Wahre Verbrechen I Das Haus des Killers I True Cri...

Wahre Verbrechen I Das Haus des Killers I True Crime Dokumentation T

Wahre Verbrechen I Das Haus des Killers I True Crime Dokumentation  

Es sah jetzt alles so aus, als wenn dort die Wohnung abrupt verlassen worden wäre, ohne dass dabei ein Plan dahinter steckt. Im PKW haben wir dann die Handtasche der vermissten Pianp aufgefunden und in der Handtasche persönliche Dokumente wie ein Bundespersonalausweis, Führerschein, Schwangerschaftsausweis. Wir haben den dann einfach gestoppt mit dem Fahrzeug, haben ihn auch sein Fahrzeug äh dort herausbefördert und haben ihn die Handvesseln angelegt.

Das Schicksal seiner Mitmenschen war eben völlig egal. Er wollte nur sein Leben ausleben, wie es äh ihm gewollte oder wie es ihm gepasst hat, wie es ihm gefallen hat. Und alle Mitmenschen, die ihn geliebt haben, die ihm vertraut haben, waren ihm völlig egal dabei. Polizeiaufnahmen dokumentieren die Suche nach einer Leiche in einer kalten Dezembernacht.

 Kurze Zeit später werden die Beamten an einem Flussbett fündig. Ein lebloser Körper eingekallt, unter Steinen und mit Ästen bedeckt. Michael Becker, Kriminalhauptkommissar aus Nordhausen, war Sachbearbeiter in diesem Fall. Für ihn bleibt dieses Verbrechen unvergessen. Mühlhausen in Thüringen, 22. Dezember 2010. Ein älterer Mann meldet seine 33-jährige Tochter Bianca P. Als vermisst.

Er selbst hatte seine Tochter einige Zeit nicht gesehen, aber eine Freundin, die am 17. Dezember letztmalig Kontakt zu ihr hatte, machte sich große Gedanken und Sorgen um ihre Freundin, weil sie von ihr seit diesem Zeitpunkt nichts gehört hat und sie hat letztendlich auch den Vater dazu getränkt, nun doch letztendlich bei der Polizei eine Anzeige zu machen.

Bianca P ist im sechsten Monat schwanger. Hier im benachbarten Didorf wohnt sie alleine in einer Mietwohnung. Eine Nachbarin berichtet, daß sie Bianca am 17. Dezember beim Schneeschieben vor der Tür getroffen hat. Aufgeregt hätte die werdende Mutter von einem Termin beim Frauenarzt erzählt. Bianca kann die Geburt ihres Kindes kaum erwarten.

war auch so, dass die die Freundin der Bianca HP, die nun einige Tage vermisst war, sich große Sorgen machte, weil ja bekannt war, dass bei der Bianca an den nächsten Tagen wichtige Termine anstanden, für sie sehr wichtige Termine und jetzt plötzlich eine SMS kam von ihrem Handy, dass sie bei einem Freund oder mit einem Freund nach Dänemark gereist sei und dort auch zusammen mit diesen ein neues Leben beginnen wollte.

Das war sehr dubios und erweckte Arbeiterfreundin sofort misstrauen und Verdacht, dass da irgendwas passiert sein könnte. Ist die Schwangere wirklich nach Dänemark ausgewandert, ohne sich von ihren Ängsten, Freunden und Verwandten zu verabschieden? Die Beamten entschließen sich zu einer Wohnungsdurchsuchung. Also nach der Anzeigenaufnahme haben dann Kollegen sofort die Wohnung aufgesucht und das war schon sehr sonderbar, denn in der Wohnung hat z.B.

wie die persönlichen Gegenstände wie äh Zahnputzzeug beispielsweise der Jungfrau, die waren alle noch vorhanden. Aber im Zimmer beispiel in der Küche da lag frisches Fleisch, das war im Auftauen begriffen. Es sah jetzt alles so aus, als wenn dort die Wohnung abrupt verlassen worden wäre, ohne dass dabei ein Plan dahinter steckt.

Da jetzt ein Verbrechen nicht mehr auszuschließen ist, wird Polizei Hauptkommissar Bäcker in Nordhausen eingeschaltet. Er und seine Kollegen beginnen das Umfeld von Bianca P zu beleuchten. Der Vermieter der Vermissten macht eine interessante Aussage. Der Vermieter hat gegenüber der Polizei dann berichtet, dass äh ein Jens bei ihm vor der Tür gestanden habe am 18.

äh gegen 18 Uhr und mit mit Sachen bepackt, mit Sachen aus der Wohnung der Jungfrau und er habe den Auftrag bekommen von der Bianca, sich um die Angelegenheit zu kümmern, die Wohnung zu räumen, dort den Schlüssel beim Vermieter abzugeben, äh weil sich ja die junge Frau in Dänemark bei ihrem neuen Freund aufhalten sollte.

Der Ermittler findet heraus, dass Jens J seit 3 Jahren mit Bianca Piert ist. Das Paar ist mittlerweile sogar verlobt. Arbeitsbedingt können sich die beiden allerdings nur alle sechs bis acht Wochen sehen. Und noch etwas. Jens J ist der Vater von Biancas ungeborenem Kind. Hat der Mann irgendetwas mit dem Verschwinden von Bianca zu tun? Becker entschließt sich nun, die Wohnung von Jensjot im nahegelegenen Ilfeld zu durchsuchen.

 Als die Beamten dort eintreffen, erwartet sie eine große Überraschung. Da öffnete uns äh eine junge Frau zum Erstaunen, hochschwangere junge Frau, die Tür und stellte sich als die Frau des Jens J vor. Wir haben die Frau dann danach befragt, wo sich denn ihr Ehemann aufhält und äh sie war zunächst völlig perplex und ging von einer Verwechslung aus und hat uns dann beschrieben, dass ihr Mann in Hamburg ist, dort arbeitet, dass er dorthinefahren ist und sie angerufen hat, dass er gut angekommen ist und sich gleich zu Bett begeben wollte, um dort

zu schlafen und fit zu sein dann für nächsten Arbeitstag. Die Polizei kann in der Wohnung keine Hinweise auf die verschwundene Bianca P finden. Doch die Ehefrau von Jens J erwähnt eine Garage. Sie soll ganz in der Nähe sein. Becker macht sich sofort auf den Weg. Nachdem wir diese Garage geöffnet haben, haben wir dann diesen PKW äh sofort äh gesehen und haben wir den PKW öffnen lassen und im PKW haben wir dann die Handtasche der vermissten Pianp aufgefunden und in der Handtasche persönliche Dokumente wie ein Bundespersonalausweis, Führerschein,

Schwangerschaftsausweis. Jetzt erhärtet sich der Verdacht der Ermittler, dass Bianca einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Offenbar führt Jens Jott ein perfides Doppelleben. Die Polizisten müssen den dringend Tatverdächtigen so schnell wie möglich ausfindig machen. Einen Tag später können die Beamten das Handy von Jensj ganz in der Nähe seiner Wohnung orten.

Wir haben uns letztendlich entschieden, ihn festzunehmen, bevor er zu seiner Wohnung kommt, damit wir mögliche Eskalationen vermeiden können und haben wir Filmreisefestnahme dann auf offener Straße durchgeführt. Wir haben den dann einfach gestoppt mit dem Fahrzeug, haben ihn auch sein Fahrzeug äh dort herausbefördert und haben ihn die Handfesseln angelegt.

Jens J gibt an, nichts mit dem Verschwinden seiner Verlobten zu tun zu haben. Er behauptet, dass er Bianca vor vier Monaten das letzte Mal gesehen hat. Doch unter der Indizienlast bricht er irgendwann ein und macht eine Aussage. Schließlich hat der Jens Jot dann in seiner Vernehmung darüber berichtet, dass es zu einem tragischen Unfall gekommen sei, bei diesem dann die BNKP auch verstorben ist.

 äh hat uns beschrieben, dass er mit ihr in Niedersachswerfen war in der Nähe eines Bauofsgeländes, um dort mit ihr zu reden, sich auszusprechen. Äh die junge Frau habe sich dann, um ihre Notruf zu verrichten, vor das vor sein Auto gesetzt. Äh da die Scheiben beschlagen waren, hätte er dann das Fahrzeug gestartet. Ähm, ein Gang wä noch eingelegt gewesen, vorwärtsgang und daraufhin wäre dann das Fahrzeug nach vorn über die junge Frau drüber gefahren.

 Er habe dann vor lauter Schreck den Rückwärtsgang eingelegt und wä dann rückwärts nochmals über den Körper der Frau gefahren. Anschließend will er die Leiche auf einer Mauer abgelegt haben und aus Angst einfach davon gefahren sein. Jens Jot bricht immer wieder in Tränen aus, doch Kommissar Becker zweifelt an seinen Aussagen. Nachts im Schneer brechen die Beamten mit dem Beschuldigten auf, um sich den Ablageplatz des Leichnamens von Bianca P zeigen zu lassen.

 Ein ganzes Waldgebiet wird mit Hilfe von Stromgeneratoren erhält. Dutzende Polizisten und Feuerwehrleute sind im Einsatz. Jens J soll die Geschehnisse vor laufender Polizeikamera rekonstruieren. Abgelehnt. Hier abgele genau hier. Wir haben dann nachgeschaut, wir haben keinen Leichnamen gesehen, gefunden und daraufhin stürzte sich dann der Tatverdächtige theatralisch auf die Knie, äh buddelte hier im Schnee, versucht hier zu graben, aber wie gesagt, auch unterm Schnee haben wir keinen menschlichen Körper finden können. Und trotz umfangreicher Absuche

auch mit leichenspürhunden und mit viel Manpower haben wir dann zunächst den Körper der Bankpier nicht auffinden können. Ganzen we während Jens J Kommissar Becker glaubhaft machen möchte, dass er nicht weiß, wo sich die Leiche befindet, suchen Beamte parallel das Waldgebiet um den Fluss systematisch ab. Ein Kollege, der Fluss aufwärts ging, der hat zunächst ein Kleidungsstück festgestellt, die Turkisfarmes Kleidungsstück und ist dann einfach weiter in Richtung Fluss aufwärts gegangen, hat dann noch Taschnamme

geleuchtet und hat dann letztendlich hier den Leichnamen der Frau P entdeckt. Die Leiche ist mit Ästen abgedeckt und zwischen Steinen im Flussbett eingekallt. Erst bei genauerem Hinsehen können die Beamten ein Gesicht erkennen. Bäcker entschließt sich dazu, den Beschuldigten mit dem grausamen Fund zu konfrontieren.

Doch Jens J memtlosen. beteuert er seine Unfallgeschichte. Mit der Auffindesituation der Leiche will er nichts zu tun haben. Doch das Ergebnis der Obduktion am nächsten Tag ist eindeutig. Im Ergebnis dann der Obduktion bei der Rechtsmedizin in Jena wurde sehr schnell klar, dass Bianca Pfer eines wirklichen Gewaltverbrechens wurde.

 Äh die Frau hatte massivste Verletzung äh im Kopfbereich, Oberkörperbereich, die nur durch sehr massive Gewalt entstanden sein konnten. Die Obduktion bestätigt außerdem, dass Bianca P im sechsten Monat schwanger war. Jens J hat somit auch sein eigenes ungeborenes Kind getötet. Auf einem Parkplatz in der Nähe des Fundorts finden die Beamten das Auto des Opfers.

Im Innenraum klebt überall Blut. Nach der Spurensicherung steht fest, Bianca P muss schon in ihrem eigenen Wagen angegriffen und massiv verletzt worden sein. Unter einer Eisdecke stoßen die Ermittler auf mehrere Bluten und einen Ohrring des Opfers. Nun haben die Beamten auch den Tatort gefunden. Aufgrund der Spurensituation nach Spurnlage äh müssen wir davon ausgehen, dass die Dathandlung im PKW der Geschädigten bekannt mit Würgen des Opfers und später auch gewaltsame stumpfe Verletzung gegen den Kopf, gegen

Hals und Oberkörper. Die Geschädigte konnte aus dem Auto flüchten und wurde letztendlich vorm Auto wiederum mehrfach geschlagen und getreten, massiv getreten, so dass äh die junge Frau dann vor diesem Auto auch starb. Im Anschluss schleift er die Leiche zum Flussbett und schmeißt sie in die Strömung.

 Da sie sich zwischen Steinen verkeilt, versucht er sie mit Ästen abzudecken. Bei der Handydatenauswertung von Täter und Opfer wird klar, Pianca P war Jens J bezüglich seines Doppellebens auf die Schliche gekommen. Im Rahmen der weiteren Ermittlung haben wir den ehemaligen Arbeitgeber des Tatverdächtigen vernommen und der hat interessanterweise berichtet, dass er vor dem Tod auch Kontakt zu der äh Geschädigten hatte und ihr erzählt hat, dass Jens J verheiratet ist, ein Kind hat undter seine Frau demnächst ein Kind erwartet.

Bianca beschließt Jens Ehefrau zu kontaktieren, doch er überredet sie zu einem letzten Treffen, ihr Todesurteil. Nach der Tat schickt Jens eine SMS von Biancaas Handy, um eine falsche Spur nach Dänemark zu legen. Jens J hat vor Gericht immer wieder andere Versionen, andere Geschichten zuat hergang erzählt. Äh hat sich bis zum Schluss, bis heute nicht geständig gezeigt.

äh hat keine Reue gezeigt, hat versucht das Gericht zwar zu beeindrucken durch Gefühlsausbrüche, die ihn denke ich aber keiner so richtig ernstahmen. Aufgrund der erdrückenden Beweise wird der Angeklagte vom Landgericht Müllhausen wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Seine Frau trennt sich von ihm und zieht in eine andere Stadt.

Sie haben hier im See einen auf dem Rücken treibenden weiblichen Leichnamen gefunden, bei dem es sich um die verschwundene Taxifahrerin gehandelt hat. Die Theorie des Raubmordes kam deshalb auf, weil ähm das Taxi durchwühlt worden ist. Es war sehr ungewöhnlich, dass sie diesen Weg genommen hat, weil ein Taxifahrerkollege von ihr wenige Monate zuvor an dieser Straße überfallen worden war.

 Und so wurde es auch praktiziert, dass man diesen Weg nicht mehr nimmt. Jedenfalls dann nicht, wenn man einen unbekannten Fahrgast hat. 20. Oktober 2004. Gegen Mitternacht ist ein Pärchen auf einer abgelegenen Straße bei Quarkenbrück in Niedersachsen unterwegs. Sie fahren am Deichsee entlang, einem Baggersee. Mitten auf dem Weg parkt blaues Taxi.

 Direkt davor liegt ein Fahrrad. Nur wenige Meter entfernt im Gebüsch finden sie ein schwer verletztes Kind. Sofort alarmiert das Paar Rettungsdienst und Polizei. Katrin Krüger ist die damals leitende Staatsanwältin für den Raum Osnerbrücke. Von Beginn an ist sie in die Ermittlungen involviert. Nachdem die Polizeibeamten am Tatort eingetroffen sind, haben sie zunächst das leerstehende Taxi vorgefunden.

 Der Motor lief, das Licht brannte, die Innenraumbeleuchtung brannte und im Bereich des vorderen Kotflügels lag ein Fahrrad. Wenige Meter davon entfernt lag der schwerverletzte Carsten F. Was ist dem 13-jährigen zugestoßen? Auf den ersten Blick sieht alles nach einem Verkehrsunfall aus. Doch das können die Ermittler direkt ausschließen.

Dass es sich bei dem Jungen nicht um einen Unfallopfer gehandelt hat, war unmittelbar klar, weil er schwer verletzt war und man die Stichverletzungen anhand seiner Oberbekleidung schon sehen konnte. Darüber hinaus hat er auf Nachfrage der Polizei mitgeteilt, dass er gestochen worden sei. Der Junge hat 25 Stichverletzungen, die meisten davon im Rücken.

 Im Krankenhaus wird er mehrfach notoperiert. Ob er überlebt, ist ungewiss. Der Wagen gehört einem privaten Taxiunternehmen. Aus den persönlichen Gegenständen lässt sich die Fahrerin ermitteln. Es ist diejährige Martina Tee aus Quarkenbrücke. Von der Frau fehlt jede Spur. Ist sie vielleicht geflüchtet, weil sie etwas mit dem Vorfall zu tun hat? Auf der Suche nach ihr durchkämmt die Polizei das Gelände.

Sie haben schlussendlich hier im See einen auf dem Rücken treibenden weiblichen Leichnahen gefunden, bei dem es sich um die verschwundene Taxifahrerin gehandelt hat. Eine unerwartete Wendung. Statt Antworten finden die Ermittler ein zweites Opfer. Die Leiche wird in die Rechtsmedizin überführt.

 Die Obduktion ergibt, dass die Frau gewaltsam zu Tode gekommen ist. Im Ergebnis war es so, dass Martina T. 19 Stichen getötet worden ist. Von diesen 19 Stichen waren 17 tiefgreifend. Das heißt, sie sind mit großer Wucht ausgeführt worden. Und es war die Gesamtheit der Verletzungen, die insgesamt zum Tode geführt hat. Der Todeszeitpunkt lässt sich auf die späten Abendstunden des 20.

 Oktober eingrenzen. Martina T und Carsten F. ähnliche Verletzungen und wurden nur 45 m voneinander entfernt aufgefunden. Es muss sich um denselben Täter handeln. Eine persönliche Verbindung zwischen den beiden Opfern gibt es nicht. Vor allem die Anwesenheit des 13-jährigen mitten in der Nacht stellt Katrin Krüger und ihre Kollegen vor ein Rätsel.

Ein Gespräch mit den Freunden des Kindes bringt Klarheit. Carsten F. wollte ohne Wissen seiner Eltern sich heimlich am Deichsee mit Freunden zum Nachtangeln treffen. Er hat sich deshalb aus dem Haus geschlichen und ist wieder zum See geradelt. Aus dem Krankenhaus erreichen die Ermittler gute Nachrichten.

 Carsten F liegt im Kom, aber er wird überleben. Doch niemand konnte wissen, wann das Kind an die abgelegene Straße radeln würde. Wurde der Junge zum Zufallsopfer oder war er ein unerwünschter Augenzeuge eines Raubes? Aus der kriminaltechnischen Untersuchung des Taxis ergeben sich hierfür Anhaltspunkte. Die Theorie des Raubmordes kam deshalb auf, weil das Taxi durchwühlt worden ist.

 So befanden sich zahlreiche Papiere, Unterlagen auf dem Vordersitz des Fahrzeuges, vor dem Fahrzeug, vor der Fahrertür waren Visitenkarten, Papierstücke zu finden, aber Geld fehlt nicht. Das was auffällig war ist die Taxigeldbörse. Die war noch im Fahrzeug und zwar in einem Seitenfach und die war allerdings auch nicht so einfach zu finden, so dass wir zunächst davon ausgegangen sind, der Täter hat einfach nicht das gefunden, was er gesucht hat.

Die Polizei überprüft auch das nähere Umfeld der Taxifahrerin, denn ein persönliches Motiv kann nicht ausgeschlossen werden. Die 39-jährige lebt mit ihrem Lebensgefährten in Quarkenbrück. Sie hat einen 20-jährigen Sohn, der nicht mehr zu Hause wohnt. Ermittlungsansätze ergeben sich nicht, doch Freunde und Bekannte weisen auf eine Ungereimtheit hin.

 Eigentlich war die Straße am Deichsee für Martina T. Tabou. Es war sehr ungewöhnlich, dass sie diesen Weg genommen hat, weil ein Taxifahrerkollege von ihr wenige Monate zuvor an dieser Straße überfallen worden war und insofern einhellige Meinung war und so wurde es auch praktiziert, dass man diesen Weg nicht mehr nimmt. Jedenfalls dann nicht, wenn man einen unbekannten Fahrgast hat.

Um zu überprüfen, ob Martina T. kurz vor ihrem Tod einen Fahrgast hatte oder allein unterwegs war, lässt die Polizei die Verbindungsdaten ihres Diensthandys auswerten. Tatsächlich ist dort ein letzter Anruf protokolliert, der aus dem Zentrum von Quarkenbrück gekommen ist. Wir haben festgestellt, dass der letzte Anruf, der auf dem Anschluss des Taxiunternehmens eingegangen ist, um 23:1 Uhr war und dass dieser Anruf von einer Telefonsäule, die sich am Marktplatz befand, abgegangen ist.

Die Polizei wendet sich mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit. Wer hat an diesem Abend relevante Beobachtungen gemacht? Es haben sich zwei Pärchen gemeldet, die Angaben machen konnten und ein Pärchen hat geschildert, dass es gesehen hat, wie ein männlicher Fahrgast in das Taxi der Martina T. eingestiegen ist.

 Das zweite Pärchen hat einen wartenden Mann beobachtet, einen Mann, der ihnen äußerst unheimlich vorkam. Nach den Angaben der Zeugen wird ein Phantombild erstellt. Ein mitteleuropäisch aussehender Mann Ende 20. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den Mörder handelt, ist groß. Doch niemand erkennt den Unbekannten.

Am 28. Oktober, knapp eine Woche nach der Tat wird Martina T. beigesetzt. Auch die Mordermittler sind unter den Trauergästen. Erkennen Sie vielleicht jemanden in der Menge, der auf das Fahndungsbild passen könnte? Nach wie vor können Sie nicht ausschließen, dass der Täter aus dem persönlichen Umfeld des Opfers kommt.

Ich war sehr überrascht, als ich dann die Mitteilung erhielt, dass der Leiter der Mordkommission auf der Beerdigung festgestellt hat, dass zwischen dem Phantombild und dem Sohn der Getöteten eine verende Ähnlichkeit besteht. Ein furchtbarer Gedanke drängt sich auf. Könnte der eigene Sohn für den Tod der Mutter verantwortlich sein? Alexander N, 20 Jahre alt aus Quarkenbrücke.

 Bis zu diesem Zeitpunkt deutete nichts auf ihn als Täter hin. Die Zeugen hatten auch einen deutlich älteren Mann beschrieben, doch die äußerlichen Gemeinsamkeiten sind nicht von der Hand zu weisen. Nach der Beerdigung sucht die Polizei das Gespräch mit ihm. Alexander N hat den Polizeibeamten die Durchsuchung seiner Wohnung gestattet und hat sofort und in diesem Moment angegeben, dass man nicht weiter zu suchen brauche. Er sei der Täter.

 Er hat dann gezeigt, wo er in Tüten verpackt die Tatbekleidung untergebracht hat und wo die Schuhe stehen, die er bei Tatausführung getragen hat. Sein einziger sozialer Kontakt ist seine Mutter Martina, die ihn finanziell unterstützt. Alexander ist arbeitslos und lebt sehr zurückgezogen. Der Mann wird festgenommen. Er gesteht außerdem den versuchten Mord an Karsten auch zu seinem Motiv äußert er sich.

Alexander N war Kassenwart eines Datvereins. Die Kasse mit 750 € hatte er unterschlagen und wegen dieser Tat eine Anklage anhängig. Gemeinsam mit seiner Mutter hatte er geplant, vor Gericht auszusagen, dass er das Geld wieder zurückgegeben hätte. Und während seine Mutter erst diesen Plan zugestimmt hatte, hat sie in der späteren Folge gesagt: “Ich mache keine Falschaussage mehr.

” Der 20-Jährige fühlt sich von seiner einzigen Bezugsperson verraten. Er will seine Mutter umstimmen, notfalls unter Androhung von Gewalt. Er greift sich ein Messer, wickelt es in eine Socke ein und ruft vom Marktplatz aus das Taxi an. Die beiden fahren über die abgelegene Straße am Deichsee. Martina T.

 The hat keine Bedenken, weil kein Fremder im Wagen sitzt. Ihr Sohn täuscht vor, dass ihm übel ist. Beide steigen aus. Im folgenden Gespräch drängt Alexander N seine Mutter auf eine Falschaussage vor Gericht. Martina T. Verkennung der gesamten Situation diesen Wunsch abgelehnt und daraufhin hat ihr Sohn ihr mit voller Wucht den ersten Stich versetzt.

Obwohl sie auf ihren Sohn einredet, lässt er nicht von ihr ab. Die Frau versucht Richtung See zu flüchten. Am Ufer erliegt sie schließlich ihren Verletzungen. Anschließend geht Alexander zurück zum Taxi. Um eine falsche Pferte zu legen, will er einen Raubmord vortäuschen. Dabei wird er von Carsten F. überrascht.

Alexander N ging davon aus, dass der heranradelnde Junge ihn gesehen hat, wie er das Taxi durchwühlt und er hatte Sorge, dass er ihn wieder erkennt. Er zieht den Jungen vom Rat. Carsten F bietet Geld an, damit sein Angreifer von ihm ablässt. Doch Alexander N sticht zu. Danach entsorgt er die Tatwaffe und die Socke im Müll.

 Den Strumpf stellt die Polizei sicher. Das Messer findet sie nicht. Die Tonne wurde bereits gelehrt. Die Tat sehen die Ermittler nicht nur im Streit zwischen Mutter und Sohn begründet, sondern auch im Charakter des Tatverdächtigen. Wenn man die Persönlichkeit von Alexander N beschreiben soll, dann wird man sagen können, dass er nicht mit Ablehnung umgehen konnte, dass er überaus impulsiv war und dass er gelegentlich auch zu Wutausbrüchen aus nichtsten Anlässen neigte.

Im April 2005 beginnt der Strafprozess gegen Alexander N. Auch die Tatusführung wird vor Gericht besprochen. Die äußerst brutale Vorgehensweise ist für Katrin Krüger nur schwer nachvollziehbar. Das was auffallend war und was schlimm war ist, dass beide Handlungen sich über einen gewissen Zeitraum hinerstreckt haben und dass er mit beiden Opfern unterlaufender Tat noch gesprochen hat.

Der Angeklagte behauptet, daß er nie die Absicht hatte, seine Mutter umzubringen. Er habe sie nur einschüchtern wollen, doch die Situation sei eskaliert. An dieser Aussage zweifelt die erfahrene Staatsanwältin allerdings. Ich habe ihm nicht geglaubt, dass das ausschließliche Ziel dieses abendlichen Ausfluges die Bedrohung seiner Mutter war.

 Ich bin von Anfang an davon ausgegangen, daß sein Ziel war, wenn seine Mutter sich nicht darauf einlässt, wie verabredet, eine Falschaussage für ihn zu machen, dass er sie dann töten wird. Dafür spricht aus Sicht der Staatsanwältin vor allem, dass er ein Messer dabei hatte. Im Herbst 2005 fällt das Urteil. Das Gericht folgt der Forderung der Staatsanwaltschaft und verurteilt den 20-jährigen wegen Mordes und versuchten Mordes nach Jugendstrafrecht zu 10 Jahren Haft.

Gutachten stellen eine psychische Erkrankung fest. Der Mann wird deshalb in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Nach knapp einem Jahr kann Katrin Krüger den Fall endlich zu den Akten legen. In Erinnerung bleibt mir, dass es sich um eins der grausamsten Tötungsdelikte handelt, die ich je bearbeitet habe.

 Und am Ende, das bleibt mir am allermeisten in Erinnerung, die Dankbarkeit, dass Karsten F seine Verletzungen überlebt hat. Ein außergewöhnlicher Fall, an den Katrin Krüger auch heute noch zurückdenkt. Soweit ich mich erinnern kann, hat er früher auch noch gesagt, er wollte diesen Job nicht mehr machen, weil er sagte, der ist zu gefährlich.

Die Kollegen fanden ihr im Scheinwerferlicht einen augenscheinlich leblosen Körper, der mittig auf der Fahrbahn lag. Ursprünglich ist ja die Schleifspur vom Fundort des Leichnamens aus nachverfolgt worden. Die Vermutung lag nah, dass Herr Funke von einem Fahrzeug, wahrscheinlich von seinem Taxi mitgeschliffen worden ist.

Der Dachhimmel war mit Messerstichen beschädigt. Der Täter muss mit unglaublicher Wut und Wucht und Massivität dort vorgegangen sein. Höfelhof im Kreis Padborn 15. April 1994. Während seiner Nachtschicht wird der 43-jährige Taxifahrer Johannes Funke genannt Hansi ausgeraubt und umgebracht. Bis heute ist der Fall ungeklärt.

Die Erinnerungen an seinen Vater sind für Christian Funke noch sehr präsent. Als der stirbt, ist Christian gerade erst 14 Jahre alt. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder lebt er damals in einer Pflegefamilie. Die Eltern sind geschieden. Mein Vater war lebenswert. ruhig. Wir waren sehr viel im Wald in der Natur haben.

 Er hat uns alles mögliche an Pflanzen gezeigt, an Tieren auf jeden Fall gezeigt und das habe ich auch alles so von ihm übernommen. Das ist quasi auch meine Leidenschaft geworden. Seit 30 Jahren gibt es keine Spur, die zum Täter führt. 2024 rollt die Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Bielefeld den Mord deshalb erneut auf. Markus Mertens, erster Kriminalhauptkommissar leitet die Untersuchungen.

Während seiner Nachtschicht am 15. April schickte Hansi Funke noch ein Notsignal aus seinem PKW an die Taxizentrale. Ja, das Taxi des Herrn Funke war wie viele Taxen zu dieser Zeit mit einer Notrufschaltung ausgestattet, den er im Falle eines Notrufs drücken konnte. Nachdem Funk dies getan hat, war der Disponent in der Lage, die Innenraumgeräusche aus dem Taxi mitzuhören.

 Dabei hat er ein starkes Stöhnen wahrgenommen und ähnliche Geräusche, die ihn veranlasst haben, äh die Polizei zu alarmieren. Laut Zentrale hatte Hansi Funke erst kurz zuvor eine Taxifahrt angenommen, die vom Padaborner Stadtzentrum ins benachbarte Hüfelhof gehen soll. Wurde derzigjährige überfallen oder hatte er einen medizinischen Notfall? Die Ermittler leiten unmittelbar Suchmaßnahmen ein.

 Auf einer Landstraße bei Höfelhof machen sie dann eine furchtbare Entdeckung. Bei der Anfahrt mit dem Streifenwagen fanden die Kollegen hier im Scheinwerferlicht einen augenscheinlich leblosen Körper, der mittig auf der Fahrbahn lag. Er befand sich in einem schlechten Zustand und waren doch auch größere Mengen Blut zu erkennen. Es handelt sich eindeutig um Johannes Funke. Er ist tot.

 Von seinem Taxi fehlt jede Spur. War der 43-jähriger an einem Verkehrsunfall beteiligt? Ausschließend kann es die Polizei zu diesem Zeitpunkt nicht. Eine Auffälligkeit am Fundort rückt allerdings sofort in den Fokus der Ermittlungen. Vom Körper aus zieht sich eine Schleifspur über die Straße. 1994 dokumentieren die Faher alles in einem Video.

Ursprünglich ist ja die Schleifspur vom Fundort des Leichnamens aus nachverfolgt worden. Ähm, sie verlief im Prinzip mittig über die Straße, wies dabei hier und da mal leichte Schlenke auf, war durchgängig gleich breit, etwa 60 cm. Ja, die Vermutung lag nah, dass Herr Funke von einem Fahrzeug, wahrscheinlich von seinem Taxi mitgeschliffen worden ist.

Die Spur endet abrupt an einer Weggabelung. Rechts führt die Straße in ein abgelegenes Wohngebiet, links zu einem Baggersee. Andersrum betrachtet, muss man ja sagen, dass hier am Beginn der Schleifspur irgendetwas passiert sein muss, ein Geschehen, was vielleicht lokal hier stattgefunden hat und dann wieder in die Bewegung ging, wobei dann die Schleifspur verursacht wurde und Herr Funke an den späteren Aufwind verbracht worden ist.

 Relevante Spuren lassen sich an dieser Stelle nicht sicherstellen. Ein anderer Fund bringt die Polizei jedoch entscheidend voran. Auf einem Parkplatz im Süden Padaborns steht das verschwundene Taxi. Der PKW parkt Leichenfundort entfernt. Im Innenraum ist überall Blut. Hansi Funke muss Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein. Bei genauerer Betrachtung klärt sich auch die Herkunft der Schleifspur.

 Der Anschnallgurt hängt aus dem Fahrzeug raus. Diese Schlaufe wieslftungen und auch Schmutzhaftungen auf, sodass für uns damals feststand, dass das der Haltemechanismus war, indem Herr Funke absichtlich oder unabsichtlich hinter dem Fahrzeug hergezogen wurde. Der Leichnah wird zur Obdoption in die Rechtsmedizin gebracht.

 Ergebnis: Der Taxifahrer wurde mit 20 Messerstechen getötet. Vermutlich erfolgte der Angriff von der Rückbank des PKWs aus und führte unmittelbar zum Tod. Für Markus Mertens zeigt der Zustand des Fahrzeuginnenraums, wie unglaublich brutal der Täter vorgegangen sein muss. Der Dachhimmel war mit Messerstichen beschädigt.

 Es fanden sich Stich oder Steht Verletzung in Kopfstützen, in Sicherheitsgurten und ähnlichen Bauteilen. Der Täter muss mit unglaublicher Wut und Wucht und Massivität dort vorgegangen sein. Außerdem fehlt die Geldbörse mit den Tageseinnahmen, schätzungsweise wenige hundert Mark. Für den Kommissar steht fest, es muss ein Raummord gewesen sein.

Um ein persönliches Motiv auszuschließen, werden Ermittlungen im Umfeld des Opfers durchgeführt. Vielversprechende Ansätze ergeben sich aber nicht. Die Polizei und auch der Sohn von Hansi Funke, Christian, sind überzeugt, dass der Taxifacher ein Zufallsopfer gewesen sein muss. Ich denke er, dass er einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war.

Soweit ich mich erinnern kann, hat er früher auch noch gesagt, er wollte diesen Job nicht mehr machen, weil er sagte, der ist zu gefährlich. Allerdings war es dann zu spät, den noch zu wechseln. Gegen Mitternacht ist noch ein letzter Fahrgast in Johannes Funkes Taxi gestiegen. Für die Ermittler besteht kein Zweifel, dass es sich hierbei auch um den Täter handelt.

 Der Anruf kam aus einer Telefonzelle im Zentrum von Paderborn. Sie wurde mittlerweile abgebaut. Leider gibt es keine Zeugen, die den Unbekannten hier gesehen haben, aber ein Mitarbeiter der Taxizentrale kann weiterhelfen. Er hatte den Anruf entgegengenommen. Er sagt aus, mit einem Mann telefoniert zu haben. Ja, aus der Vernehmung des Disponenten ergibt sich, dass der Anrufer äh sehr leise gesprochen hat, dass er fehlefrei ist und hochdeutsch gesprochen hat.

 Das spätere Opfer nimmt den Auftrag entgegen, funkt noch an die Zentrale zurück, dass seine Fahrt nach Höfelhof geht. Heute sind sich die Ermittler sicher. Das Taxi wurde nur angerufen, um den 43-jährigen zu überfallen. Den Tatort vermuten Sie dort, wo die Schleifspur beginnt. Die Straße ist abgelegen.

 Vielleicht wurde sie vom Täter ganz bewusst angesteuert. Der Wagen muss angehalten haben. Wahrscheinlich wurde Hansi Funke anschließend von hinten mit einem Messer angegriffen. Er schafft es noch den Notruf zu drücken. Bei der Rekonstruktion der Tat fällt der Polizei dann noch etwas Interessantes auf. Ja, wir haben dabei festgestellt, dass wir auf der einen Seite sehr hohe planerische Anteile gefunden haben, telefonieren etc.

 aber dann in der unmittelbaren Tatausführungsphase sehr ungeplante, impulsive, aggressive Anteile haben. Das gibt uns Anlass zu der Annahme, dass möglicherweise zwei ganz unterschiedliche Täter hier gemeinsam agiert haben. Aber auch das ist aktuell nur eine Theorie. Fest steht, der oder die Täter müssen die Geldbörse eingesteckt und ihr Opfer nach dem Angriff vom Fahrersitz gezogen haben.

 Hansi Funke ist zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Anschließend setzen sie sich selbst ans Steuer, um mit dem Taxi zu flüchten. Tragischerweise bleibt der Mann wohl dabei am Anschnallgurt hängen. Ihn dürfte erkannt gewesen sein, dass das Notrufsystem des Taxis ausgelöst hatte und sie mussten mit Fahrnungsmaßnahmen der Polizei rechnen. Daher eine eilige Flucht, in der nichts mehr kontrolliert werden konnte, um wo es wirklich nur darum ging, sich möglichst schellräumlich vom Tater zu entfernen.

 Sie rasen mit dem Wagen davon. Nach knapp 2 km bleibt der Tote auf der Landstraße liegen. Mit dem Auto fahren sie zurück nach Paderborn und stellen es auf einem Parkplatz ab. Auch hier gibt es keine Zeugen, die relevante Beobachtungen gemacht haben. Die Aussage des Taxidisponenten liefert allerdings einen wichtigen Hinweis.

 Über das Notrufsystem konnte er die Geräusche aus dem Taxinneren mithören. Ja, es gibt mehrere Indizien dafür. äh, dass unser Tatverdächtiger oder die Tatverdächtigen möglicherweise nicht äh autorisiert waren, ein Fahrzeug zu führen. Zum einen sind es die akustischen Wahrnehmungen des Disponenten der Taxizentrale, der von einem unkontrollierten Hochjagen des Motors sprach.

 Äh zum anderen ist es die auffinde Situation des PKWs am Ende selbst, denn das Auto verpasst die große Parkplatzeinfahrt, fährt stattdessen über einen Grünstreifen und rammt einen Bordstein. Ob das Abstellen des Taxis an dieser Stelle geplant oder Zufall war, ist ungewiss. Mehr als 160 Spurenakten werden ausgewertet ohne Erfolg. 30 Jahre lang bleibt der Raubmord an Johannes Funke ein Coldase.

2024 entscheidet sich die Polizei Bielefeld dazu, den Fall neu aufzurollen. Unmittelbar nach der Tat gab es nur rudimentäre Möglichkeiten der DNA-Analyse. Jetzt sollen alle Gegenstände und Spurenträger, die im Taxi sichergestellt wurden, mit modernen Techniken erneut überprüft werden. Darüber hinaus untersuchen wir jetzt auch Dinge, die seinerzeit noch gar nicht ausgewertet werden konnten und haben dadurch möglicherweise noch einige Trümpfe in der Hand mit der Aufklärung in dieser Geschichte noch weiter voranzukommen.

Welche Aserwate konkret überprüft werden, dazu will sich der Kommissar aktuell noch nicht äußern. Falls tatsächlich eine fremde DNA nachgewiesen werden kann, könnte sie mit den polizeilichen Datenbanken abgeglichen werden. Hier sind Fingerabdrücke und Speichelproben von bereits polizeibekannten Straftätern gespeichert.

 Weil der Raubmord so unglaublich brutal war, halten es die Ermittler für wahrscheinlich, daß die Täter auch in den Jahren danach Gewaltdelikte begangen haben. Aber auch auf die Mithilfe der Öffentlichkeit ist die Polizei weiterhin angewiesen. Ja, wir sind natürlich auch heute noch dankbar für jeden Hinweis, der uns in den Ermittlungen weiterbringen kann.

Verdächtige Beobachtungen im Bereich des Auffindeortes, des PKWs, flüchtende Personen, die möglicherweise blutige Kleidung getragen haben oder sich in anderer Weise dort verdächtig gemacht haben. Dass nach 30 Jahren so viele Fragen unbeantwortet bleiben, ist für Christian Funke nur schwer zu ertragen. Der Wunsch, dass die aktuellen Ermittlungen endlich Licht ins Dunkel bringen, ist groß.

Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich mir natürlich 100% erhoffen. Das heißt natürlich, dass der Täter gepackt wird und dass jetzt wieder das andere Möglichkeiten gibt, äh ist man natürlich euphorisch irgendwo und hofft, da muss was gehen, wenigstens ein bisschen. Ja, die Tat liegt zwar mittlerweile 30 Jahre zurück, aber trotzdem sind wir immer noch bemüht, hier am Ende einen Ermittlungserfolg zu erzielen und sind auch bereit, hier noch einmal anzusetzen und alles zu versuchen, damit auch dieses Tötungsdelikt noch geklärt werden

kann. Zeugen können sich bei der Polizei Bielefeld melden. Für sachdienliche Hinweise hat die Staatsanwaltschaft aktuell eine Belohnung von 5000 € ausgelobt. Achtung, die Schilderung von Verbrechen in diesem Podcast sind teilweise explizit und können verstörend wirken. Die Episoden enthalten Schilderung von Gewalt und sexuellen Übergriffen.

 Diese Folge enthält außerdem explizite Beschreibung von Morden und bezieht sich auf satanistische Elemente. Der Inhalt kann daher retraumatisierend wirken, insbesondere bei Personen mit posttraumatischem Belastungsstörung. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden.

Der 45-jährige Frank Garcia atmete hörbar aus, als er auf einer Holzbank unter dem Pavillon des Rathauses von Los Angeles saß. Es war der Morgen des 23. November, Thanksgiving 1978. Der Feiertag bedeutete, dass die Straßen für einen Donnerstag ruhiger waren als sonst. Die meisten Menschen verbrachten den Tag mit ihren Familien und freuten sich auf eine warme Mahlzeit.

Frank zündete sich eine Zigarette an und lehnte sich zurück, um die Stille des kühlen Morgens zu genießen. Nach einer langen Schicht in einem nahe gelegenen medizinischen Zentrum freute er sich auf ein entspanntes Thanksgiving Dinner. Es würde ihm gut tun, Zeit mit seinen Lieben zu verbringen. Er hatte in letzter Zeit nicht viel geschlafen.

 In der Nachbarschaft kursierten Gerüchte über zunehmende Gewalt und die Menschen fühlten sich noch unsicherer als sonst. Nach einem letzten Zug warf Frank die Kippe auf den Boden. Er rutschte auf die Bank und steckte das violette Feuerzeug wieder in seine Jeanstansasche. In diesem Moment spürte er, wie ihn starke Arme zurück auf die Bank drückten.

Bevor Garcia reagieren konnte, zog der Angreifer ein großes Messer und begann tiefe Schnitte in seinen Oberkörper zu schneiden. Blut spritzte aus seinem Körper und tränkte sein Hemd, die Bank und die Hände des Täters. Der Täter stand schweigend über dem bewusstlos gewordenen Garcia und griff nach dem Feuerzeug aus der Tasche des Sterbenden, der sich auf der Bank abstützte.

Während das Opfer verblutete, entfernte sich der Skid Rose Stabber und verschwand in der Stille des Morgens. Hallo, ich bin Max Spalleck und ich bin Diane Helscher. Willkommen zu Serienkiller Mörder und ihre Geschichten. Ein Podcast von Bose Park Productions produziert basierend auf einem Spotify Original.

 Jeden Donnerstag beschäftigen wir uns mit dem berüchtigtsten Serienkiller der Welt und bieten euch spannende Einblicke in ihre Geschichten. Serienkiller Mörder und ihre Geschichten ist kostenlos auf allen Podcast Plattformen verfügbar. Vielen Dank für die vielen Kommentare, die ihr uns jede Woche schickt. Vergesst nicht unseren Podcast zu abonnieren, damit ihr keine neue Folge verpasst.

Die zweite Hälfte der 1970er Jahre war eine goldene Era für Los Angeles. Blockbuster wie Star Wars und Superman revolutionierten die Unterhaltungsindustrie und veränderten den Geschmack des Kinopublikums weltweit. Unterdessen verwandelte Kokain, die Lieblingsdroge Hollywoods, die Stadt in eine ununterbrochene Party, bei der Reichtum, Glanz und Glammer zur Schau gestellt wurden.

 Zumindest für diejenigen, die ihren Reichtum zur Schau stellen konnten. Für alle anderen war Los Angeles der Ort, an dem Träume wahr werden, an dem sie entdeckt werden konnten. So strömten junge Menschen in Scharen in die Stadt. Sie waren auf der Suche nach Aufregung, Chancen und der Möglichkeit, es in der Posthippy zu schaffen.

Doch hinter der Fassade von Leinwandhelden und drogengesteuerte Ausgelassenheit verbarg sich eine weitaus grausamere und dunklere Seite der Metropole. Diejenige, die mit den Mansen Greuultaten und anderen hochkaretätigen Verbrechen in Verbindung gebracht wird. Bandenkriminalität und eine Mordserie brachten Los Angeles den Titel Amerikas Hauptstadt der Serienmörder ein.

Unaufförliche Gewalt und eine wachsende Zahl ungeklärter Tötungsdelikte versetzten die Stadt in Angst und Schrecken. Mörder mit Spitznamen wie Skidrow Slasher, Hillside Strangler, Freeway Killer und Sunset Strip Killer verhfen der Stadt zu ihrem neuen bedrohlichen Ruf. Zusammen waren sie für Dutzende von Morden verantwortlich.

Bei so vielen aktiven Tätern wurden überall in der Stadt Leichen gefunden. Es schien als würden sich Polizei und Anwohner fast jeden zweiten Tag an neuen Tatorten einfinden. Verständlich, dass die nicht wollende Gewalt das Los Angeles Police Department ins Chaos stürzte. Als Reaktion stellte die Behörde eine neue Generation junger Polizistinnen und Polizisten ein.

 Doch das half nicht so viel wie er hofft. Es waren zwar mehr Einsatzkräfte auf der Straße, die nach mehreren Tätern fandeten, doch viele Beamte waren unerfahren und hatten noch nie einen Mörder gejagt. Der Mangel an fortschrittlicher Ermittlungstechnik bedeutete auch, dass DNA Spuren nicht verwendet werden konnten.

 Ohne diese war es äußerst schwierig, die zahlreichen Opfer mit den jeweiligen Tätern in Verbindung zu bringen. Im Herbst 1978, als die Herbstluft die glühne Stadt abkühlte, kam eine neue Mordserie hinzu. Diese Morde ereigneten sich in einem Gebiet der historischen Innenstadt von Los Angeles, das als Skid Row bekannt ist. Der Begriff Skitrow bezeichnet umgangssprachlich den Teil einer Stadt, in dem Menschen am Rande der Gesellschaft leben.

 Der Stadtteil Skid Row ist genau das, ein berüchtigtes Viertel, in dem sich tausende von Obdachlosen aufhalten. Skid Row erstreckt sich über ca. 50 Häuserblocks in der Innenstadt von Los Angeles in einem Gebiet, das ursprünglich eine Anlaufstelle für arme Einwanderer in den frühen 1900er Jahren waren. Während der Weltwirtschaftskrise wurde das Viertel zu einem Zufluchtsort für Menschen in Armut mit Alkoholproblemen und psychischen Erkrankungen.

In den 1970er Jahren war das Viertel ein Synonym für Krankheit, Drogen und Kriminalität. Die traurige Realität war, dass es sich im Laufe der Jahrzehnte zum gefährlichsten Viertel von Los Angeles entwickelt hatte. Abgesehen von Drogen und Kriminalität hatte Skid Row auch seinen Charm. Es war schon immer ein Viertel, in dem die Menschen billiges Bier, preiswertes Essen und Lokale fanden, die noch offen hatten, als andere in der Stadt schon geschlossen waren.

So war es für den 50-jährigen Koch Jessie Martinez nichts ungewöhnliches, nach Mitternacht durch die Nachbarschaft zu streifen. Doch am 23. Oktober 1978 schaffte er es nicht nach Hause. Es ist unklar, wer Jessie Martinez am nächsten Morgen im morgengrauen Tod auf dem Parkplatz in Skidro fand. Als die Behörden eintrafen, lag er bereits kalt in seinem eigenen Blut.

Sein Körper war mit Messerstichen in Bauch und Brust übersätt. Der Täter schien sich nicht einmal die Mühe gemacht zu haben, die Leiche zu verstecken oder zu bedecken. Als ich die Nachricht von dem Mord verbreitete, gaben die Medien dem unbekannten Mörder schnell den Namen Skitrow Stabber, nicht zu verwechseln mit einem anderen Serienmörder.

 Einige Jahre zuvor hatte der Skid Row Slasher, die gleiche Gegend mit einer etwas anderen Vorgehensweise terrorisiert. Trotz des zeitlichen Abstands zwischen den Verbrechen des Slashers und dem Mord an Jessie wurden in den lokalen Medien sofort Vergleiche gezogen. Der Slasher war dafür bekannt, Obdachlosen in der Gegend die Kehle durchzuschneiden.

Jessie Martinez war zwar kein Obdachloser, aber vermutlich wegen dem Ort der Tat schaffte es sein Mord nicht in die Schlagzeilen wie viele andere zu dieser Zeit. Angesichts der Gewaltverbrechen, die Los Angeles zu jener Zeit erschütterten, mag es seltsam erscheinen, dass der Mord an Jessie so wenig Beachtung fand.

 Die allgemeine Haltung gegenüber Obdachlosen in den Vereinigten Staaten macht dies jedoch verständlich. Eine Umfrage des National Health Care for the Homeless Council aus dem Jahr 2010 ergab, dass 49% der befragten Obdachlosen Opfer von Gewalt geworden waren. Eine Studie aus dem Jahr 2021, die in der Fachzeitschrift Stigma and Health veröffentlicht wurde, zeigte außerdem, dass Obdachlosigkeit in der Öffentlichkeit häufig mit sozial abweichendem Verhalten, kriminellen Absichten und Faulheit in Verbindung gebracht wird.

Die Berichterstattung über die Messerstiche auf Jessie Martinez scheint diese Gleichgültigkeit gegenüber Obdachlosen und Gegenen wie Skid Row zu bestätigen. Bei den wenigen Berichten handelte es sich um kurze oberflächliche Meldung, die es nicht einmal auf die Titelseiten der Lokalzeitung schafften. Stattdessen konzentrierten sich Journalisten und LAAPD auf einen Mörder, der in Los Angeles weitaus mehr Aufsehen erregt hatte, den Hillside Strangler.

Der Hillside Strangler war kein Einzeltäter, sondern ein Duo. Die beiden Täter töteten ihre Opfer im Großraum Los Angeles. Die ersten drei Opfer waren junge Frauen, deren Leichen erdrosselt und entkleidet an öffentlichen Hängen aufgefunden wurden. Mindestens zwei dieser Frauen waren vermutlich Sexarbeiterinnen.

Als sie jedoch begannen, Frauen aus der Mittelschicht, die keine Sexarbeiterin waren, zu entführen und zu töten, nahmen die Medienberichterstattung und die polizeilichen Ermittlung zu. Es ist möglich, dass die mediale Aufmerksamkeit für den Hillside Strangler den Stabber zu weiteren Morden ermutigt hat. Vielleicht wollte er die gleiche Aufmerksamkeit für sein Werk.

Aus welchen Gründen auch immer. Am 28. Oktober nur 5 Tage nach dem Tod von Jessie Martinez forderte der Skid Rose Dabber sein nächstes Opfer. Der 32-jährige José Cortes wurde erstochen in einer Gasse der East Third Street aufgefunden. Über José ist wenig bekannt, außer dass er ein Obdachloser aus Skidro war.

Wie Jessie wurde auch José mit Stichwunden im Oberkörper auf dem Boden liegend gefunden. Es gab keine Augenzeugen für den Angriff, aber etwas unterschied diesen Mord von dem vorherigen. Der Skidrose Depper hatte eine erschreckende Botschaft hinterlassen. Auf Roses Brust lag ein Stück Pappe mit der Aufschrift Satan.

Dieses beunruhigende Detail deutet auf ein möglich bizarres Motiv für die Angriffe hin. Vielleicht waren die Morde an Jessie und José eine Art Opfergabe des Täters an Satan und er wollte, dass es alle wissen. Botschaften an Tatorten sind keine Seltenheit und die Gründe dafür sind vielfältig.

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