Schluss mit dem Drama: ZDF-Moderatorin Dunja Hayali rechnetungslos mit Reality-TV ab und bevorzugt lieber Doppelkopf T
Schluss mit dem Drama: ZDF-Moderatorin Dunja Hayali rechnetungslos mit Reality-TV ab und bevorzugt lieber Doppelkopf

In der heutigen Medienlandschaft gehört das Reality-Fernsehen zu den erfolgreichsten und meistdiskutierten Formaten überhaupt. Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauern schalten täglich ein, um Dramen, Intrigen, große Emotionen und heftige Auseinandersetzungen vor der Kamera mitzuerleben. Doch während dieses Genre bei einem riesigen Publikum für Begeisterung und anhaltende Unterhaltung sorgt, stößt es bei anderen auf völliges Unverständnis. Zu den Kritikern gehört auch eine der bekanntesten und profiliertesten Journalistinnen des deutschen Fernsehens: Dunja Hayali. In einem kürzlich auf Instagram veröffentlichten Video sprach die ZDF-Moderatorin in einer ganz privaten und ungezwungenen Atmosphäre sehr offen über ihre persönliche Abneigung gegen dieses populäre Fernsehformat. Mit klaren Worten machte sie unmissverständlich klar, warum Reality-Shows für sie persönlich absolut nicht infrage kommen und nach kürzester Zeit für Entsetzen statt für Entspannung sorgen.
Als Nachrichtenjournalistin ist es der Arbeitsalltag von Dunja Hayali, sich beruflich intensiv mit äußerst ernsten, komplexen und oft auch belastenden Themen auseinanderzusetzen. Ob politische Krisen, gesellschaftliche Konflikte oder schwierige weltpolitische Entwicklungen – die Berichterstattung erfordert ein hohes Maß an Konzentration, Sachlichkeit und emotionaler Belastbarkeit. Man könnte daher vermuten, dass in der wohlverdienten Freizeit der Wunsch nach leichter, völlig unkomplizierter und vielleicht auch gedankenloser Unterhaltung im Vordergrund steht. Doch genau an diesem Punkt zeigt sich ein bemerkenswerter Kontrast zwischen den medialen Inhalten, die sie beruflich analysiert, und jenen, die sie privat konsumiert. Denn während sich manche Menschen nach einem anstrengenden Arbeitstag gerne von lautem und actionreichem Entertainment berieseln lassen, sucht die Moderatorin nach ganz anderen Qualitäten, wenn es um ihre persönliche Erholung geht.
In ihrem emotionalen und ehrlichen Video berichtete Hayali von ihren eigenen, wenn auch sehr kurzen Erfahrungen mit dem Reality-Genre. Sie räumte unumwunden ein, dass sie solchen Formaten durchaus eine faire Chance gegeben und reingeschaut habe. Doch der Versuch, sich auf die populären Sendungen einzulassen, endete jedes Mal in purer Ernüchterung. Der Hauptgrund für ihren raschen Frust liegt vor allem in der Art und Weise, wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander umgehen. Anstelle von konstruktiven Dialogen oder unterhaltsamen Interaktionen erlebte sie eine dauerhaft aufgeheizte, giftige und nervenaufreibende Atmosphäre. Die dort herrschende Dynamik beschrieb die erfahrene Journalistin treffend mit der Beobachtung, dass in diesen Shows alle Beteiligten so unglaublich aggressiv miteinander umgehen und sich im Grunde nur noch gegenseitig anschreien.
Für eine Fernsehschaffende, die im journalistischen Bereich gewohnt ist, fundierte Diskussionen zu moderieren und sachliche Debatten zu führen, stellt ein solches sprachliches und emotionales Niveau offenbar eine gewaltige Zumutung dar. Nach gerade einmal zehn Minuten vor dem Bildschirm erreichte sie den Punkt, an dem sie das Gefühl hatte, die Situation schlichtweg nicht mehr ertragen zu können. Sie stellte sich in diesem Moment selbst die fundamentale Frage, warum sie sich eine solche Form der Sendung überhaupt freiwillig antue. Die Antwort fiel dementsprechend eindeutig und konsequent aus. Eine längere Sehbeteiligung kam für sie nicht mehr infrage, da der Unterhaltungswert für sie in keinem Verhältnis zu dem negativen Stress stand, den die permananten Konflikte bei ihr auslösten.

Während das Millionenpublikum gerade wegen der emotionalen Eskalationen, der Skandale und der unvorhersehbaren Konflikte fasziniert vor den Bildschirmen klebt, kann die ZDF-Journalistin diesen Reiz absolut nicht nachvollziehen. Für sie bietet das Reality-Fernsehen weder den erhofften Eskapismus noch eine angenehme Form der Freizeitgestaltung. Stattdessen führt es ihr vor Augen, wie weit entfernt manche Formen der modernen Medienunterhaltung von echtem Miteinander und konstruktiver Kommunikation entfernt sind. Eine eigene Karriere im Reality-TV-Bereich, etwa als Teilnehmerin in einem Dschungelcamp oder einem sommerlichen Format, dürfte nach diesen deutlichen Worten jedenfalls komplett ausgeschlossen sein. Die Fronten zwischen der klassischen Fernsehjournalistin und dem modernen Trash-TV scheinen tiefer zu liegen, als man es vielleicht vermuten würde.
Doch wenn Dunja Hayali ihre kostbare Freizeit nicht vor dem Fernseher verbringt, um sich über laute Streitigkeiten zu ärgern, womit beschäftigt sich die prominente Moderatorin dann am liebsten? Die Antwort darauf überrascht kaum noch jemanden, der ihre öffentlichen Äußerungen in der Vergangenheit verfolgt hat. Statt sich freiwillig in die Niederungen künstlich erzeugter Fernseh-Dramen zu begeben, greift sie in ihrer Freizeit lieber zu ganz anderen Mitteln der Entspannung. Ihre absolute Vorliebe gilt dabei einem traditionellen Kartenspiel, das Geselligkeit und strategisches Denken verbindet: dem Doppelkopf. Ihre Leidenschaft für dieses klassische Spiel ist keineswegs neu oder ein gut gehütetes Geheimnis, sondern wurde bereits in früheren Interviews und öffentlichen Auftritten thematisiert.
Mit dem prägnanten Satz „Nee, da spiele ich lieber Doppelkopf“ brachte sie ihre Haltung schließlich perfekt auf den Punkt und setzte damit ein klares Statement gegen den modernen Fernsehtrend. Während im Fernsehen um Aufmerksamkeit geschrien wird, geht es beim Doppelkopf um Konzentration, Taktik, fairen Wettbewerb und die gemeinsame Zeit im echten Leben. Diese Form der analogen Freizeitbeschäftigung bietet ihr genau den Ausgleich, den sie nach harten Arbeitstagen im Fernsehstudio benötigt. Wer sich also gefragt hat, ob man die bekannte Moderatorin jemals für diese Form des Fernsehens begeistern kann, hat nun eine unmissverständliche Antwort erhalten. Dunja Hayali bleibt ihrer Linie treu, setzt auf inhaltliche Tiefe statt oberflächliches Gekreische und zieht gemütliche Kartenspiele mit Freunden jedem noch so erfolgreichen TV-Drama vor.