EINE FRAU VERSCHWINDET … Geheimnisse, Lügen und ein brutaler Mord …Der Fall Tara Grant T
EINE FRAU VERSCHWINDET … Geheimnisse, Lügen und ein brutaler Mord …Der Fall Tara Grant

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Im Februar 2007 verschwindet die 34 Jahre alte Terra Grand spurlos, nachdem sie von einer Geschäftsreise aus Puerto Rico zurückgekommen ist.
Und niemand kann sich zunächst einen Reim darauf machen, was mit Terra geschehen sein könnte. Ist ihr etwas zugestoßen? Gab es möglicherweise irgendwelche Geheimnisse in ihrem Leben? etwas von dem niemand etwas wusste und sie könnte dementsprechend auch freiwillig untergetaucht sein. Allerdings stellt sich die Frage nachdem warum denn Terra war im Jahr 2007 seit etwas über 10 Jahren mit ihrem Ehemann Steven verheiratet.
Man lebte in einem schönen großen Haus etwas außerhalb von Detroit. Das Paar hatte zwei zauberhafte Kinder und Tara war beruflich äußerst erfolgreich. Warum also sollte sie freiwillig verschwinden? Die Polizei beginnt also jetzt intensiv zu ermitteln und nach Terra zu suchen. Und es dauert auch gar nicht lange. Da findet man eine erste Spur zu ihr.
Und nach dieser ersten Spur findet man eine zweite, eine, die so unfassbar grausam, kaltblütig und brutal ist, dass man es kaum fassen kann. Doch was genau wissen wir über den 9. Februar 2007, also über den Tag, an dem Terra Grand zum letzten Mal gesehen worden ist und was wissen wir darüber, was nach ihrem Verschwinden geschehen ist.
Über all das und vieles mehr im Zusammenhang mit diesem wirklich unfassbaren Fall sprechen wir in meinem heutigen Video. Doch bevor wir das machen, meine Lieben, habe ich erst einmal noch etwas anderes, etwas Positives für euch. Was müssen moderne Schuhe heutzutage leisten? Sie müssen bequem sein, nachhaltig überzeugen und dabei einfach gut aussehen.
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Juni 1972 in Michigan zur Welt, wo sie zusammen mit ihrer jüngeren Schwester Alisha in der ländlichen Gemeinde Perkins, mitten im Delta County auf der Farm ihrer Eltern Mary und Gerald des Tramp aufwächst und ihre Kindheit auf der Farm in der Nähe der Kleinstadt Escannaba im Aper Peninsula von Michigan sorgt dafür, dass Terra nicht nur in einem sehr engen und vertrauensvollen Familienumfällt, sondern dann auch stets umgeben von Tieren aufgewachsen ist.
Schon früh nimmt sie an Pharmawettbewerben und Ausstellungen teil, kümmert sich um die Nutztiere auf der Farm und sie hat eine ganz besondere Leidenschaft für Pferde und das Reiten, die sie auch später in ihrem Leben immer begleiten wird. Terra besucht die mitpeninsula High School im Delta County, wo sie neben dem regulären Unterricht auch in mehreren außerschulischen Aktivitäten engagiert war.
Sie spielt die Klarinette im Schulchor, ist Teil des Cheerleading und Leichtathletikteams und sie spielt leidenschaftlich gerne Basketball. Und in allem, was sie getan hat, inklusive ihrer hervorragenden schulischen Leistungen, war Terra, die als sehr ehrgeizig beschrieben wurde, wohl immer eine der Besten. Und sie hat auch schon sehr früh den Wunsch geäußert, später einmal in der Geschäftswelt erfolgreich sein zu wollen, was ihr auch gelingen sollte.
Denn nach ihrem erfolgreichen Highschoolabschluss im Frühjahr 1990, den Terra als drittbeste ihres Jahrgangs absolviert, studiert sie zunächst am Bayen Knock Community College in Escannaba, bevor sie dann an die Michigan State University wechselt, wo Terra 1995 ihren Bachelor in Betriebswirtschaft macht und dann mit ihrer beruflichen Karriere durchstartet.
Sie beginnt im Unternehmensektor zu arbeiten, wo sie in leitender Funktion im Management bei der Washington Group International, einem internationalen Ingenieur und Bauunternehmen äußerst erfolgreich war und von ihren Kollegen als klug, aufgeschlossen und sehr engagiert beschrieben worden ist. Und aufgrund ihres Engagements und ihrer harten Arbeit steigt Terra dann auch ganz bald zur Betriebsleiterin in der Niederlassung ihres Unternehmens in Detroit auf.
Aber nicht nur in beruflicher, auch in privater Hinsicht schienen sich die Dinge für Terra positiv zu entwickeln. Bereits 1994 nämlich, also noch während ihres letzten Studienjahrs lernte sie ihren zukünftigen Ehemann Steven Grant kennen, der zu dieser Zeit im Büro eines Abgeordneten in Detroit gearbeitet hat. Mit seinen Ambitionen später einmal Anwalt werden zu wollen und möglicherweise auch in die Politik zu gehen, hatte Steven Terror offenbar sehr beeindruckt.
Die beiden verstanden sich gut, trafen sich immer wieder, wurden ein Paar und zogen dann Ende 1994 auch in eine gemeinsame Wohnung in der Stadt Lancing. Doch während Terra, die Karriereleiter jetzt immer weiter nach oben gestiegen ist, erfüllten sich Stevens Wünsche, Träume und Vorstellungen für seine berufliche Zukunft nicht.
Statt nämlich Anwalt zu werden oder auch in die Politik zu gehen, arbeitet er stattdessen im Betrieb seines Vaters William Grant, der einen kleinen Tool and Die Shop, also einen Werkzeug und Formbaubetrieb in der Stadt Mount Clemens etwas außerhalb von Detroit besaß. Und genau darum zogen Terra und Steven dann auch nach ihrer Hochzeit 1995 nach Washington Township, einem sehr wohlhabenden Vorstadtbezirk etwa 30 Meilen nördlich der Stadt Detroit, denn so konnte Steven täglich in den Betrieb seines Vaters fahren und Terra, die ja inzwischen die
Betriebsleitung innerhalb der Niederlassung ihres Unternehmens ebenfalls in der Stadt Detroit übernommen. hatte, kam das wohl auch sehr entgegen. Das Paar kauft sich also ein schönes Haus in der Carriage Hillssiedlung, einer äußerst gehobenen, ruhigen und familienfreundlichen Wohngegend.
Und ja, es hat auch nicht lange gedauert, da haben die Grands eine Familie gegründet. Im Jahr 2000 kommt Tochter Lindseay zur Welt. Zwei Jahre später dann das zweite Kind von Terra und Steven, ihr Sohn I. Und auch wenn Terra sich nach der Geburt ihrer beiden Kinder jeweils eine etwas längere Auszeit von ihrem Job genommen hat, so kehrte sie im Anschluss immer wieder in ihren Beruf zurück.
Während ihr Mann Steven auf der anderen Seite seine Arbeitszeit im Betrieb seines Vaters dauerhaft reduzierte, den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung und auch die Aufgaben im Haushalt übernommen hat. Während Steven also den Alltag seiner Kinder durchstrukturiert und organisierte sie zur Schule und in den Kindergarten fuhr, arbeitet Terra weiterhin in ihrem gut bezahlten Job.
Und dieses Arrangement war für das Ehepaar Grant durchaus akzeptabel. Man schien glücklich zu sein und mit dieser Aufteilung auch gut zurechtzukommen. Und Terras Schwester Alisha beschrieb Terra später als sehr fürsorgliche und liebevolle Mutter für ihre beiden Kinder, die trotz ihrer beruflichen Verpflichtungen möglichst viel Zeit mit Linsei und ihren verbracht hat.
Jedoch muss man trotzdem festhalten, Terra war die Hauptverdienerin, diejenige also, die den ganzen Tag außer Haus war. Und nicht nur das, Terra unternahm im Zuge ihres Jobs auch immer wieder Geschäftsreisen. Unter anderem pendelte sie regelmäßig in das Firmenbüro nach San Juan in Puerto Rico und das führte eben dazu, dass sie oftmals viele Tage am Stück, meist auch die ganze Woche über nicht zu Hause und erst am Wochenende wieder zurückgekommen ist.
Und genau das führte nach und nach mit der Zeit. wohl vor allen Dingen nach der Geburt des zweiten gemeinsamen Kindes ihen vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen Terra und ihrem Mann. Freunde und Familienmitglieder berichteten später, dass Steven seine Frau in dieser Zeit oft herabwürdigend behandelt hat, eifersüchtig war und Terra gegenüber ein äußerst manipulatives Verhalten an den Tag legte.
Anscheinend kam er mit dieser Rollenverteilung, auf die man sich aber ursprünglich ja geeinigt hatte, immer weniger gut zurecht. und sein eigenes Selbstwertgefühl nahm anscheinend Schaden. Es schien fast ein wenig so zu sein, als wäre Steven neidisch darauf, dass seine Frau auch außerhalb des Hauses in ihrem Job Anerkennung bekam, was man vor allen Dingen daran gemerkt hat, dass er sie plötzlich sehr herabwürdigend behandelt hat und ja manipulatives Verhalten zeigte.
Steven kritisierte seine Frau zunehmend aufgrund ihrer häufigen Abwesenheit und warf ihr dann anscheinend auch irgendwann vor, eine Affäre mit einem ihrer Kollegen zu haben. Und auch wenn es genau dafür niemals einen einzigen Beleg gegeben hat, so waren diese Vorwürfe. Die Verdächtigungen und Stevens Misstrauen gegenüber Terra wohl Teil der häufigen Auseinandersetzungen.
Auch wenn es also für viele danach aussah, als würden die Grands ein harmonisches Familienleben führen, so krieselte es vor allem auch ab dem Jahr 2006 hinter verschlossenen Türen immer mehr. Was vor allen Dingen auch damit zu tun hatte, dass Terra im Jahr 2006 vermehrt zur Niederlassung nach Puerto Rico geflogen ist, Geschäftsreisen unternahm und unter der Woche nicht zu Hause war.
Doch noch etwas anderes geschieht in diesem Jahr 2006. Im Herbst dieses Jahres nämlich zieht die 19 Jahre alte Verena Dirkis ins Haus der Familie Grand ein, um Steven, der nebenbei ja nach wie vor im Werkzeugbetrieb seines Vaters gearbeitet hat, im Haushalt und zum Teil auch bei der Kinderbetreuung zu unterstützen. Denn schon seit mehreren Jahren, zum ersten Mal wohl im Jahr 2003, hatten Steven und Terra immer wieder Ops im Haus.
Also junge Menschen, die meist aus dem Ausland für eine gewisse Zeit bei einer Gastfamilie leben, dort bei der Kinderbetreuung und kleineren Haushaltsaufgaben helfen und dafür Unterkunft, Verpflegung und auch eine Bezahlung bekommen, oft mit dem Ziel, Sprache und Kultur des Gastlandes besser kennenzulernen. Und die 19 Jahre alte Verena, die ursprünglich aus Deutschland stammt, möchte genau das.
Sie bewohnt ab Herbst 2006 ein eigenes Zimmer im Haus der Grand. Man verstand sich wohl sehr gut und Verena. Es ist der 14. Februar 2007, Valentinstag, als der 34 Jahre alte Steven Grant gegen 11 Uhr vormittags das Mencom County Sheriffs Office in Mount Clemens betritt, wo er kurze Zeit später erklärt, seine Ehefrau Terra sei seit, Achtung, 5 Tagen spurlos verschwunden und er sei jetzt hier, um sie vermisst zu melden.
Steven erklärt den Ermittlern jetzt vor Ort auf dem Polizeirevier, dass seine Frau Terra am vergangenen Freitag, also am 9. Februar abends von einer einwöchigen Geschäftsreise aus Puerto Rico zurück nach Hause gekommen ist. Aufgrund des anhaltenden Schneesturms allerdings hatte sich Terras Rückkehr etwas verspätet, weswegen als sie zur Tür hereinkam, ihre beiden Kinder bereits geschlafen haben.
Und auch Verena, das Oper der Familie, war an diesem Freitagabend nicht zu Hause. Sie hatte frei und war mit Freunden in der Stadt unterwegs. Jedoch gibt Steven der Polizei gegenüber an, dass er selbst sehr wohl noch wach war, als seine Frau zurück nach Hause kam. Und er gibt auch zu, dass es dann nicht lange gedauert hat, bis es zu einem Streit zwischen ihm und Terra gekommen ist.
Und der Grund für den Streit sei gewesen, weil Terra kaum, dass sie zu Hause war, mitgeteilt hat, dass sie statt am Montag wie sonst immer bereits am Sonntag schon wieder zurück nach Puerto Rico fliegen müsse und Steven sagt, dass ihn diese Tatsache sehr wütend gemacht hat, weswegen das Paar dann angefangen hat heftig miteinander zu streiten.
Doch dann gegen 23:15 Uhr, als der Streit eigentlich noch in vollem Gange war, hätte Terra, so zumindest Stevens Aussage plötzlich einen Anruf auf ihrem Handy bekommen, den sie auch angenommen hat. Und dann hätte er nur noch gehört, wie Terra am Telefon gesagt hat: “Ich treff dich gleich in der Einfahrt.” Und dann hat sie das Haus verlassen.
Und Steven sagt den Ermittlern auch, dass er vom Fenster aus noch beobachten konnte, wie seine Frau vor das Haus hinaus in die verschneite Einfahrt ging und dann in ein Auto, sehr wahrscheinlich einen dunklen Sedan einstieg, der dann davon fuhr. wer Terra um 23:15 Uhr angerufen hat, wer sie abholte und wer dementsprechend auch am Steuer dieses dunklen Wagens gesessen hat.
Das so behauptet Steven, wüsste er nicht. Jedoch das Ganze soll sich ja bereits am späten Abend des 9. Februar ereignet haben. Die Frage ist also und genau diese wird Steven jetzt natürlich von der Polizei gestellt. Warum hat er volle 5 Tage gewartet, um der Polizei mitzuteilen, dass seine Frau spurlos verschwunden ist? Doch auch dafür hat Steven eine Erklärung.
Er sagt, dass es angeblich nicht das erste Mal war, dass Terra nach einem Streit einfach so das Haus verlassen hat und dass er außerdem davon ausgegangen ist, dass sie aufgrund der Auseinandersetzung, die die beiden jetzt miteinander hatten, beschlossen hat, direkt wieder zum Flughafen zu fahren und nach Puerto Rico zurückzufliegen.
Und genau darum hat er auch zunächst kein großes Aufhebens um ihr Verschwinden gemacht und erst einmal abgewartet. Doch ja, jetzt sind mittlerweile 5 Tage vergangen ohne ein Wort von seiner Frau und darum hat er sich dann doch dazu entschlossen, jetzt etwas zu unternehmen. Doch auch wenn die Polizei Stevens geschilderte Version der Ereignisse zu Protokoll und die vermissten Anzeige selbstverständlich direkt aufgenommen hat, so vielen dem zuständigen Detectiv William Hudches bereits jetzt einige Unstimmigkeiten auf, denn Steven wirkte wohl sehr sehr
nervös, verhaspelte sich bei seinen Angaben immer wieder und während seiner Befragung schrieb er offenbar seine eigenen Antworten auf die Fragen, die die Polizei gestellt haben, in einem mitgebrachten Notizheft nieder, fast so, als würde er seine Angaben schriftlich festhalten wollen, falls er später noch einmal danach gefragt wird.
Und auch die Tatsache, dass er die Mutter seiner Kinder erst fünf Tage, nachdem er sie zuletzt gesehen hat, vermisst melden, ist ungewöhnlich und durchaus verdächtig. Denn selbst wenn Steven, wie er ja behauptet hat, davon ausging, dass Terra nach dem Verlassen des Hauses aufgrund der Auseinandersetzung wieder zurück zum Flughafen gefahren und dann zurück nach Puerto Rico geflogen ist, warum sollte sie sich dann danach kein einziges Mal melden und sei es nur, um mit ihren Kindern zu sprechen, was sie in der Vergangenheit, wenn sie auf
Geschäftsreise war, täglich getan hat. Dazu kam auch noch, dass Steven ja selbst angegeben hat. Terra hätte einen Anruf bekommen und sei dann zu jemand für ihn unbekannten vor dem Haus ins Auto eingestiegen. Und da macht man sich dann keine Sorgen um seine Frau und lässt sich fünf Tage Zeit damit, dafür zu sorgen, dass die Polizei Ermittlungen einleitet und nach ihr sucht.
Doch ungeachtet der frühen Zweifel an Steven Grs Darstellung der Ereignisse wird das Verschwinden von Terra auf Seiten der Polizei zunächst als klassischer Vermisstenfall behandelt und man leitet umgehend entsprechende Suchmaßnahmen ein. Das Mencom County Sheriff’s Office organisiert eine großelegte Suchaktion, an der sich neben zahlreichen Polizisten trotz der schlechten Wetterbedingungen durch Schnee und Eis auch unheimlich viele Freiwillige beteiligen.
Suchhunde und Hubschrauber kommen zum Einsatz und man durchkämmt nicht nur systematisch die Gegend rund um das Haus der Grs, sondern man konzentriert sich auch auf den nahe gelegenen Stony Creek Metropark, einen 1800 Hektar großen Regionalpark im Norden von Washington Township, in dem Terra in der Vergangenheit gerne joggen ging und in dem sie sich auch oft mit ihrer Familie und mit den Kindern aufgehalten hat.
Parallel zu den Suchmaßnahmen informiert die Polizei durch regelmäßige Pressebriefings jetzt auch die Öffentlichkeit, was dazu führt, dass Terras verschwinden innerhalb weniger Tage nicht nur in Michigan, sondern weit über die Grenzen dieses Bundesstaates hinaus massiv Aufmerksamkeit bekommt. Und auch Steven sucht ganz bewusst den Weg in die Öffentlichkeit.
Er gibt Interviews für zahlreiche Fernsehsender, in denen er in äußerst emotionaler Art und Weise an seine Frau appelliert, sich doch zu melden und zurück nach Hause zu kommen. Und aufgrund von Stevens Engagement, unter anderem gab er wohl auch an, einen Privatdetektiv mit der Suche nach Terra beauftragen zu wollen, falls die Polizei jetzt nicht weiterkommt und sie schnell findet, wirkte er zunächst wie ein besorgter Ehemann, der sich ehrlich Sorgen um seine verschwundene Frau macht.
Aber neben der intensiven Suche nach Terra spricht die Polizei jetzt selbstverständlich auch mit ihrer Familie, mit ihren Freunden, mit ihren Kollegen bei der Arbeit und sie sprechen auch mit jemanden, der gerade in den zurückliegenden Monaten sehr nah an der Familie Grand dran war, nämlich mit Verena Dirkes.
Die 19-jährige lebte nun bereits seit dem Herbst des vergangenen Jahres bei der Familie. Und wie man sich vorstellen kann, war ihre Aussage darum ganz besonders wichtig für die Ermittler. Verena gab an, und das hatte ich vorher ja auch schon einmal erwähnt, dass sie am Tag, an dem Terra abends nach Hause kam von ihrer Geschäftsreise, selbst nicht zu Hause war.
Sie war an diesem 9. Februar abends mit Freunden in der Stadt unterwegs, weswegen sie Terra also zu keinem Zeitpunkt gesehen hat. Jedoch sagt Verena, dass als sie dann nach Hause zurückgekommen ist, Steven ihr von seinem Streit mit Terra erzählt hat und er hätte ihr auch berichtet, dass sie das Haus einfach verlassen und von jemanden abgeholt worden ist.
Doch umso weiter die Suche und auch die parallellaufenden Ermittlungen fortschreiten, umso klarer wird für die Polizei, dass Terra Grand nicht freiwillig verschwunden ist, sondern dass ihr etwas zugestoßen sein muss. Und nach und nach häufen sich auch die Indizien dahingehend, dass Stevens anfängliche Schilderungen so nicht stimmen können.
Denn seit Terra verschwinden hat sie niemand mehr gesehen und niemand hat mehr irgendetwas von ihr gehört. Sie hat weder ihr Mobiltelefon noch ihre Kreditkarte benutzt. Es konnten keinerlei Kontobewegungen mehr festgestellt werden und es gab darüber hinaus wohl auch keinen Hinweis darauf. Wie Steven behauptet hat, dass Terra um 23:15 Uhr am späten Abend des 9.
im Februar tatsächlich von irgendjemanden angerufen worden ist. Außerdem sind auch keine Reiseschritte dokumentiert worden. Wäre Terra, was ja Stevens Vermutung war, nachdem sie ihr Haus am späten Freitagabend freiwillig verlassen hat, direkt zurück zum Flughafen gefahren und nach Puerto Rico geflogen, dann hätte man das sehr leicht belegen können.
Doch wie gesagt, das war nicht der Fall und sie ist ja auch nie an ihrem Arbeitsplatz dort angekommen. Und dann gab es da noch eine weitere interessante Aussage. Teras Vorgesetzter nämlich, mit dem die Polizei natürlich auch gesprochen hat, gab an, dass es keinerlei Pläne gab, dass sie statt wie üblich montags schon am Sonntag wieder zurück nach Puerto Rico kommen sollte.
Jedoch wir erinnern uns zurück, Stephen Grant hatte in seiner Aussage ja behauptet, dass der Streit zwischen ihm und seiner Frau ganz genau darum überhaupt erst ausgebrochen ist, weil Terra vorhatte, einen Tag vorher schon wieder von zu Hause aufzubrechen. Jetzt kann es natürlich sein, dass sie sich spontan genau dazu entschieden hat, ohne das vorher ihren Kollegen oder ihrem Vorgesetzten mitzuteilen.
Aber wie gesagt, die Polizei hat mit Terras Chef gesprochen und dieser wusste nichts davon und das Misstrauen auf Seiten der Polizei gegenüber Steven wuchs weiter an, denn auch wenn er nach wie vor in den Medien sehr präsent gewesen ist, so konnte man langsam den Eindruck bekommen, als würde es ihm bei seinen zahlreichen Auftritten und auch bei den Interviews, die er gegeben hat, in erster Linie darum gehen, seine eigene Version der Ereignis zu erzählen und bewusst platzieren zu wollen, während er gegenüber der Polizei immer weniger
Kooperationsbereitschaft gezeigt hat. Steven verweigerte z.B. spielt einen Lügendetektortest und bestand darauf, diesen, wenn überhaupt, nur von einem unabhängigen Experten durchführen lassen zu wollen. Er nahm sich einen Anwalt, wollte immer weniger gerne mit der Polizei sprechen und er fing auch damit an, sich plötzlich in negativer Art und Weise über seine verschwundene Frau zu äußern, indem er behauptet hat, Terra hätte eine Affäre mit einem ihrer Kollegen gehabt, wofür die Polizei jedoch nicht den geringsten Anhaltspunkt
finden konnte. Außerdem sprach Steven anscheinend auch vermehrt darüber, wie viel Terra immer gearbeitet hat und wie hart es für ihn gewesen ist, weil sie so oft beruflich unterwegs war. Und ich meine, selbst wenn das wirklich der Fall gewesen sein sollte, kann man sich natürlich trotzdem die Frage stellen, warum Steven es für angebracht hielt, sich auf diese Art und Weise jetzt zu äußern.

Die Mutter seiner Kinder ist spurlos verschwunden. Sollte es jetzt nicht in erster Linie darum gehen, sie wiederzufinden, ist das in so einer Lage nicht das einzige, was zählt, statt seine persönlichen Befindlichkeiten oder auch haltlose Verdächtigungen in Bezug auf eine Affäre, die Terra gehabt haben soll, zu äußern? Vor allen Dingen dann, wenn man ja selbst derjenige ist, der betrügt, denn wie sich bei den jetzt fortlaufenden Ermittlungen für die Polizei herausstellen wird, war offenbar nicht Terra diejenige, die hinter dem
Rücken ihres Mannes eine Affäre hatte. Es war genau anders herum. Steven war derjenige, der seine Frau betrogen hat und zwar mit der erst 19 Jahre alten Verina Dirkes, die seit etwas mehr als 5 Monaten im Haus der Grs gelebt hat. Wichtig an dieser Stelle zu wissen ist allerdings, dass diese Beziehung zwischen Verena älteren Steven Grant noch nicht lange ging, sondern erst etwa einen Monat vor Terras Verschwinden begann.
Zwar hatte Steven wohl seit Verenas Einzug ihr immer wieder Komplimente gewacht, mit ihr geflirtet und so weiter, aber körperlich kamen sich die beiden erst etwa vier bis sechs Wochen vor Terras plötzlichem Verschwinden näher. Und dabei wurden sie wohl auch einmal fast von der erst se Jahre alten Linsei, also von Terra und Stevens Tochter erwischt.
Denn Verena gab in ihrer Aussage bei der Polizei später an, dass wenn Terra unter der Woche auf Geschäftsreise war, sie in der Regel im Schlafzimmer zusammen mit Steven im Bett geschlafen hat. Und dabei kam eines Morgens die 6 Jahre alte Linse plötzlich ins Schlafzimmer gestürmt und hätte Verena ihres Vaters erwischt.
Doch Steven hat ihr dann die Bettdecke über den Kopf geworfen, sodass die kleine Linze Verenache nicht gesehen hat. Aber ja, das alles spielte sich im Hause Grand ab in den Wochen vor Terras plötzlichem Verschwinden. Und wie man sich vorstellen kann, war diese neue Information für die Polizei in ihren Ermittlungen von sehr großer Bedeutung, weil diese Affäre auf Seiten von Stephen Grant möglicherweise ein Motiv gewesen sein könnte, seiner Frau etwas anzutun.
Und dann, zwei Wochen nach Terra spurlosem Verschwinden, taucht auch zum ersten Mal ein brisantes Beweisstück auf, das tatsächlich darauf hindeutet, dass ihr etwas Schreckliches zugestoßen sein muss. Ich hatte euch ja bereits vorher gesagt, dass sich die Polizei bei ihrer Suche nach Terra unter anderem auch auf den Stony Creek Park konzentriert hat, der nicht weit vom Haus der Grs entfernt war und indem Tara in der Vergangenheit immer wieder gerne joggen ging und indem sie sich auch mit Steven und den Kindern regelmäßig
aufgehalten hat. Doch bei dieser ersten Suche mit insgesamt 150 Polizisten, die im Einsatz waren, hatte man genau dort in diesem Park unter anderem wohl aufgrund der sehr schlechten Wetterbedingungen erst einmal nichts gefunden. Jedoch änderte sich das jetzt zwei Wochen nach Terras Verschwinden, als eine Spaziergängerin zusammen mit ihrem Hund im Stony Creek Park auf etwas aufmerksam wurde, denn auf dem Boden sieht sie einen kleinen Plastikbeutel, der ihr unter anderem deswegen aufgefallen ist, weil sich Blut an
diesem Beutel befand. Und da die Zeugen wie die meisten Menschen in der Gegend durch die massive Berichterstattung in den Medien von Terras verschwinden wusste, rief sie sofort die Polizei, die dann auch kurze Zeit später im Park angekommen ist und den Beutel gesichert hat. Und im Labor stellte sich dann tatsächlich heraus, dass sich sowohl an der Außenseite als auch im Inneren des Plastikbeutels Blut befand.
Außerdem fand man im Beutel auch Latexhandschuhe. zerschnittene schwarze Müllsäcke und auch viele kleine Metallspäne und dieser Fund war für die Polizei gleich aus mehreren Gründen sehr aussagekräftig, denn zum einen handelte es sich bei dem gefundenen Blut an und im Plastikbeutel um das von Terra Grand und zum anderen arbeitete der Steven auch nach wie vor im Werkzeugbetrieb seines Vaters, wo Metallspäne wie die, die man in diesem Plastikbeutel gefunden hat, vorkommen.
Und nachdem man jetzt also dieses wichtige Beweisstück gesichert und ausgewertet hat, bekommen die Ermittler auch endlich einen Durchsuchungsbeschluss für Steven Grus, denn direkt nach Terras Verschwinden war die Polizei zwar schon einmal im Haus und hat sich dort auch umgesehen, allerdings nur oberflächlich. Nach all dem, was man bisher allerdings ermitteln konnte, sprach an diesem Punkt sehr viel dafür, dass Steven etwas mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun hat, weswegen man sich also jetzt am 2.
März 2007 3 Wochen nach Terras verschwinden, noch einmal ganz genau dort umsieht. Und während die Polizei damit beginnt, das Haus, das Grundstück und auch die Garage von oben bis unten unter die Lupe zu nehmen, verlässt Steven unter dem Vorwand etwas erledigen zu müssen, sein Haus. Und ich muss sagen, dass ich mich an dieser Stelle in meiner Recherche doch etwas darüber gewundert habe, dass Steven das einfach so tun konnte.
Ich meine, er war zu dieser Zeit bereits ein Verdächtiger. Man hatte einen Durchsuchungsbeschluss für sein Haus erwirkt und trotzdem konnte er einfach so sein Grundstück verlassen und sich damit ja auch gleichzeitig aus dem Zugriffsbereich der Polizei entfernen. Andererseits muss man eben auch sagen, Steven war bis dahin keines Verbrechens angeklagt.
Er war nicht verhaftet worden und man konnte ihn darum unter diesen Umständen anscheinend auch nicht daran hindern, sein Haus zu verlassen, während die Polizei es durchsucht. Aber während Steven also jetzt weg ist, um etwas erledigen zu müssen, machen die Ermittler derweil schockierende Entdeckung. In der Garage nämlich steht eine große Plastiktonne, die einige Wochen zuvor, als man sich dort zum ersten Mal umgesehen hat, noch nicht an dieser Stelle stand.
Und als man den Behälter jetzt öffnet, findet man darin verpackt in einem großen schwarzen Plastikmüllsack den Torso einer Frau. Und während diese menschlichen Überreste jetzt in die Gerichtsmedizin überstellt werden und die Spurensicherung sich in der Garage an ihre Arbeit macht, erlässt die Polizei sofort einen Haftbefehl für Steven Grant, der allerdings inzwischen über alle Berge zu sein scheint, denn nachdem er sein Haus verlassen hat, um etwas zu erledigen, ist er nicht mehr zurückgekommen.
Sehr wahrscheinlich, weil ihm klar gewesen sein dürfte, was die Polizei finden wird, spätestens dann, wenn sie die Garage durchsuchen werden, nämlich den Toro, seiner, wie sich in der Gerichtsmedizin zweifelsfrei herausstellen wird, seit mehr als drei Wochen verschwundenen Frau Terra. Und während jetzt also nach diesem schockierenden Fund die größte Fahungsaktion nach einem Flüchtigen in der Geschichte des US-Bundesstaates Michigan anläuft, klagt man Steven Grant einen weiteren Tag später am 3.
März 2007 dann auch wegen Mordes an, denn nach dem Fund der menschlichen Überreste in seiner Garage hat man auch den Werkzeugbetrieb von Stevens Vater in Mount Clemens durchsucht, indem er ja nach wie vor gearbeitet hat und dort fand man ebenfalls Beweise dafür, dass er Terra nicht nur getötet, sondern dass er ihren Körper offenbar mit Hilfe einer Säge, an der man noch Blut und Gewebereste fand, in dieser Werkstatt zerteilt hat.
Doch die Frage ist, wo befinden sich die anderen sterblichen Überreste von Terra? Während die Fahung nach Steven, der nach wie vor spurlos verschwunden ist, weiter auf Hochtouren läuft, macht sich die Polizei und die Forensik jetzt dahingehend erneut auf die Suche und zwar wie auch schon zuvor wieder im Stony Creek Park, wo die Zeugin ja erst wenige Tage zuvor den Plastikbeutel mit Terras Blut daran gefunden hat.
Und jetzt wird es auch nicht mehr lange dauern. Da können auch genau dort in diesem Park weitere Körperteile verpackt in schwarzen Müllsäcken geborgen und in die Gerichtsmedizin überstellt werden. Und nur zwei weitere Tage später, dann am 5. März 2007, gab der zuständige Pathologe Daniel Spitz bekannt, dass es sich auch bei den jetzt gefundenen Überresten um die von Terra Grant handelt.
Und er war außerdem in der Lage dazu, eine Todesursache festzustellen, nämlich Strangulation. Terra wurde stranguliert, bevor ihr Körper dann nach ihrem Tod zerteilt wurde. Um dem Mörder von Terra Grant, der sich nach wie vor auf der Flucht befindet, jetzt auf die Spur zu kommen, ortet die Polizei Stevens Mobiltelefon, von dem man annahm, dass er es bei sich gehabt hat.
Die Auswertungen der Daten führten die Ermittler rund 360 km nach Norden bis in die Region um den Wildness State Park nahe der Spitze der Lower Peninsula, wo Steven Grs Handy am 4. März 2007 geortet werden konnte. Und nicht nur das, denn in der Nähe des Parkingangs fand man darüber hinaus jetzt auch den Pickup Truck, von dem man wusste, dass Steven ihn bei seiner Flucht als Fahrzeug genutzt hat.
Zusammen mit seinen Mobilfunkdaten gesehen, war es also sehr wahrscheinlich, dass er sich irgendwo in diesem Wilderness Stateepark aufhält. Jedoch war die Frage, in welchem Zustand Steven sich befinden wird, wenn er gefunden werden sollte, denn zu dieser Zeit, Anfang März 2007, hatte es im Norden von Michigan -10°, was die Suche der Polizei in diesem Gebiet zusätzlich erschwert hat und was eben auch die Frage aufgeworfen hat, in welchem Zustand Stevenen sich befinden wird.
In den frühen Morgenstunden des 4. März allerdings fand man dann wohl Fußspuren im verschneiten Gelände und als man diesen gefolgt ist, stießen die Suchtrups dann letztendlich auch auf Steven. Unter einem umgestürzten Baumstamm, nur mit einem Hemd, einer Hose und Socken bekleidet, wurde er deutlich unterkühlt, desorientiert und apaisch aufgefunden.
Und nach allem, was sich dort gezeigt hat, sah es danach aus, als hätte Steven vorgehabt, sich das Leben zu nehmen. Nachdem man ihn dann allerdings mit einem Helikopter ins Northern Michigan Hospital in Petoski gebracht und wegen Hypothermie und leichter Frostschäden behandelt hat, war er kurze Zeit später dazu bereit, gegenüber den Ermittlern eine Aussage zu machen.
Und nicht nur war er dazu bereit, eine Aussage zu machen, denn schon kurz nachdem die Polizei im Krankenhaus bei ihm angekommen ist, hat Steven den Mord an seiner Frau gestanden und er war auch bereit dazu auszusagen, was sich am späten Abend des 9. Februar wirklich ereignet hat. Steven gibt jetzt an, dass zwischen ihm und Terra, nachdem sie am späten Freitagabend von ihrer Geschäftsreise zurück nach Hause kam, tatsächlich ein Streit entbrannt ist und er blieb wohl auch dabei, dass der Grund für diesen Streit der war, weil Terra direkt angekündigt hat, dass sie bereits
am Sonntag wieder nach Puerto Rico zurückfliegen muss. Aber abgesehen davon warf Steven ihr auch vor, nachdem sich der Streit ins Schlafzimmer verlegt hat, dass sie ohnehin so selten zu Hause ist und er hat sie auch mit seiner Eifersucht und mit seinem Verdacht, sie hätte eine Affäre mit einem ihrer Arbeitskollegen konfrontiert.
Doch im Gegensatz zu ihrem Mann hatte Terra nach einer anstrengenden Arbeitswoche, die hinter ihr lag, offenbar keine große Lust mehr, diesen Streit fortzusetzen, was Steven auf der anderen Seite nur noch mehr in Rage versetzt hat und auch dazu führte, dass sich aus dieser verbalen Auseinandersetzung eine körperliche entwickelt hat, denn Steven sagt, er hätte Terra dann irgendwann gepackt und auf den Boden geschupst und daraufhin hätte sie gesagt, dass sie ihn verlassen wird und die Kinder ebenfalls mitnehmen
würde. Daraufhin hat Steven seine Frau dann am Handgelenk gepackt. Sie schlug ihm ins Gesicht und er hat sie dann gegen die Wand gedrückt und damit begonnen, Gewalt gegen ihren Hals auszuüben, sie zu würgen und zwar so lange, bis Terra kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Und während seine beiden Kinder tief und fest schliefen, hat er dann nach dem Mord an seiner Frau ihre Leiche in die Garage gebracht und dort zunächst einmal in den Kofferraum seines Wagens gelegt.
Und als kurze Zeit später die 19 Jahre alte Verena Dirkes vom Treffen mit ihrem Freunden aus der Stadt zurück nach Hause kam, hat Steven ihr erzählt, Terra seid zwar da gewesen, allerdings hätten die beiden miteinander gestritten und Terra hat das Haus schon wieder verlassen. Am Sonntagmgen den 11. Februar, also zwei Tage später, hat Steven sich dann allerdings dazu entschieden, den Körper seiner Frau, der nach wie vor im Kofferraum seines Wagens in der Garage lag, in den Werkzeugmaschinenbetrieb seines Vaters zu fahren, zu dem er ja einen Schlüssel
gehabt hat. Sonntags war die Werkstatt ohnehin geschlossen, weswegen Steven nicht befürchten musste, von irgendjemanden überrascht zu werden. Und als er dann in der Werkstatt ankam, hat er mit Hilfe einer Metallsäge Terras Körper zerteilt und sowohl den Torso als auch die anderen Überreste in insgesamt 14 schwarze Müllsäcke verpackt, bevor er dann mit all dem in seinem Auto wieder wegfuhr.
Und während Steven also jetzt von der Werkstatt aus wieder zurück nach Hause fährt und zunächst einmal gegenüber seinen Kindern und auch gegenüber Verenaung, fuhr er in der darauf folgenden Nacht unbemerkt zum Stony Creek Metro Park, um dort mit Hilfe eines Kinderschlittens, auf dem er die schwarzen Plastiksäcke mit den Leichenteilen deponiert hat, all loszuwerden bzw.
innerhalb des Parks zu verstecken. Und als wäre diese Tatsache jetzt nicht schon grauenvoll und furchterregend genug, berichtet Steven in seiner Aussage, dass der Schlitten, auf dem er die Plastiksäcke deponiert hat, auf einer Anhöhe umgekippt ist und die Säcke mit Terras Überresten sich überall im Schnee verteilt haben in der Dunkelheit, woraufhin er dann die Säcke grob wieder zusammengesammelt hat.
Er war sich aber nicht sicher, ob er alle wiederfinden konnte und dann notdürftig im Park vergrub. Und an dieser Stelle, ich merke gerade selber, wie ich euch das so erzähle und schildere, aber ich finde, man muss hier auch einfach mal ganz kurz innerhalten und sich wirklich klar machen, was dieser Mann getan hat und was er auch gerade der Polizei gegenüber aussagt.
diese unfassbare Dimension, dieses Ausmaß an Kaltblütigkeit, der Mord an seiner Frau, das was in der Werkstatt und auch danach passiert ist, bis zu dem Punkt an dem er dann mit seinem Auto in den Park fuhr. Ich meine, manchmal glaube ich ja wirklich. Mich kann im Zusammenhang mit Warenverbrechen nichts mehr schockieren oder überraschen.
Aber zwei Tage nach seinem nächtlichen Ausflug in den Stony Creek Park wendet sich Steven Grant, wir erinnern uns zurück, dann am 14. Februar 2006 an die Polizei, wo er seine Frau vermisst meldet. Jedoch nachdem der zuständige Sheriff noch am selben Tag in einer Pressekonferenz angekündigt hat, dass man sich auf den Stony Creek Park als Suchgebiet konzentrieren und diesen systematisch durchsuchen will, wurde Steven laut seiner eigenen Aussage jetzt nervös, denn er selbst war ja nur zwei Tage vorher im Park, um dort die schwarzen Müllsäcke mit den Überresten
seiner Frau notdürftig zu vergraben. In erster Linie hatte Steven sich wohl besondere Sorgen gemacht. Die Polizei könnte den größten schwarzen Müllsack bei ihrer Suche schnell finden, indem sich Terras Torso befand. Denn dieser Müllsack war der größte von allen und er hat natürlich daran gedacht, dass dieser schnell zu finden sein könnte.
Weswegen Steven, nachdem er, das muß man sich mal vorstellen, seine Frau bei der Polizei bereits als vermisst gemeldet hat, in der darauf folgenden Nacht noch einmal in diesen Park fuhr, den schwarzen Müllsack, in dem sich ihr Torso befand, an sich nimmt, ihn nach Hause fährt und dort dann in der Plastiktonne in seiner Garage versteckt hat, wo ihn die Polizei am 2.
März 2007 finden wird. Und nach diesem umfangreichen und furchterregenden Geständnis räumt Stephen Grant jetzt auch noch seine Affäre mit Verena Dirkes ein. Er gibt zu, eine Beziehung zu der 19-jährigen gehabt zu haben, die sich zu diesem Zeitpunkt im übrigen schon wieder in Deutschland aufhielt, jedoch den Ermittlern in Mischigan nach wie vor für Fragen zur Verfügung stand.
Verena hat sich stets kooperativ gezeigt und mit der Polizei in Michigan zusammengearbeitet und sie ist auch für den Gerichtsprozess zurück in die USA geflogen. An dieser Stelle sei im übrigen auch klar und deutlich gesagt, dass Verena Grand zu tun gehabt hat. Sie war nachweislich zum Zeitpunkt der Tat mit Freunden in der Stadt unterwegs gewesen.
Die Polizei hat natürlich auch in diese Richtung ermittelt, aber Verena tun. Am 6. März 2007 erhebt die Staatsanwaltschaft von Mackham County offiziell Anklage wegen Mord des ersten Grades und der Versümmelung einer Leiche gegen Steven Grant. Und als sein Prozess dann im November dessselben Jahres in Mount Clemens beginnt, macht Staatsanwalt Eric Smith vor den Geschworenen klar, dass Steven in seinen Augen das personifizierte böse ist.
Ein Mann, der seine Frau brutal und vorsätzlich getötet hat, während die Verteidigung auf der anderen Seite die Tat als ungeplant und impulsiv darstellen wollte. Der zentrale Beweis auf Seiten der Anklage war natürlich Stevens 3 stunden langes Geständnis, das auf Band aufgezeichnet und den Geschworenen im Gerichtssal vorgespielt worden ist, wobei die Staatsanwaltschaft dabei auch die Übereinstimmungen zwischen dem Geständnis und den gesicherten Beweisen betont hat. Am 21.
Dezember 2007 wird Steven Grant von den Geschworen dann wegen Mord des zweiten Grades schuldig gesprochen, denn auf Mord ersten Grades, was ja von der Staatsanwaltschaft angestrebt wurde, konnte man sich innerhalb der Jury anscheinend nicht einigen. Die Strafe für Steven jedoch, die von Richterin Diane Drusinski verlesen worden ist, war trotzdem sehr hoch.
Wegen Mordes zweiten Grades verhängt man eine Gefängnisstrafe von mindestens 50 bis 80 Jahren. Wegen der Versümmelung einer Leiche kommen noch mal 6 bis 10 Jahre oben drauf, was faktisch bedeutet, dass Steven frühestens im Jahr 2057, also im Alter von etwa 88 Jahren, überhaupt die Chance auf Bewährung haben wird und damit sehr wahrscheinlich den Rest seines Lebens hinter Gittern verbringt.
Im Juni 2008, also einige Monate nach Stevens Verurteilung, nahm sich dann sein Vater William Grant das Leben. Freunde berichteten, dass er es nie verwinden konnte, dass sein Sohn als Mörder verurteilt wurde und auch nicht, dass seine beiden Enkelkinder ohne Eltern aufwachsen müssen. Nach der Verhaftung ihres Vaters allerdings kamen Linsei und I, Terras Kinder, dauerhaft in die Obhut ihrer Tante Alisha, wo sie weit entfernt von ihrem früheren Leben in Detroit aufwuchsen und dann irgendwann auch den Nachnamen ihrer Tante angenommen haben.
Und heute sind beide erwachsen und engagieren sich im Rahmen der Präventionsarbeit gegen häusliche Gewalt. Gemeinsam mit der Organisation Turning Point veranstalten sie jährlich im September Terra Walk, einen Gedenklauf zugunsten regionaler Hilfsorganisationen und Linsei und Ien haben auch öffentlich erklärt, dass sie keinerlei Kontakt zu ihrem Vater haben und ihn auch nicht wünschen.
Was war Steven Grands Motiv für diese unfassbare Tat? Ich habe bei meiner Recherche den Eindruck gewonnen, dass es da offenbar zwei Versionen gibt. Die eine: Steven hat seine Frau getötet, weil er Angst hatte, sie könnte von seiner Affäre erfahren und ihn dann möglicherweise verlassen. Und die andere, der Mord geschah, weil Steven neidisch auf die Anerkennung und den beruflichen Erfolg seiner Frau gewesen ist, weil er sich in seiner Rolle immer weiter zurückgesetzt und in seinem Stolz verletzt fühlte und auch eifersüchtig war, weil er den Verdacht
hatte, Terra könnte ihn mit einem anderen Mann betrügen. Und wenn ihr mich am Ende fragt, was ich glaube, ich könnte mir vorstellen, es war ein bisschen was von allem. Ich kann mir nämlich sehr gut vorstellen, dass Steven durchaus Angst hatte, Terra könnte hinter seine Affäre kommen und ihn dann verlassen, dass das bei dem Mord eine gewisse Rolle gespielt hat.
Ich glaube aber genauso, dass sich sehr viel Wut, Eifersucht und Neid auf seine Frau in ihm aufgebaut hat und dass er sich in gewisser Weise von ihrem Erfolg und ihrer Selbstständigkeit bedroht gefühlt hat. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich allenommen in einem Streit, der sich warum auch immer entzündet hat, am 9.
Februar 2007 entlut. Den Schuldspruch und auch die Strafe, die Steven Grant für den Mord an seiner Frau erhalten hat, finde ich persönlich absolut angemessen und darum schließe ich mich dem Urteil der Geschworenen und auch dem der Richterin, die das Strafmaß am Ende verkündet hat an. Und auch wenn in diesem Fall kaum ein Zweifel daran bestehen kann, wer diese Tat begangen hat, so würde mich natürlich trotzdem wie immer eure ganz persönliche Meinung dazu interessieren.
Was sagt ihr zu diesem gesamten Fall und auch zu dem Urteil, das am Ende über Steven gefällt worden ist? Hinterlasst mir eure Ansicht und eure Meinung dazu gerne unten in den Kommentaren. Bevor ich mich jetzt aber für heute endgültig von euch verabschiede, meine Lieben, noch einmal die Erinnerung an meinen Code Party Winter, mit dem ihr 20% Rabatt auf alle Produkte im Gießweinsortiment bekommt.
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Bis dahin macht’s gut. Yeah.