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Alle gaben die Suche nachder vermissten Milliardärin auf Nurein alleinerziehender Vater fand sie bei

Die Morgendämmerung war noch Stunden entfernt. Als einheftiger Sturm über die Berge zog starker Regen. Peitschte gegen die Windschutzscheiben der wenigen Fahrzeuge, die sich noch auf den kurvenreichen Straßen befanden. Gleichzeitig vor die Milliarden. Schwere Unternehmerin Victoria Hartmann nach einem langen Geschäftstermin allein zurück in die Stadt, sie hatte angeboten bekommen, die Reise auf den nächsten Morgen zu verschieben.

 Doch wichtige Verpflichtungen ließen ihr keine Wahl. Mit beiden Händen fest am Lenkrad. konzentrierte sie sich auf die rutschige Fahrbahn und plötzlich sprang eins umgestürzte Ast auf die Straße. Victoria Riss das Steuer herum, verlor die Kontrolle über den Geländewagen und verschwand hinter der Leitplanke in der Dunkelheit des steilen Waldes.

 Als Victoria nicht zu Hause ankam und auch ihr Telefon nicht mehr erreichbar war, alarmierten ihre Mitarbeiter sofort die Polizei. Innerhalb kurzer Zeit begann eine groß angelegte Suchaktion. Mehrere Streifenwagen, Feuerwehrfahrzeuge und Rettungsteams durchkämten die Bergstraße. Suchhunde wurden eingesetzt, während Drohnen mit Wärmebildkameras die Umgebung absuchten.

Doch der dichte Nebel der starke Regen und die zahlreich umgestürzten Bäume erschwerten jede Bewegung. Die Stunden vergingen, ohne dass auch nur die kleinste Spur gefunden wurde. Einige Einsatzkräfte vermuteten, dass der Wagen tief in eine unzugängliche Schlucht gestürzt sein könnte. Andere glaubten, die Fluten eines Gebirgsbachs, hätten mögliche Hinweise bereits fortgespült.

Zur gleichen Zeit begann für Lukas der Tag, viel früher als gewöhnlich der alleinerziehende Vater, bereitete seiner Tochter Emma das Frühstück vorlegte, ihr die Schulsachen zurecht und verabschiedete sie mit einer herzlichen Umarmung bei der Nachbarin, die sie zur Schule bringen wollte. Anschließend stieg er in seinen alten Pickup, um zur Arbeit auf einer Baustelle zu fahren.

Während der Fahrt berichtete das Autoradio ausführlich über das Verschwinden. Der bekannten Unternehmerin der Sprecher erklärte, dass die offizielle Suche wegen der gefährlichen Wetterbedingungen vorübergehend unterbrochen worden sei. Lukas hörte aufmerksam zu und dachte an die Verzweiflung, die Victorias Familie jetzt empfinden musste.

 Je länger Lukas über die Meldung nachdachte, desto stärker ließ ihn eins ungutes Gefühl nicht los. Er kannte die Gegend gut, weil er früher oft mit seinem Vater in den umliegenden Wäldern gewandert war. Dabei erinnerte er sich an einen alten Forstweg, der nach einem Sturm häufig übersehen wurde und von den meisten Navigationssystemen gar nicht mehr angezeigt wurde, ohne genau erklären zu können, warum beschloss er einen kleinen Umweg zu machen.

Er wusste, dass ihn das Zeit kosten und vielleicht sogar Ärger bei der Arbeit einbringen würde. Trotzdem folgte er seinem Instinkt. Tief in seinem Inneren war er überzeugt, dass irgendwo dort draußen noch jemand auf Hilfe wartete und jede weitere Minute über Leben und Tod entscheiden konnte. Lukas lenkte seinen alten Pickup langsam auf den schmalen Forstweg.

 Der Sturm hatte überall seine Spuren hinterlassen. Umgestürzte Bäume lagen quer über dem Boden. Äste knirschten unter den Reifen und Dichter. Nebel machte die Sicht auf wenige Meter begrenzt. Mehrmals mußte er anhalten, um kleinere Äste aus dem Weg zu räumen. Obwohl jede Minute verging und er eigentlich auf der Baustelle hätte sein müssen, dachte er nur an die vermisste Unternehmerin.

 Sein Instinkt sagte ihm, dass die offizielle Suche einen wichtigen Bereich übersehen hatte. Die Stille des Waldes wirkte unheimlich nur, dass Zwitschern einiger früher Vögel und das Tropfen des Regens waren zu hören. Nach einigen hundert Metern fiel Lukas etwas ungewöhnliches auf.

 Im weichen Boden zeichneten sich frische Reifenspuren AB, die deutlich tiefer waren als die älteren Fahrspuren von Forstfahrzeugen. Er stellte den Motor ab und stieg aus. Vorsichtig folgte er den Spuren zu Fuß. Sie führten direkt auf eine beschädigte Leitplanke zu, hinter der Eise und Büsche auf merkwürdige Weise abgeknickt waren. Lukas kniete sich hin und untersuchte den Boden genauer.

 Zwischen dem nassen Laub entdeckte er kleine Glasplitter und ein Stück eines silbernen Scheinwerfers. Jetzt war er sicher, dass hier eins Fahrzeug von der Straße abgekommen sein mußte. Sein Herz begann schneller zu schlagen, doch er zwang sich ruhig zu bleiben. Mit großer Vorsicht arbeitete sich Lukas den steilen Hang.

 Hinunter der Boden war rutschig und mehr als einmal verlor er beinahe das Gleichgewicht. Er hielt sich an Eisen fest und suchte Schritt für Schritt nach weiteren Hinweisen. Und plötzlich bemerkte er zwischendicht im Gestrüpp etwas Dunkles. Als er näher kam, erkannte er das Dach eines Geländewagens, das fast vollständig von Eisen und Blättern verdeckt war.

 Das Fahrzeug war mehrere Meter tief abgestürzt und von der Straße aus praktisch unsichtbar. Lukas rief: “Laut ist jemand, da können Sie mich hören.” Zunächst blieb alles still. Gerade als er glaubte, niemand würde antworten, hörte er ein schwaches Klopfen aus dem Inneren des Wagens. Ohne zu zögern eilte Lukas näher heran.

 Die Front des Fahrzeugs war schwer beschädigt, die Windschutzscheibe zersplittert und die Fahrradtür ließ sich nicht öffnen. Er blickte vorsichtig durch eine zerbrochene Seitenscheibe und erkannte eine verletzte Frau auf dem Fahrersitz. Ihr Gesicht war blß, doch ihre Augen öffneten sich langsam. Mit kaum hörbarer Stimme flüsterte sie: “Bitte helfen Sie mir.

” Lukas atmete erleichtert auf, sie lebte noch sofort. Beruhigte er sie und versprach sie nicht allein zu lassen. Während er sein Handy hervorzog, um den Notruf zu wählen, wusste er, dass seine spontane Entscheidung, diesem alten Waldweg zu folgen ihr wahrscheinlich das Leben gerettet hatte. M.

 

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