Wahre Verbrechen I Mord nach dem Date I True Crime...

Wahre Verbrechen I Mord nach dem Date I True Crime Dokumentation T – Part 3

 Dass sie gerade den vielleicht schlimmsten Serienkiller in der Geschichte der USA gefasst hatten, ahnten die Beamten zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Um Lucas zu einem Geständnis zu bewegen, wurden ihm Kaffee und Zigaretten verweigert und die Beamten zogen sein Bett in der Zelle ab. Ohne Bettzeug, Nikotin und Koffein dauerte es nur vier Tage, bis Lucas einknickte.

  Danach sagte er Sheriff Conway, dass er bereit sei zu gestehen. Als erstes bekam Conway das Geständnis, dass er erwartet hatte. Lukas gab zu, Kate Rich erstochen und ihre Leiche verbrannt zu haben. Danach gestand er auch den Mord an Freeder Paul. Doch schon kurze Zeit später gestanden Lucas noch viele weitere Morde.

 Lisa Martin, Kevin Kay, Rita Salazar, alle. Im ersten Moment wirkt das vielleicht komisch, dass Lucas so schnell und bereitwillig gestand, aber selbst die Aussicht auf eine Zigarette und eine Tasse Kaffee hat das Potenzial, eine verdächtige Person zum Reden zu bringen. Der Psychologieprofessor Saw Casson hat festgestellt, dass scheinbar triviale Angebote wie Essen, Genussmittel oder ein Telefonat ausreichen können, um eine Person dazu zu bringen, ein falsches Geständnis abzulegen.

Lucas behauptete später, dass er all die Morde gestanden habe, nachdem die Polizei angefangen habe, ihm Hamburger, Milkshakes und sogar Steak zu servieren. Außerdem bekam Lucas ja nicht nur Zigaretten und Fastfood als er gestand. Mit jedem weiteren Geständnis bekam er auch mehr Aufmerksamkeit von den Beamten.

 Sie waren an seiner Person interessiert und ermutigten ihn mehr Preis zu geben. Nachdem Lukas als Kind vernachlässigt und missbraucht wurde, kann es sein, dass er gestehen wollte, um die Polizei zu beeindrucken und um einmal in seinem Leben die ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen, nach der er sich so sehr sehnte. Professor Kerson hat erforscht, was die Gründe für solche freiwilligen Falschgeständnisse sein können und im Grunde wollen sich die meisten Verdächtigen nur der Aufmerksamkeit wegen mit einem Aufsehen erregenden Verbrechen in Verbindung bringen.

Lucas schien auf jeden Fall süchtig nach der Aufmerksamkeit zu sein, die er durch die Geständnisse bekam. Seine Geschichten wurden immer komplexer und detaillierter, was ihn noch schneller im ganzen Land bekannt machte. Am 30. September 1983 bekannte sich Lucas des Mordes an Kate Ridge schuldig.

 Das allein war ihm als Geständnis, aber anscheinend nicht dramatisch genug. Als Lukas im Oktober wegen des Mordes vor Gericht kam, erklärte er vor versammeltem Publikum: “Ich habe noch ungefähr 100 mehr getötet.” Lucas wurde für den Mord an Kate Rich zu 75 Jahren Gefängnis verurteilt. Am 10. November kam eine lebenslange Haftstrafe für den Mord an Frieda Powell dazu.

Doch sogar als er schon im Gefängnis war, hörten die Geständnisse nicht auf, bis er schließlich auch den Mord an Debra Jackson alias Orange Socks gestand. Sheriff Jim Bautwell aus Williamson County zeigte Lucas Fotos vom Tatort. Dabei achtete er darauf, den Hals des Opfers mit seinem Finger zu verdecken, damit Lucas nicht sehen konnte, wie die Frau gestorben war.

 Trotzdem sagte Lucas: “Ja, das war eine Tramperin. Die werde ich erwirkt haben. Es ist gut möglich, dass Lucas die Todesursache nur geraten hat, eben, weil Sheriff Baudwell den Hals des Opfers verdeckte und Lucas damit einen Hinweis auf die Todesursache gab. Es kann aber auch sein, dass Lucas wirklich der Mörder war.

 Er konnte Sheriff Bautwell einige sehr spezifische Informationen über das Opfer geben. So sagte er z.B., dass sie eine Cotex Slipeinlage trug, als er sich vergewaltigte. Und wie sich herausstellte, fand man in der Vagina der Toten tatsächlich ein Stück aufgerolltes Toilettenpapier als Tamponersatz. Sie hatte zum Zeitpunkt ihres Todes also wirklich ihre Periode.

Dieses Geständnis legte den Grundstein für ein weiteres Verfahren gegen Lucas. Danach ging alles sehr schnell. Im April 1984 wurde Lucas wegen des Mordes an der jungen Frau, die damals nur als Orange Socks bekannt war, zum Tode verurteilt. Wenn Lucas nur gestand, um Aufmerksamkeit zu bekommen, dann funktionierte es.

 Seine Geständnisse schlugen das ganze Land in ihren Bann. Reporterinnen und Reporter standen schlange, um Lucas zu interviewen, in der Hoffnung, dass er ihnen vielleicht noch einen Mord gestehen würde. Sie waren fasziniert von seiner tragischen Lebensgeschichte und seiner ungewöhnlichen Beziehung zu Ot. Tool war im April 1983 festgenommen worden, nur ein paar Monate vor Henry Lucas.

 Er hatte den 64-jährigen George Solenberg bei lebendigem Leibe verbrannt. Lucas und Tool blieben während ihrer Haftzeit in Kontakt und ihre Freundschaft war von größtem Interesse für die Medien. Natürlich wurden ihre Gespräche mitgeschnitten und die Transkripte sind erschreckend. Lucas und Tool pralten stolz mit ihren Verbrechen.

 In einem aufgezeichneten Gespräch sagte Lucas: “Ich will, dass du einfach die Wahrheit sagst. Wenn ich in irgendwas involviert war, dann sag die Wahrheit. halte dich wegen mir nicht zurück und ich werde mich nicht wegen dir zurückhalten. Dann fragte Tool Lucas, wie viele Menschen er getötet habe. Und Lucas scheute sich nicht, ihm eine Antwort zu geben.

 Bereitwillig gab er zu, zwischen 150 und 160. In den Jahren nach seiner Inhaftierung 1983 gestand Lukas noch hunderte und irgendwann tausende weitere Morde. Viele [schnauben] davon wären seine aufgezeichneten Gespräche mit Tool. Und es waren seine vielen ausführlichen Geständnisse, die das FBI überzeugten, dass er wirklich ein Serienkiller war.

Ein FBI-Agent sagte damals: “Man kann diese Typen einfach nicht zum Schweigen bringen. Sie wollen über ihre Verbrechen sprechen.” Trotz seiner vielen Geständnisse gab es am Ende aber nur in drei Fällen genügend Beweise, die für Lukas als Täter sprachen. beim Mord an seiner Mutter im Jahr 1960, beim Mord an Frieda Powell im August 1982 und beim Mord an Kate Ridge im September 1982.

Das war sehr weit von Lukas Behauptung entfernt, mehrere tausend Menschen getötet zu haben. Nachdem Lukas 1984 zum Tode verurteilt worden war, wurde ein Team zusammengestellt, das Nachforschungen zu allen Morden anstellen sollte, die Lucas angeblich begangen hatte. Sie waren schockiert, als sie herausfanden, dass Lucas bei fast allem gelogen hatte.

Gehaltsabrechnungen belegten, dass Lucas in Jacksonville, Florida war, als Debor Jackson alias Orange Socks ermordet wurde. Und bei den Morden an Lisa Martin, Frank Kevin K und Rita Salar bewiesen DNA Spuren später, dass andere Verdächtige die Täter waren. Ebenso ausgeschlossen war, dass Lucas Harry und Molly Schleisinger in Texas getötet hatte.

 Als sie im Oktober 1999 ermordet wurden, arbeiteten Lucas und Tool ebenfalls in Jacksonville. Alles was Lucas der Polizei gegeben hatte, war eine lange Reihe falscher Geständnisse. 1996 fragte der Biograf Gizly H. Gudginson Henry Lee Lucas, wie er darüber denke, dass er wegen des Mordes an Orange Socks hingerichtet werden könnte, obwohl er die junge Anhalterin wahrscheinlich gar nicht getötet habe.

Lukas sagte, dass es ihm gefalle, so berüchtigt zu sein. Vor seinen Geständnissen sei er niemand gewesen. Jetzt würden ihm die Leute zuhören. Vielleicht waren die Geständnisse also wirklich nichts weiter als ein Flehen nach Aufmerksamkeit. Lukas Hinrichtung war für den 30. Juni 1998 in Texas angesetzt.

 Kurz vor dem Termin wurde sein Todesurteil aber vom damaligen Gouverneur George W. Bush in lebenslange Haft umgewandelt. Im Statement von Bush hieß es: “Henry Lee Lucas ist fraglos anderer verabscheuungswürdiger Verbrechen schuldig, für die er dazu verurteilt wurde, den Rest seines Lebens im Gefängnis zu verbringen. Allerdings glaube ich, dass es genügend Zweifel hinsichtlich dieses speziellen Verbrechens gibt, dass der Staat Texas nicht die Höchstrafe in Form seiner Hinrichtung verhängen sollte.

Am 12. März 2001 starb Henry Lee Lucas im Alter von 64 Jahren an Herzversagen. Aus Tool war bereits 1996 an Leberzirose gestorben. Ihr Fall bleibt speziell, vor allem natürlich wegen ihrer falschen Geständnisse, die in einem schrägen Verhältnis zu ihren tatsächlichen Morden und ihrer tatsächlichen Grausamkeit stehen.

 Sie waren brutale Mörder und Vergewaltiger. Die Jahrhundertsäienkiller, als diese sich präsentierten, waren sie aber nicht mit diesen Menschen. Verband sie wahrscheinlich nur eines. Der unbedingte Wunsch gesehen zu werden. Vielen Dank fürs Zuhören. Mein Name ist Diane Helscher und ich bin Mark Augestat. Du kannst jetzt eine Bewertung für den Podcast daassen und die Glocke aktivieren, um keine Folge zu verpassen.

Serienkiller ist ein Spotify Original von Parcast. Produziert in Zusammenarbeit mit Bosepark Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original Serial Killers. Deutsche Produktion Wiebgeachter Winter Chris Guse, Suholder Kli Köhler, Fabio Lautenschläger, Simon Uta Kirschei und Daniel Nicolao.

Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwartau. Vielen Dank an Julien Boirot.

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