Es herrscht eine spürbare, drückende Anspannung im Land, wenn es um das Thema Lebenshaltungskosten geht. Egal, ob an der Kasse im Supermarkt, beim Öffnen der neuesten Stromrechnung oder ganz besonders beim regelmäßigen und unvermeidlichen Stopp an der Tankstelle: Die Preise kennen scheinbar nur noch eine Richtung, und zwar steil nach oben. Für viele Menschen, insbesondere für Familien und Pendler, ist die absolute finanzielle Schmerzgrenze längst nicht nur erreicht, sondern massiv überschritten. Das tägliche Leben wird zunehmend unbezahlbar. Inmitten dieser enormen Krise melden sich nun politische Akteure zu Wort, die sich scheinbar besorgt über genau diese extremen Belastungen der Bürger äußern. Doch ein genauerer Blick hinter die Kulissen der politischen Kommunikation, insbesondere in den sozialen Netzwerken, offenbart einen tiefen, fast schon zynischen Widerspruch. Es ist eine Entwicklung, die derzeit für immense Wut und Unverständnis in weiten Teilen der Bevölkerung sorgt und die Frage aufwirft: Wer ist eigentlich wirklich schuld an dieser Misere?

Der Social-Media-Auftritt und die Flucht vor dem Dialog

Ausgangspunkt der aktuellen Welle der Empörung ist ein offizieller Beitrag der grünen Bundestagsfraktion, der im Netz hohe Wellen schlägt. In diesem Post wird eindringlich vor einer andauernden “Öl- und Gaskrise mit unklarem Ausmaß” gewarnt. Man wirft politischen Gegnern vor, auf eine “ideologiegetriebene Fossilpolitik” zu setzen, anstatt echte Lösungen für das Land zu präsentieren. Die eigene Lösung, so heißt es weiter, liege auf der Hand: Eine rasche und absolute Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen, eine spürbare Senkung der Stromsteuer und vor allem die “volle Konzentration auf Elektrifizierung”.

Auf den ersten Blick mögen diese Sätze für einige wie ein progressiver Plan für die Zukunft klingen. Doch die Art und Weise, wie diese Botschaft vermittelt wird, hat einen entscheidenden Haken, der vielen aufmerksamen Bürgern sofort sauer aufstößt: Die Kommentarfunktion unter diesem weitreichenden Beitrag wurde komplett deaktiviert. In einer Zeit, in der Transparenz und der offene Dialog mit dem Wähler eigentlich die oberste Priorität haben sollten, gleicht dieser Schritt einem kommunikativen Offenbarungseid. Wer als politische Kraft weitreichende Veränderungen fordert und gleichzeitig jeden Gegenwind im Keim erstickt, sendet ein fatales Signal. Es erweckt unweigerlich den Eindruck, dass man sich der echten, ungefilterten Kritik der Lebenswirklichkeit der Menschen gar nicht erst stellen möchte.

Der Pendler als Bauernopfer der Ideologie

Die Kritik, die online nicht geäußert werden darf, brodelt dafür im realen Leben umso lauter. Die bittere Wahrheit ist nämlich: Nicht jeder Mensch in diesem Land kann einfach so sein Leben auf Knopfdruck elektrifizieren oder den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Wir sehen Politiker unterschiedlichster Couleur, die sich medienwirksam darüber beschweren, dass die Preise explodieren und das Leben für viele Menschen unbezahlbar wird. Doch diese vermeintliche Empathie wirkt wie ein schlechter Scherz für all jene, die zwingend auf ihr Auto angewiesen sind.

Millionen von Menschen in ländlichen Regionen, Schichtarbeiter, Handwerker und Pflegekräfte haben nicht den Luxus, bequem in eine pünktliche und günstige Bahn steigen zu können – oft schlichtweg deshalb, weil die Infrastruktur abseits der großen Metropolen desolat ist oder gar nicht existiert. Für sie ist der Verbrennungsmotor keine böswillige ideologische Entscheidung, sondern die einzige Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dass genau diese essenzielle Mobilität nun zu einem Luxusgut verkommt, ist ein massiver Schlag ins Gesicht der arbeitenden Mitte unserer Gesellschaft.

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Die CO2-Steuer: Der gewollte Preis-Schock

Das eigentliche Kernproblem, und hier offenbart sich die massive politische Doppelmoral, liegt in den Ursachen für diese Preissteigerungen. Die Politik, insbesondere die Grünen, beklagt zwar die hohen Kosten für fossile Energien, blendet dabei aber einen entscheidenden Faktor völlig aus: Sie selbst sind maßgebliche Treiber dieser Entwicklung. Das Stichwort lautet hierbei CO2-Steuer. Kritiker bezeichnen diese Abgabe oftmals als reine “Fantasiesteuer”, die den Preis an der Zapfsäule künstlich und mit voller Absicht zum Explodieren bringt.

Es handelt sich dabei nicht um eine unglückliche Marktentwicklung oder eine unvorhersehbare globale Krise, sondern um ein ganz bewusstes politisches Steuerungsinstrument. Die Idee dahinter ist simpel und schmerzhaft zugleich: Fossile Kraftstoffe sollen durch stetig steigende Steuern so unattraktiv und teuer gemacht werden, dass die Bürger förmlich dazu gezwungen werden, auf Elektromobilität umzusteigen. Doch dieses theoretische Konstrukt kollidiert brutal mit der Realität. Zu der CO2-Steuer gesellen sich noch die reguläre Energiesteuer, weitere Abgaben und obendrauf die Mehrwertsteuer, was letztendlich zu einer bizarren Doppel- und Mehrfachbesteuerung führt. Der Bürger wird quasi an der Zapfsäule mehrfach abkassiert.

Die Forderung nach politischer Ehrlichkeit

Wenn man diese Fakten zusammenführt, wird das Ausmaß der Heuchelei erst richtig greifbar. Wie kann man sich als politische Kraft ernsthaft über Preise beschweren, die man durch eigene Gesetze und Steuerbeschlüsse selbst aktiv in die Höhe treibt? Es ist ein logischer Widerspruch, der das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit und die Aufrichtigkeit der Politik massiv beschädigt. Wenn das erklärte und unmissverständliche Ziel die “volle Konzentration auf Elektrifizierung” ist und Öl und Gas aus dem Alltag verbannt werden sollen, dann gehört es zur grundlegenden politischen Ehrlichkeit, den Bürgern auch die ungeschönte Wahrheit zu sagen.

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Die Wahrheit lautet: Die Politik will, dass das Tanken teuer ist. Die hohen Preise an den Tankstellen sind kein Betriebsunfall, den man nun weinerlich beklagen muss, sondern das gewünschte Resultat der eigenen Agenda. Wer die Abkehr vom Verbrenner fordert, muss dem Bürger offen ins Gesicht sagen, dass dies den finanziellen Ruin für all jene bedeuten kann, die diesen Übergang nicht sofort mitmachen können. Das Mindeste, was die Menschen in dieser historisch angespannten wirtschaftlichen Lage erwarten können, ist Aufrichtigkeit. Eine Politik, die die Preise künstlich in die Höhe treibt, sich dann über die Folgen wundert und gleichzeitig jegliche kritischen Kommentare abschaltet, wird auf Dauer an der harten Realität der Bürger scheitern. Die Zeit der Ausreden ist vorbei – es ist höchste Zeit, dass die wahre Rechnung auf den Tisch gelegt wird.