Wahre Verbrechen I Die Leiche im Keller I True Crime Dokumentation T
Wahre Verbrechen I Die Leiche im Keller I True Crime Dokumentation

Der lag äh seitlich zur eigentlichen Liegerichtung, die Füße aus dem Bett heraus. Der Oberkörper war mit der Decke abgedeckt, sodass man Kopf und Oberkörper nicht sehen konnte. Äh, trotzdem war auch einiges Blut schon zu sehen. Der Täter hat halt mit dieser Axt äh ausgeholt und hat äh zugeschlagen und dann ist sie ihm nach äh mehreren Schlägen abgebrochen.
Auffällig war natürlich, dass nicht alle Schränke durchsucht waren. Das waren immer so punktuell an einer bestimmten Stelle Schubfächer aufgemacht, an einer bestimmten Stelle eine Schrandtür. Also der Täter oder die Täter haben in dem Sinne nicht alles durchsucht. Man musste davon ausgehen, dass sie schon ungefähr wussten, wo sie suchen müssen.
Das war ziemlich auffällig. Gerade so, wenn man den Täter noch nicht hat und äh oder noch nicht eingesperrt hat und man weß ja läuft noch frei rum, beschäftigt ihn dann schon. eine Brechstange, ein sogenannter Kuhfuß, eine zerbrochene Axt, eine durchwühlte Wohnung und ein Toter im Bett. Dieser Mord erschüttert den kleinen Ort Drebeno in der Ukmark im Jahr 2014.
Kriminaloberkommissar Peter Könen ist damals Teil der Sonderkommission. Bis heute erinnert er sich, wie erschüttert das ganze Dorf war. Die Bevölkerung, die ist wie immer, wenn man in so einem kleinen Ort, also so so ein so eine kleine Ortschaft, wo man vielleicht 100, 200 Einwohner hat, sind die ja immer erstmal total schockiert, dass da jemand getötet wird, erschlagen wird.
Es gab wenig Wohnungseinbrüche in der ganzen Gegend vorher und die waren natürlich alle verunsichert. Die hatten natürlich auch Angst. Es ist der 21. Juli 2014, ein schöner Sommertag. Hier in Trebenohnt der alleinstehende Rentner Karl Heinz D. Nach einem Schlaganfall bekommt er täglich sein Essen geliefert. An diesem Tag gibt es Bratwurst mit Kraut, sein Lieblingsgericht.
Er hat immer schon auf der Treppe gestanden, hat das Essen entgegengenommen und äh die haben sich dann verabschiedet, dann ist er zum nächsten und am 22. war so, dass dieser Lieferdienst das dessen wie er geliefert hat, hat auch geklingelt und geklopft, hat niemand geöffnet. Er hat es denn wie verabredet, wenn so ein Fall mal eintritt, hat er das Essen auf die Fensterbank gestellt und am 23.
ist er wieder zum Liefern gekommen und hat festgestellt, dass s das Essen immer noch auf der Fensterbank steht. Daraufhin verständigt der Lieferdienst den Nachbarn. Der hat einen Schlüssel und öffnet das Haus. Der Zeuge hat das Haus betreten und hat sich ins Schlafzimmer begeben und fand den Hauseigentümer im Bett liegend vor.
Der lag seitlich zur eigentlichen Liegerichtung. die Füße aus dem Bett heraus. Der Oberkörper war mit der Decke abgedeckt, sodass man Kopf und Oberkörper nicht sehen konnte. Äh, trotzdem war auch einiges Blut schon zu sehen. Ob er das in dem Augenblick wahrgenommen hat, wissen wir jetzt nicht so. Der Nachbar verständigt den Rettungsdienst, doch der Notarzt kann nur noch den Tod feststellen.
Aufgrund der Verletzungen des Toten alarmiert er die Polizei. Er hatte am Kopf offensichtliche Platzwunden, äh Großfläche, Hematome und starke Blutung. Äh, es wurde also mit einem massiven Gegenstand auf seinen Kopf eingeschlagen äh und hat äh zum Teil zu offenen Verletzung geführt und zum Schädelbruch. Die Kriminaltechniker legen die Leiche frei und entdecken im Bett die offensichtliche Tatwaffe.
Hier sehen wir das erste Mal unseren Axtstier und hier ist der der Rest von der Axt, der Kopf. Auch das Obduktionsergebnis zeigt klar, Karlheinz D wurde erschlagen. Also hier, das ist dieser Axtstil und diese Axt, die hatte nach meiner Kenntnis nach hatte die ungefähr ein Kopf da drauf von 900 noch was Gramm.
Und äh wenn man jetzt hier genau hinguckt, ist diese Axt sehr sehr wohmstich. Also auf Deutsch gesagt, da war Parasitenbefall, die ist sehr morschäter hat halt mit dieser Axt äh ausgeholt und hat äh zugeschlagen und dann ist sie ihm nach äh mehreren Schlägen abgebrochen. Um sicherzugehen, dass ein Opfer wirklich stirbt, nimmt er eine zweite Axt und schlägt erneu zu.
Aber warum? Offensichtlich wird die Wohnung nach der Tat durchsucht. Es fehlen etliche Uhren und aus einer Geldkassette fehlen Scheine. Auffällig war natürlich, dass nicht alle Schränke durchsucht waren. Das waren immer so punktuell an einer bestimmten Stelle Schubfächer aufgemacht, an einer bestimmten Stelle eine Schrandtür.
Also der Täter oder die Täter haben in dem Sinne nicht alles durchsucht. Man musste davon ausgehen, dass sie schon ungefähr wussten, wo sie suchen müssen. Das war ziemlich auffällig. Deshalb müssen Peter Können und seine Kollegen unbedingt das Umfeld des Opfers durchleuchten. Er war nicht wirklich im ganzen Ort äh so integriert, aber in der unmittelbaren Nachbarschaft war das schon so, dass man miteinander sprochen hat, sich gegenseitig geholfen hat.
Er war jetzt nicht der Mensch, der stundenlang sich mit jemand unterhalten hat. Er hat doch trotzdem sehr zurückgezogen gelebt, aber hilfsbereit, freundlich. Also ja, man hat von allen Nachbarn eigentlich nur äh gute Berichte über ihn gehört. Offensichtlich hat Karlheinz D keine Streitigkeiten oder Feinde. Die Spurensicherung hat mittlerweile auch den Außenbereich des Anwesens akribisch untersucht und so rekonstruiert, wie der oder die Täter ins Haus kamen.
Wenn man dieses Gebäude hier sieht, diesen Nebengelass, befindet sich ganz am Ende befindet sich eine Lampe, die sieht man sogar noch von hier. Äh und etwa 2 m davor befindet sich ein Bewegungsmelder. Die Täter müssen aus dieser Richtung angekommen sein. Haben die Lampe äh also die Glocke und das Leuchtmittel herausgedreht, sodass der Bewegungsmelder funktionslos war.
Also die Lampe ist nicht angesprungen und haben sich dann über diesen Bereich von hinten an das Haus angenährt. Auf der Rückfront befinden sich mehrere Fenster. Dort wurde ein Gartenstuhl vor eines der Fenster gestellt und so als Steighilfe benutzt, um in dieses Fenster zu gelangen. Offenbar kennen sich der oder die Täter aus oder haben das Anwesen vor der Tat ausspioniert.
Nach der Tat stehen sie das Auto ihres Opfers, einen alten Renault Laguna. Es ist so, dass der Wagen, der ist nicht mehr am Tatorten. Man man stellt fest, der ist weg, dann wird er in die Fahnung gesetzt und diese Meldung, die geht an ein System. Äh und da auf der Autobahn zu der Zeit in einem anderen Strafverfahren diese Einrichtung angebracht gewesen ist, die diese Kennzeichen erfasst, hat die die Bewegung von dem PKW erfasst.
Also am 22. um 6 Uhr so und so ist dieses Fahrzeug in Richtung Berlin gefahren. Das macht den Ermittlern Hoffnung, den Fall zu klären. Außerdem sind Peter Könen und seine Kollegen mittlerweile tiefer in die Vergangenheit des Opfers eingedrungen und erfahren von einer gescheiterten Beziehung. Der hatte Jahre zuvor auch mal eine Ann geschaltet, eine Beziehungs äh Sache, dass er jemand sucht und hatte über diese Ann auch eine eine Frau kennengelernen mit ihrem Sohn.
die hat auch ein paar Jahre in dem Haus zusammen mit seiner Mutter gewohnt und äh das hat sich dann aber einige Jahre vor seinem Tod hat sich das sozusagen zerschlagen. Die Leute sind auseinandergegangen, die Frau ist wieder weggezogen mit ihrem Sohn und das mit dem Sohn irgendwas nicht richtig gelaufen ist, dass er in im jungen Jahren schon straffällig geworden ist äh durch Diebstehle und Sachbeschädigung.
Das hat natürlich äh bei meinen Kollegen und bei mir sozusagen ein Interesse weckt. Peter Können und sein Ermittlerteam finden heraus, dass der besagte Ziehoohn weitere Verbrechen begangen hat und in Berlin lebt. Hab festgestellt, dass dieser Sohn auch munter weiter straffällig gewesen ist. Also er war in im Tätigkeitsbereich war er so Raub, räuberische Erpressung, äh Diebstahlbetruch und äh diese Raubstraftaten, die wir dann feststellen konnten, die waren äh auch unter Verwendung von Waffen.
Also er hatte bei einer Sache hat er eine Software Waffe dabei gehabt, ein anderer mal hat er ein Messer und äh und Schlagstock dabei gehabt. Also auch da wie ja diese Kombination Schlagstock Stumpfe Wald, das hat sich dann immer mehr so verdichtet. Wir haben dann festgestellt, dass er auch mehrere Jahre im Gefängnis saß wegen einem Raubüberfall und jetzt hat man diesen Fakt, wir haben dort Waldverbrechen mit Stumpfer Wald gegen diesen Mann und wir haben jemand, der mit ihm in Beziehung steht, der Ortskenntnis hat und äh letztendlich
auch diese Straftat diese Straftaten auch das öfter schon gangen hat. Äh und das hat dazu geführt, dass der Staatsanwalt dann gesagt hat, wir haben ja erstmal mindestens ein Anfangsverdacht. Bei dem Verdächtigen handelt es sich um den 25-jährigen Steffen K. Er wird festgenommen. Vorerst schweigt er, doch die Kriminaltechniker können seine DNA am Axtstil nachweisen.
Jetzt suchen die Ermittler nach weiteren Beweisen und werden an dieser Tankstelle fündig. Sie liegt zwischen dem Tatort in der Mark und Berlin. Letztendlich sind wir hier an diese Tankstelle rangetreten und haben gefragt, ob es Videoaufzeichnungen in der Tankstelle gibt zum fraglichen Zeitraum und diese haben wir sichergestellt und gesichtet.
Auf den Aufzeichnungen ist Steffen K eindeutig zu sehen und ein zweiter Mann. Bei ihm handelt es sich um den Mitbewohner von Steffen K, offenbar seinen Komplizen. Die Aufnahmen lassen folgenden Schluss zu. Die beiden haben gerade das Opfer in in Trebenau umgebracht durch Schumpfe Wald, haben sich das Auto angeeignet vom Opfer und sind über die Autobahn hier zur Raststätte gefahren, weil der eine Mittäter festgestellt hat, dass er keine Zigaretten mehr hat.
Äh, sie sind dann hier in die Tankstelle gegangen, haben sich Zigeretten und eine Cola gekauft und auch noch eventuell was zum Frühstück und für sie war ein ganz normaler Alltag, also sie sind wir zum Alltagsgeschäft übergang, sind anschließend dann nach Berlin nach Hause gefahren und haben sich schlafen gelegt und all das nach einem Mord.
Beide werden in der Folge gestehen, ihn aus Habgier begangen zu haben. Steffen K wird psychologisch begutachtet. Man hatte da so gewisse Defizite bei ihm festgestellt, unter anderem auch eine Empathielosigkeit und äh und er war jemand, der Leute manipuliert. Also, er hat auch sein Umfeld äh ziemlich manipuliert.
Er hat teilweise dort vorgegeben, dass er zwei Persönlichkeiten hat. Die eine Person, die ist die ganz liebe und die andere macht dann immer die bösen Straftaten. Der hat z.B. für seine bei den Straftaten verwendeten Waffen hat er da äh mit ins Bett genommen und hat mit den gekuschelt und äh hat den Namen gegeben. Dieser Kufuß z.B.
den hat er äh Betty genannt und also er war ein ziemlich offer Typ, der auch schon vor dieser vor dieser eigentlichen Tat hat er schon öfter Waldfantasien gezeigt, auch Tötungsabsichten. Er hat gegenüber Zeugen, wie sich später herausgestellt hat, hat er Angaben gemacht, dass er mal unbedingt jemand amen möchte. Die Ermittler fragen sich, warum er ausgerechnet auf seinen Ziehvater so viel Hass gehabt hat.
Der hatte ihm sogar als Kind hier liebevoll eine eigene Werkstatt eingerichtet. Er das Opfer und seine eigene Mutter, die Oma, die haben sich mehr um den Jungen gekümmert als als äh die Mutter und deshalb ist es schwer nachvollziehbar, warum jetzt so plötzlich dieser Hass da war. Steffen K und sein Komplize werden beide wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Sie haben Karl Heinz D. getötet, obwohl der Raub nur einen geringen Wert hatte. Weil letztendlich haben sie dieses Auto erbeutet und noch ein bisschen Uhr Schmuck. Äh alles nicht unbedingt hochwertig. Und äh [schnauben] für dieses Auto, was sie dort äh letztendlich in Hohlen verkauft haben, haben die 125 € bekommen.
Also die Beute ist wirklich lächerlich. Also der Wert ist lächerlich, wofür der Geschädigte sterben musste. Dank der Arbeit von Peter Können und seinen Kollegen konnten die Täter eine gerechten Strafe zugeführt und so aus dem Verkehr gezogen werden. Es war also sichicht der damaligen Behörden der größte Museumseinbruch in der DDR Kriminalgeschichte.
Ähm, man hat also mit viel Aufwand versucht dort Tatverdächtige zu finden und dennoch musste man nach Jahren feststellen, dass man eigentlich keine heiße Spur hatte, dass der Fall erstmal nicht zu lösen ist. Weil ich das erste Kuvert geöffnet habe, waren darin Farbfotografien, Farbfotografien der Gotar Meisterwerke.
Und da wusste ich sofort, hier ist ein ganz großes Ding am laufen. Sie können do noch so viel Betriebe hier öffnen oder Schwimmbäder bauen oder was, aber davon wird die die Nachwelt eines Jahres sprechen, wenn die sagen, der Kreuch hat nach 18 Jahren, was hat denn der gemacht? Der hat die Bilder zurückgeholt.
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Dezember 199 Museum Schloss Friedenstein Gota in der DDR. Am frühen Morgen entdeckt ein Wachmann auf seinem Rundgang einen Einbruch. Aus der Sammlung fehlen fünf unersetzlich wertvolle Bilder. Die Namen der alten Meister lesen sich wie ein Huhes der Kunstgeschichte. Hans Hohlbeit, der ältere Franz Halz, Fran Dük.
Jan Prügel, der Ältere und ein Zeitgenosse von Rembbrand, Jan Leensz. Die Gemälde bleiben spurlos verschwunden. Es ist der größte Kunstraub in der Geschichte der DDR. 40 Jahre später erhält der Leiter der Abteilung Kunstdelikte beim LKA Berlin René Lach eine ungewöhnliche Information. Ich erhielt einen Anruf von der Stiftung preußischer Kulturbesitz, dass im Ratkenforschungslabor die Anlieferung von Kunstwerken ansteht.
Äh und dabei könnte es sich möglicherweise um Diebesgut aus dem Kunstraub Gota handeln. Vor über einem Jahr hat ein Anwalt im Namen einer Erbengemeinschaft die Stadt Gota angesprochen. Er fordert über 5 Millionen Euro für die Rückgabe der Gemälde. Der Bürgermeister von Gota ist zunächst auf das Angebot eingegangen gegen einen Nachweis der Echtheit der Bilder.
Die Gemälde sollen im Ratgenforschungslabor in Berlin geprüft werden. Was niemand ahnt, Kunstkommissar René Lange hat seine Leute vor Ort postiert. Er ist entschlossen, den größten Kunstraub der DDR 30 Jahre nach der Wende endlich aufzuklären. Wir befinden uns hier an einem sehr wichtigen Ort bei den Ermittlungen zum Kunstraub Gota. Am 30.
September 2019 sollte hier die Übergabe der gestohlenen Kunstwerke stattfinden. Wir sind hier auf dem Innenhof vom Ratgenforschungslabor und wir haben uns damals natürlich sehr vorbereitet auf diesen Einsatz. Wir hatten hier die ganze Gegend mit Polizeibeamten auch verpostet, sagen wir und gegen 13:30 Uhr an diesem Tag fuhr dann ein dunkler Wennen auf diesen Innenhof rauf.
Am Steuer des Kleinbusses sitzt ein Mann. Er verlässt den Wagen und übergibt fünf in Luftpolsterfolie verpackte Bilder. Nach kurzer Verhandlung besteigt der Unbekannte wieder sein Fahrzeug und verlässt den Innenhof. Wir haben uns damals entschlossen, nicht gleich einen Zugriff zu machen, a, weil wir nicht wussten, ob wirklich die gestohlenen Bilder in diesen verpackten Folien waren.
B wollten wir ja auch langfristig überhaupt die Echtheit dieser Kunstwerke prüfen lassen hier im Radgenforschungslabor und c wollten wir überhaupt erstmal wissen, wer ist hier angekommen, wer verbirgt sich hinter dem Fahrzeug? Was ist das für ein Mann, der diese Werke hier angebracht hat? Noch während der Übergabe gelingt es den Anliefer der gestohlenen Bilder zu identifizieren.
Christoph S, ein Arzt aus Ostfriesland. Kommissar Lange lässt ihn unauffällig beschatten. Weitere Erkenntnisse erhofft er sich jetzt von den Ermittlungen der Volkspolizei aus dem Jahr 1979. Man hat also mit viel Aufwand versucht dort Tatverdächtige zu finden. Man hat eine Sonderkommission eingerichtet. Es arbeiteten über 40 Ermittler an diesem Fall.
Man hat aufwendige Tatort Rekonstruktionen gemacht. In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1979 klettern Einbrecher an der Eisenstange eines Blitzableiters in den zweiten Stock. Die Täter haben sich hierzu Steigeisen aus Metall angefertigt. Zwei davon lassen sie am Tatort zurück. Der verwendete Stahl kommt aus einem Stahlwerk in Freital und wird nur an zwei Verarbeitungsbetriebe der DDR ausgeliefert.
Gert Schlegel ist damals als Kommissar bei der Volkspolizei an den Ermittlungen beteiligt. Wir haben äh da ist ein Untersuchungsexperiment, so ist ist der Begriff gemacht worden. Es wurden also baugleiche Steigeisen äh hergestellt äh die man auf die gleiche Weise in den Blitzerblader eingebracht hatte.
Und von äh mutigen Männern äh ist der Versuch unternommen worden, an diesen Steigeisen bis zu dem äh Einstiegsfenster zu klettern. da das geschafft. Wenn man das also jetzt in in die in der Summe nimmt, äh haben wir daraus abgeleitet, dass sehr wahrscheinlich nur ein Täter an diesen Steigeisen im Bor gestiegen ist und auch die den Einstieg durch das Einstiegsfenster vollzogen hat und auch die äh fünfenden Gemälde äh zusammengesucht hat.
Außerdem gelingt es den Ermittlern am Tatort Schuabdrücke zu sichern, die offensichtlich vom Täter stammen. Nachdem der Täter die Bilder von der Wand genommen hat, seid er sie mit einer Schnur ab und schafft seine Beute durch den Park zu seinem Auto. Mehrere Zeugen wollen in dieser Nacht unabhängig voneinander einen seltenen blaulackierten P70 der Automobilwerke Zwickau gesehen haben.
Mein Resum ist, dass die Kriminalpolizei in Gota alles ihr Mögliche getan hat, um diesen Fall aufzuklären. Man hat Unmengen, tausende von Seiten ähm beschrieben. Man hat Zeugen befragt, äh man hat Spuren ausgewertet, man hat Ersuchung in die ganze Republik geschickt, man hat jahrelang an diesem Fall und an der Aufklärung gearbeitet und dennoch musste man nach Jahren feststellen, dass man eigentlich keine heiße Spur hatte, dass der Fall erstmal nicht zu lösen ist.
Am 4. Dezember 2019 schlagen die Ermittler zu. Hausdurchsuchung bei Christoph S in Ostfriesland. Diese Situation damals in diesem Arbeitszimmer, die war insofern auch bedrückend, weil Christoph S äh auch anfing zu weinen. Äh man hat gemerkt, dass ihn der ganze Sachverhalt emotional sehr stark berührte.
Es spielten auch viele familiäre Komponenten für ihn eine Rolle. Christoph S und seine Geschwister sind in Ingelheim bei Mainz aufgewachsen. In den 1980er Jahren hätten in dem Einfamilienhaus der Eltern plötzlich neue Bilder gehangen. Fotos belegen. Es handelt sich tatsächlich um die fünf gestohlenen Kunstwerke aus Got. Keiner wusste, wie sie dorthinekommen sind.
Man hat diesen Umstand als ziemlich normal äh angenommen. Ähm die Eltern hätten sich wohl ja kunst interessiert gezeigt, fanden diese Bilder schön. Niemand hat offen darüber gesprochen, dass das Bilder aus einem der größten Kunstdiebstle der DDR waren. Erst 2009 nach einem Bericht in den Medien sei auch den Kindern klar geworden, dass es sich um die Bilder aus dem Kunstraub von Goth handelt.
Bruchstückhaft sei die Wahrheit ans Licht gekommen. Als die Mutter dann schwer erkrankte und sich auch das Ende dann abzeichnete, hätte die Mutter auf dem Totenbett wohl gesagt, dass ihr das sehr leid getan hätte, was sie den Kindern angetan hätte. Sie sei mal mit ihrem Mann in einer Nacht und Nebelaktion in die DDR gereist und äh hätte sich dort zu etwas hinreißen lassen, was überhaupt nicht ihrem Naturell und der Lebensgewohnheiten entsprach.
Erst nach dem Tod der Mutter rückt der Vater mit der ganzen Geschichte raus. 1986 sei ein Rudy B bei ihm aufgetaucht. Rudy B sei der jüngere Bruder eines alten Kriegskameraden gewesen. Er stammte aus der DDR, war dort wegen Fluchtabsichten inhaftiert und kurz zuvor freigekauft worden. Rudy B habe Geld gebraucht und bot dafür kostbare Bilder zum Tausch.
Mit Hilfe der Angaben konnten wir Rudi B identifizieren. Zu diesem Zeitpunkt war uns dann sehr schnell bewusst, dass wir ihn nicht mehr selber befragen können, weil er schon 2016 verstorben ist. Aber seine zweite Ehefrau lebte noch und es gab auch noch Kinder. Äh und insofern gab es noch eine Menge Personen, die wir befragen können.
Äh und für uns war halt das Interessante, dass Rudi B aus Schmalkalden kam, einem Ort in unmittelbarer Nähe von Gota. Rudi B arbeitet als Lockführer in der DDR. Der Einzelgänger gilt als sportlich und handwerklich begabt. Mehrfach kommt er wegen Diebstahl und Einbruch mit dem Gesetz in Konflikt.
Zahlreiche Indizien sprechen dafür, dass Rudy B für den Jahrhundertraub von Gota verantwortlich ist. Rudy B hat damals Zugriff auf einen blauen P70. Seine Schuhgröße stimmt mit den am Tatort gefundenen Abdrücken überein und auch die am Tatort gefundenen Steigeisen brechen eine eindeutige Sprache. Wir wussten aus der Aktenlage der Gota Ermittler, dass diese Steikeisen praktisch selbst hergestellt wurden von jemanden, der sich also in der Eisenbearbeitung sehr auskannte, der auch Schweißtechnik beherrschte und das traf auf Rudi B zu. Und dann gab es eine
Erkenntnis, die mich auch elektrisiert hat, nämlich dieser Stahl für die Steigeisen wurde ja an zwei Betriebe in der DDR ausgeliefert, nur an zwei Betriebe und genau in einem arbeitete Rudi B. In den Unterlagen der Ermittler von 1979 taucht der Name von Rudi B nicht auf. In den Akten der Staatssicherheit entdeckt Kommissar Lange allerdings einen ungewöhnlichen Vorgang.
Zwei Jahre nach dem Einbruch von Gota nimmt die Stasi im benachbarten Bezirk Sul Rudi B ins Visier wegen eines versuchten Bildermuggels in die BRD. Man konnte anhand der Bildbeschreibung überhaupt nicht an Gota vorbeiraten. Die Beschreibung der anderen Komplizen zu den Kunstwerken, die Rudi B schmuckeln wollte, waren dermaßen detailliert, dass man auf jeden Fall hätte die Ermittler in Gota informieren müssen.
Und das ist nicht passiert. Ich weiß nicht, warum es nicht passiert ist. Die Akte gibt darüber leider auch keine hinreichende Erklärung. Rudy B kommt unbehelligt davon, aber die Stasi beschattet ihn weiter. Auch nach seiner Ausreise aus der DDR 1986 und in der Stasiakte entdeckt Lange ungewöhnliche Fotos.
Rudi B wird 1987 auf der Transitstrecke heimlich fotografiert. Er ist dort mit seinem privaten Fahrzeug eingereist und hat sich dort einerseits, das wissen wir heute, mit den Kindern aus seiner ersten Beziehung äh getroffen. Das können wir anhand der dokumentierten Kennzeichen nachvollziehen. Aber wir sehen auch noch einen zweiten wichtigen Umstand.
Es taucht auch noch ein Opel mit Minzer Kennzeichen auf. Und das ist genau der Opel, den wir im Familienalbum von dem Teil der Erbengemeinschaft gesehen haben. Das ist nämlich das Fahrzeug von dem Vater, ähm, der diese Bilder dann später im Westen erhielt. Alles nur Zufall oder hat die Stasi der Bilder eventuell sogar mitverdient? Kommissar Elange ahnt, dass die ganze Wahrheit vielleicht nie ans Licht kommen wird.
Im Mai 2018 verstirbt der Vater von Christoph S. Die Erben entschließen sich, die gestohlenen Bilder zu Geld zu machen. Die Stadt Gota soll zahlen. Ein Anwalt wird beauftragt, Gotas Bürgermeister Knut Kreuch anzusprechen. Da haben wir uns sehr gut unterhalten über Gott und die Welt und am Ende legte er mir fünf Kova auf den Tisch und sagte, deswegen bin ich gekommen wegen dieser Couverre.
Dann habe ich das erste Kouvert geöffnet. Die Zahl fünf kam mir schon irgendwie bisschen komisch vor. Fünf, ich wusste ja, dass es mal fünf Meisterwerke waren, die war. Und als ich das erste Kouver geöffnet habe, waren darin Farbfotografien. Farbfotografien der Gotar Meisterwerke. Und da wusste ich sofort, hier ist ein ganz großes Ding am laufen.
Der Anwalt fordert 5,25 Millionen Euro und absolute Verschwiegenheit. Bürgermeister Kreuch zögert keine Sekunde, obwohl er damit seine Kompetenzen überschreitet. Sie können do noch so viel Betriebe hier öffnen oder Schwimmbäder bauen oder was, aber davon wird die die Nachwelt eines Aus sprechen, wenn die sagen, der Kreuch hat nach 18 Jahren, was hat denn der gemacht? Der hat die Bilder zurückgeholt.
Das werden die sagen und da haben sie einen solchen Adrenalink. Da denken sie nicht mehr rationell. Der Bürgermeister findet einen Verbündeten. Der Chef der Ernst von Siemens Kunststiftung, Martin Hörnes, signalisiert Bereitschaft, den Rückkauf der Bilder zu finanzieren, aber nur, wenn ihre Echtheit bestätigt wird. Wir haben dann immer immer weiter verhandelt, bis letztendlich die Hinterleute des Anwaltes zugestimmt haben, dass im September zu der Übergabe der Bilder kommt in Berlin.
Die Bilder können sichergestellt werden. Im Angesicht der Ermittlungsergebnisse von Kunstkommissar René Allange verzichtet die Erbengemeinschaft freiwillig auf ihre Forderungen. Das Verfahren wegen Erpressung wird eingestellt. 40 Jahre lang haben Menschen in beiden Teilen Deutschlands um die Aufklärung des Falls gerungen.
Ohne ihren Einsatz wären die Bilder nie mehr nach GTA zurückgekehrt. Mir wurde der Fall bekannt, als ich am 9.2 2.2 einen Anruf vom Kriminaldauerdienst von einer Kollegin bekam, die mir mitteilte, dass am Vorabend ein 42-jähriger Mann äh im Stadtteil Heuchelhof in Würzburg tot aufgefunden wurde. Ich habe mich dann dort vor Ort eben umgeschaut, habe auch gesehen ähm von dem Spurenbild äh hat alles für ein Tötungsdelikt gesprochen.
Es war keine Blutlache an der Stelle, wo der Kopf des Toten gelegen hatte, sondern sternförmig Blutpritzer weg, was jetzt nicht für ein Stürzeschehen sprach, sondern dafür, dass massiv mit Gewalt gegen den Kopf eingewirkt w worden war. Dieses Ausmaß der Zertrümmerung kann man schon als ein sogenanntes Übertöten bezeichnen. Dieses Hochhaus in Heuchelhof bei Würzburg wird im Jahr 2002 zum Schauplatz eines grausamen Verbrechens.
Anwohner alarmieren die Polizei, als sie vor dem Haus eine Leiche entdecken. Fotos der Spurensicherung dokumentieren die Auffindesituation. Es handelt sich um einen Mann. Er ist vollständig bekleidet und hat schwerste Kopfverletzungen. Auch Ermittler Karl Erhard wird an den Fundort gerufen. Zunächst ging wir von einem Unfallgeschehen aus, dass eben oder von einem Suizid, dass eben der 42-jährige Mann entweder äh aus dem Fenster äh unabsichtlich gestürzt war oder freiwillig herausgesprungen war.
Als der Ermittler zum Leichenfundort kommt, steht bereits fest, der Tote lebte in der Nachbarschaft, ist 42 Jahre alt, Familienvater. Er hat versucht, sich selbst ein Bild davon zu machen, was genau hier passiert sein könnte. Es war so, dass die Liegeposition äh markiert worden war mit Kreide und äh wo ich dann sehen konnte, wo die Leiche ursprünglich gelegen ist und man dann auch eben äh mit Blick zum Hochhaus sah, die Liegeposition passt nicht zu einem Sturzgeschehen.
Karl Erhard ist ein erfahrener Mordermittler. Seine gesammelten Eindrücke am Leichenfundort lassen ihn eher auf ein Tötungsverbrechen schließen als auf einen Unfall. Wichtig in dem Zusammenhang war auch, dass äh diese Blutspuren äh sternförmig quasi die Spritzer vom Kopf wegführten, was äh dann auch gegen ein Stürzgeschehen sprach, denn beim Aufprall ist ja kurz vorher der Schädel nicht verletzt und das Blut läuft dann außer hätten wir nur eine Blutlache gehabt.
Die anschließende Obduktion bestätigt die Vermutung des Ermittlers. Ein Sturz kann ausgeschlossen werden. Die Obduktion hat eindeutig ergeben, dass äh der verstorbene Georg F nur durch Fremdeinwirkung mittels massiver Gewalt gegen den Kopf zu Tode gekommen ist. Dies wurde belegt durch diese Verletzungen, die durch ein Sturzgeschehen nicht erklärbar gewesen wären und die Spur, die eindeutig besagte, dass gegen den Kopf, der bereits am Boden lag, massivste Tritte oder Schläge mittels eines Werkzeuges erfolgt sein müssen. Die Ermittler haben
die Hoffnung, dass es in dem belebten Viertel Zeugen für das Verbrechen gibt, zumal der Tod des Mannes gegen 18 Uhr eingetreten ist. Es ist ein Tatort, wo rundum Balkone, Fenster sind, äh eigentlich die Stelle stark frequentiert ist, wo immer Leute vorbeikommen und wir waren eigentlich der Meinung, irgendjemand muss da was bemerkt haben, müsste was beobachtet haben.
Ähm, zunächst sind wir da aber auf niemanden gestoßen. Wir haben den ganzen Bereich in den Hochhäusern abgeklappert, die Kollegen aus der Soko jeden einzelnen befragt. Niemand hat was gesehen oder gehört. Karl Erhard und seine Kollegen überprüfen auch das Umfeld des Opfers. Sie finden heraus, dass der Mann noch bei seinem Bruder war und dann offenbar auf dem Weg nach Hause, dem oder den Tätern begegnet ist.
Was ich in Erinnerung habe, ist, dass er wohl auch ein Familienmensch war, viel mit Freunden zusammen war und was ganz wichtig war, keinesfalls gewalttätig war. Also er ist nie irgendwo gewaltig gewalttätig aggressiv gewesen. Zumindest wurde darüber gar nichts bekannt. Die Ermittler haben keinerlei Ansätze für ein Motiv oder einen Tatverdächtigen.
Offenbar wurde der Mann zum Zufallsopfer, was die Ermittlungen umso schwieriger macht. Karl Erhard entscheidet sich für einen Aufruf in der Öffentlichkeit und tatsächlich melden sich jetzt Zeugen, deren Aussagen führen den Ermittler zu einer nahe gelegenen Straßenbahnhaltestelle. Aufgrund von Zeugenaussagen wussten wir, dass äh unsere beiden Tatverdächtigen vom Tatort, die hier in unmittelbarer Nähe ist, hier zur Straßenbahnhhaltestelle äh gegangen sind und äh eben mit der nächsten Straßenbahn nach Würzburg in
die Sand in den Ortteil Sander Rau gefahren sind. Ähm Zeugen haben uns berichtet, dass äh die beiden Tatverdächtigen während der Faht äh sich darüber lustig gemacht haben, dass sie jemanden niedergeschlagen oder erschlagen haben. So genau konnten sie die Zeugen nicht mehr benennen. äh selbst der äh Führer der Straßenbahn äh konnte sich an die beiden Tatverdächtigen erinnern, da die beiden ein sehr auffälliges Verhalten während der Fahrt an den Tag gelegt hatten.
Karl Erhard und seine Kollegen müssen jetzt herausfinden, um wen genau es sich bei den beiden Männern handelt. Dank der Zeugenbeschreibungen kommen die Beamten schnell weiter. Da gab’s dann Recherchen bei Einwohner Meldeamt, gab Befragungen, wer solche Leute kennt am Heuchelhof und dann sind wir tatsächlich auf die beiden gestoßen.
Dann als wir die beiden hatten, die waren ja schon polizeilich bekannt, hatten wir wahrlich Bildvorlagen gemacht, also mit anderen Personen Bilder vorgelegt, um diese dem Zeugen zu zeigen und er hatte sie da drauf eindeutig wiedererkannt. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um den 21-jährigen Vitalie P und den 20-jährigen Maxim S.
Bei den beiden wird jetzt eine Hausdurchsuchung angeordnet. Bei der Duruchung der Wohnung haben wir Kleidungsstücke aufgefunden von beiden Tätern und äh Spartschuhe auch von beiden Tätern. Sowohl an den Kleidungsstücken äh fanden sich Blutspuren des Opfers als auch an den Schuhen. Und es war natürlich extrem wichtig, dass wir an den Schuhen was funden, weil wir ja davon ausgingen, dass das Opfer zu Tode getreten wurde.
Und äh diese Blutspuren ähm zeigten sich jetzt nicht nur auf der Sohle der Turnschuhe, sondern auch auf der Oberfläche oder auch in Ösen oder Schuhbändeln. äh bedeutet äh dass äh damit getreten wurde. Auch wenn dieser Beweis eigentlich schon für eine Festnahme reicht, ermitteln die Beamten weiter, um die beiden Männer zweifelsfrei zu überführen.
Die Überwachungskamera einer Sparkasse liefert die Hinweise. Dabei wurde festgestellt, dass einer der beiden tatverdächtigen Personen, der Maxim S, äh zur tat nahen Zeit Geld hier abgehoben hatte. Ähm, die Bank ist Luftlinie geschätzt, 60, 70 m vom Tatort weg. Vitalie P und Maxim S werden festgenommen.
Noch heute kann sich Karl Erheit an das Verhalten der beiden auf dem Revier erinnern. Aus einem bitteren Grund. Also das Verhalten der Täter bei mir im Büro bei den beiden Vernehmungen äh möchte ich als äh ja, wie soll man sagen, skandalös bezeichnen. Die haben sich lustig gemacht, die haben gelacht, die haben sich amüsiert und äh überhaupt nicht angemessen sich verhalten.
Während der eine schweigt, gibt der andere zu Protokoll, das Opfer habe ihn angegriffen. Die Ermittler und die Staatsanwaltschaft sehen das Tatgeschehen allerdings anders. Der Staatsanwalt hat’s auch später Freude am Töten genannt. Äh ist schon erschreckend, wenn man wenn man den Begriff Freude am Töten hört, aber es war tatsächlich so, anders kann man es nicht wiedergeben und ähm dass äh die beiden keinerlei Gewissensbisse oder überhaupt ein Gewissen hatten.
Beiden wird vor dem Landgericht Würzburg der Prozess gemacht. Sie werden nach Jugendstrafrecht so 7 Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt und sie müssen in die Psychiatrie. Meiner Meinung nach äh auch in Absprache mit dem damals zuständigen Staatsanwalt äh war das ein Macht und äh wo auch begründet wurde mit dem Wattkmal der Grausamkeit und niedrigen BW Gründen.
Insofern, weil es keinen Grund gab, gewalttätig gegenüber diesem Mann zu werden. Und das Gericht hat anders entschieden. M ich konnte es damals nicht richtig nachvollziehen, aber letztendlich muss man die Entscheidung des Gerichts natürlich so akzeptieren. Vital Lie stirbt nach seiner Entlassung im Ukrainekrieg.
Was aus Maxim geworden ist, ist unklar. Fest steht, für Ermittler Karl Erhard bleibt dieses Verbrechen einzigartig. Tatsächlich war das ein Fall, wo die äh Grenzen zwischen gut und böse, zwischen schwarz und weiß hier nicht eindeutig zu ziehen waren. Und es gab ein hochinteressantes Urteil, was man auch nicht jeden Tag erlebt. Am fraglichen Tattag kam er mit einer Schusswaffe und äh sagte, wenn du nicht zahlst, dann geht einer von uns beiden drauf.
Und keiner wäre auf die Idee gekommen, dass da unter dem Boden das Grauen lauert. Am 30. September 2015 melden Angehörige Erchan D in Hamburg als vermisst. Zwei Wochen später wird der 49-jährige, der vielen auch unter dem Namen Chin bekannt war, dann gefunden. Hinweise und Funkzellenauswertung seines Handys führen die Ermittler zum Restaurant Casa Alfredo.
Mit Spürhunden wollen sie vor Ort die Suche nach dem Vermissten starten. Und tatsächlich war es so, dass einer dieser Hunde an einer bestimmten Stelle anzeigte und anschlug. Diese Hunde sind ja auf äh Leichengeruch und auf Blutspur Auffindung konditioniert. Nachdem die Hunde anschlagen, werden die Beamten aktiv.
Joachim Bülter war damals vorsitzender Richter der Hamburger Schwurberichtskammer. Er erinnert sich noch an jedes Detail. Und dann ist man eben mit schwerem Gerät vorgegangen und ähm tatsächlich hat man in einem Nebenraum unter einer frisch gegossenen Betondecke dann gebohrt und das aufgestemmt und dann in einer Grube den Leichnamen von Erjan D gefunden.
Restaurantbesitzer Alfredo S wird befragt. Er gibt zu, Chinchin erschossen zu haben, doch er habe ihn nicht töten wollen. Was sagen die Indizien? Der Leichnamen lag mit dem Kopf nach unten in einer Tiefe von etwa 1 m vollständig angezogen und war dann bedeckt mit einer Schicht von äh mehreren Säcken Kalk und Zement.
Tatsächlich hatte er noch einen Bargeldbetrag von ca. 550 € bei sich, was insofern bedeutsam war, weil man unter diesem Gesichtspunkt natürlich ein Raubmord äh nahezu ausschließen konnte. Wer war der getötete Erdjan D? Der Mann, der viele Orts als Chinchin bekannt war. Von einigen wurde er als Clown bezeichnet.
Er lief offenbar in kurzen Hosen, im Badelatschen gerne rum und es gibt sogar jemanden, der sagte, er sei eine Witzfigur. Tatsächlich hatte er aber auch eine gewisse strafrechtlich relevante Vergangenheit schon. Er hatte mehrere Vorstrafen in Zusammenhang mit Tätigkeiten im Rotlichtmilie und äh ihm wurden unter anderem Drogendelikte nachgesagt.
Äh Zusammenarbeit mit Verdiensten im weitesten Sinne im Bordellbereich und äh soll auch vorher schon Schutzgelderpressung unternommen haben. Also jemand mit dem man sich möglichst nicht einlässt. Unser Thema ist heute der Mord im Kaser Alfredo. Ein Fall aus dem Jahr 2015. [japst][seufzt] Bei dem Gerichtsreporterin Betina Mittelacher hat sich in ihrem Podcast eingehend mit dem Verdächtigen Alfredo befasst.
Dass es sich um einen eher kaltblütigen Mord handelt. Im Ergebnis stellte sich die Tat. Das war ein renommierter Gastwirt, äh hatte Koch in den besten Häusern gelernt, hatte dann dieses Restaurant an der langen Reihe in Hamburg eröffnet und das lief wunderbar. Der Laden brummte, die Leute gingen gern dorthin, weil man eben das Essen dort sehr sehr mochte.
Außerdem war dieser Mann ein Familienvater, also weit entfernt von jemanden, der irgendwelche un lauteren Machenschaften nachgeht. Die Beschreibung von Alfredo S passt nicht zu dem, was die Obduktion der Leiche von Erd ergibt. Tod durch einen Schuss aus nächster Nähe. Im ersten Moment denkt man da an einen Killer, der das einigermaßen professionell macht, wenn man solche Verletzungen sieht, wenn man hört, wie dieser Mensch zu Tode gekommen ist.
Der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter Alfredo S. beginnt am 11. Mai 2016. Zunächst war die Anklage auf Totschlag. Nun stellte sich aber schon während des Ermittlungserverfahrens heraus, dass die Stehungsgeschichte dieser Gewalttat möglicherweise eine ganz andere ist, als man zunächst denkt. Es entwickelte sich eine Situation, die äh in Richtung Schutzgelderpressung ging, wobei die allerdings recht subtil aufgebaut war und äh er nicht selber mit eigenhändiger Gefahr drohte, sondern ähm sich als äh Beschützer anbot und als
Beschützer gerierte. Der Wert hat zwischendurch mal versucht nicht zu bezahlen. Ähm, dann wurde gleich gedroht, es sind Scheiben eingeschmissen worden, Gäste sind bedroht worden und es sind auch dem Mann Fotos vorgelegt worden, die seine Töchter zeigen. Damit sollte eine Drohkulisse aufgebaut werden. Und am fraglichen Tattag am 30.09.
2015 2015 kam er Jan D mit einer ersichtlich scharfen Schusswaffe, die er äh in dem Gastraum äh in dem sehr kleinen Gastraum auf den Tisch legte und damit herumspielte und äh sagte, wenn du nicht zahlst, dann äh geht einer von uns beiden drauf. Das ist natürlich eine ganz ganz massive Drohung.
Weiterhin wurden auch die Töchter des Wirtes bedroht in diesem Gespräch. Besonders erregt hat äh unseren Angeklagten dann noch, dass ähm der das spätere Tatopfer sagte: “Denk mal an deine beiden Töchter, die sind ja jetzt alt genug, die können ja auch mal arbeiten und damit war eindeutig, was mit dieser Einspielung gemeint war, nämlich, dass äh der ähm Alfredo S.
doch mal seine Töchter im Zweifel zum Anschaffen schicken könnte und dann könne hätte er ja auch Geld um zu bezahlen und daraufhin er ausgerastet es wurden andere äh Wir dort befragt, die äh wie die den Chinchin einschätzten und es gab auch ein Kioskbesitzer, der befragt wurde und an den hatte sich Alfredo S schon einmal gewandt und ihm auch von diesen Schutzgelderpressungen äh zählt und wie ihn das beeinträchtigt habe und in so kam also eine Reihe von stützenden Indizien, sage ich mal dazu, die diese Schutzgelderpressung schon
glaubhaft erschienen ließen. Das war sicherlich eine in dem Moment eine Affekttat und man muss auch sagen, so hat er es dargestellt, eine Verzweiflungstat, weil er wirklich dieses Bedrohungsszenario ernst nehmen musste, nachdem wie Chinchin vorher aufgetreten war. Das Gericht läßt sich den genauen Her während einer Ortsbegehung schildern, denn Alfredo S beschreibt die Tat als Notwehr.
Im Gerangel und in der Enge sei zufällig an die Waffe gekommen, um sich ein Bild zu machen von der besonderen Enges Raumes und von dem äh ab Tatgeschehensablauf, den Alfredo es schilderte, nämlich äh, dass nach der äh Brohung mit der Waffe er also aufgeregt aufsprang äh und den RJ D am Kragen packen wollte. Dabei äh fielen zwei Stühle zu Boden.
Äh Eran D selber stolperte über diese Stühle, fiel auch zu Boden. Der Tisch kippte um, die Waffe fiel zu Boden. Also, um dieses Szenario etwas besser erlebbar zu machen, ähm haben wir uns äh entschlossen, ähm ausnahmesweise mal einen Ortstermin durchzuführen. Im Gerangel habe Alfredo die Waffe ergriffen und abgedrückt. Auch der Fundort der Leiche wird genau unter die Lupe genommen.
Also der Zufall wollte es, dass genau zu derzeit Renovierungsarbeiten im Restaurant von Statten gingen. Dazu war eine Art Schacht ausgehoben worden, weil dort ein Gerät eingebaut werden sollte, dass man später für den Restaurantbetrieb brauchte. Und in dem Zusammenhang gab es bereits eine Grube. Und als nun dieser Leichnam da lag, ja, was lag es in dem Moment näher, als den Toten dort in diese Grube zu schaffen.
Und da wurde zubetoniert und dann der neue Fußboden verlegt und keiner wäre auf die Idee gekommen, dass da unter dem Boden das Grauen lauert. Alfredo erklärt, er sei so überfordert gewesen mit der Situation, dass die Leichenbeseitigung im Affekt passiert sei. Erstens kam seine Geschichte sehr sehr glaubwürdig rüber und sie wurde durch weitere Zeugenaussagen, durch weitere Beweise gestützt s, dass man letztlich davon ausgehen musste und konnte, dass der Mann die Wahrheit gesagt hat, dass also er zwar der eigentliche Schütze war, aber dass
vorher die Situation so war, dass er letztlich in Notwehr gehandelt hat in der Situation. Am 31. August 2016 wird der Angeklagte vom Vorsitzenden Richter Joachim Bülter von allen Tatvorwürfen freigesprochen. Also, das war sicherlich ein auch ein mutiges Urteil, aber das Gesetz sieht ja vor, dass es auch Notwehrlagen gibt, in denen man sich verteidigen darf.
Die Notwehr ist in Paragraph 32 des Strafgesetzbuchs geregelt. Es ist relativ kurz, lautet wie folgt. In Absatz 1 heißt es, wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig, handelt also rechtmäßig sogar. Und in Absatz 2 heißt es: Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.
Und nun kann es ja Konstellationen geben ähm ähm wo äh man im Grunde sagen muss, er oder ich. Und äh in dieser Situation ähm ähm kann es und das ist allerdings die äußerste Grenze dessen, was Notwehr gerade noch zulässt, äh dann einmal ähm ähm rechtmäßig sein, dass dann ähäh man die Schusswerfer auch einsetzen darf.
Für den portugiesischen Wirt hat die Geschichte trotzdem kein Happy End. Massive Bedrohungen und körperliche Angriffe durch Angehörige des Opfers führen dazu, dass er sein Restaurant nicht mehr weiterführen kann. Er ist aus Hamburg weggezogen und hat ein neues Restaurant eröffnet. Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mont, Folter, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt.
Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Dieser Podcast ist nicht für Kinder unter 14 Jahren geeignet. Jugendliche sollten von ihren Eltern begleitet werden. Am 3. Juli 1976 verschwand die vierjährige Marion Ketter von einem Spielplatz in Duisburg.
Ihre Mutter meldete sie sofort als vermisst. Während die Polizei das Viertel durchkämte, fiel einem älteren Ehepaar in der Friesenstraße 11 auf, dass die Etagentoilette verstopft war. Das Ehepaar hatte seinen Nachbarn in Verdacht, Joachim Kroll. Als sie bei ihm klingelten, sagte er, er habe Kaninchen geschlachtet.
Die Innereihen habe er im Klo runtergespült. Das müsse der Grund für die Verstopfung sein. Kroll, ein 43jähriger Hilfsarbeiter mit Segelohren und schütterem Haar, versprach die Gedärme zu entsorgen, aber die Nachbarn waren misstrauisch. Sie riefen die Polizei. Kurze Zeit später standen zwei Beamte in Kolls Wohnung.
Als sie Kroll nach dem vermissten Kind fragten, zeigte er nur auf die Küche. Auf dem Herd kochte ein Topf mit Salzwasser. Einer der Polizisten hob den Deckel. Was er sah, sollte ihn für immer verfolgen. Im Topf schwammen zwei kleine Hände, zwei Füße und ein Unterarm zwischen Karotten und Kartoffeln. Im Kühlschrank lagerten weitere Körperteile.
In der Gefriertruhe fanden sie in Plastiktüten verpackte Fleischstücke und den Kopf des Mädchens. Joachim Kroll, ein kleiner, höflicher und unscheinbarer Mann. Doch hinter der Fassade lauerte einer der schlimmsten Serienmörder der Nachkriegszeit. Ich bin Max Spalleck. Das hier ist Serienkiller Mörder und ihre Geschichten.
Ein Podcast von Bose Park Productions nach einem Spotify Original. In jeder Folge tauchen wir ein in den Wahnsinn und die Abgründe von Serienmördern. Heute erzählen wir euch die Geschichte von Joachim Kroll, der auch als Ruhkannibale bekannt wurde. Und mein Name ist Dian Hilcher. Bevor wir heute richtig starten, vielen Dank euch allen für die vielen Kommentare und das Feedback bei Spotify und Instagram.
Das freut uns sehr. Wenn ihr den Podcast noch nicht abonniert habt, holt das am besten direkt nach. Ihr findet Serienkiller Mörder und ihre Geschichten jede Woche kostenlos auf allen Plattformen. Bei Spotify, bei Apple oder aber bei Amazon Music. Auf Instagram unter Serienkiller Podcast bekommt ihr jede Woche das Bild zur neuen Folge und natürlich auch die aktuellen Ankündigungen.
Heute geht es um die Mordserie von Joachim Kroll. Zunächst schauen wir uns an, wie aus dem geschlagenen und verspotteten Jungen vom Bauernhof ein kaltblütiger Mörder wurde, der über zwei Jahrzehnte unentdeckt blieb. Danach werfen wir einen Blick auf die Fehler bei der Tätersuche, die zu tragischen Justizirrtümern führten.
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