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ER KANNTE SEIN WIDERLICHES GEHEIMNIS … Der Fall Dylan Redwine T

ER KANNTE SEIN WIDERLICHES GEHEIMNIS … Der Fall Dylan Redwine  

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Es ist der 18. November 2012. Und während sich in vielen Teilen der USA die Menschen auf das bevorstehende Thanksgiving Fest vorbereiten, sitzt der 13 Jahre alte Dylan Redwine derweil in einem Flugzeug, mit dem er an diesem frühen Sonntagabend in Doro, einer Stadt im Südwesten von Colorado

landen wird. Der Grund für Dylans Reise ist sein Vater Mark Redwine, der in der Gegend um Dorengo herum lebt und immer wieder einmal von seinem Sohn dort besucht wird. So eben auch jetzt im Herbst 2012, wo Dylan seine Thanksgiving Ferien bei seinem Vater verbringen soll. Und zunächst spricht auch erst einmal nichts dafür, dass dieser Besuch anders verlaufen sollte als alle zuvor.

 Auf den Aufnahmen der Überwachungskameras des Flughafens nämlich ist zu sehen, wie Dylan von seinem Vater abgeholt wird, bevor es dann in Mark Red Wines Haus nach Valesito geht, wo Dylan jetzt auch seine erste Nacht verbringen soll. Am frühen nächsten Morgen, so zumindest wird es Mark Redwine später berichten, habe er seinen Sohn noch schlafend auf der Couch im Wohnzimmer gesehen, bevor er sein Haus verlassen hat, um einige Besorgungen zu machen.

Doch dann verliert sich die Spur des 13-jährigen, denn als Mark einige Zeit später wieder zurückkommt, ist Dylan verschwunden. Und als er noch am selben Tag auch nicht zu einer Verabredung mit seinem Freund Ryan auftaucht und auch sonst niemand irgendetwas von Dylan gehört oder gesehen hat, wird klar, ihm muss irgendetwas zugestoßen sein.

Mark Redwine sagte später außerdem, dass ihm aufgefallen sei, dass auch Dylans Angelrute aus dem Haus verschwunden ist. Kann es also sein, dass der Junge sich vielleicht irgendwann am Vormittag, während sein Vater aus dem Haus war, auf den Weg in die Wälder rund um Wallesito gemacht hat, um dort zu angeln und das ihm in der nicht ungefährlichen und in dieser Jahreszeit auch sehr kalten Bergregion etwas zugestoßen ist.

Vielleicht hat Dillen sich ja verlaufen, liegt irgendwo, ist verletzt. Sofort beginnt also eine groß angelegte Suche. Familie, Freunde, freiwillige Helfer und natürlich auch die Polizei durchkämmen in den Stunden und Tagen nach Dylans Verschwinden die Umgebung in der Hoffnung, ihn irgendwo zu finden. Und dabei kämpft man jetzt nicht nur gegen die Zeit, sondern auch gegen das Wetter, das sich eben in den Tagen, nachdem Dylan zuletzt gesehen worden ist, immer weiter verschlechtert und man findet keine einzige Spur. Doch

während Dylans Familie allen voran seine Mutter Eaine verzweifelt auf Antworten hofft, beginnt sich langsam ein unfassbarer Verdacht zu formen, denn es stellt sich bald heraus, dass es in dieser Familie ein Geheimnis gegeben hat, ein Geheimnis, das so grotesk, so monströs und so verstörend war, dass es offenbar um jeden Preis geheim bleiben sollte.

Und die Frage, die sich für die Polizei an dieser Stelle stellt, ist, hat dieses Geheimnis am Ende etwas mit Dylans Verschwinden zu tun? Dylan Nicholas Redwine kam am 6. Februar 1999 als zweiter Sohn seiner Eltern Elaine und Mark Redwine in Denver, der Hauptstadt von Colorado zur Welt. Später lebte die Familie dann jedoch in der Gegend um Dorango im Südwesten des Bundesstaates, wo Dylan zusammen mit seinem 8 Jahre älteren Bruder Corey einen großen Teil seiner Kindheit verbracht hat. Jedoch als Dylan 10 Jahre

alt ist, trennen sich seine Eltern. Nach 18 Jahren, die Elaine und Mark Redwine zusammen verbracht haben, ist die Scheidung im Jahr 2008 dann rechtskräftig, was zurfolge hat, dass die Familie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zusammen unter einem Dach lebt. Während Mark, der als Fernfahrer ohnehin immer viel unterwegs war, in Durengo zurückbleibt, zieht Eine jetzt zusammen mit ihren beiden Söhnen ins fünf Stunden entfernte Monument, eine Stadt in der Nähe von Colorado Springs.

 Und auch wenn Mark nach der Scheidung wohl nach wie vor das Recht hatte, seine beiden Söhne zu sehen, so bedeutete diese neue Dynamik, die Trennung, der Umzug und die Entfernung von über 500 km eben auch, dass die Besuche der Kinder bei ihrem Vater, vor allen Dingen die Besuche von Dylan, der ja um einiges jünger war als sein älterer Bruder Corey, nicht mehr einfach Teil des normalen Alltags waren, sondern geplant und organisiert werden mussten.

 Doch ganz genau das war offenbar zunächst auch erst einmal problemlos der Fall, denn es ist bekannt, dass Dylan nach der Scheidung seiner Eltern und auch nachdem er mit seiner Mutter umgezogen ist, seinen Vater Mark immer einmal wieder in Durengo besucht hat und Dylan hatte ja auch Bezugspunkte in seine alte Heimatstadt.

 Er hat wie gesagt dort einen großen Teil seiner Kindheit verbracht, hatte dementsprechend in Durengo auch sehr viele Freunde, die er bei dieser Gelegenheit, wenn er bei seinem Vater zu Besuch war, natürlich auch gesehen hat und Zeit mit ihnen verbringen konnte. und im Jahr 2011 unternahm sogar zusammen mit seinen beiden Söhnen, also sowohl mit Dylan als auch mit Corey, einen längeren Roadtrip quer durch den mittleren Westen.

 Aber auch wenn sich das alles jetzt erst einmal nach einer mehr oder weniger normalen Umgangsregelung nach einer Trennung anhört, so war die familiäre Situation offenbar doch komplizierter. Denn auch wenn Elaine nach der Scheidung von Mark das primäre Sorgerecht für ihre Söhne bekam, so stellte sich dann irgendwann später doch die Frage, wie vor allen Dingen Dylans Besuche bei Mark eigentlich genau geregelt werden sollten.

 Ein Streitpunkt, der dann auch im Sommer 2012 eine große Rolle spielen wird, als vor Gericht schließlich konkrete Besuchszeiten festgelegt wurden, die bestimmen sollten, wann und unter welchen Umständen Dylan Zeit bei seinem Vater in Durengo verbringen sollte. Und genau das wird später noch eine große Rolle spielen, weil dieser Termin vor Gericht, wo das alles festgelegt wurde, eben im September 2012 war.

 und Dylan ja dann nur zwei Monate später im November verschwunden ist. Doch auch wenn die familiäre Situation mit der Trennung seiner Eltern, der großen Entfernung zwischen zwei Haushalten und dem gelegentlich immer einmal wieder auflammenden Streit vor Gericht für Dylan also nicht unbedingt einfach gewesen ist, so schien er in seinem neuen Alltag in dieser neuen Stadt Monument zusammen mit seiner Mutter Elaine, seinem Bruder Corey und auch dem neuen Mann an der Seite seiner Mutter Mark Hall.

ziemlich gut zurecht zu kommen. Dylan besucht die Leis Palmer Middleschool in Monument. Er hat viele Freunde, mit denen er Zeit verbringt. Er spielt leidenschaftlich Videospiele, ist viel draußen unterwegs und interessiert sich ganz besonders für Baseball. Ein Sport, für den Dylan ein Talent hatte und der nicht nur in seinem, sondern auch im Leben seines Bruders eine große Rolle gespielt hat.

 Und weil wir ohnehin gerade bei Corey sind, er soll für Dylan weit mehr als ein großer Bruder gewesen sein. Trotz des Altersunterschieds von 8 Jahren standen sich die Jungs sehr, sehr nahe. Man vertraute sich gegenseitig, hat sich unterstützt und endlich verhielt es sich eben auch in Bezug auf seine Mutter Eline, denn auch zu ihr soll Dylan ein inniges Verhältnis gehabt haben.

 Und Elane erinnerte sich auch später an ihren jüngsten Sohn als einen wunderbaren Jungen, sehr lebendig, energie geladen und mitfühlend. Ein Friedensstifter, ein Vermittler sei er gewesen, jemand der ein äußerst feines Gespür für Menschen hatte und sich auch gekümmert hat. Und gerade dieses fürsorgliche und vermittelnde warne Eigenschaften, die zumindest beschrieb es Elaine später immer wieder so, wirklich ein großer Teil von Dylans Persönlichkeit gewesen sind.

 Im Herbst 2012 ist Dylan Redwine 13 Jahre alt. Thanksgiving steht vor der Tür und die Ferien rund um diese Feiertage, die soll er jetzt wieder einmal bei seinem Vater Mark in Dor verbringen. Denn wie ich vorher schon kurz angesprochen habe, waren diese Besuchs- und Umgangszeiten ja erst im Sommer, also vor 2 d Monaten, gerichtlich festgesetzt worden.

 Und diese bevorstehenden Thanksgiving Ferien waren eben einer der Zeiträume, die aus dieser Entscheidung hervorgingen. Wichtig an dieser Stelle zu wissen ist jedoch, dass Dylan diesmal dem Besuch bei seinem Vater alles andere als positiv gegenübergestanden hat. Abgesehen davon nämlich, dass er die Feiertage lieber zu Hause in Monument zusammen mit seiner Mutter und seinem Bruder verbringen wollte, war es Dill auch wichtig, seine Großmutter an Thanksgiving zu sehen, bei der erst vor kurzem Krebsdiagnostiziert worden war.

Und dann gab es da noch eine andere Sache. Bereits seit dem Roadtrip im zurückliegenden Jahr 2011, bei dem Dylan zusammen mit seinem Bruder Corey über längere Zeit hinweg mit seinem Vater zusammen gewesen ist, hatte sich das Verhältnis aus irgendeinem Grund merklich verändert und es war völlig klar, dass Dylan mag nicht sehen und ihn auch nicht besuchen wollte.

Und auch wenn seine Mutter Elane mit ihrer Anwältin darauf hinesprochen hat und alles versucht hat, dass Dylan eben nicht fahren muss, dass er zu Hause bleiben kann, so waren diese Besuchszeiten eben erst vor wenigen Monaten gerichtlich festgesetzt worden, was zurfolge hatte, dass Dylan, auch wenn er das absolut nicht wollte, trotzdem fahren musste.

Und als Eine Hallen jüngsten Sohn dann einige Tage später am 18. November 2012 zum Flughafen von Colorado Springs bringt, um sich von ihm zu verabschieden, konnte sie nicht ahnen, dass das letzte Mal sein wird, dass sie ihr Kind umarmen würde. Denn nicht einmal 24 Stunden später ist Dylan spurlos verschwunden.

 Doch zunächst einmal sitzt der 13-jährige jetzt also sicher im Flugzeug in Richtung Durengo. Und auf diesem Flug passiert jetzt auch schon etwas, das später noch interessant werden wird, denn irgendwann während Dylan also in der Luft ist, macht er ein Selfie von sich, also ein Foto, dass er dann an einen seiner Freunde, einen Jungen namens Joseph Chebalos weiterschickt.

 Jedoch ist in diesem Zusammenhang nicht unbedingt das Foto von Dylan wichtig, sondern der kurze Text, den er dazu geschrieben hat. Unter dieses Foto schreibt er nämlich zwei Wörter und diese lauteten what now, also was jetzt. Und auch wenn im Nachhinein natürlich niemand mehr sagen kann, was Dylan in diesem Moment durch den Kopf ging oder was er mit dieser Nachricht genau ausdrücken wollte, so klingt sie rückblickend, als würde er sich über irgendetwas Sorgen machen.

 So als hätte er einfach ein ungutes Gefühl bei dieser Reise gehabt, die er ja, wie wir wissen, ohnehin nicht antreten wollte. Also so ganz nach dem Motto: “Schau her, ich sitze in einem Flugzeug. Hier ist das Foto, hinter mir eindeutig Flugzeug. Ich bin also auf den Weg zu meinem Vater. Ich musste fahren, obwohl ich nicht wollte.

 Und dann what now? Was jetzt?” Aber wie auch immer, nach einem etwa zwei Stunden langen Flug landet Dylan am frühen Abend am Durengo Lapata County Airport, was von einer der Überwachungskameras des Flughafens um 17:46 Uhr auch aufgezeichnet wird, genauso wie das Zusammentreffen mit Mark Redwine, der seinen Sohn kurze Zeit später abholt.

 Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie die beiden nebeneinander hergehen. Und das wird auch nicht die letzte Aufnahme an diesem Sonntagabend von Vater und Sohn sein, denn gegen 19 Uhr werden sie noch einmal beim Einkaufen bei Walmart und eine halbe Stunde später in einer McDonald’s Filiale in Doro gefilmt. Bevor man sich dann auf den Weg zu Mark Redwines etwas abgelegenem Haus an der County Road nördlich des Valesito Reservoirs macht, wo Dylan eben jetzt auch seine erste Nacht bei seinem Vater verbringen soll.

 Und ich meine, wir wissen ja, dass Dylan ohnehin nicht zu seinem Vater wollte. Wir wissen auch oder können anhand der Nachricht aus dem Flugzeug zumindest darüber spekulieren, dass er ein ungutes Gefühl bei Aldem hatte und sich um irgendetwas Sorgen gemacht hat. Doch jetzt, als er zusammen mit Mark im Haus ankommt, stellt sich auch heraus, dass Dylan offenbar noch nicht einmal dort schlafen wollte.

 Denn noch am Abend des 18. November schreibt er eine Nachricht an Ryan Nava, seinen besten Freund in Durengo, den er seit Kindertagen kannte und bittet darum bei ihm übernachten zu dürfen. Doch auch wenn aus diesem Plan dann nichts geworden ist, weil Mark Redwine seinem Sohn verboten hat, woanders zu schlafen, so haben sich Dylan und Ryan Nava trotzdem dann für den frühen nächsten Morgen verabredet.

 Per Textnachricht vereinbaren die beiden Jungs sich schon sehr früh, nämlich bereits gegen 6 Uhr morgens am Haus von Ry Großmutter zu treffen, um dann etwas gemeinsam zu unternehmen. Und das war dann auch das letzte, was Ryan Nava von seinem Freund Dylan an diesem Abend gehört hat. Die letzte Aktivität auf seinem Handy wird um 21:37 Uhr registriert werden.

 Denn als Dylans Mutter Eine ihm um 22 Uhr noch einmal schreibt und ihn fragt, ob alles in Ordnung ist, antwortet ihr Dylan schon nicht mehr. Es ist der nächste Morgen, Montag, 19. November 2012. Und wie vereinbart wartet Ryan Nava, der sich für das Treffen mit Dylan extra einen Wecker gestellt hat, darauf, dass sein bester Freund um 6:30 Uhr jetzt bei ihm auftaucht.

 Doch genau das geschieht nicht, denn Dylan taucht nicht nur nicht auf, auf Ry zahlreiche Nachrichten reagiert er auch nicht. Und auch wenn man an dieser Stelle natürlich spekulieren könnte, dass Dylan vielleicht nur verschlafen hat, so war es trotzdem seltsam, dass er überhaupt nichts hat von sich hören lassen, dass er auch Ryan nicht zurückgeschrieben hat und dass er eben auch nicht zum vereinbarten Zeitpunkt bei seinem Haus war, denn man hat ja schon anhand seines Verhaltens am zurückliegenden Abend gemerkt, dass er offenbar nichts lieber

wollte, als von seinem Vater wegzukommen. Was also geht davor im Haus von Mark Redwine? Wo ist Dylan und warum hat er das für ihn offenbar sehr wichtige Treffen mit seinem Freund Ryan verpasst? Mark wird später berichten, dass er an diesem Montagmgen schon früh aufstand, um in der Stadt Besorgungen zu machen und um einen Termin bei seinem Anwalt in Dorango wahrzunehmen.

 Als er gegen 7:30 Uhr das Haus verließ, habe er seinen Sohn noch schlafend im Wohnzimmer auf der Couch gesehen. Doch als er dann mittags gegen 11:30 Uhr wieder zurückkam, sei ihm zwar aufgefallen, dass der Fernseher noch lief und er hätte auch eine Schüssel mit Resten von Cornflakes und Milch in der Küche stehen sehen, aber Dylan war nicht mehr da.

 Was also passiert jetzt? Mark gab später an, dass er im Laufe des Tages immer wieder versucht hat, seinen Sohn auf dessen Handy zu erreichen. Und er sagte auch, dass er Dylans Freunde in Durango abgefahren hat, um sie zu fragen, ob sie ihn gesehen oder irgendetwas von ihm gehört haben. Unter anderem fuhr Mark dabei auch zu Ryan Nava, also zu dem Jungen, mit dem Dylan ja ursprünglich schon sehr früh am Morgen verabredet war.

 Doch als das also alles zu nichts führte, hat sich Mark um 16:30 Uhr dann dazu entschieden, mit seiner Ex-Frau Elane, mit Dylans Mutter in Kontakt zu treten und hat sie gefragt, ob sie irgendetwas von ihm gehört hat, weil er eben nicht zu Hause ist und weil er ihn nirgendwo finden kann. Und Elane war von dieser Nachricht direkt alarmiert, denn wir erinnern uns zurück bereits auf ihre SMS am Abend zuvor, wie es ihm geht und ob alles okay ist, hatte Dylan ja schon nicht mehr geantwortet.

 Und jetzt verpasst er nicht nur eine Verabredung mit seinem besten Freund vor Ort, sondern ist obendrein scheinbar spurlos verschwunden und meldet sich bei niemanden. Um 18 Uhr an diesem 19. November meldet Mark Redwine seinen Sohn jetzt schließlich bei der Polizei als vermisst. Und nachdem er zusätzlich noch angegeben hat, Dylan zuletzt noch früh am Morgen schlafend auf der Couch im Wohnzimmer seines Hauses gesehen zu haben, konzentriert sich das Lapata County Sheriffs Office zunächst auch erst einmal bei ihrer Suche auf das ländliche Gebiet rund um

Marx Haus in Walesito. Vor allen Dingen, weil Mark auch noch zusätzlich der Polizei erzählt hat, dass nicht nur Dylan selbst, sondern auch sein Rucksack und offenbar auch seine Angelrute aus dem Haus verschwunden ist. Die Annahme, also der Junge könnte sich spontan nach dem Aufstehen dazu entschieden haben, ein paar Sachen einzupacken und an einem der zahlreichen sehen in der Gegend angeln zu gehen, war durchaus vorstellbar für die Polizei.

Dabei könnte es in der nicht ungefährlichen Bergregion mit Temperaturen um die 5° durchaus zu einem Unfall gekommen sein. Vielleicht ist Din verletzt und selbst nicht mehr in der Lage dazu, Hilfe für sich zu rufen. In den jetzt kommenden Stunden inzwischen ist auch Dylans Mutter Elaine zusammen mit ihrem ältesten Sohn Corey und ihrem Mann Mike Hall in Durengo angekommen wird die Suche ausgeweitet.

 Plakate mit Dylens Foto und seiner Beschreibung werden gedruckt und überall verteilt. Eine Belohnung in Höhe von 000$ wird ausgesetzt und ein Suchaufruf an die Bevölkerung herausgegeben. Neben Dylans Familie, seinen Freunden und vielen freiwilligen Helfern, die sich anschließen, sind jetzt aber auch Suchhunde, Taucher der New Mexico State Police mit Sonarboten, Hubschrauber und Flächenflugzeuge im Einsatz, die die großen weitläufigen Gebiete von Mittle Mountain nördlich von Valesito überfliegen. Dabei bekommt man es jetzt

derweil während der Suche auf dem Boden mit tiefen Schluchten, dichtem Wald und Höhenlagen zwischen 8 und 11000 Fuß zu tun. Und das schlechte Wetter mit dem einsetzenden Schneefall sorgt zusätzlich dafür, dass man nur langsam vorankommt. 10 Tage nach Dylens Verschwinden und bisher ohne eine eindeutig heiße Spur wird dann am 29.

 November 2012 von insgesamt 15 Mitgliedern einer Task Force und auch durch die Unterstützung des FBI das Haus von Mark Redwine einmal genauer unter die Lupe genommen, für dass man inzwischen auch einen Durchsuchungsbeschluss hatte. Und dafür gab es durchaus gute Gründe, denn zum einen wusste man ja sicher, dass Dylan am Abend vor seinem Verschwinden in diesem Haus gewesen ist.

 Von dort aus hat er ja auch seine letzten Nachrichten verschickt und außerdem hatte man auf Seiten der Polizei, nachdem man auch intensiv mit Dylans Familie, vor allen Dingen mit seiner Mutter Elaine und seinem Bruder Corey gesprochen hat, Zweifel daran, dass er von sich aus freiwillig verschwunden ist, bzw. dass er alleine irgendwo hinging, denn Eine hat der Polizei zwar erzählt, dass ihr Sohn gerne draußen war und dass er auch viel Zeit mit Freunden draußen verbracht hat, aber Dylan war jetzt wohl nicht der Typ, der einfach seinen Rucksack und

seine Angel packt und alleine irgendwo an einen See fährt, um zu angeln, zumal dann, wenn er ja eigentlich mit einem seiner besten Freunde, mit Ryan Nava fest verabredet gewesen ist für diesen Morgen. Darüber hinaus hatte die Polizei auch die Information erhalten, dass Dylan erst gar nicht zu Mark wollte und dass sich das Verhältnis zwischen Vater und Sohn bereits lange vor diesem Besuch verändert hat.

 Und dann gab es noch das eine oder andere in Bezug auf Mark Redwine, das auffiel. Zunächst einmal, dass er sich an der Suche nach seinem Sohn so gut wie nicht beteiligt hat und laut späteren Zeugenaussagen eher passiv und desinteressiert wirkte. Außerdem entstand auch der Eindruck, wenn man Mark zugehört hat, dass er das Narrativ Dylan sei freiwillig verschwunden bzw.

weggelaufen unbedingt aufrechterhalten wollte. Darüber hinaus gab es dann auch noch eine Aussage einer Nachbarin von Mark, die in der Nacht von 18. auf 19. November gegen 2 Uhr morgens, als sie auf der Toilette war, bemerkt haben will, dass die Außen bzw. Weise die Verandabeleuchtung eingeschalten war.

 Was die Frage aufwirft, ob Mark zwischen 2 und 3 Uhr morgens möglicherweise wach war. Und das ist deswegen so interessant, weil er wohl der Polizei gegenüber angab, dass er am Abend zuvor, als er und Dylan nach Hause gekommen sind, bald ins Bett ging, nämlich zwischen 21:30 Uhr und 22 Uhr, weil er ja dann am Montag einige Besorgungen in der Stadt machen musste und auch einen Termin mit seinem Anwalt hatte.

 Dazu kam auch noch, dass Mark behauptet hatte, er habe seinen Sohn zuletzt am frühen Morgen des 19. im November schlafend auf der Couch im Wohnzimmer gesehen. Doch als einer der Suchhunde auf das Kissen angesetzt wird, auf dem Dylan angeblich gelegen haben soll, konnte der Hund dort offenbar keinen Geruch von ihm aufnehmen. Und auch wenn das alles natürlich jetzt nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass Mark Redwine irgendetwas mit dem Verschwinden seines Kindes zu tun gehabt hat, so hielt man es auf Seiten der Polizei trotzdem für angezeigt, sich

jetzt mit Unterstützung der Spurensicherung einmal an dem Ort umzusehen, von dem man wusste, dass Dylan vor seinem Verschwinden zuletzt war, nämlich im Haus seines Vaters. Und dort findet man jetzt auch etwas. Nachdem nämlich auf Seiten der Forensik Luminol eingesetzt wird, werden gleich an mehreren Stellen im Wohnzimmer des Hauses Blutspuren sichtbar.

 Darunter an der Couch, auf dem Fußboden, an einem Kissen, im Bereich des Couchtischs, unter einem Teppich im Wohnzimmer und auch auf dem Zweisitzersofa wird Blut gefunden, dass später eindeutig Dylan Redwine zugeordnet werden kann. Jedoch ist wichtig zu wissen, dass Mark Redwine in der Zwischenzeit, während das alles in seinem Haus stattgefunden hat, ein Gespräch mit dem FBI Agenten Jonathan Crushing hatte.

 Und dabei hatte Mark dann auch gleich mehrere Erklärungen dafür, wie dieses Blut in sein Wohnzimmer gekommen ist. Zum einen hat er erst einmal gesagt, dass Dylan, als er an diesem Sonntag bei ihm ankam, eine Verletzung an der Lippe hatte, die auch geblutet hat. Doch als Agent Crushing dann erklärt, er werde Elaine Dylans Mutter danach fragen, wie diese Verletzung zustande gekommen ist, die er dann eigentlich schon gehabt haben müsste, als er von ihr zwei Stunden vorher ins Flugzeug gesetzt wurde, ändert Mark diese Version ganz schnell und behauptet jetzt, Dylan

hätte, nachdem die beiden abends im Haus angekommen sind, einen Football ins Gesicht bekommen, woraufhin er dann eben im Gesicht geblutet hat. Aber ehrlich gesagt, und das ist an dieser Stelle natürlich nur meine Meinung, ich finde, dass weder Version Nummer 1 noch Version Nummer 2 von Mark Redweine irgendeinen Sinn macht, denn zum einen kann man sich natürlich schon die Frage stellen, ob ein 13 Jahre alter Junge, der den ganzen Tag unterwegs war, der geflogen ist, der bei Walmart einkaufen war und danach noch bei McDonald’s gegessen hat, später

am Abend wirklich noch Lust hat mit seinem Vater, bei dem er ohnehin nicht sein wollte, eine Runde Football zu spielen. Aber selbst wenn man jetzt argumentiert, 13-jährige haben unheimlich viel Energie, kein Problem. Nach so einem Tag dann noch Football zu spielen, muss man sich ja trotzdem fragen, wie das Blut dann an diese ganzen unterschiedlichen Stellen gekommen sein soll.

 Ich meine, man fand Blut auf der Couch, am Kissen, auf dem Sofa, auf dem Holzboden, an einem Tisch, unter dem Teppich. Und das alles spricht eben nicht unbedingt für ein örtlich begrenztes Blutungsgeschehen, wie man es vielleicht erwarten würde, hätte Dylan wirklich diesen Football ins Gesicht bekommen und würde dann irgendwo bluten.

Denn wenn man sich jetzt vorstellt, man blutet im Gesicht, aus der Nase, an der Lippe, was ist das erste, was man macht? Man holt ein Tempo und drückt da drauf und blutet in der Regel jetzt nicht den ganzen Raum voll. Also das klingt halt einfach sehr unwahrscheinlich. Dylans Mutter Elaine erklärte gegenüber dem Fernsehsender ABC News, dass sie fürchtet, ihr Ex-Mann hätte ihrem Sohn etwas angetan.

 Wörtlich sagte sie, ich war viele Jahre lang mit Mark verheiratet und ich weiß, wie er auf Dinge reagiert. Wenn Dylan vielleicht etwas getan oder gesagt hat, dass Mark nicht hören wollte, dann habe ich einfach Angst davor, wie er reagiert haben könnte. Doch auch wenn die Funde in Marx Haus sein Verhalten und auch die Umstände rund um Dylens Verschwinden in Bezug auf seinen Vater durchaus verdächtig waren, so fand man auf der anderen Seite eben auch keine neue Spur.

Und dazu kam, dass aufgrund des Anhalten schlechten Wetters mit Schnee, Eis und Frost und auch den kalten Temperaturen die Suche stark eingeschränkt und zeitweise sogar komplett ausgesetzt werden musste. Doch dann einige Monate später, als der Schnee anfängt zu schmelzen, wird die Suche unter anderem auch in der schwer zugänglichen Bergregion nordöstlich von Wallesito im Frühjahr 2013 wieder aufgenommen.

Und jetzt findet man auch etwas. Am 22. Juni wird bei einer großelegten Suchaktion 8 Meilen von Mark Redwines Haus entfernt, nahe der Mittel Mountain Road einer von Dylans schwarzen Nike Jordan Schuhen in Größe 7 gefunden, der von Sergeant Dan Patterson vom La Plata County Sheriffs Office als Beweismittel gesichert wird.

Das ist aber noch nicht alles, dann in der Nähe des Schuhs findet man weitere Gegenstände, die ebenfalls mit Dylan in Verbindung gebracht werden können. Darunter Teile seines schwarzen White Socks T-Shirts, ein Stück Unterwäsche, eine Socke und schwarze Kopfhörer. Und darüber hinaus werden denn der Umgebung in den folgenden Tagen mit Hilfe eines Leichenspürhundes auch Knochen gefunden, bei denen sich ebenfalls herausstellen wird, dass es sich dabei um menschliche Überreste von Dillen handelt. Am 5.

August 2013 rückt die Polizei jetzt darum, diesmal in Begleitung der gut ausgebildeten Leichenspürhundin Molly erneut am Haus von Mark Redweine an, wobei der Hund jetzt sowohl um das Haus herum als auch im Haus selbst mehrmals anschlagen wird. Unter anderem an der Haustür und im Eingangsbereich, an der Treppe im Haus, am Kamin, in einer Ecke im Wohnzimmer, im oberen Badezimmer, am Waschbecken und im Bereich vor der Waschmaschine, am Garagentor, im Hof und auch an einem Schuppen hinter dem Haus.

Darüber hinaus zeigte Leichenspürhundin Molly aber auch Anschlagverhalten an Mark Redwines Kleidung. Genauer gesagt an der Kleidung, die er am 18. November 2012 getragen hat, nämlich sowohl an seiner Jeans als auch an seinen Sportschuhen und auch an einem T-Shirt. Und auch an seinem Dodge Pickup Truck hat der Hund angeschlagen, sowohl an der Außenseite des Wagens, als auch im Inneren auf dem Rücksitz hinter der Fahrerseite und auf der Ladefläche.

 Für die Ermittler sprachen all diese Funde zusammengenommen, jetzt wohl klar dafür, dass Dylan Redwine am späten Abend des 18. November oder aber in der darauf folgenden Nacht im Haus seines Vaters gestorben ist und das Mark den Körper seines Sohnes dann mit Hilfe seines Dodge Pickup Trucks weggeschafft hat. Vermutlich an die Stelle in der Umgebung der Mittle Mountain Road 8 Meilen entfernt, wo man ja Teile von Dylans Überresten und Teile seiner Kleidung fand.

 Doch warum? Warum sollte Mark, der nur allzu gern bereit war, vor zahlreichen Kameras und Mikrofonen zum Besten zu geben, wie nah er seinem jüngsten Sohn stand und wie sehr Dylan doch an ihm hing, etwas antun. Doch wie sich jetzt ganz bald herausstellen wird, könnte Mark tatsächlich ein Motiv gehabt haben, Dylan zum Schweigen bringen zu wollen.

 Ich hatte es vorher im Video bereits einmal angesprochen, dass sich das Verhältnis zwischen Dylan und seinem Vater bereits im Jahr 2011, also ungefähr ein Jahr bevor er spurlos verschwand, grundlegend verändert hat. Genauer gesagt vollzog sich diese Veränderung nach dem Roadtrip durch den mittleren Westen, den Dylan damals in Begleitung seines älteren Bruders Corey zusammen mit seinem Vater unternahm.

 Und dafür gab es auch einen Grund. Als Mark nämlich an einem Abend während dieses gemeinsamen Urlaubs schon geschlafen hat, saßen Dylan und Corey spät abends noch gemeinsam vor seinem Laptop und darauf haben sie dann eine äußerst verstörende Entdeckung gemacht. Auf Marx Laptop nämlich sehen die beiden Brüder mehrere Bilder, auf denen ihr Vater Make-up und Frauenunterwäsche trägt.

Auf einigen davon hatte Mark zusätzlich eine Windel in seiner Hand, in der sich auch Code befand, wobei auch auf einem der Fotos zu sehen war, wie Mark diesen Code aus der Windel gegessen hat. Ich habe mich aus Gründen ganz bewusst dazu entschieden, euch diese Bilder in diesem Video nicht einzublenden und das, obwohl sie später im Gerichtsprozess den Geschworenen allesamt sehr wohl präsentiert worden sind und obwohl sie ja auch in Bezug auf das Motiv von Mark Red Wine durchaus eine große Rolle spielen. Trotzdem bin

ich am Ende zu der Einschätzung gelangt, dass es schlichtweg nicht nötig ist, euch mit diesem abstoßenden Material zu konfrontieren. Diese Bilder sind allerdings öffentlich zugänglich, sprich wenn ihr sie unbedingt sehen wollt, wovon ich entschieden abrate, dann könnt ihr sie auf jeden Fall irgendwo finden.

Ich glaube allerdings, dass es ausreicht, wenn ich euch einfach sage, was man darauf sieht und es dementsprechend nicht nötig ist, einen eigenen Blick darauf zu werfen, zumal ich auch davon überzeugt bin, dass diese Bilder den einen oder anderen mit Sicherheit triggern können. Auf diesen Aufnahmen ist wie gesagt Mark Redwine in rosaroter Damenunterwäsche zu sehen, wie er eine Windel in seiner Hand hält, in der sich auch Code befindet und es ist auch zu sehen, wie er diesen Code istst und man muss sich immer vor Augen

halten, dass Dylan zu dem Zeitpunkt, als er das auf dem Laptop seines Vaters gesehen hat, erst 12 Jahre alt war. Und auch wenn er seinen Bruder Corey während dieser Entdeckung an seiner Seite hatte, so das ist zumindest meine Überzeugung, wird ihn das aller Wahrscheinlichkeit nach auch psychisch überfordert und dann auch zu dem Bruch zwischen ihm und seinem Vater geführt haben.

 Denn nach diesem Roadtrip war das Verhältnis ein anderes als vorher. Und jetzt kann man vielleicht auch noch besser nachvollziehen, warum Dylan seinen Vater nicht sehen wollte, warum er nicht zu ihm fahren wollte und warum er noch nicht einmal in diesem Haus übernachten wollte. Was aber geschah eigentlich, nachdem Corey und Dylan diese Bilder auf dem Laptop ihres Vaters gefunden haben? Zunächst einmal war es so, dass Corey mit seinem eigenen Handy Fotos von diesem Material gemacht hat.

 Später hat er gesagt, dass er das deswegen getan hat, weil er die Bilder sichern wollte, weil er einen Beweis haben wollte, dass diese Fotos tatsächlich existiert haben. Außerdem konfrontierte Corey seinen Vater Mark auch später, genau mit dem, was er und Dylan dort gesehen haben. Und er hat seinem Vater auch gesagt, dass er Beweise dafür hat, dass es diese Fotos gibt.

 Er hat ihm gesagt, dass er sie abfotografiert hat. Jedoch, und das ist in diesem Zusammenhang ganz besonders wichtig, tat Corey das erst lange nach dem Roadtrip, also als er und Dylan schon wieder zu Hause bei ihrer Mutter waren. Genauer gesagt hat er seinen Vater erst irgendwann im Jahr 2012 damit konfrontiert, einige Monate vor Dylans Tod.

 Mark Redwine wußte also spätestens zu diesem Zeitpunkt, dass seine beiden Söhne sein Geheimnis kannten, dass sie diese verstörenden Bilder nicht nur entdeckt haben, sondern auch einen Beweis für ihre Existenz gesichert haben. Was zumindest war das das Argument der Staatsanwaltschaft später für Mark durchaus ein Motiv gewesen sein könnte, Dylan bei seinem Besuch über Thanksgiving etwas anzutun? Dazu kommt, das später auch noch bekannt wurde, dass Mark gerade gegenüber Dylan immer wieder schlecht über Elaine und Corey gesprochen hat, also über Dylans eigene

Mutter und seinen großen Bruder, denn Mark hat immer gesagt, dass die beiden keine guten Vorbilder für Dylan sein und Corey sagte später dann auch, dass Dylan ihn in dieser Zeit immer wieder darum gebeten hat, ihm doch diese Fotos zu schicken, sodass Dillen sie selbst auf seinem Handy hat sehr wahrscheinlich so die Vermutung deswegen, weil er seinen Vater mag damit konfrontieren und ihm vielleicht dadurch klar machen wollte, wer hier eigentlich das schlechte Vorbild ist.

 Seine Mutter und sein Bruder, die immer für ihn da waren, oder derjenige, der mit Make-up und Frauenunterwäsche selbst Fotos von sich macht, während er Code ist. Und auch wenn Corey, und das muss man an dieser Stelle ganz klar festhalten, seinem kleinen Bruder diese Bilder niemals geschickt hat. Er hat sie auf seinem eigenen Handy gesichert und verwahrt, aber er hat sie Dylan niemals gegeben, weil er eben nicht wollte, dass Dylan tatsächlich irgendwann Mark damit konfrontiert und dadurch irgendwas angeheizt wird.

So ist die Annahme, dass diese Fotos bei Dylans Besuch über Thanksgiving zur Sprache kamen, nicht unwahrscheinlich. Vielleicht, und das ist an dieser Stelle natürlich nur reine Spekulation, hatte Dylan, als er am späten Abend des 18. November im Haus seines Vaters war etwas über diese Bilder gesagt.

 Vielleicht hat Mark auch wieder damit angefangen über Elaine oder über Corey herzuziehen. Oder vielleicht hat Mark Dylan auch direkt auf die Fotos angesprochen und dann Eskalation. Ich meine, wenn man das Blut im Wohnzimmer bedenkt, dass in diesem Raum an so vielen unterschiedlichen Stellen gefunden wurde, ist die Annahme, dass DN dort möglicherweise von seinem Vater angegriffen und verletzt worden ist, nicht weit hergeholt.

 Und der Leichenspürhund Molly hat ja später praktisch überall im Haus und auch in der Umgebung des Hauses anmarks Kleidung und auch in seinem Wagen angeschlagen. Jedoch auch wenn man das alles hatte, eines konnte man bisher nicht feststellen, nämlich Dylans Todesursache. Zwar fand man ja, wie ich euch vorher bereits gesagt habe, einige seiner Knochen im Wald nur 8 km vom Haus seines Vaters entfernt, jedoch war der Gerichtsmediziner anhand der nicht in der Lage dazu festzustellen, wie Dylan eigentlich zu Tode kam.

Doch das sollte sich jetzt auch bald ändern, denn am 1. November 2015 finden Wanderer etwa 2 km von der Stelle entfernt, an der man im Jahr 2013 schon Überreste fand, Dylan Schädel. Und dieser zeigt Hinweise auf schwere Gewalteinwirkung, darunter eben auch eine Fraktur des Schädels, die mit stumpfer Gewalteinwirkung vereinbar war, sowie weitere Spuren im Wangenknochenbereich, die als mögliche Schnitt oder Stichverletzung durch ein scharfes Werkzeug eingeordnet worden sind von der Gerichtsmedizin.

Doch auch wenn jetzt trotzdem, dass man den Schädel mit diesen Verletzungen gefunden hat, erneut nicht klar festgestellt werden konnte, was Dylens Todesursache war, so legte sich der forensische Pathologe Dr. Robert Kurtzman später fest, dass die Todesart klar ein Tötungsdelikt gewesen ist. Am 22.

 Juli 2017 wird Mark Redwine in Bellingham verhaftet und wegen Mord des zweiten Grades, also wegen einer vorsätzlichen Tötung, bei der ihm jedoch keine vorherige Planung im Sinne eines Mordes ersten Grades vorgeworfen wurde, sowie Kindesmisshandlung mit Todesfolge angeklagt. Und als sein Prozess dann am 21. Juli 2021 im La Plata County Courthouse in Durengo beginnt, plädiert er auf nicht schuldig.

 Doch man muss sagen, dass die Staatsanwaltschaft in diesem Gerichtsverfahren eine durchaus sehr, sehr starke Indizienkette hatte, die in ihren Augen auch dafür sprach, dass Mark Redwine seinen 13 Jahre alten Sohn Dylan in der Nacht von 18. auf 19. November 2012 getötet hat. Da wären zum einen natürlich die forensischen Spuren im Haus, die Spuren auf dem Grundstück und in Marx Wagen und auch an seiner Kleidung, über die wir vorher bereits ausführlich gesprochen haben und die eben aus der Sicht der Anklage dafür sprachen, dass Dylan im Haus seines

Vaters zu Tode kam und danach in Marx Pickup transportiert wurde. Dazu kommen natürlich die Ergebnisse aus der Gerichtsmedizin, die unter anderem aufgrund der massiven Verletzung durchstumpfe Gewalteinwirkung an Dylan Schädel zu dem Ergebnis kam, dass er ermordet wurde. Und auch das Motiv, das Mark für den Mord an seinem Kind gehabt haben soll, kommt selbstverständlich zur Sprache.

 Die Bilder, die der damals 12 Jahre alte Dylan zusammen mit seinem Bruder Corey gefunden hat, haben nicht nur das Verhältnis zu seinem Vater verändert, sie haben Mark Redwine aus der Sicht der Anklage eben auch angreifbar gemacht. Die Tatsache, dass die beiden Brüder die Fotos nicht nur gesehen, sondern dass Corey sie auf seinem eigenen Handy auch gesichert hat, führte dazu, dass Mark die Kontrolle über dieses Material verloren hat, was er durchaus als Bedrohung für sich selbst wahrgenommen haben könnte.

 Marx Verteidiger John Morron jedoch zeichnete in diesem Gerichtsprozess ein ganz anderes Bild. Laut ihm nämlich gäbe es keinen eindeutigen Beweis dafür, dass Mark seinen Sohn umgebracht hat. Keine Augenzeugen, keine Tatwaffe, keine Aufnahmen aus irgendwelchen Überwachungskameras aus der Nacht, keine DNA Spuren von Mark an den Überresten oder an den Gegenständen, die im Wald gefunden wurden bzw.

 keine Spuren, die Mark mit diesem Ort irgendwie in Verbindung bringen. Und auch was die Blutspuren im Wohnzimmer angeht, hatte die Verteidigung natürlich eine andere Erklärung. Eine Ex-Freundin von Mark, eine Frau namens Karen Alexander nämlich, sagte im Zeugenstand aus, dass Dylan sich etwa ein Jahr vor seinem Verschwinden während eines anderen Besuchs bei seinem Vater einmal in den Fingerschnitt und geblutet hat.

 Das Argument der Verteidigung war jetzt also, dass diese gefundenen Spuren auch auf dieses Ereignis zurückgeführt werden könnten und auch das Anschlagen von Leichenspürhundin Molly praktisch überall im und um das Haus herum inklusive dem Wagen wird in Zweifel gezogen, da das Anschlagen an sich eben nur ein Hinweis und am Ende kein Beweis dafür ist, dass Dylan tatsächlich in diesem Haus starb.

und auch die massiven Verletzungen an Dylans Schädel bzw. die Tatsache, dass seine Überreste und Teile seiner Kleidung in diesem Waldgebiet ganz in der Nähe vom Haus seines Vaters gefunden worden sind, ordnet die Verteidigung vollkommen anders ein. In ihrer Version könnte es nämlich tatsächlich so gewesen sein, dass Dylan sich am frühen Morgen des 19.

 November, nachdem ihn sein Vater, bevor er das Haus verließ, zuletzt schlafend auf der Couch gesehen hat, tatsächlich irgendwann alleine auf den Weg gemacht haben und dabei eben in dieses abgelegene bergige Waldgebiet gekommen sein, indem er dann möglicherweise einem Tier begegnet ist. Dabei brachte die Verteidigung einen möglichen Angriff durch einen Bär oder einen Berglöwen ins Spiel, genauso auch, dass die Verletzungen an Dillens Städel erst nach seinem Tod entstanden worden sein könnten durch die lange Lezeit oder eben, weil sich Tiere, die ja in der

Regel auch scharfe Zähne haben, an den Überresten zu schaffen gemacht haben könnten. Und auch wenn die Verteidigung wohl durchaus eingeräumt hat, dass diese Bilder, die Dylan und Corey auf Marx Computer im Jahr 2011 gefunden haben, durchaus für Mark beschämend und auch belastend gewesen sind, dieses Wissen, dass das seine Kinder jetzt wissen, so ergebe daraus noch lange kein Motiv, seinen Sohn umzubringen.

 Jedoch am Ende des Prozesses liegt es jetzt in den Händen der Geschworenen ein Urteil zu fällen und man muss sagen, das taten sie in relativ kurzer Zeit, denn die Jury braucht gerade einmal sechseinhalb Stunden, um Mark Redwine in seinen beiden Anklagepunkten, Mord zweiten Grades und Kindesmisshandlung mit Todesfolge schuldig zu sprechen. Und am 8.

 Oktober 2021 fällt dann auch das Urteil. 48 Jahre Gefängnis. glaube ich persönlich daran, daß Mark Redwine seinen Sohn Dylan in der Nacht von 18. auf 19. November 2012 in seinem Haus umgebracht hat? Ja, das glaube ich allerdings. Und auch wenn ich wie niemand von uns nicht weiß, wie es dazu gekommen ist, so bin ich vor allen Dingen aufgrund der forenzischen Spuren im Haus und auch aufgrund der Funde von Leichenspürhundin Molly davon überzeugt, dass es zu einer körperlichen Auseinandersetzung in diesem Wohnzimmer kam, wobei Dylan dann

sein Leben verlor. Die Argumentation der Verteidigung Dylan könnte alleine in dieses Waldgebiet gegangen und dabei von einem wilden Tier getötet worden sein, verfing bei mir ehrlich gesagt nicht. Dylan hatte bereits am späten Abend des 18. November auf eine Nachricht, die ihm seine Mutter Elain geschrieben hat, in der sie ihn gefragt hat, wie es ihm geht und ob alles in Ordnung ist, nicht mehr geantwortet.

 Er erschien, ohne etwas von sich hören zu lassen, auch nicht zu der Verabredung mit seinem Freund Ryan Nava am frühen nächsten Morgen und das, obwohl die beiden Jungs dieses Treffen erst wenige Stunden zuvor fest vereinbart hatten. Und darüber hinaus macht es für mich auch keinen Sinn, dass Dylan sich zu Fuß alleine auf den Weg in dieses Waldgebiet hätte machen sollen.

Im übrigen noch eine kleine Information, die ich glaube ich vorher im Video vergessen habe. Die Angelrute, die ja laut Mark Redwine zusammen mit Durlos aus dem Haus verschwunden ist, fand die Polizei irgendwann später in der Garage. Die starke Indizienkette und auch das Motiv, dass die Staatsanwaltschaft vorgericht dargestellt hat, haben mich persönlich von Mark Redwines Schuld überzeugt, weswegen ich mich dem Urteil der Geschworenen anschließen möchte.

Dylan Redwine wollte nicht zu seinem Vater und ich denke, jeder kann sich auch jetzt gut vorstellen, warum. Trotzdem mußte er aufgrund der gerichtlichen Beschlüsse, die es gab, am 18. November 2012 ins Flugzeug steigen, was zurfolge hatte, dass er nie wieder zurück nach Hause kam. Corey, Dylans Bruder ist überzeugt davon, das sagte er nach der Gerichtsverhandlung, dass Dylan heute sicher am College wäre.

 und seine Mutter Elane Hall glaubte sogar, dass er es vielleicht schon abgeschlossen hätte, möglicherweise in sowas wie Physik, Ingenieurswesen oder Sportwissenschaften. Und Elain sagte später dann auch noch, es ist schwer sich vorzustellen, was dein Kind 10 Jahre später tun würde. Er war 13, als er uns verlassen musste.

 Mit 13 liegen noch so viele Jahre vor einem, die bestimmen, wer man als Mann als Mensch wird. Man kann nur auf den Charakter schauen, den er bis dahin gezeigt hat und Dylan war ein anständiger Junge. Also bin ich mir sicher, dass er auch ein anständiger Mann geworden wäre. Ja, meine Lieben, damit sind wir am Ende dieses Videos angekommen.

Und auch wenn in diesem Fall zumindest bei mir kein Zweifel dran besteht, wer diese unfassbare Tat begangen hat, so würde mich natürlich wie immer eure ganz persönliche Meinung und Einschätzung zu all dem, was ich euch heute erzählt habe, interessieren. Also schreibt sie mir gerne, wenn ihr möchtet, unten in die Kommentare.

 Damit verabschiede ich mich jetzt für heute von euch. Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Tag und hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder. Bis dahin macht’s gut.

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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