2 ungeklärte Morde an Kindern – Der Fall Reiner K. und Zeynep I. T
2 ungeklärte Morde an Kindern – Der Fall Reiner K. und Zeynep I.
Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Hallo und damit herzlich willkommen, ihr Lieben, auch zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Leas Crime Time. Schön, dass ihr diesmal auch wieder reinschaltet. Wenn ihr gerade das erste Mal auf meinem Kanal seid, dann würde es mich freuen, wenn ihr ein kostenloses Abo abschließen würdet oder auch allgemein diejenigen, die mich öfter hören und noch nicht abonniert haben.
Da würde ich mich auch einfach dann freuen, wenn ihr mich abonnieren würdet, denn so wächst mein kleiner Kanal und es werden noch immer mehr Menschen eben auf meine Videos oder auf meine Folgen, das gilt jetzt auch für die Podcast Portale aufmerksam. Ähm ja, darum würde ich euch ganz toll bitten.
Und wir haben ein neues Kanalmitglied Michael M. Du hast den Chefermittlerstatus bei mir gebucht sozusagen. Das ist die höchste Stufe, die man als Kanalmitglied buchen kann und da gibt es so ein paar kleine Benefits, sage ich mal. Es wäre schön, wenn du mir vielleicht eine E-Mail schreiben könntest oder mich per Instagram kontaktieren könntest, dann ähm ja, würde ich dir nämlich gerne eine Kleinigkeit zusenden.
Ja, und ich muss auch immer mal wieder auf die Kanalmitgliedschaft ähm aufmerksam machen, die es bei YouTube gibt. Das mache ich nicht so häufig, aber damit könnt ihr mich eben auch als kleine Creatorin sehr unterstützen. Ja, und heute gibt es jetzt eine Doppelfolge für euch, denn ich habe mir gedacht, das sind beides sehr alte Mordfälle, um die es heute geht.
Beide Male betrifft es Kinder und ich habe mir gedacht, das kann man ganz gut zusammenlegen in einer Doppelfolge und somit wird die Folge natürlich auch etwas länger für alle, die eben auch gerne längere Folgen hören. Ja, ich glaube, der erste Fall, um den es heute geht, ist einer der ältesten Fälle, die ich euch auf meinem Kanal vorgestellt habe bisher.
Ich weiß, ich hatte mal einen Fall, der auch glaube ich sogar aus 1969 gewesen ist, aber das ist jetzt hier heute ein Fall der aus 1973 ist. Und es geht heute um den Fall Reiner Koch aus Berlin. Manche werden sich vielleicht noch an den Fall erinnern. Der wurde letztes Jahr auch bei Aktenzeichnik gezeigt.
Ja, Reiner war 1973, 12 Jahre alt. sah aber deutlich jünger aus. Ich spreche hier aber immer noch von dem Kind und nicht von dem Teenager. So denke ich zumindest darüber. Er lebte in Berlin, Neuköln, in einer Wohnung in der alten Braker Straße mit seinen Eltern Rut und Werner Koch und vier älteren Geschwistern. Die Wohnung war auch recht klein, wo die Kochs lebten.
Die Eltern schliefen im Wohnzimmer und die Kinder haben jeweils ein Zimmer bekommen. Also, die Mädchen mussten in einem Zimmer zusammen schlafen und auch die Jungs. Und Reiner war der jüngste von allen Kindern und seine Geschwister waren teils schon in Ausbildungsberufen. Und Reiners Vater arbeitete als Rohrleger im Tiefbau und seine Mutter hat zur damaligen Zeit wohl einen neuen Job als Reinigungskraft bekommen.
Als hat sie aber wohl auch bis in die Nacht gearbeitet. Also die Familie war da sehr, sehr fleißig, aber trotzdem hatten sie relativ wenig Geld. Reiner wird als ein sehr zurückhaltender Junge beschrieben, schüchtern soll er gewesen sein, groß und schmächtig gebaut und daher sah er für sein Alter auch deutlich jünger aus wie manch andere mit 12 Jahren.
Um aber etwas aus sich herauszukommen, spielte er zur damaligen Zeit seit neuesten Fußball. Er war Mitglied in dem Verein Tasmania 1900 und nahm jeden Dienstag um 16:30 Uhr am Fußballtraining teil in der Sporthalle der Morusschule. Heute ist das die Regenbogengrundschule in Berlin in der Morusstraße 32 am 16.
Januar 1973, das ist ein Dienstag gewesen, stand auch wieder Fußballtraining für Reiner auf dem Programm, aber erstmal verlief der Morgen bei den Kochs ganz normal. Es wurde gefrühstückt, zur Schule und zur Arbeit gegangen. In der Schule gab es auch keine Besonderheiten an diesem Tag. Und nach dem Unterricht kehrt Reiner dann zurück in die Wohnung und an diesem Nachmittag ist er auch allein dort.
Und bevor er sich dann auf dem Weg zum Fußballtraining machen wollte, machte er noch einen Abstecher ins sogenannte Thomas Eck. Eine Kneipe, die es heute am damaligen Standort nicht mehr gibt. Es gibt ein Thomas in Berlin, das hat aber mit diesem Thomas Eck nichts zu tun. Und dort befand sich sein Vater, der früher Feierabend gehabt hat.
Und er übergab dann seinem Vater den Wohnungsschlüssel. Die hatten wohl nicht so viele Schlüssel und bat dann seinen Vater auch um eine Tüte Chips, die man im Thomas Eck eben auch kaufen konnte. Und der Vater kaufte ihm dann auch in der Kneipe eine Tüte Chips. Und eine weitere Tüte wird Reiner von einem Gast geschenkt, der später aber allen unbekannt sein wird.
nur sein Name ist bekannt. Das Fußballtraining verläuft soweit gut, bis auf einen Streit wegen Kleinigkeiten unter den Jungs. Aber diesen Streit hat sich Reiner wohl sehr zu Herzen genommen. Gegen 18:15 Uhr laufen die Jungs zusammen ein Stück nach Hause, aber Reiner ist noch immer so ein bisschen angefressen wegen dem Vorfall in der Sporthalle und wollte plötzlich alleine weitergehen, also allein nach Hause gehen.
Und um 18:20 Uhr sieht man Reiner dann auch das letzte Mal lebend. Er nahm einen kürzeren Weg, den er aber eigentlich nicht gehen sollte durch den sogenannten Thomas Park, der nicht gut beleuchtet gewesen ist. Aber nicht nur deswegen sollte er den nicht gehen, sondern dort haben sich wohl immer Menschen aufgehalten, mit denen Kinder nicht unbedingt Kontakt haben sollten.
Falls jemand von euch aus Berlin kommt und den Thomas Park aus damaliger Zeit kennt, schreibt doch gerne mal, ob das damals wirklich so gewesen ist. Im Laufe des Abends kommt auch Rutkoch nach Hause und erfährt, dass ihr jüngster Sohn gar nicht zu Hause angekommen ist. Und es war schon so spät, dass er längst hätte zu Hause sein müssen eigentlich.
Und sie ging in die nicht entfernte Kneipe, wo Werner Koch immer noch saß und informierte ihn darüber, dass sein Sohn nicht zu Hause angekommen ist. Und gemeinsam beschließen sie dann sofort zu suchen und befragen aber erstmal seine Freunde vom Fußball und erfahren dann, dass Reiner durch den Thomaspark gegangen sein soll.
Und das hat den Eltern natürlich gar nicht gefallen und die suchten am Abend im Dunkeln mehrfach den Park ab nach Reiner, aber es gab da einfach keine Spur von ihm. Natürlich wurde auch im Wohnumfeld gesucht, aber als das alles nichts gebracht hat, haben sie Reiner kurz vor Mitternacht noch an diesem Dienstag als vermisst gemeldet bei der Polizei.
Und die Wohnung und das Umfeld wird in der Nacht auch noch mit Polizeihunden durchsucht. Auch startete man mit der Fahnung nach Reiner auch in den Medien. Aber auch am Mittwoch, den 17. Januar 1973 wird der Zwölfjährige dadurch leider nicht gefunden. Auch mit Lautsprecherdurchsagen fuhr man durch Neuköln und seine Familie war in großer Sorge. In der Nacht bzw.
dem Morgen auf Donnerstag 18. Be Januar 1973 geschieht dann etwas Schreckliches. Ein Polizeibeamter hat gerade Dienstschluss und fährt mit seinem privaten PKW durch die damalige Reichsportfeldstraße heute Flatoal Allee in Berlin Charlottenburg. Es ist 3:10 Uhr am frühen Morgen und er biegt dann in die heutige Jessie Owens Allee ab und sieht dann etwas am Straßenrand im Schnee liegen nahe des Olympiastadions, dass er eigentlich für eine Schaufensterpuppe hält, weil das da jemand so offensichtlich auf der Straße
nackt abgelegt wurde bzw. Weise nicht direkt auf der Straße, sondern daneben. Das hält man gar nicht für möglich, aber er hält dann an und stellt fest, es handelt sich um die Leiche eines Kindes. Sofort alarmiert er auch seine Kollegen und schnell ist klar, dass es sich hierbei um Reiner Koch gehandelt hat und seine Eltern hatten aber trotzdem noch die leidvolle Aufgabe, Reiner zu identifizieren.
In der Gerichtsmedizin wird festgestellt, dass der Zwölfjährige erwürkt worden ist. Aber das ist nicht alles. Reiner wurde sexuell missbraucht und seine Genitalien wurden verstümmelt. Ja, die zentrale Frage war damals, wer hat Reiner das bloß angetan? Wer tut sowas einem Kind an? Erinnert mich so ein bisschen an den Fall von Tristan Brübach. Ähm, einfach nur schrecklich.
Da fehlen ein wirklich die Worte. Auch Reiners Kleidung war bis dato noch nicht gefunden worden. Das änderte sich dann am 19. Januar. Passanten machten die Polizei auf Plastiktüten in der Morina Allee 158 aufmerksam und diese Tüten lagen aber auch schon wieder so dort in der Mourina Allee, dass man sie nicht hätte verfehlen können.
In den zwei Plastiktüten am Fahrbahnrand befand sich Reiners Kleidung und die Tüten Chips. Reiner war damals bekleidet mit einem Nylon Anorak, einem hellblauen Winterpullover mit rotweißem Strickmuster, einem dunkelgrünen Rollkragenpullover, einer dunkelbraunen Korthose und braunen, ziemlich abgelaufenen Halbschuhen mit Schnallenverschluss und die Kleidung und die Chips befanden sich in zwei unterschiedlichen Tüten.
Die eine Tüte trug den Aufdruck überall beliebt, Feetaschentücher. Auf der Rückseite der Tüte war ein Werbeaufdruck der Firma UHU und diese Plastiktüte wurde nur in Österreich vertrieben in einer Stückzahl von ca. 100.000. Und die andere Tüte trug den Aufdruck Boutique Susanne Western Süld neues Kurtzentrum. Und diese Boutik gab es aber nur bis Oktober 1970 in Westerland auf SL und danach wurden diese Tüten als Restbestand in einer Berliner Reinigung vertrieben.
Also der Täter kann die eine Tüte nur aus Österreich mitgebracht haben oder es hat sie jemand mal ihm übergeben aus welchen Gründen auch immer. Und die andere Tüte kann er entweder selbst auf Westerland damals vielleicht ähm gekauft haben bzw. Weil sie dort etwas gekauft haben, hat die Tüte dann dort erhalten oder vielleicht hat er mal etwas von der Reinigung abgeholt oder ist ganz anders an diese Tüte gekommen, weil sie einfach mal jemand bei ihm abgelegt hat, aus welchen Gründen auch immer.
ähm oder Familiemmitglieder sind es gewesen, die dort eben gewesen sind und diese Tüten dann mitgebracht haben. Die Ermittler fragen sich natürlich bis heute, wer hat damals diese Tüten besessen und im späteren dann aber nicht mehr, ob sich da irgendjemand heute noch dran erinnern kann.
Ein Fingerabdruck konnte auch an einer der Tüten festgestellt werden. Jedoch gab es damals keine Übereinstimmungen in den 70er Jahren mit z.B. Sexualstraftätern. Was damals feststand, war jedenfalls, dass der Täter wollte, dass Reiner schnell gefunden wird. Die Leiche wurde extrem offensichtlich abgelegt und auch die Tüten, wie ich ja eben schon berichtet hatte, vielleicht schnell aus dem Fahrzeug heraus, die Leiche dort abgelegt und auch die Tüten, die auch am Fahrbahnrand abgelegt worden sind.
Dann hat man sich eben schnell wieder aus dem Staub gemacht, vielleicht auch aus Angst gesehen zu werden. Ähm ja, das ist recht offensichtlich und man ermittelte natürlich auch wie immer im Umfeld der Familie befragte Reiners nachstehende Personen, auch die Wirtin vom Thomas Eck, denn am Abend, wo ja Reiner vermutlich getötet worden ist, an dem Dienstag, gab es ja diesen allen unbekannten Gast namens Gerhard, den man im späteren aber nicht mehr auffinden konnte, weil niemand etwas über ihn wusste. Auch soll er sich mit dem Vater
zusammen an der Suche nach Reiner beteiligt haben in der Nacht, aber ja, war wohl nie wieder im Thomaseck danach. Die Polizei führte auch in den 70ern natürlich intensive Ermittlungen durch, soweit man das schon damals machen konnte. Aber es ist ihnen nicht gelungen, diesen grausamen Mord an Reiner Koch aufzuklären.
Und irgendwann wurde der Fall dann zum Coldcase. In den Folgejahren war es für die Familie sehr schwierig. Man hüllte sich in Schweigen. Man sprach in der Familie kaum noch über den Mord. Zu schwer war es wohl für die Eltern, aber für Reiners Geschwister, so sagen sie heute sei das so belastend gewesen, dass man einfach nicht mehr darüber sprach oder sprechen durfte und sie alles mit sich selbst ausmachen mussten.
Und das kann ich mir sehr gut vorstellen. Ist für Teenager schrecklich. Da verlest du deinen Bruder, der wird umgebracht. Du hast 1000 Fragen, du willst vielleicht mal über Erinnerungen mit dem Bruder sprechen oder was auch immer und dann klappt das aber alles nicht, weil die Eltern es nicht können und wahrscheinlich auch damals sich keine therapeutische Hilfe gesucht haben.
Da ist man wahrscheinlich noch viel weniger zu einem Psychologen gegangen, wie man das heute tun würde. Also alles in allem schon eine wirklich blöde Situation oder schreckliche Situation besser gesagt für alle Beteiligten. Ja, 2024, dann aber die Überraschung, über 50 Jahre nach dem Mord an Reiner entschließt sich die Kripo in Berlin den Fall zusammen mit der Staatsanwaltschaft neu aufzurollen.
Selbst wenn der Täter heute nicht mehr leben würde, möchte man die Tat aufklären, sagen sie und der Familie Gewissheit geben, wer Reiner ermordet hat. Auch wurden vom Landeskriminalamt die alten Aerwate, die es glücklicherweise noch gab, unter anderem die Kleidung von Riner, erneut forensisch untersucht und daraus konnte man glücklicherweise auch eine DNA extrahieren, die höchstwahrscheinlich vom Täter stammt.
Auch wurde eine operative Fallanalyse in Auftrag gegeben. Ein Profiler oder eine Profilerin bewertete den Fall also neu und dabei kam heraus, dass der Täter im näheren Umfeld zu suchen sei, z.B. ein Nachbar oder ein Bekannter. Und Reiner soll laut der Fallanalyse auf dem Heimweg auf seinen Mörder getroffen sein, der ihn dann mit nach Hause genommen haben soll.
Ja, und dann kam es dort eben zum sexuellen Missbrauch und dann eben zum Mord. Auch musste der Täter den Leichnahm schnell loswerden, genauso wie auch die Kleidung. Liegt ja auch auf der Hand, wenn man das sich jetzt alles mal so angehört hat. Er legte den Leichnahen und die Kleidung demonstrativ ab, damit man diese schnell finden würde und der Leichtnah und die Kleidung wurde nicht in Wohnortnähe abgelegt, sondern ja in Berlin-Britz und Charlottenburg.
Damit wollte der Täter laut der operativen Fallanalyse davon ablenken, daß er selbst wahrscheinlich in Wohnortnähe der Familie Koch gelebt hat. Reiner dürfte in der Morstraße nach dem Fußballtraining auf den Täter getroffen sein bzw. Weise im Thomaspark oder an der Thomasstraße. Bei der Vorstellung des Falls auch bei Aktenzeichen XY hoffte man auch auf Mitwisser, die ihr Gewissen vielleicht erleichtern wollen.
Wer wohnte damals in der Nähe von der Familie Koch? Wer redete viel über den Mord oder ignorierte es, wenn man darüber sprach? Auch Mitwisser würde heute keine Strafe mehr erwarten. Alles außer dem Mord ist verjrt. Auch wäre es möglich bei einem Verdacht von Angehörigen eine DNA-Pre zu nehmen. Und das wurde auch bei Sven W gemacht.
Der hatte aber keinen Verdacht gegen einen Angehörigen. So berichtet er es der BZ. Das LKA habe bei ihm geklingelt. Sein Vater ist tot und Sven We heute 59 Jahre alt. Und es war der Verdacht im Raum, sein Vater könne der Mörder von Reiner sein. Das war natürlich ein totaler Schock für ihn. Vier Stunden wurde er vernommen, eine Reise quasi in seine Kindheit zurückgemacht in seine Neukölner Vergangenheit.
6 Jahre alt ist er erst gewesen, als Reiner verschwand und sie waren Nachbarn und lebten imselben Mehrparteienhaus. Daß sein Vater etwas mit dem Mord zu tun haben könnte, konnte er sich nicht vorstellen. Sein Vater war damals Hauswart und Boxtrainer bei den Neukölner Sportfreunden. Auch Reiner habe erma eingeladen zum Boxen, damit er selbstbewusster werde.
Ob er das Training allerdings jemals mal dort durchgeführt hat, ist nicht bekannt. Laut seinen Erinnerungen sei gegen den Vater nie ermittelt worden. Trotzdem hat man Sven We eben jetzt um eine Speichelprobe gebeten. Später aber hörte er nichts mehr von der Polizei. Eine spätere Abfrage bei der Staatsanwaltschaft ergab auch keine Übereinstimmung.
Also der Vater von Sven W ist nicht der Mörder von Reiner. Somit ja ist das also für Sven W auch abgeschlossen der Fall. Es zeigt sich hier aber, finde ich jedoch, dass die Kripo ihre Arbeit in diesem Fall doch sehr ernst nimmt und nahm und das nahe Umfeld auch wirklich abgeklappert hat. Vernehmungen durchgeführt hat, Befragungen durchgeführt hat und eben auch um Speichelproben gebeten hat.
Ich persönlich find es nur schade, dass das Ganze so spät geschehen ist, weil der mögliche Täter ja wirklich schon verstorben sein könnte. Man hätte das vielleicht 20 Jahre eher machen müssen. Also, das habe ich nicht so ganz verstanden, auch dass man ähm den Fall erst so spät bei Aktenzeichen XY ähm gezeigt hat, aber besser spät als nie, sage ich mal äh so.
Aber natürlich wäre es besser gewesen, wenn ein Täter heute nicht mehr lebt, aber vor 20 Jahren eben schon noch, hätte man ihn ja noch verurteilen können. Das ist halt so schade, finde ich dann in dem Fall. Man lobte auch eine Belohnung von 5000 € aus und nach der Sendung hat die Berliner Polizei mehr als 50 Hinweise zum Mord erhalten.
Dabei wurden auch Zeitzeugen befragt. Welche Qualität die Hinweise hatten, darüber wurde aber bisher nicht berichtet. Auch die DNA-Analysen, die man durchgeführt hat, benötigen Zeit. Es bleibt also noch die Hoffnung, dass man diese Tat vielleicht doch noch irgendwie aufklären kann und sei es nur, dass man weiß, wer der Mörder gewesen ist.
Ja, ich bin auch ehrlich zu euch, als ich die Ausstrahlung im Oktober 2025 gesehen habe, habe ich mir im ersten Moment gedacht, wie können die da einen Mord vorstellen, der vor über 50 Jahren geschehen ist. Aber als ich länger darüber nachdachte, auch wenn der Täter heute nicht mehr leben könnte, so wä es für die Geschwister natürlich tröstlich zu wissen, wer das gewesen ist.
Und manchmal ist es ja auch so, dass so ein Täter nicht ähm das einzige Mal so gehandelt hat, sondern vielleicht ließen sich dadurch noch mehr Taten aufklären. Das heißt ja auch nicht, dass der Täter jedes Mal jemanden ermordet hat. Vielleicht würden sich heute noch manch andere äh Fälle dadurch aufklären lassen, wenn man wüsste, wer der Täter ist. Aber ich bleibe auch dabei.
Ein Aufrollen des Falles. 10 bis 20 Jahre er hätte mehr Chancen erbracht, dass der Täter vielleicht heute noch leben könnte. Vielleicht lebt er ja auch noch. Das ist natürlich das Beste, was passieren könnte. Ich hoffe auch, dass er noch lebt und verurteilt wird. Aber nach so vielen Jahren mag es natürlich wirklich sein, dass er nicht mehr lebt.
Ich mag mir auch gar nicht vorstellen, wie Reiner gelitten haben muss. Ein Junge, der ohnehin schon so schüchtern gewesen ist und dann ja wird er grausam, missbraucht und auch noch verstümmelt. Also schlimmer geht’s nicht mehr. Das erinnert mich auch etwas an den Fall, wie gesagt, von Tristan Brübach, aber ich denke nicht, dass hier derelbe Täter im Spiel sein wird.
Ähm, sagt mir jetzt einfach so mein Gefühl. Dürft aber mal gerne eure Meinung dazu äußern, wenn ihr mögt. Was habt ihr denn eigentlich gedacht, als ihr den Fall bei Aktenzeichen XY gesehen habt letztes Jahr und meint ihr, es gelingt der Kriu diesen Fall nach so langer Zeit noch aufzuklären? Ja, es ist wie gesagt wohl einer der ältesten Fälle, die ich euch auf meinem Kanal jetzt vorgestellt habe, aber lasst mir gerne einen Kommentar dazu da bei YouTube oder auch auf den Podcast Portalen oder auch unter dem Beitrag bei Instagram. Da freue ich mich
auch immer sehr. Auch da dürft ihr mich gerne abonnieren. Nun kommen wir zum zweiten Fall, um den es heute gehen soll. Dieser Mordfall ereignete sich 1986 in Neade. Neunrade ist eine Kleinstadt im Sauerland und gehört zum merkischen Kreis in Nordrheinwestfalen. Am Ortsrand nahe eines Waldes lag zur damaligen Zeit eine Siedlung mit mehreren Jahr älteren Meerfamilienhäusern in der Eichendorfstraße und dort wohnten viele türkische Familien aus der Stadt Bafra an der Schwarzmeerküste, die teils auch miteinander verwandt gewesen sind und
die meisten Familienväter waren 1986 erst vor wenigen Jahren nach Deutschland gekommen, um hier zu arbeiten. auch der Vater der kleinen fünfjährigen Zepp und ihr Vater arbeitete im Schichtbetrieb in der Metallindustrie und Seep und ihre drei Geschwister, unter anderem auch ein Baby, lebten zusammen in einer kleinen Wohnung und die Mutter war Hausfrau und kümmerte sich um die Kinder und die Großmutter lebte auch mit in diesem mehrfilienhaus direkt nebenan auch im ersten Stock, genau wie die Familie. Und zur damaligen
Zeit im November 1986 war auch ähm Saeps Onkel aus Berlin zu Besuch in Neuenrade. Er interessierte sich sehr für einen Job im Betrieb, wo auch eben Saeps Vater schon arbeiten durfte. Und Sanb selbst war wie gesagt damals 5 Jahre alt. Sie spielte viel und gerne mit anderen Kindern, meistens aus der türkischen Community.
Man war also viel unter sich und die älteren Kinder hatten aber durchaus Kontakt mit deutschen Kindern und selbst konnte zum damaligen Zeitpunkt nicht ganz so gut Deutsch. Auch das ist in dem Fall wichtig, finde ich, ähm weil man ja nicht genau weiß, wer der Täter gewesen ist. Und der Vater der Familie plante auch das Meerfamilienhaus zu kaufen.
Da das Ganze aber ziemlich teuer werden könnte, wollte wohl ein Nachbar noch mit einsteigen. Und so hätte man sich das dann teilen können. Am 14. November 1986, einem Freitag, nun kommen wir schon zum Tattag, war zuvor eigentlich alles ganz normal. Am Abend legte die Mutter alle Kinder zusammen in einem Zimmer hin zum Schlafen, außer dem Baby, das schlief, glaube ich, noch bei den Eltern und gegen 21 Uhr klopfte es dann an der Wohnungstür.
Die Haupteingangstür dieses Meerfamilienhauses auch ganz wichtig für den Fall. Die stand übrigens immer offen und an der Wohnungstür dann stand ein Onkel von Senep und eben der Nachbar und es sollte noch mal um den Verkauf des Hauses gehen. Man wollte da mit dem Vater sprechen, jedoch schliefs Vater schon, da er immer sehr früh aufstehen musste und die Mutter hat eben die Männer dann auf den nächsten Tag vertröstet.

Irgendwann ging auch Mutter ins Bett. Um 23 Uhr kommt ihr Onkel mit seiner Tochter zurück in die Wohnung, die ja zu Besuch waren. Und die beiden sind auch leise in der Wohnung. Sie wussten, dass alle bereits schliefen. Und er schaut auch noch einmal in das Zimmer der Kinder und bemerkt, dass Zep nicht dort liegt und schlief.
Er dachte jedoch, dass sie bestimmt bei den Eltern mit im Bett liegen würde. Also um 23 Uhr war San schon nicht mehr ja im Schlafzimmer. Um 4:30 Uhr am nächsten Tag weckt dann Seeps Mutter ihren Mann und macht ihm Frühstück und dann schaut sie auch nach den Kindern und bemerkt, dass Sa nicht da ist und sie durchsuchen das ganze Haus und werden immer unruhiger und auch bestimmt so das Umfeld drumherum draußen und ja die Fünfjährige wird aber nicht gefunden und eine Stunde später um 6:30 Uhr am Morgen erscheint dann auch die Polizei vor dem Haus Und es wird
zusammen mit der Familie nach Sanep gesucht. Zuerst fand man Kleidung von ihr, die war schon blutig und dann fand man auch Seep. Und den Ermittlern und Helfern bot sich da wirklich ein schreckliches Bild. Leicht hängend fand man die Fünfjährige an einem Weidezaun. Sie war halb entkleidet und so angelehnt an ja so einen Fall und wurde mit mehreren Messerstichen getötet.
Die Leiche der Kleinen wurde nur 100 m vom Wohnhaus der Eltern entfernt gefunden in der Straße Winterl im Wald. Zeitnah wird den Eltern mitgeteilt, dass man sie tot aufgefunden habe und für die brach verständlicherweise eine Welt zusammen. Ihr könnt auch bei YouTube und Instagram sehen, wo der Auffinde gewesen ist und wo das Elternhaus gewesen ist.
Das war wirklich überhaupt nicht weit voneinander entfernt. Also ganz ganz ganz schrecklich. Zen wird natürlich auch obdiert und bei der Obduktion kam heraus, dass es kein Sexualdelikt gewesen sein soll, zumindest keiner, bei dem man sichtbare Spuren wie z.B. bei einer Vergewaltigung sehen konnte. Aber die Auffindesituation schloss für die Ermittler klar auf eine sexuell motivierte Tat.
Der Täter so die Kripo kann sen ja auch anderweitig missbraucht haben, also dass es jetzt nicht so ist, dass sie da Wunden von getragen haben könnte und sie starb an tödlichen Halsverletzungen, die durch ein Messer zugefügt worden sind. Nun war natürlich die große Frage auch in diesem Fall, wer hat einem fünfjährigen unschuldigen Mädchen das angetan und wie hat er aus dem Haus gelockt? Die Haustür stand ja immer offen.
Das muss vermutlich ja auch jemand gewusst haben. Man geht aber auch davon aus, dass die Wohnung selbst verlassen haben könnte. Ja, das ähm ist jetzt so eine zentrale Frage in dem Fall. Hat sie jetzt jemand aus der Wohnung mitgenommen oder ist sie wirklich aus der Wohnung selbständig herausgegangen? Denn die Kripo geht nicht davon aus, dass der Täter in die Wohnung ging und Zep aus dem Schlafzimmer lockte.
Immerhin schlief sie da ja auch nicht allein und hätte auch schreien können. Man geht eben davon aus, dass sie das Zimmer in der Nacht aus welchen Gründen auch immer eigenständig verlassen haben soll und dann auf ihren Mörder traf, vielleicht vor dem Wohnhaus. Und sie könnte denjenigen auch gekannt haben, denn wer würde sonst auch gewusst haben, dass dort kleine Kinder leben und das Haus lag ja nun auch nicht an einer belebten Straße.
Ich selbst teil dann nicht so ganz die Meinung der Kripo, wenn es nicht üblich bei Seep war, wieso sollte sie dann komplett allein am späten Abend das Haus verlassen und auch vor die Tür bis ganz nach draußen gehen und nicht zur Oma, die jetzt eine Tür weiterlebte? Das finde ich alles so ein bisschen komisch irgendwie.
Andererseits äußerte die Kripo ja auch, dass es ein Entdeckungsrisiko in der Wohnung gegeben hätte, das ziemlich hoch gewesen wäre und sie nicht glauben, dass der Täter dieses Risiko eingegangen wäre. Das leuchtet mir natürlich dann auch wiederum ein. Ähm ja, was dann wohl wieder er für ein Verlassen der kleinen Saep aus der Wohnung sprechen könnte.
Man muss ja aber auch mal festhalten, um 23 Uhr hat der Onkel sie ja nicht mehr im Bett liegend vorgefunden. Sie muss also vorher schon das Haus verlassen haben und vor 23 Uhr ist ja eigentlich so eine Zeit, wo auch noch Menschen durchaus draußen unterwegs gewesen sein könnten. ob ein Täter sich dann solch eine Uhrzeit aussucht, um ein Kind m ja mitzunehmen, zu missbrauchen, zu töten, wo eigentlich vielleicht ja auch noch mehrere Menschen auch wach sein könnten.
Auch San hätte ja schreien können. Deswegen gehen die Ermittler ja auch davon aus, dass ihren Mörder gekannt haben könnte oder er eben aus dem türkischen Umfeld sein könnte. Davon gehe ich ehrlich gesagt auch aus, weil sonst hätte sie sich vielleicht auch irgendwie ja mit lauten bemerkbar gemacht.
Das ist ja eigentlich wirklich noch eine Uhrzeit, wo ähm ja, man durchaus auch noch auf jemanden treffen könnte in der Straße und der Onkel kam ja wie gesagt um 23 Uhr nach Hause und ja, was ist da mit Z passiert? War sie da vielleicht schon tot? Kam es sehr schnell zur Tötung? Ja, vielleicht hat er den Mörder sogar gesehen, aber er wusste nicht, dass es der Mörder ist.
Vielleicht war ja sogar noch irgendjemand draußen unterwegs. Auch alles gut möglich. Ähm, darüber wurde jetzt zu wenig berichtet, aber ähm ich finde die Uhrzeit für so eine Aktion schon relativ früh, weil ich denke, ein paar Stunden später, vielleicht so gegen 2 Uhr in der Nacht, wäre ich mir doch als Täter viel sicherer, dass alle Personen im Haus auch schlafen und auch auf der Straße niemand mehr groß unterwegs ist.
Aber da würde mich eure Meinung auch mal sehr zu interessieren. Schreibt sie mir gerne mal in die Kommentare. Man hat übrigens alles, was trug, wiedergefunden, außer eins ihrer Söckchen. Dieses Söckchen könnte der Täter eventuell mitgenommen haben. Das war ein weißes Ringelsöckchen. Ich habe euch mal das andere Ringelsöckchen davon eingeblendet.
Und so ein Söckchen wird bis heute eben noch vermisst. Und damals durchsuchte die Polizei natürlich auch Mülltonnen in dem Gebiet nach einer möglichen Tatwaffe und sie hatten Glück in einer der Mülltonnen, ich habe euch das auch mal markiert, auch wieder nicht weit vom Haus der Familie entfernt, fand sich dann tatsächlich ein Messer.
Das war ein Schweizer Offiziermesser, ein Klapptaschenmesser und dazu lagen in der Mülltonne noch ein paar Motorradhandschuhe, die er wohl bei der Tat getragen hat. Diese wiesen besonders am Zeigefinger erhebliche Gebrauchsspuren auf die Motorradhandschuhe. Vermutlich, weil sie immer mit den Zähnen so ausgezogen worden sind.
Dann natürlich irgendwann ist das dann so abgeblättert, der Stoff davon. Und später stellte sich heraus, dass das Messer aus einer türkischen Teestube entwendet worden ist. passt natürlich auch wieder so zu der türkischen Community, die ja eher unter sich gewesen ist und auch dafür, dass ihren Täter vermutlich gekannt hat und deswegen vielleicht auch nicht geschrien hat, als sie aus der Wohnung gegangen ist oder mitgenommen wurde.
Unmittelbar nach der Tat leitete auch die Polizei Hagen unter Federführung der Staatsanwaltschaft Hagen umfangreiche Ermittlungen ein. Man hatte in den 80er Jahren zahlreiche Personen vernommen. Teils war es aber so, dass es aufgrund von Sprachbarrieren etwas schwierig gewesen ist. Auch war teils Misstrauen der Polizei gegenüber vorhanden und man hatte das Gefühl, dass einigen den Ermittlern nicht die volle Wahrheit erzählten.
Auch das Umfeld des Mehrfamilienhauses wurde durchsucht und Spuren gesichert und ausgewertet. Damals gab es, trotz des schrecklichen Mordes an einem fünfjährigen Mädchen, die Meldung breitete sich so wie ein Lauffeuer, zwar aus unter der Gemeinde, sage ich mal, aber es gab kaum mediale Berichterstattungen dazu, was ich wirklich total traurig finde.
Das berichtete auch die zuständige Kommissarin in diesem Fall, dass eben damals kaum etwas medial darüber berichtet worden ist. Und ich kenne ja auch selbst sehr viele Fälle. Ich habe ja auch schon viele euch präsentiert, aber dass ich über diesen Fall so gut wie nichts wusste, nur das Foto so grob mal gesehen hatte, das spricht schon dafür, dass eben sehr wenig nur Bericht erstattet worden ist in den letzten Jahren und auch insbesondere in den 80er Jahren.
Ja, in den 80er Jahren wurde der Fall auch irgendwann zu den Akten gelegt und er wurde zum Cold Case. Auch wiederholte Überprüfungen in den Folgejahren brachten eben keinen Ermittlungserfolg. So entschloss man sich dann am 26. November 2025 fast 40 Jahre nach dem Mord den Fall bei Aktenzeichen XY ungelöst zu zeigen. Und seineps Familie soll die Ausstrahlung auch sehr begrüßt haben.
Ob ihre Eltern heute noch leben und wie es der Familie heute mit dem ganzen geht, darüber ist leider nichts bekannt, außer dass sie bis heute noch in neuen Rade leben sollen. In der Sendung wurde auch eine Belohnung in Höhe von 5000 € ausgelobt. Später wurde diese aber auf sagenhafte 21 000 € Belohnung erhöht durch Anrufer, die bereit waren eben die Belohnung aufzustocken.
Und das finde ich mal richtig richtig klasse und ich hoffe, dass ich da jemand angesprochen fühlt und vielleicht ja dann der Fall doch noch geklärt werden kann. der Zeit so der Stand aus November 2025. Suche man mit neuen Methoden der Technik nach einer DNA an den damaligen Spurenträgern, z.B. der Kleidung von Sep, natürlich aber auch der Tatwaffe und den Handschuhen.
In den 80er Jahren war es nur möglich, die Blutgruppe zu bestimmen. Heute s sei man da ähm deutlich weiter, aber solche Untersuchungen benötigen eben Zeit. Und hoffentlich wird man da aber noch eine DNA ähm extrahieren können, denn wenn SPEP den Täter kannte oder er ihr bekannt war, wäre eine Aufklärung des Falls natürlich sehr viel einfacher wie bei einem total unbekannten Täter, aber dass da ein total unbekannter, kein Nachbar oder irgendwer damals vorbeigekommen sein sollte und dann ja das Kind gesehen hat und dachte, jetzt
nehme ich das mal mit und missbrauche das, um es mal so deutlich zu sagen, das ist schon ja sehr unwahrscheinlich, würde ich jetzt behaupten. Auch stellte man in der Sendung die Frage, ob ein Ehrenmord im Fall Seep in Frage kommen könnte. Denkbar wäre dies zwar äußerte Mann, jedoch fand sich dafür keinerlei Motiv, um die Ehre wiederherstellen zu müssen, denn die Familie soll keine Feinde gehabt haben.
Und auch wenn der Mord so lange zurückliegt, ist die Staatsanwältin Miriam Polk und auch Nina Laura, die den Fall in der Mordkommission betreut, heute noch ein besonderes Anliegen, diesen Fall noch aufzuklären. In der Sendung war Nina Laura auch sehr zuversichtlich, den Fall noch aufklären zu können. Man erhoffte sich, insbesondere natürlich neue Hinweise.
Denn dass SEAP ein Zufallsopfer war, ist sehr unwahrscheinlich. Habe ich ja eben auch schon so meine Vermutung zu geäußert. Besonders die Handschuhe sind ja auch sehr markant. Irgendjemand muss doch auch wissen, wem diese damals gehörten, sollten sie nicht wie das Messer irgendwo entwendet worden sein. Und wenn der Täter wirklich auch in der Teube bekannt gewesen ist, könnte sich sein Verhalten dort ja auch verändert haben oder er ist da einfach nicht mehr aufgetaucht.
Irgendjemand, bin ich mir ganz sicher, muss doch irgendetwas aufgefallen sein und wenn es nur ein Verdacht ist. Aber ich denke, wenn man auch nur einen Verdacht gegen ein Familienmitglied hat, geht man trotzdem sehr viel weniger zur Polizei, weil es eben nur ein Verdacht ist und man will dann ja auch niemanden irgendwie dann da vorführen.
Aber ich denke, daran scheitern auch viele Aufklärungen, weil man eben sich unsicher ist und dann lieber die Klappe hält, sozusagen. Und das ist aber in vielen Fällen einfach der falsche Weg. Man kann sowas ja auch anonym machen. Auch ist es so, dass eine Mitwisserschaft über die Tat heute auch verjehrt wäre.
Nur der Mord ist heute nicht verhrt, genauso wie im Fall von Reiner Koch auch. Und nach der Sendung erreichte die Kripo auch viele Hinweise. Diese würden nun ausgewertet werden und geprüft und man filtere heraus, was nützlich ist und was nicht, wie das eben so oft in diesen Fällen ist. Aber es sei auch ein Hinweis auf eine Person eingegangen, die diese Handschuhe getragen haben soll.
Allerdings gab es da jetzt keine neuen Updates zum Fall. Es könnte also auch sein, dass die Person mit dem Fall gar nichts zu tun gehabt hat. Hört sich natürlich aber erstmal immer vielversprechend an, aber Ermittlungen brauchen manchmal auch einfach ihre Zeit. Ich hoffe aber in diesem Fall ist es, denke ich, auch das Wichtigste, dass man eine DNA, eine Täter DNA extrahieren kann, denn dann könnte man so viele mögliche Verdächtige, die wahrscheinlich auch teils heute noch leben, ausschließen und den Fall endlich aufklären. Sollte der
Täter sich aber wie im Fall von Maria Köhler vielleicht ins Ausland abgesetzt haben, selbst dann, wie wir gelernt haben, wäre es aber auch noch möglich, diesen Fall aufzuklären, denn da haben die Behörden ja wirklich sehr gut auch übers Ausland miteinander zusammengearbeitet. Ich finde es sowieso unglaublich, dass ein Täter 40 Jahre unter uns lebt und ein Kleinkind vermutlich missbraucht und grausam durch Stiche in den Hals getötet hat.
Wie kann man sowas einer fünfjährigen antun, die ja niemanden was getan hat? Also ich finde, schlimmer geht’s kaum noch. Und wie kann man nach so einer Tat auch zur Tagesordnung übergehen? Und wie ist das möglich? Da steht so ein kleines Mädchen vor dir verängstigt, wurde vielleicht zu zuvor noch sexuell missbraucht und dann tötet man das so grausam.
Genauso auch im Fall von Reiner Koch, der genauso schlimm gewesen ist. Ich kann es mir nicht vorstellen und San war ja noch viel jünger wie Reiner. Also mir fehlen da immer die Worte. Ich bin auch die ganze Zeit, ihr seht’s jetzt nicht, aber den Kopf am Schütteln, wie wie so etwas möglich sein kann. Ja, die Familie scheint ja aber keine Feinde gehabt zu haben.
Da wurde zumindest nichts drüber bekannt gegeben. Es soll wohl auch nicht so gewesen sein. Da fehlt natürlich dann wirklich ein Motiv. Wollte man sich sonst an der Familie rächen, weil irgendwas geschehen ist, aber warum tut man das dann an einem wehrlosen Kind? ist die Frage. Ich hoffe sehr, dass wir im Fall von SP noch Updates zu den Aerwaten bekommen werden und ob es möglich war, eine Dah zu extrahieren.
Es ist, denke ich, in allen Altfällen noch nichts verloren, die ich euch heute vorgestellt habe. Auch im Fall von Reiner Koch geht man ja davon aus, dass er seinen Mörder gekannt haben könnte, aber vielleicht ist auch ein bekannter oder damaliger Nachbar, wie auch immer, heute gar nicht mehr am Leben oder eben weggezogen oder es war jemand, den Reiner flüchtig kannte und er ist nach der Tat eben weggezogen und die Eltern kannten ihn gar nicht.
Auch alles möglich. Genauso natürlich auch im Fall von Seep, obwohl hier wirklich glaube ich der Täter im nahen Umfeld zu suchen ist. Damit meine ich jetzt nicht die Familie, aber ich denke schon, dass der Täter der Familie bekannt sein dürfte, wenn es nur ein entfernter Bekannter gewesen ist. Aber irgendeine Verbindung muss es da, denke ich, geben und ähm wahrscheinlich auch eher aus der türkischen Community, was auch dazu passen würde, dass ja aus der türkischen Teestube ja auch eben das Messer entwendet worden ist. Ja, aber
wie immer ehrlicherweise ist die Zeit, die vergangen ist, hier eine Zeit, die für den Täter spielt und nicht gegen ihn. Möglicherweise könnten auch beide Täter heute schon verstorben sein und nie für diese grausamen Verbrechen belangt werden. Aber das wollen wir jetzt mal nicht hoffen. Ich hoffe, dass die Familien beide noch Aufklärung erfahren werden und hoffentlich auch die Täter noch zur Rechenschaft gezogen werden.
Aber bei so alten Verbrechen, ja, muss man halt auch immer damit rechnen, dass das eventuell nicht mehr der Fall sein könnte. Schreibt mir gerne zu den Fällen heute eure Meinung oder was ihr davon haltet in die Kommentare, wer vielleicht auch der Täter sein könnte oder was ihr generell über den Fall denkt. Das freut mich immer sehr, wenn wir da in den Kommentaren diskutieren.
Hilft auch ein bisschen den Algorithmus zu pushen, aber ich finde es immer auch viel schöner jetzt vom Algorithmus abgesehen, wenn wir uns austauschen können über die Fälle. Das hat mir schon immer gefallen, seit ich ähm die Videos oder die Podcast Folgen online gestellt habe. Und wir haben jetzt ungefähr, ich glaube 40 Minuten oder etwas über 40 Minuten an Folge, also heute wieder etwas länger geworden.
Ich hoffe, ihr freut euch darüber und ähm ja, sage bis zum nächsten Mal, bis zum nächsten Fall und ja, bis dahin bleibt gesund, bleibt sicher und bis bald, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen.
