Wahre Verbrechen I Das verschwundene Kind I True C...

Wahre Verbrechen I Das verschwundene Kind I True Crime Dokumentation T – Part 3

 Fisch war besessen von Geschichten über Kannibalismus. Sein Lieblingsbuch war Der Bericht des Arthur Gordon Pim von Edgar Allen Po, in dem einige Charaktere sich gegenseitig essen müssen, um zu überleben. Fisch sammelte auch Zeitungsartikel über Fritz Harman, einen deutschen Serienmörder, der über 20 Jungen und junge Männer umbrachte.

Haman hat seinen Opfern die Kehle durchbissen und sie dann zerstückelt. Ein Teil des Fleisches behielt er für sich. Den Rest verkaufte er auf dem Schwarzmarkt. Laut Fisch fing er schon als kleiner Junge an, sich stark für Geschichten über Kannibalen zu interessieren. Er sagte, sein älterer Bruder sei bei der Marine gewesen und habe ihm Geschichten über Orte in Fernost erzählt, die von Hungersnötenheim gesucht wurden.

 Dort hätten die Leute Menschenfleisch essen müssen, um zu überleben und verzweifelte Familien hätten ihre Kinder als Nahrung verkauft. Fisch sagte, dass diese Geschichten zum ersten Mal in ihnen den Wunsch geweckt hätten, einen anderen Menschen zu essen. Die meisten Menschen wollen keine Kannibalen werden, nur weil sie von Kannibalismus hören.

 Es wird also einen spezifischen Grund für dieses Verlangen in der Psyche von Albert Fish gegeben haben. Wir wissen, dass es Fisch als Kind traumatisiert hat, von seiner Mutter in ein Weisenhaus gegeben worden zu sein, indem er vier Jahre lang misshandelt wurde. Bisher haben wir uns nur auf die Auswirkung der Misshandlung konzentriert, doch es klingt, als sei es schon ein Trauma für sich gewesen, von der Mutter verlassen zu werden.

 Später im Leben, im Jahr 1917, wurde Fisch von seiner ersten Frau Anna verlassen. Da stellt sich die Frage, ob dieses Ereignis Fisch dazu veranlasst hat, seine kannibalistischen Fantasien auszuleben. Das ist möglich. Bevor seine Frau ihn verließ, hatte Fisch sich vielleicht ausgemalt, wie es wäre, einen Menschen zu essen, ohne dass er seine Fantasien in die Tat umsetzte.

Die traumatische Erfahrung, dann auf ähnliche Weise verlassen zu werden, wie als Kind von seiner Mutter, könnte der Auslöser gewesen sein, dass Fisch im Fall Billy Gffney 1927 seinen kannibalistischen triebenfreien Lauf ließ. Doch die Theorie, dass er traumatisiert war, weil er verlassen wurde, erklärt nicht die sexuellen Aspekte an Fischs Kannibalismus.

 Fisch sagte, dass er, Zitat, totale sexuelle Erregung verspürte, als er seine Opfer verspeiste und dass er diesen Zustand verlängert habe, indem er das Verzehren der Körperteile über mehrere Tage verteilte. Während dieser Zeit habe Fisch ständig masturbiert. Bisherin wissen wir also, dass Fischs Handlung vor allen sexuell motiviert waren, wie etwa sein Sadomasochismus.

Es ist wahrscheinlich, dass es eine Verbindung zwischen Fischsexuellem Sadomasochismus und seinem sexuell motivierten Kannibalismus gab. Eine Theorie besagt, dass Kannibalismus für kriminelle Sadisten die ultimative Form von Dominanz über eine andere Person darstellt. Jemanden zu verspeisen bedeutet vollkommene Macht über diese Person zu erlangen.

Kombiniert mit der Theorie über das Verlassen werden, könnte das Verspeisen seiner Opfer Fisch das Gefühl gegeben haben, die Macht über sie und ihre Körper zu erlangen, während er sie gleichzeitig zwang, bei ihm zu bleiben. Wenn man dann noch Fischs Schizophrenzüge berücksichtigt, hätte das für ihn so auch alles Sinn ergeben.

Bei vielen kriminellen Kannibalen wird Schizophrenie diagnostiziert. Bei Albert Fish äußerte sich die Schizophrenie in Form religiöser Warnvorstellungen und Halluzinationen. Er glaubte, Gott Opfer darzubringen, indem er Kinder tötete. Diese Art von religiösem Wahn zeigt sich auch bei seinem Kannibalismus.

 Laut der Aussage von Dr. Frederick Wortham, dem Psychiater, der sich am längsten mit Albert Fisch beschäftigte, glaubte Fisch, dass das Essen seiner Opfer vergleichbar sei mit der heiligen Kommunion. Er glaubte, daß der Akt, ein Kind zu töten und es zu essen, einem religiösen Ritus gleichkäme, der dazu dient, eine spirituelle Verbindung zu Jesus Christus herzustellen.

Bisher haben wir uns mit nur einem Fall beschäftigt, bei dem Fisch zum Kannibalen wurde, dem von Billy Gffney im Jahr 1927. Doch 192 verübte Albert Fish ein nicht minder grausames Verbrechen an seinem wohl bekanntesten Opfer Grace Butt. Am Sonntag den 27. Mai 1928 erschien eine Kleinanzeige in der Morgenausgabe der New York World.

 In der Anzeige stand: “Junger Mann 18 sucht nach Anstellung auf dem Land. Edward But 406 West 15th Street. Edward But war auf der Suche nach einem Job, um seine Familie zu unterstützen. Die Buds waren sehr arm. Ein Tag, nachdem er die Ansage geschaltet hatte, stand ein Fremder bei der Familie vor der Tür. Der Fremde trug einen dreiteiligen Anzug und dazu einen schwarzen Filzhut.

Der Besucher stellte sich vor. Sein Name war Frank Howard und er war der Besitzer einer gutlaufenden Farm in Farmingdale, Long Island. Er hatte Edwards Anzeige gesehen und er wollte ihm eine Anstellung als Hilfskraft anbieten für 15$ pro Woche, was 1928 viel Geld war. Frank Howard wurde Edward But und seinem Freund Willy Corman vorgestellt.

 Beide kräftige junge Männer, beide 18 Jahre alt. Mr. Howard erzählte ihn, daß er auf der Suche nach Farmarbeitern war und bot ihn an, bei ihm anzufangen. Edward und Willy waren begeistert und sagten zu. Für die Buds kam dieses Angebot einem Wundergleich. Da tauchte auf einmal dieser wohlhabende Mann bei ihnen auf und bot ihrem Sohn einen Job an, der genug Geld brachte, um die ganze Familie zu ernähren.

 Dieser Mann war die Rettung. Sie vertrauten ihm sofort und sahen in ihm eine Autoritätsperson. Sein Erfolg gab ihm eine Aura der Überlegenheit, da sie sich kaum die Miete leisten konnten. Frank Howard kam am nächsten Tag wieder, um Edward und Willy mit auf seine Farm zu nehmen, aber er war zu früh dran und Edward und Willy waren noch nicht zu Hause. Also lud die Familie Mr.

 Howarder zum Mittagessen ein, während er auf die beiden jungen Männer wartete. Hier lernte Frank Howard Grace kennen, ein anderes Kind der Badfamilie. Grace war 10 Jahre alt und hatte noch ihre Kirchenkleidung an. Ein weißes Konfirmationskleid. Mr. Howard war sofort hingerissen von Grace und nahm sie zu sich auf den Schoß.

Edward und Willy trafen schließlich in der Wohnung ein, aber Mr. Howard sagte ihn, dass er sie noch nicht gleich mit auf die Farm nehmen würde. Seine Schwester würde ganz in der Nähe den Geburtstag eines ihrer Kinder feiern und er müsste dort noch vorbeischauen, bevor sie nach Long Island fahren könnten. Plötzlich hatte Mr. Howard eine Idee.

Was, wenn Grace ihn zur Geburtstagsfeier begleiten würde? Er würde sie auch bis spätestens 21 Uhr wieder zurückbringen. Mister und Mes Bud standen vor einem Dilemma. Sie wollten nicht nein sagen, um Mr. Howard nicht zu kränken, aber sie kannten ihn ja kaum. Wie konnten sie ihre Tochter mit jemandem mitgehen lassen, der im Grunde noch ein Fremder war? Aber andererseits war Mr.

 Howard ein Segen für diese Familie gewesen, seit er in ihr Leben getreten war. Und er wirkte überaus harmlos. Nach kurzem Zögern stimmten sie zu. Grace durfte Mr. Howard zur Party begleiten. Frank Howard und Grace But verließen daraufhin die Wohnung, um zur Feier zu gehen. Danach wurde Grace Bud nie wieder gesehen.

Natürlich gab es keine Geburtstagsfeier. Es gab keine Farm und auch keine Jobs auf der Farm und es gab kein Frank Howard. All das war Teil der Lüge, die Albert Fish sich ausgedacht hatte, nachdem er Edward Butts Kleinanzeige in der Zeitung gesehen hatte, denn anfangs hatte Fisch es auf den jungen Mann abgesehen.

 Fischs ursprünglicher Plan war es gewesen, Edward But zu einem verlassenen Haus namens Whisia Cottage zu locken. Das Haus befand sich in Westchester, New York und Fish hatte mit seiner Familie selbst einmal darin gelebt. Doch als Fish Edward But traf, war er enttäuscht, dass der Teenager schon so erwachsen und kräftig aussah. Die Enttäuschung wuchs, als er herausfand, dass Edwards Freund Willy auch dabei sein sollte.

 Fisch bezweifelte, Edward überwältigen zu können und schon gar nicht beide jung. Letztlich war sein Drang zu töten aber zu groß. Er dachte, daß es ihm vielleicht gelingen könnte, die beiden jungen Männer zu überraschen und sie so trotz ihrer Größe in seine Gewalt zu bringen. Also machte er weiter wie geplant, bis er Grace But traf.

Im Gegensatz zu ihrem Bruder und seinem Freund Willy war Grace But in einem Alter, das Fisch für seine Opfer bevorzugte. Also dachte er sich schnell die Geschichte mit der Geburtstagsfeier aus, um Grace von ihrer Familie wegzubekommen. Sie war nun sein neues Ziel. Bevor wir mit dem fortfahren, was passierte, als Fish und Grace die Wohnung verließen, wollen wir über den Plan sprechen, den Fisch sich vorher zurecht gelegt hat, um Edward But in seine Gewalt zu bringen.

 Denn schließlich schien Fisch mit seiner üblichen Methode Erfolg gehabt zu haben, in ein armes Viertel zu gehen und Kinder von ihren Häusern wegzulocken. In diesem Fall jedoch legte er sich eine falsche Identität zu und dachte sich eine komplexe Geschichte aus, um sein Opfer in die Falle zu locken.

 Darüber hinaus hatte er direkten Kontakt mit den Eltern und anderen Angehörigen des Opfers. Er produzierte also quasi selbst Zeugen. Wie kam es, dass er so drastisch von seinem gewohnten Muster abwich? Für Fisch stellte dieser Fall eine Eskalation dar. Laut Worthams Aussage fing Fish im Jahr 1887 an, Kinder zu missbrauchen.

Im Jahr 1928 war er also schon 40 Jahre lang aktiv. Es könnte sein, daß ihm seine übliche Taktik einfach nicht mehr aufregend genug war. Und indem er sich diese Lügen ausdachte, fand er eine neue Möglichkeit, Macht über Menschen auszuüben. Er führte jetzt nicht nur sein Opfer, sondern auch die Eltern des Opfers hinters Licht.

 Er überlistete sie und konnte sich ihn überlegen fühlen. Außerdem hatte Fisch mit dieser Methode alles unter Kontrolle, auch wann und unter welchem Vorwand er sein Opfer von der Familie trennen würde. Anstatt darauf warten und hoffen zu müssen, dass Eltern ihr Kind unbeaufsichtigt lassen, hatte er es nun selbst in der Hand, nach Belieben zuzuschlagen.

Nichts war mehr dem Zufall überlassen. Er konnte seine Tat komplett durchplanen. Indem er die Kontrolle übernahm, bot die neue Taktik für Fisch auch neue Möglichkeiten, seinen Sadismus auszuleben. Es war nicht das erste Mal, dass Fisch sich eine andere Identität und Vorgeschichte zulegte, um seine sadumasochistischen Triebe zu befriedigen.

 Fisch durchstöberte Kleinanzeigenseiten der Zeitung auf der Suche nach Anzeigen von Frauen. diesen Frauen schickte er dann Obstzöne Briefe. In diesen Briefen stellte sich Fisch unter falschem Namen vor und behauptete häufig, Filmproduzent zu sein. Dann fragte er die Frauen, ob sie ihm dabei helfen würden, sich um seinen Sohn zu kümmern.

Sein Sohn habe Züchtigung nötig und Fisch sagte, er suche jemanden, der sich nicht scheut, seinem Sohn eine Tracht Prügel zu geben oder ihn auf andere brutalere Weise zu bestrafen. Diese Briefe zeigen, dass Fisch Übung daran hatte, in andere Rollen zu schlüpfen. In diesem Fall, um seine sadomasochistischen Fantasien zu befriedigen.

Zurück zur Entführung von Grace But und dem, was am 3. Juni 1928 passierte, als Fisch und das Mädchen die Wohnung verließen. In seinem Geständnis sagte Fisch, dass er die Werkzeuge, mit denen er Edward und Willy töten wollte, in einem Zeitungsstand in der Nähe der Wohnung der Badfamilie deponiert hatte. Die Werkzeuge waren in Stoff gewickelt, sodass niemand sehen konnte, dass der alte Mann ein Hackbeil, eine Säge und ein Fleischermesser bei sich trug.

Sobald er Grace in seiner Gewalt hatte, holte er das Bündel aus seinem Versteck. Dann fuhren die beiden mit dem Zug nach Westchester, New York. Als sie an ihrer Station ausstiegen, vergaß Fisch das Bündel im Zug. Doch Grace bemerkte, dass es weg war und lief sogar zurück in den Zug, um es zu holen. Fisch brachte Grace zum Weria Cottage, auf dessen Rückseite ein Waldstück lag.

Während Grace im Hof Blumen pflückte, ging Fisch in das obere Stockwerk und bereitete der Räume für seine Tat vor. Er legte die Werkzeuge bereit und zog sich aus, damit er kein Blut auf seine Kleidung bekam. Und dann ging er zum Fenster und rief Grace zu sich nach oben. Fisch wirkte Grace zu Tode. Als sie tot war, zerstückelte er sie und nahm die Körperteile mit nach Hause, die er essen wollte.

 Er kochte und verspeiste die Körperteile im Laufe der nächsten 9 Tage. Wenn man sich diesen Bericht anschaut und die Taten miteinander vergleicht, wird deutlich, dass es für Fisch etwas anderes war, ob er ein kleines Mädchen oder einen kleinen Jungen tötete. Aus den Interviews mit Dr. Worham wissen wir, dass Fisch sowohl Mädchen als auch Jungen sexuell missbraucht hat, Jungen aber bevorzugte.

 Diese Vorliebe ist auf seine Zeit im Weisenhaus zurückzuführen, als er den Missbrauch anderer Jungen mit ansehen musste und dabei seine ersten sexuellen Gefühle bekam. Wenn man sich also anschaut, wie Fisch seine männlichen Opfer im Vergleich zu Grace Buck behandelte, liegen die Unterschiede auf der Hand. Fish missbrauchte Francis McDonald und Billy Gaffney.

 Billy wurde gefesselt und gefoltert, bevor Fish ihn umbrachte. Und Fisch gestand, daß er auch vorgehabt hatte, Edward Butt und Willy Corman zu fesseln und zu foltern. Er hat Grace But jedoch weder sexuell missbraucht noch gefoltert. Stattdessen hat Fisch sie sofort erwirkt und später beteuert, sie nicht missbraucht zu haben.

 Für ihn war dieser Punkt so wichtig, dass er ihn andauernd wiederholte. Auch wenn er Grace vielleicht nicht sexuell missbraucht hat, lagen die Mord und dem anschließenden Verspeisen des Opfers doch der Drang zugrunde, sexuelle Gelüste zu befriedigen. Aus Fischsicht hatte er Grace jedoch keine sexuelle Gewalt angetan.

 Dabei ist es wahrscheinlich, dass Fisch noch andere Mädchen getötet hat. Als Fisch verhaftet wurde, wurde er mit mehreren ungelösten Morden und versuchten Entführungen kleiner Mädchen in Verbindung gebracht. Der Mord an Grace But war jedoch der einzige mit einem weiblichen Opfer, den Fisch gestand. Als Frank Howard und Grace an jenem Abend nicht zurückkehrten, fingen Mr.

und Misses Bud an sich Sorgen zu machen. Sie warteten noch bis zum nächsten Morgen. Dann ging sie zur Polizei, die die Ermittlung im Fall Grace But aufnahm. Die Buds konnten keinen genauen Grund nennen, warum sie erst am nächsten Morgen zur Polizei gegangen sind. Vielleicht brauchten sie eine Weile, bis sie der Wahrheit ins Auge blicken konnten, daß es ein tragischer Fehler gewesen war, diesem Mr.

 Howard so viel Vertrauen und Hoffnung entgegenzubringen. Am Ende waren es die Entführung und der Mord an Grace But, die Albert Fish zu Fall brachten. Nach der Entführung und dem Mord an Grace But nahmen seine kriminellen Aktivitäten deutlich zu. Im Sommer nach dem Verbrechen wurde Fisch dreimal innerhalb von sechs Wochen wegen Diebstahls verhaftet.

 Jedes Mal wurde er wieder freigelassen. Im November 1930 wurde Fisch verhaftet, weil er einen obsöen Brief verschickt hat. Der Anklageschrift zufolge war der Brief Zitat von so widerwärtiger, ober und unflätiger Natur, dass die Wiedergabe des Inhalts die Gerichtsarchive verunreinigen würde. In diesem Brief machte Fisch einer Frau erneut das Angebot, seinen ungezogenen Sohn zu züchtigen.

 Aufgrund des verstörenden Inhalts des Briefs wurde Fisch zur Beobachtung ins BW Hospital eingewiesen. In der Klinik wurde Fisch von Psychiatern untersucht. Der offizielle Bericht, den das Krankenhaus dem Gericht später über Fisch ausstellte, beschrieb ihn als still und kooperativ. Fisch habe sich normal benommen, so die Psychiater. Im Bericht hieß es weiter: “Es gab keine Belege für Warnvorstellung oder Halluzination.

Sein Gedächtnis ist hervorragend, besonders für einen Mann in seinem Alter.” Der Bericht kam zu dem Schluss, dass Fisch sexuell gestört, aber nicht geisteskrank sei. Es war derselbe Fehler, den alle in Bezug auf Fisch gemacht haben. 1930 war Fisch 60 Jahre alt. erschien einfach ein harmloser, älterer Herr zu sein.

 Dass die Spezialisten diesen Eindruck hatten, geht auch aus dem Krankenhausbericht hervor, indem die Ärzte die obsöhnen Briefe als möglichen Hinweis auf Altersdemenz im Frühstadium auffassten. Fisch war geübt darin, sich hinter seinem Äußeren zu verstecken. Ihm war klar, dass alles, was die Ärzte über ihn wussten, aus dem Brief stammte, den er verschickt hatte.

Die Polizei und die Klinik konnten gar keine Ahnung vom ganzen Umfang seines kriminellen Wesens haben. Und in den Gesprächen, die mit ihm geführt wurden, ließ er davon natürlich auch nichts durchblicken. Fisch wusste genau, was er sagen musste, um keinen weiteren Verdacht zu erregen. Er tat nichts, was ihn weiter hätte belasten können und es funktionierte.

 Fisch wurde im Januar 1931 aus dem Belvy Hospital entlassen. Doch anstatt sich ruhig zu verhalten, verschickte Fisch noch mehr Briefe und wurde wieder verhaftet. Im August desselben Jahres wurde Fisch erneut eingewiesen, dieses Mal in eine andere Klinik. Er war jedoch nur für zehn Tage in diesem Krankenhaus, dann wurde er wieder entlassen.

 Auch diese Klinik schrieb über Fisch in ihrem Abschlussbericht, dass er, Zitat still, kooperativ und orientiert war. Zu dieser Zeit muss sich etwas bei Fisch verändert haben, denn innerhalb von dre Jahren wurde er fünfm verhaftet und in zwei verschiedene Kliniken eingewiesen. All die Jahre davor war er immer sehr darauf bedacht gewesen, keinerlei Aufmerksamkeit zu erregen.

Diese [räuspern] Verhaltensänderung hatte vielleicht mit seinem Alter zu tun. Wir sprechen hier von einem Mann mit zahlreichen psychischen Störungen, die nie behandelt wurden. Es könnte sein, dass sie sich mit zunehmendem Alter verschlimmerten, aber es scheint, als sei es der Mord an Grace But gewesen, der sich am stärksten auf die psychische Gesundheit von Albert Fish auswirkte.

 Dieses Verbrechen war das einzige, für das Fischanzeichen von Reue zu zeigen schien. Nach seinem Geständnis sagte er mehrmals, daß er sich nach dem Mord oft gewünscht habe, sein eigenes Leben gegen Iris einzutauschen. Er gestand auch öfter zum Weria Cottage, wo er Grace umgebracht hat, zurückgegangen zu sein. Es muss also etwas an diesem Verbrechen gegeben haben, das ihm besonders aufs Gemüt schlug.

 Wir haben bereits darüber gesprochen, dass Grace Buts Entführung und Morb etwas Besonderes für Fisch waren. Für ihn war das alles eine neue Erfahrung und auch wenn er später Reue zeigte, kann man davon ausgehen, dass er diese Tat als neuen Höhepunkt empfand. Vielleicht, weil ihm gelungen war, eine ganze Familie so zu täuschen, dass er ihre Tochter mit ihrem Einverständnis mitnehmen konnte.

Er hatte seinen Plan perfekt in die Tat umgesetzt und er war mit allem davon gekommen. Es scheint, dass Fisch sich unbesiegbar fühlte, nachdem er all das durchgezogen hatte. Er wurde zwar für die anderen Verbrechen verhaftet, doch immer wieder freigelassen. Niemand kam auf den Gedanken, ihn mit dem Mord an Grace But in Verbindung zu bringen.

 Niemand außer ihm wusste davon. Doch Fisch gefielen seine Klinikaufenthalte nicht. Er mochte es nicht, dass die Ärzte ihn dort festhielten, dass er die Klinik nicht ohne ihre Erlaubnis verlassen durfte. In einem Brief an seine Tochter aus Belvy schrieb er: “Annie, tu deinem alten Vater eingefallen.

 Schreibe einen Brief an Dr. Gregory vom Belvue Hospital, sobald du diesen Brief hier bekommst, bitte ihn, dass er mich in Gottes Namen wieder dem Gericht überstellen soll. Denn weißt du, je eher ich verurteilt werde, desto eher kann ich wieder nach Hause. In der Klinik war Fisch in einer Institution unter fremder Aufsicht gefangen.

 Er war Autoritäten ausgeliefert, die totale Kontrolle über ihn hatten. Ähnlich wie im Weisenhaus, in dem er als kleiner Junge leben musste. Es ergibt also Sinn, dass er sich die nächsten paar Jahre ruhig verhielt und Problem mit dem Gesetz aus dem Weg ging. Laut seinem Sohn Albert Fish Junior, bei dem Fisch zu dieser Zeit lebte, schien sein Vater tatsächlich normal zu sein, nachdem er aus der zweiten Klinik entlassen wurde.

Es ist wahrscheinlich, dass Fisch jedes Gefühl von Überlegenheit verloren hat, als er zum zweiten Mal in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. eventuell holte ihn diese Erfahrung wieder auf den Boden der Tatsachen zurück und er bemühte sich, sein Leben unter Kontrolle zu halten, wenn auch nur, um nicht mit dem Gesetz aneinander zu geraten.

Doch dieser Zustand hielt nicht lange an. Im Juni 1934 bemerkte Albert Fish Jr. eine Veränderung bei seinem Vater. Er entwickelte ein Verlangen nach rohem Fleisch und bestand darauf, dass auch sein Sohn rohes Fleisch essen sollte. Außerdem hatte Fisch schreckliche Albträume, bei denen er laut Bad Bad im Schlaf rief.

 Albert Junior musste seinen Vater wachrütteln, wusste aber erst später, welche Bedeutung der Name hatte, den sein Vater da schrie. Albert Junior fand auch eine seltsame Sammlung von Zeitungsausschnitten seines Vaters sowie eine Sammlung von Nadeln. Außerdem beobachtete er, wie sein Vater sich beim Masturbieren mit einem mit Nägeln besetzten Paddle schlug.

 Und das ist nur, was Arbe Junior mitbekam. Wahrscheinlich hat Fisch seine Neigungen die ganze Zeit überheimlich ausgelebt, als er mit seinem Sohn zusammenwohnte. Irgendwann gelang es ihm aber nicht mehr, sie vor Albert Junior zu verbergen. Fisch verlor den Bezug zur Realität und hatte höchstwahrscheinlich psychotische Schübe, die mit seiner Schizophrenie zusammenhängen.

Wenn man dann noch sein fortgeschrittenes Alter berücksichtigt, droht Fischs Zwangstörungen und sein wahres Ich wahrscheinlich stärker aus ihm hervorzubrechen als je zuvor. Und bald stellte sich heraus, dass es nicht nur Fischs psychische Gebrechen waren, die ihn einhulten, auch das Gesetz war ihm auf der Spur.

 Auch sechs Jahre nach der Entführung von Grace Bud versuchte Detective Will King immer noch ihren Entführer lebendig zu fassen. Jedes einzelne Jahr ist er jeder kleinen Spur nachgegangen, ohne Erfolg, aber er blieb dran. Ercierte immer wieder falsche Nachrichten über Ermittlungsfortschritte in der Presse, um den oder die Täter aus der Reserve zu locken.

 Genau das hat Detective King auch am 2. November 1934 getan. Er ließ eine Falschmeldung in Walter Wchills on Broadway, der damals beliebtesten Klutschkolumnen New Yorks, veröffentlichen. Darin hieß es: “Ich habe mich über die Grace But Entführung schlau gemacht und ich kann Ihnen versichern, dass das Department of Missing Persons den Fall in vier Wochen gelöst haben wird.

 Auf Randalls Island haben sie einen Kokainsüchtigen in Gewahrsam, der so gut wie alles über das Verbrechen wissen soll.” Obwohl Fisch nie zugab, die Kolumne gelesen zu haben, ist es ziemlich wahrscheinlich, daß er sie doch gelesen hat, wenn man sich anschaut, was als nächstes passierte. Am 12. November 1934, also 10 Tage, nachdem die Kolumne erschien war, bekam Grace Buds Mutter Dilia But ein Brief per Post geschickt.

Dillia konnte nicht lesen, also Lars Edward But ihr den Brief vor und darin stand: Am Sonntag, den 3. Juni 1928 kam ich zu ihn in die 406 West 15 Street. Ich habe ihn Hüttenkäse mitgebracht, Erdbeeren. Wir haben zu Mittag gegessen. Grace saß auf meinem Schoß und hat mir einen Kuss gegeben. Da habe ich beschlossen, sie zu essen.

Ich gab vor, sie zu einer Party mitnehmen zu wollen. Sie sagten: “Ja, sie kann mitgehen.” Ich habe sie zu einem leerstehenden Haus nach Westchester gebracht, dass ich vorher ausgesucht hatte. Als wir dort ankamen, sagte ich ihr, sie soll draußen bleiben. Sie hat Blumen gepflückt. Ich bin nach oben gegangen und habe all meine Kleidung ausgezogen.

Als sie mich ganz nackt sah, fing sie an zu weinen und versuchte die Treppen herunterzulaufen. Ich habe sie gepackt und sie sagte, dass sie es ihrer Mutter sagen würde. Ich habe sie erwirkt und dann in kleine Stücke geschnitten, damit ich mein Fleisch mit nach Hause nehmen konnte, es kochen und Essen.

 Ich habe neun Tage gebraucht, um ihren ganzen Körper aufzuessen. Edward But brachte den Brief sofort zu Detective King, der die Handschrift mit der eines Telegramms verglich, dass Frank Howard damals der Badfamilie geschickt hatte. Er wusste, dass der Brief von Grace Mörder kam. Der Umschlag, in dem der Brief steckte, trug das Siegel eines örtlichen Chauffeurverbandes.

Von nun an ging King jedem Hinweis nach und konnte die einzelnen Spuren zu Fisch zurückverfolgen, der inzwischen in einer Pension lebte. King verhaftete Fisch und Fischgestand den Brief geschrieben und Gracebt ermordet zu haben. [räuspern] Nachdem er gestanden hatte, führte Fish die Beamten sogar zum Wier Cottage und zeigte ihn, wo sie am ehesten noch sterbliche Überreste von Grace But finden würden.

Doch warum hat Fisch den Brief überhaupt geschrieben? Es ist wahrscheinlich, daß er die Falschmeldung in der Klatschkolumne gelesen hat. Vielleicht fürchtete er, dass ihm die Polizei bereits auf der Spur war. daß sie wußten, was Grace passiert war. Und er wollte Herr darüber bleiben über die Geschichte und über das Verbrechen, bevor die Polizei das Narrativ an sich reißen konnte.

 Er wollte allen zeigen, dass er die Wahrheit kannte. Dass er den Brief an die Mutter von Grace und nicht an die Polizei geschickt hat, könnte damit erklärt werden, dass er keine persönliche Bindung zur Polizei hatte. Er gab Mister und Misses But auch wiederholt die Schuld dafür, was er ihrer Tochter angetan hatte. Er sagte, dass er Grace ja gar nicht entführt habe, weil ihre Eltern ihm ja die Erlaubnis gegeben hatten, sie mitzunehmen.

Er sagte außerdem, dass Grace nichts passiert wäre, wenn sie ihm nicht gestattet hätten, sie an diesem Tag mitzunehmen. Es sei also letztlich ihre eigene Schuld gewesen, weil sie nicht gut genug auf ihre Tochter aufgepasst hätten. Er weist im Brief sogar darauf hin, daß sie ihm erlaubt habe, Grace mitzunehmen, so als sei sie mitschuldig.

 Mit dem Brief hat Fisch versucht Mes But Schmerz zu bereiten und sich selbst bis zu einem gewissen Grad vom Verbrechen freizusprechen. Er schiebt die Verantwortung für Gry Tod auf ihre Mutter und lenkt die Schuld von sich ab. Das Fisch dann sofort gestanden und mit der Polizei kooperiert hat, war seine Art die Kontrolle über eine Situation zu übernehmen, die er nun definitiv nicht mehr kontrollieren konnte.

 In einem Brief, den er später an Detective King schrieb, sagte er: “Sie wissen so gut wie ich, dass ich nicht im Gefängnis sitzen würde, wenn ich den Brief an Mes But nicht geschrieben hätte. Hätte ich sie nicht zum Tatort geführt, wären keine Knochen gefunden worden und man würde mich nur für Entführung anklagen. Fisch [räuspern] wollte nicht gefasst werden.

 Er wollte nicht ins Gefängnis gesteckt oder vor Gericht gestellt werden. Er wollte nicht zum Tode verurteilt werden. Davon kann man ausgehen, wenn man sich anschaut, was er alles unternahm, nachdem er verhaftet worden war. Z.B. daß er den besten Rechtsanwalt beauftragte, den er finden konnte. James Damsey James Damseay übernahm den Fall und engagierte sofort mehrere Psychiater, die Fisch untersuchen sollten.

 Er hatte die Absicht, Fisch für unzurechnungsfähig erklären zu lassen, sodass er in eine Psychiatrie und nicht auf den elektrischen Stuhl kommen würde. Aber trotz der offensichtlichen psychischen Probleme von Fisch, war es schwer, seine Unzurechnungsfähigkeit zu beweisen. Die Staatsanwaltschaft hatte vor, den Befund des BV Hospitals aufrecht zu erhalten, dass Fisch bei gesundem Verstand war und sie beauftragte ihre eigenen Psychiater, um genau das zu beweisen.

Die Verteidigung kann auf Schuldunfähigkeit bzw. Unzurechnungsfähigkeit plädieren, wenn sie glaubt nachweisen zu können, dass der Angeklagte z.B. an einer psychischen Störung leidet, die es ihm unmöglich macht, seine Handlungen zu kontrollieren. Im Prozess gegen Albert Fish wollte die Verteidigung beweisen, dass Fisch nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden konnte, als er Grace But tötete.

Wir haben ausführlich über die Erkenntnisse des Psychiaters Dr. Wortham gesprochen, der von Demsey beauftragt wurde, Fisch zu untersuchen. Fish zeigte sich Wortham gegenüber ausgesprochen kooperativ und hat ihm zu allen bereitwillig Auskunft gegeben. Vorher hat er noch nie so frei mit jemandem über seine Verbrechen gesprochen.

Worthham war der erste, dem er sich öffnete. Wahrscheinlich, weil Fish wusste, dass er bei Unzurechnungsfähigkeit der Todessstrafe entgehen würde. Es konnte also nur zu seinem Vorteil sein, wenn er mitspielte und Worham mit so vielen Details wie möglich versorgte. Und am Ende konnte Fisch Dr. Wortham davon überzeugen, daß er unzurechnungsfähig war.

 Worham glaubte, dass Fischs Realitätssinn so verzerrt war, dass er keine wirkliche Vorstellung von richtig und falsch hatte. Schließlich rechtfertigte Fisch seine Morde auch ab und zu damit, dass ein Engel ihn aufgehalten hätte, wenn das, was er da tat, wirklich falsch gewesen wäre. Worham versuchte dem Gericht zu demonstrieren, wie irrational Fischs Gedanken waren.

Der Prozess gegen Albert Fish im Mordfall Grace But begann am 12. März 1935. James Damsey tat sein Bestes, um zu beweisen, dass Fisch geisteskrank und damit schuld und fähig war, indem er Dr. Wortham zu all den grausamen Dingen aussagen ließ, die Fisch getan hatte. Die Einzelheiten der Zeugenaussage wurden für so schrecklich befunden, dass Frauen aus dem Gerichtssal gebracht wurden, bevor die Verhandlung überhaupt begann. Dr.

 Worth musste Pausen machen, damit die verbliebenen Zuhörer und die Geschworenen Zeit hatten, sich wieder zu sammeln. Als Demsey sich jedoch mit den Psychiatern der Staatsanwaltschaft befassen musste, stieß er gegen eine Mauer aus Ärzten, die felsenfest behaupteten, dass Albert Fisch vollzurechnungsfähig sei. Seine psychischen Störungen seien nicht so ungewöhnlich und es gäbe viele sexuell gestörte Menschen, die nicht alle Mörder sein.

 Fisch sei sich seiner Taten voll und ganz bewusst und seine geistige Verfassung habe keinerlei Einfluss auf sein Verständnis von richtig oder falsch. Auf den größten Widerstand stieß Damsey, als er anfing von Fischs Kannibalismus zu sprechen. Für ihn war der Kannibalismus das beste Beispiel dafür, dass Fisch keinen Bezug zur Realität hatte.

 Demsyer hörte Detective King dazu, doch der sagte aus, daß Fisch nie gestanden habe, eines seiner Opfer gegessen zu haben. Und das hatte er wirklich nie. Denn obwohl Fisch in seinem Brief an Mes Bad von Kannibalismus gesprochen hat, hat ihn die Polizei dazu nie befragt und Fisch hat es nie zugegeben. Es könnte sein, dass die Polizei diesem Detail im Brief keinen Glauben geschenkt hat, so wie sie anfangs nicht glaubte, dass Fisch sich Nadeln in den Unterleib gesteckt hat.

 Für die Beamten war es vor allem wichtig, alles rund um den Mord und die Entführung aus Fisch herauszubekommen. Das brauchten sie für die Verhaftung und das Gerichtsverfahren. Alles andere war nebensächlich. Allein Dr. Worthham konnte dazu aussagen, dass Fish Grace But und weitere seiner Opfer gegessen hat. Nach Worthams umfassender Aussage zu den grausamen Gedanken und Taten von Albert Fisch war sich die versammelte Presse einig, dass Fisch tatsächlich unzurechnungsfähig sein musste.

 Doch die Geschworenen kamen zu einem anderen Schluss und am Ende sprach die Jury Albert Fish schuldig im Sinne der Anklage. Albert Fish wurde für zurechnungsfähig und damit für schuldig erklärt. Als einer der Geschworenen von einem Reporter jedoch zum Urteil befragt wurde, sagte er, dass die Jury Fisch auch für geisteskrank gehalten habe, aber trotzdem gewollt habe, dass er auf den elektrischen Stuhl kommt.

 Es schien, als hätte Damsey seinen Job zu gut gemacht, Albert Fish als Monster hinzustellen. Das Todesurteil brachte Fisch dazu, auch die Morde an Francis McDonald und Billy Gefney zu gestehen. Nach seiner Verhaftung wurde Fisch zu anderen ungelösten Morden und vermissten Kindern befragt, und die Beamten konnten nachweisen, dass Fisch zum jeweiligen Tatzeitpunkt in der Gegend gewesen war.

Darüber hinaus meldeten sich weitere Zeugen zu Wort. Sie hatten das Gesicht von Albert Fish in der Zeitung gesehen und erinnerten sich, daß es dieser Mann war, der versucht hatte, ihre Kinder zu entführen. Die beiden Verbrechen, mit denen Albert Fish am häufigsten in Verbindung gebracht wurde, waren die Morde an Francis McDonald und Billy Gaffney.

 Hier gab es klare Zeugen. Anna McDonald die Fisch am Tag von Francis Verschwinden in ihrer Straße gesehen hatte und die beiden Bahnangestellten, die Fisch mit Billy Gffney gesehen hatten. Trotzdem bestritt Albert Fish diese Morde begangen zu haben. Erst als er in der Todeszelle saß, muss er eingesehen haben, dass es keinen Sinn mehr ergab, die Taten zu leugnen.

Außerdem war es seine letzte Gelegenheit, einen weiteren Nervenkitzel aus diesen beiden Morden herauszuholen, indem er allen zeigte, dass er der einzige Schlüssel zur Wahrheit war. Es war seine letzte Chance noch einmal die Kontrolle zu übernehmen, bevor er getötet wurde. Der Werwolf von Wisteria, der Brooklyn Vampire.

 Am Ende brauchte es, trotz all der monströsen Spitznamen keine Silberkugel und keinen Holzflock, um Albert Fish zu töten. Am 13. Januar 1936 starb Albert Fish wie jeder andere Mensch, nur dass er die Welt auf schlimmere Weise verließ als andere Menschen auf dem elektrischen Stuhl im Sing Gefängnis von New York. Und damit endet die Geschichte von Albert Fish, dem echten Boogie Man aus Fleisch.

 und Blut. Vielen Dank, dass ihr Serienkiller eingeschaltet habt. Mein Name ist Diane Helcher. Ich bin Max Spalleck. Bis nächste Woche. Serienkinder, Mörder und ihre Geschichten ist ein Spotify und Podcast Original. Produziert in Zusammenarbeit mit Bosepark Productions. Adaptiert von dem amerikanischen von Max Cutler kreierten Original.

 Serial Killers, produziert von Max und Ron Cutler. Deutsche Produktion und Redaktion wieb geachter Winter. Zuholder, Daniel Nikolau, Matz Leubner, Sebastian Simmert, Fabio Lautenschleger und Chris Guse. Das Originalskript wurde ins Deutsche übersetzt von Klaus Schwatau.

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