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Allein am Strand – was mit Toya Cordingley dann geschah, ist unfassbar! T

Allein am Strand – was mit Toya Cordingley dann geschah, ist unfassbar!

Der weiße Sandstrand von Vangetti Beach war für die 24-jährige Toui Cardingley schon immer ein Ort voller Kraft. Am 21. Oktober 2018 machte sie dort wie gewohnt einen Spaziergang mit ihrem Hund. Doch als die Sonne hinter dem Horizont verschwand, kehrte sie nicht nach Hause zurück.

 Am nächsten Morgen fand ihr Vater den Hund. Das Tier war am Leben aber fest an einen Baum im Dickicht gebunden. Der Hund schien etwas zu wissen, konnte es aber nicht mitteilen. Nur wenige Dutzend Meter entfernt entdeckte der Vater in einem flachen Erdloch etwas, das Leben in Australien für immer verändern sollte. Dies ist die Geschichte einer vier Jahre andauernden Suche nach einer Vermissten, die sich über den Ozean erstreckte.

Kerns liegt an der Nordostküste Australiens im Bundesstaat Queensland. Die Region ist bekannt für ihre atemberaubende Natur. Für die meisten Bewohner und Besucher fühlt sich dieser Ort wie ein wahres Paradies an. Hier wurde Tui Kardingle am 14. Juni 1994 geboren. Sie wuchs im Vorort von Kerns auf.

 In Tuis frühem Leben ließen sich ihre Eltern scheiden. Die Kinder hatten mit der Trennung zu kämpfen, hielten aber den Kontakt zu beiden Elternteilen aufrecht. Nach einiger Zeit beschlossen die Eltern wieder zusammenzukommen. Sie erkannten, dass sie nicht ohneinander leben konnten und versuchten erneut ihr Familienglück zu finden.

 Mein Name ist Lukas Falkner. Sie sehen den Kanal Fokusfall. Danke, dass Sie meinem Content schauen. Ich freue mich über Ihr Abo und Like. Viel Spaß beim Zuschauen. TI wurde als sehr positive und fröhliche junge Frau beschrieben, die ihre Individualität gern betonte. Sie scheute sich nicht auffällig zu sein und experimentierte mit ihrem Aussehen.

 Sie genoss die Zeit mit Freunden und war oft Mittelpunkt bei Feiern. Außerdem liebte sie Tiere und arbeitete in einem örtlichen Tierheim für Katzen und Hunde. Nach dem Schulabschluss begann Tui ein Studium im Bereich Pharmazie. Trotz der hohen Belastung fand sie immer Zeit für ehrenamtliche Arbeit mit Tieren.

 Anfang 2016 änderte sich ihr Alltag etwas, denn sie hatte einen Freund. Sie lernte einen jungen Mann namens Mark Heideinrei kennen. Er und seine Familie teilten ihre Liebe zu Tieren. Mark selbst hatte mehrere Hunde. Bis 2018 waren Tui und Mark seit zwei Jahren ein Paar und hatten große Zukunftspläne. Sie verstanden sich hervorragend und sahen sich bald als Ehepaar.

 Beide planten eine Familie. Zu diesem Zeitpunkt hatte Tui ihre Ausbildung abgeschlossen und arbeitete als Pharmazeutin in einer örtlichen Apotheke. Alles schien gut zu laufen und niemand konnte sich vorstellen, dass ihre gemeinsame Zukunft nicht Wirklichkeit werden könnte. Am 21. Oktober 2018 begann für Tui ein ganz normaler Tag.

 Früh am Sonntagmorgen machte sie sich auf den Weg zur Arbeit in der Apotheke, wo ihre Schicht gegen Mittag enden sollte. Danach wollte sie den Hund von Mark abholen und mit ihm am Strand spazieren gehen. Nach der Arbeit besuchte sie zunächst einen kleinen Markt am Stadtrand von Kerns. Dort gab es viele provisorische Stände und man konnte interessante Dinge finden.

 Um 12:45 Uhr verließ sie das Marktgelände und kontaktierte Mark. Nach einem kurzen Gespräch stieg sie in ihr Auto und fuhr los. Den Hund holte sie erst gegen 2 Uhr nachmittags ab. Schnell machte sie sich zu Hause fertig, stieg mit ihrem vierbeinigen Freund ins Auto und fuhr los, da sie schon spät dran war und nicht zu spät nach Hause zurückkehren wollte.

 Mark sollte gegen 5 Uhr ankommen. Das Paar plante den Rest des Abends gemeinsam zu verbringen. TI fuhr zu einem Strand namens Wetti. Dieser lag etwazig Kilometer nördlich von Kerns. Sie besuchte diesen Strand und ähnliche abgelegene Orte oft. Sie bevorzugte solche Küstenabschnitte für ruhige, entspannte Spaziergänge. Laute Gesellschaften und fremde an belebten Stränden mochte sie nicht.

 Im Gegensatz zu den meisten Touristen, die Spaß im Sand und den Wellen suchten, suchte sie als einheimische nicht Unterhaltung, sondern Ruhe und Erholung. Sie kam oft allein oder mit den Hunden hierher, um den Kopf freiubekommen und nachzudenken. Es war immer ruhig und sicher, sodass sie keine Angst hatte, allein zu bleiben.

 Solche Spaziergänge dauerten meist nicht länger als eine Stunde. Sie ließ den Hund oft von der Leine, damit das Tier herumrennen und spielen konnte, während sie selbst in Gedanken versunken war. Danach stieg sie ins Auto und fuhr nach Hause. Doch diesmal nicht. Als Mark um 5 Uhr nachmittags nach Hause kam, fand er TI nicht vor.

 Er begann sofort sie anzurufen und Nachrichten zu schreiben, doch Tui ignorierte alle Versuche, Kontakt aufzunehmen. Zunächst war Mark nicht allzu besorgt. Er wusste, dass sie ihr Handy im Auto gelassen haben könnte, weil sie absolute Ruhe suchte. Der Hund fehlte jedoch, sodass kein Zweifel daran bestand, dass sie an die Küste gegangen war.

Stunden vergingen. Marx Anrufe und Nachrichten wurden immer dringlicher, doch es blieb still. Schließlich begann er sich ernsthaft Sorgen zu machen. Gegen 9 Uhr abends verlor er die Geduld und meldete sie als vermisst. Die Polizei nahm die Anzeige ohne Verzögerung auf und sprach sofort mit ihm.

 Leider wusste Mark nicht genau, wohin Tui gegangen war. Er vermutete, sie sei entweder am Clifton Beach oder am Wengetti Beach, ihren Lieblingsplätzen. Nachdem er der Polizei davon erzählt hatte, kontaktierte er Tis Familie, informierte sie über die Situation und traf sich mit ihnen persönlich. Alle waren sehr beunruhigt. Die Polizei begann mit der Suche, doch es war bereits dunkel und die Aussichten waren ungewiss.

 Zuerst überprüften sie die genannten Orte. Am Clifton Beach fanden sie nichts Verdächtiges, nicht einmal Touis Auto, das sie immer auf dem Parkplatz am Strand abstellte. Gegen 10:30 Uhr abends erreichten die Beamten den Watty Beach. Dort war es bereits stockdunkel. Mehrere Polizisten durchkämten die Gegend mit Taschenlampen, doch das reichte nicht aus.

 Der Strand war abgelegen und völlig unbeleuchtet. Die Suche wurde abgebrochen und auf den nächsten Morgen verschoben. Als Tis Vater davon erfuhr, war er außer sich vor Sorge. Er wollte nicht bis zum Morgengrauen warten und beschloss selbst nach seiner Tochter zu suchen. Er wusste, dass einsame Strände gefährlich sein konnten und war überzeugt, dass sie in Gefahr war und Hilfe brauchte.

 Gegen Mitternacht holte er Touis Mutter und ihren Freund Mark ab. Gemeinsam fuhren sie zum Wengti Beach. Am Parkplatz angekommen, entdeckten sie sofort Tis blaues Auto, ein Hinweis darauf, daß sie in der Nähe sein musste. Doch auch sie standen vor dem gleichen Problem wie die Polizei. Es gab keinerlei Beleuchtung, nur Taschenlampen und das Mondlicht spendeten etwas Licht.

 Trotzdem gingen sie weiter in Richtung Strand. Bald fanden sie den Hund, den Tui mitgenommen hatte. Das Tier war etwa 800 m vom Parkplatz entfernt an einen Baum gebunden. Die Leine war so straff und hoch befestigt, dass der Hund kaum sitzen konnte. Offensichtlich hatte das Tier dort mehrere Stunden allein verbracht, war aber unverletzt.

Toys Mutter brachte den Hund zurück zum Auto und wartete dort auf ihre Tochter. Der Vater und Mark setzten die Suche fort. Doch trotz aller Bemühungen fanden sie Tui nicht bis zum Sonnenaufgang. Zur gleichen Zeit, als die Polizisten die Station verließen, um die Suche am Wengetti Beach fortzusetzen, entdeckte Toys Vater etwas, das aus dem Sand in der Nähe der Wasserlinie ragte.

 Als er näher kam, erkannte er, dass es ein menschliches Bein war. Nach dem Freilegen fand er die Leiche seiner Tochter in einem flachen Erdloch im Sand. Sie war ohne Kleidung. Von Anfang an war klar, dass ihr Tod kein Unfall war. An ihrem Körper fanden sich zahlreiche Stichverletzungen, darunter tiefe Einstiche und Schnittwunden sowie Abwehrverletzungen.

Die schwerste Verletzung war eine tief durchtrennte Kehle. Der Mann kontaktierte sofort die Polizei und meldete den schrecklichen Fund. Kurz darauf trafen die Beamten am Strand ein und begannen mit der Spurensicherung. Das gestaltete sich jedoch schwierig, da die Gezeiten die meisten Kleidungsstücke und persönlichen Gegenstände des Mädchens ins Meer hinausgetragen hatten.

Der Leichnah wurde nun dem Gerichtsmediziner übergeben. Er entdeckte dutzende Wunden, verursacht durch scharfe Waffen, vor allem im oberen Körperbereich. Der Täter schien gezielt, lebenswichtige Organe anzugreifen, denn Lunge und Leber des Mädchens waren durchstochen. Die Kehlenverletzung war so schwer, dass sie binnen weniger Minuten zum Tod führte.

 Zudem wurde das Opfer missbraucht, was den Tatmotiv zweifelsfrei bestätigte. Nach Abschluss aller Untersuchungen wurde die Verstorbene beigesetzt. An diesem traurigen Tag versammelten sich über vier Menschen in der Kapelle von Karens. Familie, Freunde und besorgte Anwohner, die die Familie gut kannten. Inzwischen hatte sich die Nachricht von dem brutalen Mord am Wengetti Strand weit verbreitet.

 Viele fürchteten sich abgelegene Strände zu betreten und forderten die Polizei zu schnellem Handeln auf, damit nicht noch jemand Opfer des Unbekannten Täters wurde. Die Lage war von Anfang an schwierig. Es war unklar, wer das Mädchen angegriffen haben könnte. Eine groß angelegte Suche nach Beweisen wurde organisiert, an der neben der Polizei etwa 100 Mitglieder der örtlichen Gemeinschaft teilnahmen.

Dabei konnten mehrere Kleidungsstücke des Opfers gefunden werden. Die Ermittler gingen davon aus, dass die Suche beim engsten Umfeld von Toja beginnen sollte, da die Tat sehr brutal war. Das deutete auf Eifersucht, Groll, Rivalität oder andere starke Gefühle hin, die nur eine nahstehende Person empfinden kann.

 Toja war vielen Bewohnern der Vorstadt bekannt und wurde positiv wahrgenommen. Untersuchungen bei Familie und Bekannten ergaben, dass sie keine Feinde oder Widersche hatte. Sie war nicht verfolgt worden und hatte keine Konflikte. Zur Sicherheit überprüften die Ermittler alle Familienmitglieder, doch alle konnten ein sicheres Alibi vorweisen.

 Niemand konnte Toja angegriffen haben. Damit schien die Ermittlung in einer Sackgasse zu stecken. Nur eine nahestehende Person konnte die seltsamen Beweise erklären. Toja war nicht schüchtern und konnte sich verteidigen. Außerdem war sie in Begleitung eines recht großen Hundes, der jeden Eindringling hätte abschrecken müssen.

 Trotzdem wehrte sich das Tier nicht und konnte sogar an einen Baum gebunden werden, ohne verletzt zu werden. Das bestätigte die Annahme, dass Täter und Opfer sich kannten. Doch alle Verdächtigen hatten ein stichhaltiges Alibi. Einige wurden durch die GPSdaten ihrer Handys überprüft, doch auch das brachte keine Ergebnisse. Die Liste der Verdächtigen blieb leer.

Viele Fragen blieben offen. Z.B. Wie konnte der Täter den Tatort unbemerkt verlassen? Der Angriff erfolgte am helligten Tag. Man vermutete, daß zufällige Zeugen ihn gesehen haben könnten. Doch niemand hatte sich bei der Polizei gemeldet. Die Ermittler begannen deshalb Aufnahmen von Überwachungskameras aus dem Parkplatz und entlang des Weges zum Wangetti Strand zu sichten.

 Zunächst konzentrierten sie sich auf die Zeit zwischen 12 und 19 Uhr. Die Ereignisse konnten schnell rekonstruiert werden, da Toja am Tag ihres Todes gearbeitet hatte. Es war ein gewöhnlicher Tag für sie. Die Ermittler sprachen mit allen, die an diesem Tag Kontakt zu ihr hatten und möglicherweise etwas Verdächtiges bemerkt hatten.

 Als diese Maßnahmen keine Ergebnisse brachten, wurde eine weitere Pressekonferenz abgehalten, bei der die Öffentlichkeit um Hinweise gebeten wurde. Die Polizei suchte nach Männern, die in der Nähe des Wengetti Strands lebten, sich verdächtig verhielten und eine Vorgeschichte von Belästigungen gegenüber Frauen hatten. Die Ermittler hofften auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Nach der Obduktion stand fest, dass die Tat sexuell motiviert war. Doch die Beweislage war äußerst dünn. Ein DNA Profil des Täters wurde erstellt und mit einer Datenbank registrierter Straftäter abgeglichen, doch ohne Treffer. Nach dem öffentlichen Aufruf gingen über 100 Hinweise von Einwohnern der Stadt und der Umgebung ein.

Viele Informationen mussten nun geprüft werden. Unter den Meldungen waren mehrere Berichte über Verstöße am Sonntag. Dadurch konnten einige Bußgelder verhängt werden, doch die Suche nach dem Täter kam nicht weiter. Ende des Jahres 2018 erhielten die Ermittler weitere Überwachungsaufnahmen. Mit deren Hilfe wurde Toja auf dem Markt gesehen.

 Danach wurden ihre Schritte genau verfolgt. Während eines kurzen Einkaufs erwarb sie einen bunten Korb aus Weide. Anschließend stieg sie in ihr Auto und fuhr weg. Ihre Route führte zuerst zu ihrem Haus und von dort aus zum Vengetti Strand, diesmal in Begleitung ihres Hundes. Niemand schien ihr nachzustellen. Alles wirkte normal. Die Ermittler hatten verschiedene Vermutungen.

 Es wurde angenommen, dass das Opfer zufällig ausgewählt wurde. Da klar war, dass der Täter am Wengetti Strand wartete, konzentrierte man sich darauf, Fahrzeuge in der Gegend zu überprüfen. Stundenlange Aufnahmen von Überwachungskameras wurden gesammelt, um den Täter zu identifizieren. Der Zeitraum wurde auf eine Stunde vor und nach der Tat eingegrenzt, die zwischen 5 und 6 Uhr nachmittags stattfand.

 So konnten etwa 70 Fahrzeuge ermittelt werden, die überprüft werden mussten. Die Ermittler trafen sich nicht nur mit den Autobesitzern, sondern sprachen auch mit einigen Mitfahrern. Die umfangreichen Kontrollen dauerten etwa dre Monate. Im Januar 2019 gelang es den Ermittlern, die Liste von 70 Fahrzeugen auf nur eines zu reduzieren. Der Besitzer des blauen Alpha Romeo war ein Mann namens Ratchwinder Sing.

 Er war in der Region Punjab geboren und aufgewachsen. Einige Jahre vor dem Angriff am Strand hatten er und seine Familie beschlossen, nach Australien auszuwandern, da sie sich dort ein besseres Leben erhofften. So lebten sie etwa 80 km vom Wengetti Strand entfernt. Rajwinder war ein fleißiger, anständiger Familienvater mit drei Kindern.

 Er arbeitete als Krankenpfleger und kümmerte sich um ältere Menschen. Er hatte keine Schwierigkeiten, eine Anstellung in einem Krankenhaus in Queensland zu finden. Er war zudem gebildet, sprach drei Sprachen, darunter Englisch. Doch Menschen aus einem näheren Umfeld schilderten ihn anders, ruhig, zurückgezogen und mit einigen Eigenheiten.

Mehrere Monate vor der Tragödie bemerkten viele aus einem engsten Kreis, dass sich sein Verhalten zunehmend veränderte. Er wirkte immer niedergeschlagener, sprach kaum mit anderen und nahm sich häufig ohne Erklärung frei von der Arbeit. Die Lage schien sich zu verschlechtern. Einige vermuteten, er leider an einer depressiven Störung, doch er lehnte jegliche Hilfe ab.

 Neben den Kameraufnahmen wiesen mehrere Zeugen auf Ratschwinder hin. Mit fortschreitender Untersuchung tauchten immer mehr Hinweise auf. Es stellte sich heraus, dass der Mann etwa 15 bis 20 Minuten vor Tojas Ankunft in der Wengti Gegend gesichtet wurde. Er saß in seinem Auto auf dem Parkplatz und schien aufmerksam zu sein, als das Mädchen ankam.

 Sie ging in Richtung Strand und kurz darauf stieg der Hauptverdächtige aus einem Auto und folgte ihr. Er blickte sich vorsichtig um, als wolle er sicherstellen, daß niemand ihn beobachtete. Was genau am Strand geschah, blieb ein Rätsel, da dort keine Kameras installiert waren. Rajwind das Handy wurde daraufhin überprüft.

 Es stellte sich heraus, dass sein letzter Standort sehr nah an den Funktmasten in Strandnähe registriert wurde. Das bestätigte die Vermutung. Der Mann war zur Tatzeit der einzige weitere Mensch am Wengetti Strand, abgesehen von seinem späteren Opfer. Interessanterweise wurde sein Handy nicht sofort ausgeschaltet, sondern erst zu einem Zeitpunkt, der mit dem mutmaßlichen Todeszeitpunkt von Toja übereinstimmte.

Offenbar wollte er seine digitale Spur verwischen, doch er handelte zu spät und entlarfte sich selbst. Mit diesen Informationen machten sich die Ermittler auf den Weg zu dem Haus, in dem Radwinder mit seiner Familie lebte. Doch dort war er nicht anzutreffen. Nur seine Frau und die Kinder blieben in der Wohnung zurück.

Die Frau berichtete, dass ihr Mann in der Nacht des 22. Oktobers 2018 plötzlich verschwunden sei. Das fiel zeitlich genau mit der Suche nach dem Mädchen am Strand zusammen. Seitdem wußte sie nicht, wo er sich aufhielt oder was geschehen war. Es wirkte merkwürdig, daß jemand, der in ein anderes Land gezogen war und das Leben dort liebte, so plötzlich alles hinter sich ließ.

 Er gab keine Erklärung für sein plötzliches Verschwinden und verriet nicht einmal, wohin er gehen wollte. Alles deutete auf eine spontane Flucht hin. Die Frau erinnerte sich genau an den Abend der Tat. Sie hatte noch nichts von dem Vorfall erfahren, als die Suche nach Toja begann. Doch sofort fiel ihr auf, dass ihr Mann sich ungewöhnlich verhielt.

 Ratschwinder kam zu ungewöhnlich später Stunde nach Hause, ohne Kontakt aufzunehmen. Er schloss sich in sein Zimmer ein und etwa eine Stunde später kam er heraus und sagte, er müsse dringend verreisen. Er packte nur seine Sachen und verließ die Familie ohne Fragen zu beantworten. Laut seiner Frau zog sich die Reise in die Länge.

 Rinder war nicht erreichbar, doch sie war überzeugt, dass er noch in Australien war. Die Familie ahnte nicht, daß seine Flucht weit über einen einfachen Urlaub hinausging. Die Ermittler versuchten, den zeitlichen Ablauf zu rekonstruieren, in der Hoffnung, dass der Täter den Kontinent nicht verlassen hatte. Doch dem war nicht so.

 Bereits am Morgen nach seinem Verschwinden flog er zuerst nach Sydney. Von dort kaufte er ein weiteres Ticket, jedoch nicht für die Rückkehr. Tatsächlich floh der Tatverdächtige in seiner Heimat Indien. Es dauerte mehrere Wochen, bis die Polizei all dies herausfand. So konnte der Hauptverdächtige ungehindert Australien verlassen und nach Deli fliegen.

 Weitere Überprüfungen ergaben, dass er unmittelbar nach Tojas Tod Sydney und dann nach Indien gebucht hatte. Das wirkte keineswegs wie ein Zufall. Zudem kündigte er seinen Job, verließ Frau und Kinder, darunter ein neugeborenes Baby. Dieses Verhalten erschien äußerst verdächtig. Alles, was ein anständiger Familienvater über Jahre aufgebaut hatte, ließ er innerhalb weniger Stunden hinter sich.

 Man vermutete, dass er so der Verantwortung für den Mord entgehen wollte, denn im gemeinsamen Wohnort gab es genügend Spuren seiner DNA. Die Ermittler konnten mehrere Proben sichern und ein Profil erstellen, das genau mit dem auf dem Körper des Opfers nach der Tat gefundenen übereinstimmte. Das bestätigte alle Verdachtsmomente gegen ihn.

 Nun waren die Ermittler von seiner Schuld überzeugt. Die Fahung nach Ratschwinder begann. Er wurde international zur Fahndung ausgeschrieben, doch das brachte erhebliche bürokratische Hürden mit sich. Neben der Flucht auf einen anderen Kontinent versteckte sich der Täter in seinem Heimatland Indien, das etwa anderthalb Milliarden Einwohner zählt.

Zwar wurde seine Ankunft registriert, doch dann verlor sich seine Spur. Ihn zu finden, war wie die Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Eine Rekordbelohnung von einer Million Dollar wurde für Hinweise ausgesetzt, die zu seiner Festnahme führten. Doch die australische Polizei gab nicht auf. Sie arbeitete eng mit den indischen Behörden zusammen, um eine Auslieferung von Ratchwinder Sing zu erreichen, sobald er gefunden würde.

 Auch die indischen Behörden suchten auf ihren Gebiet nach ihm. Trotz aller Bemühungen war dies bis zum Herbst 2020 nicht gelungen. Die Spur zu Ratchwinder wurde erst im November wieder entdeckt, als er einen schweren Fehler beging und sich verriet. Der Mann nutzte einen Messengerdienst, um mit seiner Familie zu kommunizieren.

 Es stellte sich heraus, dass der Verdächtige seinen Namen geändert, einen Bad wachsen lassen und in einem abgelegenen Dorf in Punjab gelebt hatte, wo niemand Englisch sprach. Doch die Schwierigkeiten begannen erst. Neben der öffentlichen Empung in der australischen Stadt litt auch Tojas Angehörige unter dem Geschehen.

 Jahre vergingen und der Täter, der das unschuldige Mädchen brutal ermordet hatte, war weiterhin auf der Flucht. Die bürokratischen Probleme waren noch nicht gelöst, doch Ratchwinder wurde von der indischen Polizei genau überwacht. Sie konnten ihn in der Nähe seiner Heimatstadt aufspüren und bald wurde er festgenommen. Er bestritt jedoch alles und behauptete, er habe Toja am Strand getroffen, als sie von unbekannten Männern angegriffen wurde und er sei angeblich nicht beteiligt gewesen.

 Die Auslieferungstermine wurden lange nicht festgelegt, doch die Arbeit ging weiter. Parallel zur Unterzeichnung verschiedener Dokumente führte die indische Polizei auch eigene Ermittlungen gegen Ratschwinder durch, um sicherzustellen, dass die Auslieferung gerechtfertigt war. Die Suche nach Gerechtigkeit auf zwei Kontinenten nahm viel Zeit in Anspruch.

Schließlich im März 2021 wurden bedeutende Fortschritte erzielt. Ein australisches forensisches Labor übergab eine DNA Probe, die auf Tojas Körper gefunden worden war. Aufgrund der erdrückenden Beweislage wurde der Mann Ende 2022 verhaftet und inhaftiert. Anfang 2023 stimmte Ratschwinder der Auslieferung nach Australien für den Prozess zu.

Als die ersten Verhandlungen im Jahr begannen, hatte die Staatsanwaltschaft eine solide Beweisgrundlage aufgebaut. Doch der Angeklagte fand einen guten Anwalt, der einige Beweise anzweifelte. Der Verteidiger argumentierte: “Sein Mandant könne das Mädchen und ihren Hund nicht allein überwältigt haben.

 In den Prozess wurde die These eingebracht, dass eine Gruppe von Personen oder eine enge Bekannte des Opfers beteiligt gewesen sein müsse, die das Mädchen in Sicherheit wiegte und den Hund weglockte.” Während des Prozesses behauptete Rajwinda, er habe gesehen, wie sein Freund mit Toja umging und dass er nur ein zufälliger Zeuge gewesen sei.

Doch dieser Freund war längst überprüft und aufgrund eines zuverlässigen Alibis von der Liste der Verdächtigen gestrichen worden. Zum Tatzeitpunkt war er bei der Arbeit und konnte seine Freundin unmöglich töten. Rajwinda gab an, die Täter am Strand gesehen zu haben, wie sie das Mädchen angriffen. Er habe ihr jedoch nicht helfen können, weil die Kriminellen ihn bemerkt hätten.

Deshalb sei er geflohen, um nicht selbst getötet zu werden. Die Jury war uneinig, sodass das Ergebnis der Anhörung für ungültig erklärt wurde. Bei der nächsten Verhandlungsrunde wurde der volle Brutalitätsgrad der Tat deutlich. Der Täter hatte dem Opfer dutzende Stichwunden zugefügt, von denen einige mehrere lebenswichtige Organe gleichzeitig verletzten.

 Schon einzelne Wunden waren tödlich, doch der Täter hatte nicht die Absicht, das Mädchen am Leben zu lassen. Nach der Tat schnitt er ihr die Kehle durch, was jegliche Überlebenschance nahm. Gegen den Angeklagten gab es zahlreiche Beweise. Verdächtige Suchanfragen auf seinen digitalen Geräten deuteten darauf hin, dass er einen Mord geplant hatte.

Rajwinder hatte versucht herauszufinden, wann die Gezeiten am Wengettiand am höchsten waren, um den Zeitpunkt so zu wählen, dass die Spuren der Tat vom Wasser weggespült würden. Er schaltete sein Handy aus, doch nachdem er vom Strand nach Hause fuhr, wurde dies zu einem seiner größten Fehler.

 Er hatte zu spät an die Ortung gedacht. Zusätzlich wurden Hautpartikel von Ratchwinder unter Tojas Fingernägeln gefunden. Es gab Zeugen, die ihn kurz nach der Tat mit stark zerkratzten Händen und im Gesicht sahen. Das hätte nicht passieren können, wenn er unschuldig gewesen wäre. All dies bewies überzeugend seine Beteiligung an dem Verbrechen.

 Die DNA Tests lieferten unwiderlegbare Beweise gegen den Mann. Um das alles glaubhaft zu erklären, begann der Angeklagte seine Geschichte zu ändern. Er versuchte die Geschworenen davon zu überzeugen, dass die intime Begegnung mit Steuer einvernehmlich gewesen sei und dass der Angriff erst danach stattgefunden habe.

 Am Ort des Kampfes, wo der Hund angebunden war, wurde sogenanntes Kontakt DNA Material gefunden, bestehend aus Haut und Schweißpartikeln. Dabei handelt es sich um mikroskopisch kleine Spuren, die normalerweise bei starker körperlicher Anstrengung durch die Hände hinterlassen werden. Ratschwind das Auto wurde kurz, nachdem der Mann als vermisst gemeldet wurde, entdeckt.

 Es stand verlassen auf dem Parkplatz des Flughafens, von dem aus er abgefahren war. Bei der Beschlagnahmung und Laboruntersuchung des Fahrzeugs wurden Bodenpartikel im Innenraum gefunden, die exakt mit dem Sand vom Vengetti Strand übereinstimmten. Allerdings war auf der Strecke zwischen dem Strand und dem Flughafen, wo Ratschwinder nach der Tat gesehen wurde, kein solcher Boden zu finden.

  Vor Gericht gab er schließlich an, es habe am Strand einen Streit zwischen ihm und Toja gegeben. sei ein gewöhnlicher Streit um Tojas Hund gewesen, der ihn angebellt und angegriffen habe. Das habe in ihm einen unkontrollierbaren Wutausbruch ausgelöst, sodass er sich an die weiteren Ereignisse nur noch schlecht erinnern könne.

 Doch der junge Mann bestritt, dass dies möglich sei. Seiner Darstellung nach sei der Hund sehr ruhig und freundlich gewesen und hätte nie ohne Grund oder Provokation gebellt. In der zweiten Verhandlungsphase war die Jury bereits von der Schuld des Mannes überzeugt. Nach kurzer Beratung kam sie zu dem Urteil, dass der 41-jährige Ratchwinder Sing der Täter sei.

 Er wurde des Verbrechens der Vergewaltigung und des vorsätzlichen Mordes an dem Mädchen schuldig gesprochen. Der Richter verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe mit der Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung. Um die Schwere der Tat zu unterstreichen, legte das Gericht die Mindestdauer bis zur Bewährung auf 25 Jahre fest.

 Nach den Gesetzen des Landes werden solche Fälle normalerweise mit 20 Jahren Haft geahndet. Doch wegen der besonders brutalen Umstände wurde die Bewährungsfrist verlängert. Angehörige von Toja erklärten gegenüber Medienvertretern, sie fühlten keine Gerechtigkeit. Solange der Mörder des Mädchens am Leben sei und keine Reue zeige, würden sie ihm niemals vergeben.

Unterdessen prüft Ratschwinder seine Chancen auf Berufung gegen das Urteil und hat diese bereits eingereicht. Er behauptet, die DNA Beweise seien kontaminiert und seine Geständnisse erzwungen worden. To Kardingli wird nie wieder mit ihrem Hund am Strand spazieren gehen. Doch heute steht ihr Name für mehr als nur einen Eintrag in einer Polizeimeldung.

 Er symbolisiert, daß kein Ozean ein Hindernis für die Gerechtigkeit sein kann, wenn die Opfer geliebte Menschen und unterstützende Personen hinter sich wissen. Toas Geschichte soll für uns alle eine bittere Lektion sein. Wir sind es gewohnt, der Schönheit der Natur zu vertrauen. Doch die Welt kann grausam sein.

 Ignoriere niemals das ungute Gefühl, wenn du dich auf einem verlassenen Weg beobachtet fühlst. Schau dich um. Sei wachsam und denk daran, Stille am Strand bedeutet nicht immer Sicherheit. Pass auf dich auf. Sie haben den Kanal Fokusfall gesehen.

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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