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DIE RACHE DER SUSAN WRIGHT … ? Selbstverteidigung oder Heimtückischer Mord ? T

DIE RACHE DER SUSAN WRIGHT … ? Selbstverteidigung oder Heimtückischer Mord ? 

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Am 13. Januar 2003 stirbt der 34 Jahre alte Jeffrey Wright in seinem Bett im Schlafzimmer seines Hauses.

Jeffrey wurde ermordet, getötet von seiner Ehefrau Susan Wright. Das sind die unwidersprochenen Fakten des Falles, über denen wir heute sprechen werden. Doch warum hat Susan Wright ihren Mann umgebracht? Dazu wird es zwei verschiedene Versionen geben, die der Staatsanwaltschaft und die der Verteidigung.

 Und am Ende trifft man sich wie in so vielen anderen großen Prozessen auch mit all seinen Argumenten, seinen Indizien, seinen Beweisen, seinen Experten und natürlich den jeweiligen Zeugen vor Gericht und liefert sich dort einen Schlagabtausch mit dem Ziel, die Geschworen von der eigenen Version zu überzeugen, wobei es dabei nicht selten zu hochemotionalen Auseinandersetzungen, Überraschungen, mit denen vorher niemand gerechnet hat und auch zur Vorlage von Beweisen kommt, von denen zuvor auch noch nie jemand irgendetwas gehört oder gesehen hat. Der

Fall des Staates Texas gegen Susan Losil Wright hatte all das und vieles mehr. Doch am Ende gab es für die Geschworenen nur eine einzige Frage zu beantworten. Musste sich Susan gegen ihren Mann zur Wehr setzen, sich selbst gegen ihn verteidigen oder hat sie Jeffrey aus einem ganz anderen Grund umgebracht? Ich habe, nachdem ich die Recherche zu diesem Fall abgeschlossen hatte, für mich persönlich auf diese Frage eine Antwort gefunden.

 Und vielleicht könnt ihr das am Ende dieses Videos ja auch. Doch bevor das überhaupt möglich ist, müssen wir uns erst einmal ansehen, wer die Menschen, über die wir heute sprechen werden, überhaupt gewesen sind. Wie es laut Susans Version zu all dem kam, was sich in der Nacht von 13. auf 14. Januar 2003ignet hat und ob und inwie weit überhaupt sich ihre Schilderungen mit den Spuren und Beweisen, die man später gefunden hat, decken werden, bevor wir dann auch in den Gerichtsprozess einsteigen können.

Und dazu, meine Lieben, ihr wisst es, fangen wir hier wie immer ganz am Anfang an. Susan Lil Wish kommt am 24. April 1976 in Houston. der größten Stadt des US-Bundesstaates Texas zur Welt. Zusammen mit ihren Geschwistern ihrer Schwester Cindy und ihrem Bruder Jim wächst Susan in Harris County auf und besucht dort später auch die Highschool.

Und auch wenn von außen wohl alles danach aussah, als seien die Wishes eine der vielen typischen Familien aus der Mittelschicht. Mutter Su kümmert sich zu Hause um den Haushalt und die Kinder. Vater Jim arbeitet als Mechaniker und man lebt in einem schönen Haus in einer Nachbarschaft, in der jeder jeden kennt in Harris County.

 So werden sowohl Susan als auch ihre ältere Schwester Cindy später berichten, dass ihre Kindheit und Jugend im Haus ihrer Eltern durch Gewalt geprägt war. Denn nicht nur Susans Mutter bekam offenbar die aggressiven Ausbrüche ihres Mannes Jim regelmäßig zu spüren. Auch die Kinder litt darunter. Und auch wenn Susens Eltern diese Vorwürfe später entschieden zurückgewiesen haben, so blieb sowohl Susan selbst als auch ihre Schwester Cindy dabei, dass ihr Vater, ihre Mutter und auch sie regelmäßig geschlagen hat.

Susan soll als Kind sehr ruhig, schüchtern und introvertiert gewesen sein und auch wenn sie später in der Highchool gute Noten schrieb, so war sie offenbar nie wirklich dazu in der Lage, für sich selbst einzustehen. Stattdessen lag ihr Fokus darauf, anderen Menschen zu gefallen, diese zufrieden zu stellen, auch wenn das auf Kosten ihres eigenen Wohlbefindens ging.

 Und das zeigte sich vor allen in Susens Verhalten und in ihrem Umgang mit Jungs und Männern während und auch nach ihrer High Schoolzeit. Auch hier war sie stets darauf bedacht zu gefallen und alles für den Partner zu tun, mit dem sie gerade zusammen war. Konflikte zu vermeiden und sich ununterbrochen darum zu bemühen, es diesem Recht zu machen. Als z.B.

 einmal einer ihrer Highchool Freunde, mit dem sie erst seit wenigen Wochen zusammen war, ein fieses Kommentar bezüglich ihres Gewichts abgegeben hat, hat Susan in kürzester Zeit 7 kg abgenommen. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Und an dieser Stelle, ich bin weder ein Psychologe noch ein Verhaltensanalyst, weit davon entfernt, aber dieses Verhalten von Susan, das sich wie gesagt bereits in ihrer Kindheit vor allen Dingen, aber dann auch während ihrer Schulzeit und danach gegenüber Jungs und Männern gezeigt hat, lässt ihre spätere

Behauptung, dass sie im Haus ihrer Eltern durch ihren Vater Gewalt erlebt hat, zumindest für mich durchaus glaubhafter erscheinen, denn sich selbst immer extrem ins Abseits zu stellen und es stattdessen allen anderen recht machen zu wollen, gerade Männern in ihrem Leben das Gefühl zu geben, dass sie alles für sie tut, offenbar in der Hoffnung Bestätigung, Anerkennung und Liebe zu bekommen, zeigt ja, dass Susan genau das unbedingt gebraucht hat und mit ihrem Verhalten auch erreichen wollte. Es kommt ja nicht von ungefähr,

dass man seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche stets zurückstellt und vernachlässigt, nur um zu beeindrucken, zu gefallen und Konflikte zu vermeiden. Wie gesagt, ich bin kein Experte, aber sowas hat ja sehr oft einen tiefen Ursprung und wenn man bereits so, denke ich, als kleines Kind das Gefühl hat, nie einschätzen zu können, was gleich als nächstes passieren wird, wenn der Vater einmal wieder mit schlechter Laune von der Arbeit nach Hause kommt, wenn man immer in dieser Anspannung und Angst existiert, vielleicht gleich miterleben

zu müssen, wie die eigene Mutter, die Geschwister oder auch man selbst geschlagen wird, dann nimmt man sich vielleicht auch zurück. Man ist bemüht darum, nicht aufzufallen, sondern stattdessen zu gefallen, in der Hoffnung statt Ablehnung und Gewalt Liebe und Bestätigung zu bekommen. Das waren einfach so die Gedanken, die mir am Anfang in meiner Recherche, als ich über Susens Verhalten in ihrer Kindheit und Jugend gelesen habe, durch den Kopf ging. Mit 18 Jahren.

 Susan hat gerade erst die Highchool abgeschlossen. Da beginnt sie jetzt in einem Nachtclub als Tänzerin zu arbeiten. Und auch hier. Susan war äußerst attraktiv, schlank, groß, blond. Sie bekam aufgrund ihres Aussehens viele Komplimente und Aufmerksamkeit gerade auch wieder von Männern. Und damit ließ ich jetzt für sie Geld verdienen.

 Und Geld war etwas, dass Susan direkt nach ihrem Schulabschluss dringend gebraucht hat, denn sie wollte sich so bald wie möglich an der Krankenpflegeschule einschreiben, eine Ausbildung machen und danach dann auch als Krankenschwester arbeiten. Und soweit ich das bei meiner Recherche nachvollziehen konnte, hat Susan auch nur zwei Monate in diesem Nachtclub gearbeitet, nämlich genauso lang, bis sie genug Geld zusammen hatte, um die erste Anzahlung für ihre Studiengebühren machen zu können.

 Nachdem sie diese Anzahlung nämlich gemacht hat, hat sie aufgehört in diesem Nachtclub zu tanzen und arbeitet stattdessen in einem Friseursalon in Harris County. Und so kann sie sich jetzt auch eine Zeit lang finanziell gut über Wasser halten. Doch mit der Zeit wurde genau das offenbar immer schwerer für Susan, die anfallenden Gebühren für die Krankenpflegeschule, dass viele lernen und nebenbei noch in diesem Friseursalon arbeiten, den Alltag stemmen.

Darum hat es auch nicht lange gedauert und sie hat die Krankenpflegeschule abgebrochen und stattdessen Vollzeit in diesem Friseursalon gearbeitet. Im April 1997, Susan ist inzwischen 20 Jahre alt, da fährt sie zusammen mit einer Freundin nach Galveston, einer Stadt ca. 80 km südöstlich von Houston, um dort ein paar Tage Urlaub zu machen.

 Und während dieses Trips lernt sie dann auch den Mann kennen, den sie kurze Zeit später heiraten wird, Jeffrey Wright. Und der 29 Jahre alte Jeffrey hat wohl direkt Eindruck gemacht auf die 9 Jahre jüngere Susan. Er ist äußerst höflich, freundlich, charmant und nach ihrem Kennenlernen am Strand in Galveston treffen sich die beiden regelmäßig.

Dabei ist Jeff sehr aufmerksam Susan gegenüber. Zu jeder Verabredung bringt er ihr Blumen mit, er führt sie in teure Lokale aus und macht ihr Geschenke. Und es dauert nicht lange, da sind die beiden unzertrennlich. Und auch Susans Eltern SU und Jim sind begeistert von Jeffrey, der auch immer wieder darüber spricht, bald seine eigene Firma aufbauen und ein Business für Bodenbeläge gründen zu wollen.

 Alles scheint sich also gut zu entwickeln für das frisch verliebte Paar. Doch dann, nur wenige Monate nach ihrer ersten Begegnung stellt Susan fest, dass sie schwanger ist. Und während sie sich selbst darüber sehr gefreut hat, hat Jeffrey auf diese Neuigkeit äußerst ambivalent reagiert. Also er ist jetzt nicht vor Freude in die Luft gesprungen.

 Noch hat er gesagt, dass er das Kind nicht will. Stattdessen soll er Susan gegenüber geäußert haben, dass es ihre Sache ist, wie sie jetzt damit umgeht. Also ob sie das Kind behalten möchte oder nicht. Doch Susan wollte ihr Kind unbedingt behalten, weswegen sie und Jeffrey in den Wochen nach dieser Neuigkeit dann auch beschlossen haben, zusammenzuziehen und im Oktober 1998, nur vier Wochen vor der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Bradley haben die beiden dann auch geheiratet und nach der Hochzeit und der Geburt ihres Kindes im November 1998

leben die Wit jetzt jetzt zusammen mit ihrem Hund in einem Haus in White Oak Band, einer Wohnsiedlung im Nordwesten von Harris County. Und während Susan sich zu Hause um ihr Kind kümmert, fährt Jeffrey, der inzwischen auch seine eigene Firma gegründet hat, jeden Tag zur Arbeit und das Unternehmen lief offenbar recht gut an.

 Wichtig jetzt an dieser Stelle zu wissen ist, dass alles, was ich euch als nächstes erzähle, später von Susan so berichtet worden ist. Einiges von dem, was sie gesagt hat, konnte durch Zeugenaussagen und zum Teil auch durch Indizien in gewisser Weise untermauert werden. Trotzdem gebe ich zu bedenken, dass die folgenden Schilderungen dessen, was nach der Hochzeit und auch nach der Geburt von Bradley passiert sein soll, von Susan kamen.

 Denn nach der Hochzeit und nach der Geburt von Bradley bekam dieses Jahr, man könnte von außen mutmaßen, Familienedyül laut Susen erste Risse, denn sie stellt Veränderungen an ihrem Mann fest. Der anfangsüberaus höfliche und aufmerksame Jeff kritisiert Susan immer öfter, gerade auch in Bezug auf ihr Gewicht. Susan hatte während ihrer Schwangerschaft, was ja vollkommen normal ist, einige Pfunde zugenommen und genau das hat Jeffrey ihr sehr oft auf äußerst gemeine und verletzende Art und Weise vorgehalten.

 Damit nicht genug verhielt sich Jeffrey Susan gegenüber zunehmend aggressiver. Er gibt ihr Namen, er schreit sie oft an und er nimmt das, was sie sagt, auch nicht ernst und zieht das oft ins Lächerliche. So z.B. L Susan nach der Geburt ihres Sohnes an einer postnatalen Depression, weswegen sie auch einen Arzt konsultierte, der ihr Medikamente aufgeschrieben hat.

 Doch als Jeffrey von Aldem erfahren hat, hat er Susan verboten, diese Medikamente einzunehmen und ihr stattdessen gesagt, dass sie gefälligst damit klar kommen und ihren Job als Mutter ausüben sollte. Als Susan einige Monate nach Bradleys Geburt den Wunsch geäußert hat, wieder zur Krankenpflegeschule zu gehen, um die Ausbildung, die sie vor einigen Jahren abgebrochen hat, wieder erneut aufzunehmen, hat ihr Jeffrey auch das untersagt.

 Das Ganze soll sich laut Susan jetzt mehr und mehr gesteigert haben. Jeffrey kontrolliert, was sie wann mit wem tut und auch wenn er ihr wohl gnädigerweise gestattet hat, Lebensmittel einzukaufen, mit ihrem Sohn im Kinderwagen in der Nachsbarschaft spazieren zu gehen und ab und an auch ihre Eltern und ihre Schwester zu besuchen, so war es ihr nicht erlaubt, länger als 2we Stunden am Stück von zu Hause wegzuben.

Darüber hinaus hat Jeffrey damit begonnen, vermehrt Alkohol zu trinken. irgendwann dann auch täglich und auch Drogen vor allen Dingen Kokain zu konsumieren. Darüber hinaus wirft er seiner Frau auch vor ihn zu betrügen. Kontrolle, Beschimpfungen und auch körperliche Gewalt waren laut Susan irgendwann an der Tagesordnung.

 Es war eine brutale, furchterregende und sadistische Beziehung, die sich über Jahre hinweg erstreckt hat. So beschrieb Susan W später die Ehe mit ihrem Mann Jeffrey in dieser Zeit. Vor allem nach seinem Drogen und Alkoholkonsum wird Jeffrey Susan gegenüber gewalttätig. Die kleinste Kleinigkeit kann dafür sorgen, dass er vollkommen aus der Haut fährt.

Seines Probleme und Schwierigkeiten bei der Arbeit, die Tatsache, dass das Essen nicht pünktlich auf dem Tisch gestanden hat oder auch das Weinen seines kleinen Sohnes Bradley. Jeffrey schlägt Susan, er stößt sie gegen Wände, er tritt sie. Und einmal während die beiden im Auto unterwegs waren, um nach Harris County zu Jeffreyses Eltern zu fahren, schlug er ihren Kopf so brutal auf das Armaturenbrett, dass Susan aus der Nase geblutet hat, während Bradley hinten im Auto saß.

 Er warf mich mit dem Rücken gegen die Wände unseres Hauses, packte mich an den Armen, schlug mir in den Bauch und in die Brust und gab mir am Ende das Gefühl, dass das alles meine Schuld ist. Ich hatte Angst vor ihm, ja, aber so groß meine Angst auch war, ich habe ihn geliebt und wollte unbedingt gut genug für ihn sein, so dass alles funktioniert.

So Susan W später in einer ihrer Aussagen. Trotzdem, dass Susan durch die Gewalt ihres Mannes immer wieder körperliche Verletzungen davon getragen haben will, lässt sie sich in aller Zeit nie deswegen von einem Arzt behandeln oder dokumentiert ihre Verletzungen auf andere Art und Weise. Darüber hinaus ging sie auch nie zur Polizei oder hat versucht bei einer anderen Stelle Hilfe zu bekommen.

 Und für die Außenwelt sah es wohl genau aufgrund dessen auch danach aus, als sei bei den Wit alles bestens in Ordnung. Jedoch muss man sagen, dass es durchaus Menschen gab, die Verletzungen an Susans Körper gesehen haben. Häatome an ihren Armen, Blutergsse an anderen Stellen ihres Körpers. Und Susan hatte wohl hier und da auch ein Fallchen, ein blaues Auge, was ebenfalls von Zeugen gesehen worden ist.

 Und es gab später auch Menschen, die gesagt haben, dass sie den Verdacht hatten, dass Jeffrey Susan schlägt. Unter diesen Zeugen war z.B. auch Susens Schwester Cindy, die durch Susan selbst dann aber an einem bestimmten Punkt in ihrem Verdacht bestätigt worden ist, denn im Sommer 1999 war Susan Wright und das hat sie später unter anderem auch so ausgesagt an einem Punkt, an dem sie nicht mehr konnte, an dem sie diese ganze Situation mit Jeffrey zu Hause nicht mehr länger ertragen hat.

 Während dieser also bei der Arbeit ist, ruft Susan im Sommer 1999 ihre Schwester Cindy an und erzählt ihr alles. Und noch am selben Tag kommt Cindy dann gemeinsam mit ihrem Mann, den sie zur Unterstützung mitgenommen hat, ins Haus ihrer Schwester und man packt einige Dinge zusammen für Susan und auch für ihren kleinen Sohn Bradley und fährt zu Cindy nach Hause, wo Susan jetzt auch vorhat, die nächsten Tage und Wochen zu verbringen.

 Doch nur zwei Tage später kehrt sie zu Jeffrey zurück, denn nachdem dieser festgestellt hat, dass Susan gemeinsam mit seinem Sohn das Haus verlassen hat und auch nicht mehr zurückgekommen ist, hat es natürlich nicht lange gedauert, bis Jeffrey herausgefunden hat, wo Susan sich aufhält, nämlich bei ihrer Schwester Cindy.

 Jeffrey hat dort angerufen, mit Susan telefoniert und nach diesem Telefonat ist sie auch direkt wieder zu ihm zurück. Susan wird später aussagen, dass Jeffrey ihr am Telefon gedroht hat, ihr auch Bradley etwas anzutun, wenn sie nicht augenblicklich zurück nach Hause kommt. Doch die Dinge im Hause Wright wurden nach Susens Rückkehr laut ihren späteren Schilderungen nicht besser.

 Sie wurden schlimmer. Vor allen Dingen wurden sie schlimmer nach der Geburt von ihrem und Jeffreyses zweiten Kind, ihrer Tochter Kayie, die im Sommer 2002 zur Welt kam. Denn Susan hat an diesem Punkt nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das Leben ihrer beiden Kinder fürchten müssen, zumal Jeffrey sich auch zunehmend aggressiver gegenüber dem inzwischen 3 Jahre alten Bradley verhalten hat.

 Dazu kam sein ständiger Alkohol und Kokainonsum und die zahlreichen Affären, die er in dieser Zeit gehabt haben soll. Und das Ganze ging immer weiter und weiter und wurde eben immer schlimmer und noch schlimmer. Jedoch ist wichtig, sich ins Gedächtnis zu rufen, das hatte ich vorher schon einmal gesagt. Ich wiederhole es an dieser Stelle aber bewusst noch einmal, dass all das, was ich euch bisher geschildert habe, zum größten Teil allein auf Susens Aussagen beruht.

 Es ist bereits dunkel draußen, als Jeffrey Wright am Abend des 13. Januar 2003 nach seinem wöchentlichen Boxtraining nach Hause kommt, sein Auto in der Einfahrt abstellt, die Tür aufschließt und hineingeht und kurze Zeit später wird er nicht mehr am Leben sein. Wie und warum es allerdings dazu kam, was sich im Haus der Rits am Abend des 13.

 Januar und auch im weiteren Verlauf der Nacht abgespielt hat, nachdem Jeffrey seine Haustür aufgesperrt und diese hinter ihm ins Schloss fiel. Dazu wird es bald zwei verschiedene Versionen geben. Die von Susan und ihrer Verteidigung und die der Staatsanwaltschaft, die sie wegen Mord des ersten Grades anklagen wird.

 Kommen wir zunächst zu Susans Version der Ereignisse, die sie später auch genauso unter Eid im Zeugenstand wiederholen wird. Laut Susan stand ihr Mann, als er am 13. Januar vom Boxtraining nach Hause gekommen ist, wieder einmal unter Drogen, was ihr sofort klar war, direkt als er zur Tür hereinkam. Sie hatte ihn ja in der Vergangenheit schon sehr oft in diesem Zustand erlebt und konnte aufgrund der Art und Weise, wie er sprach und sich verhalten hat, genau abschätzen, was gleich passieren wird, nämlich, dass Jeff aggressiv und

aufbrausend wie er war einen Streit vom Zaun brechen wird. Und genauso soll es laut Susan dann auch gewesen sein. Doch anstatt auf sie loszugehen, hat Jeffrey es offenbar an diesem Abend auf den inzwischen 4 Jahre alten Bradley abgesehen. Jeff soll seinen Sohn dazu aufgefordert haben, mit ihm zu boxen. Und dabei hat der 34 Jahre alte Jeffrey W sein Kind auch attackiert.

 Susan beschrieb später, dass Jeffrey den Kleinen herumgeschupst hat und ihm dabei auch immer wieder ins Gesicht auf beide Wangen schlug, woraufhin Bradley versucht hat, seinem Vater zu entkommen. Doch genau das hat Jeff nur noch mehr angespornt, was Susan dann dazu veranlasst hat, einzugreifen. Sie schnappt sich ihren 4er Jahre alten Sohn, bringt ihn in sein Zimmer, wo Kayie, ihre Tochter, bereits geschlafen hat.

 Und in dem Moment, als sie Bradley in sein Zimmer gebracht, ihn in sein Bett gelegt und darauf gewartet hat, dass er einschläft, und auch das wird Susan später so aussagen, wurde ihr endgültig und ein für alle mal klar, dass sie das nicht mehr ertragen kann, dass sie es einfach nicht mehr aushält, weswegen sie sich auch in dem Moment dazu entschieden hat, sich ihr Mann zu stellen.

 Nachdem Bradley also eingeschlafen ist, geht Susan vom Kinderzimmer aus ins gemeinsame Schlafzimmer, wo ihr Mann wohl gerade dabei war, seine Trainingssachen dort zu verstauen. Und Susan wird in ihrer Aussage berichten, dass sie Jeffrey auf den Kopf zugesagt hat, dass sie das alles nicht mehr mitmacht, dass er Wege finden muss, sein Verhalten zu ändern, dass er eine Therapie machen und seinen Drogenkonsum beenden muss.

Daraufhin soll Jeffrey auf Susan losgegangen sein, sie als [ __ ] bezeichnet haben, sie gepackt und gegen die Wand des Schlafzimmers geschmettert haben. Er schreit sie an, was sie sich einbildet, ihm Bedingungen oder Ultimaten zu stellen. Doch trotz alledem hat Susan nicht nachgegeben. Sie redet weiterhin auf Jeffrey ein, bis dieser dann sie an einem bestimmten Punkt während dieser Auseinandersetzung im Schlafzimmer aufs Bett geworfen und sie dann auch missbraucht hat, was in der Vergangenheit in dieser Art und Weise

wohl auch schon öfter passiert ist, dass Jeffrey sich genommen hat, was er will, obwohl Susan das nicht wollte. Und genauso soll es laut ihr an diesem Abend erneut gewesen sein. Susan hat gesagt, dass sie einfach die Augen zugemacht hat, wie immer. Das Ganze hat über sich ergehen lassen aus Angst, was passieren wird, wenn sie es nicht tut.

 Doch dann, so Susan in ihrer Version später weiter, als sie die Augen wieder aufgemacht hat, hätte sie gesehen, dass ihr Mann plötzlich ein Messer in der Hand hielt. Sie liegt nach wie vor unter ihm auf dem Bett im Schlafzimmer. Er ist über ihr und bedroht sie mit diesem Messer. Und daraufhin soll jetzt ein Kampf begonnen haben.

 Susan versucht sich aus ihrer Position unter Jeffrey auf dem Bett zu befreien. Sie schlägt mit den Fäusten auf seine Brust. Sie stoßt ihn mit den Füßen weg oder versucht das zumindest. Sie schlägt auf ihn ein und hat es angeblich dadurch auch an einem bestimmten Punkt geschafft, ihm das Messer zu entreißen. Und als jetzt sie diejenige ist, die es in der Hand hat, sticht sie zu.

 Nicht einmal, nicht zweimal, auch nicht 1050 oder 100 mal. Nein, es sind insgesamt 193 Stich und Schnittwunden, die man später an Jeffrey Wright Körper finden wird. Was passiert jetzt? Nachdem sich ihr Mann liegend auf dem Bett nicht mehr bewegt, wäscht Susan Blut, dass sie überall am Körper hat, im Badezimmer ab und reinigt auch das Messer.

 Susan sagte später, dass während sie im Bad war, ihr ständig durch den Kopf ging und sie auch Panik und Angst davor hatte, dass Jeffrey wieder aufsteht und dass er gleich im Badezimmer auftaucht und sie erneut angreifen wird. Jedoch, wie gesagt, nach fast 200 Stichverletzungen ist Jeffrey Wright tot. Doch statt die Polizei oder die 911 anzurufen, macht Susan als nächstes etwas ganz anderes.

Sie geht hinaus in den Garten und holt einen Dolly, also eine Art Transportgestell mit Rädern, das Jeffrey zum Verladen von Teppichen und anderen Böden bei der Arbeit oft verwendet hat. Sie bringt den Dolly ins Schlafzimmer, zährt ihr Mann vom Bett herunter, lädt ihn auf dieses Gestell und fährt ihn damit hinaus in den dunklen Garten.

 Dort angekommen, wirft sie seine Leiche in ein bereits existierendes Loch. Vor wenigen Wochen nämlich hatte Jeff nicht ahnend, dass er sich damit sein eigenes Grab schaufeln wird, eine Grube im Garten ausgehoben mit der Absicht, dort demnächst einen Springbrunnen zu installieren. Susan schnappt sich einen Sparten und begräbt ihren Mann in diesem Loch.

 Und sogar an diesem Punkt, so wird sie später berichten, hatte sie immer noch panische Angst davor, dass Jeff noch am Leben sein könnte und wieder aus der Grube herauskommen wird. Doch auch wenn das natürlich nicht der Fall war, so wird sowohl Susan als auch ihre Verteidigung später vor Gericht sagen, dass Susan die ganze Nacht hindurch mit dem Messer in der Hand auf der Couch im Wohnzimmer saß und die Eingangstür zu ihrem Haus beobachtet hat.

 aus Angst, dass Jeffrey doch irgendwann wieder hereinkommen könnte. In den jetzt kommenden Tagen schneidet Susan Teile des Teppichbodens im Schlafzimmer heraus, schleppt die blutdurchdrängte Matratze hinaus in den Garten, versucht die massenhaften Blutspritze an den Wänden im Schlafzimmer mit weißer Farbe zu überdecken und den Raum mit Hilfe von Bleichmittel zu reinigen.

 Außerdem wird sich auch herausstellen, dass sie das gemeinsame Konto von ihr und Jeff leer geräumt hat. Später wird sie und auch ihre Verteidigung jedoch trotz dieser ganzen Aktivitäten behaupten, dass Susan nach dem Mord an ihrem Mann unter Schock stand und nur im Autopilot funktioniert hat. Doch dass Jeffrey Wright verschwunden ist, fällt freilich bald auf.

 Denn nicht nur erscheint er nicht mehr in seiner Firma, auch Jeffreys Freunde und seine Familie bekommen ihn nicht zu Gesicht und können ihn auch nicht erreichen. Einem Nachbarn wird Susan einen Tag nach dem Mord an ihrem Mann berichten, dass sie und Jeffrey einen schlimmen Streit hatten, in dessen Folge er das Haus verlassen und seitdem nicht mehr zurück nach Hause gekommen sei.

 auch gegenüber ihren Schwiegereltern, Jeffreys Eltern, die einen Besuch ihres Sohnes erwartet haben, der allerdings zur verabredeten Zeit nicht aufgetaucht ist, erzählt Susan dieselbe Geschichte. Es hat einen Streit gegeben, in dessen Verlauf Jeff sie auch geschlagen hat und dann sei er gegangen. Aber sie erzählt Jeffreyses Eltern darüber hinaus auch noch etwas anderes.

 Nämlich sagt Susan, dass während ihres Streits und während Jeffrey ihr gegenüber gewalttätig wurde, er auch Bleichmittel im Schlafzimmer auf sie geschüttet hat. Doch ja, wie man sich vorstellen kann, waren Jeffreyses Eltern von der Geschichte ihrer Schwiegertochter doch sehr irritiert, noch nicht einmal davon, dass es einen Streit zwischen ihr und Jeffrey gegeben haben soll, sondern einfach aufgrund dessen, dass er seitdem verschwunden ist, dass er für niemanden erreichbar ist und sich auch bei niemanden mehr gemeldet hat. Und jetzt

auch noch die Sache mit dem Bleichmittel, dass Jeffrey angeblich während dieses Streits im Schlafzimmer auf Susan geschüttet haben will. Jeffreys Eltern waren ab diesem Zeitpunkt sicher, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmen kann. Am 15. Januar 2003 geht Susan Wright zur Polizei. Doch nicht etwa, um darüber Auskunft zu geben, was sich zwei Tage zuvor nachts in ihrem Schlafzimmer ereignet hat.

Stattdessen möchte sie auf dem Polizeirevier jetzt eine einstweilige Verfügung gegen ihren Mann erlassen, von dem sie weiß, dass er zu diesem Zeitpunkt tot und begraben in ihrem Garten ist. Trotzdem berichtet Susan, den Polizisten des Harris County Contable Office, das gleiche, dass sie bereits zuvor ihrem Nachbarn und auch ihren Schwiegereltern erzählt hat.

 Jeff und sie hatten vor zwei Tagen am Abend einen heftigen Streit, in dessen Verlauf er gegenüber ihr, aber auch gegenüber ihrem Sohn Bradley gewalttätig wurde. Sie war für mich sehr glaubwürdig. Ich habe ihr geglaubt, dass ihr Mann sie angegriffen hat. Sie hatte blaue Flecken und Schnitte an ihren Armen und Händen, die mit dem übereingestimmt haben, was sie mir erzählt hat.

 Ich hatte keinen Grund, etwas anderes zu vermuten. So Deputy Scott Hall, der Polizist, der an diesem Tag mit Susan auf dem Revier gesprochen hat. Und nachdem sie all diese Informationen gegeben und eine einstweilige Verfügung gegen ihren Mann erlassen hat, fährt Susan wieder zurück nach Hause. Jedoch in den jetzt folgenden drei Tagen wuchs Susan diese ganze Situation offenbar doch über den Kopf.

 Sie bekommt Anrufe von Jeffreys Kunden, die wissen wollen, was los ist und warum er verabredete Termine nicht einhält. Freunde, mit denen er regelmäßig trainiert, melden sich bei Susan. Seine Eltern rufen auch immer wieder an und stellen Fragen. Das alles wuchs ihr nach und nach über den Kopf. Und ihr dürfte auch klar gewesen sein, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis jemand erfährt, dass Jeffrey nicht verschwunden, sondern tot ist, zumal der Hund der Familie in der Erde um das Grab im Garten herum bereits gebuddelt und Jeff zum Teil wieder ausgegraben hat.

Und als Susan das bemerkt hat, dass ihr Hund Jeffrey zum Teil wieder ausgegraben hat, verlässt sie fluchtartig ihr Haus. Gemeinsam mit ihren beiden Kindern setzt sie sich ins Auto und fährt zu ihren Eltern nach Harris County. Doch auch dort werden ihr Fragen gestellt, denn Susans Mutter will wissen, was los ist, was passiert ist, wo Jeff sich aufhält.

Meine Mutter fragte mich auch ganz direkt, ob ich ihm etwas angetan, ob ich Jeff getötet habe. Zu diesem Zeitpunkt ergab für mich das alles einfach keinen Sinn mehr. So Susan später und sie gesteht ihrer Mutter zu jetzt auch die Tat. Doch auch nach dem Geständnis von Susan gegenüber ihrer Mutter ruft jetzt erst einmal niemand die Polizei.

 Stattdessen kontaktiert Susans Mutter Soo einen Anwalt. Neil Davis, der Susan auch während ihrer Gerichtsverhandlung vertreten wird, wird also jetzt 5 Tage nach Jeffreys Ermordung hinzugezogen und er ist auch derjenige, der nachdem er Susan zur Behandlung in eine psychiatrische Klinik in Houston gebracht hat, noch am selben Tag das Harris County District Attorneys Office betritt und die zuständige Staatsanwaltschaft darüber informiert, dass sich im Garten der Rids eine Leiche befindet.

 Verteidiger Neil Davis sagte später, als ich zum ersten Mal mit Susan sprach, schien sie völlig den Bezug zur Realität verloren zu haben, denn auch jetzt war sie noch sicher, dass ihr Mann nach wie vor am Leben sein könnte. Ich ließ Susan darum auch erst einmal in eine Klinik einweisen und kontaktierte dann die zuständige Staatsanwaltschaft.

Ich habe diesen aber lediglich die Adresse von Susan und Jeffrey Wright gegeben und gesagt, dass sie dort eine Leiche finden werden. Und ja, genauso kommt es dann auch, denn als die Polizei am Haus der Rots anrückt, dauert es nicht lange und sie finden Jeffreys Leiche vergraben im Garten. Aber die Polizei und die Spurensicherung, die kurz danach ebenfalls dazu gerufen wird, findet nicht nur Jeffrey.

 Im Schlafzimmer des Hauses lassen sich überall Blutspritzer ausmachen. An den Wänden, an den Lamellen, vor den Fenstern, auf dem Fußboden. Teile des Teppichs sind herausgeschnitten worden und der ganze Raum riecht nach Bleichmittel. Die passenden leeren Kanister sind ebenfalls im Haus. Draußen im Garten findet die Spurensicherung den Dolly, mit dem Susan Jeffreys Leiche transportiert hat, mit Blutspuren am Gestell.

 Genauso verhält es sich auch mit der Matratze, die sich ebenfalls dort befindet und auch die Tatwaffe. Das Jagdmesser wird versteckt in einem Eimer im Garten gefunden. Jeffrey Wright wurde 41 mal ins Gesicht gestochen und zwar mit einer solchen Wucht, dass dabei die Spitze des Messers abbrach und wie man jetzt bei der Autopsie feststellt in seinem Kopf stecken blieb.

 Neben den 41 Stichwunden in seinem Gesicht lassen sich weitere 23 an seinem Hals, 46 Stiche in seiner Brust, 22 am Bauch und 23 Stich und Schnittverletzungen an seinen Armen, Händen und Beinen finden. Außerdem gab es noch zahlreiche Schnitt und Stichletzungen im Schambereich. Insgesamt fand die Gerichtsmedizin 193 Wunden an Jeffrey Wright.

Hallo meine Lieben und willkommen zu diesem neuen Video. Ja, heute geht’s hier auf meinem Kanal schon wieder weiter mit True Crime und damit auch mit einem neuen Fall, den ich mir ausgesucht habe und über den ich euch gerne berichten möchte. Am 13. Januar 2003 stirbt der 34 Jahre alte Jeffrey Wright in seinem Bett im Schlafzimmer seines Hauses.
Jeffrey wurde ermordet, getötet von seiner Ehefrau Susan Wright. Das sind die unwidersprochenen Fakten des Falles, über denen wir heute sprechen werden. Doch warum hat Susan Wright ihren Mann umgebracht? Dazu wird es zwei verschiedene Versionen geben, die der Staatsanwaltschaft und die der Verteidigung.
Und am Ende trifft man sich wie in so vielen anderen großen Prozessen auch mit all seinen Argumenten, seinen Indizien, seinen Beweisen, seinen Experten und natürlich den jeweiligen Zeugen vor Gericht und liefert sich dort einen Schlagabtausch mit dem Ziel, die Geschworen von der eigenen Version zu überzeugen, wobei es dabei nicht selten zu hochemotionalen Auseinandersetzungen, Überraschungen, mit denen vorher niemand gerechnet hat und auch zur Vorlage von Beweisen kommt, von denen zuvor auch noch nie jemand irgendetwas gehört oder gesehen hat. Der
Fall des Staates Texas gegen Susan Losil Wright hatte all das und vieles mehr. Doch am Ende gab es für die Geschworenen nur eine einzige Frage zu beantworten. Musste sich Susan gegen ihren Mann zur Wehr setzen, sich selbst gegen ihn verteidigen oder hat sie Jeffrey aus einem ganz anderen Grund umgebracht? Ich habe, nachdem ich die Recherche zu diesem Fall abgeschlossen hatte, für mich persönlich auf diese Frage eine Antwort gefunden.
Und vielleicht könnt ihr das am Ende dieses Videos ja auch. Doch bevor das überhaupt möglich ist, müssen wir uns erst einmal ansehen, wer die Menschen, über die wir heute sprechen werden, überhaupt gewesen sind. Wie es laut Susans Version zu all dem kam, was sich in der Nacht von 13. auf 14. Januar 2003ignet hat und ob und inwie weit überhaupt sich ihre Schilderungen mit den Spuren und Beweisen, die man später gefunden hat, decken werden, bevor wir dann auch in den Gerichtsprozess einsteigen können.
Und dazu, meine Lieben, ihr wisst es, fangen wir hier wie immer ganz am Anfang an. Susan Lil Wish kommt am 24. April 1976 in Houston. der größten Stadt des US-Bundesstaates Texas zur Welt. Zusammen mit ihren Geschwistern ihrer Schwester Cindy und ihrem Bruder Jim wächst Susan in Harris County auf und besucht dort später auch die Highschool.
Und auch wenn von außen wohl alles danach aussah, als seien die Wishes eine der vielen typischen Familien aus der Mittelschicht. Mutter Su kümmert sich zu Hause um den Haushalt und die Kinder. Vater Jim arbeitet als Mechaniker und man lebt in einem schönen Haus in einer Nachbarschaft, in der jeder jeden kennt in Harris County.
So werden sowohl Susan als auch ihre ältere Schwester Cindy später berichten, dass ihre Kindheit und Jugend im Haus ihrer Eltern durch Gewalt geprägt war. Denn nicht nur Susans Mutter bekam offenbar die aggressiven Ausbrüche ihres Mannes Jim regelmäßig zu spüren. Auch die Kinder litt darunter. Und auch wenn Susens Eltern diese Vorwürfe später entschieden zurückgewiesen haben, so blieb sowohl Susan selbst als auch ihre Schwester Cindy dabei, dass ihr Vater, ihre Mutter und auch sie regelmäßig geschlagen hat.
Susan soll als Kind sehr ruhig, schüchtern und introvertiert gewesen sein und auch wenn sie später in der Highchool gute Noten schrieb, so war sie offenbar nie wirklich dazu in der Lage, für sich selbst einzustehen. Stattdessen lag ihr Fokus darauf, anderen Menschen zu gefallen, diese zufrieden zu stellen, auch wenn das auf Kosten ihres eigenen Wohlbefindens ging.
Und das zeigte sich vor allen in Susens Verhalten und in ihrem Umgang mit Jungs und Männern während und auch nach ihrer High Schoolzeit. Auch hier war sie stets darauf bedacht zu gefallen und alles für den Partner zu tun, mit dem sie gerade zusammen war. Konflikte zu vermeiden und sich ununterbrochen darum zu bemühen, es diesem Recht zu machen. Als z.B.
einmal einer ihrer Highchool Freunde, mit dem sie erst seit wenigen Wochen zusammen war, ein fieses Kommentar bezüglich ihres Gewichts abgegeben hat, hat Susan in kürzester Zeit 7 kg abgenommen. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Und an dieser Stelle, ich bin weder ein Psychologe noch ein Verhaltensanalyst, weit davon entfernt, aber dieses Verhalten von Susan, das sich wie gesagt bereits in ihrer Kindheit vor allen Dingen, aber dann auch während ihrer Schulzeit und danach gegenüber Jungs und Männern gezeigt hat, lässt ihre spätere
Behauptung, dass sie im Haus ihrer Eltern durch ihren Vater Gewalt erlebt hat, zumindest für mich durchaus glaubhafter erscheinen, denn sich selbst immer extrem ins Abseits zu stellen und es stattdessen allen anderen recht machen zu wollen, gerade Männern in ihrem Leben das Gefühl zu geben, dass sie alles für sie tut, offenbar in der Hoffnung Bestätigung, Anerkennung und Liebe zu bekommen, zeigt ja, dass Susan genau das unbedingt gebraucht hat und mit ihrem Verhalten auch erreichen wollte. Es kommt ja nicht von ungefähr,
dass man seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche stets zurückstellt und vernachlässigt, nur um zu beeindrucken, zu gefallen und Konflikte zu vermeiden. Wie gesagt, ich bin kein Experte, aber sowas hat ja sehr oft einen tiefen Ursprung und wenn man bereits so, denke ich, als kleines Kind das Gefühl hat, nie einschätzen zu können, was gleich als nächstes passieren wird, wenn der Vater einmal wieder mit schlechter Laune von der Arbeit nach Hause kommt, wenn man immer in dieser Anspannung und Angst existiert, vielleicht gleich miterleben
zu müssen, wie die eigene Mutter, die Geschwister oder auch man selbst geschlagen wird, dann nimmt man sich vielleicht auch zurück. Man ist bemüht darum, nicht aufzufallen, sondern stattdessen zu gefallen, in der Hoffnung statt Ablehnung und Gewalt Liebe und Bestätigung zu bekommen. Das waren einfach so die Gedanken, die mir am Anfang in meiner Recherche, als ich über Susens Verhalten in ihrer Kindheit und Jugend gelesen habe, durch den Kopf ging. Mit 18 Jahren.
Susan hat gerade erst die Highchool abgeschlossen. Da beginnt sie jetzt in einem Nachtclub als Tänzerin zu arbeiten. Und auch hier. Susan war äußerst attraktiv, schlank, groß, blond. Sie bekam aufgrund ihres Aussehens viele Komplimente und Aufmerksamkeit gerade auch wieder von Männern. Und damit ließ ich jetzt für sie Geld verdienen.
Und Geld war etwas, dass Susan direkt nach ihrem Schulabschluss dringend gebraucht hat, denn sie wollte sich so bald wie möglich an der Krankenpflegeschule einschreiben, eine Ausbildung machen und danach dann auch als Krankenschwester arbeiten. Und soweit ich das bei meiner Recherche nachvollziehen konnte, hat Susan auch nur zwei Monate in diesem Nachtclub gearbeitet, nämlich genauso lang, bis sie genug Geld zusammen hatte, um die erste Anzahlung für ihre Studiengebühren machen zu können.
Nachdem sie diese Anzahlung nämlich gemacht hat, hat sie aufgehört in diesem Nachtclub zu tanzen und arbeitet stattdessen in einem Friseursalon in Harris County. Und so kann sie sich jetzt auch eine Zeit lang finanziell gut über Wasser halten. Doch mit der Zeit wurde genau das offenbar immer schwerer für Susan, die anfallenden Gebühren für die Krankenpflegeschule, dass viele lernen und nebenbei noch in diesem Friseursalon arbeiten, den Alltag stemmen.
Darum hat es auch nicht lange gedauert und sie hat die Krankenpflegeschule abgebrochen und stattdessen Vollzeit in diesem Friseursalon gearbeitet. Im April 1997, Susan ist inzwischen 20 Jahre alt, da fährt sie zusammen mit einer Freundin nach Galveston, einer Stadt ca. 80 km südöstlich von Houston, um dort ein paar Tage Urlaub zu machen.
Und während dieses Trips lernt sie dann auch den Mann kennen, den sie kurze Zeit später heiraten wird, Jeffrey Wright. Und der 29 Jahre alte Jeffrey hat wohl direkt Eindruck gemacht auf die 9 Jahre jüngere Susan. Er ist äußerst höflich, freundlich, charmant und nach ihrem Kennenlernen am Strand in Galveston treffen sich die beiden regelmäßig.
Dabei ist Jeff sehr aufmerksam Susan gegenüber. Zu jeder Verabredung bringt er ihr Blumen mit, er führt sie in teure Lokale aus und macht ihr Geschenke. Und es dauert nicht lange, da sind die beiden unzertrennlich. Und auch Susans Eltern SU und Jim sind begeistert von Jeffrey, der auch immer wieder darüber spricht, bald seine eigene Firma aufbauen und ein Business für Bodenbeläge gründen zu wollen.
Alles scheint sich also gut zu entwickeln für das frisch verliebte Paar. Doch dann, nur wenige Monate nach ihrer ersten Begegnung stellt Susan fest, dass sie schwanger ist. Und während sie sich selbst darüber sehr gefreut hat, hat Jeffrey auf diese Neuigkeit äußerst ambivalent reagiert. Also er ist jetzt nicht vor Freude in die Luft gesprungen.
Noch hat er gesagt, dass er das Kind nicht will. Stattdessen soll er Susan gegenüber geäußert haben, dass es ihre Sache ist, wie sie jetzt damit umgeht. Also ob sie das Kind behalten möchte oder nicht. Doch Susan wollte ihr Kind unbedingt behalten, weswegen sie und Jeffrey in den Wochen nach dieser Neuigkeit dann auch beschlossen haben, zusammenzuziehen und im Oktober 1998, nur vier Wochen vor der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Bradley haben die beiden dann auch geheiratet und nach der Hochzeit und der Geburt ihres Kindes im November 1998
leben die Wit jetzt jetzt zusammen mit ihrem Hund in einem Haus in White Oak Band, einer Wohnsiedlung im Nordwesten von Harris County. Und während Susan sich zu Hause um ihr Kind kümmert, fährt Jeffrey, der inzwischen auch seine eigene Firma gegründet hat, jeden Tag zur Arbeit und das Unternehmen lief offenbar recht gut an.
Wichtig jetzt an dieser Stelle zu wissen ist, dass alles, was ich euch als nächstes erzähle, später von Susan so berichtet worden ist. Einiges von dem, was sie gesagt hat, konnte durch Zeugenaussagen und zum Teil auch durch Indizien in gewisser Weise untermauert werden. Trotzdem gebe ich zu bedenken, dass die folgenden Schilderungen dessen, was nach der Hochzeit und auch nach der Geburt von Bradley passiert sein soll, von Susan kamen.
Denn nach der Hochzeit und nach der Geburt von Bradley bekam dieses Jahr, man könnte von außen mutmaßen, Familienedyül laut Susen erste Risse, denn sie stellt Veränderungen an ihrem Mann fest. Der anfangsüberaus höfliche und aufmerksame Jeff kritisiert Susan immer öfter, gerade auch in Bezug auf ihr Gewicht. Susan hatte während ihrer Schwangerschaft, was ja vollkommen normal ist, einige Pfunde zugenommen und genau das hat Jeffrey ihr sehr oft auf äußerst gemeine und verletzende Art und Weise vorgehalten.
Damit nicht genug verhielt sich Jeffrey Susan gegenüber zunehmend aggressiver. Er gibt ihr Namen, er schreit sie oft an und er nimmt das, was sie sagt, auch nicht ernst und zieht das oft ins Lächerliche. So z.B. L Susan nach der Geburt ihres Sohnes an einer postnatalen Depression, weswegen sie auch einen Arzt konsultierte, der ihr Medikamente aufgeschrieben hat.
Doch als Jeffrey von Aldem erfahren hat, hat er Susan verboten, diese Medikamente einzunehmen und ihr stattdessen gesagt, dass sie gefälligst damit klar kommen und ihren Job als Mutter ausüben sollte. Als Susan einige Monate nach Bradleys Geburt den Wunsch geäußert hat, wieder zur Krankenpflegeschule zu gehen, um die Ausbildung, die sie vor einigen Jahren abgebrochen hat, wieder erneut aufzunehmen, hat ihr Jeffrey auch das untersagt.
Das Ganze soll sich laut Susan jetzt mehr und mehr gesteigert haben. Jeffrey kontrolliert, was sie wann mit wem tut und auch wenn er ihr wohl gnädigerweise gestattet hat, Lebensmittel einzukaufen, mit ihrem Sohn im Kinderwagen in der Nachsbarschaft spazieren zu gehen und ab und an auch ihre Eltern und ihre Schwester zu besuchen, so war es ihr nicht erlaubt, länger als 2we Stunden am Stück von zu Hause wegzuben.
Darüber hinaus hat Jeffrey damit begonnen, vermehrt Alkohol zu trinken. irgendwann dann auch täglich und auch Drogen vor allen Dingen Kokain zu konsumieren. Darüber hinaus wirft er seiner Frau auch vor ihn zu betrügen. Kontrolle, Beschimpfungen und auch körperliche Gewalt waren laut Susan irgendwann an der Tagesordnung.
Es war eine brutale, furchterregende und sadistische Beziehung, die sich über Jahre hinweg erstreckt hat. So beschrieb Susan W später die Ehe mit ihrem Mann Jeffrey in dieser Zeit. Vor allem nach seinem Drogen und Alkoholkonsum wird Jeffrey Susan gegenüber gewalttätig. Die kleinste Kleinigkeit kann dafür sorgen, dass er vollkommen aus der Haut fährt.
Seines Probleme und Schwierigkeiten bei der Arbeit, die Tatsache, dass das Essen nicht pünktlich auf dem Tisch gestanden hat oder auch das Weinen seines kleinen Sohnes Bradley. Jeffrey schlägt Susan, er stößt sie gegen Wände, er tritt sie. Und einmal während die beiden im Auto unterwegs waren, um nach Harris County zu Jeffreyses Eltern zu fahren, schlug er ihren Kopf so brutal auf das Armaturenbrett, dass Susan aus der Nase geblutet hat, während Bradley hinten im Auto saß.
Er warf mich mit dem Rücken gegen die Wände unseres Hauses, packte mich an den Armen, schlug mir in den Bauch und in die Brust und gab mir am Ende das Gefühl, dass das alles meine Schuld ist. Ich hatte Angst vor ihm, ja, aber so groß meine Angst auch war, ich habe ihn geliebt und wollte unbedingt gut genug für ihn sein, so dass alles funktioniert.
So Susan W später in einer ihrer Aussagen. Trotzdem, dass Susan durch die Gewalt ihres Mannes immer wieder körperliche Verletzungen davon getragen haben will, lässt sie sich in aller Zeit nie deswegen von einem Arzt behandeln oder dokumentiert ihre Verletzungen auf andere Art und Weise. Darüber hinaus ging sie auch nie zur Polizei oder hat versucht bei einer anderen Stelle Hilfe zu bekommen.
Und für die Außenwelt sah es wohl genau aufgrund dessen auch danach aus, als sei bei den Wit alles bestens in Ordnung. Jedoch muss man sagen, dass es durchaus Menschen gab, die Verletzungen an Susans Körper gesehen haben. Häatome an ihren Armen, Blutergsse an anderen Stellen ihres Körpers. Und Susan hatte wohl hier und da auch ein Fallchen, ein blaues Auge, was ebenfalls von Zeugen gesehen worden ist.
Und es gab später auch Menschen, die gesagt haben, dass sie den Verdacht hatten, dass Jeffrey Susan schlägt. Unter diesen Zeugen war z.B. auch Susens Schwester Cindy, die durch Susan selbst dann aber an einem bestimmten Punkt in ihrem Verdacht bestätigt worden ist, denn im Sommer 1999 war Susan Wright und das hat sie später unter anderem auch so ausgesagt an einem Punkt, an dem sie nicht mehr konnte, an dem sie diese ganze Situation mit Jeffrey zu Hause nicht mehr länger ertragen hat.
Während dieser also bei der Arbeit ist, ruft Susan im Sommer 1999 ihre Schwester Cindy an und erzählt ihr alles. Und noch am selben Tag kommt Cindy dann gemeinsam mit ihrem Mann, den sie zur Unterstützung mitgenommen hat, ins Haus ihrer Schwester und man packt einige Dinge zusammen für Susan und auch für ihren kleinen Sohn Bradley und fährt zu Cindy nach Hause, wo Susan jetzt auch vorhat, die nächsten Tage und Wochen zu verbringen.
Doch nur zwei Tage später kehrt sie zu Jeffrey zurück, denn nachdem dieser festgestellt hat, dass Susan gemeinsam mit seinem Sohn das Haus verlassen hat und auch nicht mehr zurückgekommen ist, hat es natürlich nicht lange gedauert, bis Jeffrey herausgefunden hat, wo Susan sich aufhält, nämlich bei ihrer Schwester Cindy.
Jeffrey hat dort angerufen, mit Susan telefoniert und nach diesem Telefonat ist sie auch direkt wieder zu ihm zurück. Susan wird später aussagen, dass Jeffrey ihr am Telefon gedroht hat, ihr auch Bradley etwas anzutun, wenn sie nicht augenblicklich zurück nach Hause kommt. Doch die Dinge im Hause Wright wurden nach Susens Rückkehr laut ihren späteren Schilderungen nicht besser.
Sie wurden schlimmer. Vor allen Dingen wurden sie schlimmer nach der Geburt von ihrem und Jeffreyses zweiten Kind, ihrer Tochter Kayie, die im Sommer 2002 zur Welt kam. Denn Susan hat an diesem Punkt nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das Leben ihrer beiden Kinder fürchten müssen, zumal Jeffrey sich auch zunehmend aggressiver gegenüber dem inzwischen 3 Jahre alten Bradley verhalten hat.

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Disclaimer: This story is fictional and created for entertainment purposes only. Any names, characters, places, or events are fictitious or used fictitiously. No real person or organization is intended to be portrayed.

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