Wahre Verbrechen I Mord am Flussufer I True Crime Dokumentation T
Wahre Verbrechen I Mord am Flussufer I True Crime Dokumentation

Die ersten Beamten, die eingesetzt wurden, konnten den Fund von Leichen Teilen bestätigen und haben natürlich sofort den gesamten Bereich hier um äh diesen Industrieanleger weiterhimm abgesperrt. Suchmaßnahmen folgten vom Hufschrauber aus. äh Boote kamen zum Einsatz Wasserschutzpolizei und auch Suchhunde, die auf Seeseite äh speziell ausgebildet sind, um Leichen aufzufinden.
28.02. äh erhielten wir plötzlich gegen 17 Uhr den Anruf, dass auch im Mühlenteich äh menschliche Leichenteile gefunden wurden. Die Tatsache, dass es sich äh bei allen aufgefundenen Leichenteilt um eine und dieselbe Person, um ein und dasselbe Opfer handelt, war natürlich für uns wichtig. Das war unser Hauptproblem.
Solange ich nicht weiß äh bei wem es sich um die Tote handelt, fällt es mir auch eindeutig schwer einen Täter zu ermitteln. Polizeifotos dokumentieren die Arbeit der Kripo an einem brutalen Mordfall. Am Ufer eines beliebten Badesees in Neubrandenburg werden plötzlich Leichenteile angespült. Hauptkommissar Frank Takesell hat wegen dieses Verbrechens ermittelt.
Er erinnert sich noch genau an diesen einzigartigen Fall. Das Besondere an dem Fall war, dass es sehr langwierig gewesen, aufwendig und dass es äh allgemein spektakulär in von den Gesamtumständen gewesen ist. Bei der Leitstelle der Polizei Neubrandenburg geht am 1. Januar 2012 der Anruf ein, der die Ermittlungen ins Rollen bringt.
Um 11:15 ging der erste Anruf eines Bürgers ein, der im Bereich des Industrieanlegers am Tolenseseen etwas gefunden hat, was seiner Meinung nach menschliche Leichenteile sein könnten. Frank Takesell und seine Kollegen machen sich umgehend auf den Weg zum Tolensesee. Was sie dort finden, hat der erfahrene Ermittler in dieser Form noch nicht gesehen.
Die ersten Beamten, die eingesetzt wurden, konnten den Fund von leichten Teilen bestätigen und haben natürlich sofort den gesamten Bereich hier um diesen Industrieanleger weiter mit abgesperrt. Gibt es weitere Leichenteile im Wasser oder am Ufer? Was genau ist hier passiert? Am gesamten 11 km langen Ufer suchen die Helfer akribisch nach weiteren Hinweisen.
Das waren Hundertschaften von Bereitschaftspolizisten im Einsatz, die den Uferbereich abgesucht hatten. Wir hatten Rettungs Suchhunde von DLRG vom deutschen Rotenkreuz. Wir hatten die Feuerwehr im Einsatz. Äh das THW hat uns unterstützt und auch das Rote Kreuz mit mit Zeltaufbau Suchenmaßnahmen folgten vom Hufschrauber aus.
äh Boote kamen zum Einsatz Wasserschutzpolizei und auch Suchhunde, die auf Seeseite äh speziell ausgebildet sind, um Leichen aufzufinden. Tatsächlich finden die Einsatzkräfte einen Torso und zwei abgetrennte Arme. Anhand der bislang gefundenen Körperteile kann die Gerichtsmedizin vorerst nur feststellen, dass alle Teile von einem weiblichen Körper stammen.
Ansonsten tappen Ermittler Tagesell und sein Team noch völlig im Dunkeln. Haben keine Ahnung, wer das Opfer sein könnte. Das war unser Hauptproblem. Solange ich nicht weiß äh bei wem sich um die Tote handelt, fällt es mir auch eindeutig schwer einen Täter zu ermitteln. In den nächsten Wochen und Monaten überprüfen Tagesell und sein Team alle vermissten Fälle.
Doch auch das bringt keinen Aufschluss darüber, wer das Opfer sein könnte. Doch dann geht erneut ein Anruf bei der Kripo ein. Am 28.02. äh erhielten wir plötzlich gegen 17 Uhr den Anruf, dass auch im Mühlenteich äh menschliche Leichenteile gefunden wurden. Der Mühlenteich äh befindet sich im ganz anderen Bereich der Stadt Neubrandenburg, ist aber auch ein frei zugängliches Gewässer.
Die Polizei in Neubrandenburg ist jetzt in höchster Alarmbereitschaft. Wieder Leichenteile in einem See. Hat Tagesell mit einem Serienmörder zu tun? Wir haben sofort nachbekannt werden des äh neuen Fundes auch in diesem Bereich die gesamte Uferpromenade, das Waldstück dahinter eher kribisch absuchen lassen.
Das ging bis dahin, dass wir sogar versucht haben, den Wasserspiegel des Mühlenteiches abzusenken. Das war leider nicht möglich, weil der Zufluss des Mühlenbaches zu stark war. Dieses Mal werden ein Ober und ein Unterschenkel gefunden. Umgehend werden die Leichenteile aus dem Mühlenteich in der Rechtsmedizin untersucht und mit denen vom Tolensesee verglichen.
Das Ergebnis: Alle gefundenen Leichenteile gehören zu einen und derselben Frau. Takesell und seine Kollegen haben es offenbar also doch nicht mit einem Serientäter zu tun. Die Tatsache, dass es sich bei allen aufgefundenen Leichenteilt um ein und dieselbe Person, um ein und dasselbe Opfer handelt, war natürlich für uns wichtig.
Wenn wir hier Leichenteile von mehreren Opfern gehabt hätten, hätten die Ermittlung komplett anders laufen müssen. Trotz aufwendiger Suchmaßnahmen bleibt der Kopf des Opfers verschwunden. Ohne ihn machen sich die Ermittler keine Hoffnung, die Identität der getöteten Frau schnell klären zu können. Immerhin kann die Kriminaltechnik Taggesell allerdings einen neuen Ansatz für weitere Ermittlungen liefern.
Bei der Absuche rund um die Fundorte der Leichenteile wurden alle Gegenstände aus der näheren Umgebung gesichert. So auch Plastiktüten. In mehreren von ihnen kann die DNA des Opfers gefunden werden und damit nicht genug. Es handelt sich um vier Eingabstragetaschen, die gesichert wurden, die offensichtlich durch den Täter zum Transport der Leichenteile benutzt wurden.
Wir haben an einer dieser Tüten eine DNA gefunden, die nicht mit dem Opfer beeinstimmt. Diese fremde DNA Spor war natürlich für uns ein Glückstreffer. Die bislang unbekannte DNA-Spur wird mit der Polizeidatenbank abgeglichen. Die Spur führt zwar ins Leere, allerdings können die Ermittler nun aufgrund dieser DNA einen freiwilligen Massengentest durchführen.
Wir haben damit begonnen, äh uns eine Aufstellung aller Bürger, männlicher Bürger der Stadt Neubrandenburg äh zu beschaffen und haben dann in den folgenden Wochen die männlichen Personen im Alter zwischen 50 und 70 Jahre angeschrieben und haben sie gebeten, eine Speichelprobe abzugeben. Profiler der Polizei hatten zuvor die vorhandenen Fakten bewertet.
Aufgrund ihrer Vermutungen kommen sie zu dem Schluss, dass der Täter fortgeschrittenen Alters sein muss. Daher wurden zunächst explizit Männer im Alter zwischen 50 und 70 Jahren zum DNA-Test geladen. Noch während der Testauswertung sorgen zwei anonyme Telefonanrufe für Aufruhr unter den Ermittlern. Notruf der Polizei.
Irina Parlanski 31 Polen [ __ ] es war der Dicke. Hauptkommissar Tagesell versucht die Frau ausfindig zu machen, doch anscheinend gibt es keine Irina Palansk. Taggesell geht dem Hinweis auf den sogenannten Dicken nach. Bereits zu dem Zeitpunkt gab es einen Hinweis, dass es tatsächlich im Bereich des sogenannten Rotlichtmilieus einen Mann geben soll, der Dicke genannt wird.
Diese Person wurde natürlich danach durch uns vernommen und es hat sich herausgestellt äh dass der sicherlich den Spitznamen dicker hatte, aber weder dick war noch sonst irgendwo etwas mit einer Tat zu tun hat, nach der wir momentan ermittelt hatten. Anscheinend wollte jemand die Mordermittler auf eine falsche Pferte locken.
Doch wer war der unbekannte Anrufer? Die Ermittler rekonstruieren, dass die Anrufe aus einer Telefonzelle in Neubrandenburg kamen. Auch hier wird die Spurensicherung tätig. Und tatsächlich können die Experten am Telefonhörer DNA Spuren sichern. DNA-Spuren, die mit denen an den aufgefundenen Plastiktüten übereinstimmen.
Bei dem Anrufer muss es sich also um den Täter selbst gehandelt haben. Die Spezialabteilung für Spracherkennung des LKA Brandenburg widmet sich jetzt der Angelegenheit. Vielleicht können die Spezialisten Rückschlüsse auf den Täter ziehen. Demnach handelt es sich bei dem Anrufe um einen Mann 60 Jahre etwa eher noch älter. Das äh wurde eindeutig festgestellt und wesentlich für uns war auch die Tatsache, dass äh von der Sprache her dieser Mann aus nördlichen Thüringerraum stammen könnte.
Taggesell hofft jetzt, dass die Öffentlichkeit ihm weiterhelfen kann. Wir haben dann die Stimme des Anrufers über eine Hotline freigeschalten, aber es kam nur wenige Hinweise, die überprüft wurden und schnell beiseite gelegt beiseite gelegt werden konnen. Alle Hoffnung ruht jetzt auf den Ergebnissen der DNA Speicheltests.
Ist der Mörder unter den überprüften Männern? Der reingehende selbst war sehr aufwendig. Leider ist da kein Ergebnis zustande gekommen. Alle untersuchten Spuren waren negativ. Doch nicht alle geladenen Männer erscheinen zum Test. Kommissar Taggesell und seine Kollegen kontrollieren nun die Verweigerer.
Unter ihnen ist der Rentner Karlheinz S. Wir sind dann natürlich, nachdem Karl 1 S auch auf unsere zweite Ladung nicht zur Abgabe des Speicheltestes erschienen ist, zu seiner Wohnung gegangen. Kollegen haben dort geklingelt, niemanden angegroffen. Daraufhin wurde ein Nachbar befragt und der hat uns zur Auskunft gegeben, dass der Karl S, nachdem seine Frau längere Zeit in Berlin ist, ebenfalls nach Berlin gefahren sei und man sei dann gemeinsam zu einer Kur gefahren.
Weitere Angaben, wo in Berlin und wo diese Kurs stattfinden sollte, konnte er nicht machen. Neben Karlhez S sind 70 weitere Männer nicht zum DNA Test erschienen. Jeder einzelne wird mühsam überprüft. Seit dem Fund der ersten Leichenteile sind mittlerweile Monate vergangen, Monate ohne konkrete Ermittlungsergebnisse, bis die Polizei auf einmal in diesem Garagenhof im Süden von Neubrandenburg gerufen wird.
So sch einer Hinweis eines Bürgers, dass es hier im Garagenkomplex, speziell in dieser Garage hinter mir zur erheblichen Geruchsbelästigung kommen ist, wurde die Polizei gerufen. Diese wiederum hat die Feuerwehr zum Öffnen der Garage hierhergeholt und in der Garage wurde festgestellt, dass einmal hinter der Tür direkt noch mal eine Folie gespannt war und in der Garage selbst befand sich ein PKW, in dem sich eine Leiche befand.
Bei dem Toten handelt es sich um den 69-jährigen Karlhe Heinz S. Er hatte den DNA-Test im ungelösten Mordfall verweigert und sich nun mit den Abgasen seines Autos selbst getötet. Wir haben selbstverständlich die DNA unseres Tuden hier aus der Garage mit den Spuren an den Plastiktüten verglichen und haben dort festgestellt, dass äh dieser Tote eindeutig Spurenverursacher an den Plastiktüten ist.
Ermittler Tagesell weiß nun Karlheins S hat etwas mit den Leichenteilen zu tun. Die Beamten öffnen die Wohnung des Toten. Sie treten in eine völlig bizarre Welt ein. Es war, sag mal, erschreckend eigentlich sehr sauber, aber vollgestopft äh mit allen möglichen Accessoires. Puppen standen herum, äh es waren überall Perlenketten aufgehangen, die Wände waren mit äh verschiedenen Motiven besetzt.
Man konnte sich kaum hinsetzen, weil alles so akribisch bestückt war. Zwischen Tonnen von Wohndekorationen finden Tagesell und sein Team auch einen Abschiedsbrief. Er gibt auch Aufschluss über das noch unbekannte Mordopfer. Auf mehreren Seiten beschreibt Karl einz seine gesamte Lebenssituation. Er beschreibt auch, dass seine Frau sehr krank gewesen ist und er sie lediglich von ihren Leiden erlösen wollte und selbst aus dem Leben scheiden wird.
Die Tote aus den beiden Seen ist die 68-jährige Gerda S. Ihr eigener Mann hat sie umgebracht und zerstückelt, ihre Überreste in den beiden Seen entsorgt. Privatvideos zeigen einzigartige Einblicke in das bizarre Leben des Ehepaars. Mach die Bilder an uns von unserer he? Ja. Die Eheleute leben zurückgezogen, haben sich von der eigenen Familie abgekapselt.
Selbst zu den Kindern gibt es seit langem keinen Kontakt mehr. Ihr Leben besteht aus einer inszenierten Geschichte, immer wieder festgehalten auf privaten Videos. Und auch der Abschiedsbrief scheint inszeniert. Die gesamten Angaben, die in den Brief zu bestimmten Krankheiten genannt wurden, haben wir natürlich versucht zu überprüfen. Und das war alles nicht in Tatsache entsprechend.
Es gab keinerlei Hinweise, dass Gerda S krank gewesen ist. Auf einen Schlag ist der mysteriöse Mordfall um die Leichenteile in den Seen nach sechs Monaten aufgeklärt. Doch für Kommissar Taggesell sind bis heute noch viele Fragen offen. Es wäre für uns natürlich sehr wichtig, dass wir genau wissen, was passiert ist, warum es passiert ist und wo es passiert ist.
Das sind alles die Fragen, die äh wir anhand der objektiven Feststellung, die wir getroffen haben, im gesamten Zeitraum der Ermittlung nicht beantworten konnten und auch ohne die Aussagen des Tätters mit Sicherheit niemals beantworten können. Für Hauptkommissar Frank Tagesell enden die Nachforschungen im brutalsten Mord seiner Ermittlerlaufbahn.
Den Täter hat er zwar gefunden, doch Antworten kann er von ihm keine mehr bekommen. Er hat häufiger Frauen überfallen, plötzlich hinterrück brutal. Nicole ist an dieser Haltestelle aus dem Bus gestiegen. Eine männliche Person folgte ihr. Wir hatten, was das Spurenbild angeht, nicht die besten Voraussetzungen. Was Zeugen angeht, hatten wir nicht die besten Voraussetzungen.
Also 1993 war die äh DNA Untersuchung noch in den Kinderschuhen. Deswegen gab es aber die Spurensicherung der textilen Mikrofasern. Wir haben eine Person, sie wohnt in der Nähe des Tatortes, sodass wir sagen konnten, diese Person ist tatsächlich tatverdächtig für uns. Dortmund Jungferntal im Oktober 1993. Eine 16-jährige hat den Abend bei ihrem Freund verbracht.
Nun ist sie auf dem Heimweg. Nur 200 Meter von ihrem Elternhaus entfernt wird sie überfallen und umgebracht. Wer hat Nicole S brutal aus dem Leben gerissen? Der frühere Kriminalhauptkommissar Uwe Block leitete für die Kripo Dortmund die Ermittlungen in dem Aufsehen erregenden Fall. 18 Jahre lang jagte er den unbekannten Täter. Das Besondere an diesem Fall ist, dass es natürlich immer sehr tragisch ist, wenn ein junges Mädchen äh vor sexuellem Hintergrund brutal aus dem Leben gerissen wird.
Das ist auch in Dortmund eben nicht alltäglich. Und äh zudem kam noch dazu, dass äh die Voraussetzungen für eine Tatklärung bezüg bzw. eine zügige Tatklärung ähm ausgesprochen schlecht am Anfang waren. Äh und zwar im Bezug auf das Spurenbild, was Zeugen anging und das Phantombild hat uns auch nicht unbedingt in die richtige Richtung geleitet.
Nicole S ist in der Schule sehr beliebt. Ihre Mutter hat sie als nettes zugängliches Mädchen beschrieben. Anfang Oktober 1993 fährt die Familie von Nicole S in die Herbstferien. Nicole bleibt zu Hause bei ihrer Großmutter. Am Abend des 14. Oktober besucht Nicole ihren Freund. Gegen 21 Uhr macht sie sich auf den Heimweg.
Vor ihr liegt eine längere Busfahrt. Zweimal muss sie umsteigen. Wie hier am Münsterplatz in Kastoprauxel. Nach unserer Wegzeitberechnung hätte sie eigentlich eine Stunde eher sogar im Jungfantal sein müssen. Wir haben nicht rausbekommen, wo sie die ganze Zeit gewesen ist. Wir gehen am eh ersten davon aus, dass es hier in Castro Brauksel war.
Konnten aber den Ort nicht ermitteln, obwohl wir wussten, dass sie hier Bezugspunkte und Bekannte hatte. Um kurz vor 23 Uhr trifft Nicole mit dem Bus an der Haltestelle Grundschule Jungfantal ein. nur wenige Minuten von ihrem Zuhause entfernt. Der Busfahrer konnte sich noch daran erinnern, dass Nicole hier an dieser Haltestelle ausgestiegen ist und er konnte sich auch dran erinnern, dass ihr mehr oder weniger unvermittelt eine männliche Person aus dem Bus folgte.
Nicole bemerkt nicht, dass der Mann sie verfolgt. Auf der Höhe der Einfahrt zur Grundschule, nur etwa 30 m von der Bushalterstelle entfernt, überwältigt er die 16-jährige und zerrt sie in ein Gebüsch. Dort wird sie missbraucht und erwirkt. Niemand in der Umgebung bemerkt das Verbrechen.
Später wird der Rucksack des Opfers auf einer Fußgängerbrücke in der Nähe des Tatorts gefunden. Das Portemonnaie und Nicools Regenschirm fehlen. Hat der Täter die Gegenstände an sich genommen? Erst am nächsten Morgen wird Nicools Leiche in einem Gebüsch entdeckt. Bis dahin hat der Regen in der Nacht bereits zahlreiche Spuren verwischt. Kriminaltechnisch eine große Herausforderung.
Der Spurensicher geht jetzt hin und nimmt eine Folie, eine Klebefolie und klebt die in dem Fall Leiche vollständig lückenlos ab. Und alle Folien, die wir haben, nehmen jetzt diese textilen Mikrofasern auf. Der Wissenschaftler untersucht die Klebeflächen dieser Folien und stellt fest, dass da a natürlich die Mikrofasern der Leiche dran sind, aber möglicherweise im besten Fall halt auch Mikrofasern von einer anderen bis dahin unbekannten Person.
Das Abkleben in diesem Mordfall gestaltet sich deswegen schwierig, weil die Folien, die wir jetzt ja auf die Leiche aufgebracht haben, auf einen nassen Untergrund gekommen sind. Dementsprechend war die Klebekraft dieser Folien nahe zu null und es konnte so gut wie keine DNAhaftung oder kaum DNA-Anhaftung auch kaum Mikrofasern gesichert werden, weil die Klebefläche schlicht untergreifend nicht klebte.
Ohne objektive Sachbeweise bleiben den Ermittlern nur die Aussagen von Zeugen. Die Fahrgäste des Busses können sich kaum erinnern. So konzentriert sich die Polizei auf die Angaben des Busfahrers. Ein Phantombild des Tatverdächtigen wird angefertigt. Doch niemand meldet sich, der den Mann, der direkt hinter Nicole den Bus verlassen hat, kennen könnte.
Um neue Ansatzpunkte zu erhalten, entschließt sich die Kripo Dortmund, den Fall Nicole S. im April 1994 in der ZDF Sendung Aktenzeichen XY ungelöst vorzustellen. Man versprach natürlich Hinweise, weil das Zeugenaufkommen, insbesondere äh unmittelbare Tatzeugen nun wirklich gering bzw. gar nicht vorhanden war.
Man hat da dann noch mal die Gegenstände gezeigt, die ab handen gekommen waren. Das war zum einen ein Onil Portmanee, zum anderen ein kleiner Taschenschirm, der Marke Knirps. Ansonsten hat Aktenzeichen zwar viele Hinweise erbracht, aber es war nichts zielführendes dabei. Ohne weitere Ermittlungsansätze wird der Fall Nicole S zunächst zum Cold Case.
Im Jahr 2000 kommt Uwe Block als Mordermittler zum Kriminalkommissariat 11 in Dortmund. Doch erst sieben Jahre später steht Kriminaltechniker Norbert Krüger ein neues vielversprechendes Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Mit Hilfe von Ethanol können DNA Spuren von Klebefolien losgelöst und untersucht werden.
Doch das ist im Fall Nicole S nicht ganz ungefährlich. Das Problem, was wir hatten, war, dass wenn wir die Folie, diese die Klebefläche der gesamten Folie entfernen und die dann untersuchen, dann hätten wir für einen späteren Zeitpunkt, wenn sich die DNA noch weiterentwickelt und noch neue Spurensicherungsverfahren vorhanden sind, diese Klebefolien als Spurentäger nicht mehr greifbar und die Spurenträger wären verbraucht gewesen.
Und dieses Risiko wollten wir nicht eingehen, sondern deswegen haben wir die Folien horizontal geteilt und nur eine Hälfte untersucht und die andere Hälfte sozusagen als Rückstellprobe noch in den bei den Aerwaten äh belassen. Wie klug dieses Vorgehen ist, soll sich noch zeigen. Auf den untersuchten Folien wird 2007 eine einzige DNA-Spur gesichert.
Sie gehört zu einer männlichen Person. Es war einfach nicht mehr DNA vorhanden. Ja, aber diese eine Spur hatten wir und da haben wir eine Vielzahl von Vergleichspersonen äh damit abgleichen dürfen und jedoch keine Übereinstimmung erzählt, sodass wir insgesamt erstmal wieder dasselbe Ergebnis hatten. Wir kamen in diesen Spurenfall einfach nicht weiter.
Noch einmal vergehen mehr als 10 Jahre. Erneut entwickelt sich die DNA Technik weiter. 2018 beschließen Uwe Block und Norbert Krüger die Reste der Klebefolien wieder einem neuen Verfahren zu unterziehen. Der Einzelschuppenauswertung. Bei den Einzelschuppen verhält sich das sehr ähnlich wie den bei den textilen Mikrofasern.
Unsere Haut gibt ständig irgendwelche Hautschuppen ab, die wir einfach verlieren und insbesondere beim Kontakt werden diese Hautschuppen auch an eine andere Person, an eine andere Kleidungsstück von unserer Kleidung, von unserer nackten Haut einfach übertragen. Das Schlechte da dran ist, dass diese dieses Verfahren extrem aufwendig ist, sehr zeitaufwendig.
Die Wissenschaftler müssen jede einzelne Hautschuppe unter Mikroskop raussuchen und einzelnen untersuchen. Es dauert 6 Monate, doch dann wird an einem Klebestreifen aus dem Intimbereich des Opfers eine fremde DNA Spur entdeckt. Ja, ich kann mich im Moment noch genau erinnern, als Herr Krüger ins Büro kam, den würde ich auch so schnell nicht vergessen.
Er sagte zu mir, du setzt dich mal hin. Ich habe mich dann hingesetzt und dann sagt der Herr mir, du, wir haben eindeutigen DNA-Treffer. Er nannte mir dann auch später die Personalien und ähm ich habe mir das angeschaut, die Person überprüft und es passte alles wie Faust aufs Auge. So, trotzdem war es natürlich äh war ich erstmal unheimlich erstaunt, denn nach so langer Zeit wächst ja die Hoffnung auch nicht unbedingt, dass es jetzt doch noch geklärt wird und von daher war das ein toller Moment.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um den 53 Jahre alten Ralf H. Er ist einschlägig vorbestraft. Ralph H. hat insbesondere auch äh um den Tatzeitraum herum äh häufiger Frauen überfallen, plötzlich hinterrück brutal, häufig sofort auf sie eingeschlagen, an Orten, wo er äh eigentlich auch äh immer letztendlich erwischt werden musste und immer Leute dazwischen gegangen sind.
Insofern hat sich das dann gar nicht so richtig erschlossen, was er da überhaupt vorhatte. Und das ist am Ende auch das Problem gewesen, dass er letztendlich äh immer immer dann nur verurteilt werden konnte für das, was bis dahin passiert war und nie für eine sexuelle Komponente. Nach der Festnahme von Ralf H. im Juni 2018 ist das Medieninteresse an der Aufklärung dieses Coldcases extrem groß.
Er hat mehrere Sekunden gar nichts gesagt, hat mich wie in Schockstarre angesehen und dann leise lediglich gesagt, er habe keinen Mord begangen. Bei dieser Aussage bleibt er auch im Prozess, der im Dezember 2018 am Landgericht Dortmund beginnt. Ralph H. wie ich denke, äh der Albtraum für jeden Rechtsanwalt gewesen.
Er fuhr den offensichtlich ständig in die Parade. Er griff das Wort, er beschimpfte die Kammer, er beleidigte die Kammer, ähm den Vorsitzenden Richter äh erstellte Beweisanträge, wo ich bei vielen das Gefühl hatte, die kam auch von ihn und nicht unbedingt von seinen Anwälten. Am Ende haben hat ihn das meistens mehr geschadet, als es ihm geholfen hat.
Der Prozess zieht sich über Jahre. Zwischenzeitlich muss Rif deshalb sogar aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Erst im Januar fällt das Urteil. Lebenslange Haft wegen Mordes aus Heimtücke. Als das Urteil vollstreckt werden soll, setzt sich der Mörder ins Ausland ab. Er kann aber kurz darauf in den Niederlanden aufgespürt werden.
Seitdem sitzt er in Haft. Der Mord an der 16-jährigen Nicole S. 25 Jahre lang blieb er ungeklärt. Das Engagement der Kommissare Uwe Block und Norbert Krüger hat entscheidend dazu beigetragen, den Täter doch noch zu überführen. Ich kann mich noch gut dran erinnern, als ich diesen Hausflur das erste Mal betreten habe, das Treppenhaus, dass mir dort schon ein Geruch entgegenkam, den ich aufgrund meiner Erfahrung, meiner dienstlichen Erfahrung direkt identifiziert habe als Verwesungsgeruch.
Ich habe ein kleines Bad gesehen mit Müllsäcken, mit Mülltüten befüllt in der Badewanne, mit einem eingewickelten Torso vor der Badewanne. Unter anderem konnten wir feststellen, durch die digital forensische Auswertung des Handys, dass sie schon 6 Wochen vor dem Tod von Martin F. nach Tötungsmethoden gegoogelt hat, denn die Rechtsmedizinerin konnte klar belegen, dass insbesondere die rückwärtigen Halsverletzungen stakartig durchgeführt wurden, dass diese nicht durchgeführt wurden, während Martin F.
in Bewegung war, sondern dass er zu diesem Zeitpunkt offensichtlich schlief. Schockierende Bilder von einem Tatort in Hessen. Eine Motorsäge, Blutspuren und Plastiktüten mit Leichenteilen. All das findet die Polizei 2018 in einem Mietshaus in Steinau an der Straße. Der mittlerweile pensionierte Hauptkommissar Franz Effinger kehrt mit uns noch einmal an den Einsatzort zurück.
Das Besondere an dem Fall für mich war die diese Grausamkeit. Das habe ich in dieser Heftigkeit schon nicht mehr erlebt oder auch vorher nicht erlebt in meinem Beruf. Es ist Montag, der 11. Juni 2018. Bei der hässischen Schutzpolizei geht ein Brief ein. Absende Tanja B. In schlechtem Deutsch schreibt die 34-jährige eine alarmierende Botschaft.
Hiermit lege ich Tanja B. ein Geständnis ab, dass ich meinen Lebensgefährten Martin F. erstochen habe. Weiter schreibt die Frau, dass sie die Leiche zerteilt und in Müllsäcke verstaut habe und das alles aus Notwehr. Handelt es sich bei dem Brief um einen schlechten Scherz. Die Schutzpolizei informiert umgehend die Kriminalpolizei und die zuständige Staatsanwaltschaft in Harnau.
Im ersten Moment habe ich gedacht, ähm diese Angaben können nicht der Wahrheit entsprechen, aber der Kriminalkommissar auf dem anderen Ende der Leitung hat mir dann gesagt, dass diese Angaben schon teilweise überprüft wurden. Ermittler Franz Efinger ist in der Zwischenzeit bereits an besagter Adresse in Steinau an der Straße eingetroffen.
Überall gibt es Blutspuren. Die Badezimmertür ist mit Folie verklebt. Der erfahrene Ermittler öffnet die Tür nur ein kleines Stück, um keine Spuren zu verwischen. Es ging auch im ersten Moment gar nicht mehr als ein Spaltbreit, weil dahinter ziemlich viel lag. Und ich konnte aber durch diesen Spalt äh mehrere Plastiktüten erkennen.
Ich konnte umfangreiche Blutspuren erkennen. Ich konnte Fliegen und Fliegenmaten erkennen. Bei dem Toten handelt es sich um Martin F. Den 47-jährigen Mieter der Wohnung und Lebensgefährten von Tanja B. Die Frau selbst ist spurlos verschwunden. Ermittler Franz Efinger setzt nun auf eine Handyortung, um Tanja B zu finden.
In der Zwischenzeit liegt ein erstes Obduktionsgutachten vor. Das besagte, dass an dem am Körper am Rumpf des Opfers insgesamt 31 äh Einstiche festzustellen waren und zwar sowohl von vorne von der Seite als auch hinten. und dass äh von diesen Stichverletzungen einige wenige, ich glaube man sprach von zwei oder dreien zum Hals mutmaßig die Todesursache war.
Das Obduktionsergebnis ist für Efinger nur schwer in Einklang mit der Notwehrgeschichte von Tanja B. zu bringen. Mittlerweile liegt die Funkzellenauswertung ihres Handys vor, sodass die Ermittler ihren Fluchtweg nachvollziehen können. Das hier ist der Bahnhof von Steinau. Von hier aus ist Tanja B. Amorgen des 9.
Juni, also vier Tage nach der Tat samstags mit dem Zug über Frankfurt nach Dortmund gefahren, wo wir sie letztendlich festgenommen haben. Tanja B wird nach Hau gebracht, wo sie von den Ermittlern vernommen wird. Sie hat geschildert, dass äh er ihr den Weg aus dem Schlafzimmer in den Flur und damit aus der Wohnung raus verstellt hätte.
Und als sie an ihm vorbei gewollt hätte, hätte er sie am Hals mit beiden Händen gewürkt und er hätte vorher aus der Küche das Tatmesser, ein Küchenmesser mit in diese Situation gebracht und hätte es kurz zuvor rechts neben sich abgelegt. Doch der erfahrene Staatsanwalt Dominik Mies und Ermittler Franz Efinger haben Zweifel an dieser Version.
Ich habe sie gefragt, ob sie rechts oder Linkshänderin ist. Sie hat eindeutig gesagt, Rechtshänderin. Sie hat auch gesagt, sie hat das Messer mit der rechten Hand gegriffen. Und dann habe ich sie gefragt, wie das denn möglich wäre unter diesen Würden. Hätte sie ja unter seinen Armen durchgegriffen haben müssen, um das Messer zu holen und dann auf ihn einzustechen.
Und das hat sie so geschildert. Später wird die Gerichtsmedizin dann ein Obduktionsgutachten vorlegen, mit dem Tanja B Geschichte endgültig widerlegt werden kann. Denn die Rechtsmedizinerin konnte klar belegen, dass insbesondere die rückwärtigen Halsverletzungen stakartig durchgeführt wurden, dass diese nicht durchgeführt wurden, während Martin F.
in Bewegung war, sondern dass er zu diesem Zeitpunkt offensichtlich schlief. Die Schlinge zieht sich immer weiter zu. Die Ermittler konfrontieren Tanja B mit immer neuen Beweisen. So hat die Frau nach dem Tod von Martin F. unter anderem dessen Konto geplündert. Die Ermittlungsergebnisse belasten sie jedenfalls immer schwerwiegender. Unter anderem konnten wir feststellen durch die digitalforensische Auswertung des Handys von Tanja B.
dass sie schon 6 Wochen vor dem Tod von Martin F. nach Tötungsmethoden gegoogelt hat. Sie hat fortwährend nach giftigen Pflanzen, nach Überdosis Iboprophäen, Überdosis Muskatnuss, nach sämtlichen Substanzen gesucht. Jetzt präsentieren die Ermittler ihre Version, was ich am 5. Juni 2018 in der Wohnung in Steinau abgespielt haben muss. Demnach tötet Tanja B. Martin F.
Notwehr, sondern während er im Bett einen Mittagsschlaf machte. Anschließend schleppt sie den Totenmann ins Badezimmer und macht sich auf den Weg, eine Motorsäge zu kaufen. Hier ist der Baumarkt in Steinau, wo Tanja B am Morgen nach der Tat erste Kettensäge gekauft hat, mit der sie den Leichnahen zerstückelt hat.
Der Baumarkt, bei dem sie auch wenige Stunden später ein zweites Mal war, weil die erste Kettensäge eher beim Gebrauch kaputt gegangen ist. Die Ermittlungsergebnisse reichen aus, um Tanja B vor dem Landgericht Hanau den Prozess zu machen. Tanja B. wurde am Ende auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
Mord deswegen, weil sie heimtücklich gehandelt hat. Nein, Re hat sich schon mal gar nicht gezeigt, weil sie war ja der Meinung, nichts bereuen zu müssen, sondern sie war ja der Meinung aus Notwergehandel zu haben oder zumindest hat sie das so geschildert, aber auch bedauern über das, was sie getan hat, hat sie so gut wie nie gezeigt.
Tanja B tötete aus Habgier. Das Gericht konnte sie aufgrund vieler Beweise wegen Mordes verurteilen. Da spielen ja mehrere Rädchen dann eine Rolle bei so einer Verurteilung. Letztendlich die Rechtsmedizin mit ihrem Gutachten zu der Art der Tötung die Heimtüe als Mordmerkmal festgestellt und festgelegt hat und das dann zur Verurteilung wegen Mordes geführt hat.
Das war für mich eine Genugdwung. Ermittler Franz Efinger und Staatsanwalt Dominik Mies konnten diesen Fall durch ihre gute Zusammenarbeit gemeinsam lösen. Es hätte im Endeffekt jedes andere Taxi genauso treffen können. Das war eine komplettes Zufallsopfer. Mustafa A wurde von seiner Familie als hilfsbereit, als immer für seine Familie und seine Freunde da beschrieben.
Der Täter entfernte sich in die entgegengesetzte Richtung seiner Fahrt. Unterwegs sprach er noch einen Zeugen an, wo sich denn hier die nächste Busstation für einen Bus in die Innenstadt befindet. Man konnte dort auch noch die Überwachungsvideos aus dem Bus sichern und ih darauf erkennen. Das heißt, er hat keine Emotion, kein empathisches Gefühl, keine Reue, die sein Handeln beeinflusst, sondern komplett ja empathielos.
Berlin-Grunewald im Frühjahr 2023. In den frühen Morgenstunden hält in dem Willenviertel ein Taxi. Wenig später wird der Fahrer in seinem Wagen gefunden. Er ist durch ein Messer so schwer verletzt, dass er kurz darauf stirbt. Wer hat Mustafa A derart grausam aus dem Leben gerissen? Die Berliner Staatsanwältin Karin Häuser hat sich mit dem Mordfall und den Ermittlungen befasst.
Es gibt zwei Besonderheiten. Es ist zum einen die Tragik des Falls. Es war ein absolutes Zufallsopfer, der aussweise Taxi gefahren ist und schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort war und dann für die Beute von 10 € sterben musste. Und es ist zum anderen die Brutalität des Falls. Der Täter schilderte das mit einer Kälte.
Weil er einfach angab, dass es in Ordnung ist für seine Bedürfnisse zu töten und er das als gute Lösung fand. Die Brahsstraße im Berliner Bezirk Grunewald. In der ruhigen Wohngegend befindet sich ein gehobenes Hotel. Hierher kommt am Morgen des 6. April 2023 auch ein Uberfahrer. Er hält mit seinem Wagen am Straßenrand hinter dem geparkten Taxi.
Darin der durch Messersteche lebensgefährlich verletzte Fahrer Mustafa A. Dieser schwer verletzte Mann schleppte sich noch in Richtung des U-Bahfahrers, brach jedoch schon kurz darauf vor diesem U-Bahfahrer bzw. also vor seinem Fahrzeug zusammen. Der Uberfahrer alarmierte dann den Krankenwagen. Ein zufällig dazukommender Arzt versuchte noch den schwerverletzten Mann zu reanimieren.
Der Krankenwagen, der traf auch kurz darauf schon ein, doch im Endeffekt kam jede Hilfe zu spät und das Opfer starf kurz darauf im Krankenhaus. Der 49-jährige Mann ist Vater von zwei Kindern und Mustafa A fährt nur aushilfsweise Taxi, wurde zufällig zum Opfer dieses brutalen Verbrechens. Er arbeite eigentlich als Zugdisponent und ist an diesem Tag nur für einen Verwandten eingesprungen.
Er fuhr also manchmal aushilfsweise Taxi. So auch an diesem Tag. Mustafa A wurde von seiner Familie als hilfsbereit, als immer für seine Familie und seine Freunde da beschrieben. Die zweite Mordkommission des LKA Berlin übernimmt die Ermittlungen. Am Tatort werden Spuren gesichert und mit Hilfe von Zeugen gelingt es recht schnell, den Fluchtweg des mutmaßlichen Täters zu rekonstruieren.
Unterwegs sprach er noch einen Zeugen an, wo sich denn hier die nächste Busstation für einen Bus in die Innenstadt befindet. Der Zeuge konnte später auch den Täter beschreiben, gab auch die Angaben s, dass man ein Phantombild anfertigen konnte. Markant dabei insbesondere der frische Blutfleck unterhalb seines linken Auges.
Der Zeuge zeigt dem Unbekannten den Weg zur nächsten Busstation. Es ist die Haltestelle Taubertstraße. In unmittelbarer Nähe machen weitere Zeugen später einen wichtigen Fund. Auf dem rekonstruierten Fluchtweg vom Tatort zur Busstation konnte man auch das Tatmesser finden. Dies wurde mutmaßlich unter einem geparkten Auto versteckt und als das Auto weggefahren war, haben es Zeugen gefunden.
Die Ermittler sichern Bilder aus den Überwachungskameras in Tatortnähe und aus mehreren Bussen, die der Täter genommen haben könnte. Auf den Aufnahmen fällt ihnen schließlich ein Mann auf, der recht genau der Beschreibung des wichtigsten Zeugen entspricht. Die Kleidung des Mannes ist blutbefleckt. Er fährt mit der Linie M19 bis zum S-Bahnhof Halensee.
Hier betritt er einen Kiosk und gibt das Geld aus, dass er dem Taxifahrer geraubt hatte. Das ist sowohl auch auf den Überwachungskameras des Kios zu sehen, wie er diese 10 € hinhält und damit eben das Getränk und später die Chips zahlt und auch aus der Aussage des Besitzers. Anschließend fährt der Mann mit der S-Bahn zum Bahnhof Südkreuz, einem wichtigen Knotenpunkt der Stadt, an dem auch die Fernzüge abfahren.
Auch hier wird der Tatverdächtige von Überwachungskameras aufgezeichnet. Er steigt in einen Zug nach Hamburg. Die Fahndung nach dem unbekannten Taximörder läuft auf Hochtouren. Doch dann spielt ein anderes Verbrechen in den Fall hinein. Zwei Tage zuvor, am 4. April 2023, hat in Brüssel einen Mann seine frühere Lebensgefährtin Eleonora S getötet.
Brüssel hatte bereits einen europäischen Haftbefehl in der Fahnung aufgrund eben dort der dort begangenen Straftat. Deswegen hatten die auch bereits eine Ortung der Standortdaten des Handys des Täters laufen und deswegen konnte Brüssel genau nachvollziehen bzw dann auch hier das Bundeskriminalamt, wo sich der Täter gerade aufhielt.
So lässt sich feststellen, dass der Mörder von Brüssel aus nach Berlin geflohen ist. Er hielt sich laut den Handydaten am Morgen des Mordes an Mustafa A in unmittelbarer Nähe des Tatorts auf. Danach ist er in Berlin-Südkreuz in einen Zug gestiegen und nach Flensburg gefahren. Hier kann er wenige Stunden später festgenommen werden.
Bilder aus den Überwachungskameras im Bahnhof Südkreuz erweisen sich in den nächsten Stunden als entscheidend, denn schließlich steht fest, der in Flensburg festgenommene Täter aus Brüssel und der Taximörder aus Berlin sind ein und dieselbe Person. Auch die Kleidung des Festgenommenen stimmt mit der auf den Überwachungsbildern überein.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um den 24 Jahre alten Tunesier Hassem B. Man kann war in den Vernehmungen des Täters, dass er frei von jeglichen Emotionen, ganz star ohne Gestik und Mimik, aber sehr offen dabei schilderte, was er getan hatte. Er war also geständig und sagte auch ganz klar, dass er eben für sich für zur Befriedigung seiner Bedürfnisse festgestellt hatte, dass eine Lösung sei, Menschen zu töten.
Durch die Aussagen von Hassem B und die Auswertung seiner Handydaten lässt sich seine Flucht nach der Tat in Brüssel am 4. April 23 für die Staatsanwaltschaft recht genau rekonstruieren. Der Täter fuhr eben von Brüssel und wollte eigentlich nach Oslo gelangen und nahm dafür den Zug und hatte aber bereits ab dem 5.
April 2023 ab mittags kein Geld mehr, um sich Essen zu kaufen und fasste dann eben den Entschluss, dass es ein legitimes Mittel sei, einen Menschen zu töten, um dann an Geld zu gelangen, um sich Lebensmittel zu kaufen. Er fuhr dann nach Berlin, stieg zunächst eine Station vor Berlin aus und suchte dort nach einem geeigneten Opfer.
Da war jedoch das Problem, dass er zur Nachtzeit ausstieg und er im Endeffekt niemanden fand. Er stieg dann wieder ein und fuhr weiter zum Bahnhof Südkreuz. Dort angekommen will Hassem B. Während der Zugfahrt erdachten Plan in die Tat umsetzen und dort fiel seine Wahl rein zufällig auf das Taxi des Seasing Opfers Mustafa A.
Es hätte im Endeffekt jedes andere Taxi genauso treffen können. Das war eine komplette zu ein komplettes Zufallsopfer. Der Taxifahrer Mustafa A. fährt den Täter auf dessen Wunsch hin in eine ruhige Wohngegend in Berlin-Grunwald. Gegen 8:30 Uhr kommen sie dort an. Dann entdeckte Hass B allerdings, dass noch ein anderes Fahrzeug hinter ihnen erschien.
Er wartete also ab, bis auch dieses Fahrzeug vorbeigefahren ist. Er wartete also quasi auf den perfekten, unbeobachteten Moment. Dann setzt Hassem B seinen tödlichen Plan tatsächlich um. Noch vom Rücksitz aus zog er sein Klappmesser, was er in der Jacke bei sich geführt hatte, heraus und stach damit unvermittelt vom Rücksitz aus in den Hals seines Opfers.
Das Opfer versuchte daraufhin, das Taxi zu verlassen. Der Täter versuchte das zu verhindern, indem er in die klaffende Wunde des Opfers griff. Dennoch konnte sich das Opfer aus dem Griff und aus dem Taxi befreien. Es versuchte dann selbständig um 8:36 Uhr den polizeilichen Notruf zu wählen, wählte auch, konnte aber aufgrund seiner schwersten Halbsverletzung bereits nichts mehr sagen und die polizeilichen Fragen nicht beantworten.
Der Täter saß noch im Auto und sah da 10 € in der Mittelkonsole liegen. Diese 10 € griff er dann, verließ das Taxi, ging in die entgegengesetzte Richtung der Fahrtrichtung und verließ in normalem Lauftempo den Tatort. Für gerade einmal 10 € mußte Mustafa A sterben. Doch weshalb diese Brutalität? Das auffällige Verhalten von Hassem B in den Vernehmungen lässt die Polizei und Staatsanwaltschaft schon bald am Gesundheitszustand des Festgenommenen zweifeln.
Ein forensisches Gutachten bestätigt schließlich diesen Verdacht. Die Gutachterin stellte bei dem Täter eine paranoid halluzinatorische Schizophrenie oder auch eine undifferenzierte Schizophrenie fest. Man kann bei dem Täter hier war, dass es gar nicht zu wahren Vorstellung kam, sondern eher zu wahren Einfällen. Darunter eben auch ist die hiesige Tat zu sehen, dass er sich eben überlegte, weil er kein Geld hatte, weil er Lebensmittel haben wollte, dass er dann gar nicht mehr die Möglichkeit in Betracht zog zu stehlen oder zu erpressen, sondern eben jemanden
zu töten. Genauso ist bei ihm auch ganz markant, dass er hier eine völlige Affektarmut bis hin zu einer Affektlehre zeigt. Das heißt, er hat keine Emotionen, kein empathisches Gefühl, keine Reue, die sein Handeln beeinflusst, sondern komplett ja empathielos. Und das zeigte sich auch in der Untersuchungshaft, wo er verbal und auch ähm körperlich übergriffig wurde gegenüber den dort Angestellten.
Und deswegen sagte die Gutachterin eben auch, dass er weiterhin für die Allgemeinheit eine große Gefahr darstellt. HassemB kam als Jugendliche aus Tunesien nach Belgien. In Brüssel begann er dann eine Lehrer als Koch. Die musste er allerdings abbrechen, weil er sich bereits nicht mehr konzentrieren konnte.
Das sind wahrscheinlich schon die ersten Anzeichenen der beginnenden Schizophrenie. Mit 20 Jahren, da fing es dann eigentlich an, dass er auch anfing soziale Kontakte zu verringern, gar nicht mehr aufzubauen. Er sagt dann auch, dass der Teufel seine Konzentration störe. Ala und Gabriel würden seine mit seinem Gehirn spielen.
Er brach dann auch auf sozialen Medien komplett die Kontakte ab. Längerfristige Beziehung konnte er auch nicht führen, weil ihm auch der Zugang zu anderen Menschen fehlte. Ende August 2023 landet Hassem B vor dem Berliner Landgericht. Unter anderem muss hier die Frage geklärt werden, ist der an Schizophrenie erkrankte Hassembe schuldfähig? Der Täter befand sich während der Tat in einem akuten Schub seiner Erkrankung.
Das heißt also, er handelte auch in einer verminderten Steuerungsfähigkeit. Das bedeutet, dass der Täter sich durchaus bewusst war, dass sein Handeln verboten ist. Das sieht man ja auch daran, dass er diesen Platz konkret auswählte, wo keine Leute da sein sollten, dass er auch schaute, dass die Tat unbeobachtet blieb.
Er konnte aber gleichzeitig sein Handel nicht mehr auf nach diesem verbotenen sein ausrichten und deswegen war er ihm nicht mehr in der Lage, sein Handel danach zu steuern. Hassembe wird dennoch wegen Mordes und Raubes mit Todesfolge zu 14 Jahren Haft verurteilt. Außerdem wird seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.
Laut Urteil bleibt er so lange inhaftiert, wie er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Es wurden dabei verschiedene Mordmerkmale festgestellt. Zum einen das Mordmerkmal der Heimtücke, weil sich das Opfer keines Angriffs bewusst war und deswegen arg und wehrlos war. zudem das Mmkmal der Habger, weil der Täter tötete, um eben an das Geld zu gelangen, ohne Rücksicht auf irgendwelche anderen Interessen und zudem zu ermöglichen einer anderen Straftat, nämlich eben dieses Raubes.
Und das Verfahren gegen Hassem B wegen des Mordes an seiner früheren Lebensgefährtin in Brüssel steht noch aus. Wegen des irrsinnigen Plans des 24-jährigen in Berlin mußte der Taxifahrer Mustafa A. sterben. Bei einer Gedenkveranstaltung haben seine Berliner Taxifahrerkollegen mehr als 30.000 € für die Hinterbliebenen gesammelt.
Der Mord auf offener Straße im Willenviertel, vor allem die Kaltblütigkeit des Täters, bleibt Staatsanwältin Karin Häuser in Erinnerung. Ich glaube, den Fund des Tages hat eine Kollegin gemacht in der Tiefgarage in einem Zweitwagen dieses Berliner Geschäftsmanns, wo im Kofferraum in einer Radmulde eine Tasche war und dort waren die Notenpartituren sehr bekannter Biedelsstücke enthalten, aber auch eine weitere Brille von John Lenn und die konnten wir diesmal ganz genau ihm zuordnen, weil da war noch das ärztliche
Rezept mit drinne seines Augenarztes. Joko schien offensichtlich Opfer eines Diebstahls oder einer Veruntreuung, Unterschlagung geworden zu sein. Das ist natürlich strafbar. Äh und wenn dann solche Stücke aus einer strafbaren Handlung hier in Deutschland äh zur Versteigerung kommen sollen, dann kann es sein, dass der Verdacht der Hälerei oder des versuchten Betruges im Raum steht.
Die Lektüre äh der Tagebücher hat mir vor allen eines gezeigt. Ähm neben dieser großen Berühmtheit John Lenn gab es auch den Privatmenschen John Lennon. Das Attentat auf John Lennon am 8. Dezember 1980. Ein Ereignis, das die Welt erschüttert. Der Fall des berühmten Beatelsengers wird 35 Jahre später auch Kunstermittler René Long vom Berliner Landeskriminalamt beschäftigen.
Wichtige Andenken von John Lennon wie seine Tagebücher sind gestohlen worden. Ermittelt in dem Fall. Unter anderem kommt es hierbei zu einer einschneidenden Begegnung mit Lennenwito. Es begann eigentlich damals mit einem ziemlich harmlosen Anruf. Das war äh im Juni 2017, als sich ein Anwalt an uns gewandt hatte.
Hatte angerufen bei uns auf der Dienststelle und bat um ein vertrauliches Gespräch. Der Anwalt betreut die Insolvenz des Internetauktionshauses Auktionata aus Berlin. Im Lager der Firma hat er 86 sehr private Andenken von John Lennon gefunden. Darunter eine Zigarettendose. Lennon rauchte Gitan. Ein Schulheft für Schreibübungen, ein Konzertmitchnitt der Beatles von 1965, Urheberrechtsurkunden für verschiedene Kompositionen, ein Musikpreis von 1980 und drei Tagebücher aus den Jahren 1975, 79 und 80.
Die Ermittler sollen die Fundstücke überprüfen. Als wir damals äh die Sachen vom Insolvenzverwalter abholten, ähm haben wir uns äh mein Kollege und ich in ein Zimmer eingeschlossen, haben vorne ein Schild dranemacht, bitte nicht stören, weil wir uns wirklich absolut ungestört diese Sachen ansehen wollten. Gespannt vertieft sich in die Tagebücher von John Lennon.
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