Der schreckliche Mord an der Schwangeren Alexandra R. aus Nürnberg T
Der schreckliche Mord an der Schwangeren Alexandra R. aus Nürnberg

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, und damit dann herzlich willkommen zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Jas Crimetime. Schön, dass ihr diesmal auch alle wieder reinhört oder reinschaut.
Ich hoffe, es geht euch allen gut. Es werden ja sehr warme Temperaturen jetzt in den nächsten Tagen hier in Deutschland erwartet. Bei uns sind es heute schon über 30° und es soll wohl fast schon wieder an die 40 hochgehen. Passt da auf jeden Fall alle gut auf euch auf. Ja, wenn wir jetzt schon mal zum Fall kommen, für alle, die sich gerne aufgeklärte Fälle wünschen, heute gibt es mal wieder einen aufgeklärten Fall.
Also, der Fall ist zumindest für die Justiz aufgeklärt worden, auch für die Ermittler. Nur eine Frage, die bleibt bis heute offen. Es geht um den zumindest für mich besonders bewegenden Fall Alexandra. Katzwang, einem Stadtteil von Nürnberg in Bayern. Ich hatte euch vor kurzem darüber abstimmen lassen, ob ihr euch diesen Fall wünschen würdet, da ich weiß, dass er schon recht bekannt ist in Deutschland, aber die Abstimmung war eindeutig, daher dann auch die heutige Folge und vielleicht habt ihr ja, auch wenn ihr den Fall schon kennt, Lust euch
auch meine Folge dazu heute anzuhören. Da würde ich mich natürlich super doll drüber freuen. Und ich würde sagen, wir starten jetzt auch direkt mit dem Fall. Alexandra war im Jahr2 39 Jahre alt und im Monat schwanger mit einem Jungen und sie hatte damals einen festen Partner. Ich werde ihn an dieser Stelle Georg nennen.
Das ist nicht sein richtiger Name. Mit Georg hat Alexandra zum damaligen Zeitpunkt zwar noch nicht zusammengelebt, sie hatten sich aber eine Doppelhaushälfte gekauft und waren gerade dabei, diese einzurichten. Es sollte zwei Kinderzimmer geben, die für Alexandra sehr, sehr wichtig gewesen sind. Sie hatte nämlich eine Pflegetochter, die ich an dieser Stelle Mia nennen werde.
Mia lebte seit dem Säuglingsalter bei Alexandra. Für sie war es wie ihre eigene Tochter. Sie liebte dieses kleine Mädchen über alles und nichts war ihr wertvoller. Für mir war Alexandra auch sowas wie ihre Mutter. Die Kleine war damals im Jahr2 Jahre alt und ging in den Kindergarten. Alexandra war gebürtige Rumänin. Sie wollte schon als junges Mädchen auswandern.
Ihr Vater war allerdings dagegen, aber Alexandra hatte Pläne für ihr Leben. Sie war eine fleißige Schülerin, hatte gute Noten und machte mit 19 Jahren ihr Abitur. In Rumänien sah sie für sich keine Zukunft. Sie wollte nach Deutschland, wo bereits ihr Onkel lebte. Dieser stellte ihr bei einem Besuch in Deutschland dann einen Freund vor, der drei Jahre älter als Alexandra war.
Sympathisch waren sich die beiden und haben dann auch geheiratet. Allerdings war das eher eine Scheinehe, eine Zweckehe. Sie fasste aber durch diesen Mann eben Fuß in Deutschland und studierte hier dann Betriebswirtschaft. Sie nahm dann einen Job bei der Postbank an und brach schlußendlich ihr Studium ab und arbeitete weiter bei der Bank.
Als man sie dann fest dort einstellte bei der Postbank, kaufte sie sich als erstes einen teuren Sportwagen. Also Alexandra legte schon Wert auf Statussymbole, hat sich wohl auch immer sehr fein gekleidet und legte sehr viel Wert auf ihr Äußeres. Sie wollte bei niemanden so ankommen, als käme sie aus dem Armen Rumänien.
Auch in der Bank hatte sie viele rumänische Kunden, das sprach sich natürlich herum und sie baute sich einen festen Kundenstamm auf und kam gut bei ihnen an. Dadurch stieg Alexandra immer weiter auf. Sie leitete mehrere Postbankfilialen im Raum Nürnberg. Nach einigen Jahren trennte sich Alexandra von ihrem damaligen Ehemann und blieb in Deutschland, wo sie schon so viel erreicht hatte.
Im Jahr 2007, wir gehen jetzt mal etwas chronologischer durch diese Folge, weil ich das wichtig für den Fall finde. Lernt Alexandra Dean beim Tanzen kennen. Er war 10 Jahre älter als Alexandra und die beiden trafen sich seit dem Besuch in der Diskothek regelmäßig. Auch er war ein Mann, der viel Wert auf Statussymbole legte, kleidete sich meist sehr, sehr gut, schon fast zu fein.
Er trug fast immer Anzüge, obwohl er jetzt nicht in einer Bank gearbeitet hat. Und er stellte sich Alexandra und den Menschen, mit denen er Kontakt hatte, als Geschäftsmann vor. Er war ehrgeizig und sehr von sich selbst überzeugt. Er fuhr teure Autos und es mussten gleich mehrere sein, eins reichte nicht. Zusammengezogen sind Dean und Alexandra nicht.
Sie lebte weiter in ihrer Wohnung in Katzwang. Was Alexandra damals wohl noch nicht so wirklich wusste oder vielleicht auch nicht wahrhaben wollte, Dejan führte nebenbei noch zwei weitere Beziehungen. Auch mit den weiteren Frauen, mit denen er zusammen war, schmiedete er Zukunftspläne. Auch mit Alexandra plante er eine eigene kleine Familie.
Sie hatte sich durchaus Kinder gewünscht. Mit ihrem Ex-Mann lebte sie damals noch zusammen in einem Haus, aber eben in getrennten Wohnungen. Und dieser hatte mittlerweile neue Frau und auch eine Tochter mit ihr bekommen, Mia. Alexandra kümmerte sich viel um Mia und 2020 erhielt sie die Pflegschaft für das kleine Mädchen.
Auch Dean kümmerte sich um die Kleine. Es wirkte in Teilen wie eine eigene kleine Familie, aber es gab Risse in der Partnerschaft. Es ha sagelte des öfteren Beleidigungen und die Beziehung wurde immer immer toxischer. Statt einer liebevollen Beziehung wirkte sie immer mehr wie eine Geschäftsbeziehung. Jetzt fragt ihr euch vielleicht warum.
Alexandra und Dean kauften viele Immobilien, insgesamt 27 Stück seit 2014. Dies waren Wohnungen sowie auch Häuser, meistens Immobilien, die sie sehr günstig einkauften, etwas renovierten oder sanierten und dann vermieteten. Auf dem Papier, also im Grundbuch, stand aber immer der Name von Alexandra.
Im Hintergrund wirkte Dean aber als derjenige, dem alles gehörte und der sich damit rühmte, wie viel Geld er dann besaß. Alles, was die Immobiliengeschäfte betraf, regelte er. Die Kreditwürdigkeit aber mußte Alexandra als Leiterin mehrerer Bankfilialen hergeben. Er selbst konnte auch keine Immobilien kaufen, da er in einer Privatinsolvenz steckte.
Durch Alexandra wurde ihm also ein gutes Leben als Arbeitsloser ermöglicht. Da gibt’s übrigens auch verschiedene Quellen. Mal wird er als Arbeitsloser betitelt, mal als Sozialhilfeempfänger und mal als jemand, der durchaus auch Firmen gründete. Also sehr undurchsichtig das Ganze. Das wollte ich nur mal sagen, weil wir da jetzt auch gleich schon zu kommen.
Er hatte auch Zugriff auf Alexandras Konto. Somit konnte er sich jederzeit an dem Geld bedienen und er soll mehrere Firmen gegründet haben, in denen Alexandra Teils Gesellschafterin war. Es wird auch deutlich, daß er teilweise einfach auch ihre Unterschrift für gewisse Dinge gefälscht hat. Aber das war längst nicht alles. Dean hatte auch viele Vorstrafen.
Ob Alexandra von allen wusste, unklar. Er war unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Konkursverschleppung, Unterschlagung und Betrugs in vierzehn Fällen verurteilt worden. Eigentlich war er Trockenbauer von Beruf, aber er selbst machte bei den Immobilien wirklich nur das Nötigste, wollte sich vielleicht auch die Hände nicht schmutzig machen.
Mit der Zeit bekamen Alexandra und Dean auch viele Probleme mit Mietern, da die Objekte wohl auch im sehr schlechten Zustand waren. Sie hatten aber auch Leute, die wohl für kleines Geld da auch in den Häusern dann was saniert haben. Also Dean hat das wahrscheinlich eher selten gemacht. Aber nicht nur Dean steckte in diesen Immobilieneschäften mit drin.
Auch sein guter Freund Ugur, den er seit 20 Jahren kannte, war teils Geschäftsführer der Firma, die die Immobiliengeschäfte abwickelte. Zu Anfang war Ugo in der Firma Fahrer für Dejan. Ursprünglich war er mal Security. Die beiden Männer waren sehr, sehr eng befreundet und hatten täglich Kontakt, ob privat oder beruflich.
Und in dieser wirren Situation, in der Alexandra scheinbar längst den Überblick verloren hatte, wurde es mit Dean und ihrer Beziehung immer immer heftiger. Im Frühjahr 2022 rief sie ihre Eltern in Rumänien an und äußerte, dass sie Angst habe. Dean sei aggressiv und misshandle sie. Es ging auch um Gewalt. Er habe ihr auch gedroht, das Kind wegzunehmen.
Es ging bei der Eskalation wohl um Geld, daß er nicht mehr von Alexandra erhielt. Im März 2022, nach einem sehr heftigen Streit, sperrte sie ihm die Konten und flüchtete aus Angst mit Mia ins Frauenhaus. Auch zeigte sie seine Firma wegen Betrugs an, denn er schob einfach mal so eine halbe Millionen Euro auf sein Konto.
Er tauchte auch am Arbeitsplatz von Alexandra auf, während sie in der Kundenberatung tätig war und machte ihr vor allen Leuten eine Szene, obwohl sie eigentlich nur ihre Arbeit professionell beenden wollte. Das wurde von ihm aber nicht akzeptiert und es hagelte weiter Drohungen. 2019 hatte Alexandra übrigens dann auch Georg kennengelernt.
Er war bei einem Termin anwesend, bei dem es um Immobilien ging. Dean allerdings auch und Georg war begeistert von Alexandra. Sie wirkte freundlich, zurückhaltend und gefiel ihm optisch sehr, sehr gut. Georg selbst ist Lehrer von Beruf gewesen und machte nebenberuflich noch ein bisschen was mit Immobilien in seiner Freizeit.
Als Immobilienmakler soll er wohl auch mehr oder weniger tätig gewesen sein und erhielt dann auch Provisionen von den Verkäufen von ähm Alexandra und Dean dann, also die haben ihm Immobilien abgekauft und Georg fiel Dean aber schon zu Anfang sehr negativ auf. erwirkte “Wie der Nabel der Welt”, sagte er im späteren.
“Dan sei nur von sich selbst überzeugt gewesen, großkotzig und trug seinen Luxus gerne nach außen. Nachdem es mit Dean immer mehr eskalierte und er sogar drohte, Mia zu entführen, beendete Alexandra die Beziehung gänzlich. In Absprache mit dem Jugendamt erwirkte sie ein Kontaktverbot. Er durfte sich ihr und mir auf mehrere hundert Meter nicht mehr nähern.
Nachdem die beiden keinen Kontakt mehr hatten, waren die Immobiliengeschäfte, bei denen Alexandra längst den Überblick verloren hatte, ja trotzdem noch da. Und sie fragte Georg dann, ob er ihn nicht dabei helfen könnte. Und er kümmerte sich vordergründig um viele Dinge, die liegen geblieben waren, teilt sogar in seinen Pausenzeiten in der Schule.
Es tat ihm leid, wie sehr sie zu kämpfen hatte, aber für ihre Tochter tat sie immer noch alles. Sie war wirklich der Sonnenschein in Alexandras Leben. So kann ich das wirklich aus all den Berichten, die ich gelesen und gehört habe, nur wiedergeben in dieser schwierigen Situation. Und auch so die Tochter war wirklich alles für Alexandra.
Mit der Zeit hatten Georg und sie viel Kontakt. Er fand sie nach wie vor toll, hat aber nicht im geringsten daran gedacht, dass sie mehr von ihm wollen könnte. Sie hat ja genug Probleme. Aber an einem Tag fragte sie Georg jedoch, ob er nicht verstehen würde, dass sie nicht nur wegen der Immobilien mit ihm Kontakt haben wollen würde, sondern auch, weil sie ihn sehr möge.
Ja, die beiden wurden dann auch schlussendlich ein Paar und nach kurzer Zeit fand Alexandra heraus, dass sie schwanger von Georg ist. Er freute sich sehr darüber und Alexandra, die immer sich ein eigenes Kind gewünscht hatte, natürlich auch. Die beiden fanden ein Haus in Neustadt an der Eisch, für sich als kleine Familie die Doppelhaushälfte auf dem Land, von der ich anfangs berichtet habe.
Die beiden versuchten weiterhin das Chaos zu beseitigen, das Dean verursacht hatte. Auch forderten sie per Anwalt viel Geld von ihm zurück. Alexandra erhielt außerdem aber einen Fendungstitel von einer der Firmen von Dejan. Er und Ugur forderten € von ihr. Die Mahnungen dazu erreichten Alexandra aber nicht, also die Mahnbescheide.
Sie wurden extra aus dem Briefkasten gestohlen und auch an einer Adresse gesandt, an der Alexandra gar nicht mehr wohnte. Also, man wollte es ihr richtig schwer machen. Es sollte um Gewinne aus Mieten gehen, die ihnen vorenthalten worden sein. Später erreichte Alexandra auch ein Fendungstitel und ihre Konten wurden gesperrt.
Ich denke mal, darauf hatten es dann Ugur und Dean sowieso abgesehen, ihr das Leben dann richtig schwer zu machen, weil sie selber ja auch kein Geld mehr von Alexandra erhalten haben. Sie stand in der Zeit natürlich erheblich unter Druck, dazu noch hochschwanger und konnte aus dieser Situation ja auch gar nicht groß reagieren, weil sie die Mahnbescheide ja vorher gar nicht erhalten hatte.
Für den 15. Dezember 2022 wurde ein Gerichtsprozess angekündigt. Alexandra stellte Strafanzeige, denn die Summe, die Dejan und Ugur forderten, war vollkommen ungerechtfertigt und auch überhaupt nicht nachvollziehbar. Aber man war in der Hoffnung, daß ich beim Prozess alles klären würde. Aber soweit kam es nicht mehr.
Wir kommen nun zu dem Tag, der alles im Leben von Alexandra und allen, die ihr in Nahstehen, veränderte. 9. Dezember 2022. Am besagten Freitag weckt Alexandra Mia wie jeden Morgen. Beim Frühstücken mit Mia sendet sie Georg noch eine E-Mail. Er sollle doch bitte die Dokumente für den Geburtsvorbereitungskurs ausdrucken.
Außerdem bestellt sie noch Möbel für das neue Badezimmer. Am Nachmittag wollten sich die beiden wiedersehen, denn es waren Besichtigungen in einem Haus von Alexandra in Limbach Schwabach geplant. Sie wollte das Haus vermieten und hatte einige Mietinteressenten eingeladen. Georg verbringt seinen Morgen in Neustadt an der Aisch und unterrichtet.
Er freut sich schon auf Samstag, denn da ist sein Geburtstag, den er zusammen mit Alexandra feiern wollte. Um 8:10 Uhr gibt Alexandra Mia in der Kita ab. Sie wirkt völlig normal, verabschiedet sich von der Kleinen und äußert gegenüber den Erziehern, dass sie sie um 14 Uhr wieder abholen würde.
Niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, dass die Aufnahmen aus der Kita das letzte Lebenszeichen von Alexandra sein werden. Alexandras Nachbar wartete an diesem Freitag übrigens auch vergeblich auf sie. Die beiden wollten zusammen in den Baumarkt, da er auch immer mal wieder Renovierungsarbeiten in den Immobilien für sie erledigte.
Also, sie hatte da schon ab und an mal den einen oder anderen Mann, der da was gemacht hat, hatte ich ja eben auch schon erwähnt. Und ja, Georg ist bis 13 Uhr in der Schule beschäftigt und schreibt ihr dann, ob sie am Nachmittag zu Hause sei. Er hat aber keine Antwort erhalten und das war schon ungewöhnlich. Gegen Nachmittag fährt er zu ihrer Wohnung nach Katzwang, denn seit der E-Mail am frühen Morgen hat er nichts mehr von ihr gehört.
Er klingelt an ihrer Wohnungstür, aber niemand öffnet. Komisch. Denn ihr BMW steht auf dem Stellplatz vor dem Haus. Geog entschließt sich beim Nachbar zu klingeln, denn er selbst hat nur einen Wohnungsschlüssel von Alexandra, keinen für die Haupteingangstür des Mehrfamilienhauses. Alexandra ist nicht in ihrer Wohnung. Es sieht alles aus wie immer, als wäre sie nur kurz weggefahren oder weggegangen in diesem Fall, weil das Auto ja noch da eben auf dem Stellplatz stand.
Und Georg entschließt sich, eine Pause in ihrer Wohnung zu machen. Vielleicht kommt sie ja gleich vorbei. Als das aber nicht geschieht, fährt er weiter nach Limbach Schwabach zu dem leerstehenden Haus, wo sie ja zusammen Mieter empfangen wollten. Und die kommen dann ab 15 Uhr tatsächlich vorbei. Kurz vor 16 Uhr schreibt Georg Alexandra nochmals, dass sie sich melden solle und übernimmt die Besichtigung in dieser Zeit dann erstmal alleine.
Um 16 Uhr ruft der Vater von mir bei Georg an. Er konnte Alexandra ebenfalls nicht erreichen und die Kita hat ihn angerufen, dass das kleine Mädchen nicht abgeholt wurde. Ja, die Situation macht Georg mittlerweile große Sorgen, denn Mia ist ja das ein und alles gewesen und niemals hätte sie ihre kleine Tochter einfach nicht abgeholt und niemand Bescheid gesagt.
Es muss irgendetwas passiert sein. Es machte ihn so unruhig, dass er sogar die Besichtigung irgendwann einfach unterbrach. Um 16:30 Uhr erhält er nämlich dann auch eine Nachricht auf seinem Handy, die von Alexandra geschrieben worden ist, zumindest von ihrem Handy geschrieben wurde. Sie schreibt: “Hallo Georg, es tut mir leid für alles.
Ich habe dich benutzt und belogen. Ich kann so nicht weitermachen. Ich habe so viel Mist gebaut und ich will nicht ins Gefängnis und lasse mir mein Kind nicht wegnehmen. Außerdem liebe ich Dean immer noch. Ich war so dumm. Dean hat mir nie etwas getan und ich habe so viel Scheiße gebaut. Ich wünsche dir nur das Beste. Ja, Georg wird beim Lesen extrem skeptisch.
So einen Text würde seine Partnerin niemals so schreiben. Auch drückte sie sich in den Texten nie komplett fehlerfrei auf Deutsch aus. Der Text konnte nicht von ihr sein, das war ihm ziemlich schnell klar. Und ja, sein erster Gedanke war auch, Dean könnte Alexandra irgendwas angetan haben, vielleicht aus Rache und auch der Vater von Mia erhält eine Nachricht, in der sie sich über ihn beschwert und auch eine Dame vom Jugendamt erhält eine Nachricht.
Und Geog fährt dann sofort zu Mias Vater. Die Kleine ist mittlerweile abgeholt worden und sie fahren alle zusammen zur Polizei. Georg ist außer sich vor Angst auf der Polizeiwache in Schwabach. Er weint und weiß immer wieder darauf hin, daß seine Partnerin mit Sicherheit in der Gewalt von jemanden ist, eine Entführung. Er macht der Polizeidruck.
Es sei kein gewöhnlicher vermissten Fall. Alexandra sei schließlich hochschwanger. Erst einmal machen die Beamten jedoch nicht viel. Ein erwachsener Mensch auch in der Schwangerschaft kann seinen Aufenthalteort ja selbst bestimmen und recht schnell durch den fortwerenden Druck Geox übergeben die Polizisten den Fall an den Kriminaldauerdienst.
Es werden die Krankenhäuser im Umkreis abtelefoniert, aber niemand, der auf Alexandras Beschreibung passt, zudem ja noch hoch schwanger, wurde dort eingeliefert. Die Beamten fahren mit Georg zusammen zu Alexandras Wohnung. Sie stellen fest, daß Ihr PKW immer noch zu Hause geparkt ist. Ihr PKW-Schlüssel befindet sich in der Wohnung, ebenso ihr Mutterpass, ihre Krankenkassenkarte und weitere Dokumente.
Gerade den Mutterpass hätte sie sonst mitgenommen. Essen steht auf dem Herd. Der Kühlschrank ist gefüllt. Die Wohnung nicht durchwühlt, es sieht aus, als würde sie jeden Moment wieder zurückkehren. Da Georg aber viel über Dean berichtet, auch seine Ängste, rufen die Beamten auf der Wache auch ihn an.
Er soll überrascht gewirkt haben und schiebt das Verschwinden auf Georg. Er scheint aber trotzdem auf der Wache in Schwabach. Dort behauptet er, daß Alexandra ihn noch liebe und sehr unglücklich mit Georg sei. Er wirkt sehr selbstbewusst wie immer und scheint sich keine großen Sorgen um Alexandra zu machen. Georg fährt in dieser Nacht mehrmals die Strecke zwischen Alexandras Wohnung und der Kita von Mia ab.
Er versucht auf jedes Detail zu achten. Liegen irgendwo Autoteile? Gab es einen Unfall? Sind irgendwo Blutspuren zu sehen? Er ist total verzweifelt. Einen Tag nach dem Verschwinden am Samstag den 10. Dezember 2022 wird die Mordkommission eingeschaltet und Georg polizeilich vernommen. Er gibt zu Protokoll, dass Alex, wie er sie liebevoll genannt hat, Pläne für die nächste Zeit hatte.
Schließlich erwarteten die beiden ein Kind und zudem hat Georg für den Zeitraum des Verschwindens ein Alibi. Er war definitiv in der Schule. Samstagmittag versucht eine Freundin immer wieder Alexandras Handy anzurufen und plötzlich wird der Anruf tatsächlich entgegengenommen. Am anderen Ende der Leitung ist aber nicht Alexandra selbst, sondern ein LKW-Fahrer aus Italien.
Er hat das Handy auf seinem LKW liegen sehen, oben auf dem Radkasten. Wer es dort abgelegt hat, das wußte er nicht. Nirgendwo auf der Raststätte na Bologonga hat er eine schwangere Frau gesehen. Wie kam Alexandras Handy dorthin? Hat sie es selbst dort abgelegt? Ist sie selbst nach Italien gereist? Mit welchem Auto? Oder war das alles nur eine Inszenierung? In der Zwischenzeit wird Deans Wohnung in Kalchreud durchsucht.
Genauer gesagt er ein Gästezimmer. wie Kribobeamte es später beschreiben. Sein Vermieter ist kein Unbekannter, sondern sein Geschäftspartner und Freund Ugor. Am selben Abend wird auch der Range Rover von Dean untersucht sowie insgesamt drei weitere Autos, darunter ein Twingo. Weshalb dazu kommen wir nämlich gleich noch.
Darin findet sich unter anderem in dem Range Rover ein zerknüllter Kassenbong. Er ist einmal nichts ungewöhnliches, aber als Ermittler sehen, von welchem Datum dieser stammt, nämlich vom 9. Dezember 2022, dem Tag ja als Alexandra verschwand, werden sie hellhörig, denn dieser Kassenbong stammt von einer Raststätte an der Autobahn in Wer Tirol, genau auf der Route, wo der Zeuge aus Italien später das Handy fand.
Die Ermittler können daraufhin die Videoaufnahmen der Tankstelle sichten, wo der Kassenzettel ausgestellt wurde. Und auf den Aufnahmen ist nicht Dean zu sehen, sondern der Geschäftspartner Ugur. Ugur fuhr in Österreich nicht den auffälligen Range Rover von Dean, sondern einen kleinen Renault Twingo. Die Ermittler stellen fest, dass er dort Cashcodes kaufte, um Preaid Karten zu erwerben, um mit einer noch unbekannten Nummer telefonieren zu können.
Aber das 25. Ermittlerteam, was da jetzt schon an dem Fall dran war, konnte nachvollziehen. Ogos Handy legte dieselbe Strecke zurück wie das Handy von Alexandra. Es muss also mit ins Ausland genommen worden sein, das Handy, oder hat er sogar Alexandra mit ins Ausland genommen? Nun fragen sich natürlich die Ermittler, ob er die Leiche mitgenommen haben könnte oder ob sie am Leben war, aber sie gehen eher nicht davon aus, dass Alexandra noch leben könnte und das schon recht rasch nach ihrem Verschwinden.
Das Auto war auch sehr klein, ebenso der Kofferraum. Man hat nicht damit gerechnet, dass man sie tot oder lebendig mitgenommen hat. Man wollte wohl eher damit eine falsche Spur legen, das Handy eben mit ins Ausland zu nehmen, um vorzutäuschen. Alexandra sei vielleicht ins Ausland gefahren und hat sich eben dort irgendwo abgesetzt, um die Spur eben vielleicht von sich selbst abzulenken.
Der Verdacht gegen Dean, aber auch gegen seinen Freund Ugur, etwas mit dem Verschwinden zu tun zu haben, wird natürlich immer größer. Ugo behauptet außerdem, er sei gar nicht im Ausland gewesen. Der Weil finden die Ermittler heraus, dass die beiden Männer vorher die Wegstrecke bis zur Ablagestelle des Handys gegoogelt hatten.
Auch ließ man vorsorglich Winterreifen auf das Auto aufziehen. Es ist definitiv kein gewöhnlicher vermissten Fall, mit dem man es hier zu tun hatte. Nach wenigen Tagen, mittlerweile der dritte Tag nach ihrem Verschwinden, besteht natürlich immer noch die Hoffnung, dass Alexandra vielleicht doch noch leben könnte und man entschließt sich dann zu einer Öffentlichkeitsverhandlung und die Presse berichtet intensiv über die vermisste schwangere Frau aus Katzwang.
Die Ermittler wissen von den zahlreichen Immobilien Alexandras, erst einmal scheinen sie diese aber nicht genau unter die Lupe zu nehmen. Doch die Immobilie in Limbach Schwabach, für die am Tag des Verschwindens Besichtigungstermine ausgemacht waren, wird dann auf einmal interessant. Schließlich hätte sie an dem Morgen ja noch dort sein können, um nach dem Rechten zu sehen, was aufzuräumen oder wie auch immer.
und man entschließt sich dann das Haus genauer zu untersuchen. Im Inneren finden die Ermittler ein fast leerstehendes Haus vor. Die Küche für die neuen Mieter war gerade im Aufbau. Ein paar Kartons von Alexandra lagerten dort schon. Was für die Ermittler aber viel wichtiger gewesen ist, in dem Haus wird ein Ohrstecker gefunden, der definitiv Alexandra gehörte, sowie mehrlagig übereinander geklebtes Panzertape.
Und auf diesem Panzertape, so geben es Kriminaltechniker später an, klebten zweifelsfrei Haare von Alexandra, teilt sogar zwischen den Klebschichten. Hat man vielleicht versucht, sie in diesem Haus zu überwältigen, ihr den Mund zu kleben wollen, ihr in einem Kampf den Ohrstecker abgerissen? Auch Speichel von Alexandra wird am Klebeband gefunden.
Man musste nun dringend wissen, wer Alexandra dort überwältigt hat und schaut sich Kameraaufnahmen aus der Nachbarschaft an. Also die Ermittler haben da wirklich exzellent gearbeitet, finde ich, wenn man das jetzt alles schon so hört. Um 8:27 Uhr, kurz nachdem sie nämlich Mia in den Kindergarten gebracht hat, wird der BMW von Alexandra gefilmt.
Hinter ihr fährt in einer Nebenstraße ein alter SUV. Alexandra fuhr sehr wahrscheinlich direkt zu der zu vermieteten Immobilie. Auf den Aufnahmen sieht man, daß der SUV den BMW verfolgt. Es ist anzunehmen, dass Alexandra am Haus angekommen und dort recht schnell überwältigt worden ist, denn eine halbe Stunde lang gibt es keine Kameraufzeichnungen.
Um 8:58 Uhr sieht man den SUV wieder auf den Aufnahmen. Einmal stoppt dieser sogar auf einer Nebenstraße und Ug öffnet eine Tür. Vermutlich lag dort Alexandra, die sich eventuell mit aller Kraft gewährt hat. Als der SUV kurz stoppt, bremst der BMW von Alexandra, den Dean gefahren haben muss hinter ihm. Er steigt aber nicht aus. Ugur T.
Spielt nun also eine viel größere Rolle als nur derjenige, der vielleicht ein Handy ins Ausland gebracht hat. Hat er mit dem Verschwinden oder sogar dem Tod von Alexandra mitzutun oder halten die beiden Männer sie immer noch in ihrer Gewalt? Der 15. Dezember 2022 verstreicht. Alexandra sscheint natürlich nicht vor Gericht und der Gerichtsprozess, bei dem es um die ungerechtfertigten Forderungen von fast 800.000 € geht zerplatzt.
Da man mittlerweile davon ausgehen muss, dass Alexandra getötet worden sein könnte, startet die Polizei nicht nur eine Öffentlichkeitsfandung nach ihr, sondern auch nach dem Rangewo den Dean an diesem Tag gefahren haben soll. Und es gibt tatsächlich Zeugenaussagen. Der Wagen soll nahe der Anlagestelle für Flusskreuzfahrten geparkt gewesen sein.
Direkt am mein Donor Kanal suchen Bootseinheiten, Sonargeräte, Taucher und Polizeikräfte. Alles nach Alexandra ab. Der Kanal wird großflächig durchkämmt. Auch nahe der Wohnung und der Kita von Tochter Mia wird die Suche erweitert. Aber leider findet man weder in Gewässern noch in umliegenden Suchradius eine Spur von Alexandra.
Eigentlich müsse man meinen, das sei ein gutes Zeichen, aber je mehr Zeit verstrich, desto unwahrscheinlicher wurde es, dass sie noch am Leben sein könnte. Die Ermittlungen werden gegen Georg mittlerweile komplett eingestellt. Im März 2023 Monate nach Alexandras Verschwinden kommt neue Bewegung und Hoffnung in den Fall.
In Rot keine 20 Kilometer von Alexandras Wohnung entfernt, wird in einer Babyklappe ein kleiner Junge gefunden. Man hat erst Hoffnung, Alexandra oder ihre Entführer hätten das Baby vielleicht dort hineingelegt, aber der Entbindungstermin von Alexandra war längst vorbei. Sie hätte Anfang Februar entbinden sollen. Die Ermittler entschließen sich dazu, die Telefone und Fahrzeuge von Dean und Ugo zu überwachen.
Beide fühlten sich jedoch extrem sicher auch in den Gesprächen, die man hören konnte. Selbst bei wiederholten Durchsuchungen fühlten sie sicher. Geog ist mittlerweile psychisch so fertig, dass er sich einen Rechtsanwalt genommen hat. Da die beiden ja aber nicht verheiratet waren und das Kind ungeboren gewesen ist, hat er rechtlich keinerlei Handhabe gehabt.
Auch Alexandras Familie nimmt sich einen Rechtsbeistand. Sie sind mit dem Nerven am Ende. Die Eltern beten in ihrer Heimat oft mit dem dortigen Pastor dafür, dass Alexandra noch lebt. Halten sich den Medien gegenüber aber fern. Die Ermittler tun der Wahl alles um den Fall aufzuklären und finden heraus, daß Dean Zugang zu einer Fahrzeughalle hatte mit zwei Nebenräumen.
Diese Halle liegt in Sindersdorf einer Gemeinde im Landkreis Rot, etwa eine halbe Stunde von Nürnberg Katzwang entfernt. Der Estrich in der Halle wurde offensichtlich frisch erneuert. Ansonsten ist die Halle fast komplett leer und ungenutzt, bis auf einen Besen. Zuvor lag in dieser Halle Laminat. Die Vermutung, der Ermittler ist groß, dass Alexandra vielleicht unter diesem Boden vergraben sein könnte.
Man stemmt also den Beton auf, findet jedoch nichts, aber man durchsucht die Umgebung mit Spürhunden, Hubschraubern und Einsatzkräften. Wie erwähnt, findet man in der Halle zumindest aber einen Besen und dieser wird mitgenommen und spurentechnisch untersucht und der Schmutz von diesem Besen wird ausgekämmt und man findet an diesem Besen Haare von Alexandra und diese Halle kannte sie überhaupt nicht, da sie erst nach der Beziehung der beiden überhaupt eine Rolle gespielt hat.
Sie muss mit hoher Wahrscheinlichkeit aber zur Tatzeit dort gewesen sein. Wurde sie da eventuell getötet? Es handelte sich, so stellte man fest, nicht um ausgefallene Haare, sondern um ausgerissene Haare. Im Fall von Alexandra. Geht beim Landgericht Nürnberg zudem ein Brief ein. Ein konkretes Datum habe ich nicht gefunden. Allerdings wird dieser Brief Anfang 2023 von einem Schriftgutachter untersucht und man geht davon aus, dass Alexandra diesen Brief am Tag ihres Verschwindens geschrieben hat.
In dem Schreiben an das Gericht nimmt sie alle Anschuldigungen und Geldforderungen gegen Dean zurück, lässt ihn wieder in einem sehr guten Licht dastehen und auch die Forderung über eine halbe Millionen zieht sie zurück. Alle zivilrechtlichen Klagen und Vorwürfe wurden damit also von ihr in Anführungszeichen zurückgenommen. [räuspern] Und für die Ermittler ist das Schriftstück natürlich anfangs auch schon ein Problem, denn es entlastet natürlich Dean hier in allen Punkten.
Aber wer nun denkt, es sei professionell verfasst worden, so ein Schreiben würde man ja eigentlich von einer Bank Angestellten erwarten, der irrt gewaltig. Ihr müsst euch vorstellen, dieser kurze Brief an das Gericht wurde auf ein Blanco Druckerpapier geschrieben mit Kugelschreiber und das keineswegs ordentlich, sondern einer ja teils leserlichen, teils der unleserlichen Schrift ohne Zahlenführung.
Das wirkt insgesamt sehr unprofessionell und passt überhaupt nicht zu ihr. Und das heutzutage zum Glück für fast alles Gutachter gibt, lässt man auch hier prüfen, ob der Brief überhaupt von Alexandra verfasst wurde. Zur Verwunderung stellt das handschriftliche Gutachten dann aber fest bzw. der handschriftliche Gutachter fest, es muss wirklich Alexandra gewesen sein, die diesen Brief verfasst hat.
Aber so zeigt dieses Gutachten auch auf, sie muss diesen Brief in einer absoluten Ausnahmesituation geschrieben haben. Auch das kann man heutzutage feststellen, denn die Unterschiede in der Handschrift zeigen dem Gutachter, dass sie enorm unter Druck, Stress, vielleicht sogar Todesangst gestanden haben muss.
In dem Schreiben sind manche Stellen stärker eingefärbt. Mal gibt’s schmalere mal breitere Buchstaben und unterschiedlich große Wörter. Also insgesamt ein sehr untypisches Schreiben an ein Gericht oder generell ähm war das eben sehr sehr wir und untypisch für sie, die sonst ja sehr korrekt war. Ich habe mir dazu auch die Crimetime AED Dokumentation angesehen über den Fall und fand das sehr interessant, wie der Gutachter das im Detail so bewertet hat.
Da könnt ihr den Brief übrigens auch sehen. Also, wer die Doku noch nicht kennt, ich habe sie auf jeden Fall verlinkt. Habe auch einige meiner Informationen aus dieser Doku und einem sehr guten Podcast entnommen, den ich auch mit verlinken werde. Die Ermittler nehmen sich daraufhin noch einmal den Rangehrower von Dean vor und seine Aktentasche.
Der Aktentasche hatte man zuvor gar keine Bedeutung beigemessen, ebenso wenig dem Druckerpapier auf dem Rücksitz. Sie entnehmen die ersten und untersten Seiten des Druckerpapierstapels und können mit einer speziellen Technik die Seiten durchdrücken. Ich kenne das z.B. noch aus meiner Kindheit ihr wahrscheinlich auch mit so Farbstiften, wenn man stark auf einem Blog geschrieben hat und auf dem Blatt darunter dann eben noch die Abdrücke sehen konnte, was derjenige zuvor geschrieben hat.
Und dabei kam heraus, das Schreiben von Alexandra hat sich auf dem Papier im Wagen von Dean durchgedrückt. Auch stellt man fest, dass er Briefmarken im Auto hatte und genau diese Briefmarke fehlte, um das Schreiben eben ans Gericht zu senden. Das war auch genau dieselbe Briefmarke, die da eben angekommen ist. Das konnte man alles nachvollziehen.
Und an seiner Aktentasche hang ein Kugelschreiber, an dem Alexandras DNA festgestellt wurde, dass sie dieses Schreiben also unter Zwang von Dean und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Ugur verfasste es jetzt mehr als wahrscheinlich. Da sie in der Lagerhalle zu Tode kam, das konnte man nicht beweisen, aber der Brief wird wohl dort geschrieben worden sein und sie muß ja auch dort gewesen sein.
Und mittlerweile haben die Ermittler über Monate so viele Beweise gesammelt, dass es ausgereicht hat, beide Männer, Ugo und Dean werden festgenommen. Die Festnahme erfolgte am 6. September 2023 bei einem Zugriff um 6 Uhr morgens. Beide verhalten sich ruhig, sind wohl immer noch davon überzeugt, dass ihnen nichts passieren kann.
Georg ist erleichtert über die Festnahme, je mehr Zeit verstreicht, es sind nun immerhin schon 9 Monate oder waren neun Monate, desto klarer wird ihm, dass seine Alex wohl nicht mehr zurückkommen wird. Denn das Gericht und die Ermittler gehen in ihrer Anklage davon aus, dass sie getötet worden ist.
Nur den Leichtnamen hat man nicht finden können. Es handelt sich also um einen reinen Indizienprozess. Dieser begann am 9. April 2024 am Landgericht Nürnberg führt, 16 Monate nach dem Verschwinden von Alexandra. Den beiden Angeklagten wurde unter anderem Geiselname, Mord und das Vortäuschen eines Verschwindens vorgeworfen.
Beide hätten zu Beginn die Möglichkeit gehabt, sich zu äußern, haben aber zu den Anschuldigungen geschwiegen. Auch Alexandras Eltern und ihr Bruder sind vor Gericht anwesend, allerdings nur einen Prozesstag lang, da sie es nicht ertragen haben. Aber ihre Eltern haben vor Gericht ausgesagt, z. Beispiel, dass sie keinen guten Eindruck von Dean hatten, dass ihrer Tochter aber nie so hätten deutlich sagen wollen.
Auch habe ihre Tochter ihnen erzählt, dass sie Angst vor Dean hatte. Am dritten Prozesstag hat Georg als Geschädigter die Möglichkeit vor Gericht auszusagen. Er erscheint in einem weißen T-Shirt, auf dem das Ultraschallbild seines ungeborenen Sohnes abgedruckt gewesen ist. Vor Gericht schildert er erneut seinen Eindruck von Dean und wie extrem er unter der ganzen Situation leide.
Insgesamt werden im Prozessert Zeugen und zehn Sachverständige gehört. Das ist schon eine Hausnummer. Das ist aber nicht unüblich bei einem reinen Indizienprozess ohne Leiche. Es gibt nach wie vor auch keinen Hinweis darauf, dass Alexandra freiwillig verschwunden sein könnte. Bei der Mordart ging man übrigens von einer ja blutarmen Tat aus, also ersticken, erwürgen, erdrosseln, wobei ich anmerken möchte, wenn der Laminatboden aus der Lagerhalle entfernt wurde, könnte ich mir im Nachhinein durchaus eine blutigere Tat vorstellen.
Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Mein Wunsch ist hier wirklich nur, dass die arme Alexandra nicht sehr leiden musste, als sie umgebracht wurde, wovon man hier wirklich ausgeht. allein die Vorstellung mit einem Baby im Bauch hochschwanger ermordet zu werden und eigentlich ja auch noch eine Tochter zu Hause zu haben, das ist für mich unvorstellbar, diese Vorstellung und ähm das ist so erschreckend und es tut mir so unfassbar leid für diese Frau und die vielen digitalen Spuren, das Panzertape und der aufgefundene Ohrring in Limbach,
die sprachen eben klar dafür, dass sie überwältigt worden sein musste. Und zudem wird am Panzertape auch ein Fingerabdruck eines der Angeklagten gefunden. Also auch wieder ein Indizer. Auch wird einer der Angeklagten von einer Nachbarin gesehen, wie er am Haus mit dem Handy auf und abging, wo Alexandra drin gewohnt hat oder in Limbach.
Das ist mir jetzt nicht ganz klar, in welchem Haus das war, aber auf jeden Fall da, wo sie sich eben gerade befunden hatte. In der Gesamtschau lässt die Vielzeit der Spuren keinen anderen Schluss zu, als dass Alexandra von beiden Angeklagten getötet worden sein muss. Am 33. Prozessstag, 25. Juli 2024 fällt schließlich das Urteil.
Beide Angeklagten erhalten eine lebenslange Freiheitsstrafe für gemeinschaftlich begangenen Mord, gemeinschaftlich begangenen Computerbetrugs, Nötigung, Freiheitsberaubung mit Todesfolge und unerlaubten Schwangerschaftsabbruch. Beide schwiegen den gesamten Prozess über. Ja, und hier wird natürlich dann nicht zweifacher Mord, sondern nur unerlaubter Schwangerschaftsabbruch aufgeführt.
Wir hatten schon mal so einen Fall und da habe ich auch ganz klar gesagt, ich erinnere mich noch daran, dass für mich eigentlich ein Doppelmord und nicht ein unerlaubter Schwangerschaftsabbruch, aber leider ähm seht der Gesetzgeber das in diesem Fall dann so. Ebenfalls wurde auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt.
Auch die Mordmerkmale Heimtücke sowie Arg und Wehrlosigkeit, Habg und die Vertuschung einer Straftat sah das Gericht als erwiesen an. Insgesamt also drei Mordmerkmale. Das kommt auch nicht unbedingt häufig vor Prozessen, dass das so in dem Umfang festgestellt wird. Und Georg war nach dem Urteil natürlich erleichtert, bestimmt auch die Familie von Alexandra.
Im schlimmsten Fall hätte es natürlich auch mit einem Freispruch für die beiden Angeklagten enden können, was aufgrund der vielen Indizien und Spuren aber sehr unwahrscheinlich gewesen wäre, denke ich. Aber bei einem Prozess, wo eben es keinen Leichnamen gibt, also ein sogenannter Prozess Mord ohne Leiche, ist es natürlich trotzdem immer noch möglich.
Auch in jeglichen anderen Gerichtsprozessen ist natürlich ein Freispruch, immer auch eine Möglichkeit. Ja, Dean und Ugo legten auch nach dem Urteil Revision ein. Jedoch bestätigte der Bundesgerichtshof im Späteren das Urteil genauso und es blieb dann eben auch bei der besonderen Schwere der Schuld. Die Lebensplanung von Georg, der zwei Tage nach Alexandras Verschwinden die Schlüssel für das gemeinsame Haus erhalten sollte, ist natürlich jetzt dahin, wie ein Podcast über den Fall berichtete, war damals allerdings, und jetzt kommt’s, nicht nur Alexandra
schwanger von Georg, sondern auch eine andere Frau. Ob Alexandra davon wusste, das ist mir jetzt nicht klar. Aber wenn ich mir den Fall so in der Gesamtschau betrachte, hatte Georg wohl doch ein ehrliches Interesse an einer Zukunft mit Alexandra und nicht mit dieser anderen Frau.
Ich finde es nur ziemlich schade, dass er da so zweigleisig gefahren ist. Vielleicht hatten die beiden aber auch eine offene Beziehung. Alexandra wusste damals wohl ja auch von den anderen Frauen an de Seite, zumindest bestimmt von einer im Laufe der vielen Jahre. Ähm, vielleicht war das für sie auch so in Ordnung, aber wenn ich das mir so anhöre, ähm ja, tut es mir einfach für sie so leid, dass sie da noch jemanden hatte, also noch eine weitere Frau, die ein Kind erwartete von ihrem Partner, obwohl sie ja eigentlich ihre eigene kleine Familie gründen wollte. Und dann
war da ja noch jemand, der bald auch ein Kind erwartete und er hat aber scheinbar nur Alexandra geliebt, aber trotzdem stelle ich mir diese ganze Situation schwierig vor und am Ende wird sie dann auch noch ermordet, hochschwanger und ja in der Gesamtschau einfach tut es mir für Alexandra so unglaublich leid, auch wenn ich Georg auf jeden Fall abnehme, dass er sie sehr geliebt hat.
Das will ich damit gar nicht sagen. Ich find es nur irgendwie ein wenig traurig, wenn man das so hört. Bis heute ist unklar, wo Alexandras Leichtnamen sein könnte. Sie wäre am 5. Februar 2023 vielleicht Mutter geworden, zumindest war da ja der errechnete Geburtstermin, auf den sie sich so sehr gefreut hatte und ähm ich mag mir ihre letzten Minuten wirklich überhaupt nicht vorstellen und dann wahrscheinlich dieses Verbringen im Auto dann zu dieser Lagerhalle und wahrscheinlich gefesselt, geknebelt, damit sie sich ja auch nicht irgendwie
noch aus dem Auto hätte befreien können. eine absolute Horrorvorstellung und nur weil jemand da der Geldtan zugedreht worden ist, ermordet man eine hochschwangere Exfreundin und tötet in meinen Augen einen weiteren kleinen Menschen und entreist auch mir ihrer Mutter. Ich finde, schlimmer geht’s wie gesagt wirklich nicht und die Strafe ist hier mit der besonderen Schwere der Schuld meiner Meinung nach mehr als angemessen und ich hoffe so sehr für die Angehörigen und Liebsten von Alexandra, dass sie irgendwann wenigstens erfahren,
wo ihr Leichnam ist, um sie würdig bestatten zu können. Sie wurde übrigens jetzt auch 2026 für Tod erklärt, also wenige Jahre, nachdem der Prozess dann ja zu Ende gegangen ist. Und ähm ja, man geht hier also definitiv nicht mehr davon aus, es wurde ja auch schon jetzt von der Justiz so ähm sage ich mal geklärt, dass sie noch am Leben ist.
Davon geht man einfach nicht mehr aus und dass sie irgendwann noch mal auftaucht und sagt: “Hey, hier bin ich und hat vielleicht ihren Sohn auf dem Arm.” Das würde ich natürlich von Herzen wünschen und allen Beteiligten, aber ähm davon äh muss man anhand der Spurenlage hier definitiv nicht mehr ausgehen. Leider, leider ist das so.
Und für Mia tut es mir auch so leid, dieses kleine Mädchen, was eine Mutter in Alexandra gesehen hat, die scheinbar ein super Verhältnis zueinander hatten. Eine Frau, die sich immer Kinder gewünscht hat und deswegen ja auch Mia so gut angenommen hat seit dem Säuglingsalter oder Babyalter und dann geht das so zu Ende, dass ihr die Bezugsperson genommen wurde und wie es ihr heute geht, weiß ich nicht.
Ich denke oder hoffe, es geht ihr gut und dass man sich da gut um Mia gekümmert hat und auch darum, dass sie das irgendwie verarbeitet. Darum geht’s ja auch und ich hoffe, dass das Beste gegeben wurde von allen Beteiligten und ähm dass sie heute hoffentlich ein glückliches Leben hat, die kleine Maus. Aber ähm ja, das ist wirklich für so viele Beteiligten hier eine unglaublich schreckliche Geschichte und dass ich diese beiden Männer, die für den Tod von Alexandra jetzt verantwortlich gemacht wurden, nicht darüber Gedanken gemacht haben, was sie da eigentlich tun. Also,
wie kann ich denn eine Frau, die zusätzlich noch schwanger ist, wirklich kurz vor der Geburt noch töten und äh genau auch wissen, die hat eine kleine Tochter zu Hause und entrei der ihre Mutter? Und wie kann ich überhaupt jemand töten, der ein Baby im Bauch hat? Es gibt ja auch aus den USA so viele Berichte, wo es dann Frauen gibt, die schwangeren Frauen den Bauch aufschneiden und das Kind da rausholen.
Die Mutter stirbt in den meisten Fällen dann ja auch. Ähm, das kann ich mir genauso wenig vorstellen, wie das, was die beiden da gemacht haben. Also, [seufzt] wie kann man so etwas nur eine Menschen antun, ne? Ich werde das nie verstehen. Ja, ihr Lieben, das ist wirklich ein sehr, sehr, sehr trauriger Fall, der so viele Leute natürlich fassungslos gemacht hat und denke ich mal, auch so viele Leute in Erinnerung haben, weil sie eben hochschwanger gewesen ist und verschwunden ist.
Solche Fälle bleiben, glaube ich, zumindest Frauen auch viel viel mehr noch hängen, wie gewöhnliche vermissten Fälle. Ja, ihr Lieben, das war jetzt der Fall von Alexandra aus Bayern für euch. Ich hoffe, ähm euch hat die Folge gefallen. Kann man in dem Fall nicht sagen, weil wem gefällt so eine Tat, aber ich hoffe, ich habe sie gut rüber gebracht und ähm ihr habt vielleicht noch das eine oder andere Detail erfahren oder kanntet den Fall vielleicht auch noch gar nicht und fandet ihn interessant.
Ähm ja, ich freue mich wie immer bei YouTube über einen Kommentar zum Fall, auch gerne einen Kommentar für den Algorithmus, ein Däumchen nach oben oder gerne auch hypen, liken und teilen, wenn ihr mögt. Das hilft auch meine Reichweite zu steigern und ähm auf den Podcast Portalen freue ich mich immer über eine gute Bewertung oder ein Däumchen nach oben.
Das hilft meinen kleinen Kanal eben auch bekannter zu werden. Und ähm ja, wer mag, darf mich auch gerne auf meinen jeglichen ähm Portalen äh abonnieren, also Facebook, Instagram oder auch TikTok. Ähm, da poste ich auch manchmal kleine Wheels zu anderen Kriminalfällen und poste auch immer die Fälle, die dann bald erscheinen oder auch da dürft ihr gerne eure Wunschfallvorschläge hinschicken.
So, ihr Lieben, jetzt beende ich aber die heutige Folge. Bleibt gesund, bleibt sicher und genießt das schöne Wetter, hoffentlich ohne gesundheitliche Beschwerden. Und ja, wir hören uns beim nächsten Mal, bei einer nächsten Folge. Bis dahin, ihr Lieben, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast.
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