Mord ohne Leiche – Was geschah mit Monika Cr...

Mord ohne Leiche – Was geschah mit Monika Crantz – True Crime Podcast T

Mord ohne Leiche – Was geschah mit Monika Crantz – True Crime Podcast  

Crime, dein True Crime Podcast mit Lia. Hier hörst du wahre Verbrechen und vermissten Fälle aus deiner Region. Hallo ihr Lieben und damit herzlich willkommen auch zu dieser neuen Folge auf meinem Kanal Lias Crime Time. Schön, dass ihr diesmal auch wieder mit dabei seid. Ich hoffe, ihr hattet schöne Ostertage und ja, jetzt beginne ich wieder mit einem Fall für euch.

 Diesmal ist es mal wieder ein aufgeklärter Fall, wenn man das denn so nennen kann, denn heute geht es mal wieder um einen Mord ohne Leiche, der auch zum Prozess gekommen ist und weit über Schleswig Holstein damals bekannt geworden ist, der Fall Monika Kranz bzw. der Mord an Monika Kranz. Monika war 19948 Jahre alt und lebte mit ihrem Ehemann Hartmut 53 Jahre zu dem Zeitpunkt und dem gemeinsamen 14-jährigen Sohn in einem schmucken, ja schon recht pompösen Häuschen am Berkenbusch in Ratzeburg.

Ratzeburg, das ist eine Kleinstadt in Schleswig-Holstein im Kreis Herzogtum Lauenburg, so ca. 60 km von Hamburg entfernt und in Hamburg lebten auch die beiden älteren Kinder von Monika Kranz, ihre 23-jährige Tochter und auch der 30-jährige Sohn. Den hatte ihr späterer Ehemann Hartmut adoptiert. Es war die zweite Ehe für Monika und auch die zweite Ehe für Hartmut.

Ja, ich versuche euch Monika mal optisch zu beschreiben. Für alle, die gerade mir jetzt nur lauschen. Sie hatte blonde Haare und auf einem Foto so ungefähr schulterlange Haare. Auf einem anderen etwas kürzer. Sie war recht schlank und sah durchaus sportlich aus und aber altersentsprechend natürlich gealtert, sage ich mal.

 A war trotzdem durchaus ansehnlich. Und Monika stand eigentlich mitten im Leben, wenn man das so sagen kann. Sie betrieb schon seit 1982 Fitnessstudios und später kamen auch Sonnenstudios dazu, unter anderem in Hamburg und in Lübeck. Und in Hamburg arbeitete auch der Sohn von Monika in einem der Fitnessstudios und auch ihre Tochter soll bei einem der Studios angestellt gewesen sein.

 Die beiden Kinder haben in Hamburg gelebt, die Älteren. Ja. Und die Familie wirkte also da in den Betrieben auf jeden Fall auch mit. Ja. Und mit diesen Sonnen und Fitnessstudios hatte sich Monika ein beträchtliches Vermögen aufgebaut. Sie soll Millionärin gewesen sein und die ging es finanziell also ziemlich gut. Insgesamt natürlich der Familie.

 Hatmut Kranz lebte damals mehr oder weniger auch natürlich vom Vermögen seiner Frau und er ging dann selbst schon mit einer Baufirma leider insolvent. Also er war auch mal selbständig und soll Monika damals wohl das restliche Vermögen, was dann noch so ein bisschen übrig war, überschrieben haben, damit Gläubiger dies nicht hätten finden können.

 Ja, und eigentlich müsste man meinen, übersteht eine Ehe so etwas, wenn jetzt jemand insolvent äh ist und da wäre ja noch von Monikas Seite aus genug Geld da gewesen zum Leben, sage ich mal. Aber ja, Vermögen ist da. An Geld mangelte es nicht, aber jedoch kann Geld ja auch keine Ehe retten, die nicht mehr zu retten ist.

 Hartmut und Monika sollen sich nämlich damals auseinander gelebt haben. Sie waren zum damaligen Zeitpunkt bereits über 25 Jahre zusammen und es soll ja sehr gekrieselt haben. 1999, wohl aber auch schon ein paar Jahre zuvor hat das alles begonnen und ja, Monika hatte sich dann sogar für den 8. Januar 1999 einen Termin bei einer Scheidungsanwältin gemacht und ja wollte dann mit ihr also entsprechend einiges klären und sie soll auch, so sagte sie es zumindest ihrem ältesten Sohn Angst vor Hartmut gehabt haben, mit der Zeit wohl entwickelt haben und auch vor einer

Scheidung hatte sie sehr sehr große Angst. Immerhin lebte das paar ja auch noch zusammen im gemeinsamen Haus und Hartmut bekam wohl die Pläne der Scheidung, die Monika einleiten wollte, dann auch mit und wusste ja, was kommen könnte. Die beiden lebten übrigens auch in Gütertrennung. Das heißt, bei einer Scheidung hätte Monika ihr komplettes Vermögen behalten und Hartmut wäre quasi leer ausgegangen in dieser Hinsicht.

 Und bei einem Erbe, aber, wenn Monika jetzt sterben würde, da sehe die Sache dann anders aus. Da hätte er dann auf jeden Fall alles übernehmen können und wahrscheinlich auch sehr viel erben können. Bei einer Scheidung allerdings nicht. Am 3. Januar 1999 trifft sich nach späteren Angaben aber die ganze Familie noch zu einem Branch in Lübeck und es soll eine nachträgliche Weihnachtsfeier gegeben haben am 29.

Dezember 1998. Das haben sie dann im Haus in Ratzeburg gemacht. Was nun aber nicht dagegen spricht, natürlich, dass die Ehe zwischen Hartmut und Monika am Ende gewesen sein könnte. Sie können ja trotzdem Feierlichkeiten verrichtet haben. Am Mittwoch, 6. Januar 1999 sehen am Vormittag noch Putzkräfte im Haus Monika Kranz und ihr jüngster Sohn steht erst gegen 11 Uhr auf damals.

 Es ist sein letzter Ferientag und gegen Mittag soll er losgezogen sein, Zeitungen austragen. Zu diesem Zeitpunkt ist dann niemand außer Hartmut und Monika im Haus in Ratzeburg. Am 6. Januar soll Monika Kranz auch laut mehreren damaligen Medienberichten den Zugang auf sämtliche Geschäftskonten für ihren Mann gesperrt haben.

 Also das scheint sich die Lage ein bisschen zugespitzt zu haben. Und Monika bereitete wohl noch das Mittagessen zu, einen Braten. Dieser wird aber nie mehr gegessen. Zwischen 14:30 Uhr und 16 Uhr ist dann der Sohn zurück, spielt aber mit Freunden auf der Straße bzw. Er fuhr Skateboard und auch in der Zeit ist niemand im gemeinsamen Haus, also kein anderer Zeuge, nenne ich das jetzt mal.

Eigentlich wollte die gemeinsame Tochter zum Mittagessen vorbeikommen, die hatte aber dann kurzfristig abgesagt. Um 16 Uhr soll Hartmut dann aus dem Haus gekommen sein, spricht kurz auch mit seinem jüngsten Sohn und hat dann in den schwarzen 320er BMW Cabrio mehrere blaue Mülltüten geladen, stapelte diese auf den Rücksitzen und auf den Beifahrersitz und ist dann weggefahren.

 Um 15 Uhr und einen weiteren Termin um 16 Uhr lässt Monika gegen ihre Gewohnheiten platzen an diesem Tag und gerade ein Termin beim Buchhalter hätte auch stattfinden sollen und den hätte sie nicht einfach so sausen lassen. Sie ist nicht mehr im Haus, ihr Mantel, ihr Portmaniee, ihre persönlichen Gegenstände, alles findet sich im Haus und auch ihr Auto bleibt in Ratzeburg vor dem Haus zurück.

 Wo ist sie hin? Unklar. Ihr Handy ist aus. Normalerweise hätte sie auch ihr Auto genutzt. Als man weiterhin nichts von ihr hört, meldet ihr ältester Sohn sie um 22 Uhr bei der Polizei als vermisst. Hartmut verbringt die Nacht auf den 7. Januar 1999 allein im Haus. Die Kinder der Kranz sind von Anfang an skeptisch und besorgt.

 Bald nach der vermissten Meldung konzentriert sich der Verdacht schon auf Hartmut. Dieser leugnete aber mit dem Verschwinden etwas zu tun zu haben. Ermittler durchsuchen das Haus der Kranz bis in den letzten Winkel. Ein speziell ausgebildeter Polizeihund erschnüffelt einen kleinen Blutfleck auf einer Gummimatte unter dem Schreibtisch von Hartmut.

 Es finden sich sonst aber keinerlei Blutspuren. Leichenspürhunde sollen aber auch im Büro angeschlagen haben. Manche Medienberichte haben sogar darüber berichtet, dass im Haus wohl angeschlagen wurde, nicht nur im Büro, aber das waren vereinzelte Artikel. Viele haben immer nur über das ähm Büro geschrieben und nicht über das ganze Haus oder noch mehreren Zimmern.

 Das nur zur Klarstellung. Auch fanden sich im Haus keine Kampfspuren oder ähnliches. Im Zuge weitere Ermittlungen gab besonders auch der älteste Sohn bei der Polizei an, dass seine Mutter Angst vom eigenen Vater gehabt habe. Hartmut gibt an, am 6. Januar aber nach Hamburg gefahren zu sein und nichts mit dem Verschwinden zu tun zu haben, ihn nichts getan zu haben seiner Frau, um für einen Freund dort eine Baustelle zu inspizieren.

 Also er wäre nach Hamburg gefahren, aber seine Handydaten passten nicht zu seiner Aussage, denn die Handydaten haben verraten zur damaligen Zeit, dass sich Hartmut nicht in Hamburg, sondern in Lübeck befand. Auch meldet sich ein Herr von der Autovermietung Europar drei Wochen nach Monikas Verschwinden bei der Polizei. Man erinnerte sich daran, als der Fall auch medial immer mehr Aufmerksamkeit bekam, dass Hartmut doch einen PKW bei ihnen angemietet hatte und das auch noch genau an dem Tag, wo Monika verschwand, dem 6. Januar 199.

Er miete ein Ford Mondeo Kombi und zahlte in bar. Er fuhr dafür sogar von Ratzeburg aus mit dem Zug nach Lübeck, parkte seinen BMW am Ratzeburger Bahnhof und ja, was hat er dann bloß in der Zeit mit dem Leihwagen getan? BMW sowie auch Leihwagen sollen penibel gereinigt worden sein. Allerdings ist der Leihwagen natürlich später auch noch in andere Hände gewandert.

 Es überschneiden sich hier im Fall übrigens wieder so ein bisschen die Angaben in den Presseberichten. Mal soll Hartmut den Ford Mondeo morgens abgeholt haben, zwischen 10 und 11 Uhr mal erst am Nachmittag. Im Fort Mondeo ließen sich aber wie gesagt keine Spuren finden von Monika, auch keine Faserspuren, keine DNA Spuren.

 Also das hat man da nicht feststellen können, dass sie vielleicht im Kofferraum gelegen haben könnte oder sowas. Man startete auch umfangreiche Suchaktionen nach Monika. Man versuchte unter anderem auf der Route des Leihwagens Verstecke für einen Leichnahmen zu finden. Also, man ging da schon relativ rasch davon aus, dass sie wahrscheinlich nicht mehr lebt.

 Auch ließ man die Bundeswehrvergangenheit von Hartmut hier nicht außer Acht. Man forschte, wo er früher stationiert gewesen war, welche Gelände er gut kannte. Man hatte mehrere Gebiete in Niedersachsen, wo man ausgiebig mit Hunden und Hundertschaften suchte. Auch suchte man am früheren Bundeswehrtruppenübungsplatz Lanken, den Hartmut gut kannte.

 Bei weiteren Einsätzen wurden Waldgebiete nahe der Autobahnraststätte Gudo an der A24 und in Nordniedersachsen durchkämmt. Auch ließ man den Elbe Seitenkanal nicht außer Acht und den Fernsehturm bei Lüneburg. Auch diese Gebiete soll Hatmut Kranz gut gekannt haben. Auch Gebiete in Mecklenburg Vorpommern wurden durchsucht, teils wurden auch Gebiete durch Zeugenhinweise angegangen oder angeregt zu suchen.

 Aber wo man auch sich auf die Suche nach Monika Kranz machte, gefunden hat man sie nicht, keine kleinste Spur. Der Tatverdacht gegen Hartmut jedoch wuchs immer mehr. Monika wollte sich scheiden lassen, hat die Konten für ihren Mann gesperrt und bei einer Scheidung wäre er leer ausgegangen und dann die Nutzung des Mietwagens, die er nicht plausibel erklären konnte, das unter anderem waren dann die Gründe für eine Festnahme von Hartmut Kranz. Am 3.

 Februar 1999 kam er dann Untersuchungshaft in die JVA Lübeck, also schon einige Wochen sind da vergangen seit dem Verschwinden von Monika. Dort gab er dann unter anderem auch einem Fernsehteam ein Interview und äußerte. Geschäftlich bin ich vielleicht hart. Ich kann doch aber meiner Frau nichts tun.

 Die Müllsäcke beteuerte er, sei voll mit Geschenkpapier von Weihnachten gewesen und nicht wie unter anderem die Staatsanwaltschaft annahm, dass in diesen Säcken Monikas Leichnamen transportiert wurde. Auch beteuert er, er habe seinen Kindern nie etwas getan. Aber ja, seine Frau sei nicht da und er sei jetzt im Gefängnis und könne sich nicht wehren.

 Ja, er hatte auch gleich zwei Strafverteidiger, unter anderem die bekannte Strafverteidigerin Leonore Gotschalk Solger und Klaus Martini. Später hatte er dann auch noch einen anderen Anwalt, da kam es noch zu einem weiteren Prozess, zu dem kommen wir gleich noch. Da war übrigens der bekannte ähm Strafverteidiger Strate dann in den Fall mit eingebunden.

Im Oktober 1999 begann dann der erste Prozess gegen Hartmut Kranz. Für Oberstaatsanwalt Günther Möller vor dem Löbecker Landgericht war dieser Fall durchaus ungewöhnlich. Ein Mordfall ohne Leiche kommt nicht besonders häufig vor. Die Anklage im Prozess vertritten die Staatsanwälte Harald Pol und Hans Peter Link.

 Es lag eine umfassende 54seitige Anklageschrift vor. In 47 Aktenordnern hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen damals zusammengetragen. Also schon echt viel Material. Man ging aber hier wirklich von Mord aus und dass Hartmut die Leiche seiner Frau eben mit dem BMW aus dem Haus schaffte und dann wahrscheinlich den Leihwagen zum Weitertransport nutzte.

 und Monika dann an unübersichtlichen Stelle in eine Grube oder vielleicht sogar ein vorbereitetes Grab hineingelegt haben könnte. Also er müsste das dann ja schon im Vorhinein geplant haben. Er soll aus Habgier gehandelt haben. Er hätte nach der Scheidung ja keinerlei finanzielle Absicherung mehr gehabt. Auch soll er am Tag des Verschwindens eine Generalvollmacht vorgelegt haben, die die Unterschrift Monika Kranz trug.

 Bei diesem Papier aber habe es sich wohl um eine Kopie gehandelt. Er wollte so die Leitung der Geschäfte seiner Frau sowie ihr Vermögen an sich bringen, also schon ziemlich dreist. Der Prozess ging insgesamt über 65 Verhandlungstage und endete erst im Dezember 2000. Da kann man sich vermutlich vorstellen, wie viel Zeugen unter anderem gehört worden sind.

Das sind nämlich fast 80 gewesen und ich möchte euch nun ein bisschen vom Prozess berichten, vom ersten Prozess, bis es zur Urteilsverkündung kam, ohne aber jetzt so dabei, die einzelnen Prozessstage zu beachten. Das habe ich hier auch jetzt nicht vorliegen, was an welchem Prozesstag genau gemacht worden ist bzw. ausgesagt worden ist.

 Seine eigene Familie wendete sich auf jeden Fall auch im Prozess gegen Hartmut. Sie waren auch teils Nebenkläger und sie gingen davon aus, dass ihr Vater die Mutter getötet habe und ließen kein gutes Haar an ihm, zumal es im Vorfeld ja auch Bedrohungen gegeben haben soll. Auch Monikas Bruder war der festen Überzeugung, dass der eigene Ehemann für ihr Verschwinden sorgte.

 Ihm habe sie auch von der Scheidung erzählt, die sie einleiten wollte und einer großen Angst vor Hartmut. Der psychiatrische Sachverständige stellte bei Hartmut Kranz übrigens eine narzisstische Persönlichkeitsstörung fest. Und obwohl das Gericht ja davon ausging, dass Monika nicht nur verschwunden ist, sondern getötet wurde, gab es im Prozess Zeugen, die das Gegenteil behauptet haben.

 Laut Hartmut soll Monika das Haus ja verlassen haben und es gab tatsächlich auch Zeugen, die behaupteten, Monika habe das Haus allein verlassen und sich dann auf dem Weg zu ihrer Mutter gemacht. Die wohnte wohl nicht weit weg. Das hätte man fußläufig erreichen können. Und in der möglichen Tatzeit gab es noch weitere Zeugen, die Monika gesehen haben wollen.

 Unter anderem ein Taxifahrer und eine Frau, die sich 100% sicher gewesen sein soll, Monika am Tattag um 15 Uhr gesehen zu haben. Sie habe sie sogar freundlich gegrüßt. Monika habe aber nicht zurückgegrüßt und die Zeugin sah sie wohl auf dem Weg, der zu ihrer Mutter führte. Monika hatte sich am Nachmittag auch mit ihr verabredet.

 Eigentlich würde es also passen, aber bei ihrer Mutter tauchte sie ja auch nicht mehr auf. Die Verteidigung versuchte auch eine mögliche Entführung eines Unbekannten mit ins Spiel zu bringen. Nur gab es ja nie Lösegeldforderungen oder irgendetwas. Die Staatsanwaltschaft schloss das auch aus, genau wie ein Suizid oder ein Absetzen von Monika.

 Und auch hielt die Verteidigung dagegen, dass es Hartmut nur ums Geld gegangen sei und es deswegen zum Mord kam. Die Gütertrennung sei damals aus verständlichen Gründen erfolgt, nämlich aufgrund des Konkurses der Baufirma. Seit Jahren wäre er der Macher in Monikas Unternehmen gewesen, soll sich um Bank und Baugeschäfte gekümmert haben.

 Außerdem soll er mit einem Freund den Bau eines eigenen Fitnessstudios geplant haben. Ein Kredit sei sogar von der Bank schon zugesagt worden. Freunde von der Familie Kranz machten gegen Hartmunds Aussage aber deutlich, dass die Ehe der beiden nicht so schön gewesen sei, wie er das noch immer behauptete. Die Ehe soll nur noch auf dem Papier bestanden haben, seit mehr als drei Jahren.

 Auch diese wiederholten noch mal: Monika habe Angst vor ihrem Mann gehabt und um ihr Leben. Sie soll sogar gesagt haben, wenn ich die Scheidung einreiche, bringt er mich um. Besonders wie eben schon erwähnt, Bruder und ältester Sohn Monikas belasteten Hartmut schwer. Da der Prozess auch schon so lange zurückliegt, ist es über die meisten Zeugenaussagen so, dass die jetzt nicht im Detail berichtet worden sind.

 finde ich ein bisschen schade, aber da konnte ich leider nicht ganz so viel rausfinden. Aber es kam auch heraus, dass Hartmut laut einem Medienbericht wohl die Polizisten zu einer Müllkippe geführt hat und dort wohl die Müllsäcke durchsucht worden sind, die er da wohl abgelegt hat und da sei wohl wirklich nur Müll drin gewesen und nichts anderes.

 Also da hat jetzt dann niemand eine Leiche mit transportiert. Aber was ich mir auch gut vorstellen könnte, er hätte die Säcke ja auch einfach über die Leiche legen können. Beispielsweise, dann hätte man Monika im Auto auch nicht gesehen. Man ging hier aber trotzdem von der Täterschaft von Hartmut Kranz aus. Er ist eben auch der letzte, der seine Frau gesehen hat, als sie noch gelebt hat.

 Und sie wollte sich cheiden lassen, in den nächsten Tagen ja zum Anwalt gehen und eine Generalvollmacht hat er ja auch von seiner Frau gefälscht, Mietwagen aus Lübeck. gerade am Tattag gemietet. Das hat er erst auch alles verschwiegen und später ja von einer Baustelle berichtet, die es wahrscheinlich gar nicht gegeben hat. Und er war ja auch nicht in Hamburg, er war in Lübeck und des weiteren die Angst von Monika Kranz im Vorfeld und Leichenspürhunde, die im Haus anschlugen, um das jetzt mal so zusammenzufassen.

Und Monika war eben auch keine Frau, die einfach abgehauen wäre. Ähm ja, es fand sich auch kein Abschiedsbrief, ein Suizid war also eigentlich auch nicht im Gespräch und ja, deswegen verhärtete sich das natürlich immer mehr und mehr und ihm wäre eben ein erheblicher Lebensstandard verloren gegangen bei einer Scheidung.

 Und ja, am 67. Prozesstag im Dezember 2000 kam es dann zur Urteilsverkündung. Man hat das eben alles so mit eingebunden, die Zeugenaussagen und alles, was man eben so hatte, was ich euch jetzt auch gerade so ein bisschen zusammengefasst habe in dem Fall und sogar fast 80 Zeugen wurden verhört, 45 Beweismittel hatte die Staatsanwaltschaft sogar Hartmut Kranz äh zu Lasten gelegt und die Staatsanwaltschaft forderte eine lebenslange Freiheitsstrafe unter Ausschluss einer Haftentlassung nach 15 Jahren. Die Verteidiger pläierten auf

einen Freispruch. Sie sahen kein Indiz für einen Mord, das Urteil dann am Ende lebenslänglicher Haft wegen Mordes an Monika Kranz und das Gericht stellte verschiedene Szenarien vor, wie Monika zu Tode gekommen sein könnte. Und ein Szenario davon war, dass Hartmut sie fesselte und knebelte und in den PKW schaffte und sie dort zu Tode gekommen ist.

 Das aber wäre kein Mord, sondern Körperverletzung mit Todesfolge gewesen. Eventuell, weil Monika vielleicht dann im PKW z.B. erstickt sein könnte. Und daher ging man in Revision seitens der Verteidigung und der BGH, also der Bundesgerichtshof hob das Urteil dann auch tatsächlich auf und im Dezember 2001 kam es dann zu einem neuen Prozess. Diesmal vor einer anderen Strafkammer des Landgerichts Lübeck.

 Hartmut Kranz hat in diesem Prozess dann auch nicht mehr ausgesagt. Am 3. Juni 2003 kam es dann zur erneuten Verurteilung wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen und lebenslanger Haft. Das Urteil wurde dann auch rechtskräftig und wenige Tage nach dem Urteil erhängte sich aber Hartmut Kranz mit einer Paketschnur in seiner Zelle in der JVA Lübeck.

 Und das krasse daran ist, schon bei seiner ersten Verurteilung versuchte er sich das Leben zu nehmen, obwohl es da ja zur Revision gekommen war. Aber auch da versuchte er eben sich das Leben zu nehmen und Hatmut Kranz wurde daraufhin auch längere Zeit überwacht. Am Ende aber sei die Bewachung aufgehoben worden, da keine Selbstmordgefahr mehr gesehen wurde auch von Psychologen unter anderem.

 Ja, aber gerade nach dem Urteil hätte ich doch dann noch mal Ja. diesen Mann mehr beobachtet, weil man ja gar nicht weiß, wie er dann damit umgegangen ist mit dem letztendlichen Urteil, also dass man ihn dann da so, sage ich mal, alleine gelassen hat und er dann die Chance hatte zur ähm Selbsttötung, zum Suizid. Ja, ich weiß nicht, ob man es tragisch nennen kann.

 Der ganze Fall ist auf jeden Fall tragisch und ähm ich finde es nur so krass, dass ähm ja, er sich quasi jetzt dem ganzen damit entzogen hat, auch wenn es traurig ist, dass ein Mensch sich das Leben nimmt, versteht versteht mich da bitte nicht falsch, aber man hätte ihn meiner Meinung nach besser bewachen sollen, dass er auch seine Strafe bis zum letzten Tag hätte absetzen sollen. So bin ich der Meinung.

Man fand auch mehrere Abschiedsbriefe in der Zelle, unter anderem mit der Überschrift an meine Verläumder. Es bleibt also das Geheimnis von Hartmut Kranz, wo die Leiche von Monika bis heute versteckt ist und auch sein Geheimnis, wie sie zu Tode gekommen ist. Zwar gab es ja auch Aussagen, Monika sei noch gesehen worden, jedoch können sich Zeugen ja auch am Tag vertan haben.

 Oder ein Taxifahrer hat sich vielleicht in der Person auch geehrt, denn mir fehlt hier auch ganz klar der Grund dafür, wieso Monika sich hätte absetzen sollen und das auch noch ohne ihr ganzes Vermögen. Das macht ja eigentlich gar keinen Sinn. Natürlich kann man auch noch immer einen anderen Täter hier in Betracht ziehen.

 Jedoch ist für mich da dann doch zu viel dabei, was Hartmut Kranz zum Täter machte, wie auch der Leihwagen oder die Bedrohungen schon im Vorfeld. Denn Monika Kranz scheint ja wirklich Todesangst gehabt zu haben, wenn es zur Scheidung kommt. Und wahrscheinlich wurde sie vorher auch schon relativ häufig von ihrem Mann bedroht.

 Sie hätte sich vielleicht viel eher schon von ihm lösen müssen, zumindest auch räumlich, aber er weiß, was dann passiert wäre. Aber es ist wirklich sehr, sehr, sehr traurig, dass es so ausgehen musste. Im Februar 2004 wurde Monika offiziell für Tod erklärt, auch wenn man ihre Leiche ja nie gefunden hat. Der Fall ist für die Justiz auch abgeschlossen.

 Der Todeszeitpunkt wurde auf den 6. Januar 1999 festgesetzt. Es gab übrigens auch immer mal wieder gerade wenn man skelettierte Leichen auffand, so im schließwolsteinischen Raum oder da eben, wo Hatmut Kranz sich damals mit dem PKW aufgehalten hat, immer die Annahme, es könnte Monika gewesen sein, aber man hat das dann natürlich immer geprüft und sie ist es nie gewesen, man hat sie nie gefunden.

 Und für die Kinder der Familie ist das mit Sicherheit auch sehr, sehr bitter, die eigene Mutter nie anständig begraben zu können, keinen Platz zum Trauern zu haben, also zumindest einen Friedhof, wo man jetzt z.B. hingehen könnte und überhaupt auch nicht zu wissen, was wirklich geschehen ist am 6. Januar 1999. Ja, und derjenige, der noch Antworten hätte, ist tot.

 Ich weiß nicht, wie die Kinder sich damit fühlen, dass der eigene Vater sich ja auch kurz nach dem Prozess dann suizidiert hat. Ähm, sonst hätte man vielleicht aus ihm noch was rausbekommen. Vielleicht hätten die Kinder noch irgendwann etwas aus ihm rausbekommen. Ich glaube es zwar hier in dem Fall eher weniger, aber es hätte natürlich sein können.

 Und so haben die Kinder beide Elternteile verloren. Es ist wirklich ein Fall, wo es nur Verlierer gibt, finde ich, und ähm ganz ganz schrecklich. Ja, der Fall ist jetzt natürlich auch schon über 26 Jahre her, aber vielleicht erinnern sich ja einige noch an ihn. Und äh was denkt ihr denn über den Fall von Monika Kranz? Wurde eurer Meinung nach hier der Richtige verurteilt oder was meint ihr mit Monika passiert? Schreibt mir das gerne mal in die Kommentare, wenn ihr mögt und ich freue mich wie immer auch über ein Däumchen nach oben oder ein Kommentar,

um den Algorithmus anzupushen. Das hilft meinem kleinen Kanal wirklich sehr. Und äh ja, kommt jetzt noch gut in den Tag oder in die Nacht. Bleibt sicher, bleibt gesund, ihr Lieben. Bis zum nächsten Fall und nächsten Mal. Eure Lia. Das war wieder eine Folge von Crimetime mit Lia, deinem True Crime Podcast. Abonniere den Podcast, um keine neuen Folgen zu verpassen. Ne.

Related Articles