Wer ermordete die 19-Jährige Sylke Müller auf dem ...

Wer ermordete die 19-Jährige Sylke Müller auf dem Nachhauseweg? Ein Cold Case aus 1986 T

Wer ermordete die 19-Jährige Sylke Müller auf dem Nachhauseweg? Ein Cold Case aus 1986 

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region.  Ja, und damit herzlich willkommen, ihr Lieben, zu einer neuen Folge auf meinem Kanal Crimete. Wie schön, dass ihr alle auch diesmal wieder mit dabei seid. Diesmal habe ich einen Fall für euch aus dem Jahr 1986.

Also auch schon wieder ein absoluter Coldase, 40 Jahre alt, 40 Jahre ungeklärt dieser Fall. Und es ist der Mord an einem sehr jungen Mädchen oder einer jungen Frau, kann man sagen. Ich hatte wohl ähm das Foto mal gesehen, aber mit dem Fall mich jetzt nicht näher beschäftigt bisher, bis mich eine E-Mail erreichte mit einigen Informationen zu diesem Fall bzw.

 und hatte mich vorher gefragt, ob ich den Fall vielleicht auch mal vorstellen könnte und ja, dann habe ich ähm einige Informationen erhalten, die man auch nicht so im Netz hätte finden können. Einige Infos habe ich allerdings auch aus der Germans missing Blog Spot Seite von Irina heißt sie glaube ich, die diesen Blog führt. Die macht ganz ganz tolle Arbeit.

 Also schaut da gerne mal rein. Ich habe es in den Quellen auch mit verlinkt. Ja, und ich würde sagen, wir starten dann jetzt mit dem heutigen Fall. Heute soll es wie schon erwähnt um einen Coldase an einer 19-jährigen gehen. 19 Jahre ist eigentlich ja kein Alter, um zu sterben. Ich sag es immer wieder bei so jungen Opfern auch.

 Das ist einfach nur tragisch. Und dieser Mordfall wurde mir wie gesagt von einer Zuschauerin zugetragen und war mir zuvor nicht wirklich bekannt. Es geht um den schrecklichen, teils aber auch etwas mysteriösen Fall für mich, dem Mord an Silke Müller. Und Silke wurde 1967 geboren. Sie wuchs in Leipzig waren auf und somit der ehemaligen DDR mit ihren Eltern Günther und Elisabeth.

 1986 machte Silke im Alter von 19 eine Ausbildung zur Krankenschwester. Sie stand kurz vor ihrer Abschlussprüfung und ihre Kollegen sollen sehr zufrieden mit ihr gewesen sein. Silke war eine zuverlässige junge Frau, ehrgeizig, liebevoll, empathisch, also das Herz am rechten Fleck sozusagen. Und sie hatte auch einfach ein ganz hübsches äußeres für alle, die jetzt gerade ihr Bild nicht vor Augen haben.

 Eine wunderschöne Ausstrahlung, finde ich. Sie war 1,75 groß, hatte lange dunkle Haare, wunderschöne Augen. Ja, wie gesagt, eine richtig bildhübsche Frau, die viel zu schnell aus dem Leben scheiden musste. Und wenn ich mir Silke jetzt so ansehe, könnte ich mir auch gut vorstellen, dass sie auch viele Verehrer gehabt haben könnte.

 Jedoch schlug Silkes Herz zum damaligen Zeitpunkt noch für ihren Ex-Freund, den ich jetzt hier einfach mal Paul nennen werde. Paul hatte sich von Silke getrennt, dann waren sie wieder zusammen und auch wieder nicht. Und heute würde man bestimmt sagen, es war so eine klassische O-OF Beziehung, aber Silke soll wohl sehr sehr doll an Paul gehangen haben am 22. März 1986.

Das war ein Samstag und das letzte Wochenende der Leipziger Frühjahrsmesse. Auch sehr wichtig in diesem Fall. Gegen 13 Uhr verabschiedet sich Silke von ihrer Mutter. Ihr Vater war wieder mal nicht da, denn er betrieb das traditionsreiche Geschäft Waffen Moritz in Leipzig und musste viel und auch hart arbeiten.

 Silke wollte an diesem Samstag nämlich noch mal zu Paul fahren. Das vertraute sie ihrer Mutter auch an, denn das Verhältnis war ziemlich gut zwischen den beiden. Und Paul lebte in Mockau, einem Stadtteil von Leipzig. Und als Silke dort ankam, lag er betrunken im Bett. Und Silke hat dann die Wohnung von ihm wieder verlassen und machte sich auf dem Weg zu ihrer Oma und war ziemlich traurig.

 Ja, ihr ging es nicht gut nach diesem Besuch bei Paul. Sie hatte Liebeskummer und schüttete ihrer Oma, die in Böitz Ehrenberg lebte, ein Stadtbezirk von Leipzig Altwest, ihr Herz aus und Oma kochte ihr noch was Leckeres und gegen 17:15 Uhr verließ sie dann aber die Wohnung und ihre Oma brachte sie dann noch zur Bushaltestelle am Johannes Weihauchplatz und Silke versprach ihr nicht die Abkürzung zu Fuß durch den Wald zu nehmen, sondern wirklich mit dem Bus weiter weiterzufahren.

Silke hatte nämlich noch nicht vor nach Hause zu fahren, sondern sie wollte sich ablenken. Sie fuhr mit dem Bus der Linie 90 weiter nach Leipzig Mocku zu einem Jugendclub, geleitet von der damaligen VDJ, also der freien deutschen Jugend der DDR. Und den Jugendclub soll Silke dann bis kurz vor Mitternacht besucht haben.

 Darüber wussten ihre Eltern aber auch bereits Bescheid. Aber nicht nur ihre Oma ermahnte Silke keine verlassenen Wege zu gehen. Auch ihre Eltern ermahnten sie bloß nicht zu trampen. Nach dem Jugendclub besuchte Silke dann noch das Haus Auensee in Leipzig waren. Dort wurde sie, wie man später feststellte, noch von mehreren Zeugen gesehen und ist auch dort mit dem Bus angekommen.

 Im Haus Auensee soll noch eine Tanzveranstaltung gewesen sein in dieser Nacht. auf Sonntag den 23. März 1986. Als Silke dann das Haus Auensee verließ, machte sie sich dann aber sehr wahrscheinlich zu Fuß auf den Rückweg nach Hause. Sie hätte ca. 15 bis 20 Minuten dafür benötigt. Der Weg nach Hause führte durch teils ja dunkle Gassen, unbeleuchtete Straßen und Waldgebiete und Wohnsiedlungen bzw.

Weise ein Waldgebiet und eine Wohnsiedlung. Also so weit war es jetzt ja nicht, 15 bis 20 Minuten, aber es war ein sehr ja dunkler, unbeleuchteter Weg, sagen wir mal so. Und in der Nacht begann es auch noch stark zu richten. Das Wetter war sehr schlecht. Orkanböhnen, also ein Wetter eigentlich, bei dem jeder auch gerne schnell zu Hause ankommen wollen würde.

 Daher stelle ich auch so ein bisschen die Frage in den Raum, ob Silke vielleicht nicht doch bei jemand ins Auto gestiegen sein könnte bei dem Wetter, aber das ist jetzt absolut nicht gesichert. Silkes Eltern fiel das Verschwinden ihrer Tochter am Sonntag dann auch sofort auf. Schließlich war sie ein zuverlässiger Mensch.

 Sie entschlossen sich dann auch eine vermissten Anzeige bei der Volkspolizei aufzugeben. Sie wurden jedoch von den Beamten wieder nach Hause geschickt. Man kennt das mit den klassischen Worten. Hier in diesem Fall waren es die Worte: “Das junge Mädchen nun einmal über Nacht weg bleiben. Daran müsse man sich gewöhnen.” Haben die Polizisten da zu den Eltern gesagt.

 Und in Leipzig war Silkes Familie zur damaligen Zeit auch sehr bekannt, denn das Geschäft des Vaters, der dort nicht nur Waffen, sondern auch Reitartikel verkaufte, das lief ziemlich gut. Und offiziell suchte die Polizei also nicht nach Silke, aber trotzdem wurde viel getratscht, das wurde weitergetragen und über Mundpropaganda wussten viele, dass Silke vermisst wird.

 Zwei Wochen dann, aber nach dem Verschwinden von Silke gab es eine Veröffentlichung in der Leipziger Volkszeitung. Zwei Wochen sind natürlich auch wirklich eine lange Zeit für die Eltern gewesen mit einem kleinen Foto von Silke und dass sie eben vermisst wird, aber auf die Initiative ihres Vaters hin. Und auch die Volkspolizei führte Hausbesuche durch ohne Erfolg.

 Es war auch nur eine begrenzte Anzahl an Einsatzkräften verfügbar. Zudem sollte es damals ja eigentlich auch unter Verschluss bleiben, dass Silke vermisst wird, das nun mit effektiven Suchmaßnahmen zu vereinbaren. Das war sehr schlecht möglich. Gewaltverbrechen oder auch Sexualdelikte sollten ja meist nicht an die Öffentlichkeit geraten, denn im sogenannten Arbeiter und Bauernstaat der DDR sollte von außen ja alles perfekt laufen.

 So war die Bevölkerung ja etwas beruhigter und vieles wurde unter den Teppich gekehrt. Nur wenn es wichtige Personen gewesen sind, die Rang und Namen hatten, sage ich jetzt mal, und denen ist was zugestoßen oder die wurden vermisst, wurde natürlich dann ja große Geschütze aufgefahren, aber nicht bei normalen Bürgern wie jetzt den Müllers.

Trotzdem aber suchte man später auch in Wäldern und Verwandte wurden befragt, Freunde wurden befragt, aber von Silke fehlte weiterhin jede Spur und ihre Eltern wurden immer immer verzweifelter. Tage nach Silkes Verschwinden rief ein Mann bei der Volkspolizei an, er habe eine weibliche Leiche auf einem ungenutzten Garten und Werkstattgrundstück gefunden.

 Die Tote soll kopfüber in einer Trockentoilette gelegen haben. Der Anrufer war ein gewisser Jörg M, der von vielen als Querolant wahrgenommen wurde. Zudem war er vorbestraft aufgrund von Kleindeliken. Die Mordkommission rückte am Fundort an und schnell wurde allen klar, dass es sich bei der Toten um die gesuchte Silke Müller handelte.

 Bei der Obduktion wurde festgestellt, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Silke wurde erdrosselt sowie auch vergewaltigt. Es fanden sich Spermpuren und man sicherte noch am Fundort auch Silkes Kleidung. Auch fand sich am Leichnah eine an der Brust klaffende Bisswunde. Die Bildzeitung hat darüber berichtet, diese soll von Jörg M stammen, also dem Mann, der die Tote auch aufgefunden haben wollte und er habe nicht äußern wollen, wie es zu dieser Biswunde kam.

Der Fundort des Leichnamens soll keine Meter vom Elternhaus entfernt gelegen haben, was die Sache für mich irgendwie noch tragischer macht. Übrigens ist sie gefunden worden hinter dem Rathaus von Leipzig waren. Ähm dahinter waren eben diese verlassenen Baracken, sage ich jetzt mal.

 Günther und Elisabeth Müller wurden selbstverständlich auch über den Leichenfund informiert und für sie brach eine Welt zusammen. Sie hätten wahrscheinlich auch immer noch gehofft, ihre Tochter könnte noch leben. Natürlich suchte die Mordkommission nun nach dem Mörder von Silke. Erst habe man versucht, den Mord zu vertuschen, wie man ja viele Delikte in der DDR versuchte zu vertuschen, aber die Meldung, dass da jemand ermordet aufgefunden worden ist, das ja verbreitete sich auch wieder wie ein Lauffeuer.

 Und der Verdacht richtete sich sehr schnell gegen Jörg M. Er wurde auch verhaftet, aber bestritt die Tat. Er sei in der tatrelevanten Zeit auch nicht in Leipzig gewesen und das stimmte wohl sogar auch. Er war zur fraglichen Zeit nämlich im Grenzgebiet Berlin Trepto unterwegs, seinen Bruder besuchen. Er wurde ohne Passierschein aufgegriffen und überprüft und Verte Grenzschutzes haben ihm somit quasi ein Alibi verschafft.

 Nach einigen Wochen wurde Jörg M. aber aus der uhhaft entlassen. Was es mit der Bisswunde auf sich hatte, das wurde wohl nie geklärt. Aber man hatte wohl viel zu wenig Beweise außer dieser Bisswunde, ähm dass er eben der Täter gewesen sein könnte. Und ich denke, an dieser Stelle hat das Alibi auch wirklich viel geholfen. Die Mordkommission hat akribisch den Weg und die Aufenthaltsorte Silkes rekonstruiert.

 Vom Haus Auensee, dort, wo man Silke ja zuletzt lebend sah, muss man einen steilen Hügel hochgehen, um zum Ablageort der Leiche zu gelangen. Denn Fundort war hier wohl nicht Tatort, zumindest wurde das nie so kommuniziert. Es ist schon eine anspruchsvolle Strecke, wenn man jetzt eine Frau mit 60 kg in diesem Fall vermutlich sogar einen Leichnahen, der ja noch starrer ist, einen Hügel hochschleppen möchte.

 Dies kann eigentlich auch nur ein Täter schaffen, würde ich jetzt mal behaupten, der körperlich in einer guten Verfassung gewesen ist. Er muss sie ja auch nicht getragen haben. Vielleicht gab es da auch irgendeine andere Möglichkeit, aber trotzdem muss er eine gewisse Kondition gehabt haben.

 Da schätzt man, dass ein älterer Mann oder ein Jugendlicher hier vermutlich Probleme bekommen hätte. Auch den Tatort schützt man er als einen Ort ein, der sehr versteckt gewesen sein könnte und auch sicher. Die Wetterverhältnisse waren ja damals sehr schlecht und außerdem wäre es ja vielleicht sonst auch aufgefallen, dass ein junges Mädchen ermordet wird oder gerade vergewaltigt wird.

 Daher denke ich auch, dass das Ganze vielleicht in einem Auto passiert sein könnte oder in einer Wohnung und dann eben Silke zu diesem späteren Leichenfundort verbracht worden ist. Und auch die Auffindesituation in dieser Trockentoilette empfinde ich selbst als äußerst herabwürdigend und erniedrigend. Silke wurde einfach im Klo entsorgt, was auf einen gewissen Sadismus vom Tätertypus sprechen könnte.

 jemand, der schon einen gewissen Hass auf Frauen gehegt haben dürfte. Und ich könnte mir auch sehr gut vorstellen, dass das nicht die einzige Tat dieses Mannes gewesen ist. Was auch noch wichtig zu erwähnen ist, wenn man jetzt an einen Täter denkt, ist die Tatsache, dass damals ja Leipziger Frühjahrsmesse gewesen ist und Menschen ja auch von weit hergekommen sind.

 Es ist also auch gut möglich, dass ein Besucher der Stadt Leipzig Silke ermordet haben könnte. So bliebe die Tat, wenn sie unentdeckt geschah, für immer ein Geheimnis, denn der Täter war ja nur ein Besucher, den man vielleicht nie wird ermitteln können. Vielleicht ging er auch schon mit dem Gedanken auf die Messe und reiste dann wenig später wieder ab.

 Und ja, man hat ihn nie ausfindig machen können, oder? Aber er kannte Leipzig schon und auch den späteren Ablageort, denn diesen muss man ja auch erstmal kennen und war sich so seiner Tat also noch sicherer, wo er eine Leiche vielleicht schnell loswerden könnte und sich dann aus dem Staub machen, so Salop gesagt. Er suchte sich dann eine abgelegene Stelle und fand eben diese alten Baracken, legte die Leiche dort ab und die Tat geschah ganz woanders.

 Also zumindest geht man wohl davon aus, dass das nicht der Tatort gewesen ist. Auch wurde mir zugetragen, dass in derelben Woche in der Silke verschwand, auch Cindy Kaiser aus Leipzig Seehausen ermordet worden ist. Sie war aber noch Grundschüllerin. Sie starb auch an der Drosseln und wurde in einem Waldstück bei Leipzig Seehausen gefunden.

 Ob hier derselbe Täter in Frage kommen könnte, man weiß es nicht. Soweit bekannt wurde dieser Fall wohl auch nie aufgeklärt. Man konzentrierte sich in den Ermittlungen dann auf Befragungen der Eltern im Fall von Silke. Aber auch der Besitzer des Jugendclubs wurde befragt, die Gäste des Haus Auensee, aber man kam da einfach nicht wirklich weiter.

 Irgendwann wanderte der Fall dann zu den Akten und wurde zum Coldcase. Und nach der Wende wurde versucht an diesem Fall weiterzuarbeiten, bis man dann herausfand, dass sämtliche Aerwate, die eigentlich eingelagert hätten sein müssen, nicht mehr vorhanden gewesen sind. Und es befanden sich auch Kleidungsstücke mit Spermaspuren, ja, unter diesen Aerwaten.

 Die hätte man im späteren mit Sicherheit für eine DNA Analyse nutzen können, aber all den Fall von Silke, ja, und somit einen Schritt näher zum Täter zu Nichte. Und das ist übrigens nicht der erste Fall, bei dem ich sowas erlebe. Hört euch gern mal die Folge über Manuela Riger an. die ist schon etwas älter, aber in dieser spricht auch ihre Schwester und dort war es ähnlich und genauso unerklärlich.

 Da ist das wohl durch einen Umzug der Dienststellen passiert. Aber selbst wenn das hier auch passiert sein sollte, sowas darf nicht passieren. Also, das macht mich jedes Mal so sauer, wie man so etwas machen kann. Vielleicht war es aber auch noch ja zu Zeit in der DDR, dass man diese Dinge einfach hat verschwinden lassen.

 Vielleicht war auch der Täter in Silkes Fall jemand, den man vielleicht sogar kannte und man wollte da etwas vertuschen. Das ist ja alles sehr, sehr gut möglich. Aber ich finde das immer so skandalös. Man nimmt den Opfer damit alle Chancen, dass der Mord noch irgendwann mal aufgeklärt werden kann.

 Und die Familie, ja, die wünscht sich das ja auch von Herzen, dass sowas noch aufgeklärt wird, dass da Gerechtigkeit herrscht und der Mord noch gesühnt werden kann. Aber so ja, selbst wenn man den Fall jetzt noch mal aufrollen würde im großen Stil, fehlen natürlich die wichtigsten Dinge und das waren die eingelagerten Aerwate in diesem Fall.

 Auch die Stasi war übrigens in Leipzig waren unter anderem vertreten, auch in der Nähe des Leichenfundorts. Auch das könnte vielleicht eine Rolle in dem Fall spielen. Ich bin jetzt hier kein Experte, was die ehemalige DDR angeht oder auch die Stasi, aber ich wollte das einfach nicht unerwähnt lassen. Es könnte ja für den Fall eine Rolle spielen, auch was die Aerwate betrifft.

Auch das Leben der Familie Müller ging natürlich weiter. Es war aber ohne ihre geliebte Tochter, die so grausam ums Leben kam, einfach nie wieder dasselbe. Elisabeth Müller ging es psychisch so schlecht, dass sie sich 10 Jahre nach dem Mord an ihrer Tochter 1996 also suizidierte. Günther Müller lebt heute noch im selben Haus wie damals.

 Er verbrachte sein ganzes Leben damit, er ist mittlerweile über 90, den Mörder seiner Tochter zu finden und das nun schon ja 30 Jahre lang allein. Wie schlimm muss das für ihn bloß gewesen sein? Frau und Kind verloren. Er habe zwar im späteren eine Partnerin gehabt, aber sicher hat das tiefe Spuren bei ihm hinterlassen. Und daher macht mich sowas mit diesen verloren gegangenen Aerwaten, für die sich dann oft niemand mehr zuständig fühlt, wo die denn geblieben sind, einfach so sauer.

 Dann ist es den Angehörigen schuldig, dass das einfach nicht verschwinden darf, auch wenn man in den 80ern und 90ern ja noch nicht so weit war in den Möglichkeiten, die wir heute haben. Aber man muss ja immer auch so ein bisschen vorausdenken, an die Zukunft denken und wie sich die Technologie so entwickelt. Aber glaube auch in den wenigsten Fällen, dass das eine Rolle gespielt hat, dass man einfach dachte, man kann da jetzt nichts mit anfangen.

 Das vernichten wir jetzt mal, obwohl ich das jetzt auch nicht für jede Dienststelle natürlich jetzt so behaupten kann, sondern manche haben das wahrscheinlich wirklich aus diesen Gründen dann vernichtet. Solche Fälle gibt es natürlich auch immer wieder und da kann man nur den Kopf schütteln, aber ja, so war es vielleicht dann damals gewesen, auch wenn es so hätte nicht laufen dürfen.

 Ja, und Silkes Vater hat nicht nur seine Ehefrau und seine Tochter verloren, sondern er verlor an seiner Tochter auch sein so bekanntes Geschäft, seine Grundlage, sein Erwerb. Waffen Moritz. Das war ja ein sehr sehr bekanntes Geschäft und ja, er hat noch eine Zeit da gearbeitet, aber auch ihm ging es immer immer schlechter und er schaffte es irgendwann nicht mehr dort weiterzuarbeiten.

 Auch Anfragen zur heutigen Zeit zum Ermittlungsstand und wieso die Aerwate nicht mehr vorhanden sind, will die Polizei in Leipzig ähm ja einfach nicht beantworten. Der Vater war da auch schon mal mit einem Rechtsanwalt dran, aber ja. Da wird einfach nichts zu gesagt, da werden auch keine Akten rausgegeben.

 Ebenso wenig hatte man da Erfolg bei der Staatsanwaltschaft. Also ja, die Akten der damaligen Zeit durfte der Vater und sein Rechtsanwalt also auch nicht einsehen. Finde ich ein bisschen eigenartig, muss ich sagen, auch dass man sich nicht zum Ermittlungsstand äußert. Man könnte sonst ja auch einfach sagen, die Ermittlungen sind im Moment stillgelegt, aber man hat sich da wohl gar nicht wirklich zu geäußert.

 wirft natürlich jetzt auch nicht unbedingt ein gutes Licht auf die Polizei in Leipzig, muss ich sagen. Auch wird nicht angeregt, den Fall von Silke noch mal neu aufzurollen. Man lässt den also einfach aktuell in den Akten verstauben. Ja, Silke und ihre Mutter liegen übrigens begraben auf einem Friedhof zusammen in Leipzig waren und ihr Vater wünscht sich bis heute, dass seine Tochter nicht vergessen wird.

Deswegen mache ich unter anderem auch die heutige Folge und ähm ja, mich hat dieser Fall wirklich sehr sehr traurig gemacht. auch die Auffindesituation von Silke war so herabwürdigend mit dieser ja Trockentoilette, dass sie da quasi mit dem Kopf so drin hing und ja Täter hat einfach gar nichts scheinbar von ihr gehalten, hat sie ja auch grausam getötet, vergewaltigt und sie dann ja fast schon wie Müll entsorgt und sie dann noch so in diese Toiletten Schüssel, sage ich mal, in diese Trockentoilettenschüssel reingehangen. Ähm ja, PT losloser geht

es wirklich nicht. Wir haben natürlich schon einige Geschichten auf meinem Kanal gehört, wo Leichen im späteren geschändet worden sind oder die Aufwendesituation einfach sehr herabwürdigend gewesen ist. Aber immer wieder, wenn ich sowas höre, dann packt mich das natürlich auch und da ist so ein junges Mädchen sowieso schon so grausam zu Tode gekommen, wurde auch noch vergewaltigt und dann ja wird sie da auch noch abgelegt wie so ein Stück Müll in diese Trockentoilette.

 Also ich ähm ja kann es wirklich kaum fassen. Und man muss hier an dieser Stelle auch ganz ehrlich sagen, die Polizei in Leipzig und auch die Staatsanwaltschaft, die bekleckern sich hier jetzt wirklich nicht mit Ruhm, diesen Fall noch aufzuklären oder mal aufzurollen. Selbst wenn die Ererwate verschwunden sind, kann man ja den Fall noch mal neu aufrollen.

 Zeugen vielleicht noch mal befragen aus der damaligen Zeit oder Leute, die Silke kannten, noch mal befragen. Vielleicht gibt es ja auch Mitwisser dieser Tat, dass sich der Täter doch irgendjemanden anvertraut haben könnte. Und dieser gewisse Jörg M, der ja da die Polizei rief, der wurde ja wohl ausgeschlossen, aber wieso hat die Leiche dann eine Bisswunde gehabt? Wieso beißt man dann eine Leiche an, wenn ich das mal so salop sagen darf? Also, das macht für mich auch keinen Sinn.

 Ähm ja, ganz ganz komische Situation irgendwie. Er wollte sich dazu nicht weiter äußern. Irgendwo habe ich gelesen, dass ähm der Abdruck schlussendlich wohl doch niemanden zugeordnet werden konnte. Allerdings gibt’s dann Berichte, die das Ganze widerlegen und schreiben, dass diese Bisswunde von Jörg M gewesen ist. Also ja, alles so ein bisschen [seufzt][japst] ja, wie soll man sagen, mysteriös in diesem Fall.

 Also, wieso passiert sowas? Und das kann ich mir irgendwie überhaupt nicht erklären. Gut, er hat jetzt ein Alibi für die Zeit gehabt. Ist das wirklich so wasserdicht gewesen? Vermutlich schon. Unds hätte man da ihn ja vielleicht auch für verurteilt. In der DDR ging das bestimmt mit Sicherheit noch einfacher, wie das heute gegangen wäre.

 Aber ja, für mich ist das alles nicht nachvollziehbar, was dieser Jörg M dann da noch zu suchen gehabt hat und warum er wahrscheinlich ihr eine Bisswunde zugefügt hat. Also, ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Er hat dann ja die Polizei gerufen, das war ja auch gut, aber ja, alles sehr, sehr mysteriös. Ich wiederhole mich auch an der Stelle.

 Ähm ja, ihr Lieben, mehr Informationen habe ich auch leider zu dem Fall nicht. Er ist nur mal ein Altfall. Es sind 40 Jahre vergangen und ähm das ist manchmal schwer, dass man noch viele Informationen ranholen kann. Ich bin ja schon froh, dass man doch einige Informationen hier gehabt hat im Vergleich zu manch anderen Fällen und hoffe natürlich auch, dass die Polizei und Staatsanwaltschaft in Leipzig diesen Fall hoffentlich noch mal aufrollen werden, vielleicht ja auch mal bei Aktenzeichen XY zeigen werden.

Vielleicht hat man da noch eine Chance, diesen Fall aufzuklären. Ich würde es dem Vater und auch Silke selbst sehr wünschen, dass diese Tat nicht ungesühnt bleibt. Ja, ihr Lieben, ich mache dann für heute Schluss. Ich beende jetzt den heutigen Fall und schreibt mir gerne in die Kommentare, was ihr von dem Fall haltet oder auch ob ihr ihr den Fall überhaupt gekannt habt.

 Ihr könnt mir auch gerne einfach ein Kommentar für den Algorithmus daassen und wie gesagt, ich freue mich über jeden neuen Abonnenten, denn das lässt den Kanal natürlich auch wachsen und somit bleibt sicher, bleibt gesund, einen schönen Tag noch oder eine gute Nacht. Bis dahin, eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast.

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