf ihn zugerannt kam. Sie war völlig aufgelöst und schrie: “Mein Vater ist voller Blut.” Der Polizist ließ sich von dem Mädchen zu ihrem Vater führen. Sie eilten durch den Lebensmittelladen der Familie ins angeschlossene Apartment.

 Dort fanden sie den 35-jährigen Mike Peppitone. Er lag reglos auf dem Boden und war entsetzlich zugerichtet. Jemand hatte brutal auf Papitona eingeschlagen. Seine Gesichtszüge waren kaum noch zu erkennen und als er nach Luft schnappte, klang es, als würde er an seinem eigenen Blut ersticken. Er lebte noch, wenn auch nicht mehr lange.

Zwei Stunden später war Mike Peppitone verblutet. Noch vor Sonnenaufgang war der Tatort voll mit Kriminalpolizei. Superintendent Mooney wollte eine schnelle und gründliche Untersuchung des Falls. Dieses Mal war er sicher, dass der X-Man für den Mord verantwortlich war. Seine Hoffnungen wurden aber schon bald wieder gedämpft.

Als die Detectives Mike Papitonus Familie und Bekannte befragten, erfuhren sie, dass Mike und sein Vater fast 10 Jahre zuvor in den Mord an einem italienischen Landsmann verwickelt waren. Nun schien es, als hätte sich die Familie des Ermordeten gerecht. Mike Peppitoneer wurde tatsächlich aus Rache getötet. Aber wieder einmal ignorierten die Zeitungen die Polizeiberichte und veröffentlichten ihre eigenen Theorien, um die X-Men Story am Leben zu halten.

Im Times Pickyun war zu lesen: “Der Fall von Mike Peppitone weist Ähnlichkeiten zum Axtmörder auf.” Nach dem Mord an Peppitona wurde es aber schnell wieder still um den X-Man. Der November verstrich ohne Zwischenfälle und auch der Winter kam und ging ohne Einbruch, Mord und Aufruhr. Doch dann im Februar 1920 musste der Times Pickyun seine nächste große Geschichte gar nicht erst mühsam recherchieren.

Sie spazierte direkt zur Tür rein. Die Monate nach Frank und Jollando Giordanos Verurteilung waren sehr hart gewesen für Rosy Cortimilia. Das Trauma des Mordes an ihrer Tochter belastete die Ehe der Cotimilias schwer. Als es nicht mehr auszuhalten war, ließen sich Rosy und Charlie scheiden. Im Winter 1919 war Rosy ganz allein und sie bereute ihre Entscheidungen.

Es verfolgte sie, dass Jlando Giordano wegen ihrem Gefängnis saß und dass Frank Giordano sogar gehängt werden sollte. Sie fing an an der Aussage zu zweifeln, die sie der Polizei gegeben hatte und überlegte, ob sie mit der Sache an die Presse gehen sollte. Doch dann erkrankte Rosie an Pocken und als sie fieberträumend im Bett lag, hatte sie eine Offenbarung.

Rosy träumte, dass sie auf dem Sterbebett lag, wo der Heilige St. Josef ihr erschien. Er sagte zu ihr: “Rosy, du kannst nicht sterben, wenn du das Leben dieses Jungen und die Freiheit dieses alten Mannes auf dem Gewissen hast.” Rosie wachte schluchzend auf. Plötzlich war sie sich ganz sicher. Sie musste gestehen.

Als Rosie wieder gesund war, ging sie am 3. Februar 1920 zum Büro des Times Pickyun und zog ihre Anschuldigungen gegen Frank und Jorlando Giordano zurück. Einen Tag später titelte das Blatt Geständnis, das zwei Männern den Strick brachte, zurückgenommen. Als der Artikel die Runde machte, setzten sich die Mühlen der Justiz in Bewegung.

Es dauerte fast ein Jahr, aber dann, im Dezember 1920, wurden die Anklagen gegen Frank und Jolando Giordano fallen gelassen. Frank Moni trat noch imselben Monat als Polizeichef zurück. Nach zwei Jahren Ermittlungen und fast einem Dutzend Ex-Menmorden hatte Moni nicht einen einzigen Erfolg erzielt. Er beendete seine Karriere mit einer Nieder.

 Ex-Man schon lange aus den Schlagzeilen verschwunden ist. Das Leid, das er brachte, lebt tief im Herzen der Stadt weiter. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher. Und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen. Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast.

 Produziert in Zusammenarbeit mit Bose Park Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion Wiebgeachter Winter Chris Guse, Suholder Kli Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uta Kirschei und Daniel Nicolao. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau.

 

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