10 Jahre versteckte sie ihren Sohn – bis ihn ein Freund verriet: Fall Dana Satterfield T
10 Jahre versteckte sie ihren Sohn – bis ihn ein Freund verriet: Fall Dana Satterfield

Ein perfektes Verbrechen stützt sich immer auf zwei Hauptsäulen, das absolute Schweigen anderer und die Zeit. Als an einem schwülen Sommerabend in einer kleinen Provinzstadt das Leben einer jungen Frau abrupt endete, war der Täter überzeugt, alles bedacht zu haben. Am Tatort fanden sich keine Spuren von ihm.
Zeugen sahen nur eine verschwommene Gestalt, und das Gesetz schützte ihn sicher hinter den undurchdringlichen Mauern seines Elternhauses. Der Täter erhielt das, wovon jeder Verbrecher träumt, 10 Jahre völliger Freiheit, 10 Jahre, in denen er dieselbe Luft atmete wie die Familie seines Opfers, Pläne schmiedete und neue Beziehungen einging, während er in den Augen der Umgebung als vorbildlicher Bürger galt.
Doch das Schicksal und die Kriminalistik folgen eigenen Gesetzen. Die kalte Berechnung des Mörders scheiterte weder an plötzlichen Beweisen noch an einem Geständnis aus Reue. Und als die Falle der Zeit endlich zuschnappte, brauchte die Justiz, die ein ganzes Jahrzehnt ins Stocken geraten war, nur 20 Minuten, um diesen Menschen von den Straßen der Stadt zu entfernen.
Deer Fauler wurde am 16. November 1967 in Spartenberg, South Carolina geboren. Ihre Familie war sehr religiös. Die Eltern besuchten jedes Wochenende mit ihren Kindern die Kirche. Die ganze Gemeinde schätzte und unterstützte sie. Sie galten als das perfekte Beispiel einer amerikanischen Familie. Dana war ein sehr offenes und lebensfrohes Mädchen, das leicht Kontakte knüpfte.
Ihr freundliches Wesen ermöglichte es ihr, schnell mit jedem Menschen eine Verbindung herzustellen, weshalb sie viele Freunde hatte. Für Dana standen Familie und Erfolg an erster Stelle. Nach dem Schulabschluss plante sie aufs College zu gehen, doch dafür fehlte das nötige Geld. Um ihren Traum zu verwirklichen, begann sie in einem Friseursalon zu arbeiten.
Das ermöglichte ihr nicht nur, das erforderliche Geld zu sparen, sondern auch sich selbst zu finden. In dieser Zeit erkannte sie, dass sie ihren eigenen Schönheitssalon eröffnen wollte. Mein Name ist Lukas Falkner. Sie sehen den Kanal Fokusfall. Danke, dass Sie meinen Content schauen. Ich freue mich über Ihr Abo und Like.
Viel Spaß beim Zuschauen. Ungefähr zu dieser Zeit lernte sie einen jungen Mann namens Michael Saterfield kennen. Sie mochten sich sofort und begannen eine Beziehung, die schnell ernst wurde. Bald heirateten sie. Während ihrer Ehe schloss Dana ihre Ausbildung ab und wurde Mutter von zwei Kindern, Ashley und Brandon.
So hatte Dana zwei wichtige Lebensbereiche. Einerseits kümmerte sie sich um ihre Kinder, andererseits baute sie ihre berufliche Tätigkeit weiter aus. Ihr Mann unterstützte sie dabei, den Schönheitssalon in der benachbarten Stadt Robock zu eröffnen, wie sie es sich gewünscht hatte. Dana war stolz auf ihre Erfolge.
Sie hatte viele Jahre investiert, um Geld zu sparen, ihre Fähigkeiten zu verbessern und alle nötigen Zertifikate für die Geschäftseröffnung zu erhalten. Als der Salon eröffnet wurde, waren ihre Kinder noch klein und benötigten viel Aufmerksamkeit. So widmete sie fast ihre gesamte freie Zeit und Energie, sowohl den Kindern als auch dem Salon.
Trotz dieser Belastung gelang es der jungen Frau, Beruf, Familie und Freundschaften unter einen Hut zu bringen. Sie war sehr energisch und vielseitig. Im Sommer 1995 war Dana 27 Jahre alt. Sie führte weiterhin ihr Geschäft, zog ihre beiden Kinder groß und träumte von einer guten Zukunft. Der 31. Juli war ein gewöhnlicher Tag für sie.
Am Morgen brachte sie ihre Kinder zur Schule und fuhr dann zu ihrem Salon, wo sie den ganzen Tag Kunden bediente. Um 20:30 Uhr meldete sich eine Frau namens Diane bei der örtlichen Polizei. Sie war sehr besorgt. Diane erzählte, dass sie an Danas Friseursalon vorbeiging und plötzlich ein merkwürdiges Geräusch hörte. Als sie in den Hinterhof schaute, sah sie eine unbekannte Person aus dem Fenster des Salons springen.
Der Mann bemerkte sie nicht und sie nutzte die Gelegenheit, um wegzulaufen. Diane war sich sicher, dass es nicht Dana war und der Ausstieg durch das Fenster wirkte sehr verdächtig. Sie vermutete, daß ein Eindringling den Salon betreten hatte, möglicherweise mit der Absicht zu stehlen. Deshalb wandte sie sich an die Polizei, da sie sich Sorgen machte und ihrer Freundin helfen wollte.
Noch am Telefon schilderte Diane den Vorfall ausführlich. Kurz vor dem Geschehen gegen 20 Uhr war sie selbst an dem Salon vorbeigegangen und hatte Dea gesehen, die gerade dabei war, den Laden zu schließen. Diane wollte ihr Reinigungsmittel vorbeibringen, die sie in der Gegend an lokale Geschäftsleute verkaufte, eine Nebentätigkeit für zusätzliches Einkommen.
Laut ihrer Aussage war alles in Ordnung. Sie tauschten ein paar Worte aus und gingen dann ihren Wegen nach. Eine halbe Stunde später war Diane erneut in der Nähe. Diesmal auf dem Heimweg. Als sie am Salon vorbeiging, der bereits dunkel war, sah sie den Eindringling. Sie war überzeugt, dass der Täter gewartet hatte, biser gegangen war, bevor er hineinging.
Deshalb entschied sie sich, die Polizei zu informieren. Da sie kein Handy hatte, konnte sie deer nicht direkt erreichen. Sie rannte zum nächsten Laden, schilderte kurz die Situation und die Mitarbeiter dort waren ebenfalls beunruhigt. Sie ermöglichten ihr, die Polizei anzurufen. Diane hatte den Eindringling nur einen kurzen Moment gesehen, doch es war noch nicht dunkel, sodass sie ihn gut beschreiben konnte.
In der Nähe des Ladens parkte ein Streifenwagen, sodass die Polizei innerhalb weniger Minuten am Salon eintraf. Nach der Aussage der Zeugin sollte der Tatort auf Einbruchsspuren untersucht werden. Doch im Salon erwartete die Beamten etwas viel schlimmeres. Als sie eintraten, war das Licht aus.
Die Jalousien waren heruntergelassen, um den Salon für die Nacht zu verschließen. Trotzdem standen die Eingangstür und ein Fenster offen. Die Zeugin bestätigte, dass der Eindringling durch dieses Fenster gesprungen war. Die Polizisten begannen, den Salon mit Taschenlampen zu durchsuchen. Anfangs schien alles normal.
Gegenstände, sogar Haushaltsgeräte und Wertgegenstände lagen an ihrem Platz. Doch als sie den Nebenraum betraten, fiel der Lichtstrahl auf den Körper einer jungen Frau, die keine Lebenszeichen zeigte. Sie war blut überströmt und mit einem Gürtel an der Heizung gefesselt. Die Kleidung war teilweise entfernt. Es war unmöglich, der Frau zu helfen.
Sie war bereits vor dem Eintreffen der Polizei gestorben. Die später durchgeführte Obduktion ergab, dass deer an Erstickung starb. Die Polizisten fanden sie mit einem Gürtel um den Hals gefesselt, der ihr gehörte. Das blutige Gesicht deutete auf schwere Misshandlungen hin. Auch wurde sie Opfer einer schweren Straftat. Die offizielle Identifikation bestätigte, dass es sich bei der Toten um die Salonbesitzerin Dana Satfield handelte, 27 Jahre alt.
Nach Ansicht der Polizisten wurde sie bis zur Bewusstlosigkeit geschlagen. Der Angriff fand im Flur statt. Sie versuchte zu fliehen, doch der Täter holte sie ein, schlug sie und zog sie dann in den Nebenraum, wo die schwere Straftat geschah. Der Täter fesselte ihren Hals mit dem Gürtel, der Deer gehörte, und hängte sie in geringer Höhe über dem Boden auf.
Offensichtlich wollte er sie töten. Da die Frau bewusstlos war, konnte sie sich nicht befreien und starb. Es gab keine Anzeichen für Einbruchsspuren, doch die Eingangstür war nicht verschlossen. Vermutlich betrat der Täter den Salon genau in dem Moment, als Deer ihn schließen wollte. Normalerweise arbeitete sie mit einer Assistentin zusammen, doch diese hatte an diesem Tag frei, sodasser den Salon allein schließen musste.
Dieses Detail wurde von den Ermittlern sofort berücksichtigt. Die Detektive stellten fest, daß der Angriff an einem Tag stattfand, an dem Deonders verletzlich war. Das deutete darauf hin, dass der Täter sie gut kannte und ihren Tagesablauf kannte. Auch das Fehlen von Einbruchsspuren sprach für ein persönliches Motiv.
Ein Raub war definitiv nicht geplant, da weder Bargeld noch Wertgegenstände selbst die offen sichtbaren, gestohlen wurden. Die Zeugin, die den unbekannten Mann durch das Fenster fliehen sah, wurde zur Befragung zur Polizei gebracht. Sie beschrieb den Täter detailliert. Nach ihrer Aussage war es ein junger weißer Mann, etwa 175 cm groß, in einem grünen T-Shirt und Jeans.
Diane arbeitete in der kleinen Stadt und verkaufte Reinigungsmittel an lokale Unternehmer. Dana war nicht nur ihre Freundin, sondern auch eine ihrer treuen Kundinnen. Da die Zeugin regelmäßig in der Umgebung unterwegs war und alle Menschen kannte, die dort lebten, hätte sie auch den Täter kennen können. Leider stellte sich die Situation als deutlich komplizierter heraus.
Obwohl sie das Gesicht des Angreifers gesehen hatte, gelang es ihr nicht, ihn zu erkennen. Die Frau vermutete, dass es sich um einen Fremden handeln könnte. Aufgrund ihrer Angaben wurde eine Phantombildzeichnung erstellt, die in der Umgebung verteilt wurde. Danach fand eine Pressekonferenz statt, in der die Polizei hoffte, Hinweise auf den Täter zu erhalten.
Doch sämtliche Meldungen erwiesen sich als nutzlos. Interessant war nur eine einzige Meldung. Ein Unbekannter meldete sich bei der Polizei, weigerte sich jedoch seinen Namen zu nennen oder sich offiziell mit den Ermittlern zu treffen. Die Familie, auf die er hinwies, wollte nicht freiwillig mit den Behörden kooperieren und es gab keine ausreichenden Gründe, um Durchsuchungsbefehle zu erwirken.
Nach den Zeitangaben begann Deer nicht mehr als 20 Minuten vor dem Überfall, den Salon zu schließen. Genau in diesem Moment wurde sie von ihrer Freundin gesehen. Als Dana aus dem Blickfeld verschwand, blieb dem Täter nicht viel Zeit, unbemerkt in den Friseursalon einzudringen. Er nutzte eine Tür, die noch verschlossen war.
Der Täter griff Deer sofort an, denn sonst hätte sie ihn nicht hereingelassen. Nach der Tat floh der Täter und ließ das unschuldige Opfer chancenlos zurück. Leider erwies sich das Phantombild nicht als so hilfreich, wie er hofft. Dennoch gelang es den Kriminalisten, eine wichtige Spur zu finden.
An der Heizung, an der Dana mit einem Gürtel festgebunden worden war, wurden Fingerabdrücke von zwei Personen entdeckt, die nicht zur Opferin gehörten. Ein Abgleich in der Polizeidatenbank brachte keine Treffer. Angesichts der Umstände begannen die Ermittler den engsten Kreis, um die Opferin zu überprüfen. Ihr Ehemann Michael geriet schnell in den Fokus, da in solchen Fällen häufig die nächsten Angehörigen verdächtigt werden.
Tatsächlich befand sich das Paar im Scheidungsprozess, was für Michael ein mögliches Motiv für den Angriff gewesen sein könnte. Trotzdem bestritt er jede Beteiligung. Obwohl es Differenzen gab, hatten sie sich darauf geeinigt, die Scheidung möglichst friedlich abzuwickeln, um die Kinder nicht zu belasten.
Es gab keine Streitigkeiten über das Vermögen oder das Sorgerecht. Michael war bereit, die Kinder bei der Mutter zu belassen und Unterhalt zu zahlen. Am Tag und am Abend des Überfalls kümmerte sich Michael um die Kinder, die damals acht und 6 Jahre alt waren. Beide bestätigten bei den Vernehmungen, dass ihr Vater den ganzen Abend bei ihnen war und das Haus nicht verlassen hatte.
Zudem bestritt Danas Freundin Wehement, dass der Mann, den sie aus dem Fenster gesehen hatte, Michael ähnlich gewesen sei. Sie kannte ihn sehr gut. Der Ehemann der Verstorbenen war deutlich größer und älter. Außerdem trug er andere Kleidung. Trotzdem blieb Michael für die Polizei verdächtig, auch wenn er bereitwillig mit den Ermittlern zusammenarbeitete und sich freiwillig Lügendetektortest unterzog.
Der Experte stellte fest, dass der Verdächtige die Wahrheit sagte. Dennoch verschlechterte sich Michaels Situation schnell, denn der Fingerabdruck an der Heizung gehörte ihm. Michael erklärte, dass er bei der Renovierung des Salons den Großteil der Arbeiten selbst erledigt hatte. Er berichtete, kurz vor dem Überfall, neue Heizkörper eingebaut zu haben.
Bei der gründlichen Untersuchung des Salons wurden weitere Fingerabdrücke von Michael gefunden, doch er beharte darauf, dass diese während der Renovierung entstanden sein. Das reichte jedoch nicht aus, um ihn als Täter zu überführen. Alle anderen Hinweise sprachen gegen ihn. Zudem beschrieben ihn Bekannte als ruhigen und vernünftigen Menschen, der nicht zu Aggression neigte.
Die Zeugenaussagen Michaels Alibi und das Ergebnis des Lügendetektortests sprachen für seine Unschuld. Nach mehreren Vernehmungen schlossen die Ermittler Michael als Verdächtigen aus, was für ihn eine große Erleichterung bedeutete. Trotzdem führte die Spurensuche zurück zum Ausgangspunkt. Es war weiterhin unklar, wer die harmlose Frau angegriffen hatte.
Die Kriminalisten durchsuchten den Salon Zentimeter für Zentimeter und fanden einen weiteren Teilabdruck. Diesmal in Danas Blut. Dieser Abdruck stammte nicht von ihr, sodass er eindeutig dem Täter zugeordnet werden konnte. Doch auch dieser Abgleich mit der Datenbank blieb ohne Ergebnis.
Selbst wenn der Abdruck vom Täter stammte, war dieser nicht registriert, was die Suche erheblich erschwerte. Die abschließende gerichtsmedizinische Untersuchung bestätigte, dass der Überfall äußerst brutal gewesen war. Dana war mit den Fäusten überwiegend im Kopf und Gesichtsbereich geschlagen worden. Noch wertvoller waren Spuren biologischer Flüssigkeiten, die auf eine sexuelle Gewalttat hindeuteten und weitere Informationen über den Täter liefern konnten.

Leider befand sich die DNA Datenbank zu jener Zeit noch im Aufbau und die damaligen forensischen Technologien waren weit von dem heutigen Stand entfernt. Deshalb konnte kein vollständiges DNA-Pil des Täters erstellt oder mit der Datenbank abgeglichen werden. Die Ermittler konnten nur weiterhin nach Personen suchen, die dem Phantombild ähnlich sahen, um von ihnen DNA Proben zu nehmen und mit dem vorhandenen Muster zu vergleichen.
Mehrere Personen, die sich am Tatabend in der Nähe des Salons aufgehalten hatten und freiwillig mit den Ermittlern kooperierten, wurden überprüft. Doch keiner der DNA Abgleiche ergab eine Übereinstimmung. Die Ermittlungen zogen sich über mehrere Tage hin, bis ein neuer Zeuge auftauchte. Ein Mann namens Ken gab an, am Abend am Salon vorbeigefahren zu sein und etwas ungewöhnliches bemerkt zu haben.
Er sah, dass im Salon kein Licht brannte und die Tür von außen verschlossen wirkte. Dannas Auto stand jedoch noch auf dem Parkplatz. Ken kannte die Besitzerin persönlich und fand dieses Verhalten ungewöhnlich. Seine Aufmerksamkeit galt jedoch zwei unbekannten jungen Männern, die in einem weißblauen Ford Bronco im Salon saßen. Das Fahrzeug parkte neben Daners Auto.
Ken hatte dieses Auto bisher noch nie dort gesehen, besonders nicht zu so später Stunde, wenn der Salon bereits geschlossen war. Einer der jungen Männer wirkte sehr nervös. Er blickte ängstlich um sich, als wolle er sicherstellen, dass ihn niemand beobachtete. Als Ken anhielt und ihn ansah, trafen sich ihre Blicke.
Der Unbekannte schaute Ken aggressiv an und ließ den Blick erst los, als der Mann wegfuhr. Ken schätzte, dass er die Gruppe zwischen 20 und 8:30 Uhr abends gesehen hatte. In diesem Zeitraum ereignete sich auch der Überfall auf Dana. Obwohl nicht sicher war, ob der Besitzer des Ford Bronco tatsächlich mit dem Mord in Verbindung stand, hatten die Ermittler keine anderen Anhaltspunkte.
Sie begannen, alle Halter ähnlicher Fahrzeuge in der Umgebung ausfindig zu machen. Leider führte auch diese Spur nicht zum Täter. Nach mehreren Monaten ohne Fortschritte wurde die Ermittlung fast vollständig eingestellt. In dieser Zeit erreichte die Polizei eine neue Meldung. Ein Gefangener aus dem örtlichen Gefängnis behauptete, sein Zellengenosse Russell Quinn könnte mit dem Mord an deer in Verbindung stehen.
Laut dem Informanten kannte Russell Deer persönlich und hatte mehrfach erwähnt, dass er sie sehr attraktiv fand. Außerdem ähnelte Russell dem Phantombild, war wegen eines Einbruchs mit Diebstahlen Haft und besaß ein ähnliches Fahrzeug, wenn auch ein anderes Modell, aber mit fast derselben Farbe wie Ken beschrieben hatte. Die Ermittler vermuteten, dass Ken das Modell des Fahrzeugs nicht genau erkannt hatte und beschlossen, Russell zu befragen.
Er bestritt seine Beteiligung an dem Mord, gab jedoch zu, dass er tatsächlich Gefühle für Dana hatte. Er besaß sogar ein Foto von ihr. Um alle Zweifel auszuräumen, wurde ein Bild von Russell angefertigt. Dieses Foto sowie fünf weitere wurden der Zeugin Diane gezeigt. Sie deutete auf ihn und sagte, daß ein ähnlicher Mann aus dem Fenster des Schönheitssalons gesprungen sei.
Anschließend wurden DNA und Fingerabdruckproben des Verurteilten mit den am Tatort gefundenen Spuren verglichen. Doch die Ermittler erlebten eine Enttäuschung, da keine Übereinstimmungen festgestellt wurden. Nach diesem Versuch kam die Untersuchung endgültig zum Stillstand. Es gab keine neuen Anhaltspunkte.
Selbst Daners Angehörige zweifelten daran, dass die Gerechtigkeit jemals siegen würde. So vergingen 10 Jahre. Die Tochter der Familie Satfield, Ashley, wurde 18 Jahre alt. Eines Tages fuhr sie zu einer Werkstatt, um das Öl in ihrem Auto wechseln zu lassen. Kurz darauf kam ein Mann namens Michael dazu. Er war ein einfacher Bewohner einer Nachbarstadt und war zufällig in Rabak gelandet, weil sein Auto eine Panne hatte.
Als Michael Ashley sah, war er verblüfft, denn sie ähnelte ihrer Mutter Dana Saterfield sehr. Michael erinnerte sich gut an ihr Gesicht, da die ganze Gegend nur über den Mord an der Frau im Jahr 1995 gesprochen hatte. Er fragte Ashley nach ihr, die erklärte, Dana sei ihre Mutter. Der Mann war noch mehr überrascht, denn er hatte keine Ahnung gehabt, dass das Opfer vor 10 Jahren Kinder hinterlassen hatte.
Er setzte das Gespräch nicht fort und fuhr schnell davon, was Ashley ratlos zurückließ. Dieser seltsame Vorfall bekam eine Fortsetzung. Am selben Abend ging bei der Polizei eine anonyme Meldung ein. Ein Mann, der seinen Namen nicht nennen wollte, erklärte, er wisse, wer Daner getötet habe. Er nannte den Namen Jonathan Wick. Die polizeiliche Überprüfung ergab, daß Jonathan Wick im Jahr 1995 einjähriger Jugendlicher war.
Seine Mutter besaß einen weißblauen Ford Bronco, der dem Waglich, der am Abend in der Nähe des Schönheitssalons gesehen worden war. Jonathan war damals minderjährig, weshalb die Polizei nicht direkt gegen ihn vorging, sondern gegen seine Mutter Mary, die den Schönheitssalon von Dana besuchte. Die Frau bestritt wehement, dass ihr Sohn in das Verbrechen verwickelt sein könnte.
Sie weigerte sich, ihr Auto freiwillig für Untersuchungen zur Verfügung zu stellen und kooperierte überhaupt nicht mit den Ermittlern. Genau auf diese Familie hatte der anonyme Anrufer damals hingewiesen. Es wurde versucht, Haftbefehle zu erwirken, um Jonathan Wick zwangsweise Fingerabdrücke und DNA Proben abzunehmen.
Doch ein Richter lehnte dies wegen des minderjährigen Seins ab. Auch er glaubte nicht daran, daß Jonathan für ein solches Verbrechen verantwortlich sein könnte. Jetzt zehn Jahre später wandte sich der Anonyme erneut an die Polizei und wiederholte seine Aussage von damals. Die Beamten erklärten ihm, dass sie allein aufgrund einer anonymen Meldung keine umfassenden Ermittlungen einleiten könnten.
Deshalb wurde er aufgefordert, seinen Namen zu nennen. Es war derselbe Michel, der zufällig Ashleys Tochter der Ermordeten an der Werkstatt getroffen hatte. Laut dem Informanten war er im Sommer 1995 ein 27-jähriger Mann und kannte Jonathan, weil sie Nachbarn und zugleich Freunde waren. Sie fuhren sich gelegentlich gegenseitig mit ihren Autos. Am 31.
Juli hatte Jonathan Michael gebeten, ihn zum Friseursalon zu bringen, weil er spontan einen neuen Haarschnitt wollte. Angesichts der Zeit und Umstände wirkte das ungewöhnlich. Doch Jonathan überzeugte Michael mühelos. Der ältere Freund wußte genau, daß der junge Mann Gefühle für Dana hatte, trotz des Altersunterschieds. Er stimmte zu, Jonathan zu fahren.
Dieser ging hinein und kam nach einiger Zeit zurück. Jonathan wirkte zerzaust. Seine Kleidung wies verdächtige Flecken auf, die wie Blut aussahen. Er wollte keine Einzelheiten erzählen, was passiert war und Michael wusste damals noch nichts von dem Verbrechen. Erst während der Ermittlungen wurde ihm klar, dass sein Nachbar womöglich in die Tat verwickelt war.
Nachdem er davon erfahren hatte, versuchte Michael mit Jonathan zu sprechen und Klarheit zu bekommen. Doch der junge Mann reagierte äußerst aggressiv und drohte ihm mit dem Tod, falls er weiter nachforschen würde. Daraufhin tätigte Michael einen anonymen Anruf bei der Polizei und berichtete von Jonathan, ohne seinen Namen Preis zu geben, da er Angst vor den Drohungen seines Nachbarn hatte.
Jonathan wurde zwar von den Ermittlern ins Visier genommen, doch sie konnten keine Beweise finden. Michael entschied sich ein weiteres Risiko einzugehen und gab nach 10 Jahren erneut einen Hinweis auf Jonathan, als er Ashleys Tochter traf. Nun, da die Ermittler einen Zeugen hatten, der bereit war, seinen Namen zu nennen, sollte der Fall vorankommen.
Jonathan Wick lebte in Greenwille, weniger als eine Stunde Fahrt von Rabak entfernt. Er war den Behörden wohl bekannt und hatte in den vergangenen 10 Jahren mehrere Straftaten begangen. Für eine davon verbüste er zwei Jahre Haft. Nach seiner Entlassung schien er sein Leben ändern zu wollen. Er hatte nun eine Frau und eine Tochter.
Dennoch gelang es ihm nicht, sich vollständig in die Gesellschaft zu integrieren. Er hatte keine feste Arbeit. Sobald er irgendwo eine Stelle bekam, verlor er sie bald wieder wegen seines schwierigen Charakters und Konflikten mit Kollegen oder Vorgesetzten. Nach seiner Haft wurde er zwei weitere Male verhaftet. Einmal wegen Sachbeschädigung, einmal wegen häuslicher Konflikte.
In beiden Fällen zog die geschädigte Partei ihre Vorwürfe zurück, sodass er nicht bestraft wurde. Als die Polizei Jonathan konfrontierte, bestritt er weiterhin jede Beteiligung an Danas Mord. Er beharte auf seiner Unschuld, selbst als Proben für eine Untersuchung entnommen wurden. Es machte keinen Sinn mehr, sich zu widersetzen.
Die Analyse ergab, dass genau seine biologischen Spuren am Körper des Opfers gefunden wurden. Trotz des Drucks der Ermittler und der erdrückenden Beweise behauptete er keine Ahnung zu haben, wer Daner Saterfield sei. Nach der Rekonstruktion der Ereignisse kam Jonathan am späten Abend des 31. Juli, kurz vor Schließung des Friseursalons an.
Der Haarschnitt war nur ein Vorwand, um hineinzukommen und seine geheime Liebe zu sehen. Michael wusste nichts von seinen Plänen und nahm die Sache mit Ironie. Als er Jonathans Unsicherheit bemerkte, neckte er ihn. Er sagte, wegen des Altersunterschieds von zehn Jahren würde Daner den verliebten Jugendlichen nicht einmal ansehen.
Jonathan geriet den Wut und erklärte, er werde nicht aufgeben. Dann stieg er sofort aus dem Ford Bronco aus. Wahrscheinlich bot er der Frau gleich beim Betreten des Salons seine Beziehung an, doch er hielt eine Ablehnung, die er nicht ertragen konnte. Jonathan war als problematischer und aggressiver junger Mann bekannt, der leicht die Beherrschung verlor und Streit suchte.
Schon in der Schulzeit hatte er oft Konflikte provoziert. Wie vermutet schlug er Deer zunächst bewusstlos, zog sie dann in einen hinteren Raum und verübte eine schwere Tat. Vermutlich wollte er sie ersticken, um einer Strafe zu entgehen. Die Ermittlungen liefen weiter. Es stellte sich heraus, dass er möglicherweise auch für ein weiteres Verbrechen verantwortlich war.
Im Jahr 2002, drei Jahre vor seiner Verhaftung, hatte Jonathan eine Beziehung mit einer Frau namens Heather. Sie waren einige Monate zusammen, bevor sie plötzlich spurlos verschwand. Die Suche begann. Wenige Tage später wurde das Auto der jungen Frau am Grund eines Flusses nahe der Stadt Rock gefunden. Doch von Heather fehlte jede Spur.
Ermittlungen zeigten, dass Heather mehrfach von Jonathan misshandelt worden war. Er galt lange als Hauptverdächtiger für ihr Verschwinden und später für ihren Tod. Seine Schuld konnte jedoch nie bewiesen werden. Er bestritt weiterhin jede Verantwortung, auch in Bezug auf Deer. Während die Untersuchungen andaueren, gab es eine neue Bestätigung der Verdachtsmomente.
Ein Informant aus dem Gefängnis, ein Zellengenosse von Jonathan, berichtete von dessen Geständnissen. In einem Moment der Offenbarung sagte Jonathan, dass er auch nach Danas Tod oft sein Auto in der Nähe ihres Schönheitssalons abgestellt habe, weil er von Schuldgefühlen geplagt wurde. Außerdem gestand er, dass er genau durch das Fenster geflohen sei und nicht durch die Tür, wie es seine Zeugin behauptet hatte.
Angeblich sei er sehr verängstigt gewesen und habe befürchtet, entdeckt zu werden. Eine Überprüfung ergab jedoch, dass der Zellengenosse von Jonathan keine solchen Details wissen konnte, da diese nie veröffentlicht wurden. All dies bestätigte die Erkenntnisse aus den ursprünglichen Ermittlungen. Etwa ein Jahr nach der Festnahme des Verdächtigen, im November 2006 begann der Prozess.
Jonathan Wick beharte weiterhin darauf, unschuldig zu sein, und sein Anwalt versuchte die Geschworen davon zu überzeugen, dass er im Sommer des Jahres 95 nicht einmal in Rabak gewesen sei. Dennoch waren die Beweise gegen den Angeklagten mehr als ausreichend, sodass er für schuldig befunden wurde. Als Jonathan zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, brach er in einen wütenden Ausbruch aus.
Durch Tränen hindurch wiederholte er immer wieder, daß der wahre Täter noch frei sei und erneut töten werde. Zudem wird Jonathan das Recht auf vorzeitige Entlassung im Jahr 2035 zustehen. Jonathan Wick sitzt auch heute noch im Gefängnis, doch diese Geschichte ist noch nicht zu Ende. Die Polizei von South Carolina ist zu 99% sicher, dass Jonathan Wick nicht nur Dana getötet hat.
Nachdem er die Straflosigkeit gespürt hatte, nahm er auch das Leben seiner Freundin Heather. Leider wurde Heathers Leiche bis heute nicht gefunden und es wurde offiziell keine Anklage in ihrem Fall erhoben. Hier bleibt eine wichtige Frage unbeantwortet. Wie hoch ist der Preis mütterlicher Liebe, die einen solchen Menschen schützte? Hätte Jonathan Mutter ihn im Jahr 95 nicht versteckt, als Ermittlungen stattfanden, wäre Hether vielleicht noch am Leben.
Und wo verläuft die feine Grenze? an der mütterliche Instinkt sein Kind zu retten sich in eine Beihilfe zum Bösen verwandelt. Sie haben den Kanal Fokusfall gesehen. Danke fürs Zuschauen und einen schönen Tag. Yeah.