Die Tote vom Wasserloch | Der Fall Zakia Mansour T
Die Tote vom Wasserloch | Der Fall Zakia Mansour

Es ist 1994, Weihnachten. In ganz Deutschland sitzen Familienbeißer. Man isst selbstgebackene Weihnachtske. Lässt sich im engsten Kreis das Festessen schmecken und ist gedanklich vielleicht schon bei der Bescherung. Für viele Kinder ist der Heiligabend sicherlich einer der aufregendsten Tage im ganzen Jahr.
Hässliche Stimmung, die ganze Familie beisammen und na klar die Geschenke. Doch hunderte Kilometer entfernt in einem anderen Land sitzt ein Junge, für den nach diesen Tagen nichts mehr so sein wird wie zuvor. Auch an diesem Tag wird der Junge wahrscheinlich seine Mama vermissen. Sie ist nicht da. Die ist ein paar Tage zuvor nach Deutschland geflogen.
Lange Zeit wird der Junge denken, dass seine Mama ihn einfach alleinelassen hat, weil sie in Deutschland ein neues Leben anfangen wollte. Doch so ist es nicht. Die Mutter des Jungen ist an einem anderen Ort und liegt tot an einem kleinen Dorf mitten im Nirgendwo. etwa 71% der Personen in Deutschland hatte schon mal einen Konsumkredit oder hat gerade einen am Laufen.
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Vielen Dank an Effin für den Support und nun geht’s weiter mit dem heutigen Video. Es ist der zweite Weihnachtsfeiertag 1994. Für die meisten Leute sind die Familienbesuche entweder abgehakt oder die letzten Treffen stehen auf dem Programm. Wer gläubig ist, hat den Weihnachtsgottesdienst hinter sich gebracht. Die Geschenke sind ausgepackt.
Der eine oder andere Zahnbaum zu Hause verliert schon seine Nadeln. In jedem Fall eignet sich der zweite Feiertag bestens für einen ausgedehnten Weihnachtsspaziergang. Auch im niedersächsischen Eikos sind einige Leute unterwegs, um sich die Beine zu vertreten. Viel mehr außer spazieren zu gehen, kann man dort mit Verlaub nicht erleben.
Die Ortschaft mit etwa 480 Einwohnern gehört zu Vordorf, was wiederum zum Landkreis Gifthorn gehört. Und vielleicht ist diese norddeutsche Einöde genau der richtige Ort, um nach dem Weihnachtstrubel ein wenig herunterzukommen. Für einen Spaziergänge endet der harmlose Feiertagsausflug jedoch in einem riesigen Schreck, denn in einem unscheinbaren Wasserloch am Wegesrand sieht er die Leiche einer jungen Frau liegen.
Sie liegt mit dem Gesicht nach unten im teilweise gefrorenen Wasser und bewegt sich nicht mehr. Der Passant macht in dieser Situation genau das Richtige. Er kontaktiert sofort die Polizei. Als die eintreffenden Ermittler die Lage sondieren und den Leichnam umdrehen, dürfte einigen von ihnen das Blut in den Adern gefroren sein. Das Gesicht der jungen Frau ist entstellt, ganz offensichtlich durch massive Gewalteinwirkung.
Der Tatort liegt an einem Seitenweg der Kreisstraße K59. Wenn Leute in der Gegend vorbeifahren, dann am ersten hier. Doch so ein brutaler Mord schreckt das verschlafene Dorf natürlich auf. Für die Polizei gilt es nun erste Spuren zu sichern. Wer ist die Tote? Wer hat sie umgebracht? Und wie ist sie überhaupt hierher gekommen? Vor Ort kann die Polizei immer in eine Fahrzeugspur auf dem Grünstreifen erkennen.
Die Spur ist aber nur einseitig, so als wäre ein Fahrzeug halb auf der Straße, halb auf dem Grünstreifen gefahren. Auf der anderen Seite der Straße liegt ein brauner Manzel im Dickcht und viel schrecklicher Zähne. Im Gras liegen mehrere lose Zähne in mitten von Blutflecken. Sie gehören der unbekannten Toten.
Wer auch immer ihr das angetan hat, ist offenbar mit größter Brutalität vorgegangen. Dieses Spurenbild klingt erst einmal schrecklich, aber irgendwie auch als würde es den Ermittlern nicht viel verraten. Klar, die Reifenspuren sind da und der Mantel ist ein spannendes Beweisstück, aber was soll das einem über das sagen, was eigentlich genau passiert ist? Tatsächlich eine ganze Menge, denn anhand der Spurenlage rekonstruiert die Polizei das so.
Die tote Frau aus dem Wasserloch saß, lebendig wahrscheinlich als Beifahrer in einem Auto. Anhand der Reifenspuren sieht es aus, als habe es sich um einen BMW 5er, Siebener oder ein ähnliches Modell gehandelt. In dem Auto hat es wohl mit der Person am Steuer einen Streit gegeben, weshalb auch immer. Die junge Frau hat versucht aus dem Auto zu fliehen.
Der Fahrer ist mit dem Wagen ein wenig von der Straße abgefahren und ist ihr dann auf die gegenüberliegende Straßenseite hinterher. Er hat die Frauen ihren braunen Mantel zu fassen bekommen und ihn ihr vom Körper gerissen. Dabei ist er auf dem Grasstreifen gelandet. Dann hat der Täter sie niedergeschlagen und dabei so schwer verletzt, dass sie einige ihrer Zähne verloren hat.
Als die Frau schon am Boden war, muß der Täter sie im Kopfbereich weiter mit einer Waffe verletzt haben. Wahrscheinlich wurde ein scharfkantiger Gegenstand benutzt, womöglich ein Beil oder Klappsparten. Das kann man deshalb so eingrenzen, weil die Tatwaffe eben einerseits scharfkantig war, aber auch eine Art Griff gehabt haben muss, denn es sind auch Anzeichen stumpfer Gewalt erkennbar.
Es liegen ein Bruch der Schädeldecke und ein Schädelbasisbruch vor, ebenso wie Brüche im Gesicht, im Kieferbereich und eine Zertrümmerung des Kehlkopfes. Danach wird die Frau schon bewusstlos gewesen sein. Anschließend hat der Täter die Unbekannte 25 m die Straße hinunter zum Wasserloch geschleift und dort hineingeworfen mit dem Gesicht nach unten.
Wie die spätere Obduktion zeigen wird, hat die Frau noch gelebt, als sie in das Wasser gestoßen wurde. Der Täter muss das Gesicht der Frau daraufhin sogar noch in das Wasser gedrückt haben, um ganz sicherzugehen, dass sie seinen Angriff nicht überleben wird. Denn wenn das Gesicht einmal unter Wasser ist, ist völlig egal, wie flach das Gewässer ist.
Wenn man keine Luft mehr bekommt, bekommt man eben keine Luft mehr. Und genau darauf wollte der Täter bei der Jungenfrau offenkundig unbedingt hinaus. Sie wäre auch so an den schweren Verletzungen durch die Schläge gestorben. Letztendlich ist die Todesursache ertrinkend dem zuvorgekommen.
Spuren einesverbrechens gibt es übrigens nicht. Die Polizei steht nun vor einer großen Herausforderung. Nicht nur rennt bzw. fährt ein Mörderfrei herum. Die Ermittler haben anfangs auch keine Ahnung, wer die Tote sein könnte, denn sie hat keine Papiere oder Ausweisdokumente bei sich, auch keine Tasche, keine persönlichen Gegenstände, nicht einmal Schmuck.
Nichts, woran man sie Mitte der 90er schnellmal identifizieren könnte. Also muss die Polizei kleinteiliger vorgehen. In einem aufwendigen Verfahren wird das schwer verletzte Gesicht der jungen Frau rekonstruiert. So kann man auf eigens erstellten Bildern ungefähr erkennen, wie die Tote ausgesehen haben könnte.

Rückblickend muss man sagen, es sind eben die 90er. Die technischen Möglichkeiten sind noch nicht so ausgereift wie heute und das Gesicht der Toten war eben bis zur absoluten Unkenntlichkeit verletzt. Dass man da kein eins zu ein Abbild rekonstruieren kann, liegt auf der Hand. Aber es ist eben die beste Chance, die die Ermittler haben.
Mit diesen Bildern geht die Polizei also an die Öffentlichkeit. Man erhofft sich auch den Mörder schnell zu finden, wenn erst einmal klar ist, um wen es sich bei dem Opfer handelt. In der Theorie klingt das super. In der Praxis ist das schwierig, denn bis die Tote aus dem Wasserloch einen Namen bekommt, wird es sehr, sehr lange dauern. Mehr als 25 Jahre.
Durch anthropologische Analysen wird in den folgenden Jahren nur folgendes klar. Die Tote war etwa zwischen 25 und 30 Jahre alt. Vielleicht ein Ticken jünger, vielleicht ein Ticken älter. Eventuell könnte die Frau so die Analysen aus dem nordfrikanischen oder vorderasiatischen Raum stammen. Es liegt nah, dass die Tote nicht sonderlich vermögend war.
Die Kleidung, in der sie aufgefunden wurde, ist nicht sehr hochwertig verarbeitet. Ganz normale Massenwache, wie man sie schon in den 90ern in Dutzenden üblichen Geschäften in Innenstädten kaufen kann. Der braune Manzel der Frau wurde sogar angepasst und notdürftig etwas kürzer genäht. Sonderlich hochwertig, wurde aber auch da nicht gearbeitet.
Das überlange Innenfutter wurde auch einfach nur mit Sicherheitsnadeln hochgesteckt. Er muss der Toten noch zu groß gewesen sein, denn die Frau war klein und zierlich, der Mantel ist aber Größe 46. Die Schnalle am Rücken dürfte an den Oberschenkeln gehangen haben. Auch wenn die Kleidung nicht von allerfeinster Qualität gewesen sein mag, war die Frau schick angezogen mit dem schweren Wollmantzel, einem schwarzen Samtkleid und Winterstiefel.
Die Schuhe sind ein Modell aus der 1994 aktuellen Winterkollektion von C und A. Zumindest kurz vor ihrem Tod hat sich die Frau also noch neue Winterschuhe geleistet. Als ein Mann den Fahnungsaufruf und die rekonstruierten Fotos der Toten sieht, beschleicht ihn ein ungutes Gefühl. Denn dieses Gesicht, der Kleidungsstil, die Angaben zu alter Größe und Schuhgröße, das klingt alles nach seiner bekannten Ganja.
Nach Ganja, die er seit Weihnachten 1994 nicht mehr erreichen kann. Der Mann kontaktiert umgehend die Polizei, erzählte in der Mitand von seiner bekannten Gan Tilke. Die Thailänderin hat gemeinsam mit dem Zeugen das Weihnachtsfest 1994 verbracht. Vom 23. bis zum 25. Dezember waren die zwei zusammen Vinsen Lu. Danach hat der Mann sie nach Hannover ins Steintorviertel gebracht.
Seither fehlt von Ganja jede Spur. Die 33-jährige lebte mit ihrem Ehemann Wolfsburg Fallersleben und war unter dem Namen Geo und Nock als Sexarbeiterin tätig. vorrangig, um ihre unheilvolle Leidenschaft für Glücksspiel zu finanzieren. Und nun fürchtet der Mann, dass sie nach ihrer Verabschiedung einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte.
Die Polizei kann Verwanse von Ganja ausfindig machen und organisiert eine Speichelprobe, damit man die DNA mit der Toten abgleichen kann. Aber es gibt keine Übereinstimmung. Die Tote aus dem Wasserloch ist nicht Garatilke. Die 33-jährige bleibt somit verschwunden und die junge Fraus Eikost ist noch immer namenlos.
Das bedeutet aber auch, die Polizei hat nun einen vermissten Fall aus derselben Region und aus demselben Zeitraum auf dem Tisch. Ganja mag nicht die Tote aus dem Wasserloch sein, doch dass ihr Verschwinden mit dem Mord an der unbekannten Verbindung steht, ist nicht unwahrscheinlich. Vielleicht kann die Suche nach Ganja, die Polizei, doch irgendwie zur Identität der unbekannten Toten führen.
Also beginnt die Polizei im Umfeld der 33-jährigen Thailänderin zu ermitteln und schon bald gibt es eine interessante Zeugenaussage. Eine Zeugin berichtet Ganja noch im Dezember 94 gesehen zu haben und zwar im Restaurant Chinatown in Wolfsburg. Dabei sei Gani Begleitung einer weiteren Frau gewesen und diese Frau habe einen braunen Mantel getragen.
Genauso einen Mantel wie der der unbekannten Toten. Haben sich die vermisste Ganja und die Ermordete also gekannt? Und steht der Mord an der einen mit dem Verschwinden der anderen in direkter Verbindung? Das sind Fragen, die sich die Ermittler noch heute stellen. Wir leben in Zeiten, in denen der technologische Fortschritt kaum zu bremsen ist und für die Kriminaltechnik ist das ein Segen.
Denn auch wenn noch viel zu viele Ermittlungsaken mit dem berühmten Kennzeichen XY, also ungelöst versehen sind, noch nie waren die Chancen, lang zurückliegende Verbrechen noch aufklären zu können, so hoch wie heute. Und das zeigt auch der Fall der Toten aus dem Wasserloch. Denn auch wenn ihr Mörder bis heute davon gekommen sein mag, ihren Namen kennt man nun endlich.
Es ist 2019. Ein verheirateter Familienvater stellt eine Vermissten Anzeige. Das kuriose dabei, die Person, die als vermisst meldet, ist nicht erst seit ein paar Stunden weg. auch nicht seit gestern, seit einer Woche oder zwei. Nein. Die Person, die ihr mehr als alles andere vermisst, ist seit 25 Jahren verschwunden.
So lang ist es her, seitdem seine Mama ihn, so glaubt, er im Stich gelassen hat. Im Dezember 1994 ist sie aus ihrer Heimat Tunesien nach Deutschland gereist. Sie hat noch einen Brief geschickt, dass die Familie gut auf ihren kleinen Sohn aufpassen soll. Und das war das letzte Lebenszeichen von ihr.
All die Jahre hat ihr Sohn gedacht, seine Mutter habe ihn verlassen für ein neues Leben in Deutschland. Hunderte Kilometer von Zuhause entfernt ohne ihn. Inzwischen ist aus dem Jungen ein erwachsener Mann geworden, der mit seiner eigenen Familie in Österreich lebt. Und jetzt 2019 beschließt er der Frage nachzugehen, die ihn seit einem Viertel Jahrhundert quält.
Was ist mit seiner Mutter geschehen? Auch wenn er noch immer nicht davon ausgehen dürfte, auf eine Antwort zu stoßen, die ihm gefällt, er möchte für sich endlich Gewissheit haben und sicher sein können, was aus ihr geworden ist. Also gibt er eine vermissten Anzeige für seine Mutter Sakia Mansur auf. Erst jetzt erfährt Sakias Sohn, dass sie ihn nie wissentlich zurückgelassen hat und dass sie das Glück, das sie in Deutschland gesucht, nie gefunden hat.
Stattdessen wurde sie grausam ermordet, denn Sakier Mansur ist die mysteriöse Tote aus dem Wasserloch in Eikost. Man geht davon aus, dass sie in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1994 getötet wurde. Mit Hilfe von Angehörigen kann man nun wenigstens ein bisschen rekonstruieren, wie und wo Sakier im Dezember vor ihrer Ermordung in Deutschland unterwegs war.
Also gehen wir noch mal zurück in den damaligen Winter und schauen uns die letzten Tage vor Sakias Tod an. Sakia kommt am 13. Dezember 1994 am Flughafen Hannover an. Genauer gesagt um 11:23 Uhr. Sie hatte einen Direktflug aus Tunesien. Ihren sech Jahre alten Sohn hat sie nicht mitgenommen. Stattdessen passen Verwandte in der Heimat auf ihn auf.
Die junge Mutter hat eine gescheiterte Ehe hinter sich und will sich in Deutschland etwas Neues aufbauen. Sag möchte erstmal allein die Lage checken und einige Dinge regeln, die ebenso anstehen, wenn man in ein neues Land übersiedelt. Ihren Sohn wird sie dann so schnell wie möglich nachholen, wenn alles unter Dach und Fach ist. So zumindest der Plan.
Aber so wird es leider nicht kommen. Keine zwei Wochen nach ihrer Ankunft in Deutschland ist Sakier tot. Nach ihrer Landung am Flughafen in Hannover ruft Sakia von einer Telefonzelle aus Zuause an. Sie telefoniert mit ihrem Sohn und erzählt ihm, dass sie gut gelandet sei. Außerdem habe sie schon im Flugzeug eine neue Freundin kennengelernt, die sie bald wieder treffen möchte.
Bei einem Telefonat mit ihrer Schwester ergänzt Sagier später: “Diese neue Freundin komme aus Wolfsburg.” Ob die beiden Frauen sich wirklich getroffen haben, wissen die Angehörigen nicht. Auch wer die Frau gewesen ist, konnte bis heute nicht abschließend geklärt werden. Aber vielleicht habt ihr gerade eine Vermutung. Dazu gleich noch mehr.
Ihren braunen Manzel, den man später bei ihrer Leiche finden wird, hat Sakia übrigens schon aus Tunesien mit nach Deutschland gebracht, um für die Dezemberkälte gewappnet zu sein. Irgendwann und irgendwie muss Sakier während ihres Aufenthals auch noch einen Verwandten getroffen haben, der zum gleichen Zeitpunkt auch in Deutschland war, denn diese hat der Familie noch vor Weihnachten ein Paket mit zurück in die Heimat gebracht, das Saki ihm für die Familie gegeben hat.
Darin waren Spielzeug und Kleidung für ihren Sohn sowie ein Brief an ihre Schwester. In dem Brief erwähnt Sagia unter anderem den Namen eines Mannes, mit dem sie sich in Salzg verabreden wollte. Der Mann kann auch ausfindig gemacht und befragt werden. Er gibt an, dass Sakia einmal bei ihm übernachtet hat, wohl vom 13. auf den 14. Dezember.
Dann habe Sak ihn gebeten, sie nach Wolfsburg zu fahren für eine Verabredung. Sie habe einen Bekannten aus Deutschland erwähnt, der sie dort treffen wollte. Die Verabredung war also wohl nicht die Frau, die sie im Flugzeug getroffen hat. Diesen Bekannten in Wolfsburg kann die Polizei tatsächlich auch ausfindig machen. Auch bei ihm soll Saki aber nur eine Nacht verbracht haben, also die vom 14.
auf den 15. Dezember. Und danach, das ist die große Frage, die Polizei hat nachvollziehen können, wo sie sich etwa vom 13. bis zum 15. Dezember aufgehalten hat. Aber ab da wird’s schwierig. Es ist völlig unklar, wo Sakia ab Freitag, dem 16. Dezember 94 bis zum Zeitpunkt ihres Todes war und was sie vielleicht mit wem gemacht hat.
Aber irgendwo muss sie in dieser Woche untergekommen sein. Irgendwer muss sie gesehen haben. Nach mehreren Medienberichten meldet sich noch ein neuer Zeuge bei der Polizei. Er glaubt Sakia im Dezember 94 in einer Diskothek in Salzgter gesehen zu haben. Mittlerweile gibt es das Nanu nicht mehr. Das ist nicht ganz einfach noch etwas über die Disco zu finden.
Auf einem Blog wird das Nanu als damals die angesagteste Disco der Region bezeichnet. Es ist also nicht ganz abwegig, dass Sakia von einer Bekanntschaft vom Nanu gehört hat und dort gewesen ist. Leider ist der Zeuge nicht mehr sicher, an welchem Wochenende er Sakiam Nanu gesehen hat. Entweder am 16.17. Dezember oder sogar noch am 23. Dezember.
Der Zeuge kann sich auch nach all den Jahren noch an Saki erinnern, weil er sie ziemlich hübsch fand und sie auffallend klein war. Sie habe in der riesigen Disco wohl auch etwas verloren ausgesehen. Leider ist unklar, ob sie allein war oder in Begleitung. Für die Polizei wäre es spannend zu wissen, ob noch mehr Leute Sakam Nanu gesehen haben und darüber hinaus natürlich.
Sie hat ja gesichert Bezüge nach Hannover, nach Wolfsburg und nun eventuell auch nach Salzgter. Gefunden wurde sie wie gesagt in Eikost, was nördlich von Braunschweig liegt. Vielleicht war Sakier in den Tagen vor ihrer Ermordungen einer dieser Städte unterwegs, in anderen Discos oder sogar auf einem der Weihnachtsmärkte.
Wenn vielleicht noch jemand Fotos aus der Zeit hat, könnte es viel wert sein, sich die noch mal anzusehen und zu schauen, ob man Sakier irgendwo im Hintergrund erkennen kann. Das könnte dabei helfen, ihr Bewegungsprofil einzugrenzen und vielleicht sogar dabei, die Person zu finden, die ihr das angetan hat.
Noch immer ist auch ein Zusammenhang zwischen den Fällen Sakia Mansur und dem vermissten Fall Ganke nicht ausgeschlossen. Es gibt ja noch immer die Zeugin, die die beiden eventuell zusammen dem Restaurant in Wolfsburg gesehen hat. Interessant ist diesbezüglich auch, dass die Polizei inzwischen davon ausgeht, dass Saki eventuell am Abend vor ihre Ermordung asiatisch Essen gewesen ist.
Genauer wird das zwar nicht ausgeführt, aber vielleicht spielt auch hier das Restaurant in Wolfsburg wieder eine Rolle. Aufgrund des möglichen Zusammenhangs mit dem Verschwinden von Ganja wird eine Verbindung ins Rotlichtmilöenerwegung gezogen. Auch wenn es keinerlei Anhaltspunkte dafür gibt, dass Sak in den zwei Wochen, die sie in Deutschland war, in dem Bereich gearbeitet hat.
Wenn die Zeugin aus Wolfsburg aber wirklich Ganja und Sakia gemeinsam in dem China Restaurant gesehen haben sollte. Vielleicht hat Sexarbeiterin Ganja Sakia dann ja Kontakte ins Milieu verschafft, womöglich auch ohne dass Sakia sich darüber richtig im Kan. Vielleicht wollte sie jemand am Tag ihre Ermordung zu etwas zwingen, auf das sie nicht gefasst war und dass sie nicht wollte.
Vielleicht könnte so der Streit entbrannt sein, der zu ihrer Ermordung geführt hat. Und vielleicht so eine der Theorien der Mittler war Ganja sogar dabei als Mittäterin. Und weil sie zu viel gesehen hat und dem Haupttäter hätte gefährlich werden können, ist auch sie seither verschwunden. Bevor die Identität von Sakia klar war, gab es auch die Theorie, dass Ganja Tike vielleicht wegen Spielschulden untertauchen wollte und inzwischen unter der Identität der Ermordeten unbehelligt weiterleben könnte.
Dieser Ansatz war so plausibel, weil das Gesicht der Ermordeten ja bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert wurde. Da aber zumindest in Deutschland nie eine Frau unter dem Namen Sakia Mansur aufgetaucht zu sein scheint, rückt die Doppelgängerin Theorie wieder etwas in den Hintergrund. An den Schuhen von Sakia konnte man dank neuer Technologie noch DNA Spuren sichern.
Sie stammen mit großer Wahrscheinlichkeit vom Täter. Wenn die Polizei also einen Verdächtigen im Visier hat, könnte die DNA von den Schuhen mit der des Verdächtigen abgeglichen und der Mörder der jungen Mutter so überführt werden. Ein kleines, aber spannendes Detail möchte ich euch nicht vorenthalten. Vor ein paar Jahren hat der damalige Leitende Mittler in diesem Fall in einem ZDFBitrag über diesen Fall gesprochen.
Er ist inzwischen im Ruhestand, denkt aber noch immer oft an den Fall Sakia Mansur zurück. In dem Beitrag sagt er ganz explizit: “Als Kriminalist will man, dass dieses Verbrechen gesühnt wird. dass der Zäter, die Zäterin einer gerechten Strafe zugeführt wird. Auch bei einem Aufruf bei Aktenzeichen XY sagt der derzeitige Chefemittler ausdrücklich der Mörder oder die Mörderin.
Die Polizei scheint also gar nicht unbedingt von einem männlichen Täter auszugehen. Auch eine Frau kommt in Frage. Das ist auch bei solch brutalen Verbrechen möglich. Klar, aber durchaus unüblich. Vielleicht denken die Mittler noch immer an eine mögliche Verbindung zu Gan oder aber sie haben noch eine ganz andere Theorie in Petto, von der wir nichts wissen.
Feststeht aber auch heute erinnert man sich noch an Sakier Mansur und man wird nicht eher aufgeben, bis man die Person gefunden hat, die sie so grausam aus dem Leben gerissen hat. Was sagt ihr? Glaubt ihr an eine Verbindung zwischen den beiden Fällen oder seht ihr dann nichts als einen Zufall? Seht ihr eine Möglichkeit, wie die doppelgängeren Theorie noch immer passen könnte? Oder habt ihr eine ganz andere Idee dazu, was Sagia Mansur 1994 zugestoßen ist? Und solltet ihr Bilder aus der Diskothek nach Ner nur haben oder andere Bilder aus der Umgebung,
guckt euch die Bilder noch mal an und schaut, ob ihr vielleicht Sakia Mansur darauf sieht. Das könnte der Polizei unglaublich helfen. Danke schon in meinem voraus. Ich bin gespannt auf eure Kommentare und hoffe, dass ihr fleißig welche schreibt. Ihr wisst ja, das befeuert den Algorithmus genau wie Likes oder ein Abo.
Und gerade bei einem so traurigen, ungelösten Fall, würde ich mich freuen, wenn das Video viele Leute erreicht. möglichst sogar aus Niedersachsen und der näheren Region rund um den Tatort. Vor allem sei der Familie von Saki an dieser Stelle mein Mitgefühl ausgedrückt. Ich hoffe sehr, dass ich euch irgendwann auf dem Zweitkanal die Lösung zu diesem Fall präsentieren kann.
Bis dahin bleibt die Hoffnung. Solltet ihr den Kanal noch weiter unterstützen wollen, abonniert mich gerne bei Patron. Da bekommt ihr die Videos ohne Zensur und Werbung. Den Link dazu findet ihr in der Infobox, genauso wie die Links zu meinem Instagram und meinem Discord. Ansonsten gibt’s nicht mehr viel zu sagen.
Ich wünsche euch einen guten Morgen, Mittag oder Abend oder je nachdem wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen. Bis dahin, ciao Leute. Ja.