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EINE TOTE FRAU IM KELLER … und ein Mann mit einer Maske … T

EINE TOTE FRAU IM KELLER … und ein Mann mit einer Maske … 

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Es ist der 23. Dezember 2015, ein Mittwoch in der kleinen Gemeinde Allington im US-Bundesstaat Connecticut.

 Eine Gegend, in der die schönen Vorstadthäuser bereits geschmückt sind und sich die Menschen auf das bevorstehende Weihnachtsfest vorbereiten. In einer der ruhigen Straßen dieses Orts am Birch Viw Drive lebt im Dezember 2015 auch die 39 Jahre alte Connie de Bay mit ihrer Familie. ihrem Ehemann Richard und ihren beiden Söhnen, dem neun Jahre alten RJ und dem sechsjährigen Connor.

Und dieser Mittwoch morgen beginnt für die Familie Debate zunächst auch wie ein ganz gewöhnlicher Tag unter der Woche. Während Richard sich zu Hause für die Arbeit fertig macht, verlässt Connie um 8:46 Uhr Haus, um ins nahegelegene Fitnessstudio zu fahren, um wie immer dort an ihrem Spinningkurs teilzunehmen.

Jedoch als Connie im Fitnessstudio ankommt, wird klar, dass sich ihre Pläne für diesen Morgen ändern werden. Denn nachdem sie angekommen ist, stellt sie fest, dass der Kurs aufgrund der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage heute ausfällt. Deswegen Connie also direkt wieder zurück zu ihrem Auto geht, dass sie auf dem Parkplatz vor dem Fitnessstudio abgestellt hat und zurück nach Hause fährt, ohne freilich zu ahnen, dass diese ungeplant frühe Rückkehr sie in tödliche Gefahr bringen wird. Denn knapp 50 Minuten später wird

im Haus der Familie de Bate ein Panikalarm ausgelöst und als kurz darauf ein Feuerwehrmann und wenig später die Beamten des Connetic Police Departments auf dem Grundstück eintreffen, sehen sich die Einsatzkräfte einer Situation gegenüber, die auf einen gewaltsamen Überfall hindeutet. Was ist im Haus der Familie de Bate an diesem Mittwochvormittag wirklich passiert? Eine Frage, auf die es zunächst keine Antwort zu geben scheint, bis die Ermittler dann schließlich auf einen sehr ungewöhnlichen Zeugen stoßen. Einen

Zeugen, der zwar niemals sprechen wird, der aber dennoch Schritt für Schritt offenbaren kann, was sich an diesem Vormittag im Haus abgespielt hat. Connie Magnota kam 31. Juli 1976 in der Stadt Rockville im US-Bundesstaat Connetic als Tochter von Ken Magnota und seiner Frau Cynthia Stuart Magnota zur Welt und wuchs gemeinsam mit ihren drei Geschwistern in der nahe gelegenen Gemeinde Wörnen auf, wo die Familie auch viele Jahre lang lebte und Connie einen großen Teil ihrer Kindheit verbracht hat.

Die Magnottas waren wohl eine sehr eng verbundene Familie und insbesondere Conys Verhältnis zu ihren drei Geschwistern schien auch später sehr innig gewesen zu sein. 1993 dann Connie war zu diesem Zeitpunkt etwa 16 Jahre alt zog sie gemeinsam mit ihrer Familie schließlich von der Stadt Wörnen aus in die nur wenige Kilometer entfernte kleine Gemeinde Allington.

 Ein Ort, der für Connie in den jetzt kommenden Jahren nicht nur zu einer Heimat werden wird, sondern in der auch später weiterhin ein großer Teil ihrer Familie gelebt hat und indem sie auch unheimlich viele enge Freundschaften schließen wird. Connie besucht die Allington High School, an der sie dann 1995 auch ihren Abschluss macht, bevor sie anschließend an der Universität von Connetic studiert und dort 199 erfolgreich ihr Studium beendet.

 Und eine Freundin von Connie, mit der sie damals während des Studiums auf dem Campus zusammengewohnt hat, erinnerte sich später noch sehr gut daran, dass Connie bereits damals schon unheimlich offen, unkompliziert und ausgesprochen freundlich war, dass sie schnell verzeihen konnte, dass sie sich immer um alle gekümmert hat, dass sie nicht nachtragend war und dass sie eine ganz besondere Schwäche für Tiere, vor allen Dingen für Katzen gehabt hat.

 Und Connie war wohl auch ein Mensch, der seine Freundschaften sehr gepflegt hat, was sich auch daran zeigte, dass sie immer versucht hat mit den Menschen, mit denen sie sich einmal angefreundet hat, sei es in der Highschool oder den eben auch während des Studiums Kontakt zu halten und das auch noch in den vielen Jahren danach.

Nach ihrem Studium begann Connie dann ihre berufliche Laufbahn im pharmazeutischen Vertrieb, bei der sie unter anderem Ärzte, Apotheken und andere medizinische Einrichtungen betreut hat. eine Arbeit, die offenbar sehr gut zu ihrer offenen und kommunikativen Art passte. Und Menschen, die damals mit Connie zusammengearbeitet haben, beschrieben sie als sehr zuverlässig, ehrgeizig und engagiert als jemand, der immer gern Selbstideen eingebracht hat, der auf andere zugehen konnte und es gleichzeitig auch verstanden hat bei ihrer Arbeit auf die

jeweiligen Bedürfnisse ihres Gegenübers einzugehen. Doch ihre Arbeit war bei Weitem nicht der einzige Bereich, in den Connie ihre Zeit und ihre Energie investiert hat. Denn neben ihrem Beruf engagierte sie sich über viele Jahre hinweg, z.B. auch ehrenamtlich, im örtlichen Rettungsdienst von Ellington, wo sie nicht nur aktives Mitglied gewesen ist, sondern wo sie zeitweise sogar das Amt der Vizepräsidentin übernommen hat.

 Sie war auch aktiv im örtlichen Sport und Gemeindezentrum ihrer Stadt, wo sie dabei geholfen hat, Veranstaltungen und Spendenaktionen zu organisieren. Und lange stillsitzen und nichts tun, das war offenbar für die energiegeladene Connie so gar nichts, die gerne gelacht hat, die einen ausgeprägten Sinn für Humor gehabt haben soll und die oben drein absolut kein Problem damen Schwächen, z.B.

 über die Tatsache, dass sie absolut nicht kochen konnte, Witze machte. Ein Charakterzug, den ich persönlich unheimlich sympathisch finde, wenn man mit anderen über sich selbst lachen kann. Einige Zeit nach ihrem Studium lernte Connie dann ihren zukünftigen Ehemann Richard de Bate kennen. Richard, der von vielen, die ihn gut kannten, einfach nur Rick genannt wurde, war nicht nur imselben Alter wie Connie, sondern stammte genau wie sie selbst aus Connecticut.

Und der sportbegeisterte Richard, der Halbmarathons läuft, gerne im Mittelpunkt steht, eine große Begeisterung für Superman hat und zwar durchaus etwas schrullig auf den einen oder anderen gewirkt hat, aber gleichzeitig als äußerst gesellig beschrieben wurde, macht Eindruck auf Connie.

 Aufgewachsen in Manchester hat Richard nach seinem Highschool Abschluss eine technische Ausbildung absolviert und später dann im IT-Bereich als Computer Networkadministrator in Bloomfield, einer Stadt rund 30 km von Allington entfernt gearbeitet. Und nachdem Connie und Richard zusammengekommen sind, haben sie als Paar auf ihr Umfeld wohl äußerst harmonisch gewirkt.

 Sie konnten zusammen lachen. Ihr Humor hat sie auch irgendwie verbunden. Sie haben viel zusammen herumgealbert und ja, trotz einiger Gegensätze hat man sich eben sehr gut verstanden. So gut, dass die beiden dann einige Jahre nach ihrem Kennenlernen den nächsten Schritt gemacht haben. Am 4. Juli, amerikanischen Unabhängigkeitstag des Jahres 2003 heiraten Connie und Richard.

und ziehen später zusammen in ihr wunderschönes Einfamilienhaus am Birge Viiew Drive in Allington. Also genau in jene kleine Gemeinde, in der Connie bereits seit ihrer Jugend gelebt hat und in der sich ein großer Teil ihres sozialen Umfelds befand. Und das große zweistöckige Haus im Kolonialstil mit gelbweißer Fassade, vier Schlafzimmern, mehreren Badezimmern, einer Doppelgarage, einem Keller und mehr als 250 m² Wohnfläche wird in den jetzt kommenden Jahren nicht nur von Richard und Connie bewohnt.

 Denn im Jahr 2006 vergrößert sich ihre Familie, als ihr erstes gemeinsames Kind, ihr Sohn Richard Junior, zur Welt kommt und 2009 schließlich ihr zweiter Sohn Connor geboren wird. Und auch wenn Connie nach der Geburt ihrer beiden Söhne weiterhin viel gearbeitet hat, Sport machte und auch ehrenamtlich nach wie vor tätig war, so standen ihre beiden Kinder jetzt selbstverständlich für sie an allererster Stelle.

Und neben der Tatsache, dass sie, was ihre Söhne anging, noch engagierter war als in vielen anderen Bereichen ihres Lebens, viel Zeit mit den beiden verbrachte und den Familienalltag organisiert hat, hielt Connie auch leidenschaftlich gerne Erinnerungen fest, indem sie beispielsweise auf kreative Art und Weise Fotoalben erstellt hat und sie aufwendig für ihre Familie gestaltete.

 Doch auch wenn sich das alles jetzt erst einmal wieder nach Picture Perfect anhört, nach der perfekten Familie, so muss man ganz klar sagen, dass das Leben der Debates keinesfalls sorgenfrei gewesen ist. Vor allem als bei Conys jüngstem Sohn Connor gesundheitliche Probleme festgestellt worden sind und der Junge über längere Zeit hinweg medizinisch betreut werden musste.

 Lange Fahrten in Arztpraxen und in Krankenhäuser bis nach Boston, wo der kleine Conor von Spezialisten untersucht worden ist, gehörten zum Alltag. Und als bei Conys Vater Ken etwa zurelben Zeit auch noch Leukämie diagnostiziert worden ist, da musste sich Connie jetzt nicht nur um ihren kleinen Sohn, sondern gleichzeitig auch um ihren Vater große Sorgen machen, den sie aber, wie es ebenso ihre Art war, ebenso liebevoll unterstützt und sich um ihn gekümmert hat.

 Doch trotz dieser belastenden, unsvollen Zeit besserte sich die Situation dann irgendwann wohl auch wieder. Und ja, Connie und Richard hatten sich eben seit ihrer Hochzeit in gewisser Weise auch ein komfortables Leben aufgebaut. Als Paar wurden sie weiterhin als Match Made in Heaven, also als ein Paar, das wie fürander gemacht schien bezeichnet.

 Beide gingen ihren Berufen nach und sind von vielen Freunden und Nachbarn umgeben gewesen, die vor allen Dingen Connie sehr geschätzt haben sollen. Eine der schönsten Beschreibungen für Connie Debate, die ich bei meiner Recherche gelesen habe, war die ihres inoffiziellen Spitznamen, den sie von Menschen aus ihrem Umfeld bekommen hat.

nämlich lautete dieser Major of Birge Viiew Drive, also Bürgermeisterin des Birge Viw Drive, der Straße, in der sie mit ihrer Familie gelebt hat. Und das zeigt eben auch, wie präsent und integriert Connie gewesen ist. Und es zeigt auch, dass sie innerhalb ihrer Community, ihrer Nachbarschaft, ihres Freundeskreises eine ganz besondere Rolle einnahm.

 Doch das alles sollte sich jetzt ganz bald schlagartig verändern, als an einem so schienes ganz normalen Mittwochvormittag im Dezember 2015 im Haus der Familie de Bate ein unfassbares Verbrechen geschehen wird. Der Morgen des 23. Dezember 2015 beginnt im Haus der Familie Debate zunächst mit dem üblichen Ablauf.

 Um kurz nach 8 Uhr bringt Richard seine beiden Söhne zur Bushaltestelle, von woaus die Jungs dann mit dem Schulbus losfahren. Im Anschluss daran fährt Richard mit seinem Auto wieder nach Hause, wo er sich für seinen bevorstehenden Arbeitstag fertig macht. Und auch Connie hat Pläne für diesen Morgen. Da um 9 Uhr ihr Spinningkurs beginnt, verlässt sie jetzt um 8:46 Uhr Haus und fährt zu ihrem Fitnessstudio, wobei sie dort bei ihrer Ankunft um 8:53 Uhr draußen auf den Parkplatz auch von einer der Überwachungskameras erfasst wird. Es ist

also als gesichert anzusehen, dass Connie de Bate tatsächlich im Indian Valley Fitness Center in Allington angekommen ist. Nicht nur, weil sie von einer Überwachungskamera dabei aufgezeichnet wurde, sondern weil sie, als sie das Studio betreten hat, auch noch zwei Bekannte getroffen hat, mit denen sie sich auch kurz unterhielt, denn auch diese beiden wollten am Morgen den Spinningkurs besuchen.

 Und gemeinsam hat man dann aber im Studio festgestellt, dass der Kurs heute aufgrund der bevorstehenden Feiertage ausfällt. Deswegen Connie also und auch das wurde von der Überwachungskamera aufgezeichnet, direkt wieder zurück hinaus auf den Parkplatz zu ihrem Auto geht, einsteigt und nach Hause fährt, wo sie dann auch um etwa 9:20 Uhr angekommen ist.

 Doch dann, knapp eine Stunde später um 10:1 Uhr wird an diesem Vormittag plötzlich der Panikalarm an der Alarmanlage im Haus der Debates ausgelöst, was zurfolge hat, dass sich Einsatzkräfte der Connecticut State Police wenige Minuten später auf den Weg zum Birch Viiew Drive machen, um nachzusehen, was da vor sich geht. Und als Sergeant Patrick Winnie und weitere Beamte kurz darauf das Haus betreten, sehen sie sich auch direkt erst einmal im Erdgeschoss in allen Räumen um.

Und bereits dort stoßen sie auf Spuren, die darauf hindeuten, dass sich hier etwas Schreckliches ereignet haben muss. In der Küche nämlich findet die Polizei jetzt zunächst Richard de Bait mit dem Gesicht nach unten liegend und teilweise an einen Metallklappstuhl gefesselt vor. Auf dem Küchenboden zeigen sich außerdem auch Blutspuren.

 Doch Richard ist bei Bewusstsein und auch ansprechbar, weswegen er den Polizisten jetzt auch mitteilen kann, dass sich seine Frau Connie ebenfalls noch im Haus befindet und dass sie von einem maskierten Eindringling angeschossen wurde, woraufhin sich Sergeant Patrick Sweenie und sein Team jetzt auf den Weg in den Keller des Hauses machen.

 Bereits auf den Weg die Kellertreppe nach unten fällt den Polizisten ein rauchiger Dunst auf, den sie aber schon oben im Erdgeschoss teilweise wahrnehmen konnten. Doch dieser wird jetzt, umso weiter sie nach unten in den Keller kommen, stärker. Der Keller der Debates war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig ausgebaut.

 Während sich im vorderen Bereich eine Art Familien und Freizeitraum mit einer Couch, einem Fernseh und vielen Spielsachen für die Kinder befunden hat, führte ein etwas schmalerer Gang in den hinteren Teil des Kellers, der in erster Linie als Lagerraum genutzt worden ist. Und genau dort finden die Polizisten jetzt Connie de Baite.

 Die 39-jährige liegt auf dem Rücken bzweise mit dem Gesicht nach oben auf dem Boden und trägt noch immer die Sportkleidung und die Schuhe, mit denen sie am Morgen zum Fitnesscenter gefahren ist. Connie hat offenbar zwei Schussverletzungen erlitten. Ein Schuss traf sie im Bauchbereich, der andere in den Hinterkopf.

 Und Connie hat keinen Puls mehr. Ihr Körper ist eiskalt. Für sie kommt jede Hilfe zu spät. Insbesondere der Schuss in den Hinterkopf war so schwerwiegend, dass sie vermutlich unmittelbar daran gestorben ist. In der Nähe zu Conys Körper finden die Polizisten jetzt einen Magnum 375er Ruga Revolver auf dem Kellerboden vor. Eine Waffe, die aus dem Besitz der Familie de Bage stammt und sich später auch als Tatwaffe herausstellen wird.

Das ist aber noch nicht alles, denn ebenfalls in der Nähe von Conys Leiche findet man auf dem Boden eine Gas bzw. Lötlampe, ein teilweise blutverschmiertes Cuttermesser, mehrere Kabelbinder, einen Hammer und verbrannte bzw. angesenkte Papiere, die offenbar auch der Grund für den rauchigen Dunst gewesen sind, der sich schon bis ins Erdgeschoss ausgebreitet hat.

 Außerdem lässt sich etwas später vor feststellen, dass aus dem Magnum Revolver drei Schüsse abgegeben worden sind. Zwei davon trafen Connie und das dritte Projektil findet die Spurensicherung in einem der Dachbalken des Kellers. Was um alles in der Welt ist in diesem Haus passiert? Um darauf und auch auf viele weitere Fragen in diesem Zusammenhang so schnell wie möglich Antworten zu bekommen, muss die Polizei jetzt mit Richard de Bage sprechen.

 Der kurz nachdem er gefesselt in der Küche aufgefunden wurde ins Hartford Hospital gebracht worden ist und dort gegen 11:40 Uhr an diesem Mittwochvormittag in der Notaufnahme aufgenommen wurde, da Richards Verletzungen aber wohl nur sehr oberflächlich waren. Er hatte mehrere kleine Schnitt bzw. Stichverletzungen im Bereich seiner Beine, im Bereich seiner Brust und auch an seinen Händen und Fingern und er noch dazu bei Bewusstsein und ansprechbar war, treffen gegen 13 Uhr dann auch die beiden Conneticut State Police Detectives Jeffrey Payette

und Brad Lengwin im Krankenhaus ein, um mit Richard zu sprechen, wobei diese Befragung jetzt mehrere Stunden andauern wird. Richard berichtet den beiden Detectives im Krankenhaus jetzt sehr ausführlich über diesen frühen Morgen des 23. Dezember und darüber, was passiert sein soll. Er sagt, dass nachdem er seine beiden Söhne bei der Bushaltestelle abgesetzt hat, er wieder zurück nach Hause fuhr, um sich für seinen anstehenden Arbeitstag fertig zu machen.

 Und er sagt auch, dass seine Frau Connie dann ganz bald in Richtung Fitnessstudio aufgebrochen ist, um zu ihrem Spinningkurs zu gehen. Kurz danach hätte dann auch er Richard das Haus verlassen. Doch schon nach kurzer Fahrt in Richtung Arbeit sei ihm im Auto aufgefallen, dass er seinen Laptop zu Hause vergessen hat. Darum so Richards Aussage weiter, habe er dann an der Reeves Road am Straßenrand angehalten und habe seinem Vorgesetzten von seinem Handy aus eine kurze E-Mail geschrieben, in der er ihn darüber informiert hat, dass er etwas später kommt, weil er noch

mal zurück nach Hause fahren muss, um seinen Laptop zu holen. Und genau darum hätte Richard dann gewendet und sei wieder zurück zu seinem Haus gefahren. Und als Richard dann ins Haus hineining, so berichtet er jetzt weiter, hätte er direkt seltsame Geräusche aus dem oberen Stockwerk wahrgenommen, von denen er zunächst dachte, dass sie von seiner Katze verursacht worden sind.

 Doch als die Geräusche nicht aufgehört haben und auch immer lauter wurden, hätte er sich dann auf den Weg die Treppe hinauf in den ersten Stock gemacht, wo er dann im Schlafzimmer plötzlich einem maskierten Eindringling gegenübergestanden hat, der gerade dabei war, das Schlafzimmer zu durchwühlen. Richard beschrieb den Mann in seiner Aussage gegenüber der Polizei im Krankenhaus als etwa 1,8 groß und kräftig gebaut.

 mit einer ungewöhnlich tiefen Stimme, die ihn im Nachhinein an den Schauspieler Win Diesel erinnert haben will. Darüber hinaus trug der Unbekannte laut Richards Beschreibung grüne Tarnkleidung, eine dunkle Maske und auch Handschuhe, während er gerade dabei war, den begehbaren Kleiderschrank im Schlafzimmer und auch die Schubbläden zu durchsuchen.

 Richard berichtet weiter, dass der maskierte Mann, als er ihn im Schlafzimmer hat stehen sehen, ein Messer zog und von Richard seinen Geldbeutel, seine Kreditkarten und auch seine Pinnummern gefordert hat. Und Richard hat dann seinen Geldbeutel auch aus der Hosentasche gezogen und ihm dem Eindringling gegeben.

 Doch während sich all maskierten Einbrecher oben im Schlafzimmer abgespielt haben soll, kommt plötzlich völlig unerwartet, weil ihr Kurs ausfiel Connie zurück nach Hause. Und Richard gab an, dass als er seine Frau ins Haus kommen gehört hat, er vom Schlafzimmer aus nach unten gerufen hat, sie soll abhauen, sie soll weglaufen.

 Doch dazu kam es nicht mehr, denn der unbekannte Eindringling überwältigt Richard und macht sich auf den Weg nach unten, wo Connie versucht zu fliehen, indem sie in den Keller läuft. Doch der Mann mit der Maske folgt ihr in den Keller, genauso wie auch Richard, der es geschafft hat, sich im Schlafzimmer aufzurappeln und ebenfalls nach unten zu laufen.

 Und der beobachtet haben will, wie Connie in den Keller lief und der Mann mit der Maske hinter ihr her. Doch was ist dann dort unten im Keller passiert? Unten im Keller will Richard jetzt gesehen haben, wie der maskierte Mann, der zu diesem Zeitpunkt offenbar nur einen Meter von seiner Frau entfernt war, auf Connie Schuss.

 Und kurz darauf, so glaubt Richard sich in seiner Aussage zu erinnern, fiel dann auch noch ein zweiter Schuss, abgefeuert aus Richards eigener Waffe, seiner 357er Magnum, die er unten im Keller aufbewahrt hat. Und nachdem Connie zu Boden gegangen ist, soll sich der Maskierte nun ihm Richard zugewandt und ihn zunächst zu einem Metallstuhl gezwungen haben, wo er Richard mit Kabelbinder fesselte und ihn anschließend mit einem Cuttermesser aus Richards eigenem Werkzeugkasten verletzt hat.

 Dann habe der Eindringling mit einer kleinen Gas bzw. Lötlampe, Papiere und einen Karton in Brand gesetzt und die Flamme der Lötlampe sogar gegen Richards Bein gehalten. Doch in einem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit will Richard es geschafft haben, die brennende Lampe an sich zu nehmen und sie dem maskierten Eindringling ins Gesicht zu halten, weswegen dieser dann die Treppe hinauf aus dem Haus geflüchtet ist.

 Noch immer teilweise mit Kabelbindern an den Metallstuhl gefesselt, habe sich Richard dann die Kellertreppe hinauf ins Erdgeschoss geschleppt, wo er es geschafft hat, den Panikalarm an der Alarmanlage auszulösen. Und dann konnte er sich noch mit dem Metallstuhl in die Küche hineinziehen, um dort auf die Polizei zu warten. Nachdem Richard den beiden Detectives jetzt also über Stunden hinweg diese seine Version der Ereignisse geschildert hat und seine Aussage auch schriftlich festgehalten worden ist, wird er noch am selben Abend gegen 19 Uhr aus dem

Krankenhaus entlassen. Wie man sich vorstellen kann, steht die Community, die Menschen, die Connie kannten, ihre Nachbarn, ihre Freunde und vor allem natürlich ihre Familie unter Schock. In zwei Tagen wollte man zusammen Weihnachten feiern. Morgens steigen ihre beiden Kinder wie immer in den Schulbus und am Abend müssen sie erfahren, dass sie ihre Mutter nie wiedersehen werden.

Man kann und will sich auch gar nicht vorstellen, was das alles für diese beiden Kinder und natürlich auch für die Menschen aus Conys Umfeld bedeutet haben muss. Und noch dazu geht freilich die Angst um, denn wenn so etwas im Haus der Debates passieren kann, dann kann es theoretisch auch überall anders passieren.

 Vor allem, weil der mutmaßliche Täter, trotz dessen, dass die Polizei sofort mit unfangreichen Ermittlungen begonnen hat, noch nicht gefasst ist. Am 29. Dezember 2015, 6 Tage nach Conys Tod, findet dann in Vernon eine öffentliche Totenwache statt, bevor am folgenden Morgen in der Sunbner Church in Rockwell die Trauerfeier abgehalten und Connie auf dem Ellington Center Friedhof beigesetzt wird.

 Doch man muß sagen, dass engen Freunden und auch Familienmitgliedern von Connie bereits dort, aber vor allen Dingen auch in den Tagen und Wochen nach der Beerdigung Richards Verhalten wohl sehr merkwürdig vorkam. Und auch wenn man natürlich wie immer an dieser Stelle festhalten muss, dass Menschen mit Trauer und Verlust unterschiedlich umgehen, so wirkte Richard ungewöhnlich gelöst.

 Ja, fast fröhlich und das nur kurz. nachdem seine Frau in ihrem eigenen Haus vor seinen Augen im Keller erschossen worden ist und er ja angeblich auch selbst Opfer dieses Überfalls geworden ist. Doch während Freunde, Nachbarn und Angehörige zunächst lediglich über Richardsverhalten spekulieren können, beschäftigt sich die Connecticut State Police längst mit sehr viel konkreteren Fragen, denn die Ermittler beginnen nun damit Richards Geschichte Schritt für Schritt mit den Spuren im Haus, den Aussagen, den technischen Daten und dem zeitlichen Ablauf dieses Mittwochmorgens

abzugleichen. Und dabei werden sie jetzt gleich auf mehrere Dinge stoßen, die mit Richards Version der Ereignisse nicht zu erklären sind. Und eine der ersten Fragen, die man sich wohl auf Seiten der Polizei gestellt hat, war die, wie der angebliche Täter denn eigentlich ins Haus hineingekommen sein will.

 Denn auch wenn im Keller eines der kleinen Fenster wohl aus dem Rahmen genommen worden ist, so schien dieses für den Einstieg eines Laut Richard 188 großen Mannes nicht geeignet gewesen zu sein. Abgesehen davon war die Verriegelung an der Seite dieses kleinen Fensters vollständig intakt und die Staubschicht auf der Fensterkante unter dem Fenster war auch noch vorhanden, was dafür spricht, dass dort niemand eingestiegen ist.

 Aber ansonsten ließen sich am gesamten Haus keinerlei eindeutige Spuren finden, die auf ein gewaltsames Eindringen von außen überhaupt hingedeutet haben. Eine weitere Frage wirft jetzt ein Fund auf, den die Spurensicherung im Garten der Debates gemacht hat, denn dort auf dem Rasen finden sie Richards Geldbeutel.

Wir erinnern uns zurück. In seiner Aussage hatte er ja gegenüber der Polizei angegeben, dass der maskierte Eindringling ihn im Schlafzimmer dazu gezwungen hat, seinen Geldbeutel mit samt den Kreditkarten und seinen Pinnummern herauszugeben. Was Richard auch getan hat, er hat dem Einbrecher seinen Geldbeutel überreicht.

 Doch dieser, wie gesagt, liegt jetzt draußen vor dem Haus im Rasen. Und die Frage, die sich stellt, ist, warum ein Einbrecher, dem es ja sehr wahrscheinlich darum gegen Beute zu machen, die einzige Beute, die er tatsächlich erbeutet hat, im Garten zurücklassen sollte. Weiter geht es mit der Tatsache, dass Connie de Bit durch zwei Schussverletzungen getötet wurde, während ihr Ehemann mit oberflächlichen Schnitten und Kratzern davon kam.

 Und auch hier stellt sich natürlich die Frage, warum der Einbrecher Connie hätte töten sollen, Richard aber als potentiellen Zeugen im Haus zurücklässt und sich auch noch die Arbeit macht, ihn aufwendig an diesen Metallstuhl mit Kabelbindern zu fesseln und im Keller ein riesen Chaos anzurichten, bevor er dann verschwindet.

 Dazu kommt, dass die gut ausgebildeten Spürhunde der Conneticut State Police, allen voran Polizeihund Rocky, keine Spur eines fremden Täters aufnehmen konnten, der vom Keller aus dem Haus hinaus in den Garten und dann von dort aus weiter vom Grundstück geflüchtet ist. Stattdessen führt Polizeihunde Rocky von der Stelle aus, an dem man den Geldbeutel auf dem Rasen im Garten fand, seinen Hundeführer wieder direkt zurück ins Haus. bzw.

 er führt ihn direkt zu Richard Bay, der zu diesem Zeitpunkt, als die Hunde im Einsatz waren, im Haus gewartet hat. Und auch im Schlafzimmer, also in dem Raum, in dem Richard den etwa 1,88 m großen Mann mit der dunklen Wind Dieselstimme beim Durchwühlen überrascht haben will, zeigen sich genau davon keinerlei Spuren.

 Der begehbare Kleiderschrank wirkt vergleichsweise ordentlich aufgeräumt. Schläden sind geschlossen und Wertgegenstände wie z.B. auch Conys Schmuck sind ebenfalls noch da. Doch auch wenn all das durchaus Fragen in Bezug auf Richards Version der Ereignisse aufgeworfen hat, so muss man ganz klar festhalten, dass die Polizei auch anderen Spuren nachgegangen ist.

Und dabei gerät jetzt z.B. fiel ein Mann namens Ken Sweenie ins Visier, der Ermittler, der in den Monaten vor Conys Tod Arbeiten am Haus der Debates durchgeführt hat und mit dem es Probleme gegeben haben soll, die am Ende in einem großen Streit endeten. Gerade nach diesen Auseinandersetzungen mit dem Handwerker Knie gab es nämlich merkwürdige Vorfälle mit den Autos von Connie und Richard.

 Conys Autoscheibe soll eingeschlagen worden sein und in Richards Auspuff steckte irgendwie ein Lappen, also da wurde irgendwie herummanipuliert an den Autos von beiden. Und Connie soll damals geäußert haben, dass sie sich durchaus vorstellen kann, dass Ken Sweenie dahinter steckt, mit dem es eben Auseinandersetzungen gegeben hat.

 Kann es also sein, dass dieser Handwerker etwas mit Conys Ermordung zu tun gehabt hat, dass er aus Frust, Wut und Ärger an diesem Morgen ins Haus der Debates eingedrungen ist und das eben dann alles außer Kontrolle geraten ist und er Connie erschossen hat. Die Ermittler suchen Ken Weini darum jetzt natürlich auf und sprechen mit ihm.

 Doch es dauert nicht lange, da kann er als Verdächtiger ausgeschlossen werden, denn für den Vormittag des 23. Dezember hatte er für den fraglichen Zeitraum ein belastbares Alibi, denn er hat auf einer Baustelle in einer anderen Stadt gearbeitet. Während sich diese Spur für die Ermittler jetzt also erledigt hat, bleiben all jene Fragen bestehen, die Richards eigene Version bisher schon aufgeworfen hat.

 Und abgesehen davon, was man ohnehin schon wusste, kommt jetzt noch mehr dazu, denn man hat im Hintergrund inzwischen auch damit begonnen, die technischen Daten dieses 23. Dezember auszuwerten und dabei haben sich erneut Widersprüche aufgetan. Wir erinnern uns dazu noch einmal zurück. Richard hatte ja angegeben, dass nachdem er morgens sein Haus verlassen und sich auf den Weg zu seiner Arbeitsstelle nach Bloomfield gemacht hat, ihm während der Fahrt aufgefallen sei, dass er seinen Laptop vergessen hat, weswegen er also am Straßenrand anhielt, um seinem

Vorgesetzten eine Nachricht zu schreiben, dass er später kommt, weil er noch mal zurück nach Hause fahren muss, um den Laptop zu holen. Und genau diese Nachricht an Richards Arbeitgeber ist jetzt ganz besonders interessant, denn als die Ermittler sich Richards Microsoft bzw. Outlook Daten ansehen, stellen sie zwar tatsächlich fest, dass diese Nachricht verschickt wurde.

 Um 9:40 Uhr hat Richard seinem Chef tatsächlich eine Mail von seinem Handy aus geschrieben, jedoch nicht vom Auto aus. Sie wurde über die IP-Adresse seines Hauses am Birch Viiew Drive versendet, was bedeutet, dass Richard sie nicht unterwegs im Auto geschickt hat, sondern dass er zu Hause war. Und auch die Auswertung weiterer technischer Daten spricht dafür, dass Richard, nachdem Connie sich zum Spinningkurs aufgemacht hat, sein Haus nie verließ, dass er gar nicht erst losfuhr zur Arbeit. So z.B. zeigt das die Auswertung

seines Computers im Haus, der unter anderem um 9:18 Uhr, also etwa zu der Zeit, als Connie unerwartet früh zurück ins Haus kam, benutzt wurde. Doch nicht nur Richards digitale Daten widersprechen seiner Geschichte. Auch die von Connie tun es. Zwischen 9:40 Uhr und 9:46 Uhr, so lässt sich nämlich ermitteln, war sie beispielsweise in ihrem Haus noch auf Facebook aktiv und auch ihr Fitbit, also ihr kleiner Fitnesstacker, den sie zum Sport immer an ihrer Kleidung getragen hat, hat ihre Bewegungen im Haus noch bis kurz nach 10

Uhr Vormittag aufgezeichnet. Und gerade dieser Fitness Tracker, der Fitbit, wird für die Ermittler jetzt zu einem ganz besonders wichtigen Zeugen, denn er zeigt eben nicht nur, dass Connie bis 10:05 Uhr am Leben und in Bewegung war, sondern er zeigt auch, dass sie nach ihrer Rückkehr aus dem Fitnessstudio in ihrem Haus noch eine Strecke von 370 m zurückgelegt hat, was aber überhaupt nicht zu Richards Geschichte passt, wonach seine Frau ja praktisch unmittelbar, nachdem sie um kurz nach 9 Uhr durch die Haustür kam, von einem

maskierten Eindringling in den Keller hinuntergejagt worden ist, wo er sie dann erschossen hat. Ich weiß, das waren jetzt sehr viele Daten und Uhrzeiten, aber die wichtigste Erkenntnis, die sich daraus ergibt, ist eigentlich ziemlich einfach. Richard Story, sein zeitlicher Ablauf kann nicht stimmen.

 Was auch immer an diesem Vormittag passiert ist, es kann nicht zu der Zeit und auf die Art und Weise geschehen sein, wie er es den Ermittlern in seiner Aussage geschildert hat. Doch wenn Richards Geschichte nicht stimmt, wenn er Dinge verdreht, wenn er etwas anders darstellt, wenn er lügt, dann stellt sich für die Ermittler natürlich zwangsläufig die Frage, warum? Warum sollte Richard de Bites seine eigene Ehefrau im gemeinsamen Haus töten? Eine Frau, mit der er seit mehr als einem Jahr zen verheiratet war, mit der er

zwei Kinder hatte und mit der er nach außen hin ein scheinbar vollkommen normales Leben geführt hat. Doch wie sich jetzt herausstellen wird, hatte Richard de Bate mindestens ein, möglicherweise offenbar sogar zwei Motive seiner Frau etwas antun zu wollen. Und da wäre zunächst einmal die andere Frau.

 Ihr Name Sarah Genser, eine alte Bekannte von Richard, mit der er bereits seit Jahren immer wieder eine Affäre hatte und mit der er im Mai 2015, also rund 7 Monate vor Conys Ermordung, erneut eine Beziehung begann, wobei Sarah noch imselben Monat von Richard schwanger geworden ist. Und so beginnt eine Geschichte, wie wir sie leider auch in anderen Fällen schon sehr oft gehört haben.

 Richard nämlich verspricht seiner schwangeren Geliebten sich von seiner Frau zu trennen, dass er sich scheiden lässt, dass er aus dem gemeinsamen Haus ausziehen wird und er beteuert wohl auch immer wieder gegenüber seiner geliebten Sarah, dass die Trennung von Connie kurz bevorstehen würde. Doch das alles geschieht natürlich nicht, denn Richard unternimmt keine konkreten Schritte in diese Richtung.

 Stattdessen bleibt er weiterhin bei Connie und seinen Söhnen, während Saras Schwangerschaft immer weiter voranschreitet. Und als Connie am 23. Dezember 2015 ermordet worden ist, sind es nur noch zwei Monate gewesen, bis Sarah Richards Kind zur Welt bringen wird. Es wird also immer offensichtlicher, dass Richard de Bate in den Monaten vor der Ermordung seiner Frau zwei vollkommen unterschiedliche Leben geführt hat.

 Und je näher die Geburt seines Kindes mit Sarah kam, desto schwieriger wurde es sehr wahrscheinlich für ihm, diese beiden Leben noch voneinander zu trennen. Doch neben dieser immer komplizierter werdenden Situation konnte die Polizei auch noch ein weiteres mutmaßliches Motiv ermitteln, dass Richard gehabt haben könnte, seiner Frau schaden zu wollen.

 Und es ist leider, muss man sagen, erneut kein unbekanntes, nämlich Geld. Connie de Bate verfügte nämlich über eine Lebensversicherung in Höhe von einer halben Million Dollar, bei der ihr Ehemann als Begünstigter eingetragen gewesen ist. Und wie sich bei den Ermittlungen herausgestellt hat, hat es auch gerade einmal 5 Tage nach ihrer brutalen Ermordung gedauert.

 Da hat Richard auch schon einen Antrag auf Auszahlung der Summe bei der Versicherung gestellt. Nach fast 16 Monaten intensiver Ermittlungsarbeit wird Richard de Bate am 14. April 2017 verhaftet und muss sich nun offiziell für den Tod seiner Frau verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nicht nur den Mord an Connie vor, sondern auch die Manipulation von Beweismitteln und die Abgabe einer Falschaussage gegenüber den Strafverfolgungsbehörden.

Am 28. April 2017 bekennt sich Richard jedoch in allen gegen ihn erhobenen Anklagepunkten für nicht schuldig und bleibt dabei, dass nicht er, sondern ein maskierter Einbrecher Connie erschossen hat. Doch bis Richard sich tatsächlich verantworten muss und vor Gericht steht, währenden jetzt noch sage und schreibe 5 Jahre vergehen.

 Denn der Prozess sollte zwar eigentlich bereits im Frühjahr 2020 beginnen und die Auswahl der Geschworenen war offenbar auch schon so gut wie abgeschlossen, aber dann kam die Pandemie, die Coronapandemie, die auch in Conneticut den Gerichtsbetrieb lah gelegt hat, weswegen die Verhandlung erst einmal auf unbestimmte Zeit verschoben worden ist.

Erst am 5. April 2022 begann dann am Supreme Court in Vernon schließlich der eigentliche Prozess gegen Richard de Bate und in den jetzt kommenden Wochen, in denen das Gerichtsverfahren läuft, versucht die Staatsanwaltschaft den Geschworenen genau das darzulegen was die Ermittler schon seit vielen Jahren vermutet haben, nämlich, dass es am Morgen des 23.

 Dezember 2015 überhaupt keinen maskierten Einbrecher gegeben hat. Und dafür präsentiert die Anklage der Jury jetzt noch einmal jedes einzelne Puzzlteeil, dass wir inzwischen kennen und über das wir im Laufe dieses Videos auch schon gesprochen haben. Richards eigene Zeitangaben und die Daten aus seinem Handy, seinem Computer und auch der Alarmanlage, die schlicht und ergreifend nicht zu der Version passen, die er erzählt hat.

 Dann ist da natürlich Connie Sitbit der wichtigste digitale Zeuge dieses gesamten Falles, der ihre Bewegungen bis 10:05 Uhr registriert hat und damit ebenso Richards zeitlichem Ablauf deutlich widerspricht. Und auch die Spuren am Tatort im Keller passen in den Augen der Anklage nicht zu einem unbekannten Einbrecher, denn Richards DNA fand sich unter anderem an dem Kästchen im Keller, in dem Waffe aufbewahrt worden ist, genauso auch wie am Griff des Revolvers selbst.

 Also, man fand zwar anscheinend keine Fingerabdrücke auf der Waffe, aber man fand dort Richards DNA. Außerdem konnte seine DNA auch auf der Rückseite jenes Metallklappstuhls gefunden werden, an den ihn der Einbrecher angeblich gefesselt hat. Noch dazu auf dem Boxcuttermesser, mit dem der Angreifer ihn angeblich verletzt hat, da fand man keine DNA eines Unbekannten, sondern die von Richard.

 Und schließlich hat man auch auf der Rückseite seiner rechten Hand und auch an seiner Kleidung Partikel gefunden, die später als Schmauchspuren eingestuft worden sind. Dazu kam der gefundene Geldbeutel von Richard draußen im Garten auf dem Rasen und die Tatsache, dass es keine Spuren eines Einbruchs am Haus und auch keine Spuren eines flüchtenden Täters gegeben hat.

 Und dann führt die Staatsanwaltschaft natürlich auch noch ein mögliches Motiv von Richard ins Feld. Sein Verhalten nach dem Tod seiner Frau kommt zur Sprache. Seine schwangere Geliebte, der er seit Monaten versprochen hat, Connie zu verlassen und die finanziellen Folgen, die eine Scheidung für Richard gehabt hätte. Für die Staatsanwaltschaft ergab sich aus all dem zusammengenommen nur eine plausible Erklärung, nämlich, dass Richard de Bate am Morgen des 23.

 Dezember sein Haus erst gar nicht verlassen hat. Nachdem Connie zum Fitnessstudio aufgebrochen ist, blieb er zu Hause. Und als sie dann aufgrund des ausgefallenen Kurses früher als erwartet zurückgekommen ist, so zumindest die Theorie der Anklage, hat er sie um kurz nach 10 Uhr sehr wahrscheinlich unter einem Vorwand in den Keller hinuntergelockt und dort dann mit seinem eigenen Revolver getötet.

bevor er damit begann, den Tatort so zu inszenieren, dass alles danach aussieht, als hätte es einen Eindringling gegeben. Er verteilt bzw. positioniert Gegenstände im Keller, bringt die Kabelbinder an seinem Körper und auch an dem Klappstuhl an, an den er sich selbst gefesselt hat und er verletzt sich mit dem Cuttermesser aus seinem Werkzeugkasten, bevor er dann schließlich ins Erdgeschoss hinaufgeht und den Panikalarm an der Alarmanlage auslöst und in der Küche auf die Polizei wartet. Die Verteidigung auf der anderen

Seite hielt dagegen, unter anderem indem sie Richard selbst in den Zeugenstand gesetzt haben, wo er den Geschworenen noch einmal seine Version mit dem maskierten Einbrecher erzählt hat. Seine Anwälte stellten darüber hinaus auch die Zuverlässigkeit der digitalen Daten, insbesondere die von Conys Fitbit und die ihres Handys und der GPS-Daten in Frage.

 Und sie verwiesen auch darauf, dass sich an der Waffe, also auf dem Revolver, noch eine weitere DNA hat finden lassen, die niemandem zugeordnet werden konnte. Und dann gab es anscheinend auch noch eine Zeugin, die am frühen Morgen des 23. Dezember in der Nähe des Hauses der Debates einen grün gekleideten Mann gesehen haben will.

 Und Richard hatte ja gesagt, dass der Einbrecher grüne Tarnkleidung trug. Das alles zusammengenommen waren unter anderem auch die Punkte, die die Verteidigung genutzt hat, um bei den Geschworenen begründete Zweifel an Richards Schuld hervorzurufen. Doch man muss sagen, die Geschwornen sahen das am Ende ganz anders. Gerade einmal 7 Stunden haben sie nämlich benötigt, um nach diesem mehrwöchigen Prozess, in dem über 130 Zeugen gehört und rund 600 Beweisstücke präsentiert worden sind, um zu einer Entscheidung zu kommen. Am 10. Mai 2022 wird Richard de

Bate wegen des Mordes an seiner Frau Connie, wegen der Manipulation von Beweismitteln und seiner falschen Aussage gegenüber den Strafverfolgungsbehörden schuldig gesprochen und am 18. August 2022 zu insgesamt 65 Jahren Gefängnis verurteilt. Ja, meine Lieben, damit sind wir am Ende dieses Falles angekommen. Ein Fall, der nicht nur durch die akribische Arbeit der Ermittler, sondern vor allen Dingen auch mit Hilfe eines digitalen Zeugen aufgeklärt werden konnte.

 Conys kleiner Fitbit Tracker konnte zwar nicht sagen, wer sie umgebracht hat, aber die Daten, die er hergegeben hat, haben klar gezeigt, dass die Geschichte des Mannes, der mit ihr zusammen an diesem Morgen im Haus war, nicht stimmen kann. doch so hilfreich und vielleicht in gewisser Art und Weise auch interessant und faszinierend es sein mag, solche technischen Möglichkeiten bei der Aufklärung von Verbrechen heranziehen zu können, möchte ich am Ende diesen Fall nicht damit abschließen, sondern mit Connie, eine Frau, die von ihrer Familie, von

ihren Freunden und ihrer Gemeinde sehr geliebt und geschätzt wurde und vor allem eine Mutter von zwei kleinen Jungen, die jetzt aufgrund von Richards Entscheidung ohne sie aufwachsen müssen. Ich persönlich habe absolut keinen Zweifel daran, dass für den Mord an Connie der Richtige, ihr eigener Ehemann verurteilt worden ist.

 Und die Geschworenen haben ja in diesem Gerichtsprozess, der im übrigen nicht öffentlich übertragen worden ist, aber indem so viele Zeugen gehört und so viele Beweise präsentiert worden sind, auch gerade einmal 7 Stunden gebraucht, um zu ihrer Entscheidung zu kommen. Am Ende sind es Conys Kinder, die wahrscheinlich am meisten unter dieser Situation leiden, ihre Familie.

Aber wenigstens wurde Richard für das, was er getan hat, zur Verantwortung gezogen. Auch wenn das wahrscheinlich kein Trost ist für die Menschen, denen Connie Debate für immer fehlen wird. Ja, meine Lieben, damit sind wir jetzt am Ende angekommen. Wie immer würde mich natürlich auch eure ganz persönliche Meinung und Einschätzung zu all dem, was ich euch heute erzählt habe, interessieren.

 Also schreibt sie mir zu diesem Fall sehr gerne, wenn ihr möchtet, unten in die Kommentare. Damit verabschiede ich mich jetzt für heute von euch. Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Tag und hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder. Bis dahin macht’s gut 

Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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