Ehre und Gewalt: Die Wahrheit hinter dem Phänomen ...

Ehre und Gewalt: Die Wahrheit hinter dem Phänomen Ehrenmord | True Crime Doku Deutsch T

Ehre und Gewalt: Die Wahrheit hinter dem Phänomen Ehrenmord | True Crime Doku Deutsch  

mindestens 26 Frauen und Männer sind hierzulande in den vergangenen zi Jahren Opfer von sogenannten Ehrenmorden geworden demnach gab es 12 Morde zehn davon an Frauen hinzuämen weitere 14 Opfer versuchter Morde etwa fäter von unehlichen Kindern das ist das Ergebnis einer Studie der Frauenrechtsorganisation terdesom die der Welt am Sonntag vorliegt bei den vermeintlichen Ehrverletzungen geh es vor allem um die Kontrolle über die we Sexualität und die Stellung der Frau heißt es [Musik] für die einen sind Ehrenmorde der Beweis

für eine frauenverachtende Ideologie die vor allem im Kontext bestimmter Kulturen oder Religionen gesehen wird kritiker werfen hier vor dass eine falsche Toleranz die Augen vor dieser Problematik verschließt andere hingegen sehen darin nichts anderes als ein tragisches Familiendrama das durch migrationthemen verschärft wird ein Kampfbegriff um Minderheiten zu diskriminieren aber wie so oft ist die Wahrheit wesentlich komplexer in unserer heutigen Akte 211 Dokumentation wollen wir tiefer gehen wo liegen die Wurzeln

dieses Phänomens welche Rolle spielen Kultur Gesellschaft und individuelle Lebensumstände und wie können wir als Gesellschaft darauf reagieren ohne in klischeehafte Denkmuster oder Stigmatisierung abzurutschen begleitet uns auf eine Reise durch Geschichten Analysen und Hintergründe lasst uns gemeinsam verstehen was hinter dem Begriff Ehrenmord steckt und warum es wichtig ist differenziert darüber zu sprechen abonniert unseren Kanal wenn ihr weitere spannende Dokumentationen sehen wollt und teilt eure Gedanken zu

diesem sensiblen Thema in den Kommentaren wir freuen uns auf eine respektvolle und konstruktive Diskussion was macht Ehrenmorde so besonders der zentrale Unterschied zwischen sogenannten Ehrenmorden und anderen Beziehungstaten liegt in der Beteiligung der Familie während bei Beziehungstaten häufig eine individuelle Kränkung im Fokus steht geht es bei Ehrenmorden um mehr die Wiederherstellung der Ehre einer gesamten Familie dieser Aspekt macht sie zu einem gesellschaftlichen und nicht nur individuellen Phänomen

Tötungsdelikte die als Tatmotiv die Wiederherstellung der Familienehre haben erfolgen oft infolge eines als unehrenhaft beurteilten Verhaltens des Opfers ein weiteres Merkmal anders als bei anderen Formen von Partnergewalt geschieht der Entschluss zur Tat häufig im Familienkreis oft wird die Tat durch mehrere Angehörige geplant Gewalt im Namen der der Ehre entsteht dort wo staatliche Autorität fehlt was die meisten Ehrenmorde von der Türkei über Deutschland bis Südamerika eint die Täter stammen aus ländlichen

Gebieten und bäuerlichen Gesellschaften nicht nur das konservative Werteverständnis in solchen Gegenden auch das Fehlen staatlicher Gewalt in abgelegenen Gebieten begünstigt das Entstehen eigener Rechtssysteme wo staatliche Ordnung fehlt bildet die Familie die entscheidende Einheit sozial ökonomisch und politisch die Ehre einer Familie wird zum entscheidenden sozialen Kapital und die Beseitigung einer ehverletzung wichtig für das soziale Gefüge innerhalb der Gemeinschaft auf diesen Zusammenhang wies schon 1983 der Kulturwissenschaftler Werner

schiffhauer hin in seiner Untersuchung die Gewalt der Ehre schreibt er der Begriff der Ehre impliziert eine Grenze zwischen den Angehörigen der eigenen Gruppe der Familie und der übrigen Gesellschaft jeder der gleichgültig aus welchem Grund diese Grenze verletzt hat mit Vergeltung zu rechnen da staatliche Instanzen meist zu weit entfernt sind um wirksam für die Regelung von alltagshändeln in Anspruch genommen werden zu können verbirgt die Solidarität der Familie auch die soziale Sicherheit ihrer Mitglieder dass dabei

islamisch eine nicht übermäßig relevante Variable ist zeigt ebenfalls der Blick in den der Türkei unter den ostanatolischen Tätern finden sich nicht nur türkische und kurdische Muslime sondern genauso Jesiden und syrisch orthodoxe Aramäer es gibt keinen kulturrabatt für ehrenmörder ins Reich der Mythen gehört auch die Vorstellung eines Kultur oder islamraabats demnach würden Richter und Richterinnen aus Rücksicht auf vermeintliche kulturelle Gepflogenheiten besonders milde Urteile für muslimische Täter verhängen größere Aufmerksamkeit

erregte z.B ein Fall aus dem Jahr 2014 über den die Bildzeitung berichtete ob an der Theorie etwas dran ist hat ebenfalls die rechtswissenschaftlerin Julia kasselt untersucht die Kriminologin hat in ihrer Dissertation 63 Fälle von Ehrenmorden und 91 Fälle von klassischen Beziehungstaten ausgewertet ihr erge ehrenmörder erhielten im Durchschnitt nicht geringere sondern höhere Freiheitsstrafen 38% der ehrenmörder erhielten eine lebenslange Freiheitsstrafe im Vergleich zu 23% bei vergleichbaren partnertötungen 17,5% der Täter erhielten eine Strafe

zwischen 12inhalb und 15 Jahren im Vergleich zu 10% bei vergleichbaren partnertötungen seit 2002 verhängen Richter immer hö h Strafen für Ehrenmorde bei vergleichbaren Tötungsdelikten findet sich dieser Trend nicht gegenüber vergleichbaren Tötungsdelikten gibt es also meist keinen Rabatt für ehrenmörder sondern einen strafaufschlag die Zahl der Ehrenmorde nimmt immer weiter ab ein weiterer wichtiger Trend die Zahl der Ehrenmorde in Deutschland sinkt kontinuierlich laut der Untersuchung von Jul und Diedrich oberwitler werden

Ehrenmorde fast ausschließlich von Migranten aus der ersten Einwanderergeneration begangen bei Menschen die seit mehreren Generationen in Deutschland leben ist dieses Phänomen nahezu nicht existent die Anzahl der Taten ist mittlerweile so gering dass repräsentative statistische Aussagen kaum noch möglich sind kasselt und oberwitler schätzen die Zahl der Ehrenmorde inklusive versuchter tat in Deutschland auf D bis 12 Fälle pro Jahr je nach Definition die meisten Ehrenmord Schlagzeilen Handeln nicht von Ehrenmorden interessanterweise handelt

ein Großteil der medialen Berichterstattung über sogenannte Ehrenmorde gar nicht von solchen Fällen bei genauerem Hinsehen wird deutlich oft fehlt jeglicher Hinweis auf eine Beteiligung der Familie diese Taten unterscheiden sich von konventionellen Beziehungstaten häufig nur durch die Herkunft oder Religion des Täters mit anderen Worten ob Medien eine Tat als Familiendrama oder Ehrenmord bezeichnen entscheidet sich meist nicht an der Tat selbst sondern an der vermuteten Herkunft des Täters mehr noch ob Medien

überhaupt über einen Fall von Partnergewalt berichten hängt oft ebenfalls von der Herkunft des Täters ab Ehrenmord Familiendrama femizid die während fast jeder echte oder vermeintliche Ehrenmord in den Medien breit diskutiert wird bleibt der Großteil der Gewalt gegen Frauen unsichtbar nach den jüngsten Zahlen des Bundeskriminalamts wurden im Jahr 2019 121 000 Fälle von partnerschaftsgewalt polizeilich erfasst 117 Frauen starben infolge dieser Gewalt über die meisten dieser Fälle berichteten Medien gar nicht und wenn dann häufig nur im

Lokalteil unter beschönigenden Überschriften wie Familiendrama oder eifersuchtstat dabei zeigen wissenschaftliche Untersuchungen längst Gewalt von Männern gegen Frauen ist kein zufälliges einzelfallphänomen sondern ein kulturelles Problem dessen Wurzeln liegen allerdings weder im Islam noch in Anatolien problematische Rollenbilder sind der Grund warum weltweit Frauen sterben müssen wenn Männer sich in ihrer Männlichkeit verlühlen um dieses Kultur und länderübergreifende Phänomen zu beschreiben gibt es einen treffenderen

Begriff als Ehrenmord oder Familiendrama femizid

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