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Doppelgänger-Mord in Ingolstadt T – Part 2

 Volkan A sagt zwar die 5000 € ein, taucht danach aber unter. Später wird dieser Mann übrigens in einem separaten Verfahren zu einer Geldstrafe von 5000 € sowie zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Schaban räumt diese Sache in einer schriftlichen Aussage bis zu einem gewissen Grad ein. Allerdings besteht sie darauf, Volkan Abe als erster vorgeschlagen, den Schwager umzubringen.

Demnach habe Schaban sich im Gespräch über ihren Schwager aufgeregt. Wan habe dann gesagt, er könne den Schwager auspusten wie eine Kerze. Darauf habe Schaban nach eigener Aussage erst total entsetzt und ablehnt reagiert und erst später habe sie sich an dieses Angebot erinnert.

 Die Anzahlung hat sie aber so oder so gemacht. Das leugnet sie auch nicht, auch wenn sie das später wohl bereut und nicht mehr gewollt habe, dass dem Schwage etwas passiert. Wie gesagt, glücklicherweise zieht Wolkan A die Sache nicht durch. Der Schwager bleibt am Leben und kann Ravern nach der Trennung von Schaaban unterstützen. Das Leben der jungenfrau fällt mit der Trennung von Ravn also wie ein Kartenhaus in sich zusammen.

 Das ist sechs Wochen vor dem Mord an Khadija. Sie muss aus Ingoldstadt wieder zurück zu ihren Eltern nach München ziehen und laut eines Zeugen wird Scharaban dort durch ihren Vater selbst zum Opfer häuslicher Gewalt. Er soll seine Tochter wohl geschlagen haben. Zudem soll Schaban dort auch Ausgangsverbote bekommen haben.

 Sowohl Scharaban als auch Rav sind ja, wie bereits angesprochen Jesiden. Im Prozess wird berichtet, in der jesidischen Kultur seien bei bröckelnden Beziehung sogenannte Schlichtungstreffen üblich. Also ein gemeinsames Treffen der Parteien inklusive Angehöriger bei der Ehreiten. Auch zwischen den Familien von Scharaban und Ravn soll es zu solchen Schlichtungstreffen gekommen sein.

 Die entsprechenden Zeilnehmer dieser Treffen sind ebenfalls als Zeugen vor Gericht geladen. Die meisten sagen, eine Scheidung sei Jesidentum letztendlich kein Problem. Klar, eine beständige Ehe ist immer die schönere Option für alle Seiten, aber wenn es eben nicht geht, dann geht’s nicht. Nur einer der Zeugen sagt vor Gericht, eine Scheidung innerhalb der Religion sei eher verpönt.

Aber wie in jeder Religion gibt es im Jesidentum natürlich auch viel Interpretationsspielraum. Jeder legt seinen Glauben anders aus, egal welcher Religion man angehört. Von daher sind solche Einordnung aus dem Zeugenstand vielleicht eher als Orientierung zu sehen und nicht fürbare Münze zu nehmen.

 Die Frage kommt deshalb auf, weil das Gericht herausfinden will, inwiefern Religion hier eine Rolle spielt. Hatte Sharaban vielleicht Angst vor gesellschaftlicher Ächtung, weil ihre Ehe gescheitert ist? gibt es im Jesidentum besonders strenge Ansichten zu Trennung, die dafür gesorgt haben, dass Sharaban lieber für Tod gehalten werden wollte, als sich scheiden zu lassen.

Um auch hier ein wenig vorwegzugreifen, das Gericht wird später nicht zu dem Schluss kommen, dass Religion in diesem Fall eine große Rolle gespielt hat, sondern eben dazu, dass Scharaban aufgrund der Trennung von Ravn vor dem vermeintlichen Ausstand und dass sie irgendwie und irgendwo noch mal ganz neu anfangen wollte, dass sie dafür ihren eigenen Tod vertäuschen wollte und dass Kadijau deshalb sterben musste.

 Das zeigen auch weitere Zeugenaussagen aus Scharabans Umfeld. Einem Autohändler erzählt sie wenige Wochen vor dem Mord, es werde sie bald nicht mehr geben. Sie soll ihn gefragt haben, ob er ihr einen gefälschten Reisepass und Kotropfen besorgen könnte. Sie macht im Freundeskreis Andeutung über ihren Tod, informiert sich online dazu, was im Todesfall mit finanziellen Schulden des Verstorbenen passiert und berichtet gegenüber Freunden von einem großen Plan.

 Sie werde kranke Sachen machen. In den Sommermonaten 2022 soll Scharaban den Plan gefasst haben, nach einer jungen Frau zu suchen, die ihr möglichst ähnlich sieht. Erst soll sie es über Dating Apps versucht haben, später wir Instagram. Erst versucht sie es mit der Masche des angeblichen Musikvideodrehs, als das nicht funktioniert, mit der Laserbehandlungsnummer.

Als Kadija zum ersten Mal von Sharaban angeschrieben wurde, bemerkt sie durch ihre Nachfrage bei der Rapperin selbst, dass der Musikvideodreh fake war. Aber dass die zweite Anfrage, die mit der angeblichen Behandlung von derselben Person kam und ebenso ein Fake war, hat Kadija nicht erkannt. Und genau das wurde ihr leider zum Verhängnis.

Am Anfang und auch heute geht man davon aus, dass Kadija ein Zufallsopfer ist, bis zu einem gewissen Grad. Sie wurde zwar wegen ihrer Ähnlichkeit zu Sharaban ausgewählt, aber sie war ja nicht die einzige Frau, die von Sharaban angeschrieben wurde, nur eben die einzige, die in die Falle getappt ist. Von den Andeutungen und Anfragen bei männlichen Bekannten wissen wir ja, dass Scharaband offenbar nach einem Komplizen gesucht hat.

 Außer Volkan A ist aber keiner auf Schabans Geräde eingegangen und Volkan hat ja auch nur geblöfft und ist mit der Anzahlung abgehauen. Erst im Sommer 2022 hat Scharaban über einen Kumpel Shakie kennengelernt und somit den Mann, der mit ihr auf der Anklagebank sitzen wird. Sheeki ist damals 25 Jahre alt, lebt mit seiner Mutter zusammen und hat ein paar Vorstrafen auf dem Kerpholz.

 kleinere Drogendelikte und eine gefährliche Körperverletzung, die er mit 18 begangen hat. Am Abend vor Kadijas Ermordung tauschen Schaban und Schekier mehrere Nachrichten aus. Schareban schreibt ihm unter anderem: “Digy, morgen geht’s ab.” Und Alter, ich freue mich auf morgen. Wie schon erwähnt, sagt Schekier KF gericht gar nichts.

 Er setzt auf eisernes Schweigen. Während seiner Untersuchungshaft war Sheki allerdings deutlich aktiver, zumindest laut einem Mann, mit dem er sich eine Zelle geteilt hat. Dieser Mann kam früher raus und ihm soll Schie eine Art Todesliste in die Hand gedrückt haben. Darauf waren unter anderem die Namen von einigen Zeugen dem Fall zu lesen, die auf Wunsch von Schekier beseitigt werden sollten.

 Auf der Liste sollen 13 Namen inklusive zugehörige Adressen gestanden haben. Neben fünf der Namen steht ein Pluszeichen. Man geht davon aus, dass diese Leute wohl ermordet werden sollten, die übrigen, verletzt und eingeschüchtert. Aber anstatt die Leute umzubringen, ist der Mithäftling zu einem Mitarbeiter der JVA gegangen und hat über diese Sache informiert.

Allerdings ist dieser Mithäftling als Zinker bekannt und wollte in einen anderen Gefängnistraakt verlegt werden. In Kriminalfällen kommt es immer wieder vor, dass Häftlinge ihre Mitinsassen belasten, um irgendwie Selbstvorteile zu bekommen. Ob das in diesem Fall überhaupt im Rahmen der Möglichkeiten wäre, kann man auf Basis der öffentlichen Infos nicht sagen.

 Auch nicht, ob Shek diese Todesliste wirklich geschrieben und den Auftrag gegeben hat. Ob da wirklich etwas dran ist, könnte man nur von Schekier direkt erfahren. Aber der sagt ja nichts. Selbst als Schaban Schekier in ihrer Aussage alle Schuld zuweist. Allerdings soll Schier laut eines Freundes kurz nach der Tat erzählt haben.

 Ich habe für diese ein unschuldiges Mädchen umgebracht. Warum er das aber gemacht hat, darüber rätselt man bis heute. Gegen Ende des Prozesses versuchen die Verteidiger von Schekier noch mal das Ruder rumzureißen mit einem recht eigenwilligen Ansatz mit Magie. Nicht Schikias Anwälte selbstgreifen zu Magie, sondern sie stellen die Möglichkeit vor, ob Magie nicht mit dem Fall zusammenhängen könnte.

 In der Autotür von Scharabands Wagen hat man zwei Notizzettel gefunden. Darauf steht nichts, zumindest nichts echtes. Auf den Zettel sind Schriftzeichen zu sehen, die entfernt an das arabische Alphabet erinnern. Aber das ist es nicht. Es sind einfach Kritzelein in einem nonexistenten Alphabet. Ebenfalls in der Autotür liegen Fotos von Scharaban und ihrem noch Ehemann Rava.

 Diese Schmierzettel werden für die Verteidigung von Schekika zum letzten Grasheim der Hoffnung. Der Angeklagte schweigt noch immer, aber seine Anwälte stellen den Raum hinter den kryptischen Botschaften könnte schwarze Magie stecken und das könnte möglicherweise das Mordmotiv ändern, das im Raum steht.

 Und weil Sharaban ja die ganze Schuld auf Schekier geladen hat, würde das zumindest die Last der Initiative von Schekier nehmen. Die steile These von Shekis Verteidigung. Scharaban einen jesidischen Schaman beauftragt, der mit Hilfe von dunkler Magie ihre Ehe wieder ins Lot bringen sollte. im Gegenzug für die Rücke ihres Ehemanns, aber der Schamane aber ein Menschenopfer gefordert.

Der Mann, der von Schekias Anwälten beschuldigt wird, kann auch ausgemacht und vor Gericht geladen werden. Er weiß jegliche Vorwürfe von sich. Die Notizzettel seien zwar von ihm, aber von einem Menschenopfer sein nie und nimmer die Rede gewesen. Die Schriftzeichen sein als Glücksbringer und Schutz für Autofahrten gedacht gewesen, damit Scharaban keinen Unfall war.

 Sie seien deshalb in einem so unkenntlichen Alphabet geschrieben, weil er weder lesen noch schreiben kann. Der Versuch von Schekkiers Anwälten dunkle Magie ins Spiel zu bringen scheitert also kläglich. Noch etwas, das in dem Auto gefunden wurde, wird im Verlauf des Prozesses ebenfalls Thema. Vielleicht habt ihr euch schon beim Zuhören gefragt, wie denn Schabans Eltern so schnell ihr Auto am Donaufer finden konnten.

 Ingolstadt ist schließlich nicht gerade klein. Deshalb und aufgrund einer Zeugenaussage entwickelt sich während des Prozesses die Theorie, im Auto habe sich ein Ortungsgerät befunden, von Schabans Eltern angebracht. Also durchsuchen die Mitte das Auto von Scharban noch einmal und finden dabei etwas, das bis dahin nicht auf der Liste der sichergestellten Beweismittel stand, eine Schreckschusspistole.

Die eigentlichen Ermittlungen sind zum damaligen Zeitpunkt schon längst abgeschlossen. Dass man während der Ermittlung offenbar nicht mal diese Waffe im Auto gefunden hat, wirft nicht gerade ein gutes Licht auf die Arbeit der zuständigen Polizisten. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass ein Messer aus Schekkias Wohnung nie an die Rechtsmedizin geschickt wurde, obwohl Kadija erstochen und die Tatwaffe nie gefunden wurde.

 Was es mit der Pistole auf sich hatte, wer von den beiden die Waffe mitgebracht hat und woher sie gekommen ist, ist nach jetzigem Stand nicht geklärt worden, denn für eine Verurteilung der beiden Angeklagten reicht die Beweislage trotzdem alle Male. Shek K wird wegen des heimtürkischen Mordes an Kadija zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

 Wegen der angeblichen Todesliste, die er in Haft geschrieben haben soll, gab es gegen Shiki auch eine Anklage wegen Anstiftung zum Mord. Die wurde nach einem Antrag seines Anwalts jedoch fallen gelassen. Sharaban K erhält ebenfalls lebenslänglich wegen heimtürkischen Mordes aus niedrigen Beweggründen sowie der versuchten Anstiftung zum Mord, inklusive einer Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

Bei Scharaban ist die Anklage wegen der Anstiftung zum Mord an ihren Schwager geblieben. Die eigentlich dafür angesetzte Haftstrafe von 5 Jahren fällt in diesem besonderen Fall jedoch weg, weil sie ja eh schon lebenslänglich hat und die besondere Schwere der Schuld festgestellt wurde. Der vorsitzende Richter hat zwar eingeräumt, dass Sharaban und Kadisha sich nicht eins zu eins ähnlich sehen, genau wie im Zeugen stand auch schon Kadischas beste Freundin, aber trotzdem sieht die Kammer die doppelgängeren Theorie als bestätigt

    Ähnlichkeit ist ja ein Spektrum und kein Totalzustand. Anders als die Staatsanwaltschaft geht das Gericht davon aus, dass sich die Tat nicht komplett in dem Waldstück abgespielt hat. Sharaban selbst hatte in ihrer Aussage ja berichtet, sie und Sheki hätten noch auf dem Parkplatz eines Baumarkts gehalten und dort hätte Shekier Kadija dann noch weiter mit einem Messer verletzt.

 Bis zu einem gewissen Grad geht das Gericht mit dieser Schilderung einher. Laut Feststellung des Gerichts wurde Kadija im Wald durch Schekier zunächst mit dem Schlagring sowie durch bis zu 47 Messerstiche verletzt. Diese Verletzung hat die 23-jährige aber zunächst überlebt. Auf dem Parkplatz hat Schekier deshalb noch weitere neun Male auf Kadija eingestochen, um sicherzustellen, dass sie stirbt.

 Aber Sharaban war die Drahtzieherin, hat den Mord geplant und dafür gesorgt, dass Kadija grausam sterben musste. Indem Sharaban und Shekie Kadija beide in eine Falle gelockt haben, haben beide das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt. Bei Sharaban kommen noch niedrige Beweggründe als Mordmerkmal hinzu, da sie ihren eigenen Tod vortäuschen wollte.

 Die Verurteilung von Schekier K ist bereits rechtskräftig. Das Urteil gegen Scharaband wird im Sommer 2025 allerdings noch zur Prüfung an den Bundesgerichtshof weitergegeben. Es ist also noch nicht vollständig rechtskräftig, zumindest zum Zeitpunkt der Aufnahme. Sollte sich in diesem Fall etwas fundamental ändern, die Verurteilung von Sharaband zurückgezogen werden, dann werden wir das natürlich hier bei Insolito richtig stellen.

 Trotz des Urteils gibt es in diesem Fall noch viele offene Fragen. Fragen, die wohl nie geklärt werden sollten, Sharaban und Schek nicht dazu auspacken. Was hat es z.B. mit der Schreckschusspistole auf sich, die später noch im Auto gefunden wurde? Hat man die dabei gehabt, um Kadicha zu bedrohen? Weshalb hat Schekier Schaban dabei geholfen, ein, wie er selbst sagte, unschuldiges Mädchen umzubringen? Zumal Shek Kadijacha gar nicht kannte und Sharaban wohl auch erst seit zwei Wochen.

 Und wenn es wirklich Sharabans Plan war, eine Doppelgängerin zu ermorden, um selbst untertauchen zu können, weshalb war sie dann direkt nach der Z und am Tag danach in Ingoldstadt unterwegs, wo sie jeder hätte sehen können. Und auch sonst wirkt in diesem Fall vieles einfach unscharf. Selbst in Medien, die den Prozess an jedem einzelnen Verhandlungstag verfolgt haben, finden sich teils widersprüchliche Angaben, weil es eben dauernd neue Entwicklung, Erkenntnisse, Aussagen und Ablenkungen gab. Wir konnten hier nur versuchen, die

stringenteste Variante der Geschehnisse aufzuarbeiten. Bestimmt werden wir in Zukunft noch viel über diesen Fall hören. An einigen Verhandlungstagen waren Produktionsfilmen anwesend, die für große Streamingplattformen wie Netflix oder Prime tätig sind. Und vielleicht gibt es ja in einer möglichen Doku noch mal ganz neue Erkenntnisse und bis dahin hier bei Insolito wenigstens eine Zusammenfassung für euch.

Die regionale Presse hat vor allem den Gerichtsprozess wirklich akribisch dokumentiert und damit eine gute Quellenlage für dieses Video geliefert. Ohne die vielen Artikel wäre diese Doku so nicht möglich gewesen. Dieser Stelle möchte ich auch den Interbliebenen noch einmal viel Kraft wünschen. Ich glaube, was sie durchmachen mussten, können wir uns alle kaum vorstellen.

 Sehr viele von euch haben sich immer wieder ein Video zu dem Fall gewünscht und ich hoffe, ich konnte eure Erwartung erfüllen. Schreibt mir sehr gerne in die Kommentare, wie euch das Video gefallen hat. Das ist auch ein ganz effektiver und simpler Weg in Solito zu supporten. Genau wie mit einem Like oder einem Abo.

 Solltet ihr mich noch mehr unterstützen wollen, abonniert mich gerne bei Patreon, da kriegt ihr das Video 24 Stunden früher ohne Werbung und ohne Zensur. Den Link dazu findet ihr in der Infobox. Ansonsten gibt es nicht mehr viel zu sagen. Ich wünsche euch einen guten Morgen, Mittag oder Abend oder je nachdem wann ihr das Video seht und hoffe, dass wir uns im nächsten Video wiedersehen. Bis dahin, ciao Leute.

 

 

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Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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