Als erste Schlagersängerin: Ute Freudenberg erhält den Weimar-Preis T
Als erste Schlagersängerin: Ute Freudenberg erhält den Weimar-Preis
Ute Freudenberg erhält eine ganz besondere Ehrung in ihrer Heimatstadt Weimar. Warum die Sängerin jetzt mit der höchsten Auszeichnung der Stadt ausgezeichnet wird.

Die Freude über diese Auszeichnung dürfte groß sein: Schlagerlegende Ute Freudenberg wird in ihrer Heimat mit dem Weimar-Preis ausgezeichnet. Das hat der Weimarer Stadtrat in seiner Sitzung am 17. Juni 2026 beschlossen.
Ute Freudenberg ist Weimarerin durch und durch
Ute ist nicht nur in der Kulturstadt geboren, sie lebt auch heute noch dort. Kein Wunder also, dass die 70-Jährige nun auch in ihrer Heimat gehrt wird. Damit folgt das Gremium dem Vorschlag der Jury zur Vergabe der höchsten Auszeichnung der Stadt. Oberbürgermeister Peter Kleine informierte Ute persönlich über die Entscheidung.
Die Ehrung würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise um das geistig-kulturelle Ansehen der Stadt verdient gemacht haben. Der Preis wird seit 1990 alle zwei Jahre vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Verleihung findet traditionell am 3. Oktober statt, dem Tag der Deutschen Einheit, im Rahmen einer festlichen Stadtratssitzung. Ute ist die bisher einzige Schlagersängerin, die den Preis entgegennehmen darf.
Ute Freudenberg und ihre Anfänge
Die musikalische Laufbahn von Ute Freudenberg begann früh: Bereits mit 15 Jahren wurde sie in einem Ferienlager entdeckt. 1972 setzte sie sich bei einem Nachwuchswettbewerb durch und erhielt dadurch die Möglichkeit, in der Fernsehsendung „Sechs Mädchen und Musik“ aufzutreten. Nach ihrem Studium an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Weimar gehörte sie 1976 zu den Gründungsmitgliedern der Rockband „Elefant“.
In den folgenden Jahren entwickelte sie sich zu einer der bekanntesten Sängerinnen der DDR. In den 1980er-Jahren wurde sie viermal in Folge zur „beliebtesten Sängerin des Jahres“ gewählt. 1984 zog sie nach Düsseldorf und arbeitete dort als Studiosängerin. Zudem trat sie in den Niederlanden sowie auf Kreuzfahrtschiffen als Solistin auf. 1988 sang sie unter dem Künstlernamen Heather Jones den Titelsong zum „Tatort – Pleitegeier“.Ute Freudenberg prägt Generationen
Ute Freudenberg prägt Generationen
Nach ihrer Rückkehr nach Weimar im Jahr 1996 setzte Ute Freudenberg ihre Karriere erfolgreich fort. Mit der Ute-F-Live-Band sowie Alben wie „Land in Sicht“ und „Jubilee“ feierte sie weitere Erfolge. 1998 erhielt sie die „Goldene Henne“. Besonders ihr Hit „Jugendliebe“ gilt bis heute als Meilenstein der deutschen Musikgeschichte und wurde 2005 zum „beliebtesten Osthit aller Zeiten“ gewählt.
Auch abseits der Bühne engagierte sich die Künstlerin. 2008 wurde sie für ihr soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Darüber hinaus moderierte sie Fernsehsendungen und tourte unter anderem mit Christian Lais durch Deutschland. 2023 feierte Ute Freudenberg ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum und ihren Abschied von der Bühne.