DIE RACHE DER SUSAN WRIGHT … ? Selbstverteidigung oder Heimtückischer Mord ? T – Part 2
Dazu kam sein ständiger Alkohol und Kokainonsum und die zahlreichen Affären, die er in dieser Zeit gehabt haben soll. Und das Ganze ging immer weiter und weiter und wurde eben immer schlimmer und noch schlimmer. Jedoch ist wichtig, sich ins Gedächtnis zu rufen, das hatte ich vorher schon einmal gesagt. Ich wiederhole es an dieser Stelle aber bewusst noch einmal, dass all das, was ich euch bisher geschildert habe, zum größten Teil allein auf Susens Aussagen beruht.
Es ist bereits dunkel draußen, als Jeffrey Wright am Abend des 13. Januar 2003 nach seinem wöchentlichen Boxtraining nach Hause kommt, sein Auto in der Einfahrt abstellt, die Tür aufschließt und hineingeht und kurze Zeit später wird er nicht mehr am Leben sein. Wie und warum es allerdings dazu kam, was sich im Haus der Rits am Abend des 13.
Januar und auch im weiteren Verlauf der Nacht abgespielt hat, nachdem Jeffrey seine Haustür aufgesperrt und diese hinter ihm ins Schloss fiel. Dazu wird es bald zwei verschiedene Versionen geben. Die von Susan und ihrer Verteidigung und die der Staatsanwaltschaft, die sie wegen Mord des ersten Grades anklagen wird.
Kommen wir zunächst zu Susans Version der Ereignisse, die sie später auch genauso unter Eid im Zeugenstand wiederholen wird. Laut Susan stand ihr Mann, als er am 13. Januar vom Boxtraining nach Hause gekommen ist, wieder einmal unter Drogen, was ihr sofort klar war, direkt als er zur Tür hereinkam. Sie hatte ihn ja in der Vergangenheit schon sehr oft in diesem Zustand erlebt und konnte aufgrund der Art und Weise, wie er sprach und sich verhalten hat, genau abschätzen, was gleich passieren wird, nämlich, dass Jeff aggressiv und
aufbrausend wie er war einen Streit vom Zaun brechen wird. Und genauso soll es laut Susan dann auch gewesen sein. Doch anstatt auf sie loszugehen, hat Jeffrey es offenbar an diesem Abend auf den inzwischen 4 Jahre alten Bradley abgesehen. Jeff soll seinen Sohn dazu aufgefordert haben, mit ihm zu boxen. Und dabei hat der 34 Jahre alte Jeffrey W sein Kind auch attackiert.
Susan beschrieb später, dass Jeffrey den Kleinen herumgeschupst hat und ihm dabei auch immer wieder ins Gesicht auf beide Wangen schlug, woraufhin Bradley versucht hat, seinem Vater zu entkommen. Doch genau das hat Jeff nur noch mehr angespornt, was Susan dann dazu veranlasst hat, einzugreifen. Sie schnappt sich ihren 4er Jahre alten Sohn, bringt ihn in sein Zimmer, wo Kayie, ihre Tochter, bereits geschlafen hat.
Und in dem Moment, als sie Bradley in sein Zimmer gebracht, ihn in sein Bett gelegt und darauf gewartet hat, dass er einschläft, und auch das wird Susan später so aussagen, wurde ihr endgültig und ein für alle mal klar, dass sie das nicht mehr ertragen kann, dass sie es einfach nicht mehr aushält, weswegen sie sich auch in dem Moment dazu entschieden hat, sich ihr Mann zu stellen.
Nachdem Bradley also eingeschlafen ist, geht Susan vom Kinderzimmer aus ins gemeinsame Schlafzimmer, wo ihr Mann wohl gerade dabei war, seine Trainingssachen dort zu verstauen. Und Susan wird in ihrer Aussage berichten, dass sie Jeffrey auf den Kopf zugesagt hat, dass sie das alles nicht mehr mitmacht, dass er Wege finden muss, sein Verhalten zu ändern, dass er eine Therapie machen und seinen Drogenkonsum beenden muss.
Daraufhin soll Jeffrey auf Susan losgegangen sein, sie als [ __ ] bezeichnet haben, sie gepackt und gegen die Wand des Schlafzimmers geschmettert haben. Er schreit sie an, was sie sich einbildet, ihm Bedingungen oder Ultimaten zu stellen. Doch trotz alledem hat Susan nicht nachgegeben. Sie redet weiterhin auf Jeffrey ein, bis dieser dann sie an einem bestimmten Punkt während dieser Auseinandersetzung im Schlafzimmer aufs Bett geworfen und sie dann auch missbraucht hat, was in der Vergangenheit in dieser Art und Weise
wohl auch schon öfter passiert ist, dass Jeffrey sich genommen hat, was er will, obwohl Susan das nicht wollte. Und genauso soll es laut ihr an diesem Abend erneut gewesen sein. Susan hat gesagt, dass sie einfach die Augen zugemacht hat, wie immer. Das Ganze hat über sich ergehen lassen aus Angst, was passieren wird, wenn sie es nicht tut.
Doch dann, so Susan in ihrer Version später weiter, als sie die Augen wieder aufgemacht hat, hätte sie gesehen, dass ihr Mann plötzlich ein Messer in der Hand hielt. Sie liegt nach wie vor unter ihm auf dem Bett im Schlafzimmer. Er ist über ihr und bedroht sie mit diesem Messer. Und daraufhin soll jetzt ein Kampf begonnen haben.
Susan versucht sich aus ihrer Position unter Jeffrey auf dem Bett zu befreien. Sie schlägt mit den Fäusten auf seine Brust. Sie stoßt ihn mit den Füßen weg oder versucht das zumindest. Sie schlägt auf ihn ein und hat es angeblich dadurch auch an einem bestimmten Punkt geschafft, ihm das Messer zu entreißen. Und als jetzt sie diejenige ist, die es in der Hand hat, sticht sie zu.
Nicht einmal, nicht zweimal, auch nicht 1050 oder 100 mal. Nein, es sind insgesamt 193 Stich und Schnittwunden, die man später an Jeffrey Wright Körper finden wird. Was passiert jetzt? Nachdem sich ihr Mann liegend auf dem Bett nicht mehr bewegt, wäscht Susan Blut, dass sie überall am Körper hat, im Badezimmer ab und reinigt auch das Messer.
Susan sagte später, dass während sie im Bad war, ihr ständig durch den Kopf ging und sie auch Panik und Angst davor hatte, dass Jeffrey wieder aufsteht und dass er gleich im Badezimmer auftaucht und sie erneut angreifen wird. Jedoch, wie gesagt, nach fast 200 Stichverletzungen ist Jeffrey Wright tot. Doch statt die Polizei oder die 911 anzurufen, macht Susan als nächstes etwas ganz anderes.
Sie geht hinaus in den Garten und holt einen Dolly, also eine Art Transportgestell mit Rädern, das Jeffrey zum Verladen von Teppichen und anderen Böden bei der Arbeit oft verwendet hat. Sie bringt den Dolly ins Schlafzimmer, zährt ihr Mann vom Bett herunter, lädt ihn auf dieses Gestell und fährt ihn damit hinaus in den dunklen Garten.
Dort angekommen, wirft sie seine Leiche in ein bereits existierendes Loch. Vor wenigen Wochen nämlich hatte Jeff nicht ahnend, dass er sich damit sein eigenes Grab schaufeln wird, eine Grube im Garten ausgehoben mit der Absicht, dort demnächst einen Springbrunnen zu installieren. Susan schnappt sich einen Sparten und begräbt ihren Mann in diesem Loch.
Und sogar an diesem Punkt, so wird sie später berichten, hatte sie immer noch panische Angst davor, dass Jeff noch am Leben sein könnte und wieder aus der Grube herauskommen wird. Doch auch wenn das natürlich nicht der Fall war, so wird sowohl Susan als auch ihre Verteidigung später vor Gericht sagen, dass Susan die ganze Nacht hindurch mit dem Messer in der Hand auf der Couch im Wohnzimmer saß und die Eingangstür zu ihrem Haus beobachtet hat.
aus Angst, dass Jeffrey doch irgendwann wieder hereinkommen könnte. In den jetzt kommenden Tagen schneidet Susan Teile des Teppichbodens im Schlafzimmer heraus, schleppt die blutdurchdrängte Matratze hinaus in den Garten, versucht die massenhaften Blutspritze an den Wänden im Schlafzimmer mit weißer Farbe zu überdecken und den Raum mit Hilfe von Bleichmittel zu reinigen.
Außerdem wird sich auch herausstellen, dass sie das gemeinsame Konto von ihr und Jeff leer geräumt hat. Später wird sie und auch ihre Verteidigung jedoch trotz dieser ganzen Aktivitäten behaupten, dass Susan nach dem Mord an ihrem Mann unter Schock stand und nur im Autopilot funktioniert hat. Doch dass Jeffrey Wright verschwunden ist, fällt freilich bald auf.
Denn nicht nur erscheint er nicht mehr in seiner Firma, auch Jeffreys Freunde und seine Familie bekommen ihn nicht zu Gesicht und können ihn auch nicht erreichen. Einem Nachbarn wird Susan einen Tag nach dem Mord an ihrem Mann berichten, dass sie und Jeffrey einen schlimmen Streit hatten, in dessen Folge er das Haus verlassen und seitdem nicht mehr zurück nach Hause gekommen sei.
auch gegenüber ihren Schwiegereltern, Jeffreys Eltern, die einen Besuch ihres Sohnes erwartet haben, der allerdings zur verabredeten Zeit nicht aufgetaucht ist, erzählt Susan dieselbe Geschichte. Es hat einen Streit gegeben, in dessen Verlauf Jeff sie auch geschlagen hat und dann sei er gegangen. Aber sie erzählt Jeffreyses Eltern darüber hinaus auch noch etwas anderes.
Nämlich sagt Susan, dass während ihres Streits und während Jeffrey ihr gegenüber gewalttätig wurde, er auch Bleichmittel im Schlafzimmer auf sie geschüttet hat. Doch ja, wie man sich vorstellen kann, waren Jeffreyses Eltern von der Geschichte ihrer Schwiegertochter doch sehr irritiert, noch nicht einmal davon, dass es einen Streit zwischen ihr und Jeffrey gegeben haben soll, sondern einfach aufgrund dessen, dass er seitdem verschwunden ist, dass er für niemanden erreichbar ist und sich auch bei niemanden mehr gemeldet hat. Und jetzt
auch noch die Sache mit dem Bleichmittel, dass Jeffrey angeblich während dieses Streits im Schlafzimmer auf Susan geschüttet haben will. Jeffreys Eltern waren ab diesem Zeitpunkt sicher, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Am 15. Januar 2003 geht Susan Wright zur Polizei. Doch nicht etwa, um darüber Auskunft zu geben, was sich zwei Tage zuvor nachts in ihrem Schlafzimmer ereignet hat.
Stattdessen möchte sie auf dem Polizeirevier jetzt eine einstweilige Verfügung gegen ihren Mann erlassen, von dem sie weiß, dass er zu diesem Zeitpunkt tot und begraben in ihrem Garten ist. Trotzdem berichtet Susan, den Polizisten des Harris County Contable Office, das gleiche, dass sie bereits zuvor ihrem Nachbarn und auch ihren Schwiegereltern erzählt hat.
Jeff und sie hatten vor zwei Tagen am Abend einen heftigen Streit, in dessen Verlauf er gegenüber ihr, aber auch gegenüber ihrem Sohn Bradley gewalttätig wurde. Sie war für mich sehr glaubwürdig. Ich habe ihr geglaubt, dass ihr Mann sie angegriffen hat. Sie hatte blaue Flecken und Schnitte an ihren Armen und Händen, die mit dem übereingestimmt haben, was sie mir erzählt hat.
Ich hatte keinen Grund, etwas anderes zu vermuten. So Deputy Scott Hall, der Polizist, der an diesem Tag mit Susan auf dem Revier gesprochen hat. Und nachdem sie all diese Informationen gegeben und eine einstweilige Verfügung gegen ihren Mann erlassen hat, fährt Susan wieder zurück nach Hause. Jedoch in den jetzt folgenden drei Tagen wuchs Susan diese ganze Situation offenbar doch über den Kopf.
Sie bekommt Anrufe von Jeffreys Kunden, die wissen wollen, was los ist und warum er verabredete Termine nicht einhält. Freunde, mit denen er regelmäßig trainiert, melden sich bei Susan. Seine Eltern rufen auch immer wieder an und stellen Fragen. Das alles wuchs ihr nach und nach über den Kopf. Und ihr dürfte auch klar gewesen sein, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis jemand erfährt, dass Jeffrey nicht verschwunden, sondern tot ist, zumal der Hund der Familie in der Erde um das Grab im Garten herum bereits gebuddelt und Jeff zum Teil wieder ausgegraben hat.
Und als Susan das bemerkt hat, dass ihr Hund Jeffrey zum Teil wieder ausgegraben hat, verlässt sie fluchtartig ihr Haus. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern setzt sie sich ins Auto und fährt zu ihren Eltern nach Harris County. Doch auch dort werden ihr Fragen gestellt, denn Susans Mutter will wissen, was los ist, was passiert ist, wo Jeff sich aufhält.
Meine Mutter fragte mich auch ganz direkt, ob ich ihm etwas angetan, ob ich Jeff getötet habe. Zu diesem Zeitpunkt ergab für mich das alles einfach keinen Sinn mehr. So Susan später und sie gesteht ihrer Mutter zu jetzt auch die Tat. Doch auch nach dem Geständnis von Susan gegenüber ihrer Mutter ruft jetzt erst einmal niemand die Polizei.
Stattdessen kontaktiert Susans Mutter Soo einen Anwalt. Neil Davis, der Susan auch während ihrer Gerichtsverhandlung vertreten wird, wird also jetzt 5 Tage nach Jeffreys Ermordung hinzugezogen und er ist auch derjenige, der nachdem er Susan zur Behandlung in eine psychiatrische Klinik in Houston gebracht hat, noch am selben Tag das Harris County District Attorneys Office betritt und die zuständige Staatsanwaltschaft darüber informiert, dass sich im Garten der Rids eine Leiche befindet.
Verteidiger Neil Davis sagte später, als ich zum ersten Mal mit Susan sprach, schien sie völlig den Bezug zur Realität verloren zu haben, denn auch jetzt war sie noch sicher, dass ihr Mann nach wie vor am Leben sein könnte. Ich ließ Susan darum auch erst einmal in eine Klinik einweisen und kontaktierte dann die zuständige Staatsanwaltschaft.
Ich habe diesen aber lediglich die Adresse von Susan und Jeffrey Wright gegeben und gesagt, dass sie dort eine Leiche finden werden. Und ja, genauso kommt es dann auch, denn als die Polizei am Haus der Rots anrückt, dauert es nicht lange und sie finden Jeffreys Leiche vergraben im Garten. Aber die Polizei und die Spurensicherung, die kurz danach ebenfalls dazu gerufen wird, findet nicht nur Jeffrey.
Im Schlafzimmer des Hauses lassen sich überall Blutspritzer ausmachen. An den Wänden, an den Lamellen, vor den Fenstern, auf dem Fußboden. Teile des Teppichs sind herausgeschnitten worden und der ganze Raum riecht nach Bleichmittel. Die passenden leeren Kanister sind ebenfalls im Haus. Draußen im Garten findet die Spurensicherung den Dolly, mit dem Susan Jeffreys Leiche transportiert hat, mit Blutspuren am Gestell.
Genauso verhält es sich auch mit der Matratze, die sich ebenfalls dort befindet und auch die Tatwaffe. Das Jagdmesser wird versteckt in einem Eimer im Garten gefunden. Jeffrey Wright wurde 41 mal ins Gesicht gestochen und zwar mit einer solchen Wucht, dass dabei die Spitze des Messers abbrach und wie man jetzt bei der Autopsie feststellt in seinem Kopf stecken blieb.
Neben den 41 Stichwunden in seinem Gesicht lassen sich weitere 23 an seinem Hals, 46 Stiche in seiner Brust, 22 am Bauch und 23 Stich und Schnittverletzungen an seinen Armen, Händen und Beinen finden. Außerdem gab es noch zahlreiche Schnitt und Stichletzungen im Schambereich. Insgesamt fand die Gerichtsmedizin 193 Wunden an Jeffrey Wright.
Körper. Susan und auch ihr Verteidiger haben nie abgestritten, dass sie Jeffrey auf diese Art und Weise getötet hat. Jedoch geschah dies alles in ihrer Version aus der Notwendigkeit heraus, sich selbst verteidigen zu müssen. Jedoch, wie man sich vorstellen kann, ist die Staatsanwaltschaft. Nach Sichtung und Auswertung aller Spuren aus dem Haus, den Ergebnissen aus der Gerichtsmedizin und all dem, was sie darüber hinaus durch die Ermittlungen der Polizei noch erfahren haben, ganz anderer Meinung. Denn es geht in diesem
Gerichtsverfahren, das jetzt kommen wird und das ist absolut wichtig zu verstehen, eben um nichts anderes als genau um eine einzige Frage. Musste Susan sich am Abend des 13. Januar 2003 gegen ihren Mann verteidigen und hat ihn deshalb ermordet. Oder aber handelte es sich um premeditated Murder, also um einen vorsätzlich geplanten und absichtlich durchgeführten Mord ihrerseits.
Und genau davon ist die Staatsanwaltschaft überzeugt. Und als der Prozess gegen Susan Wright im Februar 2004, also ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes in Houston beginnt, stellt Staatsanwältin Kelly Siegler das auch direkt vor den Geschworen. Klar. Und an dieser Stelle ein persönlicher Einwurf von mir als jemand, der sich, wie viele von euch ja wissen, seit vielen, vielen Jahren mit Gerichtsprozessen und dem, was vor, während und nach einem Verfahren passiert leidenschaftlich gerne auseinandersetzt und sich damit auch beschäftigt, kann ich durchaus sagen,
dass Staatsanwältin Kelly Siegler, die den Prozess hier auf Seiten der Staatsanwaltschaft gegen Susan W geführt hat, ein Barracuda ist im Gerichtssal oder wie es über sie heißt ein Real Trial Tiger. Im Prozess gegen Susan W ist mir Kelly Siegler auch nicht zum ersten Mal begegnet. Sie ist die zentrale Figur der Dokuhe Prosecuting Evil, die ich komplett geschaut habe.
Sie hat über 200 Gerichtsprozesse, geschworenen Prozesse während ihrer Karriere geführt, darunter 68 Mordfälle. Und auch wenn es im Zusammenhang mit ihr und ihrer Arbeit als Staatsanwältin durchaus immer wieder Kontroversen in der Vergangenheit gab, so hat Kelly Siegler den Ruf mit ihrem Können und ihren Fähigkeiten vor Gericht, auch in den komplexesten Fällen eine Verurteilung erwirken zu können.
und Kelly Siegegler ist der Ansicht, dass es sich bei dem Mord an Jeffrey Wright nicht um Selbstverteidigung auf Seiten seiner Frau Susan gehandelt hat und sie ist sicher, dass der Jury auch beweisen zu können. Und damit sind wir jetzt, nachdem wir Susens Version, die sie vor Gericht im Zeugenstand, auch noch einmal ganz genauso wiederholen wird, bei der Version der Staatsanwaltschaft angekommen.
Zunächst ein wichtiges Detail vorne weg. Bei Jeffrey Wright Autopsie fand man Rückstände von Kokain in seinem Blut. Und ich habe bei meiner Recherche auch gelesen, dass sogar Jeffreyses Eltern nicht abgestritten haben, dass ihr Sohn wohl schon seit längerer Zeit Probleme mit Drogen und auch mit seinem Alkoholkonsum hatte. Trotzdem behauptet die Staatsanwaltschaft vor Gericht, dass der Abend des 13.
Januar, nachdem Jeffrey vom Boxtraining nach Hause gekommen ist, nicht so ablief, wie Susan in ihrer Erzählung behauptet hat. Und hier sind die Gründe der Staatsanwaltschaft. Als man Jeffrey Wrightes Leiche fand, waren sowohl seine Hände als auch seine Füße gefesselt. Seine Handgelenke waren mit einer Krawatte zusammengebunden, seine Füße mit dem Gürtel seines schwarzen Bademantels.
Bei der Autopsie fand man darüber hinaus Kerzenwachs an Jeffreyses Körper. Genauer gesagt fand man ausgehärtete Wachsrückstände an seinen beiden Oberschenkeln, an der Innenseite beider Oberschenkel und auch etwas weiter unten im Genitalbereich. Die rote Kerze, von der dieses Wachs gestammt hat, fand man später im Schlafzimmer des Hauses.
Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass Susan den Mord an ihrem Mann für den Abend des 13. Januar geplant hat, dass sie ihn, nachdem er vom Boxtraining nach Hause kam, bewusst ins Schlafzimmer lockte, nachdem die Kinder geschlafen haben, mit der Kanbotschaft, ihn dort verführen zu wollen.
Sie zündet also eine Kerze an, sie zieht sich aus, dann zieht sie ihn aus. Mit Krawatten für seine Arme und dem Gürtel aus dem Bademantel für seine Füße, fesselt Susan ihren Mann jetzt ans Bett, setzt sich rittlings auf ihn und tropft Wachs aus der Kerze auf bestimmte Stellen seines Körpers.
Und während Jeff also gefesselt auf dem Bett liegt, offenbar in der Erwartung, gleich von seiner Frau weiter verführt zu werden, sticht sie stattdessen mit dem Messer, dass sie bereits zuvor im Schlafzimmer deponiert hat, zu. Und dass das ganz genauso gewesen ist, meint die Anklage auch aufgrund von starken Indizien belegen zu können. Nicht alle, aber fast alle Stich und Schnittverletzungen, die man in der Gerichtsmedizin festgestellt hat, befanden sich im vorderen Bereich von Jeffs Körper in seinem Gesicht, an der Vorderseite seines Halses, auf seiner
Brust, an seinen Oberschenkeln und seinen Armen. spricht in den Augen der Anklage eindeutig dafür, dass Jeffrey zum Zeitpunkt, als diese Verletzungen entstanden sind, nicht in der Lage dazu war, sich groß oder überhaupt zu bewegen. Denn wäre das der Fall gewesen, dann hätte man viel mehr Schnitt und Stichletzungen im hinteren Bereich seines Körpers finden müssen.
Die Tatsache allerdings, dass er sich gegen diesen massiven Angriff offenbar nicht zur Wehr gesetzt oder versucht hat, sich weg oder gar komplett umzudrehen. Zumindest ist es das, was das Verletzungsmuster bei der Autopsie gezeigt hat, spricht in den Augen der Staatsanwaltschaft dafür, dass er das schlicht und ergreifend gar nicht konnte, weil er zum Zeitpunkt des Angriffs mit dem Rücken auf dem Bett gefesselt gelegen hat.
Diese Einschätzung wurde im übrigen auch von einem Rechtsmediziner, von Dr. Dwayne Wolf, der für die Staatsanwaltschaft im Zeugenstand gesessen hat, geteilt. Dr. Wolf nämlich der die Stich und Schnittwunden an Jeffreyses Körper genau untersucht und auch dokumentiert hat, kam zu dem Ergebnis, dass Jeffrey gefesselt gewesen sein muss, zum Zeitpunkt der Tat dafür sprachen auch die Fesselspuren, die man an seinen Händen und Füßen gefunden hat.
Dazu kommt eben noch die Tatsache, dass Jeffs Hände und seine Füße, als man ihn vergraben im Garten fand, nach wie vor mit den Krawatten und dem Gürtel gefesselt gewesen sind. Wenn es wirklich so war, wie Susan behauptet hat, dass ihr Mann sie missbraucht und anschließend im Schlafzimmer mit dem Messer bedroht hat, warum war er dann gefesselt, als man ihn fand? Susens Verteidiger Neil Davis und auch Sie selbst hatten allerdings, was diesen Punkt angeht, vor Gericht eine Erklärung.
Susan hat gesagt, dass sie die Hände und Füße ihres Mannes zwar gefesselt hat, dass das wirklich stimmt. Allerdings hätte sie das nur getan, um ihn nach dem Mord auf dem Dolly, den sie benutzt hat, um ihn in den Garten hinauszufahren, besser transportieren zu können. Die Anklage allerdings hielt diese Erklärung von Susan für absolut unglaubwürdig.
Einfach deswegen, weil in ihren Augen die Notwendigkeit überhaupt nicht bestand. Jeffrey, nachdem er tot war, noch zu fesseln, nur um ihn diese paar Meter hinaus in den Garten zu fahren. Und da ist ja dann auch noch die Sache mit dem Kerzenwachs. Was hatte dieses Wachs an diesen Stellen auf Jeffreys Körper zu suchen? Wie ist das Wachs dort überhaupt hingekommen, wenn man Susens Version der Ereignisse glauben schenken möchte? Doch auch in diesem Punkt haben Sie und Verteidiger Neil Davis eine Erklärung, denn Susan behauptet, dass als sie
Jeffrey nach dem Mord vom Bett heruntergezogen und ihn auf den Dolly gehieft hat, die Kerze, die zu diesem Zeitpunkt im Schlafzimmer stand, herunterfiel auf Jeffs Körper. Und so sei also das Wachs an diese vereinzelten Stellen gekommen. Doch auch hier die Staatsanwaltschaft hielt das genauso für unglaubwürdig wie die Erklärung mit den gefesselten Händen und Füßen.
Das ist aber noch nicht alles, was in den Augen der Anklage gegen Susan Wrights Selbstverteidigungsversion spricht. Jeffrey war zum Zeitpunkt seines Todes 34 Jahre alt. Er ging offenbar mehrmals die Woche ins Fitnessstudio, ins Boxtrainning, war körperlich fit und wog 45 kg mehr als seine sehr schlanke und durchaus schmächtige Frau Susan.
Trotzdem soll sie laut ihrer Geschichte dazu in der Lage gewesen sein, ihr Mann, während er im Bett über ihr war, offenbar bis an die Schädeldecke voll mit Kokain, nicht nur mit ihm zu kämpfen, sondern ihm auch im Laufe dieses Kampfes Messer, das er in der Hand hatte, zu entreißen und anschließend 193 mal auf ihn einzustechen, ohne dass er sich in irgendeiner Art und Weise dagegen groß zur Wehr gesetzt oder auch sie verletzt hat.
Staatsanwältin Kelly Siegler bezeichnet diese Version die Behauptung, dass das so gewesen sein soll, vor Gericht als Zitat lächerlich. Weiterhin führt die Anklage, die Tatsache ins Feld, dass Susan, nachdem sie ihren Mann am Abend des 13. Januar umgebracht hat, weil er sie angeblich geschlagen, missbraucht und auch ihr Kind bedroht hat.
Nicht etwa die 911 angerufen hat oder direkt zum Haus eines Nachbarn lief oder auch die Polizei oder sonst jemanden verständigte, sondern dass sie stattdessen die folgenden Stunden und Tage dazu genutzt hat, die Spuren ihrer Tat zu vernichten. Sie vergräbt Jeffrey im Garten. Sie reinigt die Tatwaffe und versteckt sie. Sie putzt das Schlafzimmer mit Bleichmittel, schneidet Teppichstücke aus dem Boden, streicht die Wände.
Sie erzählt Nachbarn, Kollegen, auch den Eltern von Jeff, dass es einen Streit gegeben hat, dass Jeff sie geschlagen, das Haus verlassen hat und dass er seitdem nicht mehr wiedergekommen ist. Sie geht zur Polizei zwei Tage nach dem Mord, um eine einstweilige Verfügung gegen Jeffrey zu erwirken und behauptet auch jetzt weiterhin, dass sie nicht wüsse, wo er ist und was mit ihm passiert sei.
Und darüber hinaus hebt sie dann auch noch all das Geld ab, das sich auf ihrem und Jeffreyses gemeinsamen Konto befunden hat. Susan hatte ja angegeben, dass sie nach dem Mord an ihrem Mann tagelang unter Schock stand, dass sie wie im Autopilot funktioniert hat. Doch in den Augen der Staatsanwaltschaft war ihr Verhalten alles andere als planlos, konfusiniert.
Stattdessen wirkten die Schritte, die sie nach der Tat unternommen hat, sehr bewusst und in gewisser Weise planvoll. Jeffrey Wright, und auch das wird sich jetzt während des Prozesses herausstellen, hatte eine Lebensversicherung in Höhe von 200.000 Die begünstigte im Fall seines Todes seine Ehefrau Susan.
Kevin Cowboy, ein Angestellter aus Jeffreyses Firma, sitzt für die Staatsanwaltschaft im Zeugenstand und Kevin sagt aus, dass er nur eine Woche vor Jeffreyses Tod ein Telefonat in der Firma zwischen ihm und seiner Frau Susan mitgehört haben will. Dabei war wohl deutlich zu hören, dass Susan sehr wütend war, denn Kevin hat ausgesagt, dass Susan Jeffrey durchs Telefon angeschrienen hat, weil er die bereits unterschriebene Police für diese Lebensversicherung noch nicht an die Versicherungsgesellschaft weitergeleitet hat. Das hatte Jeffrey
einige Tage später kurz vor seinem Tod zwar dann tatsächlich gemacht, allerdings zu diesem Zeitpunkt, als das Telefonat stattfand, war das noch nicht erledigt. Und genau das hat Susan offenbar in Rage gebracht, denn der Zeuge Kevin Cowboy hat ausgesagt, dass Susan sehr wütend gewesen ist. Und als das Paar dieses Telefonat dann beendet hat, soll Jeffrey gegenüber seinem Angestellten Kevin Cowboy gesagt haben: “Weißt du, wenn ich sterbe, dann ist sie eine reiche Frau.
” Die Staatsanwaltschaft war also offenbar der Ansicht, dass Susan ihren Mann getötet hat, um an das Geld aus seiner Lebensversicherung heranzukommen und nicht etwa, weil sie sich gegen ihn hat verteidigen müssen. Und darüber hinaus führt Kelly Siegler noch an, dass es für Susans Vorwürfe, ihr Mann hätte sie seit Jahren misshandelt und geschlagen, keine Beweise geben würde, dass sie niemals einen Missbrauch zur Anzeige gebracht hat in all den Jahren, in denen sie mit Jeff verheiratet war.
jedoch auch wenn das durchaus zutrifft, denn Susan war nie bei der Polizei, um ihren Mann anzuzeigen, hat ihre Verletzungen auf andere Art und Weise irgendwie dokumentiert oder sich an Stellen gewandt, wo sie möglicherweise Hilfe bekommen könnte. Trotzdem gab es Menschen, die den Verdacht hatten, dass Jeff seine Frau schlägt und es gab auch Zeugen, die Susan mit Häatomen Prellungen und auch mit einem blauen Auge gesehen haben.
Darunter z. Beispiel, wie vorher schon einmal erwähnt, Susens Schwester Cindy, der sie sich ja dann auch an einem bestimmten Punkt komplett geöffnet hat und Cindy erzählt hat, was bei ihr zu Hause los ist und es gab auch andere Zeugen, z.B. einen Nachbarn der Wrights, der im Zeugenstand auch ausgesagt hat, dass er einmal beobachtet haben will, wie Jeffrey seine Frau in der Einfahrt vor dem Haus grob am Arm gepackt und mit sich ins Haus hineingezogen hat.
Außerdem sagte auch noch eine Bekannte von Susan aus, mit der sie sich immer mal wieder getroffen hat. Und ihr Gegenüber soll Susan auch gesagt haben, dass sie große Angst vor ihrem Mann Jeffrey hat. Diese Aussagen von Menschen, die etwas in diese Richtung gehört, gesehen oder beobachtet haben, gab es durchaus und trotzdem blieb die Staatsanwaltschaft dabei, dass es einfach dafür keine wirklichen Beweise geben würde für Susens Behauptung, jahrelang von ihrem Mann geschlagen und missbraucht worden zu sein. Und die Anklage bleibt darüber
hinaus auch dabei, dass der Mord an Jeffrey Wright von Susan für diesen Abend geplant gewesen ist und dass es sich nicht um Selbstverteidigung gehandelt hat und um den Geschworenen ein Bild davon zu geben, was sich im Schlafzimmer der Rids am Abend des 13. Januar 2003 ereignet hat, lässt Staatsanwältin Kelly Siegler nicht nur die Matratze, sondern auch gleich das ganze Bettgestell von Jeff und Susan in den Gerichtssalchleppen und führt vor den Augen der Jury vor, wie die Tat ihrer Ansicht nach abgelaufen ist. Die Bilder
aus diesem Gerichtssal, wie Kelly Sieglers Assistent gefesselt auf diesem Bett liegt, sie auf ihm drauf mit der Tatwaffe in der Hand, machen landesweit Schlagzeilen. Und während die einen diese Demonstration der Tat wohl sehr nützlich und durchaus angebracht fanden, wurde das Ganze auf der anderen Seite als bizarres und absolut unnötiges Theater bezeichnet, das in einem Gerichtsprozess nichts verloren hat.
Aber wie auch immer man jetzt zu diesem Punkt stehen mag, die Geschworen brauchen am Ende des Prozesses nur 5 Stunden, um zu einem Urteil zu kommen. Susan Lilgriht wird wegen Mord des ersten Grades an ihrem Mann Jeffrey schuldig gesprochen und zu einer Haftstrafe von 25 Jahren verurteilt. Nach ihrer Verurteilung hat Susan aus dem Gefängnis heraus durchaus Kritik an ihrer Verteidigung geübt. Z.B.
Weil diese den Psychologen, der sie nach dem Mord an ihren Mann in einer Klinik behandelt hat, nicht als Zeugen aufriefen. Außerdem gab es wohl 8 Monate vor Prozessbeginn auch eine Aussage einer Exfreundin von Jeffrey Wright, die berichtet hat, dass er in der Zeit, in der er mit ihr zusammen war, auch ihr gegenüber immer wieder gewalttätig gewesen ist.
Aber diese Zeugin wurde ebenfalls nicht von Susens Verteidigung in den Zeugenstand gesetzt. Und auch wenn der Versuch eines Wiederaufnahmeverfahrens durch Susons neuen Verteidiger Mitte 2004 erst einmal scheitert, so wird im Jahr 2009 dann eine neue Anhörung vor Gericht anberaum, denn Jeffreys Exfreundin Misty McMichaels, die ja 8 Monate vor dem Prozess gegen Susan bereits gesagt hat, dass Jeff auch sie in der Zeit, in der sie mit ihm zus zusammen war geschlagen hat, soll dort angehört werden und Mistti macht ihre Aussage und daraufhin
wird Susens Haftstrafe von ursprünglich 25 Jahren auf 20 Jahre reduziert und nachdem ihr Antrag auf Bewährung in den kommenden Jahren zweimal abgelehnt wurde, wird sie dann im Sommer 2020 unter strengen Auflagen, die sie bekommt, aus dem Gefängnis entlassen, nachdem sie 15 Jahre ihrer Strafe abgesessen hat.
Niemand von uns wird jemals sicher sagen können, was sich am Abend des 13. Januar 2003 im Schlafzimmer von Susan und Jeffrey Wright wirklich abgespielt hat. Trotzdem möchte ich euch wie immer am Ende meiner Videos auch in diesem Fall meine ganz persönliche Meinung zu all dem, was ich euch erzählt habe, nicht vorenthalten.
Glaube ich persönlich daran, dass Susan während ihrer Ehe mit Jeffrey von ihm geschlagen und auch misshandelt wurde? Ja, das glaube ich allerdings, denn dafür gab es in meiner Wahrnehmung starke Indizien. So z.B. Susens Verletzungen, die von Zeugen gesehen worden sind, die Aussage ihrer Schwester Cindy, der Susan sich irgendwann geöffnet hat und auch die Aussage von Jeffreyses Exfreundin Misty McMichaels Jahre später, die aufgrund von Jeffs gewalttätigem Verhalten bei der Polizei war und ihn damals sogar angezeigt hat.
Auch Susans Behauptung, dass ihr Mann regelmäßig Kokain konsumiert und dadurch seine Gewaltausbrüche nur noch verstärkt worden sind, glaube ich persönlich absolut. Es konnte eindeutig nachgewiesen werden, dass er am Abend seines Todes diese Droge konsumiert hat, weil man sie bei der Autopsie in seinem Blut fand.
Und offenbar war es auch in Jeffreys Familie bei seinen Eltern kein großes Geheimnis, dass er Drogen nahm. Glaube ich, dass Susan, wie die Staatsanwaltschaft behauptet hat, ihren Mann aus einem finanziellen Motiv heraus umbrachte, um an die 200.000$ 000$ aus seiner Lebensversicherung zu kommen. Ehrlich gesagt, nein, das glaube ich in keinem Fall, denn und das ist natürlich nur meine persönliche Meinung, wenn es ihr rein um Geld gegangen wäre, wenn das ihr Motiv war, dann hätte auch ein Messerstich oder zwei oder 15 ausgereicht.
Schnitt und Stichletzungen sprechen in meiner Welt eine andere Sprache. Sie sprechen nämlich dafür, dass Susan unfassbare Wut und unbändigen Hass in sich getragen hat auf ihren Mann. Und den hat man in der Regel nicht wegen 200.000 $ Lebensversicherung. Ich glaube, dass Susens Motiv für den Mord an ihrem Mann die Angst war, nie von ihm wegzukommen, dass sie ihn ermordet hat, weil sie sicher war, dass er sie nie gehen lassen wird, dass er es nicht zulassen wird, dass sie sich von ihm trennt oder die Scheidung einreicht. Wir
erinnern uns zurück, nachdem sie mit Hilfe ihrer Schwester Cindy und deren Mann nur für einen Tag ihr Haus verlassen hat, hat Jeff sie sofort ausfindig gemacht und ihr gedroht, ihr auch ihrem Sohn Bradley etwas anzutun, wenn sie nicht augenblicklich wieder zurückkommt. Und da ich persönlich glaube, dass sie von Jeff über viele Jahre hinweg geschlagen und misshandelt worden ist, finde ich die Vorstellung, dass sie nach aller Zeit und all diesem Wahnsinn, den sie da mitgemacht hat, jetzt auch noch mit ihren beiden kleinen
Kindern in ihrem Kopf offenbar keinen anderen Ausweg mehr sah, ihr Mann zu entkommen, außer den das ist für mich in diesem Fall durchaus vorstellbar. Doch glaube ich auch, dass Susan am 13. Januar 2003 in Notwehr gehandelt hat, dass sie sich auch an diesem Abend gegen ihren Mann verteidigen musste. Ich habe daran meine Zweifel und ich finde, dass die Staatsanwaltschaft, was diesen speziellen Punkt angeht, im Prozess dafür durchaus auch starke Indizien vorgebracht hat, die eben eher darauf schließen lassen, dass es sich um
eine geplante Tat von Susan statt um Notwehr gehandelt hat. Z.B. Jeffreyses Verletzungsbild, zum anderen seine gefesselten Hände und Füße, das Wachs an seinem Körper, die Art und Weise, wie er getötet wurde und auch alles, was danach geschehen ist, sprechen für mich persönlich eher dafür, dass Susan geplant hat.
Allerdings, und das ist ja ganz besonders wichtig, nicht etwa, um an das Geld aus der Lebensversicherung heranzukommen, sondern weil ich wirklich glaube, dass sie dachte, es geht nur so. Ich kann mich nur so von ihm befreien. Er wird mich nur in Ruhe lassen, mich und meine Kinder, wenn er nicht mehr da ist, wenn ich dafür sorge, dass er weg ist.
Es geht jetzt um mich oder um ihn. Hier sind wir. Und ich glaube durchaus, dass das war, was sie in ihrem Kopf hatte und dass ich all die Wut, der ganze Hass, die Angst, die Frustration, all das, was sie in diesen vielen Jahren durch die Hand dieses Mannes erleiden und erulden musste, in der Art und Weise, wie sie ihn dann am Ende umgebracht hat, entlut.
Ich glaube sogar, reine Spekulation von mir, dass sie eigentlich gar nicht vorgehabt hat, ihn auf diese Art und Weise umzubringen. Aber das, als er dann unter ihr lag, gefesselt, wehrlos, wie sie das sonst immer war. Und als sie dann anfing, dass sie nicht mehr aufhören konnte, weil sich dann das alles entladen hat.
Das ist meine ganz persönliche Meinung. Am Ende, meine Lieben, vielleicht jetzt noch eine kurze Information, weil ich mir durchaus vorstellen könnte, dass das den einen oder anderen von euch im Laufe dieses Videos durch den Kopf gegangen ist, nämlich die Frage, was denn eigentlich mit Susans und Jeffreyses 4 Jahre altem Sohn Bradley ist.
Hat man ihn denn gefragt, was am Abend des 13. Januar passiert ist? Denn Susan hatte ja behauptet, dass Jeffrey, nachdem er zur Tür hereininkam, direkt auf seinen Sohn losgegangen ist, dass er mit ihm boxen wollte, dass er auch ihn geschlagen hat, das war ja Susens Geschichte. Jetzt könnte man natürlich sagen, warum fragt man Bradley denn nicht einfach, ob das so war? Denn das würde ja Susans Version stützen, denn die Staatsanwaltschaft hat ja gesagt, Jeffrey kam nach Hause und die Kinder waren dann im Bett und Susan hat ihren Mann vorgemacht, ihn verführen
zu wollen. Den Rest kennt ihr. Aber Susan hatte ja gesagt, es ist ganz anders gewesen und Bradley spielte dabei ja auch eine zentrale Rolle. Ich habe versucht bei meiner Recherche herauszufinden, ob Bradley Wright jemals irgendwie befragt worden ist. Also jetzt vielleicht nicht unbedingt von der Polizei, aber von jemanden, der sich mit Kindern in diesem Alter auskennt, von einem Spezialisten.
Ich habe dazu nichts finden können und ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass Bradley Wright jemals von irgendjemandem befragt worden ist dazu, was sich im Haus seiner Eltern an diesem 13. Januar abgespielt hat, denn Bradley hatte ja im November Geburtstag, das heißt, er wurde im November 2002 4 Jahre alt und wir sind im Januar.
Das heißt, wir sind erst wenige Wochen nach seinem vierten Geburtstag. Ich kenne mich nicht gut genug mit Kindern in diesem Alter aus, so dass ich jetzt ein Urteil abgeben könnte, ob Bradley überhaupt eine fondierte Aussage hätte machen können, aber ich habe dazu nichts gefunden bei meiner Recherche und deswegen glaube ich auch nicht, dass man ihn überhaupt jemals befragt hat und ich zweifle auch daran, dass seine Aussage vor Gericht, das was er gesagt hat, wenn er überhaupt etwas gesagt hätte, zugelassen worden wäre, weil die
Staatsanwaltschaft auf dit da mit Sicherheit ihr Veto eingelegt hätte aufgrund des Alters des Kindes und aufgrund der ganzen Umstände. Aber ich wollte darauf jetzt am Ende des Videos noch mal kurz eingehen, eben weil ich mir vorstellen kann, dass sich die einen oder anderen von euch gefragt haben, ja, was ist denn mit dem Kind? Wurde er nicht befragt? Also, ich kann euch dazu nicht mehr sagen, außer meine persönliche Meinung, dass ich daran nicht glaube.
Ja, meine Lieben, damit sind wir aber jetzt am Ende dieses Videos angekommen und wie immer würde mich eure ganz persönliche Meinung und Einschätzung zu all dem, was ich euch erzählt habe, interessieren. Also schreibt sie mir gerne ausführlich unten in die Kommentare. Damit verabschiede ich mich jetzt für heute von euch. Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Tag und hoffe, wir sehen uns dann ganz bald im nächsten Video wieder.
Bis dahin macht’s gut.
Körper. Susan und auch ihr Verteidiger haben nie abgestritten, dass sie Jeffrey auf diese Art und Weise getötet hat. Jedoch geschah dies alles in ihrer Version aus der Notwendigkeit heraus, sich selbst verteidigen zu müssen. Jedoch, wie man sich vorstellen kann, ist die Staatsanwaltschaft. Nach Sichtung und Auswertung aller Spuren aus dem Haus, den Ergebnissen aus der Gerichtsmedizin und all dem, was sie darüber hinaus durch die Ermittlungen der Polizei noch erfahren haben, ganz anderer Meinung. Denn es geht in diesem
Gerichtsverfahren, das jetzt kommen wird und das ist absolut wichtig zu verstehen, eben um nichts anderes als genau um eine einzige Frage. Musste Susan sich am Abend des 13. Januar 2003 gegen ihren Mann verteidigen und hat ihn deshalb ermordet. Oder aber handelte es sich um premeditated Murder, also um einen vorsätzlich geplanten und absichtlich durchgeführten Mord ihrerseits.
Und genau davon ist die Staatsanwaltschaft überzeugt. Und als der Prozess gegen Susan Wright im Februar 2004, also ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes in Houston beginnt, stellt Staatsanwältin Kelly Siegler das auch direkt vor den Geschworen. Klar. Und an dieser Stelle ein persönlicher Einwurf von mir als jemand, der sich, wie viele von euch ja wissen, seit vielen, vielen Jahren mit Gerichtsprozessen und dem, was vor, während und nach einem Verfahren passiert leidenschaftlich gerne auseinandersetzt und sich damit auch beschäftigt, kann ich durchaus sagen,
dass Staatsanwältin Kelly Siegler, die den Prozess hier auf Seiten der Staatsanwaltschaft gegen Susan W geführt hat, ein Barracuda ist im Gerichtssal oder wie es über sie heißt ein Real Trial Tiger. Im Prozess gegen Susan W ist mir Kelly Siegler auch nicht zum ersten Mal begegnet. Sie ist die zentrale Figur der Dokuhe Prosecuting Evil, die ich komplett geschaut habe.
Sie hat über 200 Gerichtsprozesse, geschworenen Prozesse während ihrer Karriere geführt, darunter 68 Mordfälle. Und auch wenn es im Zusammenhang mit ihr und ihrer Arbeit als Staatsanwältin durchaus immer wieder Kontroversen in der Vergangenheit gab, so hat Kelly Siegler den Ruf mit ihrem Können und ihren Fähigkeiten vor Gericht, auch in den komplexesten Fällen eine Verurteilung erwirken zu können.
und Kelly Siegegler ist der Ansicht, dass es sich bei dem Mord an Jeffrey Wright nicht um Selbstverteidigung auf Seiten seiner Frau Susan gehandelt hat und sie ist sicher, dass der Jury auch beweisen zu können. Und damit sind wir jetzt, nachdem wir Susens Version, die sie vor Gericht im Zeugenstand, auch noch einmal ganz genauso wiederholen wird, bei der Version der Staatsanwaltschaft angekommen.
Zunächst ein wichtiges Detail vorne weg. Bei Jeffrey Wright Autopsie fand man Rückstände von Kokain in seinem Blut. Und ich habe bei meiner Recherche auch gelesen, dass sogar Jeffreyses Eltern nicht abgestritten haben, dass ihr Sohn wohl schon seit längerer Zeit Probleme mit Drogen und auch mit seinem Alkoholkonsum hatte. Trotzdem behauptet die Staatsanwaltschaft vor Gericht, dass der Abend des 13.
Januar, nachdem Jeffrey vom Boxtraining nach Hause gekommen ist, nicht so ablief, wie Susan in ihrer Erzählung behauptet hat. Und hier sind die Gründe der Staatsanwaltschaft. Als man Jeffrey Wrightes Leiche fand, waren sowohl seine Hände als auch seine Füße gefesselt. Seine Handgelenke waren mit einer Krawatte zusammengebunden, seine Füße mit dem Gürtel seines schwarzen Bademantels.
Bei der Autopsie fand man darüber hinaus Kerzenwachs an Jeffreyses Körper. Genauer gesagt fand man ausgehärtete Wachsrückstände an seinen beiden Oberschenkeln, an der Innenseite beider Oberschenkel und auch etwas weiter unten im Genitalbereich. Die rote Kerze, von der dieses Wachs gestammt hat, fand man später im Schlafzimmer des Hauses.
Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass Susan den Mord an ihrem Mann für den Abend des 13. Januar geplant hat, dass sie ihn, nachdem er vom Boxtraining nach Hause kam, bewusst ins Schlafzimmer lockte, nachdem die Kinder geschlafen haben, mit der Kanbotschaft, ihn dort verführen zu wollen.
Sie zündet also eine Kerze an, sie zieht sich aus, dann zieht sie ihn aus. Mit Krawatten für seine Arme und dem Gürtel aus dem Bademantel für seine Füße, fesselt Susan ihren Mann jetzt ans Bett, setzt sich rittlings auf ihn und tropft Wachs aus der Kerze auf bestimmte Stellen seines Körpers.
Und während Jeff also gefesselt auf dem Bett liegt, offenbar in der Erwartung, gleich von seiner Frau weiter verführt zu werden, sticht sie stattdessen mit dem Messer, dass sie bereits zuvor im Schlafzimmer deponiert hat, zu. Und dass das ganz genauso gewesen ist, meint die Anklage auch aufgrund von starken Indizien belegen zu können. Nicht alle, aber fast alle Stich und Schnittverletzungen, die man in der Gerichtsmedizin festgestellt hat, befanden sich im vorderen Bereich von Jeffs Körper in seinem Gesicht, an der Vorderseite seines Halses, auf seiner
Brust, an seinen Oberschenkeln und seinen Armen. spricht in den Augen der Anklage eindeutig dafür, dass Jeffrey zum Zeitpunkt, als diese Verletzungen entstanden sind, nicht in der Lage dazu war, sich groß oder überhaupt zu bewegen. Denn wäre das der Fall gewesen, dann hätte man viel mehr Schnitt und Stichletzungen im hinteren Bereich seines Körpers finden müssen.
Die Tatsache allerdings, dass er sich gegen diesen massiven Angriff offenbar nicht zur Wehr gesetzt oder versucht hat, sich weg oder gar komplett umzudrehen. Zumindest ist es das, was das Verletzungsmuster bei der Autopsie gezeigt hat, spricht in den Augen der Staatsanwaltschaft dafür, dass er das schlicht und ergreifend gar nicht konnte, weil er zum Zeitpunkt des Angriffs mit dem Rücken auf dem Bett gefesselt gelegen hat.
Diese Einschätzung wurde im übrigen auch von einem Rechtsmediziner, von Dr. Dwayne Wolf, der für die Staatsanwaltschaft im Zeugenstand gesessen hat, geteilt. Dr. Wolf nämlich der die Stich und Schnittwunden an Jeffreyses Körper genau untersucht und auch dokumentiert hat, kam zu dem Ergebnis, dass Jeffrey gefesselt gewesen sein muss, zum Zeitpunkt der Tat dafür sprachen auch die Fesselspuren, die man an seinen Händen und Füßen gefunden hat.
Dazu kommt eben noch die Tatsache, dass Jeffs Hände und seine Füße, als man ihn vergraben im Garten fand, nach wie vor mit den Krawatten und dem Gürtel gefesselt gewesen sind. Wenn es wirklich so war, wie Susan behauptet hat, dass ihr Mann sie missbraucht und anschließend im Schlafzimmer mit dem Messer bedroht hat, warum war er dann gefesselt, als man ihn fand? Susens Verteidiger Neil Davis und auch Sie selbst hatten allerdings, was diesen Punkt angeht, vor Gericht eine Erklärung.
Susan hat gesagt, dass sie die Hände und Füße ihres Mannes zwar gefesselt hat, dass das wirklich stimmt. Allerdings hätte sie das nur getan, um ihn nach dem Mord auf dem Dolly, den sie benutzt hat, um ihn in den Garten hinauszufahren, besser transportieren zu können. Die Anklage allerdings hielt diese Erklärung von Susan für absolut unglaubwürdig.
Einfach deswegen, weil in ihren Augen die Notwendigkeit überhaupt nicht bestand. Jeffrey, nachdem er tot war, noch zu fesseln, nur um ihn diese paar Meter hinaus in den Garten zu fahren. Und da ist ja dann auch noch die Sache mit dem Kerzenwachs. Was hatte dieses Wachs an diesen Stellen auf Jeffreys Körper zu suchen? Wie ist das Wachs dort überhaupt hingekommen, wenn man Susens Version der Ereignisse glauben schenken möchte? Doch auch in diesem Punkt haben Sie und Verteidiger Neil Davis eine Erklärung, denn Susan behauptet, dass als sie
Jeffrey nach dem Mord vom Bett heruntergezogen und ihn auf den Dolly gehieft hat, die Kerze, die zu diesem Zeitpunkt im Schlafzimmer stand, herunterfiel auf Jeffs Körper. Und so sei also das Wachs an diese vereinzelten Stellen gekommen. Doch auch hier die Staatsanwaltschaft hielt das genauso für unglaubwürdig wie die Erklärung mit den gefesselten Händen und Füßen.
Das ist aber noch nicht alles, was in den Augen der Anklage gegen Susan Wrights Selbstverteidigungsversion spricht. Jeffrey war zum Zeitpunkt seines Todes 34 Jahre alt. Er ging offenbar mehrmals die Woche ins Fitnessstudio, ins Boxtrainning, war körperlich fit und wog 45 kg mehr als seine sehr schlanke und durchaus schmächtige Frau Susan.
Trotzdem soll sie laut ihrer Geschichte dazu in der Lage gewesen sein, ihr Mann, während er im Bett über ihr war, offenbar bis an die Schädeldecke voll mit Kokain, nicht nur mit ihm zu kämpfen, sondern ihm auch im Laufe dieses Kampfes Messer, das er in der Hand hatte, zu entreißen und anschließend 193 mal auf ihn einzustechen, ohne dass er sich in irgendeiner Art und Weise dagegen groß zur Wehr gesetzt oder auch sie verletzt hat.
Staatsanwältin Kelly Siegler bezeichnet diese Version die Behauptung, dass das so gewesen sein soll, vor Gericht als Zitat lächerlich. Weiterhin führt die Anklage, die Tatsache ins Feld, dass Susan, nachdem sie ihren Mann am Abend des 13. Januar umgebracht hat, weil er sie angeblich geschlagen, missbraucht und auch ihr Kind bedroht hat.
Nicht etwa die 911 angerufen hat oder direkt zum Haus eines Nachbarn lief oder auch die Polizei oder sonst jemanden verständigte, sondern dass sie stattdessen die folgenden Stunden und Tage dazu genutzt hat, die Spuren ihrer Tat zu vernichten. Sie vergräbt Jeffrey im Garten. Sie reinigt die Tatwaffe und versteckt sie. Sie putzt das Schlafzimmer mit Bleichmittel, schneidet Teppichstücke aus dem Boden, streicht die Wände.
Sie erzählt Nachbarn, Kollegen, auch den Eltern von Jeff, dass es einen Streit gegeben hat, dass Jeff sie geschlagen, das Haus verlassen hat und dass er seitdem nicht mehr wiedergekommen ist. Sie geht zur Polizei zwei Tage nach dem Mord, um eine einstweilige Verfügung gegen Jeffrey zu erwirken und behauptet auch jetzt weiterhin, dass sie nicht wüsse, wo er ist und was mit ihm passiert sei.
Und darüber hinaus hebt sie dann auch noch all das Geld ab, das sich auf ihrem und Jeffreyses gemeinsamen Konto befunden hat. Susan hatte ja angegeben, dass sie nach dem Mord an ihrem Mann tagelang unter Schock stand, dass sie wie im Autopilot funktioniert hat. Doch in den Augen der Staatsanwaltschaft war ihr Verhalten alles andere als planlos, konfusiniert.
Stattdessen wirkten die Schritte, die sie nach der Tat unternommen hat, sehr bewusst und in gewisser Weise planvoll. Jeffrey Wright, und auch das wird sich jetzt während des Prozesses herausstellen, hatte eine Lebensversicherung in Höhe von 200.000 Die begünstigte im Fall seines Todes seine Ehefrau Susan.
Kevin Cowboy, ein Angestellter aus Jeffreyses Firma, sitzt für die Staatsanwaltschaft im Zeugenstand und Kevin sagt aus, dass er nur eine Woche vor Jeffreyses Tod ein Telefonat in der Firma zwischen ihm und seiner Frau Susan mitgehört haben will. Dabei war wohl deutlich zu hören, dass Susan sehr wütend war, denn Kevin hat ausgesagt, dass Susan Jeffrey durchs Telefon angeschrienen hat, weil er die bereits unterschriebene Police für diese Lebensversicherung noch nicht an die Versicherungsgesellschaft weitergeleitet hat. Das hatte Jeffrey
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