Paukenschlag nach dem „Let’s Dance“-Finale: Warum Joel Mattli der RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ überraschend den Rücken kehrt T
Paukenschlag nach dem „Let’s Dance“-Finale: Warum Joel Mattli der RTL-Show „Ninja Warrior Germany“ überraschend den Rücken kehrt
Es sollte eigentlich eine Zeit des Durchatmens und des Feierns sein. Nach Wochen voller schweißtreibender Proben, eleganter Rhythmen und emotionaler Höhepunkte auf der Tanzfläche von „Let’s Dance“ feierte Joel Mattli kürzlich den hervorragenden dritten Platz im großen Finale der beliebten Tanzshow. Doch während die Fans des sympathischen Schweizer Athleten noch über den grandiosen Erfolg jubelten, folgte bereits der nächste Paukenschlag – diesmal allerdings mit einem zutiefst traurigen Unterton. In einem bewegenden und sehr persönlichen Statement auf seinem offiziellen Instagram-Kanal wandte sich der 32-jährige Sportler an seine treue Fangemeinde und verkündete eine Nachricht, die in der deutschen TV-Landschaft für Bestürzung sorgt: Joel Mattli wird in diesem Jahr nicht bei „Ninja Warrior Germany“ an den Start gehen.
Für viele Anhänger des Hindernis-Parcours ist diese Hiobsbotschaft ein regelrechter Schock. Schließlich gehört der gebürtige Schweizer seit Jahren zu den absolut prägenden Gesichtern und unbestrittenen Topstars des Erfolgsformats. Neun Staffeln in Folge kämpfte er sich mit eisernem Willen, phänomenaler Athletik und unvergleichlicher Leidenschaft durch die extrem anspruchsvollen Parcours der RTL-Show. Er galt für viele Nachwuchsathleten als Vorbild und für die Konkurrenz als einer der stärksten Anwärter auf den begehrten Titel des „Ninja Warrior“. Dass ausgerechnet im zehnten Jahr seiner möglichen Jubiläumsteilnahme Schluss sein soll, wirft bei vielen Zuschauern drängende Fragen auf. Doch Joel Mattli ließ seine Fans nicht im Dunkeln stehen und erklärte in aller Ausführlichkeit, welche Verkettung von Umständen zu dieser schweren Entscheidung geführt hat.
Verschobene Drehzeiten durch die Fußball-Weltmeisterschaft
Wer die Hintergründe der Absage verstehen möchte, muss einen Blick auf den Terminkalender des TV-Senders RTL werfen. Die Vorbereitungen auf das globale Großereignis der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft hatten weitreichende Auswirkungen auf die gesamte Programmplanung des Senders. Zahlreiche Großproduktionen mussten zeitlich neu strukturiert und vorverlegt werden, um Überschneidungen mit dem Sport-Event zu vermeiden. Davon betroffen waren schlussendlich auch die Dreharbeiten für die elfte Staffel von „Ninja Warrior Germany“. Anstatt wie üblich zu einem späteren Zeitpunkt im Jahr im Fernsehen produziert zu werden, wurden die Aufzeichnungen der spektakulären Parcours-Läufe kurzerhand in dieses Frühjahr vorgezogen.
Genau diese organisatorische Verschiebung wurde dem 32-jährigen Eidgenossen zum Verhängnis. Denn zur selben Zeit, in der in den Produktionshallen von „Ninja Warrior Germany“ die Hindernisse aufgebaut wurden, stand Mattli bereits intensiv für „Let’s Dance“ vor den Kameras. Die zeitliche Überschneidung war absolut kompromisslos und stellte den Athleten vor eine Herkulesaufgabe, die sich schlussendlich als unlösbar herausstellte. Wer die körperlichen und zeitlichen Anforderungen beider Sendungen kennt, ahnt schnell, dass eine gleichzeitige Absolvierung beider Formate an die Grenzen des menschlich Machbaren gestoßen wäre.
Das Spezialangebot von RTL – und warum Joel Mattli dankend ablehnte
Dass Joel Mattli ein essenzieller Baustein des Erfolgs von „Ninja Warrior Germany“ ist, war natürlich auch den Verantwortlichen beim Sender RTL bewusst. Man wollte den beliebten Schweizer Star unter keinen Umständen kampflos ziehen lassen. Wie Mattli in seinem klärenden Gespräch gegenüber dem TV-Magazin „Punkt 12“ preisgab, machte das Produktionsteam ihm sogar ein außergewöhnliches Entgegenkommen: Der Sender schlug vor, den Drehplan so anzupassen, dass Joel lediglich in einer einzigen Vorrunde der kommenden Staffel antreten müsste. Auf diese Weise hätte er trotz des straffen Terminplans Teil der Show bleiben und seine beeindruckende Serie fortsetzen können.
Doch zur Überraschung vieler lehnte der ehrgeizige Schweizer dieses reizvolle Angebot dankend und konsequent ab. Eine halbe Sache kam für den Profisportler schlichtweg nicht infrage. Mattli begründete diese Absage mit seinem persönlichen Anspruch an Qualität und Fairness. Wenn er an einem Wettkampf teilnimmt, möchte er dies mit vollem Einsatz und bester Vorbereitung tun. Eine unzureichende Vorbereitung hätte nicht nur sein Verletzungsrisiko drastisch erhöht, sondern entsprach auch nicht seiner professionellen Einstellung gegenüber dem Sport und den Zuschauern.
Volle Konzentration auf das Abenteuer „Let’s Dance“
Der Hauptgrund für das Nein zu „Ninja Warrior Germany“ lag in der immensen Belastung begründet, die das Format „Let’s Dance“ mit sich brachte. Die Teilnahme an der Tanzshow ist weit mehr als nur ein wöchentlicher Auftritt im Rampenlicht. Hinter den Kulissen fordert das Format den Prominenten körperlich und mental alles ab. Neben den wöchentlichen Live-Shows, die unter enormem Druck und hoher Nervenanspannung stattfinden, verschlingt vor allem das tägliche Training unzählige Stunden. Das Erlernen komplexer Choreografien, das Feilen an der richtigen Haltung und die Perfektionierung der Schritte verlangen absolute Hingabe.
„Ich liebe Ninja Warrior und habe dieser großartigen Show total viel zu verdanken. Natürlich wollte ich also auch in der elften Staffel dabei sein“, erklärte Mattli in seinem emotionalen Instagram-Statement. Doch der Schweizer betonte zugleich, dass es in diesem Moment nicht allein um seine persönlichen Befindlichkeiten ging. „Aber diesmal geht es nicht nur um mich alleine“, so der 32-Jährige weiter. Diese Worte verdeutlichen, wie sehr ihm das Wohl und der Erfolg seines Umfelds am Herzen liegen.
In diesem Kontext spielte vor allem seine enge Zusammenarbeit mit seiner professionellen Tanzpartnerin Malika Dzumaev (35) eine entscheidende Rolle. Über die Wochen des gemeinsamen Trainings hinweg schweißt die harte Arbeit auf dem Parkett ein Tanzpaar eng zusammen. Mattli verspürte gegenüber der 35-jährigen Profitänzerin eine klare Verpflichtung und eine tiefe Verantwortung. Er wollte den gemeinsamen Erfolg im Wettbewerb nicht durch Ablenkungen oder körperliche Überlastung gefährden. Eine Parallelnutzung seiner Kräfte für den extrem knallharten Ninja-Parcours hätte das gemeinsame Tanzprojekt geschwächt – ein Risiko, das der faire Schweizer seiner Partnerin gegenüber keinesfalls eingehen wollte.
Die Reaktionen der Fans und der Blick in die Zukunft
Die Reaktionen der riesigen Anhängerschaft auf das emotionale Statement fielen gemischt, aber von großer Empathie geprägt aus. Während viele Fans das Fehlen des sympathischen Schweizers in der neuen Staffel von „Ninja Warrior Germany“ tief bedauern und betonten, dass die Show ohne seine Präsenz einen ihrer strahlendsten Helden verliert, stieß seine ehrliche und faire Begründung auf breite Zustimmung. In zahlreichen Kommentaren lobten die Zuschauer seinen Charakter, seine Loyalität gegenüber Tanzpartnerin Malika Dzumaev und seinen Mut, Nein zu sagen, wenn die Belastungsgrenze erreicht ist.
Auch wenn die Enttäuschung über die verpasste elfte Staffel groß ist, bleibt für die Zukunft Hoffnung bestehen. Joel Mattli hat mit keinem Wort angedeutet, dass dies sein endgültiger Abschied aus der Welt des Hindernissports sein soll. Seine Liebe zum Parcours und zu der engen Ninja-Community ist nach wie vor ungebrochen. Nach einer wohlverdienten Pause und der Aufarbeitung der intensiven Erlebnisse der vergangenen Monate stehen die Chancen gut, dass der Schweizer Athlet in einer der zukünftigen Staffeln wieder angreifen wird. Bis dahin bleibt den Fans der Rückblick auf eine fantastische „Let’s Dance“-Staffel, in der Joel Mattli einmal mehr bewiesen hat, welch außergewöhnlicher Sportsmann und Publikumsliebling er ist.

