„Kinder sind keine Klickgaranten“: Calantha Wollny rechnet mit der Vermarktung im Netz ab – und kritisiert auch Schweste T r Loredana
„Kinder sind keine Klickgaranten“: Calantha Wollny rechnet mit der Vermarktung im Netz ab – und kritisiert auch Schwester Loredana
Es ist ein Thema, das in Zeiten von Social Media und Reality-TV immer wieder für hitzige Diskussionen sorgt: Wie viel Privatsphäre steht Kindern zu, deren Familien in der Öffentlichkeit stehen? Calantha Wollny, bekannt aus der RTLZWEI-Doku „Die Wollnys – Eine schrecklich große Familie“, bezieht hierzu nun erneut ganz klar Stellung. In einer aktuellen Fragerunde auf Instagram macht die 26-Jährige keinen Hehl aus ihrer Meinung und übt scharfe Kritik an der Vermarktung von Kindern im Internet und im Fernsehen. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und spart auch ihre eigene Familie, insbesondere ihre Schwester Loredana, nicht von ihrer Kritik aus.

Ein klarer Schnitt: Keine Unterstützung für Kindervermarktung
Während Mama Silvia Wollny und weite Teile der Großfamilie weiterhin erfolgreich im Rampenlicht stehen und ihr Leben von Kameras begleiten lassen, hat Calantha für sich und ihre Tochter Cataleya eine klare Grenze gezogen. Seit Monaten setzt sie sich aktiv dafür ein, dass Kinder nicht öffentlich zur Schau gestellt werden. Diese Haltung führt unweigerlich zu Konflikten mit ihrer Familie, in der mediale Präsenz zum Alltag gehört.
Auf die Frage eines Followers, warum sie die Reality-Doku um ihre Familie heute nicht mehr verfolge, antwortet Calantha gewohnt direkt und deutlich: „Ich bin nicht dumm und supporte nicht diese Kindervermarktung.“ Ein starkes Statement, das zeigt, wie tiefgreifend ihre Ablehnung gegenüber der öffentlichen Darstellung von Minderjährigen ist. Für sie ist die Zurschaustellung von Kindern in Reality-Formaten kein harmloses Entertainment, sondern eine bedenkliche Entwicklung, die sie nicht mit ihrer Aufmerksamkeit unterstützen möchte.
Kritik an Schwester Loredana: Liebe schließt Kritik nicht aus
Besondere Brisanz erhält Calanthas Standpunkt durch die Tatsache, dass sie aus ihrer Familie aktuell nur noch zu ihrer Schwester Loredana Kontakt hat. Doch auch vor ihr macht ihre Kritik keinen Halt. Ein Nutzer hakte auf Instagram nach: „Lore zeigt ihre Kinder auch ständig, was sagst du dazu?“
Calanthas Antwort darauf ist differenziert, aber in der Sache unmissverständlich: „Ich kann Lore lieben und trotzdem sagen: Auch bei ihr würde ich mir wünschen, dass die Privatsphäre der Kinder so gut wie möglich geschützt wird.“ Sie macht deutlich, dass persönliche Zuneigung und familiäre Verbundenheit sie nicht davon abhalten, ihre Prinzipien zu vertreten. Es ist ihr wichtig zu betonen, dass es ihr nicht darum geht, einzelne Elternteile – auch nicht ihre Schwester – persönlich anzugreifen oder zu verurteilen.
Ein grundsätzliches Anliegen: Kinder sind keine Einnahmequelle
Vielmehr sieht Calantha in der Kindervermarktung ein grundsätzliches Problem, das über familiäre Befindlichkeiten hinausgeht. „Für mich bedeutet gegen Kindervermarktung zu sein, nicht mit dem Finger auf einzelne Eltern zu zeigen“, erklärt sie. Es gehe ihr darum, „grundsätzlich dafür einzustehen, dass Kinder keine Produkte, keine Klickgaranten und keine Einnahmequelle sein sollten.“
Ihre Forderung ist klar: Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre. Dieses Recht dürfe nicht beschnitten werden, nur weil ihre Eltern ein Leben in der Öffentlichkeit gewählt haben. Calantha zieht eine deutliche Linie zwischen dem gelegentlichen Teilen von Familienmomenten und einer strategischen Vermarktung. Der kritische Punkt ist für sie erreicht, wenn Kinder „bewusst zu einem Bestandteil von Content, Reichweite und möglichen Einnahmen gemacht werden.“

Die Folgen für die Kinder: Ein Appell an die Verantwortung der Eltern
Ein weiterer wichtiger Aspekt in Calanthas Argumentation ist die Langzeitwirkung der Online-Präsenz. Sie warnt davor, „private, emotionale oder intime Momente öffentlich auszuschlachten, nur weil sie Klicks bringen.“ Eltern, so ihr Appell, sollten generell vorsichtiger und reflektierter damit umgehen, welche Bilder und Videos sie von ihren Kindern auf Instagram und anderen Plattformen teilen.
Ihr entscheidendes Argument: Kinder können in jungen Jahren die Tragweite dieser Entscheidungen überhaupt nicht überblicken. Ein Kind kann „heute noch gar nicht vollständig verstehen, welche Folgen es haben kann, wenn Bilder und Videos von ihm dauerhaft im Internet zu finden sind.“ Das Internet vergisst nicht, und die digitale Fußspur, die Eltern heute für ihre Kinder anlegen, könnte diese in Zukunft belasten.
Mit ihren offenen Worten trifft Calantha Wollny einen Nerv. Sie regt zu einer wichtigen Diskussion an, die weit über das Umfeld der Familie Wollny hinausgeht und alle Eltern betrifft, die sich in den sozialen Medien bewegen. Wie viel dürfen wir von unseren Kindern zeigen? Wo verläuft die Grenze zwischen stolzem Teilen und fragwürdiger Vermarktung? Es sind Fragen, die in der heutigen digitalen Welt immer drängender werden.