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Collien Fernandes übergibt Petition zu Gewalt gegen Frauen an Bundestag
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Vor dem Bundestag in Berlin ist ein Forderungskatalog mit dem Namen von Collien Fernandes für besseren Schutz von Frauen vor Gewalt überreicht worden.
Am Mittwoch (24. Juni) ist eine Petition für besseren Schutz von Frauen vor Gewalt an die Fraktionen von SPD, Grünen und Linken vor dem Bundestag überreicht worden. Nach Angaben der Organisation HateAid haben mehr als 336.000 Menschen unterschrieben. Auch Collien Fernandes erschien nach eigener Aussage kurzfristig bei dem Termin. Der Forderungskatalog trägt ihren Namen.
Collien Fernandes’ Zehn-Punkte-Plan für härtere Regeln
Die Schauspielerin un Moderatorin war damit bei der Übergabe des Papiers mit dem Titel „In Solidarität mit Collien Fernandes – 10 Forderungen an die Bundesregierung” dabei. HateAid, eine Organisation zur Unterstützung von Betroffenen digitaler Gewalt, informierte über die Zahl der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner.
Angestoßen wurde die Initiative von Feministin Kristina Lunz, Grünen-Politikerin Ricarda Lang und Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal . Im Mittelpunkt steht die Forderung, dass die Herstellung und Verbreitung sexualisierter Deepfakes strafbar wird. Gemeint sind mit Künstlicher Intelligenz erzeugte Bilder und Videos. Zudem sollen Plattformen strenger reguliert werden.
Collien Fernandes: „Laut bleiben, wütend bleiben”
Darüber hinaus verlangt der Katalog, den Grundsatz „Nur Ja heißt Ja” im Sexualstrafrecht festzuschreiben. Auch heimlich angefertigte Nacktaufnahmen, etwa in Saunen oder Duschen, sollen strafrechtlich verfolgt werden. Außerdem fordern die Initiatorinnen, Femizide, also geschlechtsspezifische Tötungen von Frauen, als eigenen Straftatbestand anzuerkennen.
Bei der Übergabe verwies Collien Fernandes auf die Proteste der vergangenen Wochen. „Warum waren so viele Frauen auf der Straße? Weil es ihre Realität ist, weil sie digitale Gewalt erleben”, sagte sie laut übereinstimmenden Medienberichten. Solange das von Tätern und ihren Anwälten als „unverhältnismäßige Hysterie” abgetan werde, „müssen wir einfach laut sein, laut bleiben, wütend bleiben”. Jede der zehn Forderungen sei in einem oder mehreren anderen Ländern bereits umgesetzt. „Da frage ich mich doch: warum nicht in Deutschland?”