Menowin Fröhlich packt aus: Die wahren Gründe für das Karriere-Aus nach dem DSDS-Triumph und seine überraschenden Pläne T
Menowin Fröhlich packt aus: Die wahren Gründe für das Karriere-Aus nach dem DSDS-Triumph und seine überraschenden Pläne

Es sollte der Beginn einer glanzvollen Karriere sein, ein Moment, der alles verändern und den Traum von der großen Bühne für immer wahr werden lassen sollte. Als Menowin Fröhlich im Mai seinen triumphalen Sieg bei Deutschland sucht den Superstar (DSDS) feierte, lagen die Hoffnungen und Erwartungen ungemein hoch. Der damals 39-jährige Sänger träumte von ausverkauften Konzerthallen, treuen Fans, eingängigen Hits und einer festen Etablierung in der deutschen Musiklandschaft, insbesondere im Schlagerbereich. Doch was folgte, war keine Erfolgsgeschichte, sondern eine monatelange Funkstille, die viele Anhänger ratlos zurückließ. Abgesehen von dem Siegessong “Mercy on Me”, den er gemeinsam mit dem Berliner Label Embassy of Music veröffentlichte, geschah musikalisch so gut wie nichts. Das Lied floppte, verfehlte sogar die offiziellen Top 100 völlig, und danach herrschte absolute Leere.
In einem ehrlichen und tiefgründigen Statement meldete sich Menowin nun zu Wort, um mit den Spekulationen aufzuräumen undungslos zu erklären, was nach seinem großen Sieg hinter den Kulissen tatsächlich schiefging. Ganz ehrlich, er hätte sich nach seinem historischen DSDS-Sieg wesentlich mehr vorgestellt, so der Sänger. Er betonte, dass er sich optimal vorbereitet gefühlt habe. Er habe eigene Outfits entworfen, kreative Songideen eingebracht und sogar Texte selbst geschrieben. Doch was ihm letztendlich gefehlt habe, sei die professionelle Umsetzung gewesen. An Sound, Optik und der gesamten Bühnensprache habe er intensiv gearbeitet, um endlich ein vollwertiges Album auf den Markt zu bringen und als ernstzunehmender Schlagerstar durchzustarten. Genau deshalb sei es für ihn im Nachhinein kaum nachvollziehbar, warum aus diesem riesigen Potenzial so erschreckend wenig geworden ist.
Fakt ist, dass es nach dem Gewinn keinen einzigen nennenswerten musikalischen Auftritt und vor allem kein stabiles, professionelles Umfeld gab. Menowin macht genau diesen Mangel an Struktur und Unterstützung für die kreative Flaute verantwortlich. Ihm habe schlichtweg das professionelle Team gefehlt, das in der Lage gewesen wäre, seine vielen Ideen in die Tat umzusetzen. Am Ende habe es teilweise nicht einmal dafür gereicht, eine vernünftige Managementstruktur um ihn herum aufzubauen. Auf die Frage, ob er selbst vielleicht auch eine Teilschuld an der Misere trage, reagiert der Künstler äußerst deutlich: Er lasse sich keineswegs erzählen, dass er einfach nur dagestanden und untätig geblieben sei. Die logische Konsequenz aus dieser unbefriedigenden Situation war schließlich einvernehmlich: Menowin und das Label Embassy of Music haben einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet, um fortan getrennte Wege zu gehen. Ein Mitarbeiter des Labels bestätigte zwar die einvernehmliche Trennung, wollte sich zu den genauen Hintergründen jedoch nicht weiter äußern.

Den Kopf in den Sand stecken kommt für den Musiker jedoch nicht infrage. Menowin blickt optimistisch nach vorne und betont, dass er nun wieder völlig frei sei, seinen ganz eigenen Weg so zu gehen, wie er es für richtig hält. Ob von der ursprünglichen Siegprämie in Höhe von 100.000 Euro überhaupt noch etwas übrig ist, lässt er dabei zwar offen, doch seine konkreten Zukunftspläne sprechen eine deutliche Sprache. Bereits im kommenden Dezember wird er bei insgesamt 20 Shows im Erfurter Weihnachtszirkus auf der Bühne stehen. Darüber hinaus erwartet die Fans ein ganz besonderes musikalisches Highlight: ein gemeinsamer Song mit seinem berühmten Großcousin Sido. Zwischen den beiden Familienmitgliedern herrschte über einen längeren Zeitraum hinweg Funkstille, doch diese Differenzen sind nun endgültig aus der Welt geschafft.
Dass sie ihre persönlichen Verbindungen und jeweiligen Lebenswege nun wieder in Einklang bringen konnten, bedeutet dem Sänger unendlich viel. Auf Sidos neuem Album, das am 27. November veröffentlicht wird, ist Menowin definitiv zu hören. Für ihn steht dabei im ersten Moment nicht der kommerzielle Erfolg des Songs oder des Albums im Vordergrund, sondern der familiäre Zusammenhalt, das wiederhergestellte Vertrauen und die gemeinsame Zeit. Gerade nach all den schweren Schicksalsschlägen und Ereignissen, die in seinem Leben passiert sind, zeigt er sich dafür über alle Maßen dankbar. Im Anschluss plant er, modernen Schlager mit innovativen Gospelelementen zu verbinden. Der schmerzhafte Rückschlag mit dem Plattenlabel hat ihn keineswegs gebrochen – im Gegenteil, er blickt voller Selbstbewusstsein in die Zukunft und ist fester denn je davon überzeugt, nach wie vor zu den besten Künstlern in ganz Deutschland zu gehören.