An holländischer Grenze verschwunden… | Der Fall Arne Hermsen T
An holländischer Grenze verschwunden… | Der Fall Arne Hermsen

Es ist ein gewöhnlicher Winzertag an der niederländischen Grenze im Jahr 2015. Mitt in der Nacht versucht ein junger Mann Zuflucht auf einem abgelegenen Bauernhof zu finden. Als ihm das nicht gelingt, geht weiter und verschwindet im Dunkeln der Nacht. Das einzige, was bleibt sind eine letzte Kontobewegung und ein verlorener Schaden.
Was istne Hermsen im Februar 2015 zugestoßen? Im heutigen Video versuchen wir eine Antwort auf diese Frage zu finden. Anne Hermsen lebt im Februar 2015. ein ruhiges, eher unspektakuläres Leben. Er stammt aus der Region rund um Gennb in den Niederlanden, einem ländlichen unscheinbaren Grenzgebiet, in dem die Menschen einander kennen und Verbrechen ein Fremdwort ist.
Anne ist 31 Jahre alt und wohnt zu dieser Zeit wieder bei seiner Mutter. Die beiden kommen gut miteinander aus und es gibt kaum Konflikte. Seine Mutter beschreibt ihn später als höflich, hilfsbereit und sensibel, aber auch als jemanden, der vielen seinen eigenen Gedanken lebt. Anne ist ein stiller Mensch, der selten laut wird und wenig über seine Sorgen und Probleme spricht.
Die Arbeit gibt seinem Alltag Struktur. Anne arbeitet in Hien, einer kleinen Ortschaft in unmittelbarer Grenznähe zu Deutschland. Seine Kollegen bemerken, dass er in den letzten Monaten häufiger in sich gekehrt wirkt. Er spricht weniger, wirkt abwesend und beschäftigt sich stark mit Glaubensfragen und existentiellen Themen.
Was genau ihn beschäftigt, sagt er nicht. Es sind kleine Veränderungen. Niemand ist ernsthaft besorgt. Anne macht keine großen Ausgaben, reißt nicht viel und pegt nur wenige soziale Kontakte außerhalb seiner Arbeit und seiner Familie. Sein Alltag wirkt nach außen ruhig und geordnet und es gibt keinen Hinweis darauf, dass er Schulden oder andere Probleme haben könnte.
Doch in den Tagen vor dem 13. Februar scheint etwas in ihm zu brodeln. Anne wirkt zunehmend nachdenklich, teilweise fast unruhig, als sei er innerlich auf der Suche nach etwas, das er nicht benennen kann. Menschen, die ihn kennen, spüren, dass er mit sich ringt, aber niemand weiß, ob es eine persönliche Krise ist oder ob es in seinem Umfeld etwas gibt, was ihn beschäftigt, da nicht darüber reden zu wollen scheint.
Der 13. Februar 2015 beginnt für Anne wie jeder andere Tag. Zumindest wirkt es nach außen so. Er steht auf, geht zur Arbeit und erledigt seine Aufgaben. Alles wirkt normal bis zu dem Moment, als er ein Telefonat führt, dass sein Verhalten plötzlich verändert. Was in diesem Gespräch gesagt wird, ist unklar, doch es scheint ihn völlig durcheinander zu bringen.
Die Kollegen beobachten, wie seine Stimmung kt. Er wirkt plötzlich stark aufgewühlt und wie ein komplett anderer Mensch. Sein Chef bemerkt, dass mit ihm etwas nicht stimmt und schickt ihn früher nach Hause. Er ahnt nicht, dass es das letzte Mal sein wird, dass erne sieht. Am späten Nachmittag des 13. Februar 2015 verlässt Arne Hermsen seinen Arbeitsplatz.
Doch anstatt nach Hause zu gehen, machte sich zu Fuß auf den Weg in Richtung deutsche Grenze. Der Himmel ist grau, die Luft kalt, es ist Winter und die Dunkelheit bricht früh ein. Anne trägt eine Jacke und einen Schal, hat aber sonst nichts dabei und es wirkt nicht so, als habe er geplant, lange wegzubleiben. Alles, was er tut, wirkt spontan beinah impulsiv.
Er geht über Straßen und Feldwege immer weiter bis zur deutschen Grenze. Im Laufe der Nacht nähert er sich der deutschen Seite, genauer gesagt dem Gochoort Ortsteil Hasso. Gegen Mitternacht klingelt an einem abgelegenen Bauernhof plötzlich ein völlig durchnäster Mann. Er spricht nicht viel und wirkt verwirrt und desorientiert, aber nicht aggressiv.
Er scheint Schutz vor der Kälte zu suchen, aber die Bewohner öffnen ihm nichts. Er später stellen Ermittler fest, dass der Mann mit hoher Wahrscheinlichkeit Ahne Hermsen ist. Am Morgen liegt ein Schal vor der Tür, der zweifelsfrei Ahne gehört. Was genau passiert, nachdem Ahne bei dem Bauernhof geklingelt hat, ist unklar.
Der 31-jährige scheint weiter durch die kleinen Siedlungen zu laufen, aber es gibt keine gesicherten Beobachtung mehr. Am nächsten Tag, dem 14. Februar, taucht Anne plötzlich wieder auf. Dieses Mal in der Innenstadt von Goch. Gegen 17 Uhr betritt er eine Bankfiliale und hebt 50 € ab.
Die Überwachungskamera zeigt einen Mann, der ruhig wirkt. Er handelt strukturiert, als wis er genau, was er tut. Dieses Bild steht im Kontrast zu dem nächtlichen Besuch auf dem Bauernhof. Es wirkt, als habe sich seinen Zustand zumindest zeitweise stabilisiert. Doch dies ist das letzte sichere Lebenszeichen von Ahne Hermsten. Nach dem Verlassen der Bank verliert sich seine Spur vollständig.
Es gibt keine weiteren Aufnahmen, keine Zeugen und keine Hinweise darauf, wohin er geht und wie er sich fortbewegt. Die Region ist weit, überseht mit Feldern, Wallstücken und Wegen, die in alle Richtungen führen. Schaltet sein Handy nicht mehr ein. Es wirkt, als sei er, nachdem er das Geld abgehoben hat, im Begriff weiterzugehen.
Doch wohin und warum, bleibt unklar. Als Ana am Abend des 13. Februar nicht nach Hause kommt, macht sich seine Mutter Sorgen. Doch sie versucht ihr ungutes Bauchgefühl abzuschütteln. Ihr Sohn ist 31 Jahre alt und muß sich nicht bei ihr abmelden, wenn er sich dazu entschließt, spontan über Nacht wegzubleiben. Als Ana aber auch am nächsten Morgen nicht wieder nach Hause kommt und seine Mutter ihn weiter nicht erreichen kann, meldet sie ihn bei der Polizei als vermisst.
Die ruhige Grenzregion ist aufgefüllt. Ein vermissten Fall hat es hier viele Jahre nicht mehr gegeben und jeder hofft darauf, dass Ahne bald wieder auftaucht. Die niederländische Polizei übernimmt die ersten Schritte. Sie prüft Annes Arbeitsplatz, befragt Kollegen und versucht etwas mehr über das mysteriöse Telefonat zu erfahren.
Am Ende des Tages ist ihnen klar, dass etwas gravierendes vorgefallen sein muss. Sein gesamtes Umfeld beschreibt deutlich, dass der Ahn in den Stunden vor seinem Verschwinden nicht der Ahne gewesen ist, den sie kannten. Er hat sich wie ein anderer Mensch verhalten. Außerdem ist in Mittlang klar, dass dieser Fall über die Grenzen ihres Landes hinausreicht.
Daher informieren sie die Kriminalpolizei in Kleve. Die Beamten dort kennen die Region gut. Die Grenze zwischen Heen und Goch ist durchzogen von Feldwegen und alten Wirtschaftsstraßen. Die Ermittler beginnen die mögliche Route zu rekonstruieren, die Ahn der Nacht eingeschlagen haben könnte. Dabei stoßen sie auf die Bewohner des Bauernhofs in Hasso, die von einem verwirrten Mann erzählen, der in der Nacht geklingelt hat.
Sie berichten, dass der Mann aufgewühlt wirkte, aber nicht bedrohlich. Erst als die Ermittler ihn Annes Foto zeigen, wird ihnen klar, dass es sich bei ihrem nächtlichen Besucher vermutlich um ihn handelte. Am Fundort des Schals sichert die Polizei Spuren. Der Schal liegt am Morgen ordentlich vor der Tür des Bauernhofs. Es wirkt fast so, als habe er ihn bewusst dort abgelegt.
Aber die Ermittler schließen nicht aus, dass sie ihn auch einfach verloren haben könnte. Es ist der erste greifbare Gegenstand, der zweifelsfrei ihm gehört und gleichzeitig wirft er neue Fragen auf. Warum sollte ein Mann, der nachtshilfe sucht, einen Schal ablegen, der ihn vor der Kälte schützt? Die Ermittler prüfen Annes Handydaten, seine Kontobewegung und suchen im umliegenden Gebiet nach Zeugen.
Doch Annes Telefon bleibt ausgeschaltet. Das einzige, was bleibt, ist die Abhebung von 50 € in Goch am Nachmittag des 14. Februar. Als die Polizei die Überwachungsvideos überprüft, sehen Sie, dass Ahne das Geld selbst abgehoben hat und dabei ruhig und gefasst wirkt. Weitere Hinweise auf seinen Verbleib gibt es nicht.
In den Tagen nach seinem Verschwinden durchsuchen die Ermittler Felder, Waldstücke, Gräben und Bachläufe. Zahlreiche Freiwillige helfen und es werden Drohnen und Spürhunde eingesetzt. Doch die Region ist weitläufig und es gibt unzähige Stellen, an denen ein Mensch unbemerkt verschwinden kann. Die Suche ist besonders schwer, da niemand weiß, in welche Richtung Ahne gelaufen ist, nachdem er das Geld abgehoben hat.
Er kann nach Westen in Richtung niederländische Grenze gelaufen sein, nach Norden in Richtung freies Feld, nach Süden in Richtung des Gochau Ortskerns oder nach Osten entlang der Niers. Die Spürhunde finden später Hinweise, die grob in die Richtung des historischen Klosterguts Gräfental deuten.
Doch eine eindeutige Spur gibt es nicht. Die Ermittler prüfen, ob Anne dort gewesen sein könnte und ob er sich dorthin auf den Weg gemacht hat. Doch trotz der intensiven Suche gibt es keinen eindeutigen Hinweis, der bestätigt, dass er das Gelände tatsächlich erreicht hat. Das hätte eine entscheidende Wende sein können, dort zu dieser Zeit eine umstrittene Glaubensgemeinschaft aktiv gewesen ist, deren Anführer später verurteilt wird.
Aber Anne bleibt weiter vermisst und es ziehen Monate und Jahre ins Land, ohne dass es zu einer entscheidenden Spur kommt. Sein Verschwinden wird auch in einer Ausgabe der Fernsehsendung Aktenzeichen XY thematisiert, aber die Ausstrahlung führt ebenfalls zu keinen relevanten Hinweisen. Es ist fast so, als hätte sich der Erdboden aufgetan und Ahne Herms verschluckt.
Mit der Zeit beginnen die Ermittler verschiedene Szenarien durchzugehen, denn ohne klare Spuren bleibt nur die Möglichkeit, das Verhalten von Ahn in den Stunden vor seinem Verschwinden zu analysieren. Jede Theorie klingt zunächst plausibel, doch keine liefert eine vollständig zufriedenstellende Erklärung.

Dennoch möchte ich auf einige davon in diesem Video eingehen. Ein mögliches Szenario ist ein freiwilliges Verschwinden. Wirkt in den Tagen vor seinem Verschwinden nervös und angespannt. Er beschäftigt sich mit Glaubensfragen und ist innerlich unruhig. Möglicherweise ist er mit seinem Leben unzufrieden und hat, ohne es jemanden mitzuteilen, den Entschluss gefasst, abzuhauen und irgendwo neu anzufangen.
Möglicherweise hilft ihm die Person, mit der er kurz vor seinem Verschwinden telefoniert hat. Doch diese Theorie hat Schwächen. Nimmt keine persönlichen Gegenstände mit, keine Kleidung und keine Dokumente. Als er Geld abhebt, hebt er nur wenig ab und nichts deutet darauf hin, dass er sein Verschwinden schon länger geplant haben könnte.
Viel mehr wirkt es wie ein spontaner Entschluss. Außerdem wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass irgendjemand in den letzten Jahren erkannt hätte, wenn er noch irgendwo in der Nähe leben würde. Eine andere Möglichkeit ist eine psychische Krise. Möglicherweise gab es etwas, was vorgefallen ist und das ahne stark aufgewühlt hat.
Vielleicht hatte er Schulden oder Streit mit einer unbekannten Person und der mysteriöse letzte Anruf hat dafür gesorgt, dass er nicht wieder zurück konnte oder wollte. Vielleicht ist er anfangs nur losmarschiert, um den Kopf freiukriegen, hat aber dann das Gefühl bekommen, dass er aus seiner Krise nicht mehr herauskommen wird, weswegen er sich dazu entschlossen hat, sich das Leben zu nehmen.
Sein nächtliches Klingeln auf dem Bauernhof könnte dabei ein letzter Hilferuf gewesen sein. Dass er am nächsten Tag so ruhig und gefasst beim Geldabheben gewirkt hat, könnte ein Zeichen dafür sein, dass er sich nun sicher in seinem Entschluss ist. Anschließend könnte er sich einen ruhigen, abgelegenen Ort gesucht haben, an dem man seinen Körper bis heute nicht gefunden hat.
Das Klostergut könnte aufgrund des spirituellen Hintergrunds in Frage kommen und das würde auch erklären, warum die Spürhunde in dieser Richtung angeschlagen haben. Möglicherweise lane auch unter Depression und hat sich bemüht, dass sein Umfeld nichts davon bemerkt. Der Anruf vor seinem Verschwinden könnte dann eine schlechte Nachricht gewesen sein, die er nicht mehr verkraften konnte.
Möglicherweise hat der Anruf aber auch eine ganz andere psychische Krise ausgelöst und Anna hatte eine Psychose entwickelt. Vielleicht wollte er vor einer unsichtbaren Gefahr weglaufen und dabei ist ihm etwas zugestoßen. So oder so sind das alles nur Mutmaßung, die man aus Ahnes Verhalten vor seinem Verschwinden ableiten könnte.
Die Betonung liegt auf könnte, denn jegliches Verhalten kann in jede Richtung gedeutet werden. Nichts davon ist bestätigt und es ist nicht bekannt, dass Ahne psychische Probleme hatte. Es wäre auch denkbar, dass Ahne einfach das Opfer eines Unfalls geworden ist. Vielleicht wollte er nur etwas den Kopf frei kriegen und ist daher die weite Strecke gewandert.
Die Region ist durchzogen von Gräben, Wasserläufen und Stellen, die im Winter rutschig sind. Ein Sturz in einen Graben oder ein Unfall in einem abgelegenen Bereich könnte dazu führen, dass man seinen Körper bis heute nicht gefunden hat. Aber auch ein Verbrechen kann man nicht ausschließen. Vielleicht hat sich Ahne mit den falschen Leuten angelegt oder einer zwielichtigen Person Geld geschuldet.
Möglicherweise ist er in der Drogenszene unterwegs gewesen, ohne dass jemand davon wußte. Das würde erklären, warum er sich vor seinem Verschwinden so seltsam verhalten hat. Vielleicht wußte er, dass er sich in Gefahr befindet, weil irgendjemand nach seinem Leben trachtete. Der letzte Anruf kann in diesem Fall eine Drohung gewesen sein oder die Aufforderung, sich irgendwo an einem abgelegenen Ort zu treffen.
Eine kriminelle Gruppe hätte die Möglichkeit, Annes Leiche so verschwinden zu lassen, dass man ihn nie findet. Aber auch auf seiner scheinbar ziellosen Wanderung durch abgelegene Gebiete könnte Anh auf eine zwielichtige Person getroffen sein, die ihm etwas angetan hat. Jedoch gibt es bis heute keinerlei Hinweise, die auf ein Verbrechen schließen lassen.
Trotzdem schließt die Polizei diese Option nicht gänzlich aus. Jede Theorie beantwortet einige der offenen Fragen, aber keine von ihnen beantwortet alle. Die Ungewissheit bleibt. Die Jahre vergehen, doch der Fall Ahne Hermsen bleibt ungelöst. Besonders seine Mutter leidet unter der quälenden Ungewissheit. Für sie bedeutet das Verschwinden ihres Sohnes einen Zustand zwischen Hoffnung und Trauer, denn solange kein eindeutiger Beweis vorliegt, bleibt die Möglichkeit, dass Ahne noch lebt.
Gleichzeitig vergeht die Zeit und mit jedem Jahr sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass man Anne noch lebend finden wird. Die Polizei lässt den Fall offen. Immer wieder werden Hinweise geprüft und Sichtungen gemeldet, doch keine führt zum Ziel. Auch Drohnen oder erneute Befragung bringen keinen Durchbruch. 2025 wurde der Fall mehrfach erneut bei Aktenzeichen XY erwähnt, aber auch das hat nicht zu neuen Spuren geführt.
Anes Konzo bleibt seit Jahren unberührt. Sein Handy bleibt ausgeschaltet. Er besitzt keine bekannten Kontakte, die ihm dabei geholfen haben könnten, im Verborgenen zu leben. Auch medizinische Einrichtungen beiden Ländern nehmen nie ein Ahne Hermsen auf. Es ist als sei er im Februar 2015 im nichts verschwunden. Der Fall Hermsen hat die Region bis heute stark geprägt.
Ein Mann geht los, scheinbar ohne Ziel und ohne Vorbereitung und verschwindet für immer. Damit sind wir am Ende des heutigen Videos angelangt. Annes Familie und Freunde hoffen bis heute, dass der damals 31-Jährige noch lebt und irgendwann gefunden werden kann. Was glaubt ihr, was ahn in der kalten Februar nacht zugestoßen ist und kennt ihr Leute, die in den erwähnten Regionen leben? Wenn ja, dann teilt dieses Video gerne mit ihnen.
Möglicherweise erreicht es irgendjemanden, der einen entscheidenden Hinweis zu Arnesverbleib liefern kann. Schreibt mir eure Meinung und Theorien zu dem Fall gerne in die Kommentare. Damit unterstützt ihr auch diesen Kanal. Wenn ihr mich noch mehr unterstützen möchtet, hinterlasst gerne einen Daumen nach oben und ein Abo. Vielen Dank schon an meem voraus.
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