Der Doppelmord von Altenstadt – True Crime Podcast – Ty
Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crime bei diesem herrlichen Wetter, also zumindest bei uns in Nordrhein-Westfalen bzw. Also in Ostwestfalen Lippe, um es genau zu sagen, ist herrliches Wetter jetzt die nächsten Tage.
Ich hoffe bei euch ist es genauso. Ich weiß gar nicht, ob man dann eher sich draußen aufhält und keine Podcasts hört oder ob man gerade dann draußen Podcasts hört. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist. Ihr dürft mir das gerne mal mitteilen. Ja, aber jetzt ähm zum heutigen Fall. Der ist natürlich nicht schön. Ich möchte euch heute einen Fall aus dem Jahr 2023 vorstellen.
Der Fall war mir komplett unbekannt. Vielleicht geht es ja einigen von euch genauso und deswegen ist die Folge für euch auch interessant, denn dieser Fall ist auch aufgeklärt. Also diesmal ist es ein geklärter Fall und es geht gleich um einen Doppelmord. Es geht nämlich um den Doppelmord an Karl und Monika O aus Altenstadt Unterichen.
Altenstadt gehört zum Landkreis Neuulm und das liegt so etwa 20 km von Memmingen entfernt und gehört zum Bundesland Bayern. Karl war 2023 70 Jahre alt und Rentner. Seine Frau Monika war damals 55 und war Besitzerin eines Spielwahngeschäfts, wo sie auch selbst mitgearbeitet hat und dort verkaufte sie z.B. Sammelkarten, Bücher, Stofftiere, Spiele, also alles was das Kinderherz begehrt, das war so ihre heile Welt auf ca.
300 m² und es war weder Karl noch für Monika die erste Ehe. Die beiden haben sich beim Tanzen kennengelernt und Karl hatte einen Sohn und soweit bekannt zwei Töchter aus verschiedenen Beziehungen oder auch Ehnen. Und Monika hatte soweit mir bekannt eine Tochter und sehr viel über das Privatleben der beiden ist nicht bekannt geworden.
Karl war wohl begeisterter Taubenzüchter und hat auch früher mal Hühner im Verein gezüchtet und sei laut Nachbarn sehr hilfsbereit gewesen. Aber sehr viel mehr ist so über seine Hobbys oder was er früher vielleicht beruflich oder privat so gemacht hat, nicht bekannt. Zu seinen Kindern allerdings hatte er wenig Kontakt, nur zu seinem Sohn Patrick, mit dem er Grundstück an Grundstück lebte.
Patrick war schon länger mit Julia verheiratet und die beiden hatten auch eine damals zweijährige Tochter und sie lebten in einem ruhigen idyllischen Wohngebiet oder einer Wohngegend mit vielen Einfamilienhäusern. Zu seinen Töchtern pflegte Karl allerdings gar kein gutes Verhältnis. Er wollte das aber auch gar nicht.
Monika hatte aber wohl zu ihrer Tochter relativ guten Kontakt. Die hatte auch erst ein kleines Kind bekommen. In ihren Beziehungen allerdings hatte Monika oft Pech. Der Mann, den sie vor Karl als Partner gehabt hat, bekam sogar ein Annäherungsverbot ausgesprochen. Am 22. April 2023, das war ein Samstag, wundert sich dann die Angestellte, die auch im Spielwarengeschäft von Monika in Laubheim gearbeitet hat, dass sie gar nicht zur Arbeit erschienen ist.
Bescheid gegeben hatte sie auch nicht und das war wohl schon ein sehr unübliches Verhalten. Und die Mitarbeiterin hatte auch die Telefonnummer von Monikas Tochter und hat sie dann kontaktiert gegen 10:30 Uhr. Aber auch sie konnte nicht sagen, wo ihre Mutter ist. Sie konnte sie nicht telefonisch erreichen und entschloss sich dann zusammen mit ihrem Mann zum Haus von Karl und Monika zu fahren.
Da ist es so ca. 13 Uhr, als sie am Haus ankommen und dann öffnen sie die Haustür. Ich nehme jetzt mal stark an, sie haben Schlüssel gehabt und ähm ja, im Haus selbst war aber alles ruhig. Und das war natürlich schon ein bisschen komisch, weil Monika hätte ja eigentlich längst bei der Arbeit sein müssen und der Ehemann, der Tochter von Monika, schaute dann vorsichtig sich im Haus um und ging ins Schlafzimmer, denn in den anderen Räumen ist niemand gewesen.
Und was er dann gesehen hat, das hat einen Schock ausgelöst. Im Schlafzimmer nämlich ist alles voller Blut gewesen. Karl lag auf dem Bett und Monika rechts daneben auf dem Boden. Die beiden haben natürlich dann sofort den Notarzt und die Polizei angerufen und der eingetroffene Notarzt allerdings konnte nur noch den Tod der beiden feststellen.
Auch der Kriminaldauerdienst in Memmingen wurde kontaktiert, da die Auffindesituation natürlich extrem auf ein Verbrechen schließen ließ. Auch wenn es erst so den Anschein machte, es könnte sich eventuell um einen erweiterten Suizid handeln. Übrigens finde ich diese Bezeichnung total daneben.
Man sagt es aber so, erweiterter Suizid, aber die andere Person wurde dann ja getötet, weil sich jemand anders das Leben nehmen wollte und hat dann jemand anders damit hineingenommen, sage ich mal. Aber erweiterter Suizid, den Begriff finde ich irgendwie total dämlich. Aber ja, man sagt es dann eben so. Ein Kriminalhauptkommissar und eine Kriminalhauptkommissarin treffen dann auch am Haus ein.
Und als Sie dann den Tatort sehen, kommt für sie er die Frage auf, ob es sich hierbei nicht um einen Doppelmord handeln könnte. Monika lag auf dem Boden und sie erlitt vor ihrem Tod etliche Einstiche und die vielen Blutspritzer im Schlafzimmer waren vermutlich fast alle von ihr. Karl lag ja auf dem Bett mit teils geöffneten blutverschmierten Unterarmen und über ihm lag ein blutverschmiertes Küchenmesser.
Also es sah auf den ersten Blick so aus, als hätte er sich eben versucht mit dem Messer eben die Unterarme einzuritzen und sich so eben das Leben zu nehmen, die Pulsadern durchzuschneiden. Ja, das war erst einmal so der Anblick vor Ort. Man schaute sich auch genau im Schlafzimmer, aber auch im Haus um. Die einzige offene Schublade im gesamten Haus war die Besteckschublade.
Es lag also nah, dass das Messer, was auf dem Bett lag, aus dieser Schublade entwendet worden ist. Sonst war im Haus absolut nichts durchwühlt. Es gab keine Einbruchspuren. Nichts deutete darauf hin, dass es hierbei um einen Raubmord gehandelt haben könnte. Direkt vor dem Haus floss auch der Mühlbach, der durchsucht worden ist.
Auch im Haus wurde weiter nach Spuren gesucht und natürlich auch die Nachbarn befragt, ob sie was Auffälliges bemerkt haben könnten. Dem Notarzt sowie dem eingetroffenen Rechtsmediziner kam es sehr komisch vor, dass die Verletzungen an Karls Arm extrem tief gewesen sind, aber er eigentlich kaum geblutet hat. Alle Sehnten der Obduktion, die am Sonntag äh beginnen sollte hingegen, denn den Medizinern war klar, es stimmt hier irgendwas nicht und ja, die Obduktion würde es dann ja ganz genau herausfinden, was dort passiert ist. Man
fand auch heraus, dass Karl kurz zuvor noch einen Arzttermin gehabt hat. Hatte er dort vielleicht schlechte Nachrichten bekommen, die ihn zu einem schrecklichen Entschluss brachten? Diesen Gedanken konnte man aber wohl dann sehr schnell ausräumen. Die Ermittler befragten auch nicht nur die Nachbarn, sie überbrachten die Nachricht über den Tod des Vaters, auch Patrick O, der ja angrenzend mit seiner Frau auf dem Grundstück lebte und sie wollten ihn natürlich auch befragen.
Allerdings war Patrick O nicht vernehmungsfähig nach dieser Nachricht und Julia O berichtete wohl kurz über das Verhältnis innerhalb der Familie. Dazu kommen wir gleich noch. Am Sonntag begann man in der Rechtsmedizin dann mit der Obduktion von Karl O und dort stellt man fest, dass wie schon angenommen die Schnitte am Arm von Karl so tief gewesen sind, dass man diese sich selbst hätte so nicht zufügen können.
Auch sind diese kaum ausgeblutet und so stellte man dann auch fest, sind diese Verletzungen nach dem Tod entstanden, was erklärt, weshalb diese tiefen Schnittwunden nicht geblutet haben oder kaum geblutet haben. Aber daran starb Karl nicht, sondern man stellte fest, dass er erstickt worden sein muss oder erwürgt.
Auch konnte man feststellen, dass er nach seinem Tod bewegt worden ist und vermutlich erst später auf das Bett abgelegt wurde. Monika wurde kurze Zeit später obuziert. Bei ihr stellte man fest, dass sie durch 44 Messerstiche, was für eine unglaubliche Zahl, ums Leben gekommen ist. Sie verblutete, dass das aufgefundene Küchenmesser die Tatwaffe gewesen ist.
Das war hier sehr wahrscheinlich. Und ja, wer konnte so einen Hass auf Monika gehabt haben? Hat man sich gefragt, sie so grausam zu töten. In diesem Fall ja sogar zu übertöten. Da geht man dann ja auch oft von der Beziehungstat aus bei der Anzahl der Messerstiche. Oder man wollte eben wirklich 100% sichergehen, dass Monika das Ganze nicht überleben würde.
Und ja, wer wollte dann aber, dass nicht nur sie, sondern auch ihr Mann stirbt? Hatte vielleicht irgendwie jemand was gegen Monika aufgrund ihres Geschäfts? Gab es da irgendwelche Probleme? Das hatte man natürlich auch überlegt. Ja, es gab viele Theorien und ähm die Theorie aber des erweiterten Suizids wurde natürlich nach der Obduktion komplett ausgeschlossen.
Man musste jetzt herausfinden, wer die oder der Mörder der beiden gewesen ist. Und es gründete sich dann noch eine Sonderkommission mit dem Namen Mülbach mit 30 Beamten. Man sicherte Videoaufnahmen der Kameras der Nachbarn, suchte das Gebiet nach tatrelevanten Gegenständen ab. Da hat man aber nichts gefunden und führte natürlich auch die ersten Vernehmungen durch und Umfeldermittlungen.
Und zu Anfang hatte man auch mehrere Personen in Verdacht, dass die eben was mit der Tat zu tun haben könnten. Karl und Monika hatten z.B. Streit mit ihren Nachbarn wegen einer Hecke, aber bringt man deswegen jemanden um, wohl er nicht. Aber auch Monikas Expartner war verdächtig, denn er war wegen Körperverletzung vorbestraft und einem Messerangriff.
Das wird auch der Ex-Partner gewesen sein, der ein Annäherungsverbot erhalten hat. Und Karls Ex-Lebensgefährtin löste in der Tatnacht einen Polizeieinsatz aus, aber auch Patrick und Julia rückten in Tatverdacht. Beide berichten im späteren der Polizei von dem sehr angespannten Verhältnis zum Vater und Schwiegervater und schon länger gab es einen Streit wegen dem Wohnhaus von Patrick und dem von Karl, denn Karl überschrieb seinen Sohn nämlich schon vor einigen Jahren sein Elternhaus und das Haus, in dem er selbst gewohnt hat. Er wollte so
verhindern, dass seine Exfrauen oder Töchter irgendetwas erben könnten. Finde ich ja auch so nicht ganz richtig. muss ich sagen, also was die Töchter angeht, aber das ist etwas anderes. Er hatte sich auch in seinem eigenen Wohnhaus ein lebenslanges Wohnrecht einräumen lassen. Auch verlangte er vertraglich festgehalten, dass Patrick und Julia keine Hypothek auf die Häuser aufnehmen lassen dürfen und sie auch nicht verkaufen dürfen.
Und erstmal passierte das auch nicht und sie lebten in guter Nachbarschaft zusammen einige Jahre und auch die kleine Tochter von Patrick und Julia ging gerne zu den Großeltern. Was die Ermittler dann erfuhren, war aber, dass bei einem weiteren Notartermin festgestellt wurde im Jahr 2022, dass das Paar für die Umbauarbeiten doch das Haus mit einem Kredit belastete, also einer Grundschuld.
Das war im Jahr 2015 und dies soll Karl, als er das dann herausgefunden hat, so viele Jahre später, schon sehr verärgert haben. Auch gab es Streit um die Kosten für ein neues Dach im Haus von Patrick und Julia und auch um den Taubenschlag, der teils auf dem Grundstück seines Sohnes stand, soll es Streit gegeben haben.
Karl ging zum Anwalt und ging gegen seinen Sohn dann auch tatsächlich vor. Schließlich hielt dieser sich nicht an die von ihm festgelegten Regeln und später ging die Sache auch vor Gericht und das war noch nicht abgeschlossen, aber Karl hatte schon zu Teilen recht erhalten und na ja, dann konnte man sich natürlich vorstellen, worauf das wahrscheinlich am Ende hinausgelaufen wäre.
Die Ermittler fanden dann heraus, dass Patrick Angst hatte mit seiner Familie bald kein Dach mehr über dem Kopf zu haben. Und ja, das Haus war ja aber auch schon mit einem Kredit belastet, was natürlich dann ja doppelt ähm ins Gewicht gefallen ist, sage ich mal so, weil dann hätte er in dem Haus nicht mehr gelebt, wo er aber weiterhin dann eben etwas für zahlen würde im Monat, einen Kredit abzahlen würde und das ist ja bestimmt auch nicht wenig Geld gewesen.
Finanziell soll es dem Paar allerdings gar nicht so schlecht gegangen sein. Patrick damals 37, arbeitete als Werkzeugschleifer, war aber gelernter Kfz Mechaniker und Julia arbeitete als Bürokauffrau. Sie war 32, wenn ich mich nicht täusche damals. Und das Paar soll auch mehrere Autos besessen haben und auch in der Tuningszene aktiv gewesen sein.
Und seit diesem heftigen Streit durfte auch die kleine Tochter nicht mehr rüber zu Karl und Monika. Somit hatte sie auch in dem Sinne keine Großeltern mehr, die sie besuchen konnte. Und durch diese angespannte Lage innerhalb der Familie interessierte sich die Kripo natürlich nun auch genaustens dafür, was die kleine Familie in der Tatnacht für ein Alibi gehabt hat.
Patrick und Julia gaben an, dass sie zusammen mit ihrer kleinen Tochter ihren Trauzeugen Jens, das auch der einzige Name, den ich geändert habe, besucht haben und das auch über Nacht. Und Jens wohnte aber über 100 km entfernt und Patrick hat ihn wohl vor vielen Jahren mal durch Facebook kennengelernt durch das gemeinsame Hobby an Autos eben rumzuschrauben, die zu tunen und sowas und ja, sie wurden dicke Freunde und bis auf Jens hatte das Paar aber wohl auch nur sehr, sehr wenige Sozialkontakte.
Jens war damals 32 und hat in der IT-Branche gearbeitet. Nach mehrmaligen Umzügen lebte er damals erstmal wieder bei seinen Eltern. Jens bestätigte den Ermittlern auch den Besuch des Paares, also das Alibi sozusagen. Am Samstagmgen dann kurz bevor man am Mittag dann die Leichen fand, sei das Paar dann aber auch schon wieder abgereist.
Das soll den Hintergrund gehabt haben, dass die kleine Tochter Bauchschmerzen gehabt hat und mit der waren sie dann sogar noch in einem Krankenhaus. Da gibt es Kameraufzeichnungen von, da sie das wohl in der Klinik einmal kontrollieren lassen wollten. Erstmal hört sich das natürlich jetzt schon nach einem Alibi für die beiden an.
Auch die Kameras an Jens Wohnanschrift zeichneten in der Nacht das Auto der beiden auf. Also das stand auf jeden Fall auch auf dem Grundstück von Jens. Die Ermittler aber sahen immer noch viele Zweifel trotz der Nachweise, die schon erbracht worden sind, denn Patrick machte sich weiterhin verdächtig. Eine der Töchter von Karl Yvon, zu der er ja keinen Kontakt wünschte, die auch ihren Vater dadurch nie richtig kennengelernt hatte, da Karl die Familie verlassen hat, als sie ein Baby gewesen ist, zeigte sich geschockt über die Tat. So wurde ihr natürlich die
letzte Möglichkeit genommen, ihren Vater irgendwann vielleicht doch mal richtig kennenzulernen. Sie hatte ihn sonst nur wenige Male traurigerweise vor Gericht gesehen, wenn es um Unterhaltsforderungen als Kind gegangen ist. Und zu Patrick allerdings hatte sie auch kein so richtiges Verhältnis, hatte ihn jetzt aber gerade auch nach dem Mord einige Male getroffen.
Auch hat er sie sogar gefragt, ob sie die Beerdigung gemeinsam planen wollten. Da zeigte sich Yvon offen für, auch wenn sie Karl nicht wirklich gekannt hat. Was Ivon aber komisch vorkam und die Ermittler nicht von Patrick als möglichen Täter abbrachte, war, wenn er Yvon traf, immer extrem angespannt gewesen ist. Er soll ständig aus dem Fenster geguckt haben und äußerte, dass sie ihn bald holen würden.
Als Ivon dann fragte, wer ihn denn holen sollte, da schwieg Patrick jedes Mal. Aber das war nicht alles. Er wollte, dass seine beiden Halbschwestern Yvon und eben die andere Tochter noch von Karl einen Erbverzicht unterschreiben. Demnach hätte Patrick dann alles als Sohn geerbt und er hat sogar die Angehörigen von Monika angesprochen, ob nicht das Erbe von Monika auch auf ihn übergehen könnte.
Ja, sein Vater und seine Stiefmutter waren gerade tot, dazu noch grausam ermordet und Patrick ging es nur um das Geld. Also da würden bei mir auch alle Alarmglocken Leuten und so war es auch bei den Ermittlern. Die konnten deswegen nicht so wirklich ja von dem Gedanken loslassen, dass Patrick nicht vielleicht doch was mit der ganzen Sache zu tun haben könnte.
Sie fragten dann Jens, ob er dazu bereit wäre, die Chatverläufe zwischen Patrick und ihm der Polizei zu übergeben. Dieser dachte wohl wenig darüber nach und war recht offen dafür. Der zuständige Beamte hatte nun sehr viel zu tun. Es waren weit über 40.000 Nachrichten, die sich die beiden Männer im Laufe der letzten zwei Jahre geschrieben hatten.
Viel ging es um Autotuning oder das Zocken an der Konsole und das war für die Ermittler natürlich eher uninteressant. Gab es denn auch Nachrichten, die die Annahme der Ermittler stützten, dass Patrick seinem Vater etwas angetan haben könnte? Sie wurden fündig, Monate vor dem Mord am 16. Oktober 2022 schrieb Patrick Jens, der H.
sohn von Erzeuger will meine Familie auf die Straße setzen, also eskaliere ich komplett jetzt. Auch schrieb er Jens im Herbst2, dass die Sache mit dem Haus jetzt vor Gericht gehen würde und ob er nicht behilflich sein könnte. Dies waren so Nachrichten, die den Ermittlern wohl nicht gerade gut vorgekommen sind und es gab sicherlich auch noch einige mehr, die man jetzt öffentlich so nicht geteilt hat und Patrick und auch Julia rücken nun immer mehr in Verdacht, den Doppelmord begangen zu haben und man entschließt sich ihre Telefongespräche
abzuhören. Sie sprachen in diesen Telefonaten zwar von dem Mord, aber nicht so, dass sie sich selbst belasteten. Und der Verdacht gegen Patrick und Julia erhärtete sich aber immer mehr. Aber auch Jens war für die Ermittler nicht unschuldig. Er gab den beiden ein Alibi. Sein Auto aber fehlte in der Tatnacht auf dem Grundstück.
Das hat man geprüft. Hat er Patrick und Julia vielleicht sein Auto geliehen, damit diese nicht auffallen und so den Mord begehen konnten? Am 16. Mai 2023 wird Haftbefehl gegen Patrick und Julia sowie auch Jens erlassen. Sie werden noch am Morgen von einem Spezialeinsatzkommando festgenommen.
Jens in seiner Heimat und Patrick und Julia in dem gemeinsamen Haus, wo sie mit der Tochter gelebt haben. Und die kleine Tochter hat das auch alles mitbekommen. Sie wurde dann im Jugendamt übergeben und ja, die Festnahme soll das Paar nicht überrascht haben. Der Umgang mit ihrer Tochter war auch relativ kühl. So hatte man später darüber berichtet.
Und auf die Ermittler machte es den Eindruck, als hätte man schon mit einer baldigen Festnahme gerechnet. Ich denke, Patrick hat da tatsächlich mit gerechnet, weil sein Verhalten ja schon wirklich sehr komisch auch gewesen ist, bevor er festgenommen wurde. In der Untersuchungshaft schwieg Patrick genauso wie auch seine Frau. Jens allerdings sprach mit den Ermittlern und half ihn auch um einiges weiter. Er erzählte z.B.
von einem Besuch im März 2023, also ca. einem Monat vor dem Mord. Auch dort übernachteten sie bei Jens und haben sein Auto genommen, um zum Haus von Karl und Monika zu fahren. Jens erzählte auch davon, dass Patrick ihn bat, im Darknet eine Waffe zu besorgen. Dies gelang Jens aber nicht und auch Patrick gelang es nicht, eine Waffe zu besorgen.
Die wollte er nämlich eigentlich seinem Vater Karl unterschieben, damit dieser späteren Ärger bekommen würde wegen unerlaubten Waffenbesitzes. Dann erzählte er den Ermittlern auch von der Tat nach. Zwei Wochen vorher fragte das Paar schon, ob sie noch mal vorbeikommen könnten. Sie wollten es noch ein letztes Mal versuchen.
Es ginge um alles. Er bestätigte nun dann auf einmal doch hingegen seiner ersten Aussage, dass Patrick und Julia in der Nacht mit seinem PKW losgefahren sind. Das Alibi war somit also nichtig und die zweijährige Tochter blieb bei Jens. Stunden später kam das Paar dann gegen F Uhr zurück und Patrick soll am ganzen Leib gezittert haben.
Auch trug das Paar komplett andere Kleidung wie zuvor. Patrick erwähnte dann, als er wieder bei Jens angekommen ist, dass er scheiße gebaut hätte und es nicht wie ein Suizid aussehen würde und er doch einfach lieber umgezogen wäre. Auch die Bauchschmerzen der Tochter seien wohl eher eine Ausrede gewesen und vielleicht noch ein weiterer Punkt, um ein Alibi gehabt zu haben, denn danach seien sie nur noch zu Hause gewesen und später wohl noch in einen Streichel zugefahren.
Patrick sorgte sich bei Jens allerdings auch um Blutspuren und die Sorge war berechtigt, denn am Türblatt des Hauses von den beiden war eine Blutspur von Karl zu sehen. Auch checkte die Polizei die Kameras und dabei fiel auf, dass die Überwachungskamera einer Nachbarin von Karl und Monika mehrfach in der Nacht aufzeichnete, aber nur Lichter von Autos oder als das Licht des Bewegungsmelders vor dem Haus von Karl und Monika immer wieder aus und angegangen ist.
Und man konnte dank dieser Aufnahmen dann ungefähr die Zeiten der Auslösung des Bewegungsmelders genau feststellen. Das passt dann schon dazu, dass es mitten in der Nacht eben gewesen sein muss, dass irgendwas da passiert ist, weil eben ja der Bewegungsmelder ständig an und ausgegangen ist und eben sich mehrfach jemand am Haus befunden haben muss.
Auch prüfte man der, weil die Handys von dem Paar, also von Patrick und Julia auch zeigte sich eine aufkommende Hasspirale gegen den Vater und Schwiegervater, aber wohl auch gegen Monika. Nach Aussage von Jens hatte man nun einiges an Informationen bekommen, die weitergeführt haben. Trotzdem blieb aber auch Jens in uhhaft und wurde mit angeklagt. Am 23.
Januar 2024 startete nämlich am Landgericht in Memmingen dann der Prozess gegen die drei. Das war ein reiner Indizienprozess. Julia und Patrick wurden angeklagt wegen Mordes in zwei Fällen und Jens wegen Beihilfe zum Mord ebenfalls in zwei Fällen. Laut Staatsanwaltschaft war die Tat geplant. Karl und Monika schliefen, als das Paar in der Nacht vom 21.
April 2023 auf den 22. April 2023 dort eintrafen. Sie öffneten das Haus mit einem nachgemachten Schlüssel. Karl und Monika waren somit arg und wehrlos. Patrick soll seinen Vater dann drei bis 5 Minuten lang gewürkt haben und Julia soll Monika in derselben Zeit mit 44 Messerstichen getötet haben, hauptsächlich am Kopf und Oberkörperbereich.
Das Messer haben sie aus der Küchenschublade entwendet und danach platzierten die beiden Klo auf dem Bett und das Messer eben in einer Weise, dass es nach einem Suizid aussehen sollte. Danach haben sie mehrfach ihre Kleidung gewechselt. Sie hatten wohl sehr viel Kleidung übereinander getragen, um so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen.
Im Waschbecken von Jens aber genauso wie auch am Türblatt des Hauses fanden sich Wochen später noch Blutspuren von Karl und Monika. Das Ziel des Paares sei es gewesen, das gemeinsame Haus nicht zu verlieren und ein gutes Erbe antreten zu können. Jens habe mit der Tat rechnen müssen.
Er hat diese billigend in Kauf genommen, den beiden ein Alibi verschafft, sein Auto ausgeliehen und auf die kleine Tochter aufgepasst. Es galt nun Indizienprozess viele Puzzelteile zusammenzufügen, denn es gab ja keine Tatzeugen, aber es wurden insgesamt 50 Zeugen im Prozess geladen, darunter auch Ermittler und ja eben Personen, die dem Paar nahgestanden sind.
Auch zölf Sachverständige wurden angehört. Es wurde aber gar nicht so viel, ehrlich gesagt, darüber in der Presse geschrieben. Zumindest habe ich da jetzt nicht, wer weiß, wie viele detaillierte Berichte drüber gefunden. Und wenn, werden es wahrscheinlich Pay Artikel gewesen sein, die ich so in dem Umfang euch hier auch gar nicht vorstellen dürfte.
Auf jeden Fall eine der Sachverständigen konnte eine Rekonstruktion der Tat durchführen, wobei man dann klar ausmachen konnte, dass Julia Monika O getötet hat, denn die Tat muss von einer Linkshänderin oder einem Linkshänder durchgeführt worden sein, aber nur Julia war eben Linkshänderin und die schwieg aber den ganzen Prozess lang zu den Vorwürfen.
Jens hingegen äußerte z.B., viel, dass er gehofft habe, dass das Paar ihn entlasten würde und angeben würde, dass er nichts von der Tat gewusst habe. Das ist allerdings nicht so geschehen. Patrick im Gegensatz zu seiner Frau, die sich vor Gericht nicht wirklich eines Blickes würdigten, ließ im Laufe des Prozesses eine Erklärung durch einen seiner Verteidiger verlesen.
Er gab in dieser Erklärung an, er sei in der Tatnacht über ein gekipptes Fenster in das Haus seines Vaters gestiegen. Er habe dem Vater wegen eines Zerwürfnisses eine Schusswaffe unterschieben wollen, um ihn dann bei der Polizei anzuzeigen. Für den Fall, dass sein Vater ihn dann überraschen würde, habe er ein Messer aus der Küche mitgenommen vom Vater.
Monika habe ihn aber dann überrascht und mit ihr und seinem Vater sei es dann zu einer Auseinandersetzung gekommen und in diesem Verlauf sind die beiden dann eben gestorben. Er habe aber niemanden töten wollen. So, Patrick. Und zwischenzeitlich habe er sogar die Augen geschlossen und sei mehr als erschrocken gewesen, als Monika O überall blutete.
Er habe dann entschlossen, die Tat wie ein ja Suizid aussehen zu lassen. Anschließend habe er den Tatort dann mit seiner Frau Julia verlassen. Die habe aber die ganze Zeit vor dem Haus gewartet, wäre also gar nicht an der Tat beteiligt gewesen. Patrick gibt in dieser Erklärung also ja an, Julia hat mit dem Mord nichts zu tun gehabt.
Ich könnte mir hier gut vorstellen, dass vielleicht damit doch noch an die Tochter gedacht worden ist, die sonst ja nicht wirklich Erwähnung irgendwo gefunden hat. Auch soll sein Vater unberechenbar gewesen sein laut Patrick und auf Julia und die Enkelin losgegangen sein und es habe sich sogar wie stalking angefühlt.
Fragen allerdings zu dieser Erklärung, die verlesen wurde, ließ Patrick O nicht zu. Nach Verhandlungstagen kam es dann zur Urteilsverkündung. Julia und Patrick wurden beide zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt. Nach Überzeugung der Strafkammer haben die Eheleute aus finanziellen Motiven gehandelt und gemeinschaftlich getötet.
Also das Gericht ging hier stark davon aus, dass beide beteiligt gewesen sind. Der vorsitzende Richter Bernhard Lang sagte in seiner Urteilsbegründung, daß ich die Vorwürfe der Anklage in vollem Umfang bestätigt hätten. Das Gericht stellt für beide auch die besondere Schwere der Schuld fest, was schon fast klar ist bei einem Doppelmord.
Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen. Eine Alleintäterschaft des Patrick O sei zwar rein naturwissenschaftlich möglich, aber nicht wahrscheinlich. auch sei kein erweiterter Suizid hier in Frage gekommen. Das hat der Richter lang extra noch mal betont in seiner Urteilsbegründung, damit es da nicht zu irgendwelchen Missverständnissen noch im Nachhinein kommt.
Als Mordmercmal führte er Heimtücke und Habgier an. Auch verließ er in der Urteilsbegründung noch Chatverläufe, die den Hass gegen Karl Ozeigen sollten. So schrieb Patrick z.B. Spiel. Das ist das, was ich euch eben auch schon einmal kurz vorgelesen hatte. Der Sohn von Erzeuger will meine Familie auf die Straße setzen, also eskaliere ich jetzt komplett.
Und Julia schrieb aber auch z.B. Spiel dann mal so der Richter in der Urteilsverkündung. Die Zeit wird kommen, wo er nicht mehr lebt. Damit ist Karl gemeint und diese Zeit wird schön sein. Und dann sagte der Richter dazu, diese Chats seien kein Dahergerede. Auch sei Julia laut Richter keine defensive Mitläuferin. Der 33-jährige Jens aus Alpstadt in Badenwürttemberg wurde zu einer Strafe von 3 Jahren und 10 Monatenhaft verurteilt wegen Beihilfe zum Mord.
Er hat ja auf die kleine Tochter aufgepasst und deaktivierte eine Wildtierkamera, die die Fahrt des Paares hätte aufzeichnen können. Der Tötungsplan stammte bestimmt nicht von ihm so der Richter, doch ihm sei bewusst gewesen, dass Julia und Patrick planmäßig zwei Menschen töten wollten. Straf mildernd hat sich aber ausgewirkt, dass Jens Aufklärungshilfe leistete.
Das Gericht folgte mit dem Urteil den Forderungen der Anklage und Nebenklage. Außerdem entschied die Kammer, dass Patrick und Julia Schmerzensgeld an die Tochter von Monika zahlen müssen. Begründet wurde das mit dem Verlust der Mutter und dem Schock, den sie erlitten hatten, als sie diesen grausamen Fund im Haus gemacht haben.
Die Anwältin von Monikas Tochter forderte mindestens 30.000 €. Aber darüber muss ein Zivilgericht entscheiden. Gegen das Urteil sind alle drei Angeklagten in Revision gegangen, aber keiner hatte mit dieser Revision Erfolg. Es blieb bei genau dem Urteil und die gemeinsame Tochter von Julia und Patrick, die lebt heute in einer Pflegefamilie und mir tut das in diesem Fall für sie so leid.
Sie hat Eltern verloren, Großeltern und muss in diesen jungen Jahren jetzt ein komplett neues Leben anfangen. Einfach nur aus Habgehr und Hass Eltern oder Schwiegereltern gegenüber. Das ist schon ja sehr sehr heftig, dass man da so wenig an das Kind gedacht hat und gedacht hat, dass man einfach ja es wie einen erweiterten Suizid aussehen lassen kann und da schürt dann niemand irgendeinen Verdacht gegen.
Das ist schon sehr sehr schwach von den beiden, muss man sagen. Eine der Töchter von Karl übrigens, Yvon, die ich eben schon mal erwähnt hatte, ist auch immer noch geschockt über die Tat ihres Halbbruders und bekommt, sagt sie, einen Stempel aufgedrückt, dass sie eben die Tochter bzw. ja, die Tochter von Karl O ist und die Schwester eben bzw.
die Halbschwester eines Mörders. Also ihr wird da immer der Stempel aufgedrückt. Sie ist ja die Halbschwester eines Mörders und das wäre nicht leicht für sie, hat sie erzählt. Allerdings erzählte sie dann aber auch etwas widersprüchlich, finde ich, dann in dem Zusammenhang, dass Patrick sie gebeten hat, sich doch um seine Angelegenheiten draußen zu kümmern, denn er habe sonst ja niemanden. Dabei geht’s z.B.
um den Verkauf der Häuser in einer Doku zu dem Fall hatte er das Wohnhaus seines Vaters nicht mal durch einen Tatortreiniger reinigen lassen. Das wollte er nicht und es sah noch fast alles so aus wie nach der Tat. Also blutige Matratzen und Wände und so wird sich ein Haus ja sicherlich nicht verkaufen. Auch habe ich gelesen, dass er wohl utopische Preise für das Haus oder die Häuser verlangen soll.
Ob das mittlerweile alles verkauft ist, was er da so angeboten hat, das weiß ich nicht. Also, es wird sich wahrscheinlich um zwei Häuser drehen, vielleicht auch noch um andere Dinge, aber ja, wie es da weitergegangen ist, das weiß ich gar nicht so genau. Und ähm Yvon Z jedenfalls hat aber Mitleid mit ihrem Halbbruder, auch wenn er ein Mörder ist.
Vielleicht, so denke ich auch, weil sie ohnehin keinen Kontakt zu ihrem leiblichen Vater hatte. Vielleicht fühlt sie sich dann wenigstens ihrem Halbbruder da so in gewisser Weise verpflichtet. Ähm ja. Aber sie übernimmt auf jeden Fall zumindest, wo die Doko erschienen ist, noch die Aufgaben draußen ähm ja, die ihren Bruder betreffen.
Also vielleicht auch potenzielle Käufer durch die Häuser zu führen, damit die eben verkauft werden, könnte ich mir vorstellen und sich eben auch um alle finanziellen Angelegenheiten von Patrick draußen zu kümmern. Ja, sie äußerte aber auch, dass sie natürlich keinesfalls verstehen kann, wie man dazu fähig sein kann, einen Menschen zu töten.
Nicht, dass ihr nun denkt, dass sie mit dieser Entscheidung zufrieden gewesen ist. Im Gegenteil, für sie war das ein großer Schock und sie war traurig, weil sie ihren Vater ja nie wirklich kennengelernt hat und ähm ja, das jetzt natürlich auch unmöglich ist, weil er ermordet worden ist. Und das ist mal wieder so ein Fall, wo es so viele Verlierer gibt.
Am meisten natürlich die kleine Tochter, die überhaupt nichts mit dieser ganzen Sache zu tun gehabt hat. Und auch für Yvon ist das natürlich sehr traurig, dass sie ja ihren Vater nie kennengelernt hat, der nie Interesse an ihr hatte, jetzt ermordet wurde und ihr da auch jegliche Chance genommen wurde. Und ja, den Halbbruder, den hat sie jetzt zwar kennengelernt, mehr durch den Mord würde ich sogar sagen besser kennengelernt, aber der sitzt jetzt eben in Haft und den besucht man vielleicht ab und zu mal, aber das ist ja auch kein normales Verhältnis, wenn ich das mal so
sagen darf. Und ja, Patrick und Julia, die hätten sich, glaube ich, lieber für einen Umzug entscheiden sollen und hätten dann diese ganzen finanziellen Angelegenheiten vielleicht noch mal vor Gericht klären sollen, auch wenn es da vielleicht ziemlich bitter für sie ausgegangen wäre, weil sie ja eben gegen vertraglich vereinbarte Punkte verstoßen haben und sich eben nicht daran gehalten haben, was Karl gewollt hat, dass eben das Haus nicht mit einem Kredit belastet wird.
Andererseits ähm kann ich das nicht so ganz verstehen, warum er das nicht wollte. Er hat das Haus ja an seinen Sohn überschrieben und natürlich muss man bei älteren Häusern auch mal Geld hineinstecken und woher hätten Patrick und Julia dieses Geld denn sonst nehmen sollen? Es ist ja klar, dass die Bank da wahrscheinlich auch irgendwo eine Sicherheit benötigt hat und die Sicherheit war in dem Fall dann natürlich das Haus.
Ähm, so könnte ich mir das zumindest vorstellen und ich muss sagen, für mich war das ein Fall, der eben auch viele Fragen aufgeworfen hat oder mich auch zum Nachdenken angeregt hat. Ähm, weil ich so manches von Karl O nicht so ganz verstanden habe, was jetzt nicht heißt, dass es einen Mord rechtfertigt, versteht mich da nicht falsch, aber auch, dass er so zu seinen Töchtern gar keinen Kontakt gesucht hat, alles auf seinen Sohn überschrieben hat und ähm so ausschließen wollte, dass irgendeine Frau irgendetwas nur von ihm bekommt.
Auch seine eigene Ehefrau wurde ja damit ausgeschlossen. Die Monika finde ich schon so ein bisschen ja traurig, muss ich sagen. Und bei Patrick und Julia ist natürlich dann nach diesem Vorfall, dass er das dann ja auch rückgängig machen wollte, dass wahrscheinlich dann die Häuser wieder ihm übertragen worden wären, ähm ist dann natürlich zu diesem schrecklichen Ereignis gekommen, zu diesem schrecklichen Mord.
Aber ich sag ja immer wieder, nichts rechtfertigt einen Mord. Und das hätte für mich auch niemals einen Mord rechtfertigt, wenn jetzt mein eigener Vater mir die Häuser wieder entzogen hätte, sozusagen. Ähm ja, auch wenn man da natürlich dann sehr viel Geld reingesteckt hat, man musste sich natürlich immer noch dessen bewusst sein, die beiden haben, eben gegen vertragliche Vereinbarung verstoßen.
Und das wussten die beiden ja auch. Und ähm ja, sie werden dann vielleicht irgendwann aus diesem Haus vertrieben worden, das ist möglich, ja. Aber dass man deswegen dann seinen Vater umbringt und ja nicht nur seinen Vater, ja auch Monika. Oh, das kann ich am wenigsten nachvollziehen. Ich denke mal, dass sie vielleicht sterben musste, weil sie ja mit ihnen mit ihm zusammen in einem Haus gelebt hat und sie dann ja sonst eine Zeuge in der Tat geworden wäre bzw.
Weise dann ja auch rausgekommen wäre, dass eben Patrick und Julia da irgendwas vorgehabt haben oder vielleicht hätte die Frau im Nachhinein was geahnt und musste deswegen auch sterben oder eben der Hass auf Monika war auch so groß, weswegen auch immer. Darüber ist jetzt eigentlich nichts bekannt geworden, weshalb Patrick auch so einen Hass oder auch Julia so einen Hass auf Monika gehabt haben könnten.
Vielleicht hat sie das Ganze mit befeuert, dass eben Karl dann zu dieser Entscheidung gekommen ist. Aber ich glaube, wenn man sich die Geschichte so anhört, dass Karl schon jemand war, der Entscheidungen für sich selbst getroffen hat. Aber das kann ich jetzt nur so sagen, wie ich mich jetzt eben mit dem Fall befasst habe. Ich kannte die ja nicht persönlich, aber ich glaube, dass er schon sehr willensstarker Mann von sich aus gewesen sein könnte und er vielleicht sich von Frauen nicht unbedingt hat was sagen lassen. Ja, aber dass Monika dann eben
auch mit sterben musste, ist hier wirklich einfach nur tragisch, dass zwei Menschen ums Leben kommen mussten. wieder mal das Motiv finanzielle Angelegenheiten, so wie wir es ganz oft schon gehabt haben. Und ähm da geht’s ums Erbe, da geht’s immer ums Geld und ja, sehr, sehr, sehr traurig.
Natürlich steckt man viel Geld in so ein Haus rein, da musste bestimmt auch ein Kredit bedient werden, aber dass man deswegen eben ein Doppelmord begeht, das kann ich nicht nachvollziehen. Und dann hat man ja auch noch ein Kind und man musste ja immer damit rechnen, dass die Ermittleimen auf die Schliche kommen und man muss auch in dem Moment an sein Kind denken, dass das nicht ohne die Eltern aufwachsen soll, wenn es auch noch so jung ist.
Ich finde das mal wieder wirklich ähm unbegreiflich. Und das Kind lebt eben heute bei Pflegeeltern, weil es wahrscheinlich keine Familie von Julias Seite mehr gab oder die vielleicht ähm ja das Kind nicht aufgenommen haben. Ich weiß es nicht. Aber soweit ich weiß, lebt die Tochter bis heute in einer Pflegefamilie.
Zumindest wurde das so medial berichtet. Und ja, wie gesagt, hier gab’s wieder nur Verlierer ähm in auf jeglichen Seiten. Sei es jetzt die Tochter, sei es die Opfer selber, aber auch die Mörder, die haben ja eigentlich auch nur verloren, die beiden. Also ähm in diesem Fall ähm gibt’s so viele Menschen, die einfach jetzt unter dieser Tat gelitten haben oder bis heute noch leiden.
Damit meine ich jetzt natürlich die kleine Tochter. Ja, ist wirklich wirklich bitter, aber ich kannte den Fall vorher gar nicht. Es gibt wohl doch einige Doppelmorde, die ich noch nicht gekannt habe. Wenn ihr mal Interesse habt, dass ich häufiger auch mal über Doppelmorde Berichte oder vielleicht auch noch weiterführend, wo jemand noch mehrere Menschen umgebracht hat, gab es ja durch auch durchaus auch hier in Deutschland oder in Österreich oder vielleicht sogar auch der Schweiz, dann schreibt’s gerne mal in die Kommentare oder schreibt mir gerne eine E-Mail oder
eine Instagram Nachricht, dann würde ich da auch mal drauf zurückkommen und häufiger auch mal mich mit Doppelmorden oder ja, vierfachmorden vielleicht sogar befassen. Ähm, genau. Weil manchmal finde ich das durchaus spannend, was jemand auch zu so einer Tat dann angeleitet hat, aber hier war es klar das Motiv eben wieder finanzielle Angelegenheiten.
Ja, ihr Lieben, ich hoffe, ihr genießt jetzt trotzdem noch das schöne Wetter und euch hat ähm die Folge jetzt so ein bisschen durch den Tag begleitet oder vielleicht hört ihr sie auch in der Nacht oder zum Einschlafen. Dann wünsche ich euch noch eine gute Nacht oder einen schönen Tag. Genießt das gute Wetter, bleibt gesund, bleibt sicher und wir hören uns in den nächsten Tagen mit einem neuen Fall.
Und ja, ich sage dann mal bis dahin alles Liebe, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen. He.