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„ICH WOLLTE NUR, DASS ER LEIDET“ … Der Fall Steven und Lana Clayton … T

„ICH WOLLTE NUR, DASS ER LEIDET“ … Der Fall Steven und Lana Clayton …  

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Am 21. Juli 2018 geht bei der Notrufzentrale von Glover, einer kleinen Gemeinde mitten im US-Bundesstaat South Carolina ein Anruf ein und es wird berichtet, dass man einen Mann bewusstlos am Fuß seiner Treppe in seinem Haus gefunden hat und dass man sofort Hilfe braucht. Doch als

wenige Minuten später die Einsatzkräfte am Grundstück der Familie Clayton an der Island Folks Road im Norden von Glober ankommen, kommt für den 64 Jahre alten Steven Clayon jede Hilfe zu spät. Er liegt tot am Fuß seiner Treppe in der Eingangshalle seines Hauses. Und zunächst sieht das jetzt alles erst einmal nach einem tragischen Unfall aus.

Denn an Stevens Körper sind keine Verletzungen sichtbar. Es gibt auch keine Einbruchspuren am Haus und ohnehin keinen Hinweis auf Fremdeinwirkung. Lana Clayton, Stevens Ehefrau, äußert aufgewühlt gegenüber dem Notarzt und den Polizisten, die jetzt in ihrem Haus sind, dass ihr Mann sich bereits in den zurückliegenden Tagen nicht wohlgefühlt hat.

 Möglicherweise stürzte er also aufgrund eines Schwächeanfalls die Treppe hinunter. Vielleicht wurde ihm auch schwindlig und er hat das Gleichgewicht verloren. Vorläufig geht man jetzt also erst einmal von einer natürlichen Todesursache aus. vorläufig, denn im Laufe der jetzt kommenden Stunden und auch Tage tauchen erste Unstimmigkeiten auf, Dinge, die auffallen und die einfach nicht passen.

Und es steht bald die Frage im Raum, ob Stephen Clayton tatsächlich eines natürlichen Todes starb oder ob etwas ganz anderes dahinter steckt. Im nordwestlichen Teil des US-Bundesstaates South Carolina mitten im York County liegt die charmante Kleinstadt Glover. Mit ihren gerade einmal 6000 Einwohnern, den vielen historischen Gebäuden im Ortskern und einem starken Zusammenhalt innerhalb der Einwohnerschaft zählt Glover zu den Städten, die den typischen Smalltown Scharm des amerikanischen Südens haben, mit einer langen

Ortsgeschichte und einem Mix aus moderner Entwicklung und Tradition. Und das zeigt sich auch im Stadtbild. Kleine Wohnsiedlungen, viele Einfamilienhäuser mit weitläufigen Grundstücken, eine ruhige Nachbarschaft. Man kennt sich. In dieser beschaulichen Gemeinde lebt im Jahr 2018 auch das Ehepaar Clayon. Steven und Lana Clayton sind im Sommer 2018 seit 5 Jahren miteinander verheiratet und leben in einem großen und luxuriösen Anwesen am Lake Wally im Norden der Stadt.

Die wunderschöne Villa des Paares mit ihren beeindruckenden weißen Säulen und der breiten Veranda, bei deren Anblick man sich sofort an historische Südstatenhäuser zurückerinnert fühlt, steht in einer ruhigen und gepflegten Gegend im Norden von Glover direkt am Ufer des Stausees Lake Wall und man kann sie durchaus als eine Art Symbol für Erfolg und Wohlstand betrachten, denn Steven Clayon, der das Haus selbst entworfen und nach seinen Vorstellungen hat bauen lassen, verfügt jetzt jetzt im Alter von 64 Jahren über ein

beträchtliches Vermögen. Der ehemalige Unternehmer Stephen Dev Wall Clayon, der nach seinem Studium in Betriebswirtschaft an der Florida State University zunächst als Wirtschaftsprüfer und später als Krankenhausmanager in Fort Lauderdale gearbeitet hat, gründerte bereits Anfang der 80er Jahre sein eigenes Unternehmen Physical Therapy Resources, das sich im Gesundheitswesen in erster Linie auf Reha und Physiotherapiezentren spezialisiert hat, was sich auch dank Stevens zielstrebiger und fleißiger Art ganz bald zu einem äußerst profitablen

Geschäft entwickelte. Und ganz genau darum war Steven dann auch Mitte der 90er Jahre dazu in der Lage, sein Unternehmen mit großem Gewinn wieder zu verkaufen und sich bereits im Alter von 40 Jahren zur Ruhe zu setzen. Steven Clayton, der in einfachen Verhältnissen aufwuchs, hat sich mit viel Ehrgeiz und Disziplin bis an die Spitze hochgearbeitet in wenigen Jahren und damit unheimlich viel Geld verdient.

Und jetzt nach dem Verkauf seiner Firma und finanziell vollkommen unabhängig genießt er seinen Ruhestand im Alter von 40 Jahren in vollen Zügen und er widmet sich seinen großen Leidenschaften wie Reisen, Golfpielen und Freunde und Familie, Menschen, die ihm nahe standen, beschrieben Steven Clayton später als sehr charismatischen und vor allen Dingen großzügigen Menschen, der trotz seines Reichtums nie vergessen hat, wo er herkommt.

stets bodenständig geblieben ist und sich für andere vor allen Dingen in Form von Wohltätigkeitsveranstaltungen und Spenden eingesetzt hat. Und auch wenn Steven Clayon neben seinem beruflichen Erfolg gerade in den zurückliegenden Jahren, seit er sich zur Ruhe gesetzt hat, immer wieder auch versucht hat, endlich sein privates Glück zu finden, so gelang ihm das leider nicht.

 Zwar hatte er immer wieder Beziehungen zu Frauen und liebte es, wie sich seine Angehörigen später erinnern, verliebt zu sein. Am Ende war allerdings keine seiner Beziehungen von langer Dauer und im Jahr 2010 ist Steven inzwischen Mitte 50 und hat offenbar versucht auf sein Umfeld auch den Eindruck eines überzeugten Junggesellen zu machen.

 Doch diejenigen, die ihn wirklich gut kannten und die ihm nahe standen, waren davon überzeugt, dass er die Hoffnung, vielleicht doch noch die richtige zu finden, nie aufgegeben hat. Und diese Hoffnung sollte Steven auch nicht umsonst haben, denn im Jahr 2010 lernt er über eine Online Dating Plattform, die damals 47 Jahre alte Lana Walsh kennen.

 Die ausgebildete Krankenschwester Lana Sue [ __ ] die zu dieser Zeit in einem Krankenhaus für Kriegsveteranen gearbeitet hat, ist 10 Jahre jünger als Stephen Clayton. Doch trotz dieses Altersunterschieds hatte man wohl direkt einen Draht zueinander, traf sich nach dem ersten Onlinekontakt immer wieder und man kam sich schnell näher.

Lana wurde von ihrem Umfeld als äußerst fürsorglich und hingebungsvoll beschrieben. Empathisch und hilfsbereit Eigenschaften, die sie vor allem natürlich auch in ihrem Beruf als Krankenschwester besonders ausgezeichnet haben und solche, die auch Steven Clayton an ihr bewundert und geschätzt hat.

 Und auch Stevens Umfeld war begeistert von Lana und auch sehr erleichtert und hoffnungsvoll, dass sie endlich die Richtige für ihn sein könnte. Und genau danach sieht es auch aus, denn am 19. November 2013, drei Jahre nach ihrem Kennenlernen, heiraten Steven und Lana im Kreise ihrer Familien und Freunde in der Stadt Charlotte in North Carolina, wo die beiden zu diesem Zeitpunkt bereits zusammengelebt haben.

Einige Zeit nach der Hochzeit allerdings verlässt das Paar jedoch North Carolina in Richtung South Carolina. Genauer gesagt geht es jetzt für die beiden in die Stadt, die ich euch am Anfang in diesem Video bereits beschrieben habe nach Glover, wo man dann auch ganz bald in das von Stephen Clayton selbst entworfene luxuriöse Haus an der Island Folks Road einzieht.

 Und in dieser Idylle am Ufer des Lake Wallyley, umgeben von wunderschöner Natur, leben die Clayons also jetzt ab dem Jahr 2013. ein ruhiges, zurückgezogenes, aber durchaus auch privilegiertes Leben. Während Lana sich um das Haus und um den Garten kümmert und nebenbei auch noch mehrmals die Woche in ihrem Beruf als Krankenschwester gearbeitet hat, verbringt auch Steven jetzt im Alter von 64 Jahren viel Zeit zu Hause an der Seite seiner Frau und geht nebenher immer mal wieder gerne golfen.

 Alles wirkt sehr stabil, aufgeräumt, ruhig und beständig. Finanziell abgesichert und sozial angesehen genießen die Clayons also jetzt ihre gemeinsame Zeit und alles scheint perfekt zu sein. Bis zum 21. Juli 2018, dem Tag, an dem sich dieses scheinbar so perfekte Leben für immer verändern wird. Ein Mann namens James Blacklitch, der an diesem 21.

 Juli 2018 gegen 13 Uhr auf seinem Motorrad im Norden von Glover unterwegs ist und dabei auch das Haus der Clayons an der Island Folksroad passiert, sieht sich gezwungen anzuhalten, als er plötzlich vor sich auf der Straße eine offenbar vollkommen aufgelöste Frau sieht. Bei der Frau handelt es sich um die 52 Jahre alte Lana Clayton, die aus ihrem Haus heraus mitten auf die Straße gelaufen kommt und so den Motorradfahrer James Blacklitch direkt auf sich aufmerksam gemacht hat.

 Vollkommen aufgelöst und panisch berichtet Launa, dass sie Hilfe braucht, dass sie ihren Ehemann reglos am Fuß der Treppe im Haus gefunden hat und sie bittet James unter Tränen darum, sofort die 911 zu rufen, was dieser dann auch macht. Als die Einsatzkräfte wenige Minuten später vor Ort sind, finden sie Steven Clayton tot mit dem Gesicht nach unten liegend in der Eingangshalle seines großen Hauses vor.

 Steven liegt am Fuß der Treppe und die Position seines Körpers lässt auch erst einmal die Vermutung zu, dass er tatsächlich nach unten gestürzt sein könnte, was auch von Lana und deren Aussagen, die sie jetzt macht, in gewisser Weise untermauert wird. Denn Lana, die beim Eintreffen des Notarztes und der Polizei nach wie vor in Tränen aufgelöst und vollkommen aufgebracht ist, äußert, dass sich ihr Mann bereits in den zurückliegenden Tagen nicht wohlgefühlt hätte, dass er die meiste Zeit in seinem Bett im Schlafzimmer verbracht, immer wieder

über starke Schwindelanfälle geklagt hätte und sie sich darum auch gut vorstellen könnte, dass er die Treppe hinuntergestürzt ist. Während Lana jetzt von einer anwesenden Polizistin und auch von einer ihrer Nachbarinnen, die inzwischen dazuekommen ist, betreut wird, die beiden sitzen mit ihr im Wohnzimmer auf der Couch und versuchen sie etwas zu beruhigen.

 Ruft man jetzt einen stellvertretenden Gerichtsmediziner mit hinzu, der kurze Zeit später auch am Haus ankommt und dieser soll Steven Clayons Leichnam vor inspizieren. Dabei stellt dieser keine offensichtlichen Verletzungen, außer einer kleinen Schramme an Stevens Kopf fest, die aber eben auch bei einem möglichen Treppensturz entstanden sein könnte.

 Und die Umstände wirken auf den ersten Blick dahingehend auch plausibel. Ein 64 Jahre alter Mann, der sich seit Tagen schon nicht wohlfühlt, das Bett gehütet und unter dauernden Schwindelattacken gelitten hat, da kann es durchaus zu einem Unfall dieser Art gekommen sein. Darüber hinaus gab es eben aber auch erst einmal nichts anderes, das auf etwas anderes als einen Unfall hingedeutet hat.

 Keine Spuren eines Kampfes am Fuß der Treppe oder sonst irgendwo im Haus. keine Spuren eines Einbruchs, sodass man hätte vermuten können, dass möglicherweise jemand von außen ins Haus kam und Steven angegriffen hat. ohnehin keine offensichtlichen Verletzungen an seinem Körper und eine Ehefrau, die aufgrund dieser ganzen Situation völlig außer sich zu sein scheint und trotzdem versucht äußerst kooperativ gegenüber den Einsatzkräften vor Ort und der Polizei zu sein.

 Und nachdem sich das Ganze jetzt zumindest ein wenig beruhigt hat, berichtet Lana den Polizisten vor Ort auch, wie dieser Tag bisher abgelaufen ist. was passiert ist in den Stunden, bevor sie Steven fand. Lana sagt aus, dass der Tag eigentlich mehr oder weniger normal begonnen hat. Während Steven, der sich ja schon seit Tagen nicht wohl fühlte, oben im Schlafzimmer in seinem Bett gelegen hat, sei sie aufgestanden, hätte ein bisschen den Haushalt gemacht und dann habe sie aber um 11 Uhr am Vormittag beschlossen, ins Schlafzimmer hinaufzugehen und nach

Steven zu schauen. Und laut ihrer Aussage ging es ihm zu diesem Zeitpunkt den Umständen entsprechend gut. Er war zwar alles andere als Putzmunter und lag auch im Schlafzimmer in seinem Bett, aber ihr ist jetzt bei ihrem Kontrollgang um 11 Uhr nicht aufgefallen, dass sich sein Zustand irgendwie dramatisch verschlechtert hätte im Gegensatz zu den Tagen davor, weswegen sie dann auch beschlossen hat, das Haus zu verlassen und in den Garten hinauszugehen, um dort etwas zu arbeiten und auch den Rasen zu mähen. Und als sie dann 2wei Stunden

später um kurz vor 13 Uhr mit ihrer Gartenarbeit fertig war und wieder ins Haus hineingan, hätte sie ihren Mann eben direkt am Fuß der Treppe in der Eingangshalle liegen sehen. Und nach dieser ersten Aussage von Lana aufgrund ihrer Beschreibung, die sie abgegeben hat, wie dieser Tag bisher gelaufen ist, könnte man durchaus mutmaßen, dass Steven Clayon, der ja alleine oben in seinem Schlafzimmer war, irgendwann nach seiner Frau gerufen hat.

 Doch diese hat ihn nicht gehört, denn Lana war ja draußen im Garten, hat gearbeitet und den Rasen gemäht, was Steven wiederum dazu veranlasst haben könnte, aus seinem Bett aufzustehen und aus dem Schlafzimmer hinauszugehen, um zu schauen, wo Lana ist. Er geht also bis zur Treppe, schafft es sehr wahrscheinlich auch noch einige viele Stufen hinunterzugehen, dann wird ihm plötzlich schwindlig.

 Er erleidet einen Herzinfarkt und fällt. Der Motorradfahrer James Blacklitch bestätigt gegenüber der Polizei vor Ort, dass er Lana Clayton um 13 Uhr, als er an ihrem Haus vorbeifuhr, panisch mit winkenden Armen auf der Straße gesehen hat, weswegen er direkt anhielt. Und auch der direkte Nachbar der Clayons, Terry Floyd, gibt an, dass sie nur wenige Minuten später auch an seine Tür klopfte und gesagt hat, sie hätte Steven bewusstlos am Fuß der Treppe gefunden.

Doch auch wenn das alles nach einem tragischen Unfall und damit einhergehend nach einer natürlichen Todesursache im ersten Moment aussieht und die Polizei vor Ort zunächst auch keine Anhaltspunkte hatte, etwas anderes zu vermuten, so gab es doch jemanden, der direkt misstrauisch war, nämlich Stephen Clayons Neffe Nick French.

 Nick, der im Sommer 2018 als Polizist in einem benachbarten County gearbeitet hat, fuhr sofort, nachdem der Notruf eing Haus seines Onkels. Und auch wenn ihm seine Tante Lana direkt weinend um den Hals fiel, als er dort ankam, so kamen Nick offenbar direkt Zweifel an dieser Treppensturzunfallversion und dafür hatte er auch gute Gründe.

 Für Stevens Neffen Nick French war es wohl direkt ungewöhnlich, dass Lana zu keinem Zeitpunkt versucht hat, ihren Mann wiederzubeleben. Lana Clayton war eine hervorragend ausgebildete Krankenschwester, die seit vielen Jahren und Jahrzehnten in diesem Beruf unter anderem auch in verschiedensten Veteranenkrankenhäusern gearbeitet hat und es dabei natürlich nicht nur mit medizinischen Notfällen, sondern auch mit Extremsituationen zu tun hatte.

Trotzdem hat sie, als sie Steven am Fuß der Treppe gefunden hat, nicht etwa versucht, erste Hilfe zu leisten, mit Wiederbelebungsmaßnahmen zu beginnen oder selbst den Notruf zu wählen. Stattdessen läuft sie raus und bittet einen zufällig vorbeifahrenden Motorradfahrer darum, genau das zu tun. Und auch wenn man an dieser Stelle natürlich argumentieren kann, dass Lana mit dieser Situation, weil es ihren Mann betrifft und weil es in ihrem eigenen Haus passiert ist, möglicherweise mit allem überfordert gewesen sein könnte in

diesem Moment. Nick French und auch Steven Clayons anderer Neffe Chris Pagan sind weiterhin skeptisch, denn was dazu kam war und auch das fiel Nick direkt auf, sein Onkel Steven hatte kein Handy bei sich. als man ihn am Fuß der Treppe fand und auch sonst konnte man sein Mobiltelefon nirgendwo im Haus finden.

Mein Onkel hatte sein Handy immer und überall bei sich. Es war sein Lebenselixier, aber ich konnte es nirgendwo finden. So Nick French später. Und die Frage ist, warum Stephen Clayons Handy ausgerechnet in einer Phase, in der er krank war und sich nicht wohlgefühlt hat, plötzlich nirgendwo mehr auffindbar ist.

 Denn gerade in so einer Situation hätte er, der sein Handy ja grundsätzlich immer bei sich hatte, es sehr wahrscheinlich erst recht in seiner Nähe haben wollen, um bei Bedarf Hilfe für sich zu rufen oder irgendjemanden zu kontaktieren. Doch das Handy war spurlos verschwunden. Damit nicht genug fallen Steven Neffen, Nick French weitere widersprüchliche, aber durchaus auch bizarre Details auf.

 Als der stellvertretende Gerichtsmediziner, den man ja dazu gerufen hat, Lana Vorort in ihrem Haus, nämlich jetzt nach ihren Wünschen und Vorstellungen bezüglich einer Beerdigung von Steven befragt, wirkt sie mit diesen Fragen vollkommen überfordert und sagt auch ganz klar, dass ihr das jetzt alles zu viel ist und dass sie noch gar nicht weiß, was sie in Bezug auf die Beerdigung machen möchte.

Doch als Nick French dann nur Minuten später eindringlich darauf drängt, man möge seinen Onkel für eine Autopsie und eine toxikologische Untersuchung in die Gerichtsmedizin überstellen, um der Todesursache auf den Grund zu gehen, ändert Lana ihre Haltung plötzlich vollständig und entscheidet, dass ihr Mann sofort ins nächste Bestattungsinstitut gebracht und dort eingeächert werden soll.

Dieser abrupte Sinneswandel von “Ich bin überfordert und weiß gar nicht, was ich machen soll, mir ist das jetzt alles zu viel.” Hin zu einer unverzüglichen Einäscherung ist bizarr und lässt, wie man sich vorstellen kann bei Nick French die Alarmglocken noch lauter schrillen, als sie das ohnehin schon getan haben, seit er dieses Haus betreten hat.

 Warum sollte Lana verhindern wollen, dass die Todesursache ihres Mannes ermittelt wird? Und auch in den jetzt kommenden Stunden im weiteren Verlauf des Nachmittags und auch des Abends dieses 21. Juli verhält sich Lana Clayon ungewöhnlich, als sie von Chris Pagan Stevens anderem Neffen, der seinem Onkel auch oftmals bei geschäftlichen Angelegenheiten geholfen hat und unter anderem wohl auch sein Testamentsverwalter war, nach Unterlagen diesbezüglich gefragt wird, fährt Lana ihn barsch an und behauptet, es gäbe kein Testament. Doch das ist

gelogen, denn Chris Pagan hatte das Testament seines Onkels in der Vergangenheit bereits gesehen und sogar mehrfach mit ihm darüber gesprochen. Warum behauptet Lana also, dass es überhaupt kein Testament gibt und äußert das auch noch in ungehaltenemen und schroffen Ton? Ein weiterer Beleg dafür, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann, war der Zustand, in dem sich das Schlafzimmer der Clayons im ersten Stock des Hauses befand.

 Als Nick French sich nämlich am frühen Abend des 21. Juli in diesem Raum umsieht, sieht er deutliche Hinweise darauf, dass sein Onkel sehr wahrscheinlich mehrere Tage am Stück in diesem Raum verbracht haben muss. Das Bett, der ganze Raum war sehr unordentlich, um nicht das Wort chaotisch zu benutzen. Wasserflaschen und Medikamente lagen überall verstreut herum.

 Das Bett, die Laken und die Decken zeigten klare Anzeichen, dass Steven dort über längere Zeit gelegen und sich auch mehrfach eingenesäst hat. Es war offensichtlich, dass er über mehrere Tage nicht in der Lage war, sein Bett überhaupt zu verlassen. So Nick French später. Und die Frage ist, wie konnte Lana das zulassen, wenn Steven Clayon so krank war, wenn es ihm so schlecht ging, wie das Schlafzimmer aussieht, dass er über Tage hinweg nicht aus dem Bett kam und sich eingenäst hat, in seinem eigenen Urin lag.

 Warum hat Lana zu keinem Zeitpunkt einen Arzt gerufen oder sonst irgendjemand über den schlechten Gesundheitszustand ihres Mannes informiert? Warum hat sie das einfach so geschehen lassen? Als Stevens Schwester Rosemaryie Clayton, die zu dieser Zeit in Florida gelebt hat, noch am selben Abend vom Tod ihres Bruders erfährt, ist sie nicht nur fassungslos und schockiert über diese Nachricht, sie ist auch irritiert.

 Rosemaryie berichtet nämlich, dass sie in den zurückliegenden drei Tagen mehrfach versucht hat, ihren Bruder zu erreichen, dass es ihr jedoch zu keinem Zeitpunkt gelungen ist und das, obwohl Steven normalerweise sein Handy immer direkt bei sich hatte. Rosemary hatte regelmäßig Kontakt zu ihrem Bruder, doch jetzt auf einmal reagiert er drei Tage am Stück, weder auf ihre Anrufe noch auf ihre Nachrichten.

 Und jetzt liegt er tot am Fuß der Treppe in seinem Haus. Es hat absolut nicht zu Steven gepasst, sich so komplett abzuschotten. So Rosemary Clayton später. Und sie hatte genau wie ihre beiden Neffen, Nick und Chris ebenfalls das Gefühl, dass hier etwas ganz und gar nicht mit rechten Dingen zugehen kann. Diese ganzen Umstände in Verbindung mit Lanas durchaus ungewöhnlichen und befremdlichen Verhalten veranlasst Stevens Familie jetzt dazu, gegenüber der Polizei auf eine vollständige Obduktion zu bestehen.

 Und nachdem auch die zuständige Gerichtsmedizinerin Sabrina Gest alle Argumente gehört hat, ist sie bereit, auch ohne Lanas Zustimmung eine ausführliche Autopsie an Steven Clayon durchzuführen. Doch man muss am Ende klar festhalten, ohne das Drängen der Familie Clayton wäre Steven sehr wahrscheinlich im Auftrag seiner Frau kurz nach seinem Tod eingeäschert worden, was die zukünftige Feststellung einer Todesursache unmöglich gemacht hätte.

 Die Autopsie von Stephen Clayton durchgeführt jetzt ohne das Wissen seiner Frau bringt erstaunliches zu Tage. In seinem Blut entdeckt man nämlich etwas, was von der Gerichtsmedizin zunächst nicht wirklich eingeordnet werden kann, nämlich eine ungewöhnlich hohe Dosis Tetraahydrozulin. Also ein pharmakologischer Wirkstoff, der unter anderem in einigen frei verkäuflichen Augentropfen enthalten ist.

Wird dieses Präparat, das diesen Wirkstoff enthält, bestimmungsmäßig angewendet, also in winzigen Mengen direkt am Auge, ist er ungefährlich, da Tetrahydrozulin dabei kaum in den Blutkreislauf gelangt. Doch die hohe Konzentration dieses Stoffes im Blut von Stephen Clayon lässt Gerichtsmedizinerin Sabrina Gest aufhorchen.

 Die Werte lagen nämlich bei 68 NanOG pro Milll, also bei einem Level, das eindeutig toxisch ist. In dieser Menge kann der Wirkstoff nicht nur den Herzschlag verlangsamen und den Blutdruck gefährlich abfallen lassen, sondern schließlich auch Atmung und Kreislauf zum Erliegen bringen. Und eine solch hohe Konzentration, wie sie in Stephen Clayons Blut gefunden worden ist, kann nicht durch die normale Anwendung von Augentropfen erklärt werden.

 Damit ein solcher Wert erreicht wird, muss Tetrahydrozulin oral aufgenommen worden sein. Die toxikologische Befundlage ist eindeutig. Die zunächst angenommene natürliche Todesursache war eine Fehleinschätzung, denn Stephen Clayton wurde vergiftet. Und das hat er selbst sehr wahrscheinlich noch nicht einmal gemerkt.

 Denn schon in geringen Mengen, wenn sie oral eingenommen werden, können Augentropfen mit dem Wirkstoff Tetraahydrozulin, die meist Farb, Geruch und auch geschmackslos sind, Symptome wie Übelkeit, Schwindel oder auch Verwirrtheit und Herzrthmusstörungen auslösen. Und wir wissen ja, dass sich Stephen Clayton und das zeigte ja auch unter anderem der Zustand seines Schlafzimmers offenbar schon in den Tagen vor seinem Tod sehr schlecht fühlte und nicht einmal sein Bett verlassen konnte.

Wenn Stephen Clayton, also Augentropfen, mit dem Wirkstoff Tetrahydrozulin tatsächlich getrunken hat oder wenn sie ihm ohne sein Wissen wie auch immer verabreicht worden sind, würde das seinen Zustand in den Tagen vor seinem Tod durchaus erklären. Und je mehr er von diesem Wirkstoff im Körper hat, desto lebensgefährlicher ist es für ihn geworden.

 Nach diesen neuen Erkenntnissen wird Lana Clayton jetzt wenige Tage später ins gerichtsmedizinische Institut für eine Befragung einbestellt. Was sie nicht weiß, FBI-Agenten und Ermittler des York County Sheriffs Office sitzen in einem Nebenraum und können alles, was sie sagt, über ein verstecktes Mikrofon mit anhören. Lana wusste zu diesem Zeitpunkt bereits, dass ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung eine Autopsie an Steven durchgeführt wurde.

 Trotzdem gibt sie sich in diesem Gespräch zunächst äußerst gefasst und selbstbewusst. Und Lana werden jetzt erst einmal Fragen in Bezug auf die allgemeine Medikamentennutzung ihres Mannes gestellt und dabei wird aber auch explizit nach Augentropfen gefragt. Und was daraufhin passiert ist jetzt wirklich verblüffend, denn wie aus der Pistole geschossen behauptet Lana in dem Moment, als es also um Augentropfen geht, dass ihr Mann regelmäßig Weisin Augentropfen eingenommen hat.

eingenommen im Sinne von Oral eingenommen. Sie gibt an, Steven hätte Probleme mit seiner Verdauung gehabt und sich darum jeden Morgen ein bis zwei Tropfen Weisin in seinen Kaffee gemischt, um so seine Verdauung anzuregen. Ein bekannter Solan Weiter habe Steven den Tipp gegeben, das zu tun.

 Ein solcher Tipp jedoch, und das sollte an dieser Stelle bitteschön einmal klar und deutlich ausgesprochen werden, ist aus medizinischer Sicht heraus vollkommener Unsinn. Zwar kussiert wohl der Irrglaube, man könnte Augentropfen als Abführmittel nutzen, doch das ist ein gefährlicher, ein äußerst gefährlicher Mythos, vor dem Ärzte und Toxikologen auch ausdrücklich warnen.

 Das entscheidende an Lanas Aussage jetzt jedoch war, dass man sie darüber informiert hat, was man im Blut ihres Mannes fand, dass sie sofort wusste, was Tetrahydrozulin ist und dass die Augentropfen ihres Mannes diesen Wirkstoff enthalten, das wusste sie auch. Sie wusste sofort Bescheid, da hat es bei mir direkt Klick gemacht. So, Gerichtsmedizinerin Sabrina Gest, die ja bei dem Gespräch mit Lana im Institut anwesend war.

 Und an diesem Punkt kamen dann auch die Ermittler des York County Sheriff’s Office und auch die FBI-agenten, die ebenfalls mit anwesend waren und die alle gemeinsam ja in einem Nebenraum im gerichtsmedizinischen Institut Lanas Aussagen mitbekommen haben, mit dazu und haben sich dann auch aktiv an der weiteren Befragung beteiligt.

 Und unter zunehmenden Druck hat Lana dann irgendwann damit begonnen, ihre eigene Version und ihre eigene Vorstellung davon, was es mit Stevens Tod auf sich gehabt haben könnte zu präsentieren. Zunächst hat sie darüber spekuliert, dass er mit der Einnahme dieser Augentropfen sich das Leben genommen haben könnte. Lana beschrieb, dass er in der letzten Zeit unter massiven Stimmungsschwankungen gelitten hätte.

Außerdem beschreibt sie ihren verstorbenen Mann jetzt gegenüber den Polizisten als gehässig. Sie sagt, dass man nie wusste, was einen bei Steven erwartet und dass sie auch immer auf Eierschalen um ihn herumgelaufen ist, weil er unberechenbar. Jedoch mal abgesehen davon, dass diese plötzlichen Anschuldigungen nicht zu Lanas bisherigen Aussagen ihren Mann betreffend gepasst haben, ist das auch absolut nicht das Bild, das Familie und Freunde von Steven Clayon gezeichnet haben.

 Und auch für den Rest ihrer plötzlichen Behauptungen ließ sich nie einziger Beleg finden. Die Ermittler bleiben also im weiteren Verlauf der Befragung hartnäckig und legen Lana schließlich auch das toxikologische Gutachten vor. Das zeigt, wie hoch die Konzentration des Tetrahydrozulin in seinem Blut war und sie sagen ihr auch, dass er vergiftet wurde.

 Und jetzt dauert es auch nicht mehr lange, da gesteht Lana Clayon über mehrere Tage hinweg die Augentropfen Weisin in Stevens Trinkwasser hineingemischt zu haben. Gleichzeitig mit diesem Geständnis jedoch versucht sie ihr Motiv dafür herunterzuspielen. Nach Jahren psychisch und emotionalen Missbrauch, den sie durch ihren Mann nämlich erlitten haben will, hätte sie ihm damit einfach nur einen Denkzettel verpassen wollen.

 Ich wollte nur, dass er Durchfall bekommt. Ich wollte nur, dass er leidet. Ich wollte, dass es ihm schlecht geht. Er hat mich ständig herumkommandiert. Lana, komm her. Lana, hilf mir ins Bad. Lana, mach dies. Lana, mach das. Und das alles hat sich in mir aufgestaut. So ihre Aussage weiter. Unter Tränen beteuert sie darüber hinaus, dass sie keinesfalls die Absicht hatte oder auch nur versucht hat, ihren Mann zu töten.

 Er sollte einfach nur ein paar Tage krank sein und sich elend fühlen, sodass er merkt, wie sehr er eigentlich auf sie und ihre Hilfe angewiesen ist. Doch umso weiter sich die Schlinge jetzt zuzieht, umso weiter baut Lana in ihrem Gespräch mit der Polizei ihr eigenes Narrativ aus. Aus dem anfänglich psychisch und emotionalen Missbrauch, den sie durch ihren Mann erlitten haben will, wird jetzt im Laufe der Vernehmung immer mehr, denn jetzt soll Steven sie auch immer wieder geschlagen und körperlich misshandelt haben. Doch auch hier ein Indiz oder gar

einen Beweis auch für diese neuen Behauptungen gab und gibt es nicht. Ganz im Gegenteil. Menschen, die Steven gut kannten, z.B. auch einige seiner Expartnerinnen, darunter eine Frau, mit der er über drei Jahre zusammen war, beschrieben ihn als liebevollen, respektvollen Menschen. Und auch Stevens Freundes und Bekanntenkreis, seine Familie erklärten einstimmig, dass sein Charakter genau das Gegenteil dessen war, was Lana hier schildert.

 Die Ermittler, die ja jetzt über Stunden hinweg mit Lana Clayton gesprochen haben, waren am Ende wohl davon überzeugt, dass die Missbrauchsvorwürfe, die sie gegenüber ihrem Mann erhoben hat, einfach nur Mitleid erregen sollten und ihr eigenes Verbrechen, das sie beging, als eine Art verzweifelten Akt der Selbstverteidigung aussehen lassen sollte, denn das wahre Motiv für den Mord an ihrem Mann könnte zumindest weist darauf einiges hineingang ganz anderes gewesen sein, nämlich Habgier.

Stephen Clayon war ein reicher Mann. Er war Millionär und besaß neben seinem beträchtlichen Vermögen auch noch ein äußerst wertvolles Anwesen mit seiner Villa am Lake Wiley in Höhe von 1,5 Millionen Dollar. Was nach seinem Tod sofort auffiel, war nicht nur, dass sein Handy auf nimmer Wiedersehen verschwunden war, sondern auch sein letzter Wille.

 Lana hatte ja behauptet, dass es überhaupt gar kein Testament geben würde. Doch das war gelogen. Stevens Testamentsverwalter bestätigte später das Gegenteil und Nachbarn der Clayons gaben ebenfalls bei der Polizei an, nur einen Tag nach Stevens Tod beobachtet zu haben, wie Lana im Garten an einer Feuerstelle Papiere verbrannt hat. Als man sich jetzt dort auch genauer umsieht, findet man tatsächlich verbrannte Unterlagen im Garten der Clayons.

 Und auch wenn man sich nicht zu 100% sicher sein konnte, ob es sich bei diesen Seiten tatsächlich um Stephen Clayons Testament gehandelt hat, so ist es nicht weit hergeholt, das anzunehmen, zumal es ja, wie gesagt nie wieder gefunden werden konnte. Und dann ist da in diesem Zusammenhang noch eine andere interessante Sache, die jetzt auch der Polizei zu Ohren kommt, denn es gab offenbar Gerüchte, dass Lana diejenige war, die Steven kurz nach der Hochzeit dazu überredet haben soll, von North Carolina, wo die beiden ja in der Stadt Char zunächst zusammengelebt

haben, in den benachbarten Bundesstaat nach South Carolina umzuziehen. Dort gibt es nämlich ein anderes Erbrecht. Lebt man in South Carolina, erbt ein Ehepartner das gesamte Vermögen, wenn der verstorbene Ehepartner keine Kinder hat und kein Testament existiert. Steven hatte keine Kinder und ein Testament hatte er jetzt auch nicht mehr, nachdem es sehr wahrscheinlich im Garten in Flammen aufging.

 Und auch Staatsanwalt Kevin Bracket vermutete später, dass Lana ihren Mann ganz gezielt zu diesem Umzug von Charlotte hinüber nach South Carolina überredet hat, um ihre erbrechtliche Position zu sichern. Und das ist noch nicht alles. Bei ihren Ermittlungen stellt sich jetzt nämlich für die Polizei heraus, dass es im Jahr 2016, also zwei Jahre vor Stevens Tod, schon einmal zu einem bizarren Vorfall im Haus der Clayons gekommen ist.

 In diesem Sommer 2016 rief Lana Clayton nämlich eines Abends die 911 und berichtete, dass es einen Unfall gegeben hat und dass sie ihren Mann Steven mit einer Armbrust verletzt hätte. Als daraufhin jetzt ein Notarzt und auch die Polizei ins Haus der Clayons gekommen ist, hat Lana erklärt, dass sie im Schlafzimmer an ihrer Armbrust herumhantiert hat, während Steven im Bett gelegen und geschlafen hat.

 Und dabei hätte sich dann plötzlich ein Pfeil aus der Armbrust gelöst und ihren Mann am Hinterkopf getroffen. Zum Glück hat der Bolzen Steven nur gestreift, weswegen er dadurch Gott sei Dank keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten hat. Aber das hätte auch ganz anders ausgehen können. Und auch wenn dieser Vorfall für die Polizisten damals im Jahr 2016 durchaus merkwürdig war, als man Steven Clayton dahingehend befragt hat, hat er geäußert, dass das einfach ein Missgeschick gewesen ist und er hat Lanas Angaben auch bestätigt, weswegen

nie irgendeine Anklage erhoben wurde. Dieser Vorfall wurde dokumentiert, weswegen man ihn auch jetzt auf Seiten der Polizei wiedergefunden hat, aber es kam eben zu keiner Anklage oder hatte sonst irgendwelche Folgen. Jedoch, wenn man all die Umstände bedenkt, die man jetzt weiß, kann man durchaus vermuten, dass Lana bereits damals im Jahr 2016 einen Versuch unternommen hat, ihren Mann zu töten, indem sie diese Armbrust, diesen Pfeil ganz bewusst auf seinen Hinterkopf abgefeuert hat, während er im Bett lag und schlief und dass sie es im

Anschluss danach eben nach einem Unfall aussehen lassen wollte. Und nun ja, zwei Jahre nach diesem Vorfall ist Stephen Clayon jetzt tatsächlich tot. In den Augen der Ermittler hat Lana schlichtweg einen neuen Anlauf genommen. Diesmal allerdings mit einer anderen Methode, von der Armbrust hin zu den Augentropfen im Trinkwasser.

 Und dabei ging sie äußerst planvoll vor. Die Polizei und später auch die Staatsanwaltschaft waren davon überzeugt, dass Lana ihr Mann über drei Tage hinweg zunächst geringere Dosen der Augentropfen Weisin in sein Trinkwasser hineinemischt hat, um ihn krank zu machen, bevor sie ihm dann letztendlich die tödliche Dosis gab. Staatsanwalt Kevin Breaken sprach später in diesem Zusammenhang von einer Tropfen für Tropfenmethode, denn bevor Lana ihr Mann die tödliche Dosis gab, wollte sie sichergehen, dass er sich auf gar keinen Fall mehr gegen sie zur Wehrsetzen oder

auch irgendjemanden um Hilfe bitten, jemanden kontaktieren kann. Und genau dadurch erklärt sich auch die Tatsache, dass Steven in den drei Tagen vor seinem Tod keine Anrufe und auch keine Nachrichten mehr beantwortet hat, dass er sich bei niemandem mehr melden konnte und dass auch sein Handy nicht mehr auffindbar war, erklärt sich auch damit, denn Lana wollte verhindern, dass Steven Hilfe ruft und deswegen hat sie ihm sein Handy weggenommen.

 Und wenn man den Zustand des Schlafzimmers bedenkt, die Uringetränkten Laken, wie es dort aussah, kann man sich ja vorstellen, wie sehr Steven Clayton gelitten haben und wie verzweifelt er sehr wahrscheinlich auch gewesen sein muss in dieser Situation. Und vielleicht werden sich die einen oder anderen von euch an dieser Stelle jetzt vielleicht fragen, wenn das alles so war, warum wurde Stevenen Clayon dann nicht tot in seinem Bett im Schlafzimmer gefunden, sondern am Fuß der Treppe in seinem Haus? Aber auch darauf hatte die Staatsanwaltschaft eine, wie ich

persönlich finde, plausible Erklärung, denn man war davon überzeugt, dass es Steven Clayton mit letzter Kraft, die er noch aufbringen konnte, am Tag seines Todes, um die Mittagszeit des 21. Juli 2018 dann doch gelungen ist aufzustehen, sein Schlafzimmer zu verlassen und in Richtung der Treppe zu gehen.

 Und da man an seinem Körper keine Verletzungen fand, die auf einen Treppensturz direkt hingedeutet haben, außer diese kleine Wunde an seinem Kopf, muss man davon ausgehen, dass Steven es sehr wahrscheinlich geschafft hat, fast die ganze Treppe noch bis nach unten zu kommen, bevor er dann aufgrund der hohen Dosen des Tetraahydrozulin in seinem Blut zusammenbrach und starb.

 Lana Clayton hatte ja gestanden, dass sie ihr Mann die Augentropfen ins Trinkwasser gemischt hat. Jedoch stritt sie weiterhin kategorisch ab, dass sie das mit der Absicht getan hat, ihn umzubringen. Sie wollte ihm damit nur eine Lektion erteilen. Das ist ihr Standpunkt. Weswegen man sie dann auch erst einmal wieder in ihr Haus zurückkehren lässt.

 Und während man auf Seiten der Staatsanwaltschaft bereits einen Haftbefehl für sie vorbereitet, versucht Lana sich das Leben zu nehmen. Der Abschiedsbrief, den sie geschrieben hat, wird am frühen nächsten Morgen nach ihrer Befragung von einem Nachbarn gefunden, der daraufhin wohl zunächst versucht hat, ins Haus hineinzukommen.

Allerdings war anscheinend die Tür zugeschlossen. Daraufhin hat der Nachbar dann die Polizei und den Rettungsdienst verständigt, der dann auch kurze Zeit später ankam. Man hat dann die Tür aufgebrochen und Lana Clayon in ihrem Schlafzimmer gefunden. Sie war nicht mehr bei Bewusstsein und hat wohl auch eine Gasleitung im Haus aufgedreht.

 Die Feuerwehr hat das dann alles wieder abgesichert und Lana wurde ins Krankenhaus gebracht. Dort stellte sich heraus, dass sie wohl mehrere Tabletten eingenommen hat. Jedoch konnte sie stabilisiert werden und nachdem es ihr etwas besser ging, hat man sie dann auch wegen dem Mord an ihrem Ehemann angeklagt.

 Und im Januar 2020 steht Lana Clayton jetzt genau darum auch vor Gericht. Doch zu einem Prozess im eigentlichen Sinne wird es nicht kommen, denn Lana nimmt einen Deal der Staatsanwaltschaft an. Statt das Risiko einzugehen wegen Mordes schuldig gesprochen zu werden, bekennt sie sich des Totschlags und der manipulativen Vergiftung schuldig.

 Und aus ihrer Sicht heraus war das wohl auch das Beste, was sie tun konnte, wenn man die Beweislage bedenkt. Eine Verurteilung wegen Mordes hätte sie es auf einen Prozess ankommen lassen, war durchaus sehr wahrscheinlich. Die Staatsanwaltschaft sprach klar aus, dass Lana aus Habgier und mit Kalkül gehandelt hat, um sich das gesamte Erbe ihres Mannes zu sichern, weswegen man auf Seiten der Anklage auch die Höchstrafe gefordert hat.

 Nach Anhörung aller Seiten und sorgfältiger Abwegung verkündet Richter Paul Ban auch das Urteil. In seiner Ansprache an das Gericht nannte er den Fall einen der bizarahsten, den er je erlebt hat und zeigte sich fassungslos über die Tat und Lanas Verhalten. Er betonte außerdem, dass es absolut nicht nachvollziehbar sei, wenn sie behaupten würde, sie hätte ihr Mann nur eine Lektion erteilen wollen, während sie ihn über Tage hinweg qualvoll hat leiden lassen, ohne Hilfe zu holen.

 Haltblütig, mit erheblicher Grausamkeit. Bewusst und mit wiederholtem Handeln beschrieb er Lanas Vorgehen, das letztendlich zum Tod ihres Mannes führte. Gleichzeitig jedoch hat der Richter auch die bisherige Strafreiheit von Lana Clayton berücksichtigt und auch ihr zumindest Teilgeständnis, dass sie abgelegt hat, weswegen das Urteil am Ende 25 Jahre Gefängnis war.

 Rosemary Clayton, Stevens Schwester, äußerte später ihren persönlichen Verdacht, dass sie davon ausging, dass Lana ihren Bruder schon seit längerer Zeit schleichend vergiftet hat, also schon lange vor dem Juli 2018, wo er dann tatsächlich gestorben ist. Sie berichtete, dass Steven ihr in der Vergangenheit immer wieder über plötzliche Schwindelanfälle und unerklärliche Krankheitsphasen erzählt hat, die begleitet waren von starker Übelkeit und Schwäche und dass Steven dafür absolut keine Erklärung hatte.

Auch wenn Rosemary Clayon den Verdacht hatte, dass Lana ihren Bruder schon über längere Zeit hinweg vergiftet hat, so kann man einfach nicht sagen, ob er wirklich vor seinem Tod im Juli 2018 bereits schädliche Substanzen bekommen hat, ob sie ihm verabreicht worden sind. Der Fall zum Tod von Steven Clayton sorgte im Sommer 2018 landesweit für Schlagzeahlen und Diskussion.

 Insbesondere die ungewöhnliche Mordmethode Augentropfen als Gift faszinierte und schockierte die Öffentlichkeit gleichermaßen. Lana Clayon wird voraussichtlich den Großteil ihrer verhängten Gefängnisstrafe absitzen müssen mit 25 Jahren Haft und mittlerweile Mitte 50 ist es fraglich, ob sie je wieder als freie Frau das Gefängnis verlassen wird.

erben jedenfalls wird sie keinen einzigen S, denn das Vermögen von Stephen Clayton wurde unter seinen rechtmäßigen Erben, seinen Geschwistern, seinen Neffen und Nichten aufgeteilt, wobei ein großer Teil davon an wohltätige Organisationen ging. Ich persönlich habe nicht den Hauch eines Zweifels daran und damit sind wir wie immer am Ende meiner Videos auch bei meiner ganz persönlichen Meinung angekommen, dass Lana Clayton ihren Mann bewusst getötet hat und auch an dem von der Staatsanwaltschaft aufgebrachten Motiv Habgier, dass sie für diese

unfassbare Tat gehabt haben soll, zweifle ich nicht. Ihre Behauptung, sie hätte Steven einfach nur eine Lektion erteilen wollen, was an sich schon mal völlig gestört ist, ist für mich bereits draußen zum Trocknen aufgehängt worden in dem Moment als klar war, dass dieser Mann über Tage hinweg im Schlafzimmer dahin vegetieren musste und sie sich exakt nichts darum gesch, denn sonst hätte sie das alles erst gar nicht zugelassen.

 Für mich persönlich ist Lana Clayton eine eiskalte berechnende Mörderin, die ihr Mann auf hinterhältigste und heimtürkischte Art und Weise das Leben genommen hat, um dadurch an sein Geld zu kommen. Und darum finde ich persönlich, wie gesagt, auch ihre Strafe, die sie bekommen hat, 25 Jahre Haft, durchaus angemessen. Ja, meine Lieben, aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung.

 Was denkt ihr über diesen gesamten Fall? Ich bin wie immer sehr gespannt darauf, wie ihr das alles einschätzt. Darum schreibt mir eure Meinung dazu gerne unten in die Kommentare. Damit verabschiede ich mich jetzt für heute von euch, meine Lieben. Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Tag und ich hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder. Bis dahin macht’s gut.

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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