Wer ermordete Werner Senger? Ein ungelöster Fall aus 1995 T
Wer ermordete Werner Senger? Ein ungelöster Fall aus 1995

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Ja, und damit herzlich willkommen zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crime Time. Ich freue mich, dass ihr auch alle wieder so zahlreich eingeschaltet habt.
Ja, ich freue mich wie immer auf YouTube sowie auch auf den Podcast Portalen über ein Abo und bei YouTube auch besonders über einen Kommentar zum Fall, damit wir untereinander uns austauschen können oder aber auch gerne für den Algorithmus, damit mehr Menschen auf meinen Kanal aufmerksam werden. Ja, heute habe ich eine etwas kürzere Folge für euch, aber auch einen absoluten Cold Case.
Dieser Cultase wurde mir vorgeschlagen von der lieben Janet oder Jannet, ich weiß nicht genau, wie man sie ausspricht. Ich habe zuvor noch nie etwas von diesem Mord gehört und scheinbar habe ich auch die Mordorte Reportage dazu irgendwie verpasst, obwohl ich mir die Reportagen sonst immer relativ häufig anschaue. Ja, es geht um einen Mord aus 1995 heute, also vor 31 Jahren geschehen.
Dieser Fall ist wie gesagt ein Kultcase. Aktuelle Ermittlung scheint es nicht mehr zu geben. ob der Fall irgendwann noch mal aufgerollt wird. Wohl nur durch neue Hinweise. So gehe ich mal davon aus. M dieser Fall ist meines Wissens nach auch nie bei Aktenzeichen XY gezeigt worden. Ja, also jetzt erstmal zum Anfang, zum Opfer im heutigen Fall.
Das ist Werner Senger. Werner Sänger, 60 Jahre alt, 1995, lebte mit seiner Frau und seiner damals erst 18-jährigen Tochter in Unterbach. Unterbach ist ein Stadtteil von Düsseldorf in Nordrheinwestfalen und in Unterbach war die Familie Sänger damals sehr bekannt. Sie hatten eine eigene sehr beliebte Bäckerei und Werner war dort auch der Bäckermeister.
Er hat viel gearbeitet und hart gearbeitet für sein Geld und oberhalb der Bäckerei lebte auch die Familie Sänger selbst. Werner wird als ein lustiger Mensch beschrieben, fleißig eine Frohnatur. Aber Werner war nicht nur Bäckermeister, er war auch Jäger und Mitglied des Jagdhornbläserchor in Erkrad Unterbach. Regelmäßig ging er auf die Jagd mal allein und auch mal in der Gruppe.
Zur Familie gehörte auch noch ein Terrier Jagdhund, den Werner regelmäßig zur Jagd mitgenommen hat. Am Sonntag dem 25. Juni 1995. Es ist 4:30 Uhr, aber Werner war es ja gewohnt, sehr früh aufzustehen als Becker, machte er sich wieder auf den Weg zur Jagd mit seinem Hund. Er fuhr mit dem Auto, einem grünen Opel Astra Caravan, ins benachbarte Erdkra zum sogenannten Römerweg.
Drumherum ist alles nur grün, voller Felder und bis auf ein zwei Häuser in der Straße ist es da wohl auch extrem ruhig. Besonders so könnte ich mir vorstellen, natürlich auch an dem Sonntagmgen um 4:30 Uhr, da muss es schon jemand hinverschlagen haben, der ein Ziel gehabt hat, sich dort aufzuhalten, also irgendetwas im Römerweg vorgehabt hat, wenn man um diese frühe Uhrzeit sich dort aufhält oder aufhielt.
Ähm ja, das ist auch so ein bisschen die Frage natürlich in diesem Fall. Und Werner wollte an diesem Morgen dort Kaninchen schießen gehen und später mit seiner Familie frühstücken. Gegen 9 Uhr wollte er auch schon wieder zu Hause sein. An diesem Sonntagmorgen bereitet Wernas Ehefrau also alles für das gemeinsame Frühstück vor.
Auch seine Tochter ist bereits wach und man wartet eigentlich nur noch auf ihn. Aus dem geplanten Frühstück um 9 Uhr wurde nichts. Werner erscheint zu Hause einfach nicht und es wurde schon nach 10 Uhr und irgendwann ruft dann aber die Polizei bei der Familie Sänger zu Hause an und sie fragen, ob Ihnen der grüne Opel Astra gehöre.
Spaziergängern sei der Wagen aufgefallen, denn im Wagen inneren sei ein Hund eingesperrt. Werner aber hätte diesen Hund niemals allein im Auto gelassen, da er wohl auch schon mal was kaputt gemacht hatte. Und auch hatte dieser noch eine Leine um. Und so sagt Wernas Tochter, hätte er den Hund niemals alleine im Auto gelassen. Doch wo ist Werner? Mutter und Tochter entschließen sich zum Römerweg zu fahren.
Am Wegesrand sehen sie den Wagen und befreien den Hund. aus dem Auto, indem sie die Scheibe einschlugen. Die beiden waren total irritiert, wo Werner ist und ob alles in Ordnung ist. Die Situation war sehr untypisch. Sie entscheiden sich dazu, sich auf dem Weg voller Felder und Grün aufzuteilen. Einer lief rauf, also die Straße entlang nach oben und einer lief eben runter.
Und ähm Wenas Tochter hört auf einmal einen lauten Schrei ihrer Mutter, die auch danach verlangte, dass sofort ein Arzt oder Rettungswagen kommen müsse. Als auch die Tochter dann zur Mutter eilt, sieht sie ihren Vater am Boden liegen, unter einem offenbar schnell zusammengescharten Haufen Erde, der etwas mit Brennessel und Gras bedeckt war. Man sah nur den Kopf und die Füße.
Für Werner kam leider jede Hilfe zu spät. Er war bereits tot, als seine Frau ihn aufhand und schnell wird natürlich auch die Polizei und Kriminalpolizei dazu gerufen. Man stellte fest, dass Werner drei Schüsse abbekommen hat. Einen in die Brust, einen in den Kopf und einen in die Schulter. Patronenhülsen fanden sich am Leichenfundort und der Umgebung nicht.
Tagelang suchten Polizisten im späteren das Gebiet ab. Wer das Gewehr der Marke Savage Kaliber Magnum ist auch nicht auffindbar. Neben ihm lagen bereits fünf junge tote Kaninchen. Diese waren laut Kripo nicht mit Wernas Schrotgewehr erlegt worden, sondern mit einer Projektilwaffe. Auch Wernas Fernglas, sein Autoschlüssel, Portmane und Handy wurden entwendet.
Was man später feststellte, war auch, daß der Täter sehr nah an Werner stand, als er die Schüsse abgab. Vermutlich rechnete er in diesem Moment absolut nicht damit, dass er erschossen werden würde. Möglicherweise kannte er also seinen Mörder sogar. Wernas Frau hatte man mit auf die Polizeiwache genommen, denn es gab damals natürlich erst den Verdacht, dass sie ihren Mann erschossen haben könnte.
Schließlich war sie ja auch direkt am Tatort bzw. Also Fundort hat ihren Mann auch als erste gefunden und da liegt es natürlich immer nah, dass vielleicht die Person damit etwas zu tun haben könnte, aber da ja auch die gemeinsame Tochter dabei war und es auch weitere Zeugen gab, konnte man diesen Verdacht dann schnell entkräften.
Für Wernas Frau war es aber nicht der erste Verlust, den sie erlitt. 1965 starb der Sohn der Familie mit nur zehn Jahren beim Baumfällen. Er ging mit einem Bekannten in den Wald und beim Fällen fiel ein Baum in die falsche Richtung um und ist auf ihn gestürzt. Und er erlinen schweren Verletzungen im Klinikum.
Der Ort des Geschehens war aber auch wieder ein Wald, nicht weit entfernt. Also, sie hat ihren Sohn und ihren Mann im Wald verloren an einem Mord und einem schrecklichen Unfall, so will ich das mal bezeichnen. Jahre später erst kam dann auch nach diesem Vorfall die gemeinsame Tochter zur Welt nach dem Verlust des Sohnes.
Und ähm ja, es war natürlich sehr schwer jetzt für die Mutter, ihren Ehemann und Sohn verloren zu haben und dann auch noch ein Mord. Und aus welchem Motiv? Warum musste Werner Sänger sterben? Und genau die Frage stellt sich natürlich auch die Kripo, auch ob er Feinde gehabt haben könnte. Eine 20köpfige Mordkommission ermittelte zu Anfang.
Diese nahm an, Werner kannte seinen Mörder. Es gingen 200 Hinweise ein und man befragte 75 Personen. Die Ermittlungen gingen in alle Richtungen. Das persönliche Umfeld, Konflikte unter den Jägern, aber auch Tierschützer und Wilderer waren ein Thema. Gerade in den 90er Jahren hatten es Jäger nicht unbedingt leicht.
In der Fachzeitschrift Die Pirch schrieb man damals in einem Artikel über den Mord an Werner. Viele Erkratterjäger klagen über ausufernde Störungen, darunter demolierte Ansitze, zerstochene Autoreifen, zerkratzte Autos sowie ständige Beleidigungen. Das Revier sei zur bevorzugten Spielwiese von Jagdgegnern und autonom Tierschützern geworden.
Werner Senger sei deshalb unruhig gewesen und führte auch 1995 schon immer ein Handy mit sich, was ja damals nicht der Regelfall gewesen ist. Seine Tochter allerdings kann sich nicht dran erinnern, dass ihr Vater sich unbedingt ähm besorgt zeigte oder irgendwie Angst gehabt hat, auf die Jagd zu gehen. Er berichtete aber wohl mal von angesegten Leitern der Kanzel oder dass man ihm mal auf die Motorhaube geschlagen hat.

Das empfand sie aber er so, dass man ihm auf die Motorhaube geschlagen hat, weil er auf einem Fußweg mit dem Auto gefahren ist. Auch sei in Was Jagtrevier damals viel gewildert worden, äußerten seine Jagdfreunde, also auch Personen, die dann illegal Tiere jagten oder ohne Erlaubnis oder Jagdschein. Vermutlich auch ohne Waffenschein, könnte ich mir vorstellen.
Vielleicht kam es auch mit gerade so einer Person zu einem Streit, der vielleicht eskaliert ist. Möglich ist in diesem Fall wohl vieles. Auch die Bäckerei der Sängers war durchaus beliebt und bekannt in Unterbach und der Region, aber dort fand sich wohl auch niemand, der als Täter in Frage gekommen wäre.
Die Bäckerei musste die Familie später übrigens auch abgeben nach dem Tod von Werner. Über persönliche Feinde war auch nichts bekannt. Auch Wernas Tochter kann sich an niemanden erinnern, der ein Feind ihres Vaters gewesen sein könnte. Sie glaubt aber heute als Erwachsene daran, daß sie den Mörder ihres Vaters kennen könnte, ihm vielleicht sogar die Hand schüttelt oder grüßt, ohne zu wissen, dass er der Mörder ist.
“Weshalb sie so denkt, sei ein persönliches Gefühl, was sie so gar nicht erklären könnte”, sagte sie. “Also ja, sie glaubt einfach, dass ähm sie wirklich den Mörder ihres Vaters kennen könnte.” Die Kreisjägerschaft war von dem kaltblütigen Mord an ihrem Kameraden tief getroffen. An der Beerdigung nahmen mehr als sechz Jagdtrbläser teil.
Auch erhöhten die Jäger die Belohnung der Staatsanwaltschaft von damaligen 3000 Dmark auf sensationelle 24 000 Dmark. Also eine stattliche Summe. Ob die Belohnung heute überhaupt noch bestand hat nach so vielen Jahren, das ist mir leider nicht bekannt. Aber auch diese hohe Belohnung führte leider nicht zum Täter.
Auch wurde von der Jägerschaft ein Gedenkstein für Wenner Sänger aufgestellt mit einer bronze Gedenkplatte nahe des damaligen Tatorts am Römerweg. Auf der Platte steht zur Erinnerung an unseren am 25.6.195 1995 ermordeten Jagdkameraden Werner Sänger seine Jagdfreunde. Mittlerweile nach so vielen Jahren gibt es im Fall Sänger wohl keine Ermittlungen mehr.
Ich finde es auch hier so schwierig zu sagen, wer Werner umgebracht haben könnte. Ja, es gab Wilderer und Tierschützer, aber hätten diese wirklich jemanden umgebracht? Zumal es ja auch aus nächster Nähe geschehen sein soll und nichts von Abwehrverletzungen berichtet wurde oder von einem Kampf geschehen, könnte ich mir gut vorstellen, dass Werner mit diesem Angriff überhaupt nicht gerechnet hat.
Da muss, wenn Werner die Person kannte, diese auch gewusst haben, dass er an diesem frühen Morgen im Römerweg sein würde. War es ein Jagdfreund, der vielleicht Probleme mit ihm hatte? Auch ein persönliches Motiv wäre denkbar, was man sich so vielleicht gar nicht vorstellen kann und vielleicht auch gar nichts mit der Jagd zu tun gehabt haben könnte.
Schreibt mir doch gerne mal eure Meinung zu diesem Fall in die Kommentare. Vielleicht haben wir in unserer Community ja auch Jäger, die etwas dazu beitragen könnten oder eine Idee haben, denn ich habe mit Jäger oder Jägerschaft so überhaupt nichts am Hut. Und deswegen war der Fall für mich auch ein Fall, den wir hier so noch nie gehabt haben.
Ich glaube, wir haben noch nie über einen Jäger berichtet. Ähm deswegen war es jetzt mal etwas ganz anderes. Ja, Wernas Tochter übrigens, die ist heute natürlich erwachsen, hofft ganz ganz doll, dass der Mord noch aufgedeckt wird. Sie will die Hoffnung nicht verlieren und auch die Erinnerungen nicht, denn ihr Vater wurde eher auch viel zu früh genommen.
18 Jahre alt war sie damals. Und dann den Vater zu verlieren, war sicherlich nicht nur für die Mutter hart, sondern auch für die Tochter. und ihre Mutter lebte auch nur für die Tochter weiter, denn gleich zwei Menschen in ihrem Leben schon verloren zu haben, das war mit Sicherheit richtig richtig hart.
Und ja, die beiden mussten dann wirklich zusammenhalten und das tun sie wohl auch noch bis heute. So machte es zumindest in dem Interview, was die Tochter bei Mordorte gegeben hat, den Eindruck. Das verlinke ich euch natürlich auch. Ich hätte gerne auch noch mehr über den Fall berichtet, über die Ermittlungen, aber leider habe ich dazu nicht besonders viel gefunden.
Das ist auch recht typisch für ein Fall aus den 90er Jahren. Trotzdem ein interessanter Fall, den ich wie gesagt so auf dem Kanal auch noch nicht gehabt habe. An dieser Stelle noch mal vielen Dank für diesen Fallvorschlag. Ihr dürft mir auch weiterhin wieer E-Mail oder Instagram sowie auch per Facebook äh als Nachricht immer wieder gerne Vorschläge, Fallvorschläge schicken über vermissten Fälle, die noch offen sind.
ähm geklärte Mordfälle oder auch aufgeklärte Fälle immer wieder gerne. Ich versuche das dann immer mal abzuarbeiten, mir aufzuschreiben und zu gucken, was passt zum Kanal, was möchte ich gerne veröffentlichen. Also, wenn euer Fall mal nicht dabei war, dann hat’s gerade nicht gepasst, dann kommt es vielleicht später mal oder auch gar nicht.
Das kann ich natürlich immer nicht garantieren. Also, seid ja bitte nicht böse. Ähm, genau. Aber das würde mich sehr freuen, wenn ähm ihr ein Kommentar hinterlasst oder auch mir einen Fall äh ja per Nachricht schicken würdet. Jetzt beende ich die heutige Folge. Ich hätte euch gerne noch, wie gesagt, viel mehr über den Fall erzählt, aber leider habe ich nicht mehr dazu finden können.
Vieles hat sich auch wiederholt, aber trotzdem finde ich ein sehr interessanter Fall, wo es ordentlich Raum gibt für Spekulationen bzw. Was ist das Motiv gewesen? Das frage ich mich wirklich in diesem Fall. Aber vielleicht habt ihr auch eine Idee. Schreibt’s dann gerne in die Kommentare bei YouTube oder auch auf den Podcast Portalen und ja, ich verabschiede mich dann für heute.
Bis zu einer nächsten Folge, ihr Lieben. Bleibt gesund und sicher. Bis dahin, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen. Ne.