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Mafia-Morde im Paradies? T

Mafia-Morde im Paradies?  

Kozau, eine kleine Insel im Golf von Thailand, bekannt fürs Tauchen, Backpacking und seine schönen Strände. Viele Touristen haben hier die Zeit ihres Lebens. Die Insel ist nach westlichen Standards günstig und es gibt alles, was das Herz begehrt. Aber die Insel hat auch ihre Schattenseiten. Man nennt sie auch die Todesinsel, denn in den letzten Jahren sind hier mehrere junge Menschen auf mysteriöse Art und Weise gestorben und oder ermordet worden, je nachdem wem man Glauben schenken möchte.

Ich weiß, die Adventszeit fühlt sich gerade noch ziemlich weit weg an, aber so lange dauert es eigentlich gar nicht mehr. Vor allem nicht, wenn man pünktlich zum 1. Dezember in Weihnachtsstimmung kommen möchte. Dann ist nämlich jetzt der perfekte Zeitpunkt, sich einen Adventskalender zu sichern. Und wie in den letzten Jahren auch gibt es von Holy wieder etwas richtig cooles.

 Der Squad Vents Kalender kommt mit limitierten Drops, neu Mystery Sorten und exklusiven Merch. Ich will den Inhalt der Türchen hier nicht spoilern, das ganze soll ja eine Überraschung sein, aber bei über 280 € Warenwert lohnt sich der Kalender für alle Holy Fans definitiv. Wer nicht gleich das große Set haben, sondern sich lieber rantasten will, nimmt einfach den kleineren Probieradventskalender.

 Den gibt es mit Energy Sorten oder auch ohne, falls ihr wie ich nicht so die Fans von Energy seid. Und das Beste ist, dass die Kalender bis zum 110. um 5 € bzw. beim großen Kalender um 10 € reduziert sind und mein Code Insolito gibt euch wie immer noch 10% on top. Die Kalender werden dann ab November versendet und sind pünktlich zur Adventszeit bei euch, damit ihr euch die Zeit bis Heiligabend jeden Tag mit einer Portion Holy versüßen könnt.

 Den Link findet ihr wie immer unten in der Infobox und auch im angepten Kommentar. Auch wenn ihr euch nicht für ein Adventskalender, sondern etwas anderes aus dem Holy Sortiment entscheidet, gibt’s mit dem Code Insolito 10% an euch. Vielen Dank an Holly und jetzt geht’s los mit dem heutigen Video. Als erstes springen wir ins Jahr 2014.

In das Jahr, in dem wir Weltmeister in Brasilien wurden, Helene Fische mit atemlos durch die Nacht die Charts dominierte und wir uns einmal über den Kopf kippten, um auf die Nervenkrankheit alls aufmerksam zu machen. Hen Witherridge und David Miller machten im September Urlaub auf Coto, eine Insel nördlich von den bekannteren Inseln Kopangan und Kosamui.

 Die beiden residierten im Oceanview Bungalo. Der Name des Hotels beschreibt es eigentlich genau, ein Bungalo mit mehrblick direkt am Syri Beach. Der Strand ist ungefähr 1,8 km lang und zieht sich entlang der Westküste. Direkt dahinter verläuft eine schmale Straße mit Bars, Restaurants, Tauchschulen und kleinen Geschäften.

David und Henner sind mit ihren jeweiligen Freundesgruppen nach Kotao gekommen. Keiner von ihnen kannte sich vorher, auch Henner und David nicht. Sie haben sich in dem Hotel kennengelernt, aber sie erkundeten die Insel und feierten zusammen. So auch am 14. September 2014 gegen 22 Uhr ging sie zusammen die Chopper am nördlichen Teil des Syri Beach, um gemeinsam ein Fußballspiel anzugucken.

 Gegen Mützanacht verließ Hen die Bar und machte sich mit drei Freunden auf den Weg zur Aba. Die liegt nur wenige Gminuten von ihrer Unterkunft entfernt. Zur gleichen Zeit machte sich auch David auf den Weg, aber er ging zu seiner Unterkunft nur um 20 Minuten später wieder zur Chopper Bar zu gehen. Er kam dort gegen 1:40 Uhr an, aber sie war mittlerweile geschlossen.

 Also machte er sich auch auf den Weg zur Aar, wo er wieder auf Henner traf. Die beiden feierten nur kurz, denn gegen 2:30 Uhr verließen sie die Bar zusammen und gingen zum Strand. Danach verliert sich ihre Spur. Als ihre Freunde im Ocean View Bungalo ankam, waren sie nicht da. Aber sie machten sich keine Sorgen. Sie gingen davon aus, daß Henner und David einfach weiter feiern gegangen sind oder die Nacht miteinander verbringen wollten.

 Wobei letzter etwas unwahrscheinlicher ist, da David eine Freundin hatte. Am nächsten Morgen gegen 5 Uhr machte ein Mann seine gewohnte Runde am Skype Beach. Er war für die Säuberung des Strandes zuständig, sodass die Touristen, wenn sie in ein paar Stunden aufwachen, ihre Handtücher ausbreiten können, ohne dabei die Überreste der Party nach zuvorzusehen.

Aber aus der Ferne sieht der Mann etwas ungewöhnliches, zwei Menschen. Aber sie bewegten sich nicht. Einer lag direkt auf dem Sand zwischen Granitfelsen und einer beuchlings mit dem Gesicht nach unten im flachen Wasser. Letzterer bewegte sich teilweise in der Brandung. Als er näher kam, sah er, dass beide tot war.

 Der Arbeiter rannte sofort zu seinem Chef. der die Polizei alarmierte und damit begann die Ermittlung zu einem der mysteriösesten Fälle auf Koto. Relativ schnell konnte man die Leichen als David Miller und Henner Wither identifizieren. David hatte zwei schräg verlaufende unregelmäßige Platzwunden am rechten Hinterkopf.

 Weizere Platzwen an beiden Schläfen und am rechten Wangenknochen. Seine Hand war verletzt, was auf einen Abwehrkampf hindeuten könnte. Wahrscheinlich war er aber sogar noch am Leben, als der oder die Täter ihn liegen ließen, denn die Todesursache ist eine Kombination aus zwei Sachen. Schwerer, stumpfer Gewalt gegen den Kopf und anschließendem Ertrinken im flachen Wasser am Strand.

Henners Kopfverletzung war noch viel schlimmer. Sie hatte Platzwunden am Kopf und auf beiden Seiten des Gesichts, die bis zum Gehirn ging. Die Gewalt war so massiv, dass es zu schweren Deformationen des Stirnknochens der beiden Augenhöhlen und des Ober und Unterkiefers kam. In der Nähe der Leichen findet die Polizei auch direkt die vermeintliche Zartwaffe, eine Gartenhacke.

 Außerdem finden sie drei Zigarettenstummel, ein benutztes Kondom, einen Flipflop und eine Plastiktüte. Die Polizei hatte nicht allzu viele Anhaltspunkte, deswegen sie die Videoüberwachungsaufnahmen der Gegend um den Syri Beach überprüfte und da glücklicherweise auf drei Verdächtige schieß. Maumo, Saulin und Way Pu. Auf den Aufnahmen sah man, wie die drei mit einem Roller gemeinsam in Richtung eines 7-Eleven gefahren sind und dort Bier und Zigaretten kauften.

 Danach fuhren sie in Richtung des späteren Tatortbereichs, also in Richtung des Syri Beachs. Deswegen wurde Maumau zwei Wochen nach dem Fund von der Polizei befragt. Er erzählte der Polizei, dass er mit seinen zwei Freunden am Strand Gitarre gespielt, etwas getrunken und geraucht habe. Einige Zeit später sei er mit dem Roller zu sich nach Hause zu seiner Freundin gefahren.

 Eigentlich wollte er später noch mal zum Strand, um die beiden abzuholen, aber habe sich dagegen entschieden. Deswegen seien Sau, Lyn und Wio später zu ihm nach Hause gekommen, denn der Weg zu ihm war nicht so weit und zu Fuß zu erreichen. Tatsächlich gibt es auch eine Aufnahme von einem oberkörperfreien Mann, der kurz nach der vermeintlichen Tatzeit in Richtung Mau Maus zu Hause läuft.

 Die Polizei geht davon aus, dass es sich dabei um einen der beiden handelt, der sein Shirt ausgezogen hatte, nachdem er im mehr schwimmen war. Maumau führt die Polizei zu seiner Unterkunft, wo die Beamten auch Saul Lin treffen. Dieser wurde sofort verhaftet, zunächst wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht. Hier muss man einen kurzen Einschub machen.

 Auf Kurzau leben mehr Menschen aus Myanmar als Thailänder. Aber die Bommesen haben den seltensten Fällen eine Aufenthaltsgenehmigung, geschweige denn eine Arbeitserlaubnis. Sie arbeiten illegal auf Kurzung, weil sie hier mehr Geld verdienen können als in ihrem Heimatland. Das führt aber leider auch zu einer zweiklassengesellschaft, denn sie genießen weniger Rechte.

Kurze Zeit später wird auch Wio gefunden und festgenommen. Er befand sich auf einer Nachtfähre nach Suratani. Die Ermittler gingen davon aus, dass er aufgrund der Tat und Ermittlung fliehen wollte, was den Verdacht gegen ihn natürlich erhärtete. Dazu kam, dass man hinter dem Grundstück von Maumau das Handy von David fand.

 Es wurden dementsprechend DNA-proben genommen und mit den DNA Profilen aus Hannas Körper abgeglichen und tatsächlich stimmten diese überein. Die beiden wurden stundenlang befragt auf dem Revier und nach einigen Stunden knickten sie ein. Sie gestanden die Mord. Laut den Ermittlern hätten die beiden gesehen, wie Henner und David sich gekisst hätten, das hätte sie angemacht, weswegen sie sich dazu entschieden, Henner zu vertigen.

 Dabei sei es zum Mord gekommen. Nachdem sie ihre Zart voll endeten, klauten sie Davids Handy, gingen zu Maumau und warfen es dort weg. Für Cotau war es eine Sensation, dass der Fall so schnell gelöst werden konnte, denn anfänglich war man skeptisch, dass seit 10 Jahren kein Mord auf der Insel gegeben hat und es nur sechs Polizisten gab, die nicht mal ein Polizeirevier hatten.

 Aber sie hatten es geschafft und das sollte zur Schau gestellt werden. Deswegen sollten Saulin und Wio die Tat vor Publikum am Tatort rekonstruieren. Das Ganze wurde auch aufgenommen. Sie tragen Helme und Westen, die zur eigenen Sicherheit dienten, falls der wütende Mob sie angreifen sollte. Sie stellten die Tat nach und das Publikum reagierte, wie es reagieren soll.

 Es war schockiert, aber auch erleichtert, denn die Mörder sind gefasst und laufen nicht mehr frei herum. Die Beweise scheinen auch stark zu sein. Davids Handy wurde bei ihnen gefunden. Ein Fußabdruck am Strand passte zu einem der Männer und die DNA von beiden passte zu der DNA in Henners Körper. Dank der Polizei vor Ort war Cotau wieder sicher.

 Oder denn auch wenn der Fall aus dieser Perspektive relativ klar erscheint, ist dem nicht so. Und das fiel mehreren Journalisten rund um den Globus auf und was sie herausfanden, ist milde gesagt schockierend. Fangen wir noch mal beim Fund der Leichen an. Die Person, die die Leichen gefunden hat, war auch ein bumesischer Arbeiter.

 Dieser hat ja seinen Chef alarmiert und nicht die Polizei gerufen. Sein Chef ist ein Mann namens Montriichi und er ist sehr wichtig auf der Insel. Er ist nicht nur Dorfvorsteher, sondern auch Geschäftsmann, dem viele Unternehmen gehören. Fast alle am Syri Beach tatsächlich. Einige sagen sogar, dass Montriician einer der einflussreichsten Personen auf der Insel und sogar Teil einer Mafia sei.

 Wobei man hier natürlich immer vorsichtig sein muss. Das ist hören, sagen und nicht bewiesen. Den Namen werden wir gleich noch ein paar mal hören. Merkt ihn euch also. Die Polizei war tatsächlich relativ schnell am Tatort. Das Problem war nur, eben weil sie nur wenige waren und es lange keinen Mordfall gab, wussten sie nicht genau, wie sie professionell vorgehen sollen.

Es gab keine wirkliche Spurensicherung. Sie eintrafen, waren schon viele Menschen am Strand, Touristen, Arbeiter und Journalisten. Deswegen gibt es im Internet auch unzähige Bilder vom Tatort und den Opfer, die ich euch nicht empfehle anzuschauen. Sie sind wirklich schrecklich. Zudem ändert sich die Tide und die Körper mussten bewegt werden.

Das taten sie auch, aber bevor sie genauer untersuchten. Das heißt, auch hier gab es wahrscheinlich eine Kontaminierung der Spur, nicht nur durch die herumwuselnden Menschen, sondern die Polizei selbst. Die Beweismittel, also die Hacke, das Kondom, der Flipflop und die Zigarettenstummeln und die DNA, die von den Leichen genommen wurde, wurden auch nicht ordnungsgemäß steril eingepackt, sondern einfach in einen alten Bierkasten geworfen und dann weggefahren.

 So berichten es zumindest Augenzeugen, die gesehen haben, wie die Polizei vor Ort gearbeitet hat. Dazu kommt auch noch, dass die Polizei anfänglich keine Überwachungsaufnahmen angefragt hat. Das wurde erst später von einer australischen Journalistin gemacht. Sie hat interessante Aufnahmen an die Polizei weitergegeben und diese wiederum hat sie veröffentlicht, wobei sie sogar zuerst falsche Aufnahmen veröffentlichten, auf denen ein anderes Paar zu sehen war.

 Sie trugen falsche Klamotten und die Frau war asiatisch. Aufgrund der weltweiten Berichterstattung gerieten die thailändischen Zuständigen unter Druck. Deswegen übernahmen Polizisten aus Bangkok den Fall und sie waren erfolgreicher als die heimischen Ermittler. Nur nach ein paar Tagen gab es einen Verdächtigen, den sogenannten Runningman, über den haben wir eben auch schon gesprochen.

 In der ersten Version soll es sich dabei um YP handeln, der Oberkörper frei nach einer nächtlichen Abkühlung und kurz nach den Morden auf dem Weg zu Maumau aufgezeichnet wurde. Die Polizei aus Bangkok und andere Journalisten sehen das aber ein wenig anders. Da sind die drei Burmesen ja auch noch gar nicht auf dem Radar der Ermittler.

 Anfänglich gehen sie davon aus, dass der Mann Namsot Tuan ist, der Neffe von Montriatuv. Und da hört es nicht auf. Gerüchten zufolge soll Henner eine Auseinandersetzung mit Einheimischen in der Aba gehabt haben und auch die Aba gehört Montrivia. Ganz schön oft fällt hier also der Name Montriia. Das findet auch die Polizei aus Bangkok komisch und sagt, dass sie dem nachgehen würden, selbst wenn es eine einflussreiche Familie sei.

 Die Polizei geht wahrscheinlich davon aus, dass Henner und David eine Auseinandersetzung mit Angestellten der Familie oder Familienmitgliedern selbst hatten. Aber diese Verfolgung hält nicht lange an, denn kurz nachdem das Gerücht aufkommt, dass die Familie Tuwichian in den Fall involviert sein könnte, wird der zuständige Beamte aus Bangkok abgesetzt.

Namte aber in Alibi und könnte nicht für das Verbrechen verantwortlich sein. Am nächsten Morgen war er nämlich auf Überwachungsaufnahmen an der Universität in Bangkok zu sehen. Das hätte zeitlich nicht gepasst, auch wenn das Video einigen Journalisten nach komisch geschnitten sei und so aussehe, als wäre es bearbeitet worden.

 Aber das noch nicht alles. Vier thailändische Krankenhäuser bzw. Labore hätten seine DNA untersucht und nach Angaben der Behörden gab es keine Übereinstellung mit dem Tatort oder Hen, wobei die DNA nie unabhängig untersucht wurde. Dazu kommt noch, dass bei einer Pressekonferenz eins der stärksten Argumente angebracht wird, nämlich, dass ein Thailänder so ein Verbrechen niemals begehen würde.

 berichten und Videos zufolge sei die Polizei wahllos in Wohnregionen von Bummesen gegangen und habe dort heißes Wasser über sie geschüttet, sie verprügelt und bezichtigt, etwas mit den Morden zu tun zu haben. Und überraschenderweise tauchten kurz danach die drei bumesischen Männer als Tatverdächtige auf.

 Die Polizei sagte ja auch, dass Wio sich auf dem Boot versteckt habe bzw. geflüchtet sei, nachdem die Polizei Beweise gefunden hat, die ihn mit den Morden in Verbindung bringt. Wobei das auch nicht ganz stimmt, denn Yoo habe über einen Freund einen neuen Job in Suratani gefunden und sei deshalb mit der Fähre gefahren. Wo und Saul Lin wiederrufen auch einige Tage nach der öffentlichen Tatnachstellung ihre Geständnisse.

 Sie sagen, sie seien gefoltert worden, bis sie zugaben, die Morde begangen zu haben. Zudem sprachen sie auch schlechtes Thaai und Englisch, weswegen eine Sprachbarriere herrschte. Irgendwann wurde ihnen ein Übersetzer zugestellt, aber auch dieser war nicht sonderlich gut, denn als es später zum Prozess kam und er vorsprechen sollte, musste auch er einen Übersetzer gestellt bekommen, da er nicht ausreichend gut Thai sprechen konnte.

Zudem stellt sich die Frage, warum sie das Handy von David klauen sollten, um es dann hinter dem Haus von Maumau zu entzorgen. Damit würden sie sich ja zusätzlich belasten. Außerdem sind sie am nächsten Tag, also nach den Morden, ganz normal zur Arbeit gegangen. Wenn sie hätten fliehen wollen, so wie es die Polizei WPO vorwirft, hätten sie das nicht schon direkt danach getan? Das belastendste Indiz ist die Ideen A, die vermeintlich zu den beiden passt.

 Aber auch diese ist fragwürdig, denn nicht nur wurde die DNAP Probe von Henner nicht steril entnommen. Die Polizei kann später auch nicht sagen, wer sie zum Labor gebracht hat und wer den Test durchgeführt hat. Als die Verteidigung die Probe später unabhängig testen möchte, ist das auch nicht mehr möglich, denn die Polizei sagt, sie habe fast alles aufgebraucht und den Rest verloren.

 Die Polizei hat ja auch gesagt, dass der Running Man Ypio sein soll. Es wurde eine Ganganalyse durchgeführt und dieser nach passe der Gang auf dem Video nicht zu Wo. Trotz all dieser Unstimmigkeiten kommt es am 8. Juli 2015 zum Prozess und die beiden werden zum Tode verurteilt. Auch hier geht es mit Merkwürdigkeiten weiter, denn während des Prozesses durfte die Öffentlichkeit, also die Journalisten und Prozessverfolger, keine Notizen machen und es wurde nichts aufgenommen.

 Dementsprechend gibt es auch keine direkten Zitate und der Prozess ist schwieriger nachzuvollziehen. Es waren aber viele Journalisten und Menschenrechtsorganisationen anwesend, z.B. auch Amnesty International. Wie in einem Prozess üblich stellten Anklage und Verteidigung ihre jeweiligen Theorien vor. Die Zigarettenstimme, die auch am Strand gefunden wurden, wurden mit Vergleichsprofilen der Angeklagten verknüpft. So die Anklage.

 Die Verteidigung sagt, dass das stimmen kann. Sie sein zum Strand, hätten was getrunken und geraucht. Nur weil sie am Strand waren, heißt das nicht, dass sie auch die Morde begangen haben. Auf der Gartenhacke seien männliche Mischbohen gefunden worden, aber die Verteidigung wendet ein, dass die DNA darauf nicht zu ihren Klienten passt.

 Und hier stellt die Verteidigung die Frage, wie das sein kann. Wenn sie die Tat begangen hätten, müsste doch zwangsweise ihre DNA darauf zu finden sein. Das Handy von David wurde bei Maumau gefunden. Das ist unbestritten. Die Anklage sagt, dass Way Pio ist nach dem Mord geklaut, danach gemerkt hätte, dass es belastend für ihn wäre und dann weggeworfen haben.

 Wio gibt zwar zu am Strand gefunden und mitgenommen zu haben, aber die Verteidigung stellt die Frage, wieso er das tun sollte, wenn er der Mörder wäre. Vor allem das Handy bei Maumau in Anführungszeichen zu entsorgen. Ih wird klar gewesen sein, dass es gefunden wird, wenn man ihn verdächtigen würde. Das spricht der Verteidigung nach eher gegen eine Beteiligung am Mord.

 Die Aufnahmen des Runningman sind der Anklage nach auch belastend, denn darauf soll ja Way Pure zu sehen sein. Aber die Verteidigung hat eine Gangalyse durchgeführt und Experten sagen, dass der Gang nicht zu Way passt, dass es irgendwer anders sein muss. Die Geständnisse seinen auch belastend, so die Staatsanwaltschaft.

 Die Polizei sagt auch immer noch, dass es freiwillige Geständnisse gewesen wären und nicht so wie Way Pot und Saulin sagen Befragung und Aussagen unter Folter und Drohung und unzureichender Übersetzung. Wio sagt, die Beamten hätten ihm die Kleider ausgezogen und ihn 20 Minuten lang nackt in einem Gefrierraum gelassen.

 Sie schlugen mich, stirbten mir eine Tüte über den Kopf und demütigten mich, indem sie Fotos und ein Video machten”, sagte er. Sie drohten mich zu töten und sagten: “Wir können dich ins Meer werfen und deine Leiche an die Fische verfüttern. Saulin schreibt später in einem Brief an einer Journalistin: “Die Polizei hat mein Zimmer gestürmt um 6 Uhr früh.

 Sie haben mich mit dem Auto zu einem Bungelo gefahren, von dem ich wusste, dass er keine Polizeistation war. Und da haben sie mich gefragt, ob ich am 15. September zwei Menschen ermordet habe.” Als ich gesagt habe, dass ich nichts weiß über den Mod, haben der Übersetzer und die Polizisten begonnen, mich zu schlagen und zu treten ins Gesicht und gegen die Brust.

 Dann haben sie meine Plastiktiets über den Kopf gezogen, sodass ich nicht mehr atmen konnte. Ungefähr fünf von ihnen waren im Raum und jedes Mal, wenn ich gesagt habe, ich wüsse nichts, haben sie mich noch mehr gefoltert. Sie haben gesagt, wenn ich nicht gestehe und das Dokument unterschreibe, dann werden sie mich erschießen und niemand wird je davon erfahren.

 Und während sie das sagten, hielt einer eine Pistole an meinen Kopf. Also habe ich beschlossen zu unterschreiben und sie waren glücklich. Außerdem wurde den beiden erst vier Tage nach den ersten Verhören rechtlicher Beistand zur Seite gestellt. Das stärkste Indiz ist immer noch die DNA aus dem Intimbereich von Henner und diese DNA-Prebe wurde den beiden zugeordnet.

 Die Verteidigung entgegnet, dass die Dokumentation, Statistik und Beweismittelkette unvollständig sein und es auch keinen unabhängigen zweiten Test der ursprünglichen DNA gegeben hätte, eben weil die Polizei sagt, sie hätten die DNA Spuren aufgebraucht und oder verloren. Man sieht, dass auf jeden Fall beide Seiten starke Meinung haben.

 Klar, logisch, aber auch, dass beide Seiten diese mit Argumenten untermauern können. Meiner Meinung nach bedeutet das, dass es Zweifel gibt, aber anscheinend nicht genügend, denn am 24. Dezember 2015 werden die beiden schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. Das sorgte international natürlich für Aufsehen und Menschenrechtsorganisationen auf der ganzen Welt schalteten sich ein und versuchten den beiden einen fairen Prozess zu ermöglichen, indem man in Berufung ging und öffentlich Druck auf die Regierung ausübte. Aber 2017 wurden

die Urteile vom Berufungsgericht bestätigt und 2019 auch vom obersten Gerichtshof. Doch 2020 änderte Thailands König zur Feier seines 68. Geburtstags die Todesstrafe in eine lebenslange Haftstrafe um. In Thailand bedeutet das 50 Jahre Gefängnis, aber zumindest wäre eine Auslieferung an ihr Heimatland Myanmar möglich.

Ein Journalist befragte Leute in Kuo und stieß dabei auf einen jungen Mann namens Sean, der David kannte. Tatsächlich hatte David ihn am Tag der Tatsauge gefragt, ob er mit ihm feiern gehen möchte, aber Shan hatte abgelehnt, weil es ihm nicht so gut ging. Später tauchten aber Aufnahmen auf, die zeigten, dass Sha doch unterwegs gewesen ist, aber nicht im AC Club.

 So oder so wirkt schon in dem Interview ängstlich. Deswegen fragt der Journalist ihn, ob er irgendetwas für ihn tun könnte, worauf Sean sagte: “Du wirst es herausfinden. Du wirst herausfinden, dass dunklere Mächte hier eine Rolle spielen.” Eine ganz schön kryptische Aussage, aber in den nächsten Tagen bekam der Journalist mitten der Nacht einen Anruf von Sean.

Er wirkte panisch und sagte, er würde sich gerade in einem 7-Eleven verstecken, weil sie ihn töten wollen. Sie hätten ihm gesagt, er würde sterben, wenn er die Insel nicht verlässt. Und einer von ihnen, die vom 7-Eleven standen, war wer? Yes, Montrivici. Am nächsten Tag hat Sean die Insel mit einer Fähre verlassen und gibt ein letztes Interview.

 Er sagt, sie hätten ihm gedroht, dass er sich erhängen würde und sie ihn dabei beobachten würden. Das ist natürlich nur eine Aussage und wir können nicht sichern, dass es sich wirklich so abgespielt hat, aber Sean hatte Angst und hat auch die Insel verlassen und kam nie wieder. Letztendlich ändert das auch nichts. Saulin und Wio sitzen auch heute noch im Gefängnis.

 Für einige sind sie schuldig, für viele unschuldig und es wird geflüstert, dass sich die wahren Täter noch auf der Insel befinden und mit den beiden erfolgreich Sündenböcke gefunden wurden. Leider ist das aber noch nicht das Ende, sondern nur der Anfang, denn in den nächsten Monaten und Jahren werden sich weitere Fälle zu denen von Henner und David dazu reagen und sie sind der Grund, warum Kozau irgendwann die Todesinsel genannt wird.

Christina studierte erfolgreich Geschichte in Leeds England. Danach wollte sie aber nicht direkt weiter studieren, sondern erst einmal eine Auszeit nehmen und das perfekte Reiseziel dafür war Ko. Relativ günstig, weit weg und wunderschön mit vielen Möglichkeiten. Danach im September 2015 sollte es dann weiter mit dem Studium gehen.

 Sie wollte ein Master in englischer Literatur beginnen. Das passte auch, denn Christina liebt es zu schreiben und war auch politisch sehr interessiert. Einer ihrer beiden Berufswünsche wäre später Journalistin oder Autorin. Aber leider werden wir nie erfahren, ob sie das wirklich geworden wäre, denn das Studium im September wird sie nicht mehr antreten können.

 Sie wird vorher sterben. Aber alles der Reihe nach. Am 7. Januar 2015 ist es soweit. Die Reise beginnt. Geplant war eine viermonatige Soloreise durch Südostasien und Australien. Christinas Mutter kam aus Neuseeland und hatte einige Freunde in Australien. Die wollte Christina bei der Gelegenheit auch direkt besuchen.

Zunächst verbrachte sie etwa eine Woche auf Kosamui. Danach reiste sie am 15. Januar nach Kozaro. Laut ihrer Mutter wollte die 23-jährige dort etwas Zeit alleine verbringen und schreiben. Sie erkundete aber auch Orte und Strände und schrieb, dass sie überwältigt davon war, wie schön Kozaus. Obwohl sie Zeit alleine verbringen wollte, schrieb sie in einem ihrer letzten Beiträge, sie habe endlich Freunde gefunden, könne wegen der hohen Kosten für die Antibiotika aber kaum etwas mit ihnen unternehmen. Antibiotika nahm Christina,

weil sie eine Artemwegs bzw. Brustinfektion hatte. Die hat sie sich am Anfang der Reise zugezogen. Am 17. Januar hat sie noch mit ihrer Mutter telefoniert. Da war sie gut gelaunt und habe ihr von einem Bungalo am Syri Beach erzählt, in den sie am 19. Januar für zwei Tage einchecken wollte. Die Reservierung des Bunger los ging bis zum 21.

 Januar und als sie am Abreisetag nicht an der Rezeption erschien, machte sich eine Reinigungskraft auf dem Weg zu ihrem Bungalom nach ihr zu sehen. Als er nach dem Klopfen nichts von Christina hörte, öffnete er die Tür und sah sie auf ihrem Bett liegen mit dem Gesicht nach unten. Aus ihrem Mund und ihrer Nase kam Blut. Sofort rief er die Polizei, aber diese konnte nur noch den Tod von Christina feststellen.

 Für die Polizei war es relativ schnell offensichtlich, dass es sich um einen tragischen Unfall handelte, denn sie konnten keine sichtbaren Verletzung feststellen, keine Spuren eines Kampfes, keine Anzeichen von sexueller Gewalt. Es fehlten auch keine persönlichen Gegenstände und die Medikamente, von denen Christina gesprochen hatte, wurden ebenfalls gefunden.

 Und die forensische Untersuchung bestätigte die Theorie der Polizei. Dem toxikologischen Bericht nach war die Todesursache von Christina eine Wechselwirkung vom Antibiotika, Tramadol, einem opioiden Schmerzmittel und Alkohol. Die Einschätzung teilen auch andere Experten, also, dass eine tödliche Wechselwirkung möglich wäre, denn Christina nahm zusätzlich auch noch Valium.

 Valium und Alkohol zusammen können Bewusstsein und Schutzreflexe stark herabsetzen, während Tramadol zusätzlich die Atmung verlangsamen kann. Im schlimmsten Fall führt die Kombination zur Bewusstlosigkeit oder Atemstillstand, vor allem in Kombination mit der Atemwegserkrankung. Das einzige Problem ist, dass der toxikologische Bericht zwar genannte Medikamente erwähnt, jedoch keine klaren quantitativen Konzentration, also keine Mengenangab.

 Das heißt, es ist zwar eine mögliche Erklärung, aber keine absolut verlässliche. Deswegen wollten die Eltern von Christina eine unabhängige britische Untersuchung und nachvollziehbare toxikologische Befunden. Aber als sie nach den Blutproben von Christina fragt, bekam sie zwar zugesichert, dass das passieren würde, aber es passierte nie.

 Auch nach mehrmaligen Fragen über Monate hinweg nicht. Zar bekam sie den Polizeibericht, aber auch der war den Eltern nach merkwürdig. Er war extrem lang, sehr präzise beschrieben und gefüllt mit vielen unnötigen Informationen. Für die Eltern wirkte es so wie bei einer zu ausgeschmückten Lüge, die man an ihrem auffälligen Detailreichtum erkennen kann.

 Das anfängliche Vertrauen in die Polizei wurde immer geringer und als sie nach den Aufnahmen der Sicherheitskameras fragten, verschwand es ganz. Zwar bekam sie sie, aber auf den Aufnahmen war zu sehen, dass Christina nicht alleine den Bungalohn der Nacht vor ihrem Tod betreten hat, sondern mit einem Mann. Die beiden haben das Zimmer gegen 5 Uhr morgens betreten.

Der Mann verließ es ungefähr eine Stunde später. Das schockierte die Familie, denn die Polizei hatte ihn nichts davon erzählt. Der Familie wurde der Name genannt und wo er kam und dass er direkt am nächsten Morgen den Flieger gestiegen und nach Hause geflogen ist. Tatsächlich konnten sie ihn auswendig machen und mit ihm telefonieren.

 Es war ein freundliches Gespräch und er war sehr offen und respektvoll. Sie glaubten nicht, dass er etwas mit dem Tod ihrer Tochter zu tun hat, aber er gab ihnen Information, die die Familie vermuten ließ, dass vielleicht jemand anderes Christina ermordet hat. Denn anscheinend, so erfuhren sie erst jetzt, hatte Christina ein großes Interesse an den Mordfällen von Henner und David.

Zudem sagt der ominöse Mann, dass Christina nüchtern gewesen sei, als er gegangen ist, was ja auch gegen die Theorie der Polizei spricht, dass der Tod Wechselwirkung mit Alkohol und Medikamenten wäre. Als die Familie weiter recherchierte, erfuhr sie, dass Christina wirklich am Syry Beach unterwegs war, Fotos machte und Fragen zu Henner und David gestellt hat.

 Und Gerüchten zufolge sei sie gewarnt worden, nicht weiterzuforschen. Eine Drohung, die gut in die Theorie passte, die die Familie mittlerweile hatte, dass jemand vor Ort Henner ermordet hat, denn damit gab es nun ein Motiv. Dieses Motiv stützte sich durch die Gerüchte, die es auch schon im Fall von Henner und David gab, nämlich, dass jemand von der Insel etwas mit den rätselhaften Mordfällen zu tun hat, jetzt auch den Fall ihrer Tochter mit eingeschlossen.

 Denn so wie es der Zufall oder auch nicht will, gehört der Bungalo im Intou Resort, wo Christina Tod aufgefunden wurde, wieder einer ganz bestimmten Person, nämlich Montri Watsovici. Bis heute gibt es keine genaue Aufklärung, die die Familie von Christina zufriedenstellt, denn die Blutproben wurden nie nach England geschickt und so konnte die Theorie der Polizei nie wirklich überprüft werden.

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass die Sicherheitsaufnahmen in keinen offiziellen Gerichtsdokumenten auftauchen, also dass die Verbindung mit dem Mann, der bei Christina im Zimmer war, nur durch die Familie entstanden ist. Das bedeutet nicht, dass es keine Verbindung gibt, nur dass es eben eine Aussage des Vaters ist.

 Aber warum sollte er lügen? Warum sollte eine Geschichte aus der Tragödie seiner Tochter spinnen? Dafür gibt es keine Anhaltspunkte, aber genauso wenig öffentliche für eine Involvierung eines Mörders und auch kein wirkliches Motiv, außerdem, dass Christina vielleicht zu viele Fragen zu Henner und David stellte. Aber selbst damit sind wir noch nicht am Ende.

 Es gibt noch einen weiteren Fall, der mindestens genauso mysteriös ist, wenn nicht mysteriös. Und damit kommen wir zu einer Frau, die sich aus einer Sekte befreite und sich danach angeblich selbst umgebracht hat auf ganz merkwürdige Art und Weise. Im April 2017 hat die Hauptsaison auf CO zwar noch nicht begonnen, aber trotzdem war schon einiges los.

 Zu dieser Zeit haben Locals ein Varan bemerkt, der die ganze Zeit von der City in den Wald und wieder zurückging. Keiner konnte sich das erklären, deswegen folgte man ihm. Und schnell fand man den Grund. Im Wald war eine leblose Frau, die von einem Baum hing und von der Varanas. Die obere Hälfte von ihr war noch intakt und hing in der Luft.

 Die andere Hälfte lag auf einem Stein und war teilweise angegessen. Um ihren Kopf waren Nylonseile, die man normalerweise für Bote auf Kurzau verwendete und über ihr lagen mehrere T-Shirts und Baumwollschas, die aber, so stellte sich schnell bei Ermittlung heraus, nicht ihr gehörten. Neben ihr stand ein leerer Benzinkanister.

Die Polizei konnte die Frau mit Hilfe von Zahnproben und Fotos schnell identifizieren. Es handelte sich um die 30 Jahre alte Lisa Alemania aus Belgien. Sie war schon längere Zeit in Asien unterwegs. Seit zwei Jahren lebte sie auf Kopangan bei einer spirituellen Gemeinde, einer Gruppe namens Sacred, angeführt von einem selbsternannten Guru, der durch Yoga und Tantra Erleuchtung und Frieden versprach.

 Dieser Guru soll Frauengerüchten zufolge gegroomt haben. Wenn man sich Bilder von der Gemeinde anguckt, sieht man auch, dass dort hauptsächlich junge Frauen sind. In dieser Zeit hatte Elise so gut wie keinen Kontakt zu ihrer Familie und hatte sich auch auf Social Media abgemeldet. Das heißt, der Guru und die Gemeinschaft waren alles, was sie hatte.

2017 hat sich aber irgendetwas verändert, denn plötzlich suchte sie wieder Kontakt zu ihrer Familie und Freunden. Sie sagte auch, dass ihre Zeit in Asien zu Ende sei, dass sie zurück nach Belgien kommen woll. Und so kam es, dass sie am 1. April 2017 Sacred verließ. Dann nahm sie eine Fähre von Kopangan in Richtung Festland, stieg aber doch in Kotao aus.

Warum sie das tat und nicht weiterfuhr, ist nicht genau bekannt. Vielleicht war es einfach ein spontaner Zwischenstopp, eine Verabredung oder was auch immer. Was nur merkwürdig ist, ist, dass sie ihr Gepäck nicht mit runter von der Fähre genommen hat. Das Gepäck landete auf dem Festland. Als auf Cottau ankam, buchte sie sich eine Bambushhütte am Syri Beach, aber hier gab es einen dramatischen Zwischenfall, denn mitten in der Nacht fing ihre Strandtütze und zwei weitere Feuer. Wie das passiert sein kann, weiß

man nicht, aber Lies ist in der Nacht rausgerannt und weggelaufen. Danach kam sie nicht wieder. Sie fragte nicht an der Rezeption nach einem neuen Zimmer oder erkundigte sich, ob es eine Rückerstattung oder was auch immer geben könnte. Sie lief einfach weg, ungefähr 2,5 km nach Ton Bay und buchte sich ein Zimmer im Posidon Resort unter einem falschen Namen, Elise de Pois.

Dort kaufte sie sich am 21. April ein kombiniertes Fair und Busticket nach Bangkok, das wir den 24. April vorgesehen haben. Sie wollte also nur noch drei weitere Tage auf Kotu bleiben. Das belegen auch ihre letzten Aufnahmen durch eine Sicherheitskamera gegen 9 Uhr am nahgelegenen Montele Beach Resource. Und dann sechs Tage später wird ihre Leiche am Tote Bay entdeckt.

Wahrscheinlich ist sie dort zwischen dem 23. und 24. April gestorben. Neben den eben schon erwähnten Sachen wurden auch ihr Mobiltelefon, ihre Geldbörse, eine Whiskyfasche und ein handschriftlicher Brief gefunden. Anfänglich wurde spekuliert, ob es sich bei Letzteren nicht um einen Abschiedsbrief handelt, aber das wurde ausdrücklich abgestritten.

 Für die Polizei war der Fall schnell klar, ein tragischer Suizid, aber für die Familie von Elis war dem nicht so. Die Mutter schließt einen Selbstmord sogar kategorisch aus, denn ihrer Aussage nach klang sie am Telefon glücklich und sie hatte ja auch Pläne Kurzauer am 24. April zu verlassen und endlich nach Hause zu kommen. Dazu kommt, dass ihre Reisetasche nicht auf Kzau war, sondern auf dem Festland.

Warum sollte sie weitere Pläne haben, wenn sie sich umbringen wollte? Das macht der Einschätzung der Mutter nach keinen Sinn. Auch warum sie einen Zwischenstopp auf Kotau machte, bleibt ungeklärt und auch der abweichende Name, den sie im Montel benutzte, macht stutzig. Es wirkt so, als wollte Elis nicht gefunden und oder identifiziert werden können.

 Dazu kommt ja auch noch der Brand im ersten Hotel. Sowas kann natürlich passieren, aber im Zusammenspiel mit solch einer Tragödie ist das schon seltsam. Die Polizei kennt auch die genaue Ursache nicht. Der Besitzer sprach von einem elektrischen Defekt. Andere Berichte nannten eine Kerze oder Lampe in der Leis Bunger. Aber eine abschließende öffentliche Branduntersuchung hat es nie gegeben.

Die Aufnahme beim Ticketkauf soll ja die letzte Aufnahme von Elice sein. Die Mutter glaubt aber nicht, dass das ihre Tochter sei. Ihre Aussage nach sei die Person viel zu breit. Und letztlich würde auch die Art und Weise, wie sie gefunden wurde, gegen einen Selbstmord sprechen. Denn wie gesagt, sie war nur mit dem Oberkörper in der Luft.

 Ihre Beine lagen auf einem Stein und es lagen ja fremde T-Shirts auf ihr, aber auch solch eine partielle Aufhängung kann zum Tode führen und für einen Selbstmord sprechen. So die Gegenseite und auch viele andere Experten. Diese sagen auch, dass die Verletzung am Hals zu dieser Theorie passen und das Fehlen von anderen Verletzungen wie z.B.

 Kampf oder Abwehrspuren gegen die Theorie bzw. die Theorien der Mutter spricht. Kommen wir auch kurz darauf zu sprechen. Da gibt es eigentlich nur zwei Alternativtheorien. Theorie A sagt, dass eine Person aus Cotau sie umgebracht hat. Dafür spricht der ungewöhnliche Zwischenstopp. Vielleicht hat sie sich mit jemanden auf der Insel verabredet.

 Und es würde auch zu den anderen Fällen vorher passen worden. Scheinen zumindest Gerüchten nach Personen von der Insel nicht mit verbrechenden Verbindung gebracht werden sollen, damit der Tourismus weiter geschützt wird und oder weil diese Person eben genügend Macht haben, um Sündenböcke zu finden. Denn wir dürfen auch nicht vergessen, dass das Sozell am Cy Beach in das Elise eingecheckt hat und das abgebrannt ist wieder der gleichen Person gehörte, die jetzt schon so oft genannt wurde Montrivicia.

Aber die Frage hier wäre das Motiv. Anders als bei Christina hat Elise nicht irgendwelche Nachforschung oder sowas angestellt und mit niemanden aneinander geraten. Zumindest wissen wir das nicht. Das einzige, was dafür sprechen würde, wäre die schnelle Konklusion der Polizei, die gar nicht auf die T-Shirts oder das Feuer eingeht und auch nicht auf die Zweifel der Mutter.

 Sie haben ihr z.B. auch nie den Autopsie oder Polizeibericht zukommen lassen, obwohl sie das versprochen hatten. Theorie B wäre, dass jemand aus der spirituellen Gruppe etwas mit dem Tod von Elis zu tun hat. Vielleicht wusste sie etwas, was die Gruppe belasten könnte. oder vielleicht sogar den Guru höchstpönlich, aber das ist reine Spekulation.

Wirkliche Hinweise darauf gibt es nicht. So oder so muss man die Zweifel der Mutter ernst nehmen. Es gibt auf jeden Fall Fragezeichen in der Mittlung und auch in der Handhabung des Falles. Aber was man auf jeden Fall noch erwähnen muss, ist der 4. April 2017. An diesem Tag war Eis in Bangkok.

 Sie musste ihr Visum verlängern. Auf dem Rückweg stand sie am Bahnhof und wollte sich anscheinend vor einen Zug werfen. Sie konnte aber davon abgehalten werden und war danach mehrere Tage in einer psychiatrischen Einrichtung, bevor sie wieder zurück nach Kopan zur spirituellen Gruppe reiste. Später behauptet ein Polizevertreter zusätzlich, dass Elis versucht habe, einen Beamten die Waffe abzunehmen und mehrmals Kill me gerufen habe.

Öffentliche bestätigte Berichte dazu gibt es nicht. Nur diese Aussage des Polizevertreters, also zumindest was das mit der Waffe angeht. Die Mutter bestätigte auch, dass es einen Vorfall gab und die belgische Botschaft informiert wurde, aber sie widersprachte Interpretation. Nach ihrer Darstellung sei Elis verwirrt bzw.

 desorientiert gewesen und habe die Beamten nicht verstanden. Diese Geschichte macht die Theorie der Polizei zumindest etwas wahrscheinlicher, denn anscheinend gab es solche Gedanken. Ja, aber trotzdem, wie gesagt, muss man die Zweifel ernst nehmen. Es gibt genügend Sachen, die seltsam sind. Das sind die Fälle, die ich erwähnen wollte.

 Es gibt noch viel mehr, aber alle aufzuzählen macht wenig Sinn, denn am Ende kommen wir immer aufs gleiche hinaus. Die Polizei hat eine andere Theorie als die Familie, wie z.B. noch bei Ben Harring starb bei einem Motorradunfall. Die thailändische Obduktion gab einen Genickbuch als Todesursacher, die britische spätere Untersuchung eine durchtrennte Aorta oder Nick Pearson, bei dem die thailändische Erklärung ein klarer Sturz und ertrinken ist.

 Der britische Gerichtsmediziner kann ein Fremdverschulden, aber nicht ausschließen. Und klar, als Familie ist man emotional, man möchte die Schuld auf irgendjemanden abwälzen. Das Leben verantwortlich machen ist frustrierend. Da gibt es keine Chance auf Gerechtigkeit. Das Leben ist gleichgültig, nicht gut, nicht böse. Aber dass es so viele Fälle gibt, wo sich die Meinung unter Scheiden, ist merkwürdig und kann eigentlich nicht sein.

 Und vor allem der Fall von Henner und David zeigt, dass es dort Kräfte gibt, die stärker sind als das Gesetz. Ich möchte den Namen nicht noch mal erwähnen, aber er scheint wirklich viel Einfluss zu haben und dass so jemand eventuell strafrei davon kommt, selbst wenn er etwas getan hätte, ist nicht so fern ab der Möglichkeiten. Und damit sind wir am Ende des heutigen Videos.

 Ich habe vorher noch nie etwas von den Fällen gehört. Erst durch einen Zuschauer bin ich darauf aufmerksam geworden. Falls ihr einen Fall habt, schreibt ihn mir gerne unter das Video und schreibt mir auch gerne, was ihr von den Fällen haltet. Glaubt ihr an die Theorien der Polizei? Wenn ja, warum? und schaut auch gerne mal bei Patreon vorbei.

 Da schreibe ich in letzter Zeit auch öfter mal Beiträge bezüglich allerlei Dinge. Die könnt ihr auch ohne bezahltes Abo sehen und kommentieren. Ich find es irgendwie ganz cool. Wenn ihr dann doch bezahlen wollt, dann bekommt ihr die Videos da auch ohne Werbung und ohne Zensur. Also so oder so vielen Dank schon an meim voraus. Den Link dazu findet ihr in der Infobox.

Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen. Wünsche euch noch einen guten Morgen, Mittag oder Abend oder je nachdem, wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen 

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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