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Der Soldat demütigte den alten Meister Bruce Lee stand auf und sagte nichts

Hong Kong, 1967, Ein Dienstagabend im März. Die Stadt liegt unter einem schweren grauen Himmel, der seit drei Tagen Regen verspricht und ihn nicht liefert, der die Luft mit einer feuchten, drückenden Schwere füllt, die sich auf die Schultern legt wie eine Last, die man nicht abwerfen kann.

 In den Straßen von Kaul ist der Abend trotzdem lebendig, vielleicht gerade deswegen. Die Menschen in Hong Kong haben gelernt, dass das Wetter kein Grund ist, das Leben zu pausieren. Das Leben pausiert nie in Hong Kong. Das Leben läuft weiter, unabhängig von Regen und Hitze und den Launen des Himmels, weil eine Stadt, die niemals schläft, auch niemals pausiert.

In der Seitenstraße hinter dem großen Markt von Colun, in einem Gebäude, das von außen nichts Besonderes ist, eine schmale Fassade zwischen einem Fischhändler und einem Schreibwarenladen, liegt die Schule von Meister Chen Jong F. Sie ist nicht groß. Ein einziger Raum im Erdgeschoss mit Holzdielen, die vor Jahrzehnten verlegt wurden und die seitdem tausende von Füßen gesehen haben und tausende von Stunden des Trainings.

An den Wänden hängen Kigraphien, alte Fotos von Meistern, die vor Chen Jong Fahr kamen und ein verblasstes Bild des Tempels, in dem die Kampfkunst, die er unterrichtet, vor 200 Jahren entwickelt wurde. Die Schule riecht nach Holz und Kampfer und dem leichten scharfen Geruch von Schweiß, der sich über Jahre in die Wände eingegraben hat und der nicht mehr wegzudenken ist, weil er Teil der Schule ist, Teil der Geschichte, Teil des Ortes. Chen Jong Fa ist 71 Jahre alt.

 Er ist Klein, kaum 1665 mit dem leichten federnden Gang eines Mannes, der in seinem ganzen Leben keine unnötige Bewegung gemacht hat. Sein Haar ist weiß, sein Gesicht ist von sieben Jahrzehnten gezeichnet, aber seine Augen sind klar und scharf und aufmerksam auf eine Art, die bei jungen Menschen selten ist und bei alten Menschen noch seltener.

 Er hat 53 Jahre seines Lebens einer einzigen Sache gewidmet, der Kampfkunst. nicht als Sport, nicht als Hobby, nicht als Karriere, sondern als Weg, als die Art, das Leben zu verstehen, die er mit 8 Jahren begonnen hat, als sein Großvater ihn in die erste Unterrichtsstunde mitnahm und die er seitdem nicht einen einzigen Tag verlassen hat.

 Er ist der letzte lebende Schüler von Großmeister Wong Fe dessen Name in der Welt des traditionellen Kung Fu mit einer Ehrfurcht ausgesprochen wird, die an das Religiöse grenzt. Wong Fe hat Chen Yong Fa 30 Jahre lang unterrichtet, hat ihm nicht nur die Techniken beigebracht, nicht nur die Formen und die Schläge und die Tritte, sondern die Tiefe darunter, die Philosophie, die Verbindung zwischen Körper und Geist und der Welt, die die alten Meister sahen und die die modernen Welt nicht mehr sieht.

 Chenong F trägt dieses Wissen wie einen Schatz, den er weitergeben muss, bevor er geht, weil ein Wissen, das stirbt mit dem letzten, der es trägt, für immer verloren ist. Er unterrichtet in seiner kleinen Schule in Colun seit dreig Jahren. Er hat hunderte von Schülern gehabt. Wiele kamen und gingen, einige blieben.

 Die, die blieben, sind die Menschen, die verstanden haben, dass das, was Chen Jung Fahr lehrt, nicht in einem Jahr gelernt werden kann und nicht in 5 Jahren und manchmal nicht in einem Leben. Es sind Menschen, die bereit sind ein Leben dafür zu geben. Und er gibt es ihnen, alles was er weiß, alles, was er trägt, mit der Geduld und der Hingabe eines Mannes, der weiß, dass das Wichtigste, was er auf dieser Welt tun kann, das weitergeben ist.

 Bruce Lee kennt Chen Jongfar seit drei Jahren. Er hat ihn durch einen gemeinsamen Bekannten kennengelernt, einen alten Kampfkünstler aus Covlun, der Bruce gesagt hat, dass wenn er wirklich verstehen wolle, was chinesische Kampfkunst ist, in ihrer tiefsten Form, nicht die Oberfläche, nicht die Techniken, sondern das Fundament, dann müsse er mit Shen Jong Far sprechen.

Bruce ist gegangen. Er hat mit ihm gesprochen und er kommt seitdem regelmäßig zurück, nicht als Schüler im formellen Sinne. Nicht weil Chen Jong Fars System dasselbe ist wie Bruces Jeed Kunedo, sondern weil Chen Jong Far etwas hat, das Bruce respektiert und von dem er lernt inne Tiefe des Verständnisses, die nur durch 50 Jahre Hingabe entsteht und die kein System und keine Theorie ersetzen kann.

 An diesem Dienstagabend ist Bruce in der Schule. Er sitzt am Rand der Halle auf einem Holzstuhl und schaut zu, wie Chen Jong Far eine Gruppe junger Schüler unterrichtet. Die Schüler sind zwischen 16 und 20 Jahren alt, alle samt aus der Nachbarschaft, allamt am Anfang ihres Weges. Chen Jong Fah zeigt Ihnen eine Grundform, langsam, Bewegung für Bewegung und erklärt dabei jeden Schritt mit der Geduld eines Mannes, der dieselbe Erklärung tausend mal gegeben hat und der weiß, dass man sie tausend geben muss, bevor sie wirklich verstanden wird. Bruce schaut zu. und

trinkt Tee. Er kommt manchmal einfach so her, um zu sitzen, um zuzuschauen, um die Atmosphäre zu atmen, die in dieser Schule anders ist als überall sonst. Ruhiger, tiefer, als ob die Zeit hier langsamer läuft als draußen auf den Straßen von Colun. Die Tür der Schule geht auf, nicht höflich, nicht leise, sondern mit dem schwungvollen Stoß von jemandem, der nicht gewohnt ist zu klopfen und zu warten.

 Drei Männer treten ein. Junge Männer, Anfang 20 in den olivgrünen Uniformen der britischen Armee, die 1967 noch überall in Hongkong präsent ist, weil Hong Kong noch britische Kronkolonie ist und weil britische Soldaten noch Teil des Stadtbildes sind. Sie sind groß, gut gebaut, mit dem selbstbewussten, leicht aggressiven Auftreten junger Männer, die Uniformen tragen und glauben, dass Uniformen Autorität verleihen.

Der erste der drei, offensichtlich der Anführer der Gruppe, ist besonders groß, fast 1,95 m, mit breiten Schultern und einem Gesicht, das gewohnt ist, keine Einwände zu hören. Sein Name, wie Bruce später erfahren wird, ist Sergeant David Harl. Er ist 24 Jahre alt, in Hong Kong stationiert seit 8 Monaten und er hat in diesen 8 Monaten eine Meinung entwickelt, die viele junge britische Soldaten seiner Zeit in Hong Kong entwickeln.

 Eine Meinung, die aus der Kombination von Jugend und Macht und Fremdheit entsteht und die sich in einer Art von Herablassung manifestiert, die er nicht einmal als Herablassung erkennt, weil sie für ihn einfach die Ordnung der Dinge ist. Er schaut sich in der Schule um. Er schaut auf die alten Fotos an den Wänden. [räuspern] Er schaut auf die Schüler, die das Training unterbrochen haben und ihn anschauen.

 Er schaut auf Chen Jong Fah, den kleinen alten Mann in der Mitte der Halle, der ihn mit ruhigen, aufmerksamen Augen anschaut. Harl lächelt. Es ist kein freundliches Lächeln. Es ist das Lächeln eines Mannes, der glaubt, dass das, was er sieht, nicht ernst genommen werden muss. Er spricht Englisch. Laut, ohne Rücksicht darauf, dass die meisten Menschen im Raum es möglicherweise nicht vollständig verstehen.

 Er sagt, er und seine Freunde seien vorbeigekommen und hätten das Schild draußen gesehen. Kung fuag, sie hätten gehört, dass chinesisches Kungfu sehr beeindruckend sei. Er sagt es mit dem Ton, der verrät, dass er das genaue Gegenteil glaubt. Er sagt, er sei Boxer. Er sage, er habe in der Armee in England und in Hong Kong gekämpft und gewonnen.

 Er sagt, er würde gerne sehen, was diese alte chinesische Kunst tatsächlich kann gegen einen echten Kämpfer. Er schaut auf Chen Jong Fah, er zeigt mit dem Finger auf ihn. Er sagt: “Wie wäre es mit dem alten Mann da? Soll er mir zeigen, was er kann?” Er sagt es auf eine Art, die klar macht, dass es keine echte Frage ist. Es ist eine Demonstration von Macht.

 Es ist eine Art zu sagen, ich bin hier, ich bin größer, ich bin jünger und ich will sehen, wie ihr reagiert. Die jungen Schüler in der Halle bewegen sich nicht. Sie schauen auf Chen Jong Fah, auf ihren Lehrer, der ruhig in der Mitte der Halle steht und Harlow anschaut mit demselben ruhigen, aufmerksamen Ausdruck, mit dem er alles anschaut.

 Chen Jong Fa sagt etwas auf kantonesisch, leise zu seinen Schülern. Keiner von ihnen bewegt sich. Harl schaut um sich. Er schaut auf die regungslosen Schüler. Er schaut auf den alten Mann. Er dreht sich zu seinen zwei Begleitern um und sagt etwas auf Englisch, das Bruce von seinem Stuhl am Rand der Halle nicht vollständig hört, aber dessen Ton er versteht.

 Die zwei Begleiter lachen. Dann macht Harlow etwas, das die Grenze überschreitet. Er geht auf Chen Jong Fahr zu. Er ist fast 30 cm größer als der alte Meister. Er stellt sich direkt vor ihn zu nah in den persönlichen Raum mit der Absicht, durch Nähe und Größe einzuschüchtern. Er schaut auf ihn herunter. Er sagt auf Englisch: Langsam und laut wie zu jemandem, der schlecht hört, alter Mann.

Zeig mir dein Kung Fu. Oder gibt es nur Männer in China, die tanzen, aber nicht kämpfen können? Er hebt die Hand. Er legt sie auf Chen Jong Fars Schulter, nicht um ihn zu schlagen, um ihn zu berühren, auf eine Art, die sagt: “Ich kann tun, was ich will. Du kannst mich nicht aufhalten.” Die Berührung eines Mannes, der Macht demonstrieren will, der zeigen will, dass er keine Konsequenzen fürchtet.

 Chen Jong Fa schaut auf die Hand auf seiner Schulter. Er schaut auf Harl. Er sagt nichts. Sein Gesicht zeigt nichts. Er steht still, vollständig still, mit der Stille eines Mannes, der in 70 Jahren gelernt hat, dass es Momente gibt, in denen Stille die einzige würdige Antwort ist. Aber in seinen Augen ist etwas, das Harlo nicht sieht und nicht lesen kann, weil er nicht die Erfahrung hat, es zu lesen.

Eine Traurigkeit nicht für sich selbst, für den jungen Mann vor ihm, der so wenig versteht und der eines Tages, wenn er alt genug ist, vielleicht versteht, wie wenig er verstand. In diesem Moment steht Bruce Lee auf. Er steht langsam auf von seinem Holzstuhl am Rand der Halle. Er setzt seine Teetasse ab.

 Er steht auf und geht zur Mitte der Halle. Er geht ruhig, ohne Eile, ohne Dramatik, ohne die theatralische Energie eines Mannes, der einen Auftritt machen will. Er geht einfach. Er stellt sich neben Chen Jong Fah, er schaut Harlow an. Er sagt nichts, kein einziges Wort. Er steht neben dem alten Meister. und schaut den britischen Soldaten an mit den ruhigen, absolut klaren Augen eines Mannes, der vollständig weiß, was er tut und warum er es tut und was als nächstes passieren wird.

 Er sagt nichts, weil keine Worte nötig sind. Seine Anwesenheit ist die Aussage. Das Aufstehen war die Aussage. Das Hinzutreten war die Aussage. Er steht neben Chen Jong Fah und das sagt alles, was gesagt werden muß. Harl schaut auf Bruce. Er schaut auf den 1,72 m großen Chinesen in einfacher dunkler Kleidung, der neben dem alten Meister steht und ihn anschaut ohne Wut, ohne Aggression, ohne jede sichtbare Emotion, nur mit dieser ruhigen, vollständigen Aufmerksamkeit.

Harl ist ein erfahrener Boxer. Er hat genug Kämpfe geführt, um zu wissen, wann ein Mann vor ihm kämpfen kann und wann nicht. Und etwas in der Art, wie dieser kleine Chinese vor ihm steht, in der Art, wie sein Körper im Raum existiert, in der Art, wie seine Augen ihn anschauen, sendet ein Signal, dass Harlos Instinkte empfangen, auch wenn sein Verstand es ablehnt.

 Er nimmt die Hand von Chen Jong Fars Schulter. Er dreht sich vollständig zu Bruce. Er sagt: “Was willst du?” Bruce schaut ihn an. Er sagt immer noch nichts. Er macht einen kleinen Schritt nach vorne, nur einen. Genug, um zu sagen, ich bin hier. Ich weiche nicht zurück. Du entscheidest, was als nächstes passiert. Har schaut auf seine zwei Begleiter.

Einer von ihnen sagt etwas auf Englisch, leise. Har dreht sich wieder zu Bruce. Er hat in Monaten in Hong Kong gelernt, dass es Situationen gibt, die sich anfühlen, als ob sie unter einer ruhigen Oberfläche kochen und dass es klug ist, diese Situationen zu lesen, bevor man weitermacht.

 Was er in Bruces Augen sieht, ist genau diese Art von kochender Ruhe. Die Ruhe, die nicht Angst ist und nicht Schwäche, sondern das exakte Gegenteil. Er macht einen Schritt auf Bruce zu. Er ist fast 30 cm größer. Er nutzt diese Größe, stellt sich direkt vor Bruce, zu nah in den persönlichen Raum, dieselbe Technik der Einschüchterung durch Nähe und Größe, die bei Chen Jyong Far funktioniert hat.

Er schaut auf Bruce herunter. Er sagt: “Du willst also Probleme.” Bruce schaut zu ihm hoch. Er sagt: “Zum ersten und einzigen Mal in dieser ganzen Begegnung einen Satz. Er sagt es auf Englisch ruhig, ohne Betonung, ohne Wut, ohne Drohung. Ich denke, sie sollten jetzt gehen.

 Was in den nächsten drei Sekunden passiert, ist so schnell, dass die jungen Schüler am Rand der Halle es später unterschiedlich beschreiben werden. Jeder sieht etwas anderes, weil die Bewegungen zu schnell sind für das menschliche Auge, um sie vollständig zu verfolgen. Was alle sehen, ist das Ergebnis. Harl entscheidet, dass der kleine Chinese vor ihm eine Herausforderung ist.

 die er nicht ignorieren kann, nicht vor seinen Begleitern, nicht in dieser Situation. Er greift an, er wirft einen Jap, den Grundschlag des Boxens, schnell, direkt, den Schlag, den er tausend mal geübt hat und der seinen Gegnern in der Armee das Bewusstsein genommen hat. Bruce ist nicht dort, wenn der Jab ankommt.

 Er hat sich bewegt, nicht zurück zur Seite in dem Winkel, der den Jab ins Leere führt und seine linke Hand findet Harl ausgestreckten Arm, die lebendige lesende Berührung des Chissao, und seine rechte Hand feuert einen präzisen Stoß auf Harlos Schulter ab. nicht auf den Kiefer, nicht auf den Bauch, auf die Schulter, auf den Punkt, den Bruce kennt und den er in 20 Jahren Training gelernt hat, mit einer Präzision zu treffen, die den Nerv desorientiert und den Arm für einen Moment lahm legt.

 Harlow spürt seinen rechten Arm tauben werden, nicht vollständig, aber genug. Er versucht einen zweiten Schlag zu werfen mit links diesmal, aber Bruce ist bereits wieder in Position und seine Hände finden Harl Handgelenk und leiten es um, sodass der Schlag ins Leere geht. Und dann ist Bruces rechte Hand wieder in Bewegung. Ein zweiter Stoß auf dieselbe Schulter.

Präziser diesmal auf den Druckpunkt, der tiefer geht. Harl macht zwei unfreiwillige Schritte zur Seite. Er hat seine Balance verloren, nicht vollständig, aber messbar. Er steht, er atmet, er schaut auf seinen rechten Arm, der kribbelt und nicht vollständig gehorcht. Er schaut auf Bruce, der vor ihm steht, genauso ruhig wie zuvor, genauso still, als hätte er sich kaum bewegt.

 Harls zwei Begleiter haben sich nicht bewegt. Sie stehen an der Tür und schauen auf ihren Kameraden, der zwei unfreiwillige Schritte zur Seite gemacht hat, und auf den kleinen Chinesen, der davor steht und wartet. Harl trifft eine Entscheidung, nicht die Entscheidung, die sein Ego will. sondern die Entscheidung, die sein Instinkt verlangt.

 Er macht einen Schritt zurück, dann noch einen. Er richtet seine Uniform, er schaut Bruce an. Er schaut auf Chen Jong Fahr, der immer noch in der Mitte der Halle steht, mit demselben ruhigen Ausdruck, als wäre das, was gerade passiert ist, nur ein weiterer Moment in einem langen Leben voller Momente. Er schaut auf die jungen Schüler, die am Rand der Halle stehen und schweigen.

 Dann tut Harlow etwas, das niemand in diesem Raum erwartet hat. Er verbeugt sich nicht tief, nicht die formelle Verbeugung eines Kampfkünstlers, sondern ein kurzes awkward nicken des Kopfes, das Geste eines Mannes, der nicht weiß, wie man sich verneigt, aber der verstanden hat, dass Verneigung die einzige angemessene Reaktion ist.

 Er sagt ein einziges Wort auf Englisch: “Sorry”. Dann dreht er sich um. Er geht zur Tür. Seine zwei Begleiter machen Platz. Alle drei verlassen die Schule. Die Tür schließt sich. Die Stille in der Halle ist vollständig. Dann sagt Chen Jong Fah etwas auf Kantonesisch zu seinen Schülern. K Suke, der Älteste der Schüler, übersetzt später für Bruce.

 Der Meister hat gesagt, dass ein Baum, der in einem Sturm steht, sich biegen muss, aber nicht brechen darf. Wer bricht, ist für immer gebrochen. Wer sich biegt, steht weiter. Bruce geht zurück zu seinem Holzstuhl. Er setzt sich. Er nimmt seine Teetasse. Er trinkt einen Schluck. Der Tee ist kalt geworden. Er [räuspern] trinkt ihn trotzdem.

 Chen Jong Fa schaut ihn an. Keine Worte zwischen ihnen. Keine Worte sind nötig. Der alte Meister nickt. Einmal langsam. Bruce nickt zurück. Dann dreht sich Chen Jong Fahr zu seinen Schülern um. Er sagt: “Wir machen weiter. Wir haben heute noch viel zu lernen.” Das Training beginnt von vorne. Die Schüler nehmen ihre Positionen ein.

 Chong Fah zeigt wieder die Form. Bewegung für Bewegung, mit derselben Geduld wie zuvor, mit derselben Stille, als ob nichts gewesen wäre, als ob das Leben einfach weitergeht, was es tut, was es immer tut. Hong Kong, März 1967, eine kleine Schule in einer Seitenstraße von Kaulun. Ein Soldat, der glaubte, dass Uniform Respekt erzwingt.

 Ein alter Meister, der in 70 Jahren gelernt hat, dass Würde nicht erzwungen werden kann. Und ein Mann, der aufstand und nichts sagte, weil manchmal die lauteste Aussage die ist, die ohne Worte gemacht wird, weil manchmal das Aufstehen alles ist, was getan werden muss. Weil manchmal der Respekt, den man einem anderen erweist, der tiefste Ausdruck dessen ist, wer man selbst ist.

 Bruce Lee stand auf und sagte nichts, und das war mehr als genug. M.

 

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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