Verschollen in Panama I Foto 509 und beunruhigende Handydaten T
Verschollen in Panama I Foto 509 und beunruhigende Handydaten
10 Tage lang bleibt jede Spur von Chris und Lisanne aus, bis plötzlich ein Video auftaucht. Ein freiwilliger Suchhelfer kämpft sich durch den dichten Dschungel. Seine Kamera läuft mit und dann eine Plastiktüte, eine Schuhsohle. Ein blondes Haar. Es ist der erste echte Hinweis und der Moment, in dem aus einem vermissten Fall ein dunkles Rätsel wird.
Doch es ist erst der Anfang. Zwei Monate später entdeckt Irma weit abseits des Trades einen Rucksack im Flussbett. Durchnest, aber nahezu unversehrt. Darin Kameras, Handys, persönliche Gegenstände. Alles scheinbar sorgfältig verstaut. Wie kann ein Rucksack solch ein Terror unbeschädigt überstehen? Warum tauchen erst jetzt so zentrale Beweise auf? In dieser Folge werfen wir einen genauen Blick auf den Inhalt dieses Rucksacks und wir fragen uns, was verraten die über 470 Fotos, die auf der Speicherkarte gefunden wurden?
Du hörst Folge 3. Die Journalisten und Autoren Anett Nenner und Christian Hardinghaus haben vor Ort recherchiert, mit Zeugen gesprochen, Lücken im offiziellen Bericht vorgelegt und ein Buch geschrieben. Verschonnen in Panama, die wahre Tragödie von Pianister Tre. Zusammen gehen wir in dieser vierteiligen Dokoreihe dem Fall auf den Grund.
Schritt für Schritt, Bild für Bild, Wort für Wort. Bevor der Rucksack gefunden wird, ist noch eine Riesenra geplant. Man hatte gerade ähm wieder heiße Spuren, also es gab noch viele Verdächtige. Ja, dann switchtte das plötzlich um, dass die Staatsanwaltschaft sagte, wir stellen den Fall ein. Allerdings jetzt nicht direkt mit dem Fund des Rucksacks.
Das war so der Wendepunkt. Es sind ja durchaus dann noch die Handys, die Kamera, der Rucksack und die BHs, sie sind ja noch mal durch ein Rechtshilfeersuchen in die Niederlande geschickt worden zur Untersuchung, ne? Und das war ja auch aufgrund eines Verbrechens nur möglich. einem hochqualifizierten Digitalforensiker gelingt es 470 Fotodateien und sieben Videoaufnahmen von der SD-Karte von Lisanes Kamera zu sichern.
Davon sind 133 Fotos nach dem 31. März 2014 entstanden. Diese werden in die sogenannten Tag und Nachtfotos eingeteilt. Erstere sind am 1. April 2014 gemacht worden. Die Nachtfotos entstanden nach einer siebentägigen Pause am 8. April 2014. Nachdem die Aufnahmen durch verschiedene Personenkreise geliegt wurden, sorgen die Bilder und vor allem die lange Pause zwischen ihrer Entstehung bis heute in diversen Internetforen für hitzige Diskussionen.
Doch das wohl größte Mysterium des Falles ist Foto Nummer 509, das unwiderbringlich von der SD-Karte verschwunden ist. Christian, kannst du uns einen kleinen Überblick darüber geben, wie die Spuren an Kamera und SD-Karte gesichert wurden und welche Versäumnisse ihr nach dem Studium der Akten diesbezüglich aufgedeckt habt und vor allem, was es mit dem uminösen gelöschten Foto 509 auf sich hat und was ihr glaubt, welche Bedeutung das Bild für die Lösung des Falls hat.
Mhm. Ja, also das knüpft jetzt genau da darauf an, dass dieses Rechtshilfe Ersuchen dadurch konnte ähm konnten die panischen Behörden gewisse äh Untersuchungsgegenstände in die Niederlande schicken zur Untersuchung. Dazu gehörten dann natürlich äh Kamera und äh Handys und die Forensiker haben dort eine forensische Kopie der technischen Geräte erstellt und konnten also eben genau sehen, was da in der Zeit mit passiert ist.
Und wenn wir jetzt über die Kamera sprechen, das ist eben nicht so, es wird liest man halt häufig die Fotos wurden alle wiederhergestellt, da musste ja nichts hergestellt werden, die wurden ja schon in Panama alle angeguckt, weil ja nichts kaputt war. Ja, ein Wasserschaden hätte sicherlich auch die SD-Karte irgendwie angegriffen, aber die Fotos konnte man sich direkt angucken.
Das Problem war bloß, dass die niederländischen Forensiker festgestellt haben, dass einige der Fotos auf der Original SD-Karte nicht mehr die Originalen waren, sondern dass sie bearbeitet worden sind und als sogenannte temporäre Dateien wieder auf der Karte gespeichert wurden, womit die Originalen gelöscht wurden. Das heißt, das hatte auch die P hatte Panama nicht mitgeteilt, dass die vorher sich schon die Fotos angeguckt haben.
Ob die die Fotos bearbeitet haben oder jemand anderes vorher schon, weiß man also nicht. Jedenfalls waren die originale nicht nicht vorhanden, sondern bearbeitete Fotos. Was genau da bearbeitet wurde, kann man natürlich auch nicht mehr sagen. Der Forensiker ähm sagt zumindest, hier und da muss gedreht worden sein.
Man sieht aber auch den Fotos, dass da viel gearbeitet wurde mit Auffällungen und Vergrößerungen, aber das ist dann ein Problem gewesen. Äh, aber das geht dann die Niederländer auch nichts an, also oder bzw. haben sich darüber nicht beschwert. Die haben untersucht, was sie untersuchen konnten. Und das größte Rätsel ist, wie du sagst, eben das Foto 509.
Das ist das letzte das Foto, was nach dem letzten bekannten Tagfoto entstanden ist, das 508, wo sie am Kebrada hinter dem Mirador steht, Chris und äh eben dann kommt die sieben taggige Pause. Das ist dann natürlich äh ähm auch wieder sehr komisch, dass ausgehende das Foto fehlt, was dazwischen liegt. Es könnte also das letzte Foto ähm gewesen sein, wo sie hinter dem Mirador am ersten waren oder das erste Foto der Nachtfotos.
Ähm das Problem ist, dass der Forensiker eben erkennt, dass dieses von diesem Bild, was existiert haben muss, kein keine Rückstände auf der Karte zu finden sind. Selbst mit verschiedener forensischer Software, die auch von Militärs angewendet wird, hat er davon nichts gefunden, was er sich nicht erklären konnte.
Mhm. Wenn das Foto manuell von der Kamera gelöscht worden wäre, z.B. ist es so, wenn jetzt also ein Foto 508 aufgenommen wird und ähm dann wird ein Foto 509 gemacht und gelöscht, dann kriegt das nächste Foto wieder die 509. Verstehst du, was ich meine? Und das ist da eben nicht so, den die 509 ist ganz weg.
Es gibt die 508 und die 510 dann. Also ja, spricht es dafür, dass es auf jeden Fall später gelöscht wurde. Genau. Technisch möglich wäre es und die einfachste Erklärung wäre es, wenn dieses Foto eben am Computer, dann hätte es auch spurlos äh gelöscht werden können, ohne dass man es wiederherstellen kann.
Nur so ist es eigentlich möglich. Es gibt natürlich viele, viele andere äh Theorien und Leute machen Versuche, schmeißen die Kamera hin, gucken, ob es irgendwelche technischen Mängel gibt, dass wenn man da irgendwie ein paar Steine drauf haut, dass dann die Kamera so erschüttert wird, dass die so einen Fehler macht, aber bislang ist es noch keinem gelungen irgendwie das zu erklären.
Mhm. Schlüssig. Also bleibt das weiterhin ein Rätsel. Ja, na klar. Und ähm ich zumindest glaube, dass so ein Foto existiert hat. Und ob das nun absichtlich oder versehentlich oder von wem auch immer gelöscht wurde, aber es wurde gelöscht, muss natürlich wäre natürlich interessant zu wissen, was darauf zu sehen ist.
Wenn man jetzt von der Fallplay Theorie ausgeht, der Täter, möglicherweise der Täter. Ja, es wäre wäre sinnlos äh jetzt den Ort des Unfalls zu verheimlichen oder so. Ja, oder es kann natürlich auch ähm etwas drauf sein, was also wenn es jetzt ein Verbrechen war, wo nicht der Täter drauf ist, sondern was aus aus Aufschluss geben würde, was ihnen angetan wurde, also was auch immer.
Es könnte es könnte auch z.B. den Ort zeigen, wo sie sind. wenn man nicht will. Also, wir wissen ja bis heute nicht, obwohl äh tausende Leute danach gesucht haben, wo wo diese Fotos aufgenommen wurden. Man findet diesen Ort nicht, ja? Oder man sieht was markantes im Hintergrund, ne? Ein Autonummernschild. Genau.
Also auf jeden Fall lässt dieses Verschwinden dieses Fotos ganz viel Raum offen, um darüber nachzudenken, dass da irgendein sehr sehr wichtiger Hinweis ja gelöscht wurde. Ähm Anette, am 1. April nehmen Chris und Lisanne insgesamt ja 33 Fotos auf, aber es sind ja nur 22 Aufnahmen der Öffentlichkeit bekannt.
Ihr habt euch aber ihr konntet alle Fotos angucken, weil er ja eben die Ermittlungsakte habt. kannst du uns mal kurz ähm mitnehmen, was auf diesen Bildern zu sehen ist und ob es ob die irgend ob da irgendwelche Hinweise sind, die ihr da jetzt gesehen habt, äh die ja die Ermittlungen quasi weiterbringen würden. Also zum einen kann ich sagen, dass die Fotos, die nicht gelegt wurden, nicht mehr zeigen als die, die bekannt sind.
Ähm, da der die meisten davon sind einfach nur andere Versionen von denen, die bekannt sind. Also ein paar Selfies, dann ähm Lisanne vor den beiden mit so äh ja, den dem Zaun im Hintergrund, da ist eins bekannt und da gibt’s eben noch ein anderes, wo sie nicht so ja, wo sie einfach anders da steht.
Also, es sind nur Variationen. Ähm und bei den Bildern vom 1. April von der Wanderung finde ich sehr auffällig, dass sie wirklich sehr happy aussehen. Also, es scheint da noch nichts drauf hinzuweisen, dass ja oder man man kann noch nicht daran erkennen, dass schon irgendwas in der Luft lag. Ähm, natürlich muss man Fotos auch immer als das betrachten, was sie sind, nämlich Momentaufnahmen von einer Sekunde.
Ähm, deshalb kann man daraus jetzt keine konkreten Schlüsse ziehen, was war oder was nicht war, aber es ist trotzdem auffällig, wie wir schon vorher auch hatten, sie wirken nicht verschwitzt, sie wirken nicht irgendwie rot. Ähm, wobei auch, ich glaube, Eilen hat mir das erzählt, dass sie auch Chrisen Sonnenbrand hatte, davon ist nichts zu sehen.
Lisanne war anscheinend erkältet, davon ist nichts zu sehen. Dass sie auch sehr schnell den Berg hochgewandert sind, ist auf den Fotos nicht sichtbar. Sie wirken sehr frisch, sehr happy, nicht ausgelaugt oder ich weiß noch als ich da zum ersten Mal oben ankam. Ich war wirklich ja angestrengt, weil es keine leichte Wanderung ist und das alles sieht man eben nicht.
Sie wirken sehr unbeschwert und fröhlich. Und auf Foto 508, da wird ja viel in den Gesichtsausdruck von Chris rein interpretiert. Kannst du uns da einmal kurz erklären, was man auf diesem Foto sieht? Das ja das letzte Foto vor dem Foto, das gelöscht wurde. Ja, da sieht man den ersten Bach nach dem Mirador, also auf der Nordseite vom Pianisterweg und Chris steht auf einem Stein.
Man sieht nicht, wer das Foto aufgenommen hat. Natürlich kann man davon ausgehen, dass es Lisan war. Ähm, worüber viel spekuliert wird, ist der eher ernste Gesichtus Gesichtsausdruck von Chris, weil sie eben vorher recht glücklich und unbeschwert aussahen. Auf dem letzten Foto sieht sie eher ernst aus. Ähm, meiner Meinung nach wirkt sie nicht verängstigt oder unzufrieden oder verzweifelt, sondern einfach nur nicht ganz so glücklich.
Aber wie gesagt, es ist eine Momentaufnahme. Niemand hüpft ja die ganze Zeit breit grinsend über so ein Wanderweg. Also, man denkt vielleicht auch mal nach oder verliert sich in Gedanken und ist ähm ja bei ist eben nicht immer unbeschwert und und lachend. Das heißt aber nicht, dass dass sie da jetzt schon bedroht wurde. Also kann natürlich sein, ich halte mich immer zurück mit eigenen Spekulationen.
Es kann alles möglich sein, aber anhand von diesem Foto kann man dann nicht klar sagen, da haben sie schon dem Täter ins Auge geblickt oder da haben sie schon gemerkt, sie sind ähm verloren. Also, nee, es kann man da meiner Meinung nach nicht feststellen. Mhm. Sie manche sagen dann auch: “Ja, aber sie hat doch Erde am Be
in, z.B. und vielleicht wurde sie schon geschlagen oder so.” Nein, auch das kann einfach daher kommen, dass dieser Weg durch Hohlwände führt, dass man ständig irgendwo hängen bleibt oder vielleicht ist sie ausgerutscht auf einer rutschigen Wurzel. Also, man kann alles und nichts in dieses Foto reininpretieren. Ich wollte noch mal ganz kurz, da bin ich gerade drüber gestolpert, über den Sonnenbrand, der auf den Fotos nicht zu sehen ist und dass wir ja wissen, dass Lisanne war erkältet, ja, und dass sie auf den Fotos aber einen sehr fitten
Eindruck macht. Nicht nur das, sie hatte auch sie hatte auch äh ernsthafte Probleme mit ihren Füßen, die angeschwollen waren. Ja, und all das, ich meine, sie sind fast in Rekordzeit da hoch äh gegangen. Ja. Und das, wo Annette eben auch noch sagte, gerade auf der Strecke auf dem Hinweg, kann man sich tatsächlich verlaufen oder gehen viele erstmal falsch in eine Richtung oder so und die müssen eben straight ohne sich irgendwie anzustrengen, dabei waren das keine Spitzensportler oder irgendwas und auch keine trainierte Wanderer,
müssen die exakt den richtigen Weg in der Bestzeit hochgekommen sein, ohne dabei auch noch erschöpft zu sein und ohne dass ihnen ihre körperlichen äh Gebrechen etwas ausgemacht haben. Ja, was aber nicht erklärt, warum der Sonnenbrand nicht zu sehen ist. Das könnte man dann ja nur damit erklären, dass Eline sich da täuscht.
Sowas andere erklären sich damit, dass die Fotos eben wann anders entstanden sind, so ne, das ist immer die Frage. Ja, es ist halt es ist wirklich schwierig zu sagen. Ich meine, wir wissen ja auch aus den Tagebüchern von Lesanne, dass sie wirklich unglücklich war in Bokette. vorher in Bockas hat sie noch alles sehr genossen und er hatte ein lockeres Leben und ähm in Bokette war dann alles so anders.
Da sie hat sich nicht so besonders wohl gefühlt einfach in Bukette. Sie woll hatte starkes Heimweh, sie wollte nach Hause. Sie hat sich nach ihrer Mutter gesehnt und war wirklich nicht glücklich da. Und auch das sieht man ja nicht auf den Fotos. Also, das finde ich eigentlich noch seltsamer als so ein Sonnenbrand, weil ähm der in son rothaarige Menschen sind ja, also Chris war ja auch eher plass und ähm da kommt und geht so eine Rötung auch recht schnell. Mm.
Also ich bin auch total rot, wenn ich joggen war oder wenn ich in der Sonne war, das ist dann auch recht schnell wieder weg. Wie gesagt, das ist jetzt nur eine Erklärung. Das heißt nicht, dass es so war. Vielleicht hat sich Eilen auch falsch erinnert. Ähm, das weiß ich nicht, aber es gibt einfach ähm viele viele verschiedene Erklärungen für die Dinge.
Äh was dazu noch passt, was wir vielleicht auch noch mal kurz ganz kurz sagen müssen, ist ähm wo ich auch noch gesagt habe, also man beschäftigt sich ja auch, wir haben ja in den Akten sehr viele Informationen auch über Chris und Lisan äh die wir gar nicht an die Öffentlichkeit geben, weil sie auch niemanden was angrehen oder weil sie privat sind oder so.
Aber man lernt sie ja auch schon irgendwie kennen, ja, wenn man ihre Lebensläufe sieht oder wie sie Mails schreiben oder wie sie kommunizieren mit ihren Handys und so. Und wo ich vorhin schon sagte, dass Lisan eine sehr vorsichtige, bedachte, sehr planerische äh Person ist, ähm ist immer noch dieses Ding, dass die ja da hochgegangen sind, ohne dass sie irgendjemand etwas davon erzählt haben.
Und das äh tun Menschen nicht, die nachdenken. Und mit nicht mal voll aufgeladenem Akku. Also, es war keine geplant. Ja. Ja. Halb halb sogar. Ähm ja, also, dass sie Ja. Und sie haben eben ihren Eltern immer erzählt, was sie machen und sie haben die ihren Eltern nicht erzählt, dass sie den Pianista Trail wandern gehen und sie haben auch sonst niemandem nicht der Schule oder irgendwem anders gesagt, dass sie dorthingehen.
Und das passt nicht zu den beiden Mädchen, die intelligent waren und wissen, dass sie nicht einfach querfeld eingehen in einen Dschungel, ohne dass sie wenigstens jemand Bescheid sagen, was sie machen. Aber sie waren ja da. Das äh ja, aber höchst oder es kann sein, dass sie diese Tour nicht ähm von langer Hand geplant haben.
Also ja. Ja, das ist ganz spontan äh gewesen ist. Muss es. Aber würde das aber würde das zu Lisanne passen, weil das was du jetzt bis ihr von ihr erzählt hast, dass sie eher ein sehr planvoller Typ ist und könnte ich mir vorstellen, dass sie eher auch ein vorsichtiger Typ ist. Also würde die wirklich wäre die einfach so mitgegangen? Das passt, es passt auf jeden Fall nicht zusammen.
Ich habe auch mit der Gastmutter gesprochen, Miriam. Sie hat auch gesagt, es muss eine sehr kurzfristige Entscheidung gewesen sein, weil weil die beiden ihr nichts davon erzählt haben. Sie haben noch nicht mal gesagt, dass sie überhaupt ähm wandern gehen und ähm ja, es passt nicht zu Lisanne, aber trotzdem ist sie gegangen und da muss es ja irgendeine Begründung geben.
manche es wird auch dann diskutiert im Internet, dass dass vielleicht Chris unbedingt wollte und Lisan wollte Streit aus der aus dem Weg gehen und hat sich deshalb breitschlagen lassen. Es kann natürlich auch sein, dass sie dass sie vor ihrer Haustür oder dort in der Gegend abgefangen wurden und ihnen der Weg wirklich sehr schmackhaft gemacht wurde oder es ist jetzt alles wirklich nur wild spekuliert.
Ich will nicht sagen, dass irgendwas davon ähm wirklich passiert ist. Es kann es kann so oder so gewesen sein. Natürlich kann es auch sein, dass irgendjemand sie mitgenommen hat, den sie kannten. Also jetzt im im allerschlimmsten Fall kann es ja theoretisch auch gewesen sein. Genau. Jemand, dem sie vertraut haben, jemand den sie schon vorher kennengelernt haben, sie mitgenommen hat, gesagt hat, ich zeige euch was toll ist.
Und die dachten, na ja, dann machen wir das halt. Wir haben eigentlich was anderes geplant, aber machen wir das halt oder ja, was auch immer. Das sind den eine das ist ein ein weiteres von den vielen vielen Rätseln. Aber jetzt waren sie natürlich auch frustriert, ne? Also es mit dem Praktikum hat nicht geklappt. Was sollen sie jetzt machen? Sie wussten nicht genau.
Vielleicht sind sie dann losgelaufen und haben sich dann wirklich auch ganz spontan dafür entschieden, jetzt den Weg dann eben langzugehen. Ist dann ja eine psychische Ausnahmesituation, dass Lisan auch vielleicht denkt, äh jetzt ist alles schief gelaufen, jetzt kann ich auch noch ein Berg hochgehen und vielleicht mal den Kopf frei zuukriegen oder was? ist ja auch sehr gut möglich, dass ich sage jetzt mal, wenn ich jetzt in anderes Land reise und dort gibt’s eine Wanderrute oder ne und man kriegt das mit, denn das ist ja dann eher so für
mich wäre es ja dann auch wie so ein ja Touristenausflug, ne? Also ich würde gar nicht damit rechnen, dass man da vielleicht erschwert hochkommt oder dass man da, dass es nicht ausgezeichnet ist, so wie es wie du ja auch erzählt hast, wie der Pianista Trail ist ja eigentlich gar nicht gedacht als ja Touristenwanderroute in erster Linie.
nur das Problem ist ähäh dir das Problem ist, das könntest du vielleicht vorher denken, aber wenn du oben auf dem Berg stehst, würde man es dir ansehen. Ja, also äh das hat ja auch der Rom Roma, der das auch macht, ähm der das ein französischer äh Dokumentarfilmer, der fliegt das Gebiet mit Drohnen ab, um das alles zu erschließen und der ist sehr wandererfahren und der hat gesagt, der glaubt auf keinen Fall, dass Chris und Lisand da alleine hochgegangen sind, weil der hat versucht, die Zeit irgendwie zu schaffen, die die geschafft
haben. hat’s wohl auch irgendwie geschafft, aber ist fast ohnmächtig geworden und hat sich fast übergeben oder was er da schreibt, ne? So wie er sich abgehetzt hat, ne? Den beiden siehst du nicht einen Schweißtropfen an da oben. Wenn wir jetzt noch mal auf die Nachtfotos zu sprechen kommen, Anett ist eine Serie von 100 Bildern ist entstanden und zwar 7 Tage 12 Stunden und 25 Minuten nach dem Verschwinden von Chris und Lisanne.
Habt ihr dahingehend Erklärungsansätze, warum es so eine lange Pause gab, bis das nächste Foto entstanden ist? Wie gesagt, ich halte mich immer sehr zurück, ähm da meine eigene Meinung zu bilden, wenn wenn es für keine Theorie mehr oder weniger Belege gibt. Es gibt die Theorie, dass die Kamera einfach nass war und eben 7 Tage gebraucht hat, bis sie wieder funktionstüchtig war.
Ähm, dann kann man sich auch vorstellen, dass die Fotos gar nicht in dieser Nacht zum Achten entstanden sind, sondern vorher und die Zeiten manipuliert wurden. Das hatten wir eben schon. Das das ist, finde ich, auch eine plausible Theorie oder dass die Fotos gar nicht von den beiden selber gemacht wurden, sondern dass Ja, das wirst nlich Theorie, die auch so in meinen Kopf geschossen ist.
Aber jetzt, wo du gerade sagst, dass die Kamera man also vor den Nachtfotos manipuliert wurde, hört sich natürlich auch schon plausibler an als ja noch manipuliert vor den Tagfotos. Äh, es ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Ansatz. Mhm. Also, ich glaube nicht, dass sie selber die Fotos erst äh so spät gemacht haben, weil wenn sie da wirklich alleine 7 Tage im Wald herumgeeirrt sind, dann gibt es ja keinen Grund, dass man nicht vorher Fotos macht, dass man nicht alles nutzt, was man zur Verfügung hat, um auf
sich aufmerksam zu machen. Also diese, das will mir einfach gar nicht in den Kopf. Das ist für mich total unlogisch. Es gibt, aber das muss man ja auch wissen, es gibt ja gar keine Beweise, dass wirklich sie selber die Fotos gemacht haben, genauso wenig wie es Beweise gibt, dass die Fotos überhaupt im Dschungel entstanden sind.
Also, es gibt ja, man sieht ja niemanden darauf. Man sieht rote Haare, aber das heißt auch nicht, es ist sehr wahrscheinlich, dass das Chrishaare sind, aber selbst das ist nicht zu hundertprozentig sicher. Und ähm genauso wie alle anderen. Man sieht manchmal so ein nur so ein bisschen was von was ein Gesicht sein könnte oder was ein Finger sein könnte, aber das ist müssen ja nicht die beiden sein.
Also es kann auch jemand komplett anderes gemacht haben. Vor allen Dingen siehst du nicht, ob der ob die äh diejenige, der die Haare gehören, ob sie lebt oder nicht. Ja, und die die äh das Foto mit den Haaren ähm habe ich damals schon mal gedacht, ich bin offensichtlich auch nicht die einzige. Sieht halt auch aus wie eine Perücke, ne? Weil dieses Haar so von der Struktur einfach sagen viele auch zur Theorie, ne, dass jemand anderes die Fotos gemacht hat, vorher manipuliert, die Uzeit manipuliert hat, um dann eben falsche Ferte zu setzen.
Also ja, wenn wir mal bei dieser Theorie bleiben, dass die Mädchen äh entführt wurden oder getötet wurden schon sehr früh am 1. April da und die Täter sich dann überlegen, wie kommen wir da jetzt am besten raus? Vielleicht sind wir gesehen worden, das ist alles viel zu riskant, wir müssen eine Geschichte erzählen.
Ja, dann äh könnte man der die Kamera wäre dann nur ein Teil der Geschichte. Es geht dann ja auch noch um die Handys äh und andere Dinge, aber dann hätte man z.B. ganz einfach sagen können, äh wir müssen darstellen, wenn die wenn die irgendwann den Rucksack finden mit den Sachen, legen wir den hin, stellen die Kamera einfach 8 Tage vor und äh machen ein paar Bilder von irgendetwas.
Ja, es darf ja nichts verräterisch äh verräterisches sein. Also, man kann ja nicht das Gesicht einer Toten fotografieren, aber Haare kann man fotografieren, ja, ohne was zu zeigen. Dann werden die Leute schon denken, die waren eben noch 8 Tage im Dschungel und haben sich verlaufen, ne? Und da, wie gesagt, ist die Manipulation kein Ding.
Du stellst einfach in ein paar Sekunden die Kamera auf ein paar Tage vor und kannst dann dieses Foto machen. Was ich aber glaube, also ich weiß es nicht, ich weiß es nicht, wer die Bilder gemacht hat, aber ich was ich mir gar nicht vorstellen kann, ist, dass die Bilder von den Mädchen gemacht wurden 8 Tage später. Denn äh wie Anette sagt, man probiert sehr schnell alles aus.
Wenn man so eine Kamera dabei hat, dann benutzt man die eher und nicht nach 8 Tagen. dass die Kamera Wasserschaden hatte und 8 Tage nicht funktionierte. Da haben mir Experten gesagt von der Kamera, es ist auch sehr, sehr unlogisch, weil die Bilder sehr klar und scharf sind und da wäre mit Sicherheit in der Linse irgendetwas übrig geblieben, was darauf hinedeutet hätte, dass die Kamera nass gewesen war, aber vor allen Dingen die Haare, die eben ganz sauber sind und ordentlich.
Das würde dazu passen, wenn die diese Bilder entstanden worden wären in der ersten Nacht. Und da würde es würde es auch passen, dass man diese Kamera eben benutzt, um Signale zu schießen und auf sich aufmerksam zu machen. In dieser ersten Nacht würde man alles versuchen und äh wenn da die Haare eben nicht verdreckt sind oder nicht verfettet oder verklebt oder mit mit Blättern oder Dreck oder sonst irgendwas voll, dann ist das erklärbar, ne? Und wenn man aber 8 Tage im Dschungel rumirt in einem Regenwald, da hat man keine Zeit, sich die Haare zu frisieren. Äh
und äh daher ist es für mich wirklich nicht plausibel. Ja, also genau, um das zusammenzufassen, dass die Fotos sagen eigentlich wirklich fast nichts aus darüber, wie lang sie dort waren, in welchem Zustand sie dort waren und ähm ob sie selber gemacht haben und was ihnen passiert ist, das kann man aus den Fotos nicht rauslesen.
Man muss jetzt aber auch sagen, dass die dieses Foto natürlich mit zu den creepiest äh Bildern überhaupt gehört, ne, für die Leute. Und ähm sowieso in alle Bilder werden Dinge reininterpretiert, aber bei diesem Bild ist das wirklich extrem, was die Leute da alles sehen. Ja, weiß das das einzige Bild ist, auf welchem irgendwie was menschliches zu sehen ist.
Also viele sagen, ja, sie sie sehen eine Wunde, ne? sehe ich überhaupt nichts. Aber ich hatte auch Schwierigkeiten. Ihr hattet geschrieben, dass ihr mit viel Fantasie eventuell einen Perlenohrring. Nee, ich sehe den auch. Ich sehe den auch nicht. Ich sehe den auch nicht wirklich.
Also im ersten Moment sieht es aus wie Zähne. Ja, nur würden sie dann nicht passen an der Stelle. Nee, außer sie hat die Haare so nach vorne so. Ja, das gibt es auch. Wir wissen ja nicht mal wie. Deswegen ist vielleicht die Idee mit der Perücke auch gar nicht so so äh abwegig, weil die Haare so komisch liegen, dass man nicht mal sagen kann, wie der Kopf liegt.
Ja, aber ähm die Leute sehen da wirklich Gesichter drin. Also ähm und es gibt teilweise ähm es gibt ja auch dunkle Haare, also daneben, dass man denken würde, daneben liegt Lisan oder sitzt oder steht Lisan. Ja, wenn das so wäre, dann könnte sie nicht die Fotografin sein. Ähm, aber das sieht man eben auch. Das kann ich auch noch erkennen, aber dann gibt es wirklich überzeugte Leute, die das auch Ich habe wirklich sehr sehr lange gebraucht, um zu sehen, was die meinen, aber dass ähm viele Leute da unter den Haaren äh Lisan liegen sehen
mit offenem Mund, Augen und Nase. Ich habe jetzt gerade mal noch nach dem Bild gegoogelt und gerade sehe gerade äh diese Montage, von der du gerade sprichst, aber ich sehe das nicht, aber irgendwann habe ich es auch gesehen, weil dein Gehirn sich dann so drauf konzentriert und sich dann so ein ein Gesicht malt und das Ganze äh hat ja einen psychologischen ähäh Namen, nämlich Paridolie.
Ja, das ist also ein Gehirn sieht etwas, was es sich überhaupt nicht erklären kann und um sich da einen Sinn reinzumachen, baut sich das Gehirn etwas zusammen, was es sein könnte und dann hast du das Gefühl, du siehst da wirklich etwas. Ja, es gibt verschiedene verschiedene Phänomene. Ja, also aber wie du sagst, also Foto 580 ist definitiv äh sehr ein sehr unheimliches Foto und irgendwie ähm ich verstehe auch natürlich, dass da die Fantasie total angeregt wird von irgendwie einen, die sich irgendwie mit diesem Fall beschäftigen.
jetzt egal wie eingehend, aber ob oberflächig oder tief, aber ja, du allgemein, das macht den Fall ganz besonders, dass diese Nachtfotos, vor allen Dingen die Nachtfotos den Leuten sehr viel Angst machen, Urste wecken auch, ne? Ja, eben, ne? Also, man spricht von 7 Tagen nach dem Verschwinden, dann sind sie nach, dann sind es irgendwie seltsame äh seltsame Einstellungen ja auch.

Also, da werden ja auch Sachen fotografiert, wo man sich so denkt, wieso wird’s jetzt fotografiert? Warum in der Nacht? Ich habe jetzt z.B. gedacht, okay, vielleicht um zu sehen, ob da vielleicht was ist, vielleicht war da ein Geräusch, aber dann denkst du wieder so, sind sieben Tage im Dschungel, also werden sie nicht irgendwann mal auf in die Gene getroffen, auf irgendein Häuschen, ne? Also ja, also das ist ja, das ist ja die Frage.
Dieser dieser Trail gibt es eigentlich nicht her, dass man an einem Platz ist, wo man nicht auf sich aufmerksam machen kann. Aber neben den Fotos werfen ja auch die extrahierten Handydaten mehr Fragen auf, als sie Antworten geben. Und in den ersten drei Tagen nach dem Verschwinden von Chris und Lisanne versuchen sie Notrufe abzusetzen und immer zu bestimmten Tageszeiten.
Ab dem fünften Tag wird Chris iPhone zwar noch genutzt, aber ihr Pincode wird nicht mehr eingegeben. Und Christian, kannst du für uns und für die Hörer und Hörerinnen mal die wichtigsten Punkte des Telefonverhaltens von Chris und Lisanne vom 1. April bis zum 11. April 2014 zusammenfassen? Das kürzt sich natürlich ab.
Da gibt es sehr, sehr, sehr, sehr viel Information und auch die sind schwer zu verstehen, aber ähm es gibt ein paar prägnante Sachen, die auffallen. Also insgesamt können wir weder technisch noch psychologisch uns das Telefonverhalten erklären mit zwei Frauen, die sich im Dschungel verlaufen oder äh einen Unfall haben. Das passt nicht.
Ja, die technische Bestätigung haben wir von zwei Experten, die sich damit beschäftigt haben für unser Buch. äh und die psychologische, da kann man eigentlich auch so selbst drauf kommen. Und zwar fängt es ja schon am 1. April an, dass äh zweieinhalb Stunden nach dem letzten Foto, über das wir gesprochen haben, am Kebrada, wird ein Notruf abgesetzt, ja, von beiden Handys.
Einmal um 16:39 Uhr, einmal um 16:51 Uhr. Ähm und dann passiert nichts. Ja, also ähm Menschen, die in einer Notsituation sind, erklärt sich mir nicht, warum man nur einmal den Notruf versucht zu wählen, einziges Mal und dann mit den Handys nichts mehr macht und dann eine Stunde später werden beide Handys zum gleichen Zeitpunkt ausgestellt, obwohl es noch nicht mal dunkel ist und bleiben 14 Stunden lang aus.
Was ist das für eine Erklärung für jemand, der sich verlaufen hat oder? Ja. Und dazu ähm will ich kurz was sagen, weil ich war ja auch über Nacht im Urwald und ähm ich habe in der Hütte geschlafen, also eine ganz andere Situation, aber es war eine sehr sehr einfache Holzhütte. Also es war ein Gefühl als würde ich habe die Geräusche und alles gehört.
Es war kein Haus, sondern wirklich eine sehr, sehr einfache Hütte und allein die Geräusche sind so unheimlich. Also, ich wollte mir da gar nicht vorstellen, wie es ist, nicht in dieser Hütte zu liegen, sondern einfach so in der Wildnis. Und es macht für mich überhaupt gar keinen Sinn, dass sie die Handys so früh ausmachen, also bevor es richtig dunkel ist und also super spät erst wieder anmachen und die ganze Nacht sind die Handys aus, weil man würde die Taschenlampe benutzen, weil man muss sich ja man dann krabbelt irgendwas bei
noch. Ja, die hatten kurze Hosen an, kurze T-Shirts. Man will ja sehen, was krabbelt mir da jetzt gerade am Bein entlang. Man will sich vielleicht irgendwie in provisches Nachtlager richten und braucht dafür Licht. Also oder man man muss pinkeln und man also man hätte einfach für super viele Situationen in der ersten Nacht, wenn man im Wald schlafen muss, hätte man Licht gebraucht und dort ist ja kein Licht.
Die nächste Stadt ist super weit entfernt. Es ist stockdunkel. Also, ich wollte gerade sagen, das ist halt nicht so ein Dunkel, wie wir das vielleicht kennen, ne? Also, wenn man wirklich in der Natur war und das mal gesehen hat, also dunkel und Dunkel ist nicht immer das gleiche und ich stell mir das da wirklich so vor, du siehst die Hand vor Augen nicht.
Ja, genau. Es war auch Neumond. Ja, es war kein Mondlicht und dann ist sowieso der alles überdeckt von Blättern. Also, du musst dich ja irgendwie orientieren und äh selbst wenn du nur das Display anmachen würdest vom Handy und du kannst ja Notrufe auch immer wählen, wenn du also du willst es ja noch mal probieren irgendwie, ne? Auch wenn du keine SIM-Karte hast, Notrufe kannst du immer drücken und das wurde nicht gemacht und es wurde auch sonst nichts mit den Handys gemacht, was irgendwie verlaufende machen würden, denn z.B. San
hatte Google Maps eine Karte offen, bis sie oben auf dem Mirador war und danach hat sie Google Maps geschlossen und auch nie wieder aufgemacht. Ja, und selbst wenn sie da nichts hätte erkennen können, hätte sie diese Karte doch noch mal aufgemacht, um zu sehen, ob sie was sieht. Und das hätte man registrieren können.
Wir haben ja die Phonelogs, also alles was in mit den Telefonen gemacht wurde und es wurde nicht einmal versucht eine Karte aufzurufen oder ein Kompass oder irgendwas, was Sinn macht. Ja, aber auch die Telefondatenauswertung, wo du da gerade von sprichst, da sind euch Flüchtigkeitsfehler äh aufgefallen und auch da hat man den Eindruck, dass die nicht so ganz vollständig sind.
Ähm ja, also Flüchtigkeitsfehler gibt’s in der ganzen Akte natürlich, also öfters mal. Das finde ich da jetzt irgendwie nicht so gravierend. Okay, aber es fehlen Sachen, also und es wird nicht eindeutig erklärt, warum sie fehlen. Wir können ja einfach mal weitergehen. Es macht keinen Sinn, z.B.
dann, also die meisten Leute sagen, die Hardcore Unfalltheoretiker sagen, ja, ist doch ganz klar, die haben einmal Notruf abgesetzt und gesehen, sie haben kein Netz, da müssen sie natürlich das Handy auslassen, sie wollen ja Akku sparen. So ist dann so das Hauptargument. Dann ist kannst du direkt entgegenhalten, dass Lisan in der zweiten Nacht das Handy 15 Stunden anlässt, ohne was damit zu tun.
Ja, das einzige, was sie einmal macht, ist einmal die Wetterapp checken, sonst nichts und dann läuft das Handy einfach nur. Also fällt die Theorie des Akkusparens völlig raus. Ja. Und äh was sie dann eben ja machen, sind also bis zum dritten Tag probieren sie insgesamt acht mal den Notruf, dann nicht mehr. Und was sie noch tun, ist zweimal am Tag das Handy anzumachen und da, wie du schon sagtest immer ungefähr zur gleichen Uhrzeit, einmal am Vormittag, einmal am Nachmittag, nie in nie abends oder so, nie in nie nachts. Und da sind
die Handys kurz an und teilweise wurden diese Telefonprotokolle eben gelegt, also nur teilweise und man ist immer jetzt jahrelang davon ausgegangen, okay, ist ganz klar, die machen die Handys einmal an und gucken, ob sie Signal haben. Und da ist wirklich auch was ganz exklusives, was wir für dieses Buch, nicht nur das, wir haben ganz viel exklusiv und neu, aber da bin ich besonders stolz drauf, dass wir da Experten an unserer Seite hatten, die eben ganz klar festgestellt haben, diese Handys können nicht genutzt worden sein,
um nach einem Signal zu suchen, denn die Handys waren nie so lange an, als das ein Signal hätte gefunden werden können. Das braucht eine Zeit. Das haben zwei Telefonexperten für uns nachgestellt, auch mit ja mit Alupapier eingewickelt und alle möglichen äh äh Sachen. Also, wir sind da selber technische Leihen eher, was das betrifft.
Aber die Handys, das geben die Protokolldateien her, waren nie so lange an, als das ein Signal hätte gemessen werden können. Das hätte ungefähr mindestens eine Minute gebraucht und so lange waren die Handys nie an. Das heißt, es wurde mit den Handys nichts anderes gemacht als an aus. Ja, die das Handy wurde angemacht, hochgefahren, das sieht man in den äh in den Locks, das Powerup und dann wurde es wieder ausgemacht.
Und dann muss man sich wieder fragen, was ist das für ein Grund? Warum macht man das Handy an und aus etwas damit zu machen? Also auch vor der Messung haben wir schon gedacht, das ist nicht so ganz plausibel, weil ich jeder war wahrscheinlich schon mal in der Situation, dass er Empfang gesucht hat und man macht das Handy nicht an oder man man sucht nicht einfach nur 2 Sekunden.
Ich war jetzt dort selber auch im Wald und wollte ab und zu mal Christian schreiben und habe keinen Empfang gehabt oder einmal war es so, Feliciano hatte Empfang, ich nicht und dann bin ich halt 100 m weitergegangen und habe ja und weiß man ja, wie es ist. Man streckt den Arm in die Höhe und denkt oder steigt noch auf einen Stein drauf und denkt, hier habe ich jetzt empfangen, läuft 50 m weiter.
Also, es macht einfach überhaupt gar kein gar keinen Sinn, dass sie das Handy so kurz anmachen, denken, ah ja, ich habe keinen Empfang, mache ich es wieder aus. Ja. Ja. Und da du musst ja sehen, es ist ja es gibt sogar theoretisch da im tiefsten Dschungel Empfang, wenn man jetzt auf eine kleine Anhöhe steigt, also ungefähr da, wo Chris und Lisan, wenn sie weitergegangen wären, den Notruf gewählt haben.
Ungefähr da hat Anette mit mir telefoniert. Ja, klingt so ein bisschen wie eine Trugspur im kriminalistischen Sinne, ne? dieses kurze an und ausmachen. Ja, da hat mich das sehr an den Frauke Liebsfall erinnert, also dass man irgendwie suggerieren wollte, jemand ist noch äh lebt noch, ja, ist noch irgendwie ähm unterwegs.
Ja, also das wäre z.B. eine Erklärung, wenn man irgendwie z.B. gewollt hätte, dass die Handys äh noch eher gefunden werden oder so und man gibt das den Polizist der Polizei ab und die Polizei sieht, aha, okay, da war Aktivität, also waren sie noch haben sie noch gelebt oder so. Ja, das könnte könnte ein Grund gewesen sein.
So, und äh dann gibt’s noch noch mehrere Sachen, die keinen Sinn machen. Also ähm z.B. wurde einmal eine Uhr App aufgerufen, die man nicht aufrufen brauche, weil die Uhr sowieso auf dem Handy läuft. Und dann ganz komisch einmal als wäre es irgendwie wichtig, wurde Miriams Nummer nachgeguckt. Miriams Telefonnummer, das ist die Telefonnummer von der Gastmutter.
Und wenn man schon weiß, dass man nicht telefonieren kann und kein Netz hat, macht’s keinen Sinn, die Nummer im Telefonbuch von der Gastmutter aufzuchlagen. Wurde auch nur die Nummer gesucht, aber nicht angetippt, sozusagen, um versuchen eine Verbindung herzustellen. Genau. Nur die Nummer angetippt, was für uns z.B.
für für die Sache spricht, dass irgendwo noch anders ein Telefon war oder jemand da war, dem sie die Nummer gegeben haben oder so, der für sie vielleicht da anrufen soll, aber äh es macht sonst keinen Sinn, sich die Telefonnummer anzugucken. Aber Miriam hat keinen Anruf entgegengenommen von irgendwem, die weiß von Nee, aber aber wenn sie angerufen hätten oder versucht hätten, hätte man das ja auch gesehen im Telefon.
Sie haben nur das Nein, wenn sie ein anderes Telefon benutzt hätten. Hab man es nicht gesehen, ne? Aber klar, aber das das weiß man nicht. Keine Ahnung. Also Miriam hat es nicht ausgesagt und hat hat es zu mir hat mir auch gesagt, dass kein Anruf kam. Ja. Ähm dann das letzte ist eben dann äh äh ab dem sechsten Tag bleiben die Handys aus für 5 Tage, da passiert gar nichts. Und dann am 11. Tag, also am 11.
April geht das Handy von Chris, das von Lisan ist ja schon längst tot, geht für eine Stunde an und eine Stunde macht jemand damit. In den Telefondaten siehst du, dass der Forensiker sich wundert darüber, dass in dieser Zeit Daten erstellt werden, gelöscht werden, verändert werden, Uhrzeiten und Datumsangaben werden durch irgendwelche Systemprotokollen Protokolle verändert und er findet den Grund nicht.
Ähnlich jetzt wieder mit wie mit der Fotogeschichte, dass er als Forensiker sozusagen am Ende mit seinem Latein am Ende ist und nicht sagen kann, ich sehe zwar, dass da was gemacht wurde, aber komischerweise ist dafür keine App verantwortlich oder ich kann es nicht erkennen. Und die Experten, die wir hatten, haben eben auch gesehen, dass Powerlocks fehlen, die äh eigentlich da sein müssten.
Ähm, das heißt, wir kriegen keine Informationen über das Handy, obwohl normalerweise Informationen da sein müssten über Akkustand, Ladegerät angeschlossen, Signalstärke, aber sie sind nicht da. Und äh da sagen eben äh die die Experten auch, das sind schon Anzeichen. Es gibt möglicherweise vielleicht noch andere Erklärung, aber da sind sehr deutliche Anzeichen für eine Manipulation, nämlich, dass das Handy an einen Computer angeschlossen gewesen ist.
Da hätte man z.B. einfach ausstellen können, dass jemand nachverfolgt, was da gerade mit dem Handy gemacht wird. Und als letztes, das ist da noch mal ein psychologischer eine psychologische Geschichte ist, dass wir uns nicht erklären können, warum, wenn sie sich verlaufen haben oder einen Unfall hatten und im Dschungel sterben und langsam sterben oder wissen, dass sie sterben.
Irgendwann weiß man das ja, dass sie keine Abschichts Abschiedsnachricht hinterlassen haben, was sie hätten machen können, denn sie hatten eine Kamera und zwei Handys und die Handys hätten auch ohne Pinnummer. Die wurde ja nicht mehr eingegeben ab dem fünften Tag, aber über das Kontrollzentrum hatten sie trotzdem Zugriff auf Kamera und hätten Videos aufnehmen können, Fotos, Tonnachrichten, SMS, Notizen, dass sie gesagt, dass sie ein Foto gemacht hätten oder ein Video oder geschrieben hätten, was ihnen passiert
ist. Und das äh sehe ich so. Das kenne ich auch ähm von vielen anderen, die ich habe ja viele Kriegsgeschichten gemacht von Soldaten, die sterben und zurückgelassen werden, dass da immer der Gedanke ist an die Angehörigen und dass man sie wissen lassen will, was passiert ist und dass das das größte Anliegen ist.
Und wenn man also die Möglichkeit hätte und die beiden hatten so eine ultra enge Verbindung zu ihren Familien, kann ich mir nicht vorstellen, dass man nicht die Handys benutzt, um irgendetwas zu hinterlassen. Ja, sei sei es für die Eltern, was sowieso klar ist oder auch für die Nachwelt. Und da kann man sich natürlich vorstellen, wenn man jetzt an eine Fallplay Geschichte denkt, dass sie etwas aufgeschrieben haben oder fotografiert haben und dann am 11.
Tag das Handy schon gefunden wurde oder ein Täter das Handy noch hatte und sagte: “Ja, sorry, das muss ich jetzt natürlich löschen.” Ja, und das hätte natürlich da passieren können und vor allem, wenn jetzt auch wieder rausgekommen ist, dass auch an dem Handy Datum und Uhrzeit manipuliert wurden, macht es die Theorie oder eben den Gedanken ja noch mal stärker, dass eben auch die Digitalkamera manipuliert wurde.
Da muss jemand gewesen sein, der auf jeden Fall Ahnung hatte. Ja, das das ja. Also ähm wenn da etwas vertuscht wurde, dann waren da natürlich Leute mit beschäftigt mit der Vertuschung, die äh sich auskennen. Ja, also das sind keine Sachen, die die ein Gelegenheitstäter macht, der äh die Mädchen einfach beraubt hat oder wenn ein Sexualverbrechen stattgefunden hätte, der hätte die Mädchen getötet und entsorgt und sich weiter keine Gedanken gemacht.
Der hätte auch die Handys zerstört. Ja, aber wenn dahinter etwas Größeres steckt, dass man eine Geschichte erzählen will und manipulieren möchte, dann muss da natürlich jemand dran gewesen sein, der das auch kann. Was aber auch und das sagen unsere Experten eben auch, kein Hexenwerk ist. Also, das kriegt jemand hin, äh kriegt ein 13-Jähriger hin, der sich ein paar Tutorials anguckt, ne? Wie man das macht.
Man muss nur die Idee haben, aber das zu realisieren ist nicht nicht wirklich schwer. Und dann muss man auch überlegen 2014, ne? Da war ja der Schutz von Mobiltelefon war weitem ja noch nicht der, den wir jetzt haben. Ich glaube, das war auch die Zeit, wo es eh auch viele Versionen gab, wo man sein Handy so cracken konnte, hat man das früher genannt, ne? die Zeit den Apps war da irgendwie um da Apps kostenlos nutzen zu können und so eine Sachen.
Also das war das war die Zeit dieser sogenannten Jailbreaks. Also es klingt total verrückt und wenn man sich das so überlegt, was der oder die Täter da alles hätten machen müssen. Äh also da ja lesen wir ja auch immer wieder sagen, dass viele Leute sagen, das ist alles viel zu verrückt. Kein Täter hätte doch so viel auf sich genommen und deshalb muss es doch ein Unfall gewesen sein.
Aber das ist halt so, egal in welche Richtung man weiterdenkt, irgendwann kommt man immer zu dem Punkt, das kann nicht sein, das kann nicht sein. Also muss es doch das jeweils andere gewesen sein. Ja, aber es gibt ja, ich bin mir auch sicher, dass es Hörer und Hörerinnen gibt, die jetzt uns zuhören und sich genauso denken, was ist das für ein Geschwobel, sage ich jetzt mal.
Es ist einfach so. Und ich meine gerade solche Codecases oder solche Rätselfälle, die geben natürlich viel Theorien her und äh umso spannender ist es ja dann auch mal einfach zu hören, okay, wie geht man auf einzelne Theorien ein, was oder was habt ihr rausbekommen oder wie könnt ihr diese Theorien auch entkräftigen und ja, das ist ja auch Ziel von eurer Arbeit, um auch zu gucken, okay, ne, mein einfacher von dem einfachen Unfall können wir in diesem Fall definitiv nicht sprechen.
Sehen wir auch so. Also dafür deuten zu viele Sachen dahin. Ja, und es ist ja äh wo du sagtest, so Geschwurbel und so, das hat sich leider so so eingebürgert durch irgendwie in unserer Gesellschaft, dass wenn Leute was kritisch betrachten äh und nicht die einfachste äh Erklärung nehmen und sich weiter Gedanken machen, dann ist das schon irgendwie doch schon irgendwie verschwörerisch oder ja, das sehe ich eben nicht so.
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