Nur IHR HUND kam zurück … Der brutale Mord an Mandy Stavik und eine ganze Stadt in Angst … T
Nur IHR HUND kam zurück … Der brutale Mord an Mandy Stavik und eine ganze Stadt in Angst …

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Im November 1989 fährt die 18 Jahre alte Studentin Amanda Stavik von der Uni nach Hause, um die Ferien bei ihrer Familie zu verbringen.
Doch dann nur einen Tag nach Thanksgiving am 24. November 1989 geschieht etwas Unfassbares, denn Amanda verschwindet während einer Joggingrunde spurlos und dass ihr etwas schreckliches zugestoßen sein muss, zeigt sich unter anderem auch daran, dass Amandas Schäferhündin Kira, die sie während ihres Laufs begleitet hat, jetzt alleine und offenbar vollkommen verängstigt zurück zum Haus gelaufen kommt.
Die Frage, was mit Amanda Starck an diesem Tag wirklich passiert ist, wird nicht nur die Polizei von Watcom County, sondern auch die Einwohner einer ganzen Stadt fast drei Jahrzehnte beschäftigen, bis es dann eines Tages endlich Antworten zu geben scheint. Und die Hoffnung, dass Amanda und ihrer Familie doch noch Gerechtigkeit wiederfährt, scheint zum Greifen nah zu sein.
Doch die Ermittlungen auf Seiten der Polizei gestalten sich schwerer als gedacht. Die kleine Gemeinde Eckmey mitten im Watcom County des US-Bundesstaates Washington ist Ende der 80er Jahre so ein Ort, wie man ihn aus typisch amerikanischen Kleinstadtfilmen kennt. Ein Gemischt Warnladen, eine Apotheke, ein kleines Postamt, zwei Kirchen, die örtliche Highschool und außendrum herum reit sich ein idyllisches Vorstadthäuschen an das nächste.
Jeder kennt jeden in der Gemeinde mit gerade einmal 200 Einwohnern und niemand schließt seine Türen ab. Warum auch, dachte man sich damals wahrscheinlich, denn zwischen den nördlichen Cascade Mountains und dem Lake Watcom liegt die charmante kleine Stadt nicht nur fernab vom Trubel und der Hektik der großen Metropolen, auch von Verbrechen wie Morden, Überfällen oder Entführungen hört man hier, wenn überhaupt, nur in den Abendnachrichten.
Ende der 80er Jahre lebt genau hier auch die 18 Jahre alte Amanda Stavik zusammen mit ihrer Mutter Mary und ihren beiden Geschwistern, ihrem Bruder Lee und ihrer Schwester Molly. Amanda Theresa Starwick, die von allen, die sie gut kannten, nur bei ihrem Spitznamen Mandy genannt wurde, kam allerdings nicht in Me zur Welt. Sie wurde am 16.
April 1971 in Anchorage, der größten Stadt Alaskas geboren. Doch nachdem sich ihre Eltern Glenn und Mary getrennt hatten, zog Mandy mit ihrer Mutter und ihren beiden Geschwistern in die kleine Stadt Acme, wo sie auch aufwuchs und zur Schule ging. Mandy besucht die Mount Baker Highchool in Akme und sie ist eine herausragend gute Schülerin.
Ihre Mutter sagte später einmal, sie wollte immer das Beste aus sich selbst herausholen, die Beste in dem sein, was sie tut. Und am Ende war sie das auch immer. Und Mandy hat tatsächlich viele unterschiedliche Interessen und Hobbys. Sie macht gern Musik und spielt neben der Flöte auch noch Klarinette und Saxophon in der Schule.
Darüber hinaus liebt sie Pferde und reitet gern. Allgemein muss man sagen, dass Mandy sehr gerne in Bewegung war und eine Leidenschaft für Mannschaftssportarten und Leichtathletik gehabt hat. In der Highchool wurde sie schnell bei den Cheerleadern aufgenommen, was ihr großen Spaß gemacht hat. Sie spielt Softball, ist im Basketballteam ihrer Schule und nimmt regelmäßig an Marathons teil.
Und darüber hinaus hat Mandy auch einen festen Freund. Es ist die erste große Liebe, als sie vor fast 3 Jahren mit dem gleichaltrigen Rick Sander, einem Mitschüler von ihr, zusammengekommen ist. Und die beiden sind, wie man sich vorstellen kann, unzertrennlich. Ich hatte ja gerade schon mal darüber gesprochen, dass Mandy Starwick eine wirklich sehr gute Schülerin gewesen ist, engagiert mit einem breitgefächerten Interesse an den unterschiedlichsten Themen und äußerst ehrgeizig, wenn es darum ging, ein Ziel zu erreichen, dass sie sich selbst
gesetzt hat. Und auch was ihre berufliche Zukunft anging, hatte Mandy wohl schon sehr früh eine genaue Vorstellung, wie diese aussehen sollte. Denn um sich ihren großen Traum Pilotin zu werden, erfüllen zu können, arbeitet sie wirklich hart. Und diese harte Arbeit in der Schule zahlt sich auch aus, denn nach ihrem hervorragenden Highschool Abschluss 1989 bekommt sie ein Stipendium für die Washington State University, wo sie dann auch im Herbst desselben Jahres ihr Studium aufgenommen hat.
Und auch wenn das bedeutet, dass Mandy weg von zu Hause auch immer für eine gewisse Zeit von ihrem Freund Rick Sander getrennt ist, auf dem Campus lebt und ihre Familie nicht mehr jeden Tag sehen kann, so war sie wohl schon immer sehr selbständig und kam überall gut zurecht. Außerdem war die Uni auch eine neue Erfahrung in ihrem Leben, die sie offenbar sehr genossen hat.
Und Mandy wurde später nicht nur von ihrer Familie, sondern auch von ihren vielen Freunden und Bekannten und auch von ihren Lehrern als äußerst herzliche, liebevolle und zuverlässige junge Frau beschrieben, die im Herbst 1989 jetzt im Alter von 18 Jahren gerade erst damit begonnen hat, ihr volles Potenzial zu entfalten.
Doch eine Zukunft sollte es für Mandy Starck nicht geben, denn an einem suschien es vollkommen normalen Tag, im Spätherbst 1989, wird sie spurlos verschwinden. Ende November 1989, erst vor wenigen Wochen hatte Mandy ihr Studium in Washington aufgenommen. Da fährt sie auch schon zum ersten Mal wieder zurück in ihre Heimatstadt Amey, denn Thanksgiving steht vor der Tür und Mandy möchte natürlich ihre freien Tage rund um diesen Feiertag mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern zu Hause verbringen, was dann auch genauso geschieht.
Sie fährt zurück nachme und am 23. November an Thanksgiving selbst ist sie zu Hause umgeben von ihrer Familie, von den Menschen, die sie lieben und man hat wohl gemeinsam einen schönen Feiertag verbracht. Allerdings und das konnte zu diesem Zeitpunkt freilich niemand ahnen, sollte es das letzte Thanksgiving sein, dass die Familie Starw auf diese Art und Weise zusammen verbringt.
Es ist der nächste Tag, Freitag, 24. November 89. Gegen 14:30 Uhr entschließt sich Mandy wie so oft in der Vergangenheit wieder einmal dazu, eine Runde laufen zu gehen. Ich hatte es vorher schon einmal erwähnt, Mandy war sehr sportlich und es gehörte seit langem zu ihrer Routine regelmäßig zu joggen.
Oftmals wurde sie dabei auch von ihrer Mutter Mary begleitet, die allerdings meist mit dem Fahrrad neben ihrer Tochter hergefahren ist, denn Mandy war sehr flott unterwegs, wenn sie laufen ging und da konnte ihre Mutter Mary einfach nicht mithalten, weswegen sie meist eben auf ihr Fahrrad gestiegen ist und Mandy begleitet hat.
So sollte es allerdings heute an diesem 24. November nicht sein, denn Mandys Mutter ist nicht zu Hause. Trotzdem läuft Mandy jetzt nicht alleine los. Als sie ihr Haus an der Strandroad verlässt, hat sie den Familienhund Schäferhündin Kira an ihrer Seite und Mandy läuft jetzt ihre übliche Route. Sie kennt die 5 Meilen lange Strecke in und auswendig, die zunächst an der Straße entlang und im weiteren Verlauf bis hinauf zum Nukseg River, einem 120 km langen Fluss im Nordwesten von Eckmi führt.
2 Stunden später. Es ist kurz vor :30 am späten Nachmittag dieses 24. November als Mandys Mutter Mary während ihr Blick aus dem Wohnzimmerfenster hinaus in ihren Garten fällt, etwas sieht, was sie zunächst verwirrt, aber nur Sekunden später bereits alarmiert hat, denn Schäferhündin Kira läuft alleine auf der Straße vor dem Haus entlang hinein in den Garten.
Und als Mary jetzt zu ihr hinausgeht, war wohl direkt klar, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt, denn Kira hatte ihren Schwanz zwischen den Hinterläufen eingeklemmt, machte einen äußerst aufgeregten und verängstigten Eindruck und von Mandy war weit und breit nichts zu sehen. Die Tatsache, dass der Hund jetzt ohne Mandy zurück nach Hause gelaufen ist, noch dazu offensichtlich verstört und verängstigt, hat bei Mary Starvik direkt Angst ausgelöst.
Ich hatte sofort Panik und entschloss mich direkt erst einmal den Freund meiner Tochter Rick Sander anzurufen, um zu fragen, ob sie vielleicht bei ihm ist. Und dann habe ich mich sofort dazu entschieden, den Sheriff zu alarmieren. So Mary Starwick später in einem Interview, denn Mandy ist nicht bei ihrem Freund Rick. und nachdem ihre Mutter auch andere Freunde und Bekannte abtelefoniert hat, von denen sie sich hätte vorstellen können, dass Mandy während ihrer Joggingrunde vielleicht noch halt gemacht hat, diese sie aber weder gehört noch etwas von ihr
gesehen haben, hat sie sich dazu entschlossen, direkt die Polizei in Eckme zu informieren und ihre Tochter als vermisst zu melden. Und nachdem sie das getan hat, beginnt man auch direkt nach der 18-jährigen zu suchen, denn Mandy war äußerst zuverlässig und sie kannte diese Joggingstrecke wie ihre Westentasche, ist sie jedoch in der Vergangenheit schon so oft entlang gelaufen.
Keiner ihrer Freunde hatte etwas von ihr gehört oder gesehen. Ihre Hündin Kira kam alleine zum Haus zurückgelaufen und die einzige Erklärung für all das kann nur sein, dass Mandy etwas zugestoßen sein muss. Doch wie es in solchen Fällen auch damals Ende der 80er Jahre schon Routine gewesen ist, beginnen die Ermittlungen auf Seiten der Polizei von innen nach außen.
Das heißt, dass die Menschen, die Mendy am nächsten standen, jetzt auch erst einmal diejenigen sind, mit denen die Ermittler zuerst sprechen möchten. Vor allen Dingen aber lag der Fokus am Tag von Mandys Verschwinden ganz besonders auf ihrem Freund Rick Sander. Er und Mandy waren seit über dre Jahren ein Paar. Und auch wenn sie ihr Studium in einer anderen Stadt weit weg von zu Hause aufgenommen hat und die beiden sich dementsprechend nicht mehr so oft sehen konnten, waren sie auch nach ihrem gemeinsamen Highschool Abschluss
weiterhin fest zusammen. Doch Rick, der sich gegenüber den Ermittlern von Anfang an kooperativ gezeigt hat, kann schnell als möglicher Verdächtiger im Zusammenhang mit Mandys Verschwinden ausgeschlossen werden, denn für die Zeit, in der sie joggen gegangen ist, hatte er wohl ein Alibi und darüber hinaus gab es auch keinerlei Hinweise darauf, dass er und Mandy einen Streit gehabt haben, als sie in den Ferien über Thanksgiving jetzt wieder zurück nach Hause gekommen ist oder dass sie auch vorher irgendwie groß auseinander
Andersetzungen hatten. Ganz im Gegenteil, Mandy und Rick haben sich sehr gut verstanden und so viel Zeit wie möglich miteinander verbracht. Neben den Befragungen von Mandys Familie und ihrem Freundeskreis beginnt aber jetzt bereits in den Stunden nach ihrem Verschwinden die erste große Suche nach ihr, an der sich auch unheimlich viele Menschen aus der kleinen Stadt Eckme beteiligen.
Denn wie man sich vorstellen kann, dauert es nicht lange und die Tatsache, dass die 18-jährige am helligsten Tag vom Joggen nicht mehr nach Hause gekommen ist, macht überall die Runde. Die Menschen schließen sich der Polizei an und suchen die Strecke, an der Mandy entlang gelaufen ist, aber auch die weitläufigere Gegend rund um den Nuksack River ab.
Darüber hinausdruckt man auch Suchblakate, die überall in der Stadt verteilt werden, in der Hoffnung Zeugen zu finden, die Mandy an diesem Nachmittag vielleicht noch irgendwo gesehen haben. Und ganz genau das sollte jetzt der Fall sein, denn bereits am frühen nächsten Morgen meldet sich ein erster wichtiger Zeuge bei den Ermittlern.
Dieser Zeuge, ein Mann namens David Craiger, der in Eckme seit vielen Jahren lebt und arbeitet, kannte Mandy Starwick und er gibt an, dass er am späten Nachmittag des 24. November mit seinem Pickup Truck die Strand Road entlang gefahren ist, als Mandy zusammen mit ihrem Hund Kira direkt an ihm vorbeilief.
Die Aussage dieses Zeugen ist jetzt für die Polizei gleich aus mehreren Gründen sehr wertvoll, denn zum einen war David wohl der letzte, der Mandy gesehen hat, bevor sie verschwunden ist. Zum anderen gibt er jetzt aber auch noch in seiner Aussage eine weitere wichtige Information. David sagt nämlich, dass an der Stelle, an der er Mandy gesehen hat, sie in Richtung des Hauses ihrer Mutter gelaufen ist.
dass von dieser Stelle an der Strandroad nur noch eine Meile entfernt war. Offenbar befand sich Mandy zu diesem Zeitpunkt schon wieder auf dem Weg zurück nach Hause und sie wäre in wenigen Minuten auch dort angekommen, was die Tatsache, dass sie dann nur Augenblicke später offensichtlich spurlos verschwunden ist, noch mysteriöser macht, da die Suchmannschaften, die auch einen Tag nach Mendys verschwinden, jetzt auf eine beträchtliche Anzahl Freiwilliger und Polizisten mit Zuhunden angewachsen.
ist trotzdem nach wie vor keine Spur von ihr finden können, lässt den Schluss zu, den man auch eigentlich von Anfang an schon vermutet hatte, dass sie sehr wahrscheinlich keinen Unfall gehabt haben kann, denn es hätte ja durchaus sein können, dass sie auf diesem kurzen Weg, den sie noch bis nach Hause gehabt hat, hingefallen ist, sich das Bein verletzt hat, vielleicht auch auf den Kopf fiel und an der Straße liegen geblieben ist.
Darüber hinaus könnte es auch sein, dass sie von einem Auto angefahren worden ist und der Fahrer nicht ausstieg, um Mandy zu helfen. Sie einfach hat liegen lassen. Doch wäre das der Fall gewesen, hätte sie wirklich einen Unfall an der Straße gehabt, dann hätte man bei diesem großen Suchaufgebot, das inzwischen gab, sie selbst oder zumindest einen Hinweis auf einen Unfall finden müssen, was aber nicht der Fall war.
Trotzdem hat Mandys Familie, wie man sich gut vorstellen kann, gehofft, dass sie nur einen Unfall gehabt hat, dass sie vielleicht in ein Krankenhaus gebracht worden ist und dort behandelt wird. Denn das würde bedeuten, dass Mandy wieder nach Hause zurückkommt. Doch nur einen weiteren Tag später. Mandy Starwick ist inzwischen seit drei Tagen spurlos verschwunden.
Da zerschlägt sich genau diese Hoffnung, dass sie wieder nach Hause kommt, auf die grausamste Art und Weise. Denn am 27. November 1989 finden Einsatzkräfte der Polizei von Eckmi, die gerade dabei sind mit Boten den Nuksack River abzusuchen, treibend im Wasser des Flusses die Leiche einer jungen Frau. Und als man den Körper jetzt vorsichtig aus dem Wasser herausholt, ist klar, dass es sich um Mandy Starw handelt.
Die-jährige ist bei ihrem Auffinden im flachen Wasser des Flusses, bis auf ihre Socken und die Sportschuhe, die sie noch an ihren Füßen trägt, vollkommen nackt. Ihr Oberteil, ihre Hose und auch die Unterwäsche, die Mandy drei Tage vor ihrem Auffinden angezogen hat, als sie von zu Hause losgelaufen ist, konnte man allerdings nicht finden.
Weder im Wasser des Nukssack River noch in der weitläufigen Umgebung außen um den Fundort herum. Zwar hatte man nur einen Tag zuvor bei einer großen Succhaktion in einem Gebüsch eine grüne Hose ausfindig machen können. Jedoch hatte Mandys Mutter Mary Starwick diese Hose nicht eindeutig als ein Kleidungsstück ihrer Tochter identifizieren können, weswegen man also am Ende des Tages nicht sicher sagen kann, ob es sich bei dieser grünen Hose um die gehandelt hat, die Mandy trug, als sie von zu Hause loslief. Was mit ihrer Kleidung passiert
ist, ist bis heute unklar. Die Kleidungsstücke waren nicht mehr auffindbar. Amanda Starks Leiche wird noch am selben Tag in die Gerichtsmedizin überstellt und die Ergebnisse der Autopsie sind eindeutig. Mandy wurde ermordet. Zwar stellt man als Todesursache Ertrinken fest, jedoch hatte Mandy auch eine große Wunde im hinteren Bereich ihres Schädels erlitten, die laut Gerichtsmedizin darauf hindeutet, dass sie durch einen Schlag entstanden ist, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dazu geführt hat, dass Mandy ihr
Bewusstsein verlor. Außerdem befinden sich auch an ihren Armen und an ihren Beinen auffallen viele zum Teil tiefe Kratzer, die danach aussehen, als wären sie von Dornen oder von Stacheln hervorgerufen worden. Und darüber hinaus gibt es auch Anzeichen von Missbrauch, denn die Gerichtsmedizin findet in Mandys Körper Sperma und kann daraus DNA gewinnen.
Als Mandy Starvik zuletzt gesehen wurde. Wir erinnern uns an die Aussage des Zeugen David Craiger zurück, der am Nachmittag des 24. November mit seinem Pickup direkt an ihr vorbeifuhr, war sie schon fast wieder zu Hause. Ihre Joggingrunde war so gut wie beendet und sie befand sich auf dem Rückweg. Die Sichtung dieses Zeugen und die Ergebnisse jetzt aus der Gerichtsmedizin sprechen dafür, dass Mandy nur kurze Zeit später, während sie die Straße in Richtung nach Hause entlanglief, von jemanden angegriffen worden sein muss.
Sehr wahrscheinlich von einem Mann, der ebenfalls mit einem Auto an dieser Straße unterwegs war. Er sieht Mandy, bremst ab, steigt aus und zwingt sie in seinen Wagen. Denn dafür, dass Mandy tatsächlich mit einem Auto von dieser Straße wegentführt worden ist, spricht sehr viel, denn zum einen war sie äußerst sportlich und durchtrainiert.
Wenn sich also ein Mann zu Fuß genähert hätte, sich Mandy in den Weg gestellt und sie daran gehindert hätte weiterzulaufen, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sie es geschafft hätte ihm zu entkommen. Vor allen Dingen, wenn man bedenkt, dass sie ja auch nicht alleine unterwegs war. Schäferhündin Kira war die ganze Zeit über an ihrer Seite und man kann durchaus davon ausgehen, dass der Hund Mandy verteidigt oder zumindest Alarm geschlagen hätte, hätte sich ein Mann ihr in den Weg gestellt, sie gepackt oder sie angegriffen. Wenn allerdings
ein Täter mit seinem Auto an der Straße entlang fuhr, Mandy den Wegabschnitt oder sie mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen hätte, in sein Auto einzusteigen, dann macht es durchaus Sinn, dass Mandy plötzlich spurlos verschwunden ist und Kira alleine zurück zum Haus lief. Was ebenfalls für eine Entführung mit einem Auto spricht, ist der Ort, an dem man Mandy jetzt drei Tage später gefunden hat.
Denn der Nuksack Riber, indem man ihre Leiche fand, ist sechs Meilen von ihrem Zuhause entfernt. Man kann also durchaus spekulieren, dass nachdem ein Täter sie in sein Auto hineingezwungen hat, dieser mit Mandy die sechs Meilen zu diesem Nuksack River gefahren ist. Doch dort angekommen, das ist zumindest die Theorie der Polizei, muss es Mandy irgendwann während dieser Tortur, die sie da erlebt hat, gelungen sein, dem Täter zu entkommen.
Denn in unmittelbarer Nähe dieses Nuksack River befindet sich ein großes Brombeerfeld. Die tiefen Kratzer, die man bei der Autopsie an Mendys Armen und auch an ihren Beinen gefunden hat, könnten entstanden sein, als sie nackt und vollkommen panisch auf der Flucht vor ihrem Entführer durch dieses Feld hindurchgelaufen ist.
Doch und auch das zeigen die Ergebnisse aus der Gerichtsmedizin. Der Täter hat es geschafft, Mandy einzuholen und als er sie eingeholt hat, schlägt er ihr so brutal auf den Hinterkopf, dass Mandy direkt in diesem Feld zusammengebrochen ist. Danach hebt der Mann sie hoch und trägt sie die kurze Strecke ans Ufer des Nukssack Rivers, wo er die bewusstlose Mandy dann ins Wasser wirft und dort ertrinkt sie und wird drei Tage später gefunden.
Die Tatsache, dass Mandy Starwick am helligsten Tag auf einer Straße entführt und anschließend ermordet worden ist, spricht sich in der kleinen Gemeinde Eckmi, in der jeder die 18-Jährige und ihre Familie kennt und in der sich so gut wie jeder an der Suche nach ihr beteiligt hat, herum wie ein Lauffeuer.
Die Menschen sind geschockt, fassungslos und trauern auch mit Mandys Familie, die, wie man sich vorstellen kann, vollkommen am Boden zerstört ist, zumal es nicht der erste Verlust war, den die Starwks in der Vergangenheit erleben mussten. Denn 1975, Mandy war damals erst 4 Jahre alt, wird ihr älterer Bruder Brand Starwig während eines Jagdausflugs von mehreren Kugeln tödlich getroffen.
Wer den damals 17-jährigen erschossen hat, konnte jedoch nie aufgeklärt werden. Das heißt, dass Mary Starvick Mandys Mutter jetzt mit dem Tod ihrer geliebten Tochter ein weiteres ihrer Kinder begraben muss. Die Ermittlungen auf Seiten der Polizei unter der Leitung von Detectiv Ron Peterson laufen jetzt, nachdem man Mandy gefunden hat, auf Hochtouren, um den Mann, der ihr das angetan hat, so schnell wie möglich fassen zu können.
Doch auch wenn es in den ersten Tagen nach Mandys Auffinden sehr viele Tipps und Hinweise aus der Bevölkerung gegeben hat, so führte am Ende keiner davon zu einem brauchbaren Ergebnis. Und auch die vielen Befragungen, die die Ermittler ihrerseits gemacht haben, brachten keine neuen Erkenntnisse.
Dazu kommt, dass eben niemand direkt gesehen hat, wie und vor allen Dingen natürlich von wem Mandy an dieser Straße entführt worden ist. Zwar gab es eine Zeugin, die am Nachmittag des 24. November einen Mann an der Strand Road gesehen haben will, von dem man dann auch später eine Phantomzeichnung angefertigt hat. Jedoch konnte man nicht sicher sagen, ob dieser Unbekannte etwas mit der Entführung oder dem Mord an Mandy Starck zu tun gehabt hat.
Es gab also weder eine genaue Beschreibung des Täters, noch gab es eine genauere Beschreibung des Autos, mit dem er sehr wahrscheinlich am 24. November diese Strandroad entlang geefahren ist. Ja, man hatte eine männliche DNA-Spur in der Gerichtsmedizin sicherstellen können, jedoch ergab einen Abgleich mit der Datenbank damals keinen Treffer.
Genauso auch der Abgleich mit DNA-proben, die von insgesamt 30 Männern aus der Gegend in den Wochen und Monaten nach der Tat von der Polizei gesammelt worden sind. Und so wird der Fall nach und nach kalt. Denn auch wenn die Polizei natürlich weiter ermittelt, Tipps aus der Bevölkerung nachgeht und auch immer wieder in der Presse berichtet wird, ohne entscheidende neue Hinweise oder auch einen Treffer, was die DNA angeht, kommt man in diesem Fall einfach nicht weiter.
Und die Jahre vergehen jetzt Jahre in denen Mandys Familie nicht nur mit dem Verlust ihrer Tochter leben muss, sondern auch mit dem Wissen, dass derjenige, der sie umgebracht hat, irgendwo da draußen frei herumläuft und seinem Leben weiterleben kann. eine grauenvolle Vorstellung auf der einen Seite zu versuchen, die Hoffnung nicht zu verlieren, auf der anderen Seite jedoch klar wahrzunehmen, wie Wochen, Monate, Jahre und im Fall von Mandy Starck Jahrzehnte vergehen, ohne dass sich irgendetwas tut.
20 Jahre später, auch im Herbst 2009, der Mord an Mandy Starweg liegt inzwischen zwei Jahrzehnte zurück. Da haben die Einwohner der kleinen Stadt Akme nie vergessen, was am 24. November 1989 geschehen ist. Der Fall war irgendwie immer präsent, vor allem natürlich deswegen, weil man ihn nie aufklären konnte.
Doch jetzt im Jahr 2009, der damalig leitende Ermittler Ron Peterson ist inzwischen pensioniert. Dann nimmt sich eine neue Gruppe von Ermittlern den ungelösten Fall zum Mord an Mandy noch einmal vor. Alte Akten werden hervorgeholt und durchgearbeitet, aber der neue Mann an der Spitze, Detective Bowy, macht darüber hinaus noch etwas anderes, denn ich hatte euch ja vorher schon darüber berichtet, dass man damals 1989, kurz nachdem man Mandys Leiche gefunden hat, bereits von insgesamt 30 Männern DNA Speichelproben für einen Vergleich abnahm. Unter diesen 30 Proben
gab es allerdings keinen Treffer. Jetzt jedoch erstellt Detective Bowie eine weitaus längere Liste der männlichen Einwohner von, die im Herbst 1989 in der Stadt gelebt haben und bittet alle um die freiwillige Abgabe einer Speichelprobe, um sie mit der damals gesicherten Spur vergleichen zu können. Doch wie man sich vorstellen kann, so etwas braucht viel Zeit.
Nicht nur das Erstellen dieser Liste von Einwohnern an sich, sondern natürlich auch die Abnahme der Proben und die anschließende Auswertung im Labor ist mit sehr viel Aufwand verbunden. Zwar gibt es jetzt natürlich wieder Hoffnung, auch bei Mandys Familie 20 Jahre später dem Täter auf die Spur kommen zu können, aber diese Hoffnung ist gleichzeitig eben mit viel Geduld und warten verbunden.
Aber auch diesmal sollte sich jetzt zunächst kein Erfolg einstellen, denn nachdem man über viele Monate hinweg die DNA Proben der Männer, die sie freiwillig abgegeben haben, sammelt und anschließend im Labor auswerten lässt, gibt es erneut keinen Treffer. Der Mann, der Mandy Starw umgebracht hat, ist nicht dabei. Und so vergehen jetzt weitere vier Jahre.
Doch dann an einem besonders heißen Tag im Juni 2013 besucht eine Frau namens Heather Backstorm, gemeinsam mit einer Gruppe von vielen anderen Müttern einen Wasserpark etwas außerhalb ihrer Heimatstadtme, um dort den Tag mit den Kindern zu verbringen. Während die Kinder also in diesem Wasserpark jetzt herumtollen und spielen, sitzt Heather mit vielen anderen Müttern in einer großen Gruppe zusammen und man unterhält sich über alles mögliche.
Und genau dabei kommt Heather jetzt mit einer Frau namens Marilye Anderson ins Gespräch. Wichtig an dieser Stelle zu wissen ist, dass Heather und Marily sich eigentlich kaum gekannt haben. Zwar lebten sie beide in me und gingen auch damals Mitte der 80er Jahre auf dieselbe Schule, nämlich auf die Mount Baker Highschool, die auch Mandy besucht hat.
Jedoch gingen die beiden in unterschiedliche Klassen und man hatte auch später so gut wie nichts miteinander zu tun. Doch jetzt, wo sie also in diesem Wasserpark sind und sich unterhalten, kommt man schnell auf den ungeklärten Mordfall an Mandy Swig zu sprechen, der auch jetzt inzwischen 24 Jahre später nach wie vor Thema bei den Menschen in Eckme ist.
Während Heather und Marily sich also jetzt genau darüber unterhalten, sagt Het Heather plötzlich, dass sie einen starken Verdacht hat. wer Mandy damals umgebracht haben könnte. Und in dem Moment, als Heather das sagt, sagt auch Merily, dass es ihr ebenso geht. Auch sie hat einen starken Verdacht.
Und schnell stellt sich jetzt im weiteren Verlauf dieses Gespräches heraus, dass beide Frauen offenbar exakt denselben Mann im Kopf haben, denn sie nennen denselben Namen. Timothy Bess. Tim Bess war damals 1989 22 Jahre alt und lebte mit seiner Familie, seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder Tom in einem Haus in Eckmi in derselben Straße wie Mandy Starwick.
Darüber hinaus besuchte er einige Jahre zuvor genau wie Mandy und genau wie Heather und Marilye auch die Mount Baker High School. Soweit so gut. Doch wie kam es jetzt dazu, dass zwei Frauen, die sich kaum kannten, bei einem zufälligen Gespräch beide den Verdacht geäußert haben, Tim B könnte für den Tod von Mandy Starvick verantwortlich sein.
Heather Backstorm und Marily Anderson entschließen sich nach ihrem Gespräch an diesem heißen Sommertag im Juni 2013 dazu genau das der Polizei zu erzählen und dort auf dem Polizeirevier einige Tage später wird auch klar, dass beide Frauen jeweils sehr gute Gründe hatten, Timothy Best zu verdächtigen. ist als erstes dran und sie berichtet den Ermittlern jetzt in ihrer Aussage, dass sie einige Monate vor Mandy Starwks Ermordung, im Sommer 1989 ein durchaus verstörendes und für sie beängstigendes Erlebnis mit Tim Bass
gehabt hat. Dieser hatte nämlich der damals 15 Jahre alten Heather angeboten, sie nach einem Softballspiel, das in Eckmi stattgefunden hat, nach Hause zu fahren. Da Heather Tim kannte, hat sie sein Angebot angenommen und ist in seinen Wagen eingestiegen. Jedoch hat es nicht lange gedauert, da hat Tim B nach kurzer Fahrt bereits damit angefangen, auf sehr aufdringliche, ja, fast aggressive Art und Weise mit Heather zu flirten, was ihr sehr unangenehm gewesen ist und auch nach und nach immer beängstigender wurde, da Tim dann auch an einem
gewissen Punkt damit angefangen hat, Heather während der Fahrt anzufassen, bzw. Tim hatte wohl einen Stift in seinem Auto und diesen Stift hat er in die Hand genommen und ist Heather damit über den Körper gefahren. Also er hat sie mit dem Stift in ihrem Gesicht berührt und dann auch weiter unten ist er an ihren Beinen mit diesem Stift entlang gestrichen und Tim war damals 7 Jahre älter als Heather mit ihren 15.
Sie beschrieb diese Fahrt im Auto mit Tim jetzt so viele Jahre später gegenüber der Polizei als durchaus beklemmende und furchteinflößende Situation. Und vielleicht kennt ihr sowas ja auch aus eurem eigenen Leben. Es gibt einfach so Momente, die vergisst man nicht. Egal, wie lange sie zurückliegen, sie brennen sich ein und bleiben im Kopf.
Und ganz genauso war es für Header Backstorm nach dieser Fahrt im Auto mit Timothy B. Und nur wenige Monate nach diesem Ereignis wurde Mandy Starvick am helligsten Tag entführt und umgebracht. Aber auch Marily Andersons Erlebnis mit Tim Bess, das sie jetzt ebenfalls auf dem Polizeirevier schildert, ist gelinde ausgedrückt verstörend, denn Marily sagt, dass sie 2 Jahre nach Mandy Starwix Tod im Sommer 1991 an einem Abend alleine in ihrem Haus in Eckme gewesen ist, als es plötzlich an der Tür geklopft hat.
Als Marily öffnet, steht Tim Bess vor der Tür. Und wie gesagt, man kannte sich in dieser kleinen Stadt Eckmey, weswegen Tim Bess für Marily Anderson, die ihm jetzt die Tür aufgemacht hat, kein Unbekannter war. Und das war auch der Grund, warum sie ihn in ihr Haus hereingelassen hat, nachdem er ihr gesagt hat, dass er telefonieren muss, da er Probleme mit seinem Auto hat.

Tim kommt also in Marilyys Haus, doch dort telefoniert er nicht. Stattdessen sieht er sich jetzt überall im Haus um, geht von Raum zu Raum und betritt unter anderem auch Marily Schlafzimmer. Und Tim macht keine Anstalten wieder zu gehen. Er macht Marilyy Komplimente. Er sagt ihr, wie wunderschön sie sei und dass er in der Vergangenheit schon immer wieder mal an ihrem Haus vorbeigefahren ist, um zu schauen, ob sie alleine zu Hause ist.
Er setzt sich also auf Marilyys Bett im Schlafzimmer und versucht sie dazu zu bringen, mit ihm zu schlafen. Und wie man sich vorstellen kann, war Marily star vor Angst. Doch trotz ihrer Angst hat sie Tim dazu aufgefordert, sofort ihr Haus jetzt zu verlassen. Doch dieser macht keinerlei Anstalten ihrer Forderung nachzukommen. Ganz im Gegenteil, er verbleibt im Schlafzimmer, sitzt auf Marilyys Bett und versucht sie weiterhin dazu zu überreden, zu ihm zu kommen.
Erst als Marilyy damit gedroht hat, die Polizei anzurufen und bereits auf dem Weg zum Telefon ist, steht Tim Bestan auf und geht zurück hinaus zu seinem Wagen, den er vor dem Haus abgestellt hat. Und genau wie Heather Backstorm hat sich auch bei Marilyy Anderson diese verstörende Erfahrung mit Tim B eingebrannt.
Und auch für die Polizei sind die Angaben dieser beiden Frauen jetzt durchaus interessant, denn Tim Bess lebte zwar 1989 mit seiner Familie in derselben Straße wie Mandy Starwick, jedoch wurde weder Tim Bess selbst noch sein Vater und auch nicht sein jüngerer Bruder Tom nach dem Verschwinden von Mandy und auch nicht nachdem man ihre Leiche gefunden hat jemals als befragt.
Die Beses waren eine sehr angesehene Familie innerhalb der Community von Ende der 80er Jahre. Und die beiden Söhne, Tim und Tom, hatten sich nie etwas zu Schulden kommen lassen. Sie waren vollkommen unauffällig und hatten auch nie was mit der Polizei zu tun, weswegen die Ermittler von damals sie offenbar erst gar nicht zum Kreis der Verdächtigen gezählt haben.
Und die Männer der Bfamilie gehörten auch nicht zu den 30 Männern, die damals schon ihre DNA abgeben mussten. Und auch jetzt bei den neueren Ermittlungen, die 2009 begonnen haben, gehörten sie ebenfalls nicht zu der Gruppe, die ihre DNA für einen Vergleich freiwillig abgegeben hat. Das heißt, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass Tim Best DNA diejenige war, die man damals bei Mandy Starwick gefunden hat.
Doch auch wenn die Polizei dank der Aussagen von Heather und Marily jetzt einen neuen Ansatzpunkt in den Ermittlungen haben, so brauchen sie freilich mehr, um Tim Bess mit Mandy Starwixs Ermordung in Verbindung bringen zu können. Und genau darum sieht man sich Tim jetzt im Jahr 2013 einmal etwas genauer an. Der inzwischen 46-jährige lebt bereits seit vielen Jahren nicht mehr in Eckmi, sondern wohnt zusammen mit seiner Ehefrau Gina und seinen drei Kindern in Iverson, einer Stadt ca. 30 km von entfernt.
In den jetzt kommenden Wochen erfahren die Ermittler allerdings, dass Tim, der bereits seit 1991 mit seiner Frau Gina verheiratet ist, ihr Gegenüber während der ganzen Zeit ihrer Ehe äußerst manipulativ, herrschsüchtig und gewalttätig aufgetreten ist. Gina selbst wird später berichten, dass Tim sie schlecht behandelt, sie jahrelang gedemütigt und kontrolliert hat.
Allerdings hatte sie nicht die Kraft, sich aus dieser Ehe zu befreien. Und als sie sich einmal trennen wollte, hat Tim ihr damit gedroht, ihr ihre Kinder wegzunehmen, wenn sie die Scheidung wirklich durchziehen will, was Gina dann aus Angst dazu veranlasst hat, wieder zu Tim zurückzukehren.
Aber darüber hinaus finden die Ermittler jetzt in Iverson noch mehr über Tim Bess und seinen Alltag im Jahr 2013 heraus. unter anderem, dass er in einer Bäckerei angestellt ist, wo er im Laden hilft und regelmäßig Ware ausfährt. Und auch dort, so wird sich jetzt herausstellen, benimmt sich Tim Bess gerade gegenüber seinen weiblichen Kollegen, auch gegenüber seiner direkten Vorgesetzen, einer Frau namens Kim Wagner, sehr oft herablassend und abfällig.
Nach all dem, was Sie bisher erfahren haben, entschließen sich die Ermittler jetzt dazu, mit Tim Bess persönlich zu sprechen. Dazu bitten Sie ihn aufs Polizeirevier nach Eekmi in seine ehemalige Heimatstadt, wo Tim dann auch einige Tage später erscheint. Und als man ihn dort fragt, ob er etwas über Mandy Starwg weiß, gibt Tim eine Antwort, die eindeutig zeigt, dass dieser Mann etwas zu verbergen hat, dass er lügt.
Denn ich hatte euch ja jetzt schon im Laufe dieses Videos ein paar mal gesagt, dass jeder Einwohner von me wusste, wer Mandy Starwick war. Der Fall hat diese kleine Stadt damals bis ins Mark erschüttert. Vor allen Dingen die Menschen, die Ende der 80er mehr oder weniger direkt dabei gewesen sind, als Mandy verschwand, die dabei geholfen haben, nach ihr zu suchen und die natürlich dann auch drei Tage später erfahren haben, was ihr zugestoßen ist.
Und zu diesen Menschen gehörte natürlich auch Tim Bess. Denn nicht nur hat er in derselben Straße wie Mandy Starwick gewohnt. Darüber hinaus hat die Polizei jetzt auch bei ihren Ermittlungen erfahren, dass Tim Bess jüngerer Bruder Tom zusammen mit Mandy dieselbe Highchool, die Mount Baker Highchool besucht hat, weil sie gleich alt gewesen sind und Tom war wohl auch oberflächlich mit Mandy befreundet gewesen.
Und natürlich hat Tim B selbst auch mitbekommen, was mit Mandy damals geschah. Doch ja, jetzt als er von den Ermittlern ihren Namen hört, will er keine Ahnung haben, wer sie ist. In seiner Befragung überlegt er lange hin und her und tut so, als wüsste er mit all dem rein gar nichts anzufangen. Doch genau diese aufgesetzte Distanzierung zeigt deutlich, dass Tim versucht etwas zu verbergen, denn es ist klar, dass er weiß, wer Mandy ist und die Tatsache, dass er genau das noch dazu offenbar äußerst schlecht geschauspiel hat,
versucht anders darzustellen, spricht Bände für die Ermittler, die Tim jetzt gegenüber sitzen. Jedoch nach einigen zusätzlichen Informationen, die die Polizei Tim Bess jetzt während der Befragung gibt und sehr wahrscheinlich auch, weil ihm aufgegangen sein dürfte, dass seine ich weiß von nichts Taktik ohnehin nicht standhält, räumt er ein zu wissen, wer Mandy Star war.
Doch als die Ermittler ihm jetzt erklären, dass sie diesen Fall noch einmal aufrollen werden und ihn bitten, wie so viele ehemalige Bewohner von Eckmei auch eine DNA Probe für einen Vergleich abzugeben, lehnt Tim strickt ab. Er gibt der Polizei nämlich zu verstehen, dass er in der Vergangenheit schon sehr viele True Crime Dokumentationen geschaut hat und dort kam es laut ihm immer wieder vor, dass Menschen, die ihre DNA abgegeben haben, im Anschluss daran unschuldig ins Gefängnis gekommen sind.
Und außerdem würde Tim dieser ganzen DNA-Analyse ohnehin nicht wirklich trauen und deswegen käme das für ihn überhaupt nicht in Frage, hier irgendwas freiwillig abzugeben. Und an diesem Punkt bleibt den Ermittlern jetzt auch erst einmal gar nichts anderes übrig, als Tim Bess gehen zu lassen. Und das trotz des starken Verdachts, dass er etwas mit dem Mord an Mandy Starck zu tun hat.
Aber da die Ermittler diesen starken Verdacht haben, versuchen sie jetzt eine neue Taktik zu fahren, um doch noch auf einem anderen Weg an Tims DNA heranzukommen. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn Tim wird in den kommenden Wochen nach seiner ersten Befragung observiert. Ein Ermittler in Zivil folgt ihm und versucht so an eine weggeworfene Zigarettenkippe, einen Getränkebecher oder ähnliches heranzukommen, um Tims DNA zu sichern.
Doch dieser scheint den Braten zu riechen, denn es ist auffällig, dass er sämtliche Gegenstände, an denen seine DNA zurückbleiben könnte, bei sich behält und äußerst vorsichtig agiert. Im übrigen ein weiteres Indiz dafür, dass er etwas zu verstecken hat. Da diese Vorgehensweise Tim Best zu observieren, um so irgendwie an seine DNA heranzukommen, offensichtlich nicht den gewünschten Erfolg bringt, versuchen es die Ermittler jetzt noch einmal auf einem anderen Weg und dafür setzen sie sich erneut mit Tims direkter Vorgesetzter in der Bäckerei Kim Wackner
in Verbindung. Und auch wenn Kim anfangs wohl sehr zurückhaltend reagiert hat, so erklärt sie sich dann doch einige Zeit später, nachdem sie erfahren hat, dass es hier um den ungeklärten Fall zum Mord an Mandy Star geht, doch dazu bereit, die Ermittler zu unterstützen. In den jetzt kommenden Wochen versucht Kim während der Arbeit an Tims DNA heranzukommen.
Doch auch hier Tim scheint zu ahnen, dass die Polizei ihn nach wie vor auf dem Schirm hat. weswegen er auch an seinem Arbeitsplatz nichts zurücklässt, was seine DNA tragen könnte. Tim B ist also äußerst vorsichtig und so vergehen jetzt viele weitere Monate, in denen er auf freien Fuß ist und seine DNA immer mit nach Hause nimmt.
Doch genau diese lange Zeit, die jetzt vergeht, hat offenbar dafür gesorgt, dass Tim Best dann doch irgendwann nachlässig geworden ist, denn eines Tages trinkt er im Pausenraum in der Bäckerei eine Dose Cola und anstatt wie sonst üblich die Dose und den Becher aus dem er getrunken hat mit nach Hause zu nehmen, wirft er beides in einen Abfalleimer.
Und das ist genau die Chance, auf die Kim Wagner und auch die Ermittler so lange gewartet haben. Kim fischt den Becher und die Coladose aus dem Eimer, nachdem Tim seinen Arbeitsplatz verlassen hat und übergibt beides der Polizei. Und wenige Wochen später steht fest, Tim Best DNA und die, die man 1989 an Mandy Starw gefunden hat, stimmen exakt überein.
Im Dezember 2017 wird Timothy B auf dem Parkplatz vor seiner Arbeitsstelle festgenommen und wegen des Mordes, der Entführung und der Vergewaltigung von Mandy Starwick angeklagt. Mandys Mutter Mary, die seit nun mehr 28 Jahren darauf wartet, dass der Mörder ihrer Tochter endlich vor Gericht gestellt wird, erfährt an ihrem 81.
Geburtstag, dass man Tim B verhaftet hat und ich kann mir an dieser Stelle nicht vorstellen, was das für diese Frau bedeutet haben muss. Trotz der starken Indizien und auch der Beweise bestreitet Tim Bess nach seiner Verhaftung jetzt bis zu seinem Prozess in Untersuchungshaft vehementend Mandy Starwck entführt, missbraucht und getötet zu haben, weswegen er dann auch als sein Prozess im Frühjahr 2019 beginnt auf nicht schuldig pläiert.
Die Verteidigung hat in diesem Gerichtsverfahren jetzt vor den Geschworenen eine Erklärung dafür, wie Tim Best DNA in den Körper von Mandy Starw gekommen ist. Laut Verteidigung sollen Tim und Mandy nämlich im Herbst 1989 eine heimliche Beziehung miteinander gehabt haben, von denen niemand etwas gewusst hat.
Also weder Mandys Familie, noch ihre Freunde noch ihr damaliger Freund Rick Sander, mit dem sie bereits seit drei Jahren glücklich zusammen gewesen ist. Diese Behauptung von Tims Verteidigung ist natürlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass er in seiner ersten Vernehmung bei der Polizei nicht einmal gewusst haben will, wer Mandy Stavik eigentlich ist.
doch jetzt vor Gericht, wo ihm bei einem Schuldspruch unter Umständen lebenslangehaft ohne die Chance auf Bewährung drohen könnte, kann er sich plötzlich nicht nur wieder an ihren Namen, sondern auch gleichzeitig an eine sexuelle Beziehung mit ihr erinnern. Doch dass Tim und Mandy, wie er behauptet hat, bereits ab April 1989 heimlich zusammen waren, kann so gut wie ausgeschlossen werden.
Mandy hatte ein sehr inniges und vertrauensvolles Verhältnis zu ihrer Mutter Mary und sie stand auch ihren Geschwistern allen voran ihrer älteren Schwester Molly sehr nah und die beiden haben sich so gut wie alles erzählt. Darüber hinaus war auch bekannt, wie glücklich Mandy mit ihrem damaligen Freund Rick Sander gewesen ist.
Die beiden hatten sich ja sogar dazu entschieden, zusammen zu bleiben, obwohl Mandy 6ch Stunden weit weg in Washington ihr Studium aufgenommen hat. Mit keinem Wort hatte sie jemals gegenüber irgendjemanden erwähnt, sich mit Tim B zu treffen. Seinen Namen hatte sie nicht einziges Mal erwähnt und niemand hatte die beiden jemals in der kleinen Stadt Ami irgendwo zusammen gesehen.
Darüber hinaus konnte die Polizei auch ermitteln, dass es Ende der 80er Jahre niemals einen telefonischen Kontakt zwischen Tim Bess und Mandy Starck gegeben hat. Es gab also abgesehen von Tims Behauptung, der bisher auch nicht gerade bekannt dafür war, die Wahrheit zu sagen, keinen einzigen Hinweis darauf, dass er jemals in irgendeiner Art und Weise mit Mandy zusammen gewesen ist.
Trotzdem behauptet seine Verteidigung jetzt vor Gericht, dass Mandy am Tag ihres Verschwindens bzw. am Vormittag des 24. November 1989 sich mit Tim B getroffen hat und dass die beiden bei diesem Treffen einvernehmlich Sex gehabt haben, weswegen es auch eine Erklärung gibt, warum seine DNA in ihrem Körper gefunden wurde. Jedoch Dr.
Gary Goldvogel, der Pathologe, der damals die Autopsie an Mandy Starck durchgeführt hat, sitzt jetzt für die Staatsanwaltschaft im Zeugenstand und Dr. Goldvogel sagt, dass Tims Behauptung nicht stimmen kann, denn anhand seiner Ergebnisse konnte er feststellen, dass der Missbrauch an Mandy unmittelbar vor ihrem Tod stattgefunden haben muss und dass sie auch unmittelbar nach der Vergewaltigung direkt in den Nuksek River hineingeworfen worden ist.
Das bedeutet also, dass Tims Behauptung, Mandy sei am Vormittag bei ihm gewesen und die beiden hätten dort Sex gehabt, nicht mit den Ergebnissen aus der Gerichtsmedizin zusammenpasst, wo eben eindeutig festgestellt wurde, dass das alles, was Mandy passiert ist, in einem kurzen Zeitraum, in einer kurzen Zeitspanne abgelaufen sein muss.
Im B, davon ist die Staatsanwaltschaft überzeugt, hatte schon sehr lange ein Auge auf Mandy Starwick geworfen. Er wohnte in unmittelbarer Nähe zu ihr und da sie auch bevor sie ans College ging, immer auf dieser Strand Road entlang lief, dürfte er sie bereits zuvor mehrmals beim Joggen gesehen haben. So auch am späten Nachmittag des 24.
November, als er mit seinem Auto diese Straße entlang geefahren ist. Er sieht Mandy, die nach ihrem ausgiebigen Lauf schon wieder auf dem Weg zurück nach Hause ist und was dann im Anschluss im Einzelnen passiert ist, darüber kann man nur spekulieren. Theoretisch sind natürlich mehrere Szenarien vorstellbar. So z.B.
könnte es so gewesen sein, dass Tim, als er an Mandy vorbeigefahren ist, ihr aus dem Auto heraus zugerufen hat und dass Mandy zunächst freiwillig steheneblieben ist. Sie kannte Tim ja. Er hat in derselben Straße wie sie gewohnt und sie war mit seinem jüngeren Bruder Tom oberflächlich befreundet. Vielleicht hat man sich kurz unterhalten, doch dann hat Tim Mandy in sein Auto gezwungen, sehr wahrscheinlich indem er sie mit einer Waffe, mit einer Schusswaffe oder auch mit einem Messer bedroht hat.
Es könnte aber auch so gewesen sein, dass Tim Mandy direkt den Weg abgeschnitten hat an dieser Straße, dass sie zu Tode erschrocken ist, als dieses Auto auf einmal vor ihr stand, dass es sie gepackt hat, ebenfalls bedroht hat mit einer Waffe und sie darum direkt in sein Auto eingestiegen ist. Aber wie es jetzt letztendlich auch immer war, Tim ist mit ihr dann die sechs Meilen hinauf bis zum Nuksack River gefahren.
Doch dort angekommen ist Mandy Tim dann an einem bestimmten Punkt entkommen. Sie läuft in dieses Bromberfeld hinein, Tim hinter ihr her und als er sie eingeholt hat, schlägt er ihr auf den Kopf, so dass Mandy zusammenbricht. Er hebt sie hoch, trägt sie ans Ufer und wirft sie ins Wasser, wo Mendy, die zu diesem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich ohnmächtig gewesen ist, ertrinkt.
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