Wahre Verbrechen I Mord im Internat I True Crime Dokumentation T
Wahre Verbrechen I Mord im Internat I True Crime Dokumentation

Und war damals 59 Jahre alt. Er hat inbruck gewohnt und hatte auch einen Schräbergarten. Ausläser für den Sohn äh, dass diese Abgängigkeitsmeldung gemacht hat, war, dass der Hund des Helmut aufgefunden wurde herumirrend. Und dann kam es aber, dass Mitte April am 15. April ein Kameradeam vor Ort ist. Bei diesen Dreherweiten stieß dann das Kameradeam auf die Leiche.
Die Todesursache hat ganz klar ergeben, dass der Mann massiv erschlagen wurde. Es wurde ihm sprichwörtlich der Schädel zertrümmert. Innsbruck, März 2015. Helmut H. ist wie vom Erdboden verschluckt. Wochen später wird in seinem Schräbergarten die Leiche des Mannes gefunden. Helmut wurde umgebracht. Der erste Staatsanwalt Hansjörg Meer hat den Fall von Anfang an begleitet.
Helmut war damals 59 Jahre alt. Der war früher als Küchengehilfe und Abwäscher tätig. Zuletzt aber ohne Beschäftigung. Er hat inbruck gewohnt und hatte auch einen Schrebergarten, be dem man sich öfters aufgehalten hat. War offenbar sehr die lieber hat eine Katze zu Hause und auch einen Hund, der meistens mit ihm unterwegs war.
Nachdem er ihn mehrere Tage nicht erreicht hat, meldet der Sohn von Helmut H, seinen Vater am 27. März 2015, als vermisst. Letztlich Auslöser für den Sohn äh, dass er diese Abgängigkeitsmeldung gemacht hat, war äh, dass der Hund des Helmutar aufgefunden wurde, herumirrend herrenlos im Bereich von Kufstein. Der Border Colly wird am Inufer entdeckt.
Er ist gechippt und registriert, sodass schnell die Verbindung zu seinem Halter hergestellt werden kann. Der Bereich, in dem der Hund aufgefunden wurde, ist etwa 60 km von Innsburck entfernt und Helmut hatte keinen Führerschein, kein Auto. Also, es war eigentlich auf den ersten Blick völlig unerklärlich, wie der Hund dorthin kommt.
Die Insbrucker Polizei nimmt die vermissten Meldung ernst und sucht nach Helmut H. Unter anderem sehen sich die Ermittler in Helmut H Schrebergarten am Innsbrucker Stadtrand um. Hier hat sich der Vermisste die meiste Zeit aufgehalten. In der Gartenhütte können die Polizisten alarmierende Spuren feststellen. Dort wurde von der Polizei festgestellt, dass offensichtlich Blut in größeren Mengen weggewischt wurde und danach mit Farbspray übersprayht wurde.
Das war natürlich auch ein Hinweis, dass da es offensichtlich zu einer Tart gekommen ist, seiner Blutdart. Weitere Spuren in dem Gartenhaus deuten darauf hin, dass der 59-jährige Vermisste einen Gast bei sich beherbergt hat. Die Beobachtungen, die zuvor von Zeugen gemacht wurden, haben bereits auf einen Bekannten des späteren Opfers hingewiesen, dem das Opfer Unterkunft im Schräbergarten gewährt hat in den Wochen vor dem Verschwinden.
Äh und dieser Bekannte ist mehreren Personen aufgefallen. Wer dieser Unbekannte ist, bleibt für die Innsbrucker Polizei zunächst unklar. Angeblich soll es sich um einen Deutschen handeln. Ein Zeuge berichtet von einer Begegnung mit diesem Mann vor der Wohnung von Helmut H. Offenbar hatte der Unbekannte einen Schlüssel. Hat er dann nach ihn gefragt, ob er wüsse, wo Helmut ist. Der hat verneint.
Er hat dann ein Telefonat geführt, dieser Deutsche mit dem Sohn des Elmut. Und auch der Sohn hat dann gefragt, ob er wüsste, wo sein Vater sei und warum er ihn dann nicht am Handy erreichen könne. Und der vermeintlich Deutsche hat dann gesagt, der Vater hätte eine neue SIM-Karte und sei nur deshalb nicht erreichbar.
Das alles waren Sachen, die schon dem Sohn und auch den anderen Zeugen etwas eigenartig vorgekommen sind und eigentlich recht untypisch für Helmut H. Bei der Suche nach Helmut scheint der Unbekannte, der wochenlang auf dem Schräbergartengelände gewohnt hat, die Schlüsselfigur zu sein. Aber auch dieser Mann ist nicht zu finden.
Doch dann erhalten die Ermittler ein Foto von dem Unbekannten. Ein Bekannter von Helmut H. hat es gemacht während eines geselligen Abends im Schräbergarten. Auffällig, die Tätowierungen am Arm des Unbekannten. Mit diesen Fotos hat dann die Staatsanwaltschaft eine Personenverhandlung in Auftrag gegeben, weil es zumindest einmal ein Zeuge wäre, nachdem man sucht.
Äh aufgrund dieser Verhandlung bekamen wir dann recht bald von den italienischen Behörden einen Hinweis, dass sich bei dem gesuchten offenbar um Agostino K handelt. Doch der Italiener mit deutschen Wurzeln ist spurlos verschwunden, schon kurz bevor Helmut H von seinem Sohn vermisst gemeldet wurde. Man hat dann nachdem man den Augustino K identifizieren konnte auch eine Festnahme Anordnung erlassen und nach ihm gesucht und ihn auch zur Festnahme ausgeschrieben, weil einfach einiges darauf hingedeutet hat, dass er mit dem vermeintlichen Verschwinden des
Helmut haar zu tun hat. Äh diese Festnahme anderen wurde noch nicht auf den Verdacht des Modes gegründet, weil man ja auch noch keine Leiche hatte. Und nach einer vermeintlichen Leiche oder Spuren wurde intensiv gesucht, auch im Schräbergarten, auch im Garten herum mit Spürhunden. Es waren zweimal Spürhunde dort im Einsatz.
Man hat nichts gefunden. Und dann kam es aber, dass am 15. April ein Kameradeam vor Ort ist, um dort auch einen Fall zu berichten und mit dem Sohn vor Ort ein Interview zu führen. Bei diesen Dreharen stieß dann das Kameradeam auf die Leiche. Es sieht, dass da etwas wie ein Körper einer blauen Decke ist und etwas herausragt, das ein Kopf sein könnte.
Das Kameradimer dann sofort die Polizei alarmiert und man konnte feststellen, dass es dabei tatsächlich um die Leiche des Helmut H. gehandelt hat. Warum die Leiche von Helmut Haber der polizeilichen Suche im Schräbergarten nicht gefunden worden ist, bleibt unklar. Möglicherweise, weil zu diesem Zeitpunkt in Innsbruck Schnee gelegen hat.
Der 59-jährige Tote wird jetzt von der Gerichtsmedizin untersucht. Duursache hat ganz klar ergeben, dass der Mann massiv erschlagen wurde. Es wurde ihm sprichwörtlich der Schädel zertrümmert, sich später herausstellt mit einem Stein. Anschließend hat der Täter die Leiche in dem Schräbergarten vergraben und das Loch unter anderem mit Blumenerde gefüllt, die sich auf dem Grundstück befunden hatte.
Nachdem die Leiche gefunden wurde, wurde die Festnahmeanordnung neu geschrieben und dann natürlich auch den Verdacht des Mordes gegründet und auch international nach Augustino K gefandet. Augustino K war den Behörden bekannt. Er ist vorher schon in Italien und auch in Deutschland auffällig gewesen. Die Polizei findet heraus, der 43-jährige ist mit einem Opel Corsa unterwegs, den er drei Monate zuvor in Bozen in Südtirol gestohlen hatte.
Wir haben, um ihn zu finden, auch äh Bankhauskünfte eingeholt, um zu sehen, ob er vielleicht Bankomatbehebungen etc. tätigt. Äh es ist dann bekannt geworden, dass er am 22. April bei seiner Bank in Südtirol angerufen hat und gefragt hat, ob es nicht möglich sei, seine Mizins Beihilfe auf ein anderes Konto zu überweisen und dort und das ist dann auch der Aufmerksamkeit dieser Bankangestellten äh zu verdanken, hat man gleich registriert, dass es sich da diesen gesuchten handelt äh über den ja bereits diese Nachfrage bei der Bank
seitens der Ermittlungsbehörden vorher eingegangen ist und es wurde sofort die Polizei verständigt. Es konnte da festgestellt werden, von wo aus und mit welchem Telef Telefon der Anruf getätigt wurde. Die Spur führt nach München. Die bayerische Polizei kann Augustino K. einen Tag später am 23. April 2015 in einem Münchner Lokalfestnehmen und vernehmen.
Augustino K hat die Tat an sich gleich zugestanden, dass er mit dem Stein geschlagen hat. Da hat also zwar ein oder behauptet, er hätte ihn nicht töten wollen, was angesichts desangs schwer zu glauben ist. Äh und er hat die Dat anfangs damit erklärt, dass es einen Streit gegeben habe zwischen ihm und Helmut H.
Und in Zuge dieses Streites habe er eben dann zugeschlagen. Wenige Wochen später wird Agostino K aus Deutschland an die Behörden in Innsbruck ausgeliefert. Erst vor dem Haft und Rechtsschutzrichter in Österreich hat er die Version äh sich zurecht gelegt, sagen wir mal so, äh dass Helmut H. homosexuell gewesen sei und sich ihm annäheren wollte, ihn auch entsprechend tatsächlich sexuell belästigt hätte und er sich daraufhin zur Wer gesetzt hätte und dann in Rasch geraten sei und diese Tat begangen hat.
Nachdem es keine gegenteiligen Beweise gegeben hat, war sich da die Staatsanwaltschaft jetzt hat sich da nicht festgelegt in der Anklage, wovon die Staatsanwaltschaft ausgeht, hat durchaus eingeräumt, es könnte so gewesen sein. Das ändert ja nichts daran, dass es ein Mord war. Im Februar 2016 beginnt vor dem Landesgericht Innsbruck der Mordprozess gegen Agostino K.
Dabei geht es auch um die Frage nach dem Motiv. Könnte das Opfer Helmut H. den Täter Agostino K wirklich sexuell belästigt haben? Allerdings hat sich das geschworenen Gericht dann schon auch damit auseinandergesetzt, weil allen Fall seine Datenprovokation vielleicht ein Wilderungsgrund wäre im Zuge dessen ausgeführt im Urteil, dass das Geschworenengericht das nur für eine bloße Schutzbehauptung handelt und das tatsächlich wohl die erste Version stimmen würde, dass es zwar ein Streit war, aber nicht so, dass Augustino K von Helmut H vorher sexuell belästigt worden
wäre. Agostino K hat außerdem 3000 € aus dem Geldbeutel seines Opfers entwendet. Auch weshalb der Hund des Mordopfers mehr als 60 km entfernt von Innsbruck gefunden wurde, kann aufgeklärt werden. Eine Bekannte von Helmut H. hatte sich an die Behörden gewandt. Sie war damals mit dem Hund des Opfers spazieren und hatte anschließend eine Beobachtung gemacht, die sie erst später in den richtigen Zusammenhang bringen konnte.
Als diese Bekannte dann am äh 28. März den Hund zurückbringen wollte beim Schräbergarten des Helmut H, traf sie tot auf Agostino K. Vermutlich war der gerade damit beschäftigt, die Spuren zu beseitigen. Der Augustino K. hat etwas nervös reagiert, hat den Hund dann entgegengenommen und die Zeugin konnte feststellen, dass es offenbar vermeiden wollte, den Hund auf das Schräbergartengelände zu lassen, weil er hat den Hund sofort in sein Auto verfrachtet.
Es war offenbar so, dass der Hund vom Herrn Augustino K. Als dieser dann zwei Tage nach der Tat nach Deutschland abgesetzt hat, im Bereich von Kufstein ausgesetzt wurde. Offenbar wollte Agostino K. vermeiden, dass der Hund die Leiche findet. Im Prozess wird auch thematisiert, dass der Angeklagte zur Tatzeit alkoholisiert gewesen ist.
Laut Gutachten sei er aber zurechnungsfähig gewesen. Am 3.3.2016 hat dann das geschworene Gericht ein Urteil gefällt. Das Urteil war einstimmig. Alle acht geschworenen haben den Herrn Agostino K. Schuldig befunden, schuldig des vorsätzlichen Mordes. Das Landesgericht Innsbruck verurteilt den 44-jährigen zu einer lebenslangen Haftstrafe. Vermutlich hatte Helmut H.
Agostino K. aufgefordert, nicht länger in seinem Schräbergarten zu wohnen und sich eine Arbeit zu suchen. Für Hansjörg Meierer war die gute internationale Zusammenarbeit der Behörden entscheidend für die Klärung des Falls und die Festnahme des Mordverdächtigen. Es waren die italienischen Behörden, die sofort reagiert haben und uns sagen konnten, um wen es sich handelt.
Es waren letztlich dann auch die italienischen Bankangestellten, die reagiert haben und und diese Nachricht gleich weitergegeben haben. Es war dann die Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden, nachdem man diese Telefonnummer gehabt hat und und gleich feststellen konnte, wer und woher diese Telefonnummer kommt und dann war es natürlich die Festnahme der Schräbergartenmord in Innsbruck.
Helmut H. wurde von dem Mann umgebracht, dem er ein Dach über dem Kopf verschafft hatte. Noch im Jahr seiner Verurteilung stirbt Agostino K im Gefängnis. Mein Handy klingelte und ein Kollege vom Kriminaldauerdienst war dran und teilte mir mit, dass hier die Sporthalle in voller Ausdehnung brenne. Er war schnell drin, kam schnell an das Gerät und hätte von da ganz schnell wieder verschwinden können.
Nein, es musste vor gelegt werden. haben wir ganz oft gehabt, dass eben mehrfach Brandstifter äh sich daran aufgeilen, wenn sie das Martin Horn hören und wenn sie das Blaulicht sehen. Deshalb sind sie auch oft am Ort anzutreffen. Ich gehe fest davon aus, dass er insbesondere in dem Dunstkreis, in dem er wohnte und sich herumtrieb, auch weitere Brände gelegt hat.
Containerbrände, Fahrzeugbrände haben wir zu auf gehabt. Im Oktober 2014 geht die Sporthalle eines Braunschweiger Gymnasiums in Flammen auf. Holger Kunkel ist damals leitender Ermittler bei der Kriminalpolizei Braunschweig. Wir stehen vor der Hoffmann von Fallerslebenschule. ist ein Gymnasium mit einer großen Sportstätte und diese Sportstätte ist in der Nacht zum 25.
Oktober 2014 ausgebrannt. Der Schaden war primär im Gebäude. Massiv Rauchgasniederschlag, etliches an Inventar, Turngeräte, Mattenwagen und ähnliches, total verbrannt. Äh, es war tatsächlich nur noch Schutt und Asche im Gebäude. Ein Augenzeuge alarmiert damals die Feuerwehr. Tatsächlich ist es so gewesen, dass eine Person einen Taxifahrer angehalten hat und diesen darum bat ihm ein Handy auszuigen, damit er Notruf wählen kann, weil es in der Sporthalle brennen würde.
Sehr schnell ist klar, was genau das Feuer mit einem Gesamtschaden von 1,6 Millionen Euro ausgelöst hat. Das war zweifelsfrei Brandstiftung. Seitlich des Gebäudes ist ein Anbau, in dem sich das Inventar befand, die Sportgeräte und ähnliches. Dort war ein Fenster eingedrückt worden. Durch dies Fenster ist der Täter eingestiegen und hat beim Einstieg also einen gut auswertbaren Schuabdruck auf dem Fenstersims hinterlassen.
Die Polizei sucht jetzt mit Hochdruck nach dem Brandstifter. Bei den Ermittlungen fällt Kommissar Kunkel eine Sache besonders auf. Markus R. Der Mann, der die Feuerwehr alarmiert hatte, ist wegen zahlreicher Sachbeschädigungen und Einbrüche vorbestraft. Kunkel findet heraus, auch bei mehreren anderen Brennten in Braunschweig war der Mann in der Nähe.
Mal war ein Bagger auf einem Grundstück in Flammen aufgegangen, mal ein geparktes Auto. Der Ermittler nimmt Markus R. jetzt genauer unter die Lupe. Es werden sogar Ermittlungen gegen ihn eingeleitet, doch der Tatverdacht ist nicht konkret genug. Nur wenige Wochen später brennt die nächste Turnhalle. Wir befinden uns hier im Braunschweig Orzehendorf St.
Ingberstraße vor der großen städtischen Sporthalle. Diese vorherige Halle ist hier am 28. März 2015 total niedergebrannt. Wie sie später herausstellten, war eindeutig Brandstiftung die Brandursache. Nachdem wir den Brandort freigegeben haben, ist es noch recht schnell dazu gekommen, dass die Brandruine eingerissen wurde und dann hier jetzt dieser Neubau hingestellt wurde.
Äh im Jahr 2015 war der Schaden von der Stadt mit 3,5 Millionen Euro angegeben worden. Der finanzielle Schaden ist das eine. Doch es kommt noch ein weiteres Problem dazu. Für den breitensport hier im Ort war es eine Katastrophe. Die Halle wurde vom Tennissportverein Lehendorf genutzt. Die Halle wurde vom breitensportverein Lehendorf genutzt.
Die Halle wurde von zwei Schulen genutzt. Diese Halle war tatsächlich 365 Tage im Jahr von 7 bis 23 Uhr ausgebucht und alle Vereine, die plötzlich hier blank ohne Sportstätte standen, musste die Stadt Braunschei unterbringen. Es wurde damals extra eine Kommission gegründet bei der Stadt, die sich damit befasst hat. Auch hier die Frage, wer hat den Brand gelegt? Kunkel hat einen Verdacht.
Das Kuriose war, ich befand mich in einem Wochenendtrip im Pozam mit Freunden, das eben in der frühen Nacht zum 29.03. mein Handy klingelte und ein Kollege vom Kriminaldauerdienst war dran, der wusste nichts von meinem Kurzurlaub und teilte mir mit, dass hier die Sporthalle in voller Ausdehnung brenne, worauf ich sofort mein Verdacht äh offerierte und sagte, bitte sofort für Markus R eine Alibi Überprüfung fahren, woraufhin mir dann gesagt wurde, das ist nicht mehr erforderlich, denn er wurde hier am Brandort angetroffen.
Schon wieder ein Großbrand und schon wieder ist Markus R am Einsatzort. Nachdem ich erfahren hatte, dass Markus am Brandort angetroffen war und dass man ein PKW ausgemacht hatte, mit dem er an dem Brandort gefahren wurde, kam man über die Halterin des PKW, welche eine Bekannte von ihm war, hier an den Ort, äh wissend, dass er hier in einer Gartenlaube bei bestimmten Personen wohnt.
Ja, da haben wir ihn dann aufgesucht, zumindest versucht ihn aufzusuchen. Wir sind dann hierher gefahren, Auswil und ich ähm die saßen zu dritt vor der Gartenlaube und haben gezecht. Aus der Sporthalle wurden vor dem Brand offenbar Geräte mitgenommen. Es wurde eine Hockeyausrüstung, insbesondere eine Hockeyausrüstung für Torleute gestohlen, die durchaus richtig teuer sind und äh für 2 3000 € gebraucht gehandelt werden.
Finden die Polizisten die Ausrüstung in der Gartenlaube? Durchsuchungsbeschluss hatten wir schon für seine Behausung. Der Auszubildende ist dann auf den Dachboden geklettert und hat dort durchsucht, das waren 6 7 m² maximal ohne Mobil und hat dort auch die Hockeyausrüstung gefunden, die in der Sporthalle St.
Ingbergstraße entwendet worden war. Diese Hockeausrüstung ist auch später durch den Sportwart identifiziert worden, gehört eindeutlich in die niedergebrannte Halle. Markus R.läufig festgenommen. Offenbar hatte er nicht mit dem Besuch der Beamten gerechnet. Seine Personalien standen fest. Er ist kontrolliert worden.
Er wusste, die Polizei kommt irgendwann zu mir. Nur, dass war so kurz nach dem Brand dann auch schon mit dem Durchsuchungsbeschluss bei ihm waren und auch dadurch im dringenden Tatverdacht hatten, war er doch recht betroffen, als ihm die Festnahme ausgesprochen wurde. Zunächst gesagt hatte er dazu nichts. Doch das ändert sich schon bald.
Als Markus R kurz darauf im Polizeipräsidium vernommen wird, da war er z nichts am rumeierern, da haben wir immer gesagt, pass auf, du brauchst keine Geschichten erzählen, ne? Es gibt keinen anderen außer dir, der das war. Ja, er will erstmal mit seiner Rechtsanwältin sprechen. Nun, dann haben wir die Verbindung hergestellt.
Ich habe dann der Rechtsanwält in die Situation geschildert, in der er sich befindet. Dann hat er mit der Rechtsanwältin gesprochen und dann habe ich noch mal den Hörer bekommen und dann hat sie gesagt, sie hat ihren Mandanten geraten, auf seinem Bauchgefühl zu hören und damit war das Gespräch beendet und dann habe ich zu ihm gesagt, pass auf, wir kennen deine Vita, du bist arbeitslos, du hast ein ries Alkoholproblem, wie willst du das irgendwie mal auf die Reihe bekommen? Sag, pack aus, mach hier jetzt reinen Tisch, rede dir von der Seele, was du
schon lange mal erzählen wolltest und dann fährst du ein paar Jahre ein und dann wird man zusehen, dass du gesund entlassen wirst und da ist er dann letztendlich eingeknickt und hat die Geständnisse abgelegt. Der Mann gesteht nicht nur die beiden Turnhallenbrände gelegt zu haben, sondern auch die Brandstiftungen an dem Auto und dem Bagger.
Von hier ist er im April 14 abends losgegangen mit unbekannten Ziel und traf dann hier in der Schenke des Gartenvereins auf einer Abiturfeier. Dort hat man ihn eingelassen und da hat er noch ein paar Biere getrunken. Zunächst hat er sich wohl auch ganz gut benommen. Dann gab es aber Stress hier und letztendlich haben die Jugendlichen ihn dann rausgeschmissen.
Er ist dann hinter mir die Straße hoch, den Gänseanger äh Richtung Lehendruf gegangen und hat dort einen Bagger vorgefunden, der auf einem Abbruchgelände stand und den hat er abgefackelt. Er ist dort auch angetroffen worden durch die eingesetzte Funkstreife. Ich habe den Vorgang dann zwei d Tage später auf dem Tisch gehabt zur Bearbeitung wegen Brandstiftung.
Äh bei der Personalverstellung hat er noch Widerstand geleistet. Es war aber leider so, dass man ihm den Brand des Baggers nicht nachweisen konnte. Also große Hilfsmittel wird er nicht gehabt haben. Denke auch äh in Sachen Brandbeschleuniger, Chemie, Feuerentfachung und ähnlichem fehlt die ihm vielleicht auch der geistige Horizont.
Er ist tiegerecht immer in den Anbauten der Sporten eingedrungen, wo schon das Tngerät war. Darum für mich so unverständlicher, er war schnell drin, kam schnell an das Gerät, nämlich die Hockerausrüstung war nicht besonders geschützt. Die lagen irgendwo und hätte von da ganz schnell wieder verschwinden können. Eines musste Feuer gelegt werden.
Der mehrfach vorbestrafte Markus R ist der gesuchte Brandstifter. Was unklar ist, ist das genaue Motiv. Ein direktes Motiv hat er nicht gesagt. Er druckte so rum. Es ging ihn primär um die Sportausrüstungen und Feuer gelegt, vermutlich um Spuren zu verwischen, aber auch, weil er eine absolute Feuerwehr Martinsorn Affinität hatte.
Äh bei Brandstiftung und Falschaarmierung gibt es immer auch eine sexuelle Komponente und die war bei ihm ja mit Sicherheit auch ausgeprägt. haben wir ganz oft gehabt, ähm, dass eben Brandstifter, mehrfach Brandstifter äh sich daran aufgeilen, wenn sie das Martin Horn hören und wenn sie das Blaulicht sehen.
Deshalb sind sie auch oft am Ort anzutreffen. Äh sie tun sich dann auch oft aus Sendungsbewusstsein und Profilneurosen hervor. Ich ich ich habe es gesehen, ich weiß, wie es passiert ist, habe ich ganz häufig gehört. Oder das Zeugen sagten, die Person hat unwahrscheinlich stark agiert am Brandort, wusste alles besser und gab sich als Feuerwehrmann aus und ähnliches.
Äh, ein Serienbrandstifter hatten wir äh einige Zeit danach. Äh, der hat 32 Brände hingelegt in einem Urzeit von Braunschweig. auch unwahrscheinliche Profilneurose, aber bei seiner Freundin, seitdem die in der Feuerwehr war, brannte es laufend. Die hat dann regelrecht gesagt, hier ist ja nichts los, das hätte ich mir nicht antun sollen.
Wieso bin ich überhaupt zu diesem scheiß Läggen hingegangen? Und dann ging’s los und hat sich gefreut. Holger Kunkel ist überzeugt. Markus R ist noch für weitere Straftaten verantwortlich. Ich gehe fest davon aus, dass er insbesondere in dem Dunstkreis, in dem er wohnte und sich herumtrieb, auch weitere Brände gelegt hat. Da dem Ortstein Lehendorf Richtung Innenstadt herum.
Containerbrände, Fahrzeugbrände haben wir zu Hauf gehabt. Im Herbst 2015 beginnt vor dem Landgericht Braunschweig der Prozess gegen Markus R. Die Staatsanwaltschaft hält eine Unterbringung des Täters in der Psychiatrie für sinnvoll. Doch der beauftragte Gutachter kann die dafür notwendige verminderte Schuldfähigkeit nicht zwingend erkennen.
Markus R. wird zu 6 Jahren Haft verurteilt und er muss eine Alkoholentziehungskour machen. Der Turnhallenbrandstifter von Braunschweig hat einen Sachschaden von mehr als 5 Millionen Euro verursacht. Wäre er nicht von Holger Kunkel und seinem Team überführt worden, hätte er möglicherweise weitergezündelt.
Friedrich Heisler hat sich nach einem Schlaganfall 2004 und dem dort seiner Gart in 2006 in Zellamse ziemlich zurückgezogen. Dieser Tod hat in ihm bewirkt äh dass er sich wieder auf die Suche machte im Internet und so hat er dann eine Frau kennengelernt. Die gute Frau hat einen Flug gebucht von München nach Johannesburg.
Äh, es gibt auch gesicherte Informationen, dass vom Mobiltelefon des Herrn Heisler in Südafrika am Tag seines Verschwindens eine SMS abgeschickt wurde. Sie hat das Flugzeug wieder nach München genommen und ist nach Zillamsee gefahren. Dort hat sie relativ schnell begonnen, die Villa auszuräumen und die Konten zu blündern.
Nicht nur das Auffinden der Leiche könnte den Fall klären. Alleine kann sie es nicht gemacht haben. Im Sommer 2007 verschwindet ein reicher Juwelier aus dem österreichischen Zell am See. Ist Friedrich Heißler eine Internetbekanntschaft zum Verhängnis geworden? Die Spur des 66-jährigen verliert sich in Südafrika in der Nähe von Johannesburg.
Der Profiler und Detektiv Johann Fesel hat sich auf die Spur des Mannes begeben. Friedrich Heisler, pensionierter Juvenier aus Wien hat sich nach einem Schlaganfall 2004 und dem dort seiner Gart in 2006 Salzburger ZMSe ziemlich zurückgezogen. Er wurde beschrieben als kunstziger Mensch, hat auch äh Bilder gesammelt.
Einige Monate nach dem Tod seiner Frau sucht Heisler über das Internet eine neue Partnerin. Er wird auf eine Frau aus Deutschland aufmerksam, aus Koburg, Katharina L. Sie nennt sich Baronin und trägt durch eine Eheschließung den Titel Freifrau. Sie gibt sich als vermögende Immobilienmaklerin aus. Der Journalist Norbert Bleichinger hat sich mit dem Fall Friedrich Heißler in einem Buch befasst.
Er hat sie in seinem Umfeld vorgestellt, aber nicht als Freifrau, sondern als Baronin äh auch in seinem Tennisclub äh bei verschiedenen anderen Gelegenheiten. Und äh ich denke einmal so was die ersten Eindrücke waren, äh hat die gute Frau auch keinen schlechten Eindruck gemacht. Schon bald macht der eigentlich sehr sparsame Friedrich Heisler seiner neuen Lebensgefährtin Geschenke. Am 10.
August 2007 startet er mit Katharina L. Zell am See aus in einen Wellnessurlaub, den sie für ihren Mann organisiert hat. Das Ziel: Eine Überraschung. Das letzte sichere Lebenszeichen von Friedrich Heisler. Das Foto einer Radarfalle auf der A8 zwischen Salzburg und München vom Nachmittag des 10. August. Die Polizei kann später ermitteln, wohin der Wellnisurlaub die beiden führen sollte. Nach Johannesburg in Südafrika.
Friedrich Heisler brauchte Medikamente und äh die gute Frau hat sozusagen einen Fluggebuch, der doch um die 10 Stunden dauerte, von München nach Johannesburg. Und äh dass das für den für den Herrn Heisler sehr anstrengend war, kann man sich vorstellen. Der gesundheitlich angeschlagene Juwelier und Katharina L.
übernachten in Südafrika zunächst in dieser Lodge. Am Münchner Flughafen hatte der 66-Jährige noch Geld abgehoben. Er hat doch dann 60 km entfernt von Johannesburg in Präorier, noch einmal 2000 € abgehoben. Möglicherweise hat er damit sogar seine eigenen Mörder bezahlen müssen. Vom Aufenthalt Friedrich Heislers in Südafrika gibt es wenig Konkretes.
Fest steht aufgrund von Zeugenaussagen, er hat sich mindestens zwei Nächte vom 10. bis 12. August 2007 dort aufgehalten. Ab dem 12. August ist Friedrich Heisler nicht mehr gesehen worden. Es gibt auch gesicherte Informationen, dass vom Mobiltelefon des Herrn Heisler in Südafrika zwei Tage nach Ankunft, also am Tag seines Verschwindens, eine SMS abgeschickt wurde.
Der Inhalt konnte leider nicht rekonstruiert werden technisch und dass einen Tag darauf auch eine SMS empfangen wurde auf dem Mobiltelefon. dass dies allerdings vom Herrn Heislas selbst gemacht wurde. Das Abschicken wird von den ermittelnden Behörden in Zweifel gestellt. Man geht eigentlich davon aus, dass die Tatverdächtige über diese SMS mit möglichen Mittätern kommuniziert hat.
Klar ist, für Friedrich Heißler hat Katharina L. keinen Rückflug gebucht. Sie selbst kehrt bereits drei Tage nach ihrer Ankunft in Johannesburg allein zurück aus Südafrika. Sie hat am 13. Das Flugzeug wieder nach München genommen, von München einen Mietwagen genommen und ist nach Zillamsee gefahren. Ähm dort hat sie relativ schnell begonnen, die Villa auszuräumen und die Kunden zu blündern.
Im Haus von Friedrich Heißler fallen der Frau unter anderen zahlreiche wertvolle Schmuckstücke in die Hände. Als ein Alarm an Heisler Safe auslöst und die Polizei in seiner Villa anrückt, zeigt Katharina L. eine Vollmacht, die sie als Bewohnerin des Hauses ausweist. Es ist Heßl Schwägerin, die wegen des verschwundenen Juweliers schließlich die Salzburger Polizei alarmiert.
Die Kernfrage der Beamten an Katharina L. lautet: Wo ist Friedrich Heißler? und darauf gibt die Frau ganz unterschiedliche Antworten. Sie hat immer nur von einer Geschäftsbeziehung äh gesprochen. Die Ermittler haben aber nicht locker gelassen und haben ihr vorgeworfen äh das mit Südafrika und sie gesagt, nein, er ist nach äh Cuba.
Das hat aber auch nicht gestimmt. Dann hat sie gesagt, er ist wegen seiner Pädophilie nach äh Brasilien, lebt derzeit in Saulo. Der vermisste ein Pädophiler. Das halten alle Personen aus Heßlers Umfeld für völlig ausgeschlossen. Allerdings kurz darauf werden im Safe von Heislas Villa Kinderunterwäsche und Bilder von Kindern gefunden.
Durch polizeiliche Ermittlungen stellt sich jedoch heraus eine reine Defierung. Offensichtlich hat sie in einem Markt in Salfelden diese Sachen gekauft. Jedenfalls wurden sie nach dem Verschwinden von Heisler in Südafrika äh gekauft und man hat sie dort platziert. Die Polizei durchsucht das Haus von Katharina L im oberfränkischen Koburg.
Die Beamten finden vor allem Schmuck, der Friedrich Heisler gehört, aber auch zahlreiche weitere Gegenstände. Gesamtwert 835 000 €. Auch einen Zettel mit der Kombination für seinen Tresor entdecken die Ermittler. Katharina L. Die Polizei findet außerdem heraus, dass die Frau eine bewegte Vergangenheit in der ehemaligen DDR hat.
Die hartverdächtige war bis 1990 nachweisliche Mitarbeiterin der Stadtsicherheit, danach ihren Namen gewechselt. Der Freiherr, den sie schließlich heiratet, ahnt von dem Treiben der Frau nichts, auch nicht davon, dass sie ihn betrügt und im Internet nach neuen Partnern sucht. Aus Sicht des Profilers, wenn man sie die die Vorgeschichte von der Baronen ansieht, kann man eigentlich stark davon ausgehen, dass man hier mit einer Persönlichkeit Störung zu tun und kombiniert zwischen schwerer Narzissmus und Ansätzen von Psychopathie
und auch eine eingeschränktes Sozialverhalten und das zieht [räuspern] sie über viele viele Jahre durch. Das heißt, sie schädigt Personen. Es geht ja ausschließlich um ihren Gewinn. Das geht aus den Informationen, die wir haben eigentlich erfahren. Der Mann von Katharina L berichtet der Polizei nun, sie sei im Januar 2007 wenige Monate vor der Reise mit Friedrich Heisler auch mit ihm nach Johannesburg geflogen.
Dort sei er zunächst von Unbekannten bewusstlos geschlagen worden. Im Hotelzimmer seien ihm bei einem Angriff mit Säure die Augen veretzt worden. Mordanschläge im Auftrag von Katharina L. Die Frau aus Koburg wird zwischenzeitlich nach Österreich ausgeliefert. Ihr Mann nimmt sich das Leben. Doch wo ist Friedrich Heißler? Was ist in Südafrika passiert? Dass er dort noch lebt, ist auch höchst unwahrscheinlich. Er hat keinen Grund.
Er war nicht sehr reisefreudig. Er war nicht abenteuerlich äh von seiner ganzen Lebenswile. Er war sehr zurückgezogen. Er hatte kurz vorher einen Schlaganfall. Das heißt, äh sein seine Beweggründe sich dort irgendwie äh zu verabschieden sind einfach nicht gegeben. Das muss man so sehen.
Deswegen deutet natürlich alles auf Gewaltverbrechen hin. Salzburger Ermittler fliegen auf der Suche nach Friedrich Heisler nach Johannesburg. Sie stoßen auf Handydaten vom Tag seines Verschwindens, die sie stutzig machen. Demnach soll sich der Vermisste in einem sehr gefährlichen Viertel in Johannesburg aufgehalten haben, das Touristen und auch viele Einheimische normalerweise meiden.
Trotz aller Bemühungen bleibt den Salzburger Beamten vor Ort der Durchbruch verwehrt. Das Schicksal von Friedrich Heßler in Südafrika bleibt ungeklärt. Katharina L kann nur der Diebstahl zahlreicher Dinge aus Heislas Villa sowie die Plünderung seiner Konten nachgewiesen werden. Dafür wird sie 2009 vom Salzburger Landesgericht wegen Betrug und Einbruchsdiebstahl in zweiter Instanz zu 5 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt.
12 wird sie auf Bewährung entlassen. Bleibt noch der Mordverdacht im Fall Friedrich Heisler. Das Ermittlungsverfahren ist eingestellt. Das fehlt die Leiche. Profiler Johann Fesel meint, weniger als 20 Jahre nach dem mutmaßlichen Mord müsse es in Johannesburg noch Zeugen geben. Noch mal mit dem Medien vorort Kontakt aufzunehmen und eine entsprechende hohe Belohnung auszuloben für Informationen, die Rückschlüsse auf die Täter zulassen, würde z.B.
durchaus Sinn machen, ob derjenige dann aus dem Umfeld der Täter ist, aus dem Umfeld der Behörden. Alleine kann sie es nicht gemacht haben. Es gibt Mitwisser. Die Fingerabdrücke sowie das DNA Profil von Friedrich Heisler sind in Datenbanken gespeichert. Nach wie vor besteht die Hoffnung, sein Schicksal zu klären. Die Tatverdächtige schweigt natürlich, sie ist aus der Sache raus.
Das Gute ist, es gab kein Verfahren und sie wurde nicht freigesprochen. Das heißt, man kann jederzeit wieder den Fall öffnen und weiter ermitteln. Das ist das Gute daran. Und man müsste sich wirklich dahinter setzen und das möglichst bald angehen, weil wenn sie mal 25, 30 Jahre sind, werden die Chancen immer geringer.
Das Rätsel um den verschwundenen Juwelier Friedrich Heisler. Wird es irgendwann noch gelöst werden können? Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Tierquellerei, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken.
Portland, Oregon, 1926. Die Withers Familie hatte Geldsorgen. Um sich über Wasser zu halten, entschieden sie eines ihrer Zimmer zu vermieten. Nachdem Beatta Withers Mann zur Arbeit gegangen war, hängte sie ein Zimmerfreischild ins Fenster. Sie glaubte nicht, dass sich so schnell jemand melden würde, doch schon ein paar Stunden später klopfte es an der Tür.
Biata öffnete. Vor ihr stand ein großer, stämmiger Mann mit einer abgegriffenen Bibel in der Hand. Er grinste und stellte sich vor. Der Mann sprach schnell und selbstbewusst. Er sei an dem Zimmer interessiert. Beata war ein bisschen nervös, aber der Mann wirkte vertrauenswürdig und nur gute Menschen trugen das Buch Gottes bei sich.
Sie bat ihn also herein und zeigte ihm das Haus. Als sie halb durch waren, fragte der Mann: “Ist das ein Wasserfleck dort an der Decke?” Beatta konnte sich an keinen Wasserfleck erinnern. Sie schaute hoch. Da packte der Mann sie plötzlich mit beiden Händen am Hals und drückte zu. Unerbittlich. Vi versuchte sich zu wehren, aber der Mann war zu stark.
Nach wenigen Sekunden verließen sie die Kräfte. Sie starb. In ihrem Todeskampf sah sie ihre Mörder direkt in die Augen, die eben noch so warm und freundlich gewirkt hatten. Davon war jetzt nichts mehr zu sehen. Sein Blick war völlig emotionslos. Der Mann hatte jetzt etwas Animalisches. Er wirkte wie ein großer wilder Affe, wie eine Bestie.
Beata Withers war eines von vielen Opfern des Serienkillers Earl Leonard Nelson, dem Dark Strangler, dem Gorilla Man. Hi, ich bin Diane Helscher. Und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller. Mit seinem Leben, seiner Psyche und seinen Taten.
Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Podcast. Heute geht es um Earl Leennard Nelson, der als Dark Strangler, Gorilla Man und Gorilla Killer bekannt wurde. In dieser Folge sprechen wir über Nelsons früher Jahre. seinen ersten bekannten Mord. Nelson, der ungewöhnlich große Hände und sehr lange Arme hatte, war in Kanada und den USA aktiv, wo er vor allem nichtsnende Vermieterinnen in ihren eigenen Häusern erwirkte.
Allein in den USA tötete Nelson in weniger als anderthalb Jahren mindestens 21 Frauen und einen kleinen Jungen. In Folge 2 werden wir uns näher mit der Mordserie befassen, die Earl Leonard Nelson zu einem der berüchtigsten Serienkiller des frühen 20. Jahrhunderts machte. Earl Leonard Nelson kam am 12. Mai 1897, als Earl Leonard Ferrell in San Francisco, Californien zur Welt.
Seine Eltern waren James und Francis Ferrell. Earl lernte aber weder seine Mutter noch seinen Vater wirklich kennen, da beide starben, als er kaum ein Jahr alt war. Monate nach Earls Geburt starb seine Mutter Francis im Februar 1898 auf schreckliche und qualvolle Weise an Syphilis. Auch Earls Vater James litt unter der Krankheit und starb kurz nach seiner Frau im August desselben Jahres.
So wurde Earl mit 15 Monaten zum Vollweisen. Obwohl Earl noch ein Kleinkind war, als seine Eltern starben, begleiteten ihn das Leid und die Schäden, die der Verlust brachte, bis ans Ende seines Lebens. Earl kam in die Obhut seiner Großmutter mütterlicherseits. Jenny Nelson nahm den Jungen wie einen eigenen Sohn auf und ließ ihn in Earl Leonard Nelson umbenennen.
Gleichzeitig war es nicht ganz einfach für Jenny, sich auch noch um den kleinen Earl zu kümmern. Sie war verwittwt und hatte selbst zwei Kinder, den zwölfjährigen Willis Nelson und die Zehnjährige Lilan. Der Altersunterschied zwischen den Kindern macht es ihnen schwer, einen Draht zueinander zu finden, zumindest während Earls Kindheit und Jugend.
Und Jenny hatte keine Zeit, diese Schräglage auszugleichen, weil sie die ganze Zeit arbeiten musste und nur zum Kochen und Schlafen zu Hause war. Abgesehen davon war Jenny streng religiös. Sie war eine fromme Pfingstlerin, die die Lehren der Bibel wörtlich auf ihren Alltag und ihre Erziehungsmethoden übertrug.
Jede Form von sexueller Aktivität soll sie als schmutzige Sünde betrachtet haben. Da seine Tante und sein Onkel wesentlich älter waren als er und weil seine Großmutter ständig aus dem Haus war, wuchs Earl ohne wirkliche Bezugsperson auf. Earl soll ein stilles und morbides Kind gewesen sein. Er sprach und lachte kaum und pendelte zwischen hyperaktiven und launisch depressiven Phasen hin und her.
Seine extremen Launen machten es ihm schwer, Freundinnen und Freunde zu finden. Seine Entkopplung von normalen zwischenmenschlichen Beziehungen führten zu weiteren seltsamen Verhaltensweisen. Earl schien sich kein bisschen für gesellschaftliche Regeln zu interessieren. Das zeigte sich z.B. daran, wie er aß. Der Nelson Biograf Harold Schter schreibt: “Beim Dinner über Gosarl sein Essen mit Olivenöl und steckte sein ganzes Gesicht hinein.
Dann schlürfte er die Portion vom Teller wie ein eingesperrtes Tier zur Fütterungszeit.” Seine Tante und sein Onkel ekelten sich vor Earls Essgewohnheiten und machten sich oft über ihn lustig. Sie hasten es mit ihm in der Öffentlichkeit zu sein. Er war ihnen peinlich. Als Earl in die Schule kam, entwickelte er eine weitere komische Angewohnheit.
Wenn er morgens losging, trug er normale saubere Kleidung. Nach der Schule hatte er aber häufig ganz andere Sachen an. Manchmal kam er sogar in regelrechten Lumpen nach Hause. Als seine Großmutter fragte, was es damit auf sich habe, bekam sie keine Antwort. Und schon bald darauf entwickelte sich Earls Verhalten von seltsam zu unausstehlich.
Er hatte einen Wutanfall nach dem anderen und weigerte sich, all das zu tun, was die Erwachsenen von ihm wollten. 1904 flog der Siebenjährige schließlich von der Schule. Er sei einfach unverbesserlich, wie der Schulleiter sagte. Danach streifte Earl oft ziellos durch die Gegend. Er langweilte sich und auf der Suche nach Nervenkitzel fing er an zu stehlen.
Er schlich in Läden und Stahl allen möglichen Kleinkram, alles was in seine Taschen passt. Immer wieder wurde Earths Großmutter auf der Arbeit von wütenden Ladenbesitzerinnen und Ladenbesitzern angerufen, die ihren Enkel nicht mehr bei sich im Geschäft haben wollten. Zu dieser Zeit fing Earl auch an, sich ganze Bibelpassagen einzuprägen.
Dabei interessierte er sich besonders für die Offenbarung des Johannes. Wahrscheinlich hatte er ursprünglich auf Wunsch seiner Großmutter in der Bibel gelesen. Irgendwann begann er aber zu den unpassendsten Zeiten und Anlässen aus besonders drastischen Abschnitten zu zitieren. Als die Familie einmal in der Kirche war, zitierte Earl plötzlich aus Kapitel 17 der Offenbarung: “Komm, ich zeige dir das Strafgericht über die große [ __ ] die an den vielen Gewässern sitzt, denn mit ihr haben die Könige der Erde Unzucht getrieben und vom Wein ihrer Hurerei wurden die
Bewohner der Erde betrunken.” Dass ein Kind solche Wörter in den Mund nahm, war vielen Leuten natürlich unangenehm, auch wenn sie aus der Bibel kamen. Earl schien die Menschen mit seinem verstörenden Verhalten absichtlich auf Distanz halten zu wollen. Doch schon bald darauf ereignete sich eine weitere Tragödie, die ihn für immer daran hindern sollte, ein halbwegs normales Leben zu führen.
Bei einem schweren Fahrradunfall entging Earl dem Tod um Haaresbreite. Danach war sein Geist nicht mehr derselbe. Es passierte im Jahr 198. Der junge Earl hatte sich das Fahrrad seines Onkels geliehen, um ein bisschen durch die Nachbarschaft zu fahren. Auf seinem Weg fuhr er an einer Gruppe gleichaltriger Kinder vorbei.
Sie drehten sich zu ihm um und schauten ihm hinterher. Als Earl merkte, dass er ihre Aufmerksamkeit hatte, wollte er sie anscheinend mit seiner Wagalsigkeit beeindrucken. Er trat in die Pedale, bis er mit halsbrecherischer Geschwindigkeit die Straße hinuntersauste. Als er hochschaute, sah er einen der berühmten San Francisco Straßenbahnwagen vor sich.
Die Tram fuhr in dieselbe Richtung. Um den anderen Kindern zu zeigen, wie schnell er war, überholte er die Straßenbahn und setzte sich vor sie. Im ersten Moment sah es so aus, als würde er es schaffen. Zwischen seinem Hinterrad und der Stoßstange der Bahn war eine knappe Armlänge Abstand. Earl gab weiter Gas. Doch bevor der Straßenbahnfahrer bremsen und den Jungen wegfahren lassen konnte, beschleunigte die Bahn kurz.
Die Tram rammte das Fahrrad und brachte Earl ins Straucheln. Er verlor die Balance. Earl wurde nach hinten gezogen, aber fiel nicht vom Rat. Stattdessen blieb er mit den Füßen im Rahmen hängen und kippte zur Seite. Er schlug hart mit dem Kopf auf den Bordstein. Der Trampfahrer bremste, aber es dauerte, bis das schwere Gefähr zum Stehen kam.
Als es unter entsetzlichem Quietschen und Kreischen langsamer wurde, geriet das Fahrrad und damit auch Earl unter die Räder. Earl wurde mit dem Kopf über den Asphalt geschleift bis zur nächsten Straßenecke. Als die Bahn endlich stand und die ersten Passanten und Passantinnen herbeigerannt kamen, um dem Jungen zu helfen, sahen sie, dass er ein großes Loch im Hinterkopf hatte.
So groß, dass man das Gehirn sehen konnte. Earl wurde ins Krankenhaus gebracht, wo man aber kaum etwas für ihn tun konnte. Er lag im Koma. Man bandagierte ihm den Kopf und legte ihn ins Bett. Der Arzt war sich sicher, dass er die Nacht nicht überstehen würde. Als Jenny im Krankenhaus ankam, überbrachte ihr der Arzt sofort die schlechten Nachrichten.
Sie setzte sich zu Earl ans Bett und wartete darauf, dass sein Herz zu schlagen aufhörte. Aber es schlug weiter und weiter. Als die Sonne unterging, lebte Earl noch. Und auch bei Sonnenaufgang war sein Puls unverändert. Entgegen allen Erwartungen schaffte er es durch den Tag. Die Ärztinnen und Ärzte glaubten nach wie vor, dass er sterben würde, aber es vergingen fünf weitere Tage und Earls Herz schlug weiter.
Am sechsten Tag öffnete er die Augen. [räuspern] Er hatte überlebt. Nach dem Unfall war Earl jedoch nicht mehrselbe. Er l unter stechen und Kopfschmerzen und sein Gedächtnis hatte Schaden genommen. Darüber hinaus entwickelte er einen Tick. Er fing an unvermittelt Schimpfwörter und Bibelverse herauszuschreien.
Sein Verhalten erinnerte stark an das schon damals bekannte Touret Syndrom. Earl mit jedem neuen Tag unter den Folgen des Unfalls bis ans Ende seines Lebens. Und kaum, dass er wieder auf den Beinen war, schlug das Schicksal ein weiteres Mal zu. Kurz nach seiner wundersamen Genesung starb Earls Großmutter Jenny Nelson.
Nach Jenny’s Tod hatte Earl nur noch seinen Onkel Willis und seine Tante Lilian. Beide waren inzwischen junge Erwachsene. Willis war 23, Lilan 21. Man weiß nicht genau, was Willis nach dem Tod seiner Mutter tat, aber es wird bezweifelt, dass er Lust hatte, sich um seinen komischen kleinen Neffen zu kümmern.
Lilon war da schon zugewandter. Sie hatte geheiratet und war vor einer Weile ausgezogen. Der Abstand zur Kernfamilie hatte sie den Jungen mit anderen Augen sehen lassen. Sie verstand jetzt, was dazu geführt hatte, dass Earl so wurde, wie er war. Er tut ihr leid und sie fühlte sich ihm verbunden.
Lilan und ihr Mann erklärten sich daher bereit Earl bei sich aufzunehmen. Von Dankbarkeit war bei Earl aber nichts zu spüren. Stattdessen wurde sein Verhalten noch bizarrer. Als Earl in die Pubertät kam, entwickelte er sich von einem kleinen Jungen in einen großen, stämmigen Teenager. Seine Hände waren riesig und er hatte ungewöhnlich lange Arme.
Ab und zu stellte er seine neue Kraft zur Schau. Dann lief er auf Händen durchs Haus und trug große, schwere Sachen mit den Zähnen durch die Gegend. Er entwickelte auch einen Fable für dunkle stille Kellerräume. Manchmal brach er in die Keller von Nachbarn und Nachbarinnen ein und ließ sich von der Dunkelheit verschlucken.
Er saß dann einfach nur da und betrachtete die Schwärze stundenlang. Vielleicht zog sich Earl in die Keller zurück, um einfach nur seine Ruhe zu haben. Viele Menschen isolieren sich absichtlich, um ihre Gedanken zu ordnen. Dunkelheit und Stille können auch befreiend wirken und die Kreativität anregen.
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