Wahre Verbrechen I Mord nach dem Date I True Crime Dokumentation T
Wahre Verbrechen I Mord nach dem Date I True Crime Dokumentation
Die Polizei wurde vom Ehemann aus Bad Friedrichshall verständigt. äh der hat über Notruf die Polizei verständigt, hat mitgeteilt, dass er seine Ehefrau im Bett aufgefunden habe. Also die Leiche war stranguliert worden und war aber danach vom Täter hintrappiert worden. Der Täter muss ich wirklich Zeit genommen haben, das Opfer nach der Tat in diese Position zu bringen.
Er hat ihr die Hände zusammengelegt, wie gefaltet zum Gebet, hat sie mit einem Schal fixiert, hat ihr dann ein Kreuz in die Hand gegeben. Der hat sich stundenlang in dem Haus bewegt und zwar von unten bis oben, also vom Keller bis zum Speicher oben war der überall. Doch, das ist schon treibt ein bisschen so ein Schauer über den Rücken.
Am Morgen des 19. Mai 2016 alarmiert ein Rentner aus Unter Griesheim bei Halbron die Polizei. Seine 70jährige Ehefrau liege in ihrem Bett. Tot, umgebracht von einem Unbekannten. Martin Schwer und Heiko Ger gehören damals zum Ermittlerteam der Polizei. Als sie vor Ort eintreffen, bestätigen sich die Angaben des Ehemanns. Maria M.
wird leblos in ihrem Bett gefunden. Ja, das war durchaus ein sehr ungewöhnlicher Tatort. Äh muss sagen, war auch zunächst mal überrascht. Ähm der kam rein ähm da fiel schon auf, dass die der Kleiderschrank äh mit rotem Filzstift mit arabischen Schriftzeichen beschriftet war. Handtasche beschriftet mit arabischen Schriftzeichen, die an der Tür hing.
Ähm, die Leiche lag tatsächlich auch sehr ungewöhnlich da für uns. Ähm, also die Leiche war stranguliert worden und war aber danach vom Täter ja, wie soll ich das jetzt sagen, ähm hintrappiert worden. Ja, also er hat ihr die Hände zusammengelegt, wie gefaltet zum Gebet, hat sie mit einem Schal fixiert, hat ihr dann ein Kreuz in die Hand gegeben, dass sie das quasi festgehalten hat und so sie hingelegt und dann abgedeckt.
Offenbar wurde die 70-jährige im Bett überrascht. Der Täter hat mit einem Telefon auf sie eingeschlagen und sie anschließend mit dem Telefonkabel erdrosselt. Das Rentnerhepaar lebt nicht allein im Haus. In einer Wohnung im Erdgeschoss lebt die Tochter samt Familie, zwei Kinder und ein Ehemann.
Am Abend vor dem Tod haben sie den 18. Geburtstag eines der Kinder gefeiert. Danach gingen sie zu Bett. Als die Polizei eintrifft, ist die junge Familie schon weg. Frühmorgens sind sie in Richtung Europapark aufgebrochen. Vom Mord an der 70-jährigen haben sie nichts mitbekommen, genauso wenig wie der Ehemann. mitbekommen hat er eigentlich gar nichts.
Er hat nur der einzige Äußerung, die er uns gegenüber machte, war, dass er in der Nacht irgendwann mal ein Geräusch wahrgenommen hat. Er berichtete so ein Art kratzendes Geräusch. Er wusste nicht mehr, ob er drauf reagierte. Das heißt, ob er nach seiner Frau rief oder auch nicht, weil man muss wissen, die haben in getrennten Schlafzimmern geschlafen, ähm weil er recht laut nacht, dass jeder praktisch seine Nachtruhe hat.
Der ist dann morgens aufgestanden und hat dann dort schon beim Gang auf die Toilette festgestellt, dass Dinge einfach so nicht mehr waren, wie er sie nachts verlassen hatte. Die Tür zum Schlafzimmer seiner Frau ist verschlossen. Eigentlich sollte sie geöffnet sein. Sein Handy, das er in der Küche abgelegt hatte, ist verschwunden.
Schubladen wurden offenbar geöffnet und durchwühlt. Geld fehlt. Kriminaltechniker beginnen mit der Spurensuche. Keine leichte Aufgabe für die Experten, denn niemand weiß, ob der Täter aus dem Umfeld der Familie stammt oder von außen ins Haus eingedrungen ist. Mehrere Teams machen sich auf die Suche nach Spuren.
Martin Schwer, der Leiter der Kriminaltechnik Hilbron beginnt im Schlafzimmer, in dem die 70-jährige Maria umgebracht wurde. Schon beim Reingehen fällt den Spurensicherern ein Papierschnipsel am Boden auf. Er könnte vom Täter stammen und wird sichergestellt und in Tüten verpackt. Danach beginnt die Arbeit an der Leiche. Also das Strangulierungsmittel war eine Mischung aus verschiedenen äh Dingen.
Das war ein Telefonkabel, das war so eine Klebebordüre, dann war noch ein Schal da, dass man das äh vorsichtig abtrennt und möglichst auch so, wie es ist in dieser Verwicklung und in diesem Originalzustand nimmt und sichert. Ja, also dass man das nicht jetzt einzel da wegfummelt vom Hals, sondern dass man es am besten so abnimmt, wie es auch original am Hals dran ist.
Ähnlich mit diesem Schal um die Hände. Ähm, da wird’s dann manchmal schwierig. Der war in dem Fall z.B. Täter sehr eng gebunden. Also, da muss man dann mit dem Skalpell arbeiten. Äh, das ging ja nicht anders. Muss man durchschneiden, äh nicht anders zu lösen war. Ähm und so arbeitet man sich Stück für Stück vor und auch Schicht für Schicht.
Also, man reißt auch nicht gleich die Bettige weg, sondern das wird dann Stück für Stück abgetragen. Niemand weiß, ob der Täter möglicherweise ein Haar oder eine Hautschuppe verloren hat. Winzige Spuren könnten ihn überführen und dürfen nicht verloren gehen. Und dann entdeckt Schwer eine Kuhle auf dem Bett.
Hier könnte der Täter während des Strangulierens gekniet haben und tatsächlich, es werden blaue Fasern entdeckt von einer Jeans, die vermutlich der Täter getragen hat. Während schwer mit Kollegen im Haus sucht, sind auch rund ums Haus Spurensicherer im Einsatz. Und auch sie machen eine interessante Entdeckung. In einem Busch klafft ein Loch.
Bei genauerem Hinsehen entdecken die Spurensicherer einen Gegenstand. Wenn man dahinuckte, konnte man erkennen, da war tatsächlich ein Loch drin in dem Busch und in diesem Loch steckte ein Schürhaken. Wie von so einem Ofenbesteck. Das war zunächst mal ja konnte keiner was mit dem Fund anfangen. Also ähm die Hausbewohner haben auch gesagt ähm keine Ahnung.
Also sie haben ihn da nicht rein in den Busch. Äh, von daher war das auch eine seltsame Geschichte, ähm, wo dieses Ding jetzt herkam. Der Schüerhaken wird sichergestellt. Mordermittler Heiku Gesa zieht einen Islamwissenschaftler hinzu. Im Schlafzimmer finden sich an Schränken und Wänden arabische Schriftzeichen. Giser will wissen, wer das geschrieben hat und was die Zeichen bedeuten.
in dem Haus war einfach klar, ähm da wohnt irgendjemand des christlichen Glaubens und mir finden arabische Schriftzeichen an der Wand nach der Tat ist eine sehr ungewöhnliche Geschichte ähm die man erstmal ja klären muss, was hat es miteinander zu tun? Hat’s überhaupt was miteinander zu tun? Ähm, es könnte auch sein, dass diese Schriftzeichen einfach nur für die Polizei angebracht wurden, damit wir auf die falsche Pferde gesetzt werden und in eine falsche Richtung rennen oder irgendjemand vielleicht außer vorlassen
ähm und nicht als Täter in Betracht ziehen. Deswegen ist sind die ersten Ermittlungen für uns sehr, sehr wichtig. Einerseits äh war die Aussage klipp und klar. Das muss jemand geschrieben haben, der dieses diese Schrift, diese Sprache auch kann. Ähm, das ist also nicht nachgemaltes, weil es zu flüssig äh geschrieben worden wäre.
Ähm, aber der Inhalt ähm es es ging immer um einen Prophet Ali ähm und äh Dinge, die praktisch mit dem äh mit dem Islam zu tun haben. Ein religiöser Hintergrund für die Tat lässt sich aus den Schriftzeichen nicht ableiten. Klar ist jetzt aber, der Täter muss die Schrift gelernt haben und beherrscht sie. Es ging dann relativ zügig in Richtung Fremdtäter.
Ähm, denn es gab tatsächlich bei den Befragungen äh einige Zeugen, denen am Abend vor der Tat äh ein Mann aufheel, der sich da auffällig verhält. Der war da in der Straße, wo der Tatort legt, ähm saß der da in der Hocke rum ähm oder lief bewegte sich da auf und ab. Der wurde auch immer gleich beschrieben. Also, man konnte davon ausgehen, wir reden von einem, weil auch immer die auffälligen roten Turnschuhe beschrieben wurden.
Anhand der Aussagen wird ein Phantombild erstellt. Der Mann wurde laut der Zeugen noch nie in dieser Gegend gesehen. Und dann fällt dem Ehemann der Getöteten ein weiteres Detail auf. Sein Blick fällt auf die Fußmatte vor der Haustür des Anwesens. Er ist sicher, dass die Mathte, die einen Kellerschacht abdeckt, nicht mehr so liegt wie am Abend vor dem Mord.
Wir haben das dann auch überprüft und tatsächlich tatsächlich konnte man das objektiv nachweisen, dass diese Gummimatten von irgendjemand falsch hingelegt wurden. Da gab’s nämlich Beschädigungen und dann haben wir uns das genauer angeschaut. Tatsächlich führt dieser Lichtschacht zu drei Kellerfenstern, die dann ins Untergeschoss gehen.
Für Schwer und Gieser erhärtet sich der Verdacht. Der Täter aus der Nacht muss von außen in das Haus der Familie eingedrungen sein. Eines dieser Kellerfenster ist nie verschlossen gewesen, weil das sehr schwergängig war. Also es stand immer so ein Spalt offen und dann da hat man sich den Keller auch mal angeschaut und sie da das war so ein Tanklager praktisch, also für Heizöltank war da drin.
Da lag der Rest von diesem Ofenbesteck ähm dass wir da im Busch gefunden haben. Also musste da jemand unten gewesen sein und dieses Teil hochgeholt haben und in diesen Busch gesteckt. Weshalb der Unbekannte das Besteck in den Busch geworfen hat, ist unklar. Die Ermittler vermuten jetzt allerdings, daß er durch den Lichtschacht ins Haus gekommen ist.
Dafür spricht auch ein Handabdruck am Öltank. Hier könnte sich der Unbekannte beim Einbruch abgestützt haben. Für eine Auswertung sind die Fingerabdrücke aber zu schwach. Außerdem wird eine Faser gefunden, die dort nicht hingehört. Eine blaue Faser, vermutlich von der Täterbekleidung. Mehr verwertbare Spuren gibt es im Keller allerdings nicht.
Unterdessen wird die Spurensuche im restlichen Teil des Hauses fortgesetzt. Mein damaliger Chef kam zu unseren Tatort und hat gefragt, ob er uns auch noch unterstützen kann und dann haben wir gesagt, ja, du was auf, Obergeschoss sind wir noch nicht dazuekommen. Ähm, könntest du mal nachschauen? ähm hat er dann auch gemacht und es dauerte auch nicht so lange.
Dann kam er wieder runter und hat gesagt, ich muss euch unbedingt was zeigen. Dann sind wir da hoch und stellte dann fest, hoppla, auf der Treppe hoch ins Sachgeschoss liegt ein so ein Kehrblech. Das war ein ein Metallblech, das der Schanscheinfäger verwendet, um Asche drauf zu machen, wenn er ein Kamin auskratzt.
Und auch das war mit arabischen und englischen Schriftzeichen vollgemalt mit diesem roten Stift. Und wir wussten, warum das Telefon im Haus nicht funktioniert hat die ganze Zeit. Da war nämlich die ISDN-Anlage und die war manipuliert worden. Also, da waren die Kabel heraus ähm ausgesteckt. Die war abgeklemmt worden vom Täter. Dann haben wir sehr intensiv in diesem Bereich nach Spuren gesucht, unter anderem auch Schuhspuren.
Wir haben da spezielles Licht. Das ist ein sogenannter Querschnittswandler. Der macht besonders flaches weißes Licht. Äh da leuchtet man das ab. Weil meistens reden wir von Spuren in Staub oder mit Staub gesetzt. Ähm das eine oder das andere, das sieht man dann relativ gut. Ähm, muss man genau hinschauen.
Äh, wenn wir dann sowas sehen, dann muss man nich die Spur sichern. Da gibt’s zum einen haben wir so eine Gelatinefolie, das eine etwas dickere schwarze Folie, die dann aufgebracht wird und die diesen Staub, diese Staubspruhe einfängt. Und in dem Bereich wurden wir tatsächlich fündig. Das waren tatsächlich Spuren vom Täter, die da hochführten.
Der Täter zeigte sich dann war im ganzen Haus unterwegs, also bis hoch in den Speicher. Der Täter hat überall im Haus seine Spuren hinterlassen, Schuabdrücke im Obergeschoss, eine Faser am Tank, Faserspuren auf dem Bett an der Stelle, an der er gekniet hat. Dann kommen die ersten Rückmeldungen aus dem Labor des Landeskriminalamts.
Da waren wir noch am Tatort bei der Arbeit, kam plötzlich ein Anruf um die Mittagszeit rum und dann kam durch, wir haben ein DNA-treffer. Ah, das ist natürlich ja, da erstmal am Telefon ist, da habe ich das richtig gehört gerade. Ähm, aber tatsächlich war so. Wir hatten also vermutlich unseren Täter.
Ähm, es war erstmal nur eine DNA-Spur, die war aber vom Fesselungswerkzeug und das ist das, was ich schon erwähnt habe, warum man das so vorsichtig macht. Ähm, es war nämlich ein Hautschüppchen, dass man da äh abreparieren konnte, eine Reinspur. Die DNA gehört zu Abubak C, einem 27-jährigen Pakistani, der schon wegen anderer Delikte im Drogenmilieu in Erscheinung getreten ist.
Seine DNA wird außerdem am Strangulationswerkzeug gefunden, das von den Spurensicherern unter größter Vorsicht gesichert worden war. Außerdem findet sich die DNA von Abu Bakr C. Am Kreuz, das die Tote in den Händen hielt und am Papierschnipsel auf dem Boden, der den Ermittlern als erstes aufgefallen war und ebenfalls zum Strangulationswerkzeug gehört.
Abu Bakar C. in seiner Asylbewerberunterkunft rund 40 km vom Tatort entfernt festgenommen. In der Folge habe ich den dann noch am selben Tag auch vernommen zu dieser Tat und erleugnete logischerweise äh alle Tathandlungen ähm alles äh was ihm vorgehalten wurde und äh ja an sich von der Reaktion her nahm er es eigentlich sehr gelassen.
wurden einerseits äh Schmuckstücke aus dem Haus gefunden. Er hatte entsprechendes Bargeldb ähm aus dem Gelb als der Geldbörse des Ehemanns gestohlen wurde und er hatte ein Mobiltelefon mitgenommen am Tatort, das ebenfalls im Ehemann gehörte. Auch das wurde bei ihm aufgefunden. Bei Abu Bakar C, der zu den Vorwürfen schweigt, wird außerdem ein blauer Kapuzzenpulli entdeckt.
Die Fasern passen zu der, die im Keller des Mordhauses am Öltank entdeckt worden war. Außerdem finden die Ermittler rote Turnschuhe. Zeugen hatten vor dem Mord einen Unbekannten in der Nähe des Hauses gesehen, der solche Schuhe trug. Die Ermittler wollen wissen, ob die Schuhe zu den Abdrücken passen, die sie im Haus gefunden haben.
Der Vergleich bringt Klarheit. Der Sohlenabdruck von Abu Bakrers Schuhen ist nahezu identisch mit den gefundenen Spuren. Doch das ist noch nicht alles. Der war definitiv ähm eine längere Zeit, sogar über Stunden im Tatobjekt. Ähm das ließ sich einerseits über die GPSdaten und die Mobilfunkdaten, die wir dann auswerten konnten, feststellen.
Zudem hat er äh im Objekt selbst noch das gestohlene Mobiltelefon kurz angeschaltet. Deswegen wusste wir, dass er längere Zeit dort war und er muss sich im ganzen Haus dort bewegt haben. Er war bis unterm Dach und hat dort äh oben z.B. noch äh die Telefonanlage außer Gefecht gesetzt. Wir sind der Meinung, ähm das war eine Gelegenheitsgeschichte.
Also, er hat nur ähm die Möglichkeit gehabt, dieses Objekt zu betreten. Es hat irgendwie funktioniert. Alles was mit diesem arabischen Hintergrund, das da benannt wurde, vom Täter nur fingiert, angebracht wurde ist, um ja einfach von ihm auch abzulenken, um um eine von diesem Raub, den er durchgeführt hatte, sprich das Entwenden des Bargelds und des Schmucks einfach abzulenken.
Der hat sich stundenlang in dem Haus bewegt und zwar von unten bis oben, also vom Keller bis zum Speicher oben war der überall. Ähm, wenn man jetzt natürlich dran denkt, ähm nicht nur der Ehemann hat ja auch in der Wohnung geschlafen in dem anderen Zimmer, wenn man auch dran denkt, dass unten noch die Familie war, also die Tochter mit ihrem Mann und den zwei Kindern, das hätte auch richtig schief gehen können.
Also, ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn jemand von denen dem begegnet wäre. Also doch, das ist schon treibt ein bisschen so ein Schauer über den Rücken. Die Beweislast ist erdrückend. Dank der akribischen Spurensuche kann der Täter überführt werden. Abu Bakr C. Wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.
Das Gericht stellt außerdem eine besondere Schwere der Schuld fest. Abu Bakar C wird das Gefängnis möglicherweise nie mehr verlassen. Und wie sie also mit dem Hund in diesen Park eingeht, entdeckt sie plötzlich die Leiche eines jungen Mannes. Der Gerichtsmediziner hat festgestellt, dass der Tote 23 Messerstiche äh aufgewiesen hat. Die Spurensicherung äh musste daher, um die äh Identität des Toten zu klären, die Fingerabdrücke abnehmen.
Sie gehörten zum 23-jährigen Alexei D, der im Freundeskreis Sascha genannt wurde. Er war wegen Gewalttaten vorgemerkt. Wir kamen dann auf einen äh Kellner, der sich nach Vorhalt des Fotos des Sascha daran erinnern konnte, dass der bei ihm im Lokal gewesen ist, ihm zwar in Begleitung zweier junger Männer. Ein kleiner Park in Wien Favoriten.
1988 wird hier eine brutal zugerichtete Leiche gefunden. Hofrat Josef Siska war langjähriger Leiter der Wiener Mordkommission. Er war in diesem Fall der zuständige Ermittler. Die Besonderheit dieses Falles äh liegt darin, dass es der große Tag, könnte man sagen, oder der große Fall für unsere Spurensicherung war, die also einen ganz entscheidenden Beitrag geleistet hat, dass wir diesen Fall aufklären konnten und die Beharlichkeit und Einsatbereitschaft der Beamten, die äh über das übliche Maß in diesem Fall auch hinausgegangen ist.
Es ist der 15. März 1988. Gegen 6 Uhr morgens geht die Rentnerin Erna H. mit ihrem Hund spazieren. Ihr Ziel: Ein kleiner Park an der Quellenstraße. Von der Straße her ist der Park schwer einsehbar. Und wie sie also mit dem Hund äh in diesen Park hine eingeht, entdeckt sie plötzlich die Leiche eines jungen Mannes in einer großen Blutlacke, in dessen Brust geradezu ostentativ ein sehr sehr großes Messer, wie es zunächst ausgesehen hat, gesteckt ist.
So ähnlich als wie der Täter sagen wollte, da schaut her, jetzt habe ich ihn umgebracht. Die Polizei stellt fest, dass die Tatwaffe ein Kampfmesser des österreichischen Bundesheres ist mit einer 30 cm langen Klinge. Der Gerichtsmediziner hat festgestellt, dass der Tote 23 Messerstiche äh aufgewiesen hat.
Der letzte Stich, der dann äh dazu geführt hat, dass das Messer im Brustkorb steckte, war dann der entscheidende Herzstich, an dem er verstorben ist. Wer ist der Tote aus dem Park in der Quellenstraße? Er hat keine Papiere bei sich, die seine Identität aufklären könnten. Das einzige war ein billiges Wegwerfzeug, aber sogar die Zigaretten fehlten.
Er war buchstäblich. äh bis aufs Letzte hat man eben alles weggenommen. Ähm die Spurensicherung äh musste daher, um die äh Identität des Toten zu klären, die Fingerabdrücke abnehmen. Und tatsächlich, die Fingerabdrücke des Toten liegen in der Kartei des Wiener Sicherheitsbür. Sie äh gehörten zum 23-jährigen äh Alexei D, der im Freundeskreis Sascha genannt wurde.
Äh er war wegen Gewalttaten äh vorgemerkt. Hofratsiska versucht mehr über den Toten Alexid herauszufinden. Er befragt die Eltern des 23-jährigen. Er war schon immer ein Problemkind gewesen, äh das auch schon aufgefallen ist in der Jugend, dadurch, dass er tätlich geworden ist, sowohl gegen Vater als auch gegen Mutter und sie eigentlich sehr froh waren, als er endlich ein eine eigene Wohnung gefunden hat und die elterliche Wohnung verlassen hat.
Die Eltern haben keine Idee, wer ihren Sohn Alexei umgebracht haben könnte, aber sie geben Hofziska noch einen wichtigen Hinweis. Im weiteren Gespräch fragten die Eltern dann, wo denn sein Rucksack sei? Der war nämlich nicht an da dort gefunden worden und sie erzählten uns, dass der Rucksack, das ist ein schwarzer Leinenrucksack gewesen, dass der fehlte und dass es die Gewohnheit war ihres Sohnes ständig diesen Rucksack zu tragen.
war für sie eigentlich gar nicht vorstellbar, dass er einmal ohne diesen Rucksack auf die Straße gegangen wäre, weil er da seine ganzen Halbseligkeiten verwahrt hatte. Offenbar wurde der Rucksack gestohlen. In sämtlichen Wiener Zeitungen erscheinen Artikel, in denen die Polizei nach dem verschwundenen Rucksack fahet. Außerdem befragen Beamte im Stadtteil Favoriten hunderte Menschen, ob sie den gestohlenen Rucksack irgendwo gesehen haben.
Jetzt kam das Erstaunliche, dass der äh Rucksack einige Tage später wieder am Tatort gefunden wurde. Das war darauf zurückzuführen, dass wir eine äh ganz intensive Verhandlung geführt haben in einer Art, die an sich schon ungewöhnlich ist. Dadurch hat sich im gesamten Bezirk, kann man sagen, der Verhandlungsdruck erhöht und ähm wir sind davon ausgegangen, dass die Dä durch die Rückgabe des Rucksackes einerseits ein Beweismittellos werden wollten, andererseits bewirken wollten, dass die Polizei nicht mehr danach
suchen. Die Polizei geht davon aus, dass ich das Opfer entweder im Park mit jemandem getroffen hat oder den Park bereits zusammen mit dieser Person betreten hat. Laut Obduktion wurde Alexid in den ersten Stunden des 15. März umgebracht. Der Tote hatte mehr als 2,5 Promille Alkohol im Blut. Wir sind so vorgegangen, dass wir kreisförmig um den Datort ähm die entsprechenden Lokale besucht haben, denn es war uns zugetragen worden, dass er, der Tote ein Herumtreiber war, sie häufig dem Alkohol zugesprochen hat und
in dem Zustand der Alkoholisierung sehr ungut war. Das heißt, Streit suchte mit anderen und ähm manche äh Lokalbesitzer froh waren, wann er gegangen war bzw. eben sogar aus dem Lokal hinausgewiesen haben. Hofrat Siska und seine Kollegen vom Sicherheitsbüro schauen sich in zahlreichen Lokalen in Wien Favoriten um und zeigen dort ein Foto des Opfers Alex herum.
Dabei treffen sie auf Lorenz K, der den getöteten gut kannte. Er glaubt sogar, sich erinnern zu können, dass er am Tag der Tat mit ihm unterwegs äh gewesen ist und ähm vom Nachmittag an schon bis in die späten äh Abendstunden, als sie so zahlreiche Lokale aufsuchten. Zwischendurch habe sich Alexed in einer Eisenwarenhandlung das Kampfmesser gekauft, weil die Gegend gefährlich sei und er sich im Notfall verteidigen wolle.
Laut Aussage von Laorence K bestellt sich Alexe D alias Sascha gegen 22 Uhr ein Taxi. Doch als es kommt, ist er bereits verschwunden. Zu Fuß. Aber wohin? Wir kamen dann auf einen äh Kellner, der sich nach vorhalt des Fotos des Sascha darin konnte, dass der bei ihm im Lokal gewesen ist und ihm zwar in Begleitung zweier junger Männer.
Das heißt, äh Sascha hat also seine Lokaltour fortgesetzt, weiter getrunken und die Nacht, kann man sagen, bis jedenfalls Mitternacht in Begleitung äh der beiden verbracht. Der Kellner hat uns auch erzählt, ähm dass diese drei in seinem Lokal in Streit geraten sind und zwar einen sehr heftigen Streit.
Er wußte nicht, warum es gegangen ist, aber jedenfalls zwei Biergläser sind dabei zerbrochen. Der Kellner kann einen der beiden anderen Männer beschreiben. Rothaarig, erkorpulent und er hat einen blauen Arbeitsoverrawall getragen. Die Polizei kann in den nächsten Tagen 15 Männer aus Wien Favoriten ausfindig machen, auf die die Beschreibung ungefähr zutrifft.
Außerdem suchen die Beamten nach Spuren des Streits zwischen Alexd und den beiden Unbekannten, wie z.B. den Scherben der zerbrochenen Biergläser. sind allerdings zu diesem Zeitpunkt bereits einige Tage nach der Tat vergangen gewesen und wir hatten also kaum Hoffnung, dass wir diese Scherben noch finden, aber glücklicherweise hat die Müllabfuhr noch nicht den Müllbehälter gelehrt und unserer Spurensicherung ist es gelungen, mitten unter dem anderen Müll, der schon darauf geworfen wurde, einige dieser Glassplitter sicherzustellen.
Und die Polizisten haben noch mehr Glück. Tatsächlich finden sie auf den Scherben Fingerabdrücke eines Mannes und wie beim Opfer sind auch die Vergleichsabdrücke des mutmaßlichen Täters in der Datei des Sicherheitsbüros gespeichert. Sie gehören zu dem polizeilich registrierten Elma F, 22 Jahre alt und Installateur in Wien Favoriten.
Sein Beruf ist eine Erklärung dafür, weshalb Elmaf in einem Overall gesehen wurde. Hofziska vernimmt den Mann. Er hat dann auch äh zugegeben, dass er diese Gretzeltour hat er es genannt, also diese Tour von einer Gaststätte in die andere gemeinsam mit einem weiteren jungen Mann und dem Mordopfer äh durchgeführt hat.
Äh er hat gesagt: “Ja, es stimmt, sie sind in dem Lokal äh in Streit geraten. Der Streit hätte sich aber dann gelegt, sie hätten sich beruhigt. Anschließend seien sie zu dritt durch den Stadtteil gelaufen. In Höhe des Parks habe Alex alias Sascha sie erneut bepöbelt und mit einem Messer bedroht. Zu viel für einen der beiden Täter.
Bevor noch der Sascha zum Messer greifen konnte, hat ein gewisser Horstar, 19 Jahre alt, das Messer ihm entrissen, äh ihn zu Boden geschlagen und den am Boden liegenden dann mit diesen 23 Messerstichen getötet. Jetzt ist klar, warum auf der Mordwaffe fremde Fingerabdrücke gefunden wurden, die zunächst niemandem zugeordnet werden konnten.
Der mutmaßliche Haupttäter Horst H. ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht aktenkundig gewesen. Es ist wahrscheinlich, dass äh in diesem Streit ähm durchaus Handgreiflichkeiten auch zwischen dem Elma und dem Sascha ausgetauscht wurden. Äh es ist auch möglich, dass durch einen Stoß der nicht mehr sehr standfeste Sascha äh von dem Elma zu Boden gestoßen wurde und äh erst dann sozusagen äh das blutige Handwerk vom Horst H äh verübt wurde.
Beide Täter werden festgenommen. Sie gestehen das Verbrechen, geben aber an alkoholbedingte Erinnerungslücken zu haben. Diese Alkoholisierung hat sicherlich nicht ausgereicht um eine Bewusstseinsdrübung im Sinne einer Unzurechnungsfähigkeit herbeizuführen. So sieht es auch der Richter. Im September 1988 werden die beiden Täter vor dem Landgericht Wien zu acht und zwölf Jahren Haft verurteilt.
Der Mord in dem kleinen Pack mit Hartnäckigkeit und der Hilfe der Spurensicherung konnte Hofraziska ihn aufklären. Am Abend des 3. November sagt er geht zu einem Treffen und ab diesem Abend ist er wirklich spurlos, man muss es wirklich sagen, spurlos verschwunden. Er er war immer noch für seine Schlagkraft und seine Stärke gefürchtet und er wusste das auch, dass er jetzt praktisch hinter dem Rücken die Todsünde begeht, Dadlef Geld wegzunehmen.
gleichzeitig im die Überzeugung zumindest im Raum stand, dass er ein Spitzler oder ein Verräter ist, hat in einer Besprechung im Büro von Detlev dazu geführt, dass sie übereinkamen, dass Hans sterben muss. Dann musste er knien und Willly sagte ihm: “Wenn der nächste Zug kommt, dann bekommst du einen Kopfschuss.
” Karlsruhe, November 1994. Der ehemalige Profiboxer Hans S. verschwindet spurlos. An einem Novemberabend verlässt er die Gartenhütte im Stadtteil Neureud, in der er gewohnt hat. Er kehrt nicht mehr zurück. Sech Jahre lang gibt es keine Hinweise darauf, wo der Mann ist. Doch dann meldet sich plötzlich der Anführer einer brutalen Verbrecherbande bei der Karlsruhe Kriminalpolizei. Detlevf K.
Im Büro von Mordermittler Wolfgang Metzgerzählt der Mann, der vermisste Hans Ess sei tot und erkenne den Mörder. Als Detlev sich angekündigt habe, er käme zu uns, um über diesen Mord zu sprechen, war das schon eine sehr spannende Situation und ich hatte noch keine Vorstellung, welche Dimensionen der Fall annehmen wird, wie spannend es werden würde und es war einer der [schnauben] längsten Ermittlungsfälle, die wir bearbeitet haben zusammen in einem Team.
Detlev ist selbst ein Berufsverbrecher ohne Skrupel. Offiziell führt er einen Handwerksbetrieb, doch tatsächlich verdient er sein Geld mit Raub, Betrug, Diebstahl und Prostitution. Gemeinsam mit einem Komplizen Willly B führt er eine Bande mit mafiösen Strukturen. Jahrelang ist die Polizei hinter den beiden her, doch nur selten können sie dem Duo Straftaten nachweisen.
Umso mehr war jetzt die Überraschung im Raum, dass er von sich aus ähm sich entschieden hat zur Polizei zu kommen, um und das war noch die Sensation ähm mir ankündigte dazu beitragen zu können, den Mord an Hans zu klären und dann wise, wer es war und wie es passiert ist. Schnell ist klar, DLEFK hat nun selbst Todesangst.
Der Verbrecher hatte seine damaligen Geliebten im Laufe der Zeit etliche Immobilien überschrieben und findet dann aber heraus, dass sie ein Verhältnis zu seinem Blutsbruder Willly B. Und in diese Situation hinein hat ihr anderer Geliebter, der Blutsbruder, zu ihr gesagt: “Hör zu, wenn der jetzt nicht mehr ist, gehört uns alles.” Der TLEFK befürchtet also von seinem ehemaligen Blutsbruder Willly umgebracht zu werden.
Deshalb verrätt er ihn jetzt bei der Polizei. Aus Angst hatte er seine unglaublichen Aussagen zuvor sogar in einem Brief niedergeschrieben. Ermittler Metzger kann Dleev überzeugen, ihm dieses Schreiben auszuhändigen. Für den Polizisten ist es ein wichtiges Beweismittel, denn er, der Detlev hat das zuvor im Stillen für sich mit eigener Hand zu Papier gebracht, ohne dass er gefragt wurde oder die Polizei dabei war.
Und es war mir von Anfang an ein Wunsch an dieses Schreiben zu kommen. So als Pfand Deadlef schildert im Gespräch und in dem Brief, dass Willly den ehemaligen Profiboxer Hans S. Umgebracht haben soll. Der war jahrelang die rechte Hand der beiden Verbrecher. Hans S. lebte damals in einer Kleingartenanlage in einem kleinen Gartenhäuschen.
Das Opfer war der Handlanger von Detleev und Wilie. Er war ihr Fahrer und Geschäftsführer in einigen Bordellen, die den beiden gehörten. Und die Bandenchefs fanden heraus, dass ihr Handlange in die eigene Tasche wirtschaftet, offenbar Geld für sich abzweigt. Es kommt zu einem Treffen im Büro von Detliff.
Hier soll über die Zukunft des ehemaligen Boxers entschieden werden, dass er jetzt praktisch hinter dem Rücken die Todsünde begeht, Dadlef Geld wegzunehmen. gleichzeitig im die Überzeugung zumindest im Raum stand, dass er ein Spitzler oder ein Verräter ist, hat in einer Besprechung im Büro von Detlev dazu geführt, dass sie übereinkamen, dass Hans sterben muss.
Detlev K räumt ein, in den Mordplan eingeweiht gewesen zu sein. Er habe Hans S auch auf das Firmengelände gelockt, als ihm dort eine tödliche Falle gestellt wurde. Er selbst sei aber nicht dort gewesen, hätte sogar ein Alibi. Willly soll die Tat im Hof der Firma mit jemand anderem erledigt haben. Während Willly auf das Opfer gewartet haben soll, hätte sich sein Kumpel mit einer Pistole in der Hand hinter einem Auto versteckt.
Als dann Hans das Gelände betrate hatte, einen Schlüssel, hat Willi ihn gerufen, soll mal nach hinten kommen, um ihn zu helfen bei seiner Arbeit und worauf ihn er nach hinten gegangen sei. Und bei dem Erreichen der Plane hat dann der Kumpel, der hinterm Wohnmobil lauerte, sofort das Feuer auf ihn eröffnet und hat auf ihn geschossen und zwar das ganze Magazin leer geschossen.
Doch Hans sei wieder aufgestanden und habe sich dann Richtung Ausgang geschleppt. Seine Mörder hätten ihn eingeholt und zurück auf die vorher bereitgelegte Plane geschleift. Dann musste er knien und Willi sagte ihm, wenn der nächste Zug kommt, dann bekommst du einen Kopfschuss. Die Zuglinie führt unmittelbar neben dem Gelände vorbei und er musste angeblich noch ein Lied singen.
Und als der Zug kam, habe man ihm hat Will ihm in den Kopf geschossen. Jetzt wollen Metzger und sein Team wissen, was Willi B zu den Vorwürfen sagt. Er sitzt zu diesem Zeitpunkt wegen einer anderen Straftat im Gefängnis. Seine Reaktion verplüfft die Ermittler. Als mein Kollege dem Willly eröffnet hat, dass Dadliff über den Mord an Hans gesprochen hat, dann hat er reflexartig reagiert und sagte, das war nicht ich, das war DLIF.
Mergen Sie die Besonderheit? Er sagte, ich weiß nicht von was sie sprechen. Der Hans ist vielleicht auf Majorka. Der hat also diesen Mord gar nicht in Frage gestellt, sondern hat ih sofort äh seinem Blutbroter in die Schuhe geschoben. Jetzt brauchen Metzger und sein Team handfeste Beweise. Sie können in Erfahrung bringen, dass das Firmengelände nach dem Mord aufwendig saniert wurde.
Wollten die Verbrecher so ihre Spuren verwischen? Metzger gelingt es Zeugen aufzutreiben, die damals eine interessante Beobachtung gemacht haben, nämlich dass über die Eingangstür gesprochen wurde, dass man da noch lange Zeit so ähnliche Spurens wie Einschusslöcher oder den wenn sie von Schüssen stammen. Metzker und sein Team nehmen die Eingangstür genauer unter die Lupe.
Sie lassen sie ausbauen und in die Polizeiwerkstatt bringen. Dort machen sie eine Entdeckung. Dort wurde die Tür dann abgebeinzt, alles Farbe, Lacke, alles weg und es kamen tatsächlich ähm Einschussspuren zutage richtig nachweisbar. Also die hat auch ein Sachverständige dazu stellen bezogen, dass das von einem Aufprall von einem Projektil stammen könnte und nicht nichts anderes erklärt.
Das war letztendlich das einzige Spurenbild, das wir gefunden haben, was mit Schüssen auf dem Geländen auf dem Gelände zu tun hatte. Detlef beschreibt in seinem Brief außerdem, daß Willlie und sein Kumpel die Leiche im Wagen des Opfers an die Rheauen bei Mannheim gebracht haben. Dort hätten sie Hans Es dann vergraben.
Das Auto wurde damals tatsächlich dort gefunden und im Kofferraum sogar ein kleiner Blutspritzer, der dem Opfer zugeordnet werden konnte. Metzger ist sich nun sicher, dass Hans mit dem Wagen transportiert wurde. Die Suche in den Rheinauen aber verläuft ergebnislos. Die Leiche von Hans S wird nie gefunden. Allerdings taucht wenig später eine weitere wichtige Zeugin aus dem Umfeld von Willi auf.
Sie behauptet, sie habe kurz nach dem Mord die Tatwaffe entsorgt. Sie hat uns ungefähr gesagt, wo sie ist und dort haben wir dann eine große Suchaktion gemacht und der Zufall war wirklich und das leg uns hol, dass ein die ein Stück Draht, an dem die Waffe befestigt war, der schaute aus dem Boden und als mein Kollege an dem Faden an dem Draht gezogen hat, hing daran äh die Waffe von Willie, die dort schon Jahre lag und entsprechend äh eben kaputt war, aber sie war da.
Doch eine Sache beschäftigt Mordermittler Metzger immer noch. Während der gesamten Geschichte hat er das Gefühl, dass Detlev K selbst an der Tat beteiligt gewesen sein muss. Doch er will zur Tatzeit in seiner Wohnung weit entfernt vom Tatort gewesen sein. Der Kommissar findet Erstaunliches heraus und so wird aus dem Zeugen Detlef ein Beschuldigter.
In unseren Ermittlungen haben wir erfahren, wie Detlev sich dieses Alebi verschaffte, nämlich er hat bei sich zu Hause in der Wohnung, die weit weg ist vom Tatort, ähm einen Schwächefall und der vorgetäuscht und hat dann einen Arzt hinzugerufen, der im gleichen Anwesen wohnt und ihm gebeten, ihm zu helfen, weil es ihm so schlecht geht und hat ihn auch bewogen, die Uhrzeit auf den Attest zu notieren.
Und das hat der Arzt dann auch gemacht. Was der Arzt nicht wusste. Detlev hatte zuvor in der Wohnung die Uhr eine Stunde zurückgedreht und hat sich damit die Uhrzeit und das Alibel verschafft. Der Mordfall ist geklärt. Der Staatsanwaltschaft reichen die Indizien, die Wolfgang Metzger und sein Team zusammengetragen haben.
Willi B und DLE K werden vor dem Landgericht Karlsruhe angeklagt. Beide werden zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. stirbt im Gefängnis. Willi B kommt nach 12 Jahren Haft wieder auf freien Fuß. Die ehemalige Geliebte der beiden Verbrecher, wegen der die ganze Sache überhaupt ins Rollen kam, zog weg aus Karlsruhe mit einem Großteil des Vermögens der beiden Verbrecher.
Achtung, in diesem Podcast werden Themen wie Mord, Folter, Tierquellerei, Sexualverbrechen und extreme Gewalt auch gegenüber Minderjährigen behandelt. Der Inhalt kann deswegen vor allem auf Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen retraumatisierend wirken. Wenn wir einer fremden Person zum ersten Mal begegnen, tendieren wir dazu, ihr immer erstmal zu glauben, wenn sie uns ihren Namen sagt.
In Friedenszeiten ist das Grundvertrauen in fremde Menschen relativ hoch. Vor allem, wenn es um kleinere Sachen geht, wie den Namen, das Alter oder woher jemand kommt. Entsprechend einfach ist es natürlich auch bei diesen Sachen mit einer Lüge durchzukommen. Für einen pathologischen Lügner ist es sehr leicht, unser Grundvertrauen in die kleinen Dinge auszunutzen.
Warum sollten wir einer wildfremden Person auch nicht glauben, wenn sie sagt, dass sie aus München, Wien oder Buxte Hude stammt? Manche Menschen lügen, um sich einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen. Manche lügen, um mit einem Verbrechen davon zu kommen oder um keinen Ärger von einer Autoritätsperson zu kriegen.
Die letzte Taktik ist vor allem bei kleinen Kindern und Jugendlichen beliebt und dann gibt es Menschen, die einfach lügen müssen. Henry Lee Lucas, der Serienkiller, über den wir heute sprechen, war so ein Lügner. Vielleicht war er sogar einer der größten Lügner aller Zeiten. Nach seiner Verhaftung in den 1980er Jahren erregte Lucas große Aufmerksamkeit mit seinen schockierenden Geständnissen.
Er behauptete über 3000 Menschen in den ganzen Vereinigten Staaten ermordet zu haben. Dieses und viele weitere Geständnisse von plausibel bis bizarr brachten ihm den Spitznamen The Confashion Killer ein. So sagte Lukas damals z.B. Ich habe sie auf jede bekannte Weise getötet, außer mit Gift. Ich habe sie stranguliert, ich habe sie erstochen, ich habe sie erschossen, ich habe sie angefahren.
Und warum sollte man den Angaben eines unmoralischen und bösartigen Mörders nicht glauben? Die Medien glaubten Lucas auf jeden Fall, ebenso wie die Strafverfolgungsbehörden der Vereinigten Staaten. Für die meisten von uns wäre es ja auch ein Albtraum, wegen eines Verbrechens verurteilt zu werden, dass wir nicht begangen haben.
Was brachte Lucas also dazu, so viele verschiedene Morde zu gestehen? Und wie viele von diesen angeblichen Morden hat er wirklich begangen? War Henry Lee Lucas der schlimmste Serienkiller Amerikas? oder war er nur Amerikas größter Lügner? Hi, ich bin Diane Helscher. Und ich bin Mark Augustat. In jeder Folge dieses Podcasts beschäftigen wir uns mit einem berühmten Serienkiller oder einer berühmten Serienkillerin mit ihrem Leben, ihrer Psyche und ihren Taten.
Serienkiller, Mörder und ihre Geschichten. Ein Spotify Original von Parcast. Das ist unsere erste Folge zu Henry Lee Lucas, alias The Confashion Killer. Man kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass alle Serienkiller auch Lügner sind. In erster Linie lügen sie natürlich, um nicht überführt zu werden und um ihre Opfer in die Falle zu locken.
Bei Henry Lee Lucas kam aber noch etwas anderes hinzu. Seinen Lügen schien eine bestimmte Art von Extravaganz und Verzweiflung innen zu wohnen. Das starke Bedürfnis seine Geschichten auszuschmücken oder sie gleich komplett zu erfinden, ist dabei höchstwahrscheinlich auf seine Kindheit und Erziehung zurückzuführen.
Denn als Kind wurde Lucas praktisch jede Aufmerksamkeit verweigert. Als er später verhaftet wurde, war das genaue Gegenteil der Fall. Je mehr er gestand, desto mehr Leute nahmen Notiz von ihm. Er war berühmt. Lukas Wunsch nach positiver Bestärkung wird schnell nachvollziehbar, wenn wir uns etwas eingehen damit seinen frühen Jahren befassen.
Am 23. August 1936 brachte Viola Lucas ihr neuntes und letztes Kind Henry Lee Lucas zur Welt. Viola und ihr Mann Anderson Lucas zogen Henry ein paar Kilometer außerhalb von Blacksburg Virginia in den Apalachengroß. Sieben von Henry’s acht Geschwistern wurden vor Henry Geburt in Pflegefamilien oder zu Verwandten gegeben.
Henry hatte aber nicht gerade Glück bei seiner Mutter bleiben zu dürfen. Wayola misshandelte ihre Kinder sowohl seelisch als auch körperlich. Sie demütigte Henry regelmäßig und so zwang sie ihn z.B. in einem Kleid zur Schule zu gehen oder Barfuß zu laufen. Eine harte Strafe, vor allem während der bitter kalten Wintermonate in Virginia. Henry sagte, dass es nie einen Grund gegeben habe, warum er so behandelt wurde.
Ryola bestrafte ihn nicht, weil er sich schlecht benommen hatte, sondern weil er einfach lästig war. Sein Vater Anderson Lucas behandelte den Jungen besser als die meisten anderen Leute, die Henry kannte. Doch Anderson hatte seine eigenen Probleme. Er und Viola hatten sich scheiden lassen. Doch weil Anderson kein Geld hatte, musste er bei seiner Exfrau wohnen bleiben und ihr bei der Arbeit zusehen.
Wyola verdiente ihr Geld als Sexarbeiterin. Ihre Entscheidung, diesen Weg zu gehen, ist nachvollziehbar. In dem kleinen Ort gab es so gut wie keine anderen Jobs und sie musste eine große Familie ernähren. Ihre Arbeit nahm jedoch schon bald ziemlich grausame Züge an. Sie hatte keinen Grund, ihre Söhne und Anderson dazu zu zwingen, dabei zuzuschauen, wie sie mit anderen Männern Sex hatte.
Doch genau das tat sie. Laut eigener Aussage war es sogar eine von Lukas frühsten Erinnerungen. Er sagte: “Das erste, woran ich mich erinnern kann, ist, dass meine Mutter bei uns zu Hause mit einem anderen Mann im Bett war. Ich konnte nicht einfach da bleiben und mir das anschauen. Also habe ich mich umgedreht und bin aus dem Haus gerannt.
Danach hat sie mich geschlagen, weil ich es mir nicht angeguckt habe. Henry Beziehung zu seinem Bruder war nicht viel besser und von anderen Arten körperlicher Misshandlung geprägt. Als Henry 7 Jahre alt war, spielten sie eines Tages hinterm Haus, wo sein Bruder mit einem Messer auf ihn losging und ihm eine schwere Schnittverletzung im Gesicht zufügte.
Wayola weigerte sich mit dem Jungen zum Arzt zu gehen. Ein Kindheitsfreund beschrieb Henry linkes Auge nach der Verletzung damals als milchig weiß ohne Popille. Er bekam schließlich ein Glasauge. Besonders in der Schule hatte er es danach schwer, Freundinnen und Freunde zu finden. Hinzukam, dass sein Vater ihm sein eigenes Laster mit auf den Weg gab.
Wo andere Eltern ihren Kindern Süßigkeiten gaben, ließ Anderson Henry selbst gebrannten Schnaps trinken. Man geht davon aus, dass er dadurch schon mit 10 Jahren zum Alkoholiker wurde. Die seelischen Traumata, die körperlichen Misshandlungen und der frühe Alkoholismus wirkten sich stark auf Henry gesamtes Wesen aus.
Er wurde zu einem sehr bedürftigen Kind, dem aber kaum Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Der Rechtspsychologe Gisley Ag. Genson, der Henry später im Gefängnis befragte, kam zu dem Schluss, dass Henry so viel log, weil er die Polizei beeindrucken wollte. Die Beamten waren Autoritätspersonen, von denen er sich später im Leben holte, was er als Kind nie von Erwachsenen bekommen hatte.
Diese Erfahrungen allein waren schon mehr als genug, um die Psyche des späteren Mörders nachhaltig zu schädigen. Es gab jedoch noch einen Vorfall in seiner früheren Kindheit, der Lucas kognitive Fähigkeiten dauerhaft beeinträchtigt haben könnte. Als Henry 8 war, hatte Wayola einen schrecklichen Wutanfall.
Dabei schlug sie Henry wiederholt mit einem großen Stück Holz auf den Kopf, bis das Kind das Bewusstsein verlor. Die Bewusstlosigkeit dauerte 36 Stunden. Ein Arzt wurde nicht gerufen. Die Familie glaubte, dass Henry sich nur tot stellte, doch in Wirklichkeit lag er im Koma. Als sie ihn schließlich doch noch zum Arzt brachten, war es bereits zu spät.
Die brutalen Schläge der Mutter hatten zu irreparablen Hirnschäden geführt. Nach diesem Vorfall wurde Henry keine offizielle Diagnose gestellt. Er blieb für den Rest seines Lebens aber stark in seiner geistigen Entwicklung zurück. Im Bailer Hospital wurde sein IQ später auf 87 geschätzt. Seine Intelligenz lag damit im unterdurchschnittlichen Bereich.
Ein Shadle Hirntrauma geht mit vielen Symptomen abseits des Intelligenzquatienten einher, vor allem bei Kindern, die noch in der Entwicklung sind. Früher glaubte man, dass Hirnverletzungen bei Kindern eher heilen, da der Geist in jungen Jahren noch formbar ist. Das war jedenfalls die Annahme.
Inzwischen ist aber belegt, dass Schädelhirn Traumata viel längere und dramatischere Auswirkungen haben. Sie können für alles mögliche verantwortlich sein, von Depressionen, Angstzuständen und geringem Selbstwertgefühl bis hin zu schwerwiegenderen Symptomen wie Stimmungsschwankungen und sexueller Dysfunktion, die wiederum schwere Auswirkungen auf den Alltag einer Person haben können.
Ohne Langzeittherapie und Symptomüberwachung können diese Folgesymptome mit der Zeit immer schlimmer werden. In den 1940er Jahren war aber noch kaum erforscht, welche Auswirkungen körperliche Verletzungen auf die Psyche des Menschen haben. Und selbst wenn es so gewesen wäre, hätte sich Lucas Familie wahrscheinlich nicht um die nötige ärztliche Versorgung gekümmert, schon allein aus finanziellen Gründen.
Später brach für Henry dann auch noch die rettende Vaterliebe weg, als Anderson Lucas 1947 seine Beine verlor. Er war betrunken auf den Schienen eingeschlafen. Nach dem Unfall wurde er überall nur noch Noax genannt und war auf einen notdürftig zusammengezimmerten Rollstuhl angewiesen.
Er konnte sich kaum noch bewegen, geschweige denn seinen Sohn verteidigen. Drei Jahre nach dem Unfall verließ Anderson nach einem Streit mit Wayola das Haus. Es war Winter und nach einigen beschwerlichen Metern fiel Anderson erschöpft und betrunken in den Schnee. Dort schlief er ein und wachte nie wieder auf. Die seelischen und physischen Verletzungen, die Henry Lee Lucas schon als Kind erlitt, waren enorm und sie begleiteten ihn durch sein gesamtes Erwachsenenleben.
Dabei ist es möglich, dass es einen weiteren prägenden Vorfall in seiner Jugend gab, indem all diese negativen Faktoren zu einem tragischen Höhepunkt zusammenliefen. einen mutmaßlichen Mord, den Henry beging, als er gerade einmal 15 war. Laut Henry hat sich seine sexuelle Devianz schon in jungen Jahren gezeigt.
| Continue reading…. | ||
| Part 1 of 3Part 2 of 3Part 3 of 3 | Next » | |
