WER KAM NACHTS IN IHR HAUS ? Der schreckliche Fall zum Mord an Mary Catherine Edwards … T
WER KAM NACHTS IN IHR HAUS ? Der schreckliche Fall zum Mord an Mary Catherine Edwards …

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Am 14. Januar 1995 wird die 31 Jahre alte Mary Ctherine Edwards von ihren Eltern zum Mittagessen erwartet.
Doch die sonst so zuverlässige Lehrerin taucht nicht auf und sie meldet sich auch nicht, weswegen ihre Eltern, die ebenfalls nicht in der Lage dazu waren, Mary jetzt zu erreichen, kurze Zeit später beschließen, zum Haus ihrer Tochter zu fahren, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist. Doch als die beiden am kleinen Rheinhäuschen an der Park Meadow Street im Westen der Stadt Buont im US-Bundesstaat Texas ankommen, machen Mary Ann und Lum Edwards, Marys Eltern, eine Entdeckung, die so grausam ist, dass man sie sich einfach nicht
vorstellen kann, denn ihre eigenen Eltern werden es jetzt sein, die Mary ermordet. Ihre Hände sind noch mit Handschellen auf dem Rücken gefesselt, in ihrem Badezimmer im oberen Stock des Hauses finden werden. Der brutale Mord an Mary hat sich sehr wahrscheinlich am späten Abend zuvor oder auch im Laufe der Nacht ereignet.
Und aufgrund der Art und Weise, wie sie aufgefunden wurde, aufgrund des Spurenbildes am Tatort und auch aufgrund der Ergebnisse aus der Gerichtsmedizin steht nicht nur sehr schnell fest, dass Mary in ihrem eigenen Haus angegriffen worden sein muss, sondern auch, dass sie es sehr wahrscheinlich selbst war, die ihren Mörder hereingelassen hat.
Und das wiederum legt nahe, dass sie denjenigen, der sie getötet hat, kannte. Und auch wenn die Polizei am Beginn ihrer Ermittlungen durchaus Grund zur Hoffnung hatte, dem Täter schnell auf die Spur zu kommen, weil dieser wiederum Spuren am Tatort hinterlassen hat, so gibt es jetzt im Laufe der Zeit leider immer mehr Rückschläge.
Und irgendwann stellt sich die Frage, kann der Mord an Mary Ctherine Edwards jemals aufgeklärt werden? Und wer war der Mann, der in der Nacht von 13. auf 14. Januar 1995 in ihr Haus kam. Mary Ctherine Edwards kommt am 9. Juli 1963 in der kleinen historischen Stadt Jefferson im Nordosten des US-Bundesstaates Texas nahe der Grenze zu Louisiana zur Welt, wo sie zusammen mit ihren Geschwistern, ihrem Bruder und ihrer Zwillingsschwester Allison im Haus ihrer Eltern Mary Ann und Lum Edwards in einem äußerst liebevollen und stabilen Umfeld aufgewachsen ist und die Familie
war wohl sehr eng verbunden. wobei Mary, wie man sich vorstellen kann, vor allem zu ihrer Zwillingsschwester Allison ein besonderes Verhältnis hatte. Die beiden waren nicht nur Schwestern, sondern wie es später immer wieder hieß, auch die besten Freundinnen. Aber Mary und Allison sahen sich nicht nur unheimlich ähnlich, die Schwestern sollten auch beruflich den gleichen Weg einschlagen.
Denn nach ihrem erfolgreichen Schulabschluss und nachdem sie ihr Studium absolviert hat, beginnt Mary an der Price Elementary School in Buont als Lehrerin zu arbeiten und während sie selbst dort Schüler der fünften Klasse unterrichtet, unterrichtet ihre Zwillingsschwester Allison ebenfalls an einer Grundschule ganz in der Nähe.
Mary soll eine wundervolle Lehrerin gewesen sein und ihren Beruf mit großer Leidenschaft ausgeübt haben. Sie liebte den Alltag in der Schule, blieb oft länger, wenn andere längst nach Hause gegangen waren und viele ihrer Schüler erinnerten sich später an ihre warme und herzliche Art im Klassenzimmer. Daran sie sich bei Miss Edwards immer sicher gefühlt haben an ihre [räuspern] positive Ausstrahlung und auch daran, dass man sich immer an sie wenden konnte.
Viele der Kinder, die Mary damals unterrichtet hat, kamen wohl aus eher schwierigen Verhältnissen und gerade in Bezug darauf soll sich Mary einfühlsame Art ganz besonders gezeigt haben. Sie unterstützte ihre Schüler, wo es nur ging. Sie brachte oft selbstgemachte Snacks von zu Hause mit in die Schule und hat sie in ihrer Klasse verteilt, wenn einige Kinder kein Geld dabei gehabt haben, was wohl öfter mal vorkam, um sich Essen in der Schule zu kaufen.
Sie war Anlaufstelle für ihre Schüler. Sie unterrichtete aus Leidenschaft und war auch bei ihren Kollegen sehr beliebt. Und weil Mary und ihre Zwillingsschwester Allison sich so ähnlich sahen, kam es in Buant auch vor allen Dingen in der Anfangszeit immer wieder zu diesen kleinen, fast schon komischen Verwechslungen, denn Allison war ja, wie gesagt ebenfalls Lehrerin und unterrichtete in einer Schule in unmittelbarer Nähe zu der an der Mary unterrichtet hat.
Und so ist es immer wieder vorgekommen, dass Marys Schüler Alison irgendwo auf dem Schulgelände oder eben in der Umgebung begegnet sind und sie fröhlich grüßten und dann aber irritiert waren, weil Miss Edwards sie plötzlich nicht erkannt hat. Und umgekehrt war Alison kurz verwundert, weil sie von Schülern begrüßt wurde, die sie selbst gar nicht kannte.
Und genau deshalb hat Mary immer, wenn sie neu in eine fünfte Klasse kam, die sie unterrichtet hat, auch gleich am Anfang erklärt, dass es in der Gegend hier noch eine zweite Miss Edwards gibt, nämlich ihre Zwillingsschwester Alison und dass ich bitte niemand wundern soll, wenn diese einfach vorbeiläuft ohne zu reagieren.
Aber neben ihrem beruflichen Alltag führt Mary ein sehr bodenständiges Leben in ihrer Heimatstadt Bu. Seit einiger Zeit lebt sie allein in einem schönen Reihenhäuschen an der Park Meadow Street im westlichen Teil der Stadt. Sie ist Mitglied bei Leadership Buant, einem lokalen Community Programm, in dem Menschen aus der Stadt zusammenkommen, die Strukturen besser kennenlernen und sich selbst stärker in die Gemeinschaft einbringen.
Außerdem nimmt Mary regelmäßig an Veranstaltungen wie z.B. der Bibelstunde ihrer Kirche, der First Baptist Church Teil und sie steht in sehr engem Kontakt mit ihrer Familie. Es ist dieses ganz normale Leben, dass man sich, denke ich, sehr gut vorstellen kann, dass Mary Ctherine Edwards Mitte der 90er Jahre geführt hat. Schule, Beruf, Alltag, Freunde, Kirche, Routine eben.
Aber egal in welchem Bereich, Mary wurde als äußerst zuverlässig und verantwortungsvoll beschrieben. Das brachte ihr Beruf als Lehrerin. Ohnehin schon mit sich, aber auch privat konnte man sich immer auf sie verlassen. Bis zum 14. Januar 1995. Denn an diesem Samstag taucht Mary ohne zuvor etwas von sich hören zu lassen, was sonst gar nicht ihre Art war.
Nicht wie war abredet bei ihren Eltern zum Mittagessen auf. Und nicht nur das, als ihre Eltern versuchen, sie zu erreichen, geht Mary nicht ans Telefon. Und auch wenn es jetzt genau dafür, dass Mary sich nicht gemeldet hat, dass sie nicht zum Essen erschienen ist, freilich eine ganz harmlose Erklärung geben kann, so hat so ein Verhalten eben überhaupt nicht zu ihr gepasst, weswegen sich ihre Eltern dann auch gegen 13:30 Uhr an diesem Samstag dazu entschieden haben, zum Haus ihrer Tochter hinüber zu fahren, um nach dem Rechten zu sehen.
Und schon kurze Zeit später ging dann bei der Notrufzentrale von Buonth ein Anruf ein, als ich bei meiner Recherche gelesen habe, dass Mary Ctherine Edwards an diesem 14. Januar 1995 brutal ermordet von ihren eigenen Eltern im Haus aufgefunden worden ist. Da habe ich wirklich eine ganze Zeit lang erstmal inne gehalten.
Ich meine, man fährt zu seiner Tochter einfach nur, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Man fährt dorthin, nicht weil man mit dem schlimmsten rechnet, sondern einfach, weil man sich Sorgen macht, weil man sich vielleicht auch selbst beruhigen möchte. Und dann schließt man die Tür zu diesem Haus auf, wahrscheinlich noch mit dem Gedanken im Kopf, dass Mary möglicherweise verschlafen hat, dass sie noch unter der Dusche steht, dass sie das Telefon nicht gehört hat, die Zeit vergessen hat und nur wenige Sekunden später ist dann das
Leben, wie man es kannte, für immer vorbei und teilt sich auf in ein davor und danach. Mary Ctherine wird von ihren Eltern tot im Badezimmer ihres Hauses gefunden. Über der Badewanne, in der sich noch eine geringe Menge Wasser befindet, hängt Marys Körper die Hände mit Handschellen hinter ihrem Rücken gefesselt über den Wannenrand.
Und auch wenn Mary’s Mutter sofort die 911 angerufen hat, als die Polizei in Begleitung der Rettungskräfte kurze Zeit später am Haus eintreffen, können sie nichts mehr für sie tun. Mary ist tot. Nachdem das Haus und das Grundstück abgesperrt worden sind und jetzt im Laufe dieses samstags immer mehr Beamte des Bu Police Department an der Park Meadow Street eintreffen, macht sich die Spurensicherung an ihre Arbeit.
Und bereits früh stellt man fest, dass es keinerlei Anzeichen eines gewaltsamen Eindringens von außen in dieses Haus gegeben hat, was dafür sprechen könnte, dass Mary ihr Mörder die Tür geöffnet und ihn dann möglicherweise auch freiwillig in ihr Haus hineingelassen haben könnte. Zu den wichtigsten gesicherten Gegenständen am Tatort im Badezimmer zählen die Handschellen, mit denen Marys Hände auf dem Rücken gefesselt waren.
Denn bei diesen handelt es sich um polizeitypische Handschellen des Herstellers Smith and Wesson, die noch dazu mit einer Seriennummer versehen waren. Es bestand also durchaus die Chance, durch diese Seriennummer einen möglichen Vertriebsweg, die Herkunft oder auch den Besitzer der Handschellen ausfindig machen zu können.
Aber darüber hinaus fand man am Tatort selbst und auch im Haus biologische Spuren. Sowohl an Marys Körper nämlich als auch an einer ihrer Bettdecken im Schlafzimmer und auch an ihrem Bettlaken konnten männliche DNA Spuren sichergestellt werden. Aufgrund der Art und Weise, wie Mary im Badezimmer aufgefunden worden ist.
Stichwort wäre hierbei vor allen Dingen die Art und Weise, wie ihre Hände mit den Handschellen gefesselt waren, ging man wohl auf Seiten der Polizei schnell von einer sexuell motivierten Tat aus. Und genau das bestätigt sich dann kurze Zeit später in der Gerichtsmedizin, denn bei einem Abstrich findet man in Marys Körper ebenfalls männliche DNA, die zu der Spur gepasst hat, die man auch in ihrem Schlafzimmer auf der Bettdecke und auch an ihrem Bettlagen gefunden hat.
Und parallel dazu dokumentiert die Gerichtsmedizin eine ganze Reihe weiterer Verletzungen an ihrem Körper, die dafür gesprochen haben, dass Mary sich gegen einen Angriff zur Wehr gesetzt hat, darunter Schnitte, Blutergüsse und auch Verletzungen, die durch die Handschellen entstanden sind. Der zuständige Gerichtsmediziner Dr.
Charles Harvey hatte Marys Todesursache zunächst als Ertrinken eingeordnet. Jedoch änderte sich das dann noch einmal, aber zunächst stand im Raum, dass sie möglicherweise ertrunken ist. Wir erinnern uns zurück. Als Mary im Badezimmer gefunden wurde, hingenrand, der Kopf zum Teil im Wasser der Badewanne, in der sich zum Zeitpunkt ihres Auffindens auch noch einige Zentimeter Wasser befunden haben.
Jedoch nach einem erneuten Blick auf seine Befunde erklärte der Gerichtsmediziner dann, dass man in Mary’s Lunge nicht genug Flüssigkeit gefunden hat, um Ertrinken als Todesursache sicher stützen zu können. Stattdessen sei Mary nach seiner Einschätzung genau in der Lage gestorben, genau in der Position verstorben, in der man sie gefunden hat.
mit hinter dem Rücken gefesselten Händen über den Wannenrand gebeugt ihr Kopf im Wasser. Die Todesursache sei demnach kein Ertrinken, sondern eine Erstickung durch Fixierung gewesen. Laut Dr. wurde Marys Atmung nämlich durch die Position, in der sie war, durch diese Fixierung und vor allen Dingen durch den Druck, der auf ihren Körper wichtig durch eine andere Person ausgeübt worden ist, so stark behindert, dass sie nicht mehr ausreichend Luft bekam.
Mary konnte aufgrund dessen, dass Druck auf ihren Körper in dieser Position so stark ausgeübt worden ist, nicht mehr atmen und ist deswegen erstickt. Bei der Befragung von Marys Nachbarn stellt sich jetzt für die Polizei heraus, dass einer von ihnen in der Tatnacht dumpfe Schläge wahrgenommen haben will, die etwa eine bis anderthalb Minuten angedauert haben.
Und auch ein weiterer Anwohner berichtet ebenfalls von Schlag und Trittgeräuschen in der Nacht und auch davon, dass gegen 3 Uhr morgens ein Auto aus der Straße weggefahren sein soll. Jedoch abgesehen von diesen polternden, dumpfen Geräuschen, hat wohl niemand etwas darüber hinausgehört, z.B. Schreie oder laute Rufe um Hilfe oder etwas ähnliches, weswegen auch niemand die Polizei informiert hat.
Die Tatsache, dass es an Mary Ctherine Edwards Haus keinerlei Einbruchspuren gegeben hat, sprach, wie ich vorher schon gesagt habe, für die Polizei dafür, dass sie sehr wahrscheinlich ihr Mörder selbst die Tür geöffnet und ihn auch in ihr Haus hineingelassen hat. Und das legt wiederum nahe, dass ihr dieser Mann bekannt gewesen sein dürfte.
Und auch was diesen Punkt angeht, ich meine, dieses Verbrechen an sich ist schon unfassbar grausam genug. Jetzt kommt noch dazu, dass Mary von ihren eigenen Eltern aufgefunden worden ist und jetzt steht auch noch im Raum, dass derjenige, der ihr das angetan hat, für sie kein Unbekannter gewesen ist.
Was muss davorgegangen sein? In den Stunden und Tagen, nachdem Marys Familie diese Information von der Polizei erhalten hat, bedeutet sie doch, dass jetzt ganz automatisch die Menschen in Marys Umfeld in den Fokus geraten. Und auch wenn das bei Fällen dieser Art ja eigentlich grundsätzlich der Fall ist, dass die Polizei von innen nach außen ermittelt und zunächst einmal im nahen Umfeld des Opfers ermittelt, so ist es trotzdem noch einmal etwas anderes, wenn man vorher bereits die Information hat, dass sie ihren Mörder sehr wahrscheinlich
gekannt hat. Die Polizei beginnt jetzt also mit ihren intensiven Ermittlungen und sie beginnen auch damit Menschen in Marys Umfeld zu befragen. Darunter auch ein Mann namens David Perry, ein Expartner von Mary Ctherine Edwards, der wie so viele andere auch befragt wird. Wobei David Perry wohl einer der ersten war, den man befragt hat, weil es anscheinend zuvor zwischen ihm und Mary, wie gesagt, die beiden waren in der Vergangenheit ein Paar zu einem Streit gekommen ist, weswegen David eben ganz oben auf der Liste derer stand, mit
denen man sprechen wollte. Doch David hat sich von Anfang an sehr kooperativ gegenüber der Polizei gezeigt. Er hat auch direkt freiwillig eine DNA-Pe abgegeben, die wie sich später herausstellen sollte, nicht mit dem gefundenen Profil übereingestimmt hat, dass man an Marys Körper und auch am Tatort im Haus fand.
Und außerdem hatte David auch ein Alibi, denn in der Tatnacht, also in der Nacht von 13. auf 14. Januar 1995 hielt er sich nachweislich außerhalb der Stadt auf und so vielversprechend die Spurenlage unmittelbar nach der Tat auch gewirkt hat. Sie bringt die Ermittler am Ende nicht weiter. Das unbekannte männliche DNA Profil nämlich, das am Tatort selbst und auch in Marys Körper gesichert werden konnte, ergab bei einem Abgleich in der Datenbank keinen Treffer.
Auch die polizeischen Handschellen, von deren Seriennummer man sich erhofft hat, ihren Weg zurückverfolgen zu können, führte zu keiner verwertbaren Spur. und selbst in Marys Tagebüchern, die für die Ermittler deshalb so wichtig waren, weil Mary sehr viel sehr regelmäßig und oft auch sehr persönlich darin geschrieben hat und man sich erhofft hat, Hinweise auf Konflikte, Ängste, Bekanntschaften oder einen möglichen Täter zu finden, brachten die Polizei nicht weiter, denn in diesen Tagebüchern stand nichts, was irgendwie darauf hingedeutet hätte, dass Mary Probleme
gehabt hat, dass sie verfolgt worden ist von irgendjemanden, dass sie Angst hatte vor irgendetwas oder vor irgendjemanden. Man hat diese Tagebücher ganz genau durchforstet, aber man hat nichts gefunden. Und was in den jetzt kommenden Wochen und Monaten folgt, sind Rückschläge. Verschiedene Männer werden überprüft, befragt und wieder ausgeschlossen.
Niemand lässt sich eindeutig mit dieser Tat in Verbindung bringen. Trotz DNA, trotz Handschellen, trotz aller Ansätze bleibt der Fall, auch wenn die Ermittlungen nie vollständig eingestellt werden, weiterhin ohne entscheidenden Durchbruch. 25 Jahre lang, denn genauso lange, 25 Jahre lang wird es dauern, bis im Jahr 2019 erneut Bewegung in diesem bis dahin ungeklärten Mordfall kommt, als das Buument Police Department in Zusammenarbeit mit den Texas Rangers damit beginnt, die alten Ermittlungen noch einmal neu zu bewerten. Und in
dieser neuen Phase nehmen sich Detective Aaron Lee Wallen und Texas Ranger Brandon B die Akten noch einmal vor. Man sichtet kistenvoller Beweise, alte Spuren und längst abgelegte Ermittlungsansätze in der Hoffnung, dass moderne Methoden und neue kriminaltechnische Möglichkeiten dort weiterhelfen können, wo die Ermittler damals 1995 an ihre Grenzen gestoßen sind.
Und der eigentliche Wendepunkt kommt dann auch im April 2020, denn zu diesem Zeitpunkt im April 2020 entschließt man sich jetzt dazu, die damals gefundene DNA in Mary Ctherine Edwards Fall zu Ortrem zu schicken, einem forensischen Labor nördlich von Houston, das sich auf moderne DNA-Aysen in Cold Cases spezialisiert hat.
Und diesmal ist die Hoffnung jetzt nicht nur einen direkten Treffer in der klassischen Polizeidatenbank zu landen, denn genau das hatte man ja in den zurückliegenden vielen Jahren immer wieder erfolglos versucht. Man hat immer wieder abgeglichen, aber es fand sich kein Treffer. Viel mehr geht es jetzt darum, aus dem alten Spurenmaterial ein viel detaillierteres DNA Profil zu gewinnen, mit dem man dann auch auf dem Gebiet der forensischen Genealogie arbeiten kann.
Und genau hier ändert sich jetzt der Ansatz der Ermittlungen im Jahr 2020 entscheidend, denn bis dahin hatte man sich ja im Grunde immer wieder dieselbe Frage gestellt. Ist der Mann, dessen DNA 1995 gesichert werden konnte, in irgendeiner Datenbank erfasst worden? Und die frustrierende Antwort auf diese Frage lautete über so viele Jahre hinweg immer wieder aufs Neue. Nein.
Doch jetzt mit der genetischen Genealogie stellt sich diese Frage erst einmal nicht mehr. erstellt sich nämlich eine ganz andere und zwar die, ob es irgendwo Menschen gibt, die mit diesem bis dahin unbekannten Täter verwandt sind und auf deren genetisches Material man Zugriff hat, um ermitteln zu können. Und genau über diese entfernten Verwandtschaftsverhältnisse beginnt man jetzt Schritt für Schritt einen Familienstammbaum aufzubauen.
eine äußerst aufwendige und anspruchsvolle Aufgabe, weswegen der Fall an diesem Punkt auch personell noch einmal größer wird. Und nicht nur das Personal wird größer, sondern auch der Stammbaum, der am Ende mehr als 7500 Namen umfasst haben soll. Doch die mühevolle Arbeit sollte sich trotzdem auszahlen, denn bei der weiteren Auswertung des Stammbaums fand man jetzt immer mehr Verbindungen in die Stadt Keplin im Süden von Louisiana und von dort aus arbeiten sich die Ermittler immer weiter durch den größer werdenden Stammbaum, verfolgen familiäre
Verbindungen, Querverweise und Herkunftslinien und landen letztendlich wieder in Buumant, also in der Stadt, in der Mary Katherine Edwards aufgewachsen ist, in der sie zur Highschool ging und in der sie im Jahr 1995 ermordet wurde. Und man landet nicht nur wieder in dieser Stadt, sondern man landet auch bei einer Familie mit zwei Söhnen, von denen einer, ein Mann namens Clayton Forman, wie sich herausstellen wird, genau wie Mary Ctherine Edwards, die Forest Park High School in Buwement besucht hat. Durch diese Auswertung,
durch die genetische Gene, durch diesen großen Stammbaum, den man über so lange Zeit jetzt ausgewertet und zurückverfolgt hat, ist man also auf diese beiden Brüder gekommen. Und Clayton Forman, einer der beiden, stand jetzt nach einigen weiteren Ermittlungen im Fokus, weil er eben eine Verbindung zu Mary Ctherine Edwards gehabt hat.
Er lebte in derselben Stadt wie Sie und er besuchte dieselbe Highschool wie sie. Doch um jetzt herauszufinden, ob die DNA, die 1995 am Tatort und auch an Mary Ctherine selbst gefunden worden ist, zu Clayton Forman Past braucht man natürlich einen direkten Abgleich mit seiner DNA. Clayton lebte zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr in Texas, sondern in Reynoldsburg im US-Bundesstaat Ohio, weshalb man sich nun mit den Behörden vor abstimmt, um an eine DNA-Pre des neuen Hauptverdächtigen heranzukommen.
Und genau das gelingt jetzt auch, denn man ist in der Lage dazu, Clayons Müll sicherzustellen. Einzelne weggeworfene Gegenstände werden jetzt gesichert und an das Crimeelab in Houston geschickt, wo nicht nur DNA gewonnen werden kann, sondern wo man diese dann auch gleich mit dem Täterprofil von 1995 vergleicht.
Und am 28. April 2021 liegt dann auch endlich das Ergebnis vor, auf das nicht nur die Polizei, sondern vor allen Dingen Marys Familie seit nun mehr 26 Jahren gewartet hat. Denn das Profil stimmt überein. Damit steht fest, dass Clayton Forman der Mann ist, dessen DNA in Marys Fall gesichert werden konnte. Am 29.
April 2021 bestellt man jetzt Clayton Forman unter einem Vorband aufs Polizeirevier in seiner Heimatstadt Reynoldsburg ein. Allerdings, es hat nicht lange gedauert, da sprachen die Ermittler ihn auf den Warngrund an, weswegen er hier ist, nämlich auf den Mord an Mary Ctherine Edwards. Doch Clayton behauptet jetzt nicht nur, dass er Mary kaum gekannt hat und dass er auch nie in ihrem Haus in Buuman gewesen ist, während er dort lebte.
Er sagt darüber hinaus auch, dass er nicht einmal wusste, dass sie tot ist. Jedoch als man ihn dann gegen Ende des Gesprächs mit dem entscheidenden Beweis, nämlich mit seiner DNA konfrontiert, ist das Verhör im Grunde beendet und kurz darauf klicken die Handschellen und zwar nicht irgendwelche, denn die Ermittler haben ganz bewusst dafür gesorgt, dass Clayton Forman mit genau den Handschellen abgeführt wird, mit denen Mary Ctherine Edwards im Jahr 1995 gefesselt worden war.
Eine symbolische Entscheidung, die sogar mit der zuständigen Staatsanwaltschaft zuvor abgestimmt worden ist. Am 12. März 2024 beginnt in Jefferson County dann der Gerichtsprozess gegen Clayton Forman, der wegen Capital Murder, also wegen Mordes unter erschwerenden Umständen in Zusammenhang mit einer Vergewaltigung angeklagt ist mit dem Eröffnungsplädoer der Staatsanwaltschaft und diese stützt ihre Anklage im Wesentlichen auf vier Punkte.
Die Staatsanwaltschaft macht gleich zu Beginn vor den Geschworenen klar, dass Clayton Forman für Mary Ctherine Edwards kein Fremder gewesen ist. Die beiden lebten nicht nur zurelben Zeit damals in derselben Stadt in Bu und besuchten dort auch dieselbe Highschool. Darüber hinaus konnte ermittelt werden und auch das ist natürlich jetzt ein großes Thema im Gerichtsprozess, dass Mary auch mit Clayons Exfrau Diana Co befreundet war und dass sie zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Alison auf der Hochzeit von Diana und Clayton im Jahr 1982 Brautjungfer gewesen ist. Ein weiterer
gewichtiger Punkt sind die Handschellen, mit denen Mary damals gefesselt wurde. Clayton Exfrau Diana sagt im Zeugenstand aus, dass er bereits damals, als sie mit ihm verheiratet war, eine auffällige Faszination für alles, was mit Polizeiausrüstung zu tun hatte, gehabt hat und dass sie sich unter anderem dann an erinnern konnte, dass Clayton Handschellen besaß, die er sogar zeitweise über dem Rückspiegel seines Autos hängen hatte.
Der stärkste Beweis auf Seiten der Staatsanwaltschaft war aber natürlich die DNA. Vor Gericht wurde von einer Sachverständigen im Zeugenstand erklärt, dass die DNA Mischspur, die man bei der Autopsie im Abstrich gefunden hat, je nach Probe aufgepasst, zwischen 15600 und 461 Septillionen mal, wie viel Nuller das auch immer sein mögen, eher zu Mary Ctherine Edwards und Clayton Forman als zu Mary und irgendeinem anderen.
Mann gepasst haben. Einfach ausgedrückt bedeutet das die statistische Wahrscheinlichkeit spricht in einem astronomischen Ausmaß dafür, dass der männliche DNA-Anteil in dieser Mischpur von Clayton Formen gestammt hat. Außerdem gab es in diesem Gerichtsprozess noch eine weitere wichtige Zeugin, nämlich eine Frau namens Paula Rams.
Diese berichtete von einem Übergriff von Clayton Formen auf sie, der sich im Sommer 1981, also ein Jahr vor seiner Hochzeit, auf der Mary Ctherine Edwards Brautjunkerfer gewesen ist, ereignet haben soll. Apola sagt im Zeugenstand aus, dass sie am 2. Juli 1981, damals war sie erst 19 Jahre alt, Probleme mit ihrem Auto gehabt hat.
Dieses hatte sich durch den starken Regen festgefahren und Clayton, der vorbeigekommen ist und der sich ihr gegenüber als Polizist ausgab, bot sie nach Hause zu fahren. Doch kaum war Paula in Clayons Auto, hat er sie mit einem Messer bedroht, ihr anschließend ihre Hände gefesselt und sie sexuell missbraucht.
Und auch wenn es damals zu einer Anzeige gekommen ist, so musste Clayton 1981 nicht ins Gefängnis, sondern er bekam stattdessen 3 Jahre Bewährung. Und Anfang der 80er Jahre war jetzt auch von einer DNA Abgabe oder von einer Datenbank noch keine Rede, weswegen man eben knapp 14 Jahre später, als Mary Katherine Edwards 1995 ermordet worden ist, keine Übereinstimmung.
gefunden hat, denn Clayton Forman gab 1981 seine DNA nicht ab und so viele Jahre später, wo diese Datenbank und auch diese Technik bereits existiert haben, hatte man keinen Vergleich, keinen Treffer. Die Verteidigung hat in diesem gesamten Gerichtsprozess keinen einzigen Zeugen aufgerufen, was ja durchaus für sich spricht.
Ich meine, die starken Beweise und Indizien auf Seiten der Staatsanwaltschaft waren überwältigend und auch Clayton Forman selbst hat sich dazu entschieden, nicht im Zeugenstand auszusagen. Nach sieben Verhandlungstagen ist es am 20. März 2024 jetzt also an den Geschworenen ein Urteil zu fällen und für dieses einstimmige Urteil haben sie nicht einmal eine Stunde gebraucht.
Clayton Forman wird wegen des Mordes an Mary Ctherine Edwards schuldig gesprochen und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Eine vorzeitige Entlassung auf Bewährung ist für ihn frühestens nach 30 Jahren möglich. Und wenn man darüber nachdenkt, dass er ja bei seiner Verurteilung schon über 60 Jahre alt gewesen ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er das Gefängnis noch einmal lebend verlassen wird, eher gering.
Für mich persönlich besteht keinerlei Zweifel daran, dass Clayton Forman Mary Ctherine Edwards in der Nacht von 13. auf 14. Januar 1995 getötet hat. Ich könnte mir vorstellen, wobei das an dieser Stelle natürlich reine Spekulation von mir ist, dass er irgendwann am späten Abend oder auch im Laufe der Nacht unter einem Vorwand an ihrer Tür geklingelt hat.
Und sie, die ihn ja kannte, nicht nur weil die beiden dieselbe Highchool besucht haben, sondern auch weil Mary Ctherine auf seiner Hochzeit Brautjungfer gewesen ist, ließ ihn ins Haus. Dort greift er sie an. Sie versucht sich zu wehren und den Rest kennt ihr. Und während Mary Ctherines Leben auf grausame Art und Weise in dieser Nacht ein Ende gefunden hat, konnte ihr Mörder seines in den kommenden 26 Jahren erst einmal weiterführen.
Doch wie dieser Fall ebenfalls deutlich zeigt, darf man sich als Täter nie sicher fühlen, denn auch wenn es so lange gedauert hat, konnte Mary am Ende doch Gerechtigkeit verschafft werden. durch neue forensische Methoden, durch die hartnäckige Arbeit der Ermittler und mit Hilfe der genetischen Genealogie, die bei der Aufklärung von Verbrechen eine immer größere und wichtigere Rolle spielt, wie auch schon sehr viele Fälle in jüngster Vergangenheit gezeigt haben.
Ja, meine Lieben, damit sind wir am Ende dieses Falles angekommen und wie immer würde mich natürlich eure Meinung zu all dem, was ich euch heute erzählt habe, interessieren. Also schreibt sie mir gerne unten in die Kommentare. Damit verabschiede ich mich jetzt für heute von euch.
Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Tag und hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder. Bis dahin macht’s gut. Yeah.